Music Festival | verfasst 14.02.2017
MaerzMusik - The Long Now
Festival für Zeitfragen
25. März 2017 - 26. März 2017
Deutschland- Berlin- Berlin- Kraftwerk
MaerzMusik - The Long Now  - Festival für Zeitfragen

MaerzMusik – Festival für Zeitfragen präsentiert in Kooperation mit Berlin Atonal die dritte Ausgabe von »The Long Now« vom 25. März ab 18.29 Uhr bis 26. März, 24.00 Uhr im Kraftwerk Berlin. 
Zu den Künstler/-innen in diesem Jahr zählen u.a. Alvin Lucier (US), Tim Hecker (CA), Chris Watson (UK), Kara Lis-Coverdale (CA) und Keith Fullerton Whitman (US). 
The Long Now bildet den Abschluss von MaerzMusik − Festival für Zeitfragen 2017. In der monumentalen Kulisse des Kraftwerk Berlin sind Konzerte, Performances und elektronische Live-Acts mit Klang- und Videoinstallationen zu einer großformatigen Komposition in Zeit und Raum versammelt. Von früher Renaissance-Polyphonie bis hin zu musikalischer Avantgarde, experimenteller Elektronik, Ambient Music und Noise reichen die musikalischen Welten, die sich in der dritten Ausgabe von »The Long Now« wieder zu einer körperlichen und künstlerischen Grenzerfahrung formieren. 

Als zentraler Gast des Festivals MaerzMusik 2017 wird Alvin Lucier – einer der prominenten Vertreter der amerikanischen Avantgarde – am 25. März bei »The Long Now« sein legendäres Stück »I am sitting in a room« präsentieren. Am selben Abend wird das Gesangsensemble Graindelavoix aus Antwerpen mit ihrem gerade in Wien uraufgeführten Projekt »And Underneath The Everlasting Arms« zu erleben sein, das das Phänomen Schlaf und Schlaflosigkeit thematisiert und in Zusammenarbeit mit dem Lichtdesigner Koen Broos entstanden ist. Das internationale und in Berlin ansässige Ensemble Zinc & Copper wird die Komposition »For Brass and Computer« von Catherine Christer Hennix spielen. Die schwedisch-amerikanische Klangkünstlerin und Mathematikerin ist beim Festival MaerzMusik 2017 bereits zum Festivalstart mit einem Konzert, der Wiederbelebung ihres Meisterwerkes »The Electric Harpsichord« aus dem Jahr 1976, und dem besonderen Aktionsraum Kalam-i-Nur im silent green zu erleben. Aus Kanada stammen der Ambient-Electronic-Künstler Tim Hecker und die Newcomerin Kara Lis-Coverdale, die auf mehreren Alben von Hecker zusammengearbeitet haben – zuletzt bei »Love Streams« aus dem Jahr 2016. Beide beziehen sich in ihren Klangwelten auf die sogenannte »Alte Musik« aus Renaissance und Barock. Bei »The Long Now« werden sie jeweils mit einem Solo-Act auftreten. Der US-Amerikaner Keith Fullerton Whitman, bekannt für seine Arbeit mit Modularer Synthese und Pioneer von IDM beeinflusstem Drill Core, befasste sich später mit der Musique concrète, insbesondere mit der Arbeit von Pierre Schaeffer. Er entwickelt für »The Long Now« ein Stück basierend auf bearbeiteten und gelayerten Ton-Aufnahmen, die im Kraftwerk Berlin und seiner näheren Umgebung entstanden sind. Bekannt für seine Soundarbeiten, aber auch Field-Recordings insbesondere für Naturfilmproduktionen (u.a. für die BBC) ist der aus England stammende Chris Watson. Er ist außerdem Gründungsmitglied zweier einflussreicher Gruppen experimenteller Musik: Cabaret Voltaire und Hafler Trio. Seinem Album »Weather Report« aus dem Jahr 2003 verlieh The Guardian die Auszeichnung als »One of the thousand albums you should hear before you die«. Über den gesamten Zeitraum von »The Long Now« sind Installationen des US-amerikanischen Ambient-Avantgardekomponisten William Basinski zu sehen, die er zusammen mit dem Videokünstler James Elaine entwickelt hat. Das von Berno Odo Polzer, Laurens von Oswald und Harry Glass kuratierte Programm wird sukzessive in der Facebook-Veranstaltung und auf der Website der Berliner Festspiele veröffentlicht. [Quelle: Berlin Atonal]

Mehr Infos findet ihr auf der Webseite der Berliner Festspiele oder im Facebook Event.

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