Music Kolumne | verfasst 27.06.2018
Vinyl-Sprechstunde
Kanye West – ye
Slavery was a choice, Make America Great Again, man kennt die Storys. »ye« einfach nur als Tonträger zu besprechen, ist unmöglich. Drei Wochen nach Release versuchen wir, den ganzen Wahnsinn irgendwie einzuordnen.
Text Florian Aigner, Philipp Kunze,
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Aigner: Kollege Kunze, erklär’ doch mal, warum du Kanye als Denker wertgeschätzt hast, Pre-»ye«.
Kunze: Mach’ ich gerne! Für mich war Kanye West einer der letzten wirklich mündigen Megastars. Mit mündig meine ich hier ganz einfach, dass sich der Fucker meiner Ansicht nach noch tatsächlich getraut hat, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Das hat Kanye für mich immer interessant gemacht.
Aigner. Du warst ja auch länger bereit als die meisten, das noch nachzuvollziehen. Obwohl er sich vielleicht schon final verrannt hatte.
Cornils: Kannst du das exemplarisch erläutern? Wo hat sich Kant-ye (lol sorry) denn offenbart?

»Kanye ist eigentlich Altgrieche, ständig im Fluss und im Werden begriffen« Kunze: All die Interviews. Sei es bei Lowe, oder jüngst im Gespräch mit Alex Vervoordt: Der Typ war immer irgendetwas auf der Schliche. Er ist für mich der einzige, der sich auf diesem Sichtbarkeitslevel getraut hat, auch Gedanken öffentlich zu äußern, die noch nicht ausgegoren waren. Man hat dem beim Prozess zuhören können. Das war immer wahnsinnig und widersprüchlich und mit Momenten von Brillanz.
Cornils: Ja, er hat den Twitter-Mindset schon zu Web 1.0-Zeiten gehabt. Aber ist das aus heutiger Sicht unbedingt bewunderswert?

Aigner: Eigentlich hätte man da MAGA und Slavery und das ganze Dilemma als worst case schon befürchten können.
Kunze: Wahrscheinlich! Aber nur wegen Kanye haben jetzt zum Beispiel Okayplayer geschrieben,: Seht her, wir müssen unser Bild eines Celebrities überdenken – sie sind fehlbar! Ich mein: d’oh. Aber da das sehr Wenigen so endgültig klar war, finde ich das wenigstens ein fruchtbares Ergebnis aus dem Schlamassel.

Cornils: Interessant ist ja auch, dass sofort Verschwörungstheorie-Twitter darauf kam, West würde lediglich ein Performance-Art-Stück abziehen mit dieser Trump-Geschichte. Da wurde verzweifelt nach Strohhalmen gegriffen, nach Bedeutung gesucht, wo vielleicht keine war. Wenn du die Aufklärung mit einbringst: Kanye ist eigentlich Altgrieche, ständig im Fluss und im Werden begriffen. Das hat ihn schon immer spannend und v.a. auch unvorhersehbar gemacht. Natürlich ist das erstmal geil, weil es so anders ist in Hinsicht auf den aalglatten Neoliberalismus-Pop, den wir sonst serviert bekommen. Aber wie gesagt: Jetzt ist er wohl zu weit gegangen und alle kündigen ihm das Fan-Abo auf. Das wiederum behagt mir auch nicht recht. Denn: Was erwarten wir von Kanye West eigentlich, gerade wir Milchbrötchen aus Almanland?

Kunze: Zu allem: JA UND JA UND JA! Nur eine Frage dazu: was genau behagt dir nicht? Die Kündigung des Fan-Abos wegen vermeintlicher moralischer Überlegenheit?
Cornils Weil ich das Gefühl habe, dass Kanye zwanghaft zu einem Proxy für den schwarzen Struggle gemacht wird, der er vielleicht nie war und eventuell auch nie sein wollte.
Kunze: Er hat live im TV gesagt: »George Bush doesn’t care about black people«.

Cornils: Ja, und das war auch ein prägender Moment. Aber Bushs offensichtlichen Rassismus als solchen auszusprechen, wenn dir gerade jemand ein bisschen Sendezeit gibt – macht dich das automatisch zu einem Träger für den politischen Diskurs?
Kunze:. In dieser Welt schon. Außerdem würde ich schon behaupten, dass Kanye auch selbst gerne so gesehen werden will. Er stellt sich auch in seinen Texten immer wieder in eine Reihe mit schwarzen Pionieren. Der will das schon auch selbst.

Cornils: In jeder Rezension, die ich zu »ye« gelesen habe, wird eine Enttäuschung vorgeschoben, die sich vor allem an politischen Inhalten entzündet.
Kunze: Dass er es nicht geschafft hat, den schwarzen Menschen zur Glorie zu geleiten? Bzw. ihn jetzt sogar verraten hat?

Cornils: Ja, der Verrat wird da glaube ich stark gemacht. Bei Ta-Nehisi Coats unter anderem, interessanterweise aber auch bei den Kartoffelkriegern des deutschen Feuilletons. Ey, Leute, das ist nicht euer Kampf, da habt ihr erstmal gar nichts zu fordern.
Kunze:: Nein?
Cornils: Ich persönlich? Ich habe erstmal weder als Hörer noch als Journalist etwas von Kanye West etwas in politischer Hinsicht zu erwarten. Ich kann es analysieren, interpretieren und dann meine Schlüsse daraus ziehen und auch Kritik äußern – mir aber keine Enttäuschung leisten. Das finde ich vermessen.
Kunze: Die Enttäuschung ist halt in erster Linie Armutszeugnis fürs Publikum. Da steckt ja auch dieses wurmige Bedürfnis drin, angeführt werden zu wollen.

Aigner: Ich bin so müüüüüüüde, diesen Kanye-Diskurs zu führen. Ich dachte halt echt die 1,5 Jahre Kanye-Auszeit wären genug gewesen, aber dann stellste halt schon nach Tweet 4 und Skizze 1 fest: eeeeeeeingentlich brauche ich vier Jahre. Für mich ist am dramatischsten die Enttäuschung, dass er es nicht mehr schafft, stringent musikalische Visionen umzusetzen. Weil das in erster Linie seine größte Qualität war.
Cornils: Fair. Dann lasst uns doch vielleicht einfach mal kurz versuchen, uns diese Platte und die drei anderen am Rattenschwanz anzuhören? Ich finde »ye« eigentlich ganz gut so. Also: »ganz gut so«.

Aigner: »Ganz gut so« ist halt genau das Problem. Kanye war entweder grauenhaft oder brillant. Jetzt stehen diese ganzen megalomanischen Kanye-ismen aber in einem total unbemerkenswerten musikalischen Kontext, das macht mich müde. Kanye in ganz gut so gibt’s ja schon. Er heißt J. Cole und ist der Teufel.

Cornils: Auf jeden Fall. Dieses Extrem in die ein oder andere Richtung lässt sich allerdings weder auf »ye« noch auf den Platten für Pusha T, Nas oder mit Kid Cudi wirklich hören. Selbst »808s« und »Yeezus«, die ich beide nicht mochte, ließen sich jedenfalls schön hassen. Da gab es Reibungspunkte.

Kunze: Für mich klingt »ye« einfach wie »Pablo«-Outtakes.
Aigner: Jep.

Cornils: Und das ist vielleicht das Traurige an diesem ganzen Diskurs drumherum: Dass der eventuell doch spannender ist als das, worauf er sich bezieht. Wenn er sich überhaupt auf die Musik bezieht.
Kunze: Waren für euch auf allen vier Alben keine Aha-Momente dabei?

Cornils: Bei Pusha T gibt’s ein paar sehr schöne Momente, »Nasir« finde ich musikalisch dick aufgestrichen und dünn ausgekleidet. Es pendelt sich betulich im Mittelmaß ein. »Hat sich nicht viel geändert, außer die Nähe zu Verschwörungstheorie-Fucknuts und da kann man halt einfach nicht mitgehen.«
Kunze: »Nasir« finde ich auch unfassbar aufgesetzt, ich nehme dem Album keinen Takt ab!
Aigner: Ja, Pusha ist so ziemlich das Optimum was man von der Konstellation kriegen konnte, Nas der Worst Case. Kanye checkt halt zum ersten Mal ever den musikalischen Zeitgeist nicht oder noch schlimmer: er kann ihn nicht mehr aktiv selbst gestalten.

Cornils: Genau das meine ich. Musikalisch gesehen ist da nichts, was mich sagen lässt: Okay, das ist neu, das wird den Maßstab setzen.
Kunze: Und wenn man diesen unmenschlichen Anspruch mal weglassen würde?
Also bisher haben wir das Album ja nur darüber bewertet, dass es nicht dermaßen Grenzen verschoben hat, wie fast alle seiner Vorgänger.

Cornils: Wenn wir das täten: Dann wäre »ye« ein ganz okayes Rap-Album mit zwei Hits, das mir etwas erzählen will und ich verstehe recht wenig, wo es eigentlich hingehen soll.
Aigner: Ja, wobei sein Genie ja auch immer darin lag, 50% Zeitgeist zu verwalten und auf dieser Überpopstarebene zu perfektionieren und 50% selber zu prägen. Siehe Keef, Desiigner undundund.
Kunze:: Absolut! Zu euch beiden! Es folgt eine etwas verschwurbelte These. Ich glaube, »ye« ist sogar noch schlechter, als wir es machen. Ich glaube die versessene Erwartung des Hörer, Kanye müsse immer etwas neues erfinden, macht das Album, besser als es ist. Weil man die Möglichkeit mitdenkt/fühlt. Weil sie im Raum steht.

Cornils: Vielleicht, vielleicht trägt eben auch der Rahmen dazu bei, es halt irgendwie doch… transgressiv zu finden? Das quote unquote enttäuscht ja auch viele Musikjournalisten: Dass da so wenig Stellung bezogen, Haltung gezeigt wird. Das Ungenügende an »ye« ist vielleicht der eigentliche Skandal, zumindest scheint es so aufgefasst zu werden.
Kunze: Vielleicht gibt es auch gar keinen Skandal da dran. Vielleicht ist es einfach nur ein unfassbar mediokres Album von einem Typen, der viel zu viel Gewicht bekommen hat, ’cause people.

Aigner: Puh, aaaaaalso: Kanye-ismen waren davor schon im Bestfall hilarious but not that deep oder noch häufiger hilarious but batshit crazy. Hat sich nicht viel geändert, außer die Nähe zu Verschwörungstheorie-Fucknuts und da kann man halt einfach nicht mitgehen.

Cornils: Stellen wir uns doch einfach mal vor, Kanye hätte hier einen Meilenstein rausgehauen: Wie hätten die Leute reagiert?
Kunze: Hätte Kanye einen Meilenstein rausgehauen, hätten alle gesagt: Guckt, er ist ein Genie. Genies sind manchmal auf abwegen. Er wird sich wieder einkriegen.

Aigner: Ich glaube Kanye als nie stoppende Work In Progress war halt geil, jetzt ist der Prozess aber rum und am Ende gab’s halt kein MBDTF sondern ein paar Skizzen für Soundcloud.
Kunze: Glaubste, der Prozess ist rum?
Aigner: Ja, das tut mir am meisten weh: ja. Dude is washed.
Kunze: Nicht auszuschließen, dass er sich in zwei Jahren ein U-Boot mietet und irgendwo in der See vor Russland zugedröhnt einen Klassiker produziert. Kim und Kinder wurden inzwischen inzwischen in so einem Hibernations-Eistank eingefroren.

Cornils: Ich glaube, das wird nie passieren. Denn was Kanye schon verstanden hat, auch wenn er jedes Album als sein und das beste überhaupt vorfeiert: Der glaubt nicht mehr an und denkt nicht mehr in Klassikern. Sondern nur noch in Streams, entweder von Musik oder Revenue.

Aigner: Die ganze Diskussion und wie wenig wir dabei über Musik reden, zeigt doch nur, dass wir über ein Album reden, das ich ohne Kontext, ohne Kanye, ohne alles niemals besprechen wollen würden, weil es fast nichts gibt, was bemerkenswert ist. Und das ist einfach absolut nicht Kanye.

Cornils: True.

Aigner: Mir kommt es so vor als müssten wir ein Little Brother Album besprechen. Haja, ganz ok aber läppsch musikalisch ganz nettes Sample 6.2/10 ok geil ich check mal nebenher meine YouTube-Abos. Das kann doch nicht sein. Ja, ich meine, es liegt doch so eine Schwere, selbst über der Vinyl-Sprechstunde. Und normalerweise hört man ein Kanye-Album und hat 600 Gedanken pro Track.
Kunze:: Stimmt, weil man sich sonst immer unbeschwert dachte: lol, der Typ ist ridiculous! Und jetzt ist dieses ridiculous halt belastet. Mit echter Politik und tatsächlichen Auswirkungen und so. Immerhin hat er irgendwas von Titten gesagt und dass sie der Beweis seien, dass er sich auf mehr als eine Sache gleichzeitig konzentrieren könne.

Cornils: Deswegen würde ich aus journalistischer Perspektive einen Schritt zurück auf Anfang gehen und fragen: Wie darüber reden? Mit welchem Vokabular, mit welchem Ansatz? Weil es so dermaßen verfahren ist, nur aber nicht auf die geile Art. Denn die Widersprüche, die Kanye groß gemacht haben, die sind mittlerweile zu aufgeblasen, um dahinter noch was erkennen zu können.
Aigner: Sollten wir Track 1 als Psychogramm mal eine echt Chance geben oder haben wir jetzt alles was Kanye tut eh schon abgehakt?
Kunze: Gerne Chancen geben!

Aigner: Du fandest »I Thought About Killing You« ja super, ich zumindest interessant. Danach kam außer »yikes« nicht mehr viel, aber da war zumindest am Anfang noch Hoffnung.

Kunze:: Ich finde »I Thought About« super, ja. Beziehungsweise hast du Recht: Ich fand ihn super. Weil er Track 1 war, bevor ich alles andere gehört habe. Und das meinte ich vorher: Da lag beim ersten Hören diese Spannung drin, dass da jetzt jederzeit was total Absonderliches passieren wird. Und Track 1 hat diese Spannung für mich halt voll aufgebaut und ich dachte so, »Geil, jetzt geht’s los, jetzt wird’s auf allen Ebenen total daneben«.

Cornils: »Interessant« ist das Stichwort. Auch hier wird mit Widersprüchen gearbeitet, der sehr StudiVZ-Gruppentitel-like Schriftzug auf dem Album noch etwas komplexer aufgedröselt. Es hat alles einen sehr unguten Beigeschmack von wird-man-noch-mal-sagen-dürfen, immerhin aber: Einfach mal eine Lanze für den Hass, das Negative brechen, finde ich rein an sich gar nicht so mies.

Aigner: »See, if I was tryin’ to relate it to more people / I’d probably say I’m struggling with loving myself / Because that seems like a common theme / But that’s not the case here / I love myself way more than I love you / And I think about killing myself / So, best believe, I thought about killing you today.«_ Das geht schon einen Schritt weiter als Studi-VZ, ne?

Cornils: Ja, auf jeden Fall! Das genau meine ich: Hier wird Platz geschaffen für Komplexität mit ihren Schattenseiten (oder was wir gemeinhin dafür halten). Ich denke das vor allem auch politisch, obwohl es hier persönlich gemeint ist: Es gibt auch in der liberalen – links will ich das nicht unbedingt nennen – Bewegung einen Imperativ, der sagt: Seid positiv, optimistisch, empört euch, aber zeigt Liebe, yadda yadda. Dagegen einfach mal gegen die allgemeine Nettigkeitsdogmen sagen: Ich will dich töten, auslöschen etc. Das ist für mich produktiver als Nazis für den deutschlandweiten Schmunzelkick die Badehose zu klauen.

kanye west ye Webshop ► EU Vinyl LP + Vinyl LP + EU CD+US CDAigner: Und die letzten Kanye-Worte auf der Platte sind: »Next, she’ll be off to college and then at the altar / ’Cause she know that niggas is savage, niggas is monsters / Niggas is pimps, niggas is players, ’til niggas have daughters / Niggas is pimps, niggas is players, ’til niggas have daughters.«
Unterkomplexer gehts dann halt auch nicht. Und ich war selbst bei »Yikes« noch hoffnungsvoll, dass da noch übel der Next-Level-Shit passieren könnte. »Shit could get menacing…«
Cornils: Aber auch da: »I don’t take advice from people less successful than me« , puh, auf welcher Ebene holt das noch irgendwen ab?
Aigner: Wäre ohne Trump-Scheiße am Schuh ein ganz normaler Kanyeismus

Aigner: Ganz kurz noch: »I’ll beat his ass, pray I beat the charges / No, Daddy don’t play, not when it come to they daughters / Don’t do no yoga, don’t do pilates / Just play piano and stick to karate…« Gauland.

Kunze:: Wenn wir nochmal die Klammer um diese vier Kanye-Alben machen: Wie geht ihr da jetzt raus?

Cornils:: Ich gehe da relativ unberührt raus. Ich brauche sie alle nicht. Und ja, vielleicht denke ich wirklich, dass wir Kanye – und sei’s nur für eine Weile – nicht mehr zuhören sollten. Denn vielleicht ist er wirklich dann am besten, wenn er sich die Aufmerksamkeit über Musik und nicht durch Tweetketten erarbeiten muss.

Aigner: Also das Gute ist: unberührt und Kanye geht für mich wenigstens immer noch nicht zusammen. Mich belastet die Mediokrität hier zumindest noch. Sie macht mich müde, aber ich nehme es immer noch persönlich.

Cornils:: Das heißt, du bist Fan geblieben? Irgendwer memte ja gleich nach Release: I hate being a Kanye fan, it’s awesome.
Aigner: Ich bin dann wieder Fan vom U-Boot Album 2022.
Kunze: Ich glaube, dass alles, was da jetzt auf und um das Album herum passiert ist, ein so schmerzhafter wie notwendiger Zwischenschritt waren. Nicht nur für Kanye.

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Jerry Paper
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Jerry Paper komponiert groovy Popliedchen am Synthesizer, mit schrulligen Saxophonsounds und lächerlichem Cembaloklänge. Die 10 Schallplatten, die er aus unserem Webshop gepickt hat, sind weniger albern, aber verspielt und groovend.
Music Liste
Terr
Picks 10 latest Vinyl Records
Terr hat sich nach einer Figur aus dem Sci-fi-Evergreen »Fantastic Planet« benannt. Das Interstellare spielt halt eine große Rolle in ihrer Musik. Für uns hat sie nun 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickt.
Music Liste
Ital Tek
Picks 10 latest Vinyl Records
Schon mehr als zwanzig Jahre lang veröffentlicht Ital Tek seine Idee einer atmosphärisch dichten, elektronischen Musik. Wie breit gefächert sein Musikgeschmack ist, kannst du an seiner Auswahl an aktuellen Lieblingsplatten erkennen.
Music Porträt
Time Capsule Records
Kosmisch versiegelt
Vom Sushi-Restaurant zum eigenen Label: Mit Time Capsule will Kay Suzuki die Hörerschaft erleuchten. Gut ausgesuchte und bestens aufbereitete Musik dient ihm dabei als Schlüssel.
Music Liste
Thalia Zedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Thalia Zedek ist eine Legende. Eine zu Unrecht vergessen Legende. Es ist Zeit sie wiederzuentdecken. Für uns hat sie 10 Schallplatten aus unserem Shop gewählt, für die sich ihrer Meinung nach derzeit das Kämpfen lohnt.
Music Kolumne
Records Revisited
Talk Talk – Spirit Of Eden (1988)
»Spirit of Eden« erzählt vom Erschöpfungszustand eines Jahrzehnts, von einer Schöpfungslust ohne revolutionäre Inhalte oder Genie dahinter. Vor 30 Jahren erschienen, gilt das Album als Meilenstein der Popmusik. Wieso eigentlich?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2018
Nebenkostennachzahlungen bei Eminem, Instagram-Tutorials von Travis Scott, Tapetenanalyse mit YG: mal wieder keine Ahnung was der Aigner hier macht, aber dank Djrum hört die Inventur dann doch irgendwann auf ihre niedrigen Instinkte.
Music Kolumne
Records Revisited
Why? – Alopecia (2008)
10 Jahre alt ist »Alopecia« dieses Jahr geworden. Sein Namen bezeichnet einen kreisrunden Haarausfall. Über ein Album, das über das Nebeneinander von Sentimentalität und Gleichgültigkeit den Zeitgeist einfing wie kein zweites.
Music Liste
Kutmah
Picks 10 latest Vinyl Records
Die Beatszene ist wohl kaum ohne die von Kutmah mit-initiierten Sketchbook Sessions denkbar. Teile daraus werden in Kürze als »Kutmah presents Sketchbook Radio Archives Vol.1« veröffentlicht. Diese Schallplatten gefallen ihm selbst gerade.
Music Liste
Matt Werth
Picks 10 latest Vinyl Records
Vor 15 Jahren hat Matt Werth das Label RVNG Intl gegründet. Es ist heute eines der taktgebenden Labels des Planeten. Wiederentdeckungen und Neuentdeckungen gehen hier Hand in Hand. Wie auch bei Matt Werths 10 Vinyl Picks.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Blood Orange – Negro Swan
Das neue Blood Orange-Album ist ne handvoll. Zwei unserer Kolumnisten sagen: too much. Der dritte sagt: Ja. Ja, es ist too much, aber genau das soll es auch sein: zu viel und nicht etwa gemaßregelt.
Music Liste
Dorian Concept
Picks 10 latest Vinyl Records
Dorian Concept gehört zu den spannendsten Musikern, die sich außerhalb jeglicher Genres bewegen, die eine eigene Idee bis zum Ende verfolgen. Sein neues Album »The Nature Of Imitation« wird in diesen Tagen bei Brainfeeder veröffentlicht.
Music Kolumne
Records Revisited
J Dilla – The Shining (2006)
»The Shining« war das erste posthum veröffentlichte Album von J Dilla. Man kriegt Soul, Funk, rohen Rap, auch das vertrackte Zeug. Kurz: Man bekommt die unendlichen Ausdrucksformen, die J Dilla beherrschte. Es ist ein wahrer Klassiker.
Music Liste
Roosevelt
Picks 10 latest Vinyl Records
Roosevelt könnte der internationale Popstar werden, den Deutschland nie hatte. Im September kommt jedenfalls sein neues Album »Young Romance«. Heuer hat sich der Kölner 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickz, die ihn derzeit gefallen.
Music Kolumne
Records Revisited
John Beltran – Ten Days Of Blue (1996)
Während andere seiner Generation das große Unbekannte und die Zukunft anvisierten, war Beltran müde. Und blieb, wo er war. Das mag reaktionär scheinen, und doch brachte es Neues hervor – eine Zukunft, ganz für sich alleine.
Music Liste
Steve Hauschildt
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Steve Hauschildt gebeten, durch unseren Webshop zu stöbern und sich 10 Schallplatten auszusuchen, die ihn derzeit am besten gefallen. Darunter heimliche Klassiker der elektronischen Musik und Highlights auch aus diesem Jahr.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2018
Als wäre der Sommer nicht schon heiß genug, kommt auch noch Aigners Inventur. Unser Kolumnist wird direkt aus dem Urlaub abgeholt und im Opiumzelt in Manila abgesetzt. Ihr lest hier, was er VOR dem Fieber schrieb: fast nur Empfehlungen!
Music Liste
Alexander Tucker
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Alexander Tucker gebeten durch unseren Webshop zu stöbern und uns 10 Schallplatten zu nennen, die ihn derzeit inspirieren. Darunter mit Grouper, Chris Carter oder Henry Flynt durchweg Musiker, die kompromisslos ihren Weg gehen.
Music Porträt
Malka Tuti
Wohzimmer-Platten mit strangen Namen
Wo auf Industrial eine hebräische Nummer folgen kann: das Label Malka Tuti hat sich etabliert. Hier finden Kenner Musik, die wierd genug ist für die Off Locations und gut genug fürs Wohnzimmer.
Music Interview
Helena Hauff
Bock auf Bunker
Ein Synthesizer und ein Drumcomputer, die Tage erscheint Helena Hauffs neues Album. Viel hat sich nicht geändert bei der Hamburgerin, nur auf dem Bankkonto sieht es endlich besser aus. Gesprächsstoff gab es (trotzdem) genug.
Music Interview
Lena Willikens
Amsterdam State of Mind
Die Auflegerei ist in den vergangenen Jahren intellektualisiert worden, der DJ wird als Kurator wahrgenommen. Lena Willikens gehört zu den Protagonistinnen dieser Entwicklung. Die ihr selbst nicht nur angenehm ist.
Music Liste
L'Orange of Marlowe
Picks 10 latest Vinyl Records
L’Orange hat zusammen mit Solemn Brigham ein neues Projekt. Es heißt Marlowe. Ihr gemeinsames Debüt ist bei Mello Music Group erschienen. Aus diesem Anlass hat er 10 Schallplatten, die ihn derzeit besonders fesseln, gepickt.
Music Liste
Nicola Cruz
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicola Cruz ist Franzose. Seine Eltern sind aus Ecuador. Seine Musik pendelt dazwischen und weit darüber hinaus. Seine Einflüsse kannst du ein Stück weit anhand seiner 10 Schallplatten nachvollziehen.
Music Interview
Deutsch Amerikanische Freundschaft
Eine Neutralität, die immer brennt
D.A.F waren revolutionär, weil sie eine Maxime hatten: nichts machen, was es schon mal gab. D.A.F sind immer noch aktuell, weil ihre Texte provozieren, ohne eine Meinung zu diktieren.
Music Liste
Ross From Friends
10 Favorites
Nenn es nicht einfach Lo Fi-House! Ross From Friends hat zwar auch einen dieser…Witz-Namen. Seine Musik ist allerdings kein Gimmick, nicht umsonst ist er auf FlyLos Brainfeeder gelandet! Der Mann hat Einflüsse von jenseits der 120 BpM.
Music Liste
X.Y.R.
Picks 10 latest Vinyl Records
Aufgewachsen in einer Provinzstadt im Nordwesten Russlands, atmet die Musik von X.Y.R. die russische Seele. Seine Auswahl an 10 Schallplatten zeigt hingegen, dass sein musikalischer Geschmack nicht an den Grenzen seiner Heimat Halt macht.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Debut (1993)
Björks »Debut« zog vor allem einen Schlussstrich. Dazu ist der Titel des Album eine dreiste Lüge. Eine größere Wahrheit hätte Björk damit allerdings ebensowenig aussprechen können.
Music Kolumne
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Liste
WEN
Picks 10 latest Vinyl Records
Soeben ist auf Big Dada »Ephem:era«, das zweite Album des als »Wunderkind des Post-Grime« hofierten Producers WEN erschienen. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begeistern.
Music Kolumne
Records Revisited
Dynamite Deluxe – Deluxe Soundsystem (2000)
Deutsch-Rap in seiner ersten Blüte, das Ende der Neunziger, der Anfang eines neuen Jahrtausends. Kein Album wurde mehr erwartet als das vorliegende. Und »Deluxe Soundsystem« schlug dann auch ein wie eine Bombe.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Kanye West – ye
Slavery was a choice, Make America Great Again, man kennt die Storys. »ye« einfach nur als Tonträger zu besprechen, ist unmöglich. Drei Wochen nach Release versuchen wir, den ganzen Wahnsinn irgendwie einzuordnen.
Music Porträt
Spasibo Records
From Russia With Funk
Eines Tages würden sie gerne mit Daptone und Jazzman in einem Atemzug genannt werden: Das St. Petersburger Label Spasibo verlegt die Grooves der Landsmänner neu. Tips dazu gab es auch von Jan Weissenfeldt.