Der Opener der bald erscheinenden neuen Platte Portamento heißt Book Of Revelation. Das biblische Buch der Offenbarung also ist es, das The Drums an den Anfang ihres zweiten Albums setzen. Das ist kein Zufall, keine andere Band springt in ihren Texten so schnell von der Unbeschwertheit des Surfens in die nihilistischen Tiefen des Todes: »I’ve seen the world, and there’s no heaven and there’s no hell. And I believe, that when we die, we die«. Das Ganze kommt aber Drums-typisch mit einer melancholischen Leichtigkeit daher, die es einfach macht, der Hype-Band des vergangenen Jahres auch in diesem dunklen dräuenden Herbst die ewige Treue zu schwören. Die Trennung von Gitarrist Adam Kessler hat die Band gut verkraftet, die verstärkte Ausrichtung auf Synthies mag eine Folge davon sein. Auch auf Portamento – die Gesangstechnik, die Sänger Jonathan Pierce anwendet, um in hohe Stimmlagen zu kommen – hört man süße Melodien, charmante und abgründige Texte, spröde Synthesizer und drahtige Gitarren. Für den Gig im Postbahnhof dürfte man einige neue Eindrücke in die LP erwarten.
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