Mit Darren Cunningham alias Actress beehrt uns heute der Besitzer des stilsicheren Werk Discs Labels aus London und einer der respektiertesten Acts der britischen Underground-Szene. Nachdem er Ende 2008 mit Hazyville sein housiges Debut-Album veröffentlichte, das wie ein melancholischer Spaziergang durch dichten Londoner Nebel klang, zeigte sich der 2010 erschienene Nachfolger Splazsh deutlich bunter. Sein Stil lässt sucg schwer einordnen, irgendwo zwischen der Techno- und Sample-Science à la Anthony Shake Shakir, Autechre-Melodiebögen und Post-Garage-Sensibilitäten bleept, klickt und wabert es gewaltig. Der authentische Lo-Fi-Sound und die skizzenhaften Arrangements bilden stets die Klammer für die rohen Beatentwürfe. Die Unbeschwertheit und stilistische Offenheit, mit der der Holländer Dave Huismans aka 2562 an seine Produktionen und DJ-Sets heran geht, verschaffte ihm in den letzten Jahren eine weltweite Fanbase. Am Rande von Dubstep transportiert er den Swing vergangener 2Step-/UKGarage-Zeiten in die heutige Zeit und weitet ganz nebenbei über Detroit die vielbeschworene Liebesaffäre zwischen Dubstep und Techno aus. Seinem Nachfolger Unbalance (2009) fügte er noch mehr Wärme und Dynamik hinzu. Auf seinem dritten und aktuellen Album Fever (2011) arbeitete er ausnahmslos mit Samples aus unbekannten Disco-Songs von Mitte der 1970er bis Anfang der 1980er, und das klingt nicht retro, sondern progressiv. So verwebt 2562 Techno, Dubstep, Garage, House und was ihm sonst noch so einfällt zu einem fliegenden Tanzteppich, auf dem man wohlbehütet durch die Nacht gleitet. Unser Resident Delfonic und die Zeitgeist Crew liefern das Rahmenprogramm.
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