Music Liste | verfasst 11.05.2018
Courtney Barnett
Picks 10 latest Vinyl Records
Auf ihrem zweiten Soloalbum »Tell Me How You Really Feel« schickt sich Courtney Barnett an, sich einen Platz neben den ganz Großen zu reservieren. Dort, wo ihre Picks Cate Le Bon und Torres schon sitzen und Joni Mitchells Platz gesetzt ist.
Text Steffen Kolberg

Courtney Barnett konnte man schon lieben, ohne je einen einzigen Song von ihr gehört zu haben. Es reichte schon, ihre bisherigen Platten anzuschauen: Ihre liebevolle Adaption des Katsushika-Hokusai-Bilds »Die große Welle vor Kanagawa« für die EP-Zusammstellung »A Sea of Split Peas« war schon ein großer Streich, der Titel ihres Debütalbums, »Sometimes I Sit and Think, and Somentimes I Just Sit« tat dann sein Übriges.

Der Inhalt steht der Verpackung in nichts nach: Die australische Endzwanzigerin schafft in ihren Songs scheinbar mühelos den Spagat zwischen lässiger Slackerpose und entwaffnender Selbstentblätterung. Courtney Barnett - Tell Me How You Really FeelWebshop ► Black Vinyl LP | Red Vinyl LP Mit Zeilen wie »I masturbated to the songs you wrote / Doesn’t mean I like you, man / It just helps me get to sleep / and it’s cheaper than Temazepam« macht sie deutlich, dass sie sich nicht in die Süße-Songwriter-Mädchen-Ecke stellen lässt und weckt nebenbei noch den ganz dringlichen Wunsch, diese Ecke ein für alle mal in die vieleckige Welt der furchtbaren Kategorisierungen zu verbannen.

Auf ihrem zweiten Soloalbum »Tell Me How You Really Feel« schickt sich Courtney Barnett an, sich einen Platz neben den ganz Großen zu reservieren. Dort, wo ihre Picks Cate Le Bon und Torres schon sitzen und Joni Mitchells Platz für immer besetzt bleibt.


Die 10 von Courtney Barnett ausgewählten Schallplatten findest du bei uns im Webshop.

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Ausklang | 2017KW48
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
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Man ruft A Certain Ratio gerne als musicians’ musicians. Warum? Weil sie mit einem typischen Übergangsalbum zeigten: Wo Dinge unabgeschlossen sind, bleibt genug Platz für andere, um sich zu eigenen Lösungen anregen zu lassen.
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Ausklang | 2017KW47
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
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Princess Nokia
Für eine neue Unordnung
Zum Ende diesen Jahres hin erscheint also endlich eines der aufsehenerregensten Alben des letzten Jahres auf Platte, Princess Nokias »1992«. Es ist wie seine Interpretin: auf eine ordnende Weise chaotisch.
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Ausklang | 2017KW46
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Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
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Ausklang | 2017KW45
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
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Throbbing Gristle schlugen mit »20 Jazz Funk Greats« den Pop mit seinen eigenen Mitteln. Haben sie also ihren historischen Auftrag erfüllt und sich damit irgendwie selbst erledigt?
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Unser Kolumnist findet in diesem Monat wie immer vieles: schlecht, toll, das ganze Spektrum halt. Vor allem findet er aber seine Grabsteinschrift. Bei Christina Aguliera bedienen muss er sich dafür nicht. So viel sei verraten.