Music Porträt | verfasst 20.04.2018
Pierre von Helden
Hinter die Mauern der Klischees
Deutsch-Rap sieht oft sehr, sehr ähnlich aus. In den Videos und was die grafische Gestaltung der Alben anbelangt. Ein Leipziger Künstler schickt sich an, das zu verändern.
Text Kevin Goonewardena , Fotos © Mindt Designstudio
01_pierrevonhelden_fusions_credit_mindtdesignstudio
Rubriken_sticker_detail_09

Einfach nur die Visage des meist männlichen Rappers auf das Cover. Logo vielleicht, das war’s aber auch schon. Mehr Anspruch ist selten auf den Coverartworks zu Deutschrap-Releases zu erkennen. Was die Bildebene der Musik anbelangt, reicht es den Verantwortlichen oftmal, den Künstler in Klischees zu zeichnen. Anspruchsvoll sind solche Cover nicht, ikonisch werden sie so logischerweise nie. Der gestalterische Anspruch des Leipziger Künstlers Pierre von Helden jedoch, der für die Cover-Artworks für Beppo S. & Peter B., dEnk & Drumtomski, Ozoyo und vor allem für die Magdeburg-Trilogie von Pierre Sonality verantwortlich ist, unterscheidet sich sichtlich von der üblichen Einheitsgestaltung und überholten Mustern der Szene. Was macht er anders, was treibt ihn an und warum? Ein Gespräch, das zurückreicht bis in die Nachwendezeit.

Pierre von Helden lebt und arbeitet in Leipzig. »Ich habe mich bewusst für diese Stadt als ehemalige Ost-Metropole und traditionelle Künstlerstadt entschieden, da ich merkte, dass ich hier wachsen und reifen kann, um mich als Bildermacher zu entwickeln. Ich wusste, dass ich Fragen, aber auch Sachen zu sagen hatte, und dass es mit Kunst und Bildern zu tun haben wird«, blickt er zurück. »In Sachen Cover-Design gibt es schon viele gute Sachen, aber es geht sicherlich noch einiges mehr, wenn man sich die Deutsch-Rap HHV-Charts anschaut.« ( Pierre von Helden) Schon während des Studiums der bildenden Kunst und Kunstgeschichte habe er gemerkt, dass er im extremen Maße für seine DDR-Herkunft und die Wiedervereinigungsphase sensibilisiert ist. »Ich gehöre der ersten DDR-Generation an, die genügend Abstand zu der DDR hat, um über sie etwas objektiver, aber nicht emotionslos zu reflektieren«, so der am 17. Juni 1983 in Wismar Geborene, der noch Kind war, als die Mauer fiel. »In meiner ersten Bilder-Phase zwischen 2013 und 2016 war das ein ganz wichtiger Aspekt. Ich merkte, dass ich dem nachspüren will. Einfach aus dem Empfinden heraus als DDR-Kind in eine neue Zeit und ein neues System hineingewachsen zu sein. Aber natürlich war ich weiterhin noch Kind von Sozialisten, mit den gleichen Werten und Überzeugungen.«

In Leipzig angekommen, nahm Pierre einen Drei-Tage-Job an, um die Miete zahlen zu können. Die restlichen nutzte er zur Entwicklung seines Stils. Mangels finanzieller Mittel begann er Collagen anzufertigen, statt sich wie geplant der Malerei zu widmen. Seine Werke sind nicht selten Ursprung seiner sozialistischen Sozialisation, die bis weit nach der Wende reicht, mit Elementen des in dessen Nachklang über die ehemalige DDR hereinbrechenden Kapitalismus und Kritik an jenem. Unverkennbar schwärmt Pierre jedoch auch für diese Zeit, seine Kindheit und Jugend kurz vor und nach der Wende, ohne das DDR-System zu verklären. Titel wie »Höhenflug mit Air Max / Schweben über Schwerin«, »Papa auf dem Weg zur Armee / Panzerfahren« oder »Lichter über Lichtenhagen / Rostock« sind fast schon für sich stehende Geschichten, die den Widerspruch vereinen.

Auch wenn Herkunft und Sozialisation immer eine wichtige Rolle in Pierres Werken spielen werden, setzt sich der Künstler seit zwei Jahren explizit mit dem Heute auseinander und thematisiert gegenwärtige gesellschaftliche Tendenzen in Collagen und großformatigen Malereien. »Ich musste erst einmal meine Vergangenheit versuchen zu begreifen, um einen befreiteren Blick aufs Heute werfen zu können.« So zum Beispiel mit den Werken seiner ersten Solo-Ausstellung »Die Straße – Ein Psychogramm«. Die bildende Kunst ist dabei jedoch nicht Pierres alleiniges Ausdrucksfeld, so ist er darüber hinaus auch im Bereich Design tätig.

Pierre Sonality - Magdeburg Webshop ► Vinyl 2LP Zu dem Zweck startete er zusammen mit Studiopartnerin Sarah Schroeder das Apartment102. In dem Studiokollektiv für Grafik & Gestaltung bündeln die beiden seitdem Pierres künstlerische Arbeiten und Sarahs Background als Kommunikationsdesignerin und Art Direktorin des Mindt Designstudios. Ihr Spektrum umfasst u. a. gesellschaftliche und gestalterische Statements in Form von Postern, wie die »Circles« oder »Eve=Adam«-Reihe. Der Fokus ihrer Arbeit liegt aber auf künstlerisch-konzeptionellen Artwork-Designs. »Für mich ist Rap-Musik und Hip-Hop eine weitere Sozialisationsebene im Leben gewesen und es ist zu einem Einstellungsmerkmal meines Denkens und der Arbeiten geworden. Demzufolge ist es nicht verwunderlich, dass wir mit Vorliebe Artworks für Rap-LPs gestalten, denn ich bin ja auch irgendwo ein Produkt von Hip-Hop! In Sachen Cover-Design gibt es schon viele gute Sachen, aber es geht sicherlich noch einiges mehr, wenn man sich die Deutsch-Rap HHV-Charts anschaut.«

denk & drumtomski - Fusions I Webshop ► Vinyl LP Den Startschuss von Apartment102 bildete die Magdeburg-Trilogie (2014) von Pierre Sonality, auf der von Helden die Geschichte der DDR auf zwei EP und einem LP Artwork darstellt. Nun folgt die abstrakt gehaltene Instrumental-Serie »Fusions« von 2 Zimmer Gefüge. Dabei hatte Pierre bis 2012 nur Rap aus den USA gehört und war nie wirklich Teil einer Szene: »Ich weiß nur noch wie ich ’96/’97 Mobb Deeps »The Infamous«, auf dem Basketballplatz zu hören bekam und daraufhin mit A Tribe Called Quest in Berührung kam. Dieser Sound war so frisch, so anders und voller Energie – ich war dem Appeal sofort verfallen – das war der Beginn meiner Liebesbeziehung mit/zu Hip-Hop, und die besteht aus Nehmen und Geben. Ich habe noch einige Artwork-Designideen auf Lager und möchte am Ende meines Lebens ein paar Fußnoten und Ausrufezeichen im Cover-Design gesetzt haben.«


Jüngst hat Pierre von Helden das Cover zu »plusminusnull« von Beppo S. & Peter B. gestaltet. Diese findest du auch auf im Webshop.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 06.06.2007
Warheit
Betonklassik
Lange musste man auf ein Album von Azads Crew Warheit warten, nun liegt es mit endlich vor.
Music Review | verfasst 30.12.2010
Tua & Vasee
Evigila
Tua & Vasee haben sich hingesetzt, ein Konzept erarbeitet und ein Album aufgenommen, dass den Namen »Kunstwerk« verdient.
Music Review | verfasst 01.03.2007
V.Mann & Morlockk Dilemma
Hang zur Dramatik
Ein Lichtblick in diesem mauen Deutschrapjahr: V.Mann und Morlockk Dilemma leben ihren Hang zur Dramatik aus. Da haben sich zwei gefunden.
Music Review | verfasst 30.01.2011
Forsch und Facette
Forsch und Facette
Die Kölner Sängerin Fleur Earth tut sich diesmal mit dem Produzenten Quo Vadis zusammen: Das passt!
Music Review | verfasst 04.03.2011
The Love Bülow
Menschen sind wie Lieder
The Love Bülow klingen auf ihrem Debüt wie eine Mischung aus Jan Delay, Fettes Brot und Clueso.
Music Review | verfasst 02.03.2011
Bo Flower
Flo Bauer
Bo Flower macht seit Jahren sein eigenes Ding und auch auf Flo Bauer verlässt er diesen Pfad nicht.
Music Review | verfasst 20.07.2007
Team Avantgarde
Absolut
Die Bereitschaft zum Reflektieren ist quasi Grundvoraussetzung auf Team Avantgarde’s Absolut .
Music Review | verfasst 18.06.2007
Seperate
Ein Guter Tag Zum Sterben
Ein guter Tag zum Sterben ist keine schlechte Platte, aber es fehlt an Überraschungsmomenten.
Music Review | verfasst 26.03.2011
Morlockk Dilemma
Circus Maximus
Morlockk Dilemmas festigt seinen Ruf als versierten Rapper, der eine göttliche Segnung in Sachen Kreativität erfahren hat.
Music Review | verfasst 07.08.2007
Die Firma
Goldene Zeiten
Mit dem fünften Album der Firma werden passenderweise Goldene Zeiten ausgerufen und sich teilweise an Die Eine 2005 erinnert.
Music Review | verfasst 03.06.2011
K.I.Z.
Urlaub fürs Gehirn
Nach zwei Jahren melden sich die vier Berliner gewohnt schlagfertig und mit ordentlich schwarzen Humor zurück.
Music Review | verfasst 25.06.2011
Brenna
Drama
Drei Jahre nach seinem Debüt erscheint das zweite Album Drama vom Schlagzeuger, Sänger, Rapper und Produzenten Brenna.
Music Review | verfasst 05.07.2011
Casper
XOXO
Mit XOXO hat Casper etwas Neues und Großes geschaffen, das den momentanen Hype um ihn rechtfertigt.
Music Review | verfasst 25.07.2011
Various Artists
Beat Power
Twit One präsentiert die Speerspitze der HipHop-Producer Deutschlands auf einer Compilation zusammen.
Music Review | verfasst 25.08.2011
Samy Deluxe
SchwarzWeiss
Auf Platz 1 der deutschen Albumcharts einzusteigen ist noch kein Beweis für Qualität. Samy Deluxe ist aber ein gutes Album gelungen.
Music Review | verfasst 28.09.2011
Torch
Blauer Samt (Re-Release)
Torch zählt zu den Symbolfiguren des deutschen Hip Hop. Sein einziges Soloalbum, Blauer Samt, wird jetzt wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 21.10.2011
Kinderzimmer Productions
Gegen den Strich
Das wirklich letzte Abschiedsgeschenk: Kinderzimmer Productions musizieren mit dem Wiener Radio Symphonie Orchester.
Music Review | verfasst 26.10.2011
Absztrakkt
Diamantgeiszt
Denkstöße aus Lüdenscheid: Absztrakkt Deutschraps spiritueller Führer meldet sich zurück.
Music Review | verfasst 10.11.2011
Kollegah
Bossaura
Nicht jeder hat die Aura eines Franz Beckenbauers, Jürgen Milskis Mundwerk und das Vokabular von Ezra Pound. Kollegah schon!
Music Review | verfasst 16.11.2011
Sepalot
Chasing Clouds
Auf Chasing Clouds macht der Produzent noch einmal deutlich, wie überzeugend solide seine Musik ist.
Music Review | verfasst 23.11.2011
Sylabil Spill & Twit Uno
Entengang EP
Aus dem Dunstkreis der Kölner Entourage kommt diese entspannte EP von Sylabil Spill und dem Produzenten Twit One zu uns.
Music Liste
Bluestaeb
Picks 10 latest Vinyl Records
Detailverliebter Eklektizismus kontra instrumentale Monokultur: Das zeichnet Bluestaebs Beats aus. Und das zeichnet auch die 10 Schallplatten aus, die er aktuell am meisten feiert.
Music Kolumne
Records Revisited
Guru – Jazzmatazz Vol.1 (1993)
Das Genre-Crossover war die große Verbeugung des Gang Starr MC vor den Jazzwurzeln der Rap-Musik. Es war jedoch auch eine verpasste Chance und ein Anachronismus in einer sich rasant wandelnden Hip-Hop-Welt.
Music Liste
Courtney Barnett
Picks 10 latest Vinyl Records
Auf ihrem zweiten Soloalbum »Tell Me How You Really Feel« schickt sich Courtney Barnett an, sich einen Platz neben den ganz Großen zu reservieren. Dort, wo ihre Picks Cate Le Bon und Torres schon sitzen und Joni Mitchells Platz gesetzt ist.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2018
Auch bei Aigner ist die Future female: die Highlights diesen Monat kommen fast ausschließlich von Frauen. Kein Platz also eigentlich für Bierbongs und lecker im Speckmantel verpackte Mediokrität. Aber muss halt. Die Inventur.
Music Porträt
Knekelhuis
Wandern zwischen Welten
New-Wave-Nostalgie, Techno-Ahnenforschung und melancholische Dancefloor-Kracher: Das Amsterdamer Label Knekelhuis gräbt längst beerdigte Klänge aus und erweckt sie wieder zum Leben – nicht nur mit Reissues, sondern auch mit neuer Musik.
Music Porträt
Gzuz
Wieso? Weshalb? Warum?
»This shit ain’t for fun«. Stimmt nicht ganz. Für den Konsumenten ist es das weiterhin, Gzuz verkauft und verkauft. Das kann man finden wie man will. Man sollte sich nur fragen: Warum?
Music Interview
DJ Koze
Soulful und ein bisschen kaputt
DJ Koze: vielleicht House-Musik-Deutschlands letzter wahrer Eklektiker! Vielleicht der nächste kredible Pop-Produzent des Landes. Ganz sicher ist er einer der besten Gesprächspartner, die man sich wünschen kann.
Music Porträt
Pierre von Helden
Hinter die Mauern der Klischees
Deutsch-Rap sieht oft sehr, sehr ähnlich aus. In den Videos und was die grafische Gestaltung der Alben anbelangt. Ein Leipziger Künstler schickt sich an, das zu verändern.
Music Essay
Bubblegum & Kwaito
Südafrikas fast vergessene Musik
Zwei neue Compilations lassen ein fast vergessenes Südafrika erklingen. Wir sprachen mit DJ Okapi, der für beide Zusammenstellungen mit nach der Musik gesucht hat. Über ein bewegtes Land – damals und heute.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2018
Kennt sein Passwort fürs UGHH-Forum noch auswendig und weiß, was in Zukunft die NTS-Sets dominieren wird: unser Kolumnist Florian Aigner. Ganz klar der Mann also, dem du vertrauen solltest.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose
Roc Marciano ist zurück, geändert hat sich nicht: Drums, die dir die Zähne ausschlagen, Samples fürs Seelchen, und Reim-Skills für die Ewigkeit. Unsere Autoren fühlen sich zu Hause.
Music Kolumne
Records Revisited
The Streets’ Original Pirate Material, 2002
Mike Skinner wollte mit seinem Debüt ein echtes englisches Hip-Hop-Album machen, das auf US-Klischees verzichtet. Herausgekommen ist ein äußerst präzises Porträt des Lebens britischer Millennials zwischen 9 to 5 und Binge Drinking.
Music Essay
Jazz aus Japan
Vom Importschlager zur Innovation
Gleich zwei neue Compilations widmen sich dem Jazz aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dort musste das Genre einen langen Weg hinlegen, bevor es sich von seinen Vorbildern befreien und etwas Ur-eigenes schaffen konnte.
Music Liste
12 Disco Music Records
with Sleazy Cover Artwork
Mit dem Disco-Revival kamen auch die alten, aufreizenden Plattencover zurück. Wir möchten diesen schmalen Grat zwischen Altherrengeilheit und kultiger Ästhetik würdigen, auf dem sich Sleazy Cover immer bewegen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2018
Er hat es alles schon gesehen: Männer-Wampen, deprimierte Stones Throw-Has-Beens, Free-Jazz-Weitwichsen. Vielleicht ein härterer Job als bei der chinesischen Internet-Zensur-Behörde zu arbeiten. Wer weiß das schon?
Music Essay
Kendrick Lamar & »Black Panther«
Black Future Month
Kendrick Lamar hat sich für den Soundtrack zu »Black Panther« verantwortlich gezeigt und ist vielleicht jetzt, wo Diversity verkauft werden soll, damit sie niemand tatsächlich leben muss, wichtiger denn je zuvor.
Music Kolumne
Records Revisited
Digable Planets – Reachin’ (A New Refutation of Time and Space) (1993)
Digable Planets besprachen auf ihren Debütalbum ein Thema, das nicht unbedingt auf Rapalben zu finden ist: weibliche Selbstbestimmung und Pro-Choice. Und zeigen, dass sich seit 1993 eigentlich nichts geändert hat.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Suba – Wayang
»Komm, das ist dieses Geräusch, das klingt als würden 500 Frösche gleichzeitig laichen.« Unsere Biologie-Expertenrunde im Talk über das neueste Release auf Vladimir Ivkovics Offen-Label.
Music Kolumne
Records Revisited
Sun Kil Moon – Ghosts Of The Great Highway (2003)
Die Reissue von »Ghosts Of The Great Highway« erschien die Tage. Es ist eines der besten Gitarrenalben des 21. Jahrhunderts, obwohl oder vielleicht gerade weil es die maßlose Selbstübersteigerung Kozeleks erstmals in voller Blüte zeigt.
Music Interview
Palmbomen II
Fake Memories
Palmbomen II reist in seiner Musik mit altem Equipment in eine neue Welt. Eine Welt, die es nicht gibt. Aber als Hörer meint man sich an sie erinnern zu können. Verwirrend? Gut, dass wir den Mann sprechen konnten.
Music Interview
Wolf Müller & Niklas Wandt
Trommelkunde
»Wie geil kann alles sein. Aber vor allem: wie geil kann es noch werden?«. Es wird im Folgenden sehr geil – oder sau langweilig. Kommt jetzt ganz auf den jeweiligen, natürlich immer geschätzten, Leser an.
Music Liste
Jóhann Jóhannsson
10 Essentials
Um Jóhann Jóhannsson zu trauern heißt also einerseits, sich an ihn zu erinnern. Sich an Jóhannsson zu erinnern heißt aber auch, das Versprechen anzunehmen, das er mit seiner Musik abgelegt hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2018
Der Mann mit dem härtesten Job der Welt ist zurück: Aigner schlägt sich für die erste Inventur des Jahres mit Reizdarm durch die Spotify-Hölle, umgeben von Hollister-Modeln, die Midlife-Crisis vor den Augen. Stehen wir es durch, togezer!
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Rhye – Blood
Lieder über die Liebe, sinnliche Coverbilder nackter Frauen: Rhye sind nach vier Jahren zurück mit einem neuen Album. Es kommt ganz unschuldig daher, am Ende könnte aber James Franco dahinter stecken.
Music Porträt
New Record Labels #35
Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords & Meakusma
Jeden Monat stellen wir euch Plattenlabels vor, die neu bei uns im Webshop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords und Meakusma
Music Liste
Tribal, Voodoo, Folklore
10 aktuelle Platten von weit weg
Deutschland im Januar: Jahresanfangsmüdigkeit, Schneeregen, Heizungsluft. Man möchte woanders sein. Unsere Liste geht direkt einen Schritt weiter, GANZ woanders hin. Hier sind 10 aktuelle Platten wie sie exotischer kaum klingen könnten.
Music Liste
Ausklang | 2017
Die essentiellen Platten des Dezember
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Essay
Jahresrückblick 2017
Fourth World Problems
Fourth World Music: etliche Alben, Compilations und Reissues widmeten sich 2017 dem Thema. Offenbar gab es in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Utopie. Aber handelt es sich bei dem Phänomen nicht vielmehr um eine bittere Realität?
Music Interview
Torky Tork & Doz9
Der Kandinsky-Code
Torky Tork und Doz9 waren zum dritten Mal gemeinsam im Urlaub, um ein Album aufzunehmen. Oder waren sie es nicht? Egal, die Formel ist die gleiche. Und frag nicht, warum du nur Vierecke siehst.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 50 Albums
Die musikalischen Statements wurden dieses Jahr nicht mit Ausrufezeichen gemacht. Sondern mit Kommata und Gedankenstrichen. Kaum große Mäuler, aber viel dahinter. Wenig Hits, viel Musik.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 20 12-inches
Das Kurzspielformat ist immer noch vor allem für DJs. Deshalb findet sich in dieser Liste vor allem Musik, die zumindestens in der Nähe der Tanzfläche irgendwas Komisches macht. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 50 Reissues
Der Reissue-Markt als Wunschkonzert, 2017 fühlte es sich zuweilen so an. Unfassbar, welche Mengen an seltenen, obskuren und seltenen und obskuren Platten dieses Jahr neu aufgelegt wurden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2017
Top 20 Compilations
Wenn man rein den materiellen Wert der einzelnen hier versammelten Stücke zusammenzählen würde, käme man auf ein Vermögen. Aber das ist nur der oberflächlichste Grund, warum die folgenden Comps essentieller Stuff sind.
Music Liste
Ausklang | 2017KW48
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Bericht
Records Revisited
A Certain Ratio – To Each, 1981
Man ruft A Certain Ratio gerne als musicians’ musicians. Warum? Weil sie mit einem typischen Übergangsalbum zeigten: Wo Dinge unabgeschlossen sind, bleibt genug Platz für andere, um sich zu eigenen Lösungen anregen zu lassen.
Music Liste
Ausklang | 2017KW47
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Princess Nokia
Für eine neue Unordnung
Zum Ende diesen Jahres hin erscheint also endlich eines der aufsehenerregensten Alben des letzten Jahres auf Platte, Princess Nokias »1992«. Es ist wie seine Interpretin: auf eine ordnende Weise chaotisch.
Music Liste
Ausklang | 2017KW46
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Ausklang | 2017KW45
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne
Records Revisited
Throbbing Gristle – 20 Jazz Funk Greats (1979)
Throbbing Gristle schlugen mit »20 Jazz Funk Greats« den Pop mit seinen eigenen Mitteln. Haben sie also ihren historischen Auftrag erfüllt und sich damit irgendwie selbst erledigt?
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2017
Unser Kolumnist findet in diesem Monat wie immer vieles: schlecht, toll, das ganze Spektrum halt. Vor allem findet er aber seine Grabsteinschrift. Bei Christina Aguliera bedienen muss er sich dafür nicht. So viel sei verraten.