Ravens & Chimes stammen aus New York. Sie machen Musik für Städte, die niemals schlafen. Songs für lange Nächte und frühe Morgenstunden, hin und hergerissen zwischen lauten Gefühlen und leisen Zuneigungen. Ravens & Chimes werden gerne mit Arcade Fire verglichen, zu ihren Fans zählen u.a. Leonard Cohen und Jeff Mangum. Holiday Life wird jetzt wohl auch Bob Dylan’s Aufmerksamkeit erregen. Für das Debut-Album hat man sein Leben lang Zeit – Ravens & Chimes fanden aber, es wäre der richtige Zeitpunkt, ein zweites Meisterwerk einzuspielen. Auch weil die Besetzung Veränderungen unterworfen war, weil es Zerwürfnisse innerhalb der Band gab. Doch dann ein musikalisches Licht am Horizont – Carousel – ein Song, eigentlich für den Soundtrack zur Twilight Saga: Eclipse gedacht, hauchte der Band neues Leben ein. Die Songs für das neue Album sprudelten danach fast wie von selbst. Das Resultat ist Holiday Life, ein Album, das eine einnehmende musikalische Energie in sich trägt. Der Frontmann der Band, Sohn des New Yorker Künstlers Stephan Lack, saß als kleines Kind auf dem Schoß von Andy Warhol und aß Eis mit Basquiat oder Alan Ginsberg. Songs wie The Parting Glass oder Clarissa Explains It All haben zudem eine literarische Tiefe, wie man sie etwa bei F. Scott Fitzgerald finden kann. Die Textzeilen schimmern wie Edelsteine. Das Album Holiday Life wird getragen von dieser eigenwilligen Art des Songwriting, von Asher Lack’s Stimme, von hymnenhaften Klavierparts und hallendem Schlagzeug. Klassisch und modern zugleich, ein musikalischer Herzschlag – Ravens & Chimes haben ihren persönlichen Höhepunkt erreicht.
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