Music Kolumne | verfasst 29.06.2018
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Text Andreas Brüning, Tim Caspar Boehme, Philipp Kunze, Florian Aigner, Kristoffer Cornils, Sebastian Hinz, Felix Hüther, Steffen Kolberg, Lars Fleischmann

Halbjahresrückblick 2018 - Top 50 Releases Das Jahr 2018 hat schon wieder die Hälfte hinter sich. Und während wir im Alltag lernen mussten, dass wir uns auf nichts verlassen können (amerikanische Präsidenten, deutsche Fußballnationalmannschaften, umweltfreundliche Dieselautos sind umweltunfreundlich, die Rente ist sicher, die Schallplattenpreise sind stabil), haben uns die Vinyl-Releases gelehrt, das weiterhin sehr gute, neue und wiederentdeckte Musik von den immer akribischer, herzblütiger, aufopferungsvoller arbeitenden Plattenfirmen veröffentlicht werden. (Außer vielleicht im Hip-Hop, da hoffen wir aber schwer auf die zweite Jahreshälfte.) Also haben wir unsere rauchenden Köpfe zusammengesteckt und eine Liste zusammengestrichen, die 50 Schallplatten in allen Formaten und aus allen Genres beinhaltet. Darunter Räucherstäbchenmanifeste, Schöpfungsgeschichte-Ouvertueren, richtiger Messiascheiß eben, Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik für Radiergummies und Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen. Das ganze Programm eben.


Die 50 besten Vinyl-Schallplatten der ersten Jahreshälfte 2018 findest du bei uns im Webshop von HHV Records.


Airchina – LP1Webshop ► Vinyl LP Feine fernöstliche Klangkunst, frisch aus Düsseldorf. Dort gibt es zwar die drittgrößte japanische Community Europas, die Musik stammt aber von Stabil Elite-Sänger Nikolai Szymanski. Der lässt sich unter dem Namen Airchina vom Yellow Magic Orchestra ebenso wie von den Visible Cloaks inspirieren, um eine Platte voller inspirierter Instrumentals vorzulegen, die Ambient ebenso gut wie Synth-Pop können. Und dass die Angelegenheit »LP 1« getauft wurde, lässt hoffen, dass es kein einmaliger Ausflug geblieben sein wird. Tim Caspar Boehme
 

Ayuune Sule – We Have One DestinyWebshop ► Vinyl LP Ayuune Sule aus dem Nordosten Ghanas singt und spielt die Kologo, ein westafrikanisches Lauten-artiges Saiteninstrument, und die Sinyaka, ein Maracas-ähnliches Perkussionsinstrument. Sein Debüt-Album »We Have One Destiny« kombiniert auf 11 Stücken die rein akustischen Soloklänge seiner Hitsingle »What A Man Can Do A Woman Can Do Better« mit einer kompletten Band samt Chorgesängen, Raps und elektronischen Sounds zu einer äußerst tanzbaren Musik zwischen Tradition und Moderne. Andreas Brüning
 

Bebe Fang – Bebe Fang LPWebshop ► Vinyl LP Die einzigen Aufnahmen überhaupt von Berber Visser and Keimpe Koldijk alias Bebe Fang. Zehn Jahre auf irgendeiner Kassette eingestaubt, in diesem Jahr vom großartigen Label Vrystaete auf Platte veröffentlicht. Verloren wird diese Musik bleiben. Im besten Sinne. Schwer diesen jetzt hier auf die Kürze zu beschreiben. Das ist Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen. Unglaubliches Album, wirklich. Definitiv das Album des Halbjahres. Philipp Kunze
 

Barker – Debiasing EPWebshop ► Vinyl LP Die erste Solo-EP, »Debiasing«, des langjährigen Leisure System-Kurators und ND Baumecker-Aficionados Sam Barker ist das Destillat eines Perfektionisten. Der Verzicht auf Kick, Snare und Clap bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten hinter den Decks, um mit den passenden DJ-Tools die auftreibenden Melodiebögen so richtig in Szene zu setzen. Unterschwellige Detroit-Verweise auf A1 und B1 erinnern dabei an die Built-Ups des Underground-Resistance-Klassikers »Journey Of The Dragons« oder die »Timeworm EP« von 2030. Felix Hüther
 

Beverly-Glenn Copeland – Beverly-Glenn Copeland LPWebshop ► Vinyl LP Die schleichende Wiederentdeckung von Beverly Glenn-Copeland verwundert nicht nur ihn selbst, sondern bringt auch die schräg-schönste Musik überhaupt ans Tageslicht. Nach einem Reissue des 1986 veröffentlichten Tapes »Keyboard Fantasies« ist Copeland Debütalbum »Beverly Glenn-Copeland« irgendwie zwischen Joan Baez, Gabor Szabo und Pharoah Sanders eine Fundgrube von Musik, die sich vorher und danach nie jemand getraut hätte. Kristoffer Cornils
 

Borusiade – A BodyWebshop ► Vinyl LP Miruna Boruzescu aka Borusiade ist leider viel zu lange übersehen worden. Liegt vielleicht daran, dass Rumänien-Diggen noch nicht als cool gilt. Diese LP hat sie aber glücklicherweise auf’s Radar geworfen. Diese Wave-Bombe »A Body«, die hält, was sie verspricht. Die Körperlichkeit, die sich aus dem Zusammenspiel der meist düsteren Tracks und dem schwurbelig-nebulösen Gesangs-Parts ergibt, ist vornehmlich bei höherer Lautstärke zu genießen. Aber auch schon auf dem gut isolierten Kopfhörer ist der Genuss groß, die Tiefe überwältigend. Neben dem Club auch perfekt zum Reisen. Lars Fleischmann
 

Cecilia – AdorationWebshop ► Vinyl LP Synthpop so bekömmlich wie ein Kilo Dachziegel: Cecilias »Adoration« klingt wie Lucrecia Dalt am Katheter. Italienisch, Englisch, Französisch und trotzdem gibt es nichts woran man sich hier festhalten könnte. Wenn Portishead nach »Third« komplett den Verstand verloren hätten, würden sie heute so klingen wie Cecilia. Florian Aigner
 

Chevel – Always YoursWebshop ► Vinyl LP Wer noch immer nicht das Label Different Circles (und ihre Macher Mumdance und Logos) aufm Schirm hat, dem wurde jüngst ein weiteres Argument, die Missachtung endlich aufzugeben, bereitgestellt. Es kommt von dem Italiener Chevel und hört auf den komplett in die Irre führenden, und daher wunderschönen Titel »Always Yours«. Darauf: Musik für Menschen mit Tunnelblick und für jene, die sich das Rauchen angewöhnen wollen. Musik zur Selbstpessimierung. Absolut. Musik für den Moment, wenn im Kühlschrank das Licht ausgeht. Musik zwischen Proto-Kanalreinigung und Post-Arschversohlen. Musik für Radiergummis und alle, die es werden wollen. Sebastian Hinz
 

Christy Essien – One UnderstandingWebshop ► Vinyl LP Wer »Take Life Easy« und »You Can’t Change A Man« kennt und nicht besitzt, für den ist diese Reissue ohnehin essentiell. Für den Rest kurz die Eckdaten: Christy Essien gilt als Königin nigerianischer Popmusik, die oben genannten Stücke finden sich in etlichen Disco-Sets namhafter DJs. Die Platte, »One Understanding«, war auch unter Discogs-Einsteigern ein holy grail und dementsprechend kaum noch zu finden. Jetzt ist sie wieder da. Deshalb findet sie sich hier wieder. Philipp Kunze
 

Cienfuegos Autogolpe – Cienfuegos Autogolpe LPWebshop ► Vinyl LP Wer sich für rostigen Tribalindustrial auf 95 BPM nicht interessiert, darf gerne scrollen, in ze most obvious news ever ist Cienfuegos Autogolpes LP auf L.I.E.S. für mich wieder Messiasscheiß tho. Also zumindest wenn der Beat hinter all dem Asbest so klar zu erkennen ist wie auf »False Prophets«, »Encantada« und dem völlig irren EBM-Grime «The Seventh Sister«. Florian Aigner
 

DJ Nigga Fox - Cranio EPWebshop ► Vinyl LP Nun ist er angekommen, der Batida-Sound aus Lissabons Vorstädten. Der »Cranio EP« geht zwar ein Stück weit die derbe Rauheit ab, die die früheren Veröffentlichungen von DJ Nigga Fox auf Príncipe so herrlich schwer verdaulich machten. Doch auch in seiner etwas bekömmlicheren Form ist dieser Künstler ein Gewinn für Warp Records, wo man die Nase mal wieder in die richtige Himmelsrichtung gestreckt hat.Steffen Kolberg
 

DsorDNE – E Un SoleWebshop ► Vinyl LP Dark Entries kippen den rarsten 80s-Scheiß nach wie vor fünfmal die Woche vom Laster. Kein Plan wie man da nebenher noch Shampoo kaufen und Steuererklärung machen soll ohne akute FOMO-Entzündung. Am wenigsten zu verpassen wäre dieses Jahr bisher Dsorndne und »E Un Sole«. Perfektester Schweinkram-Spoken-Word über rostigen Midtempo-Industrial mit ungewöhnlich weichem Herz. Florian Aigner
 

Eblen Macari – Musica Para PlanetariosWebshop ► Vinyl LP Das kanadische Label Séance Centre hat Anfang des Jahres »Musica Para Planetarios«, eine Auftragsarbeit, die der mexikanische Musiker Eblen Macari 1987 für das Planetarium seiner Heimatstadt Mexico City komponieren durfte, veröffentlicht. Das Ergebnis ist nichts weniger als die Vertonung der Entstehung der Welt, eine Verlautbarung des steten Werdens, frei in den Mitteln und kein bisschen abgehoben. Sebastian Hinz
 

Emerson Kitamura – The Countryside Is Great Webshop ► Vinyl LP Emerson Kitamura hat mit der »The Countryside Is Great EP« eine Platte gemacht, die besser ist als alle Reissue-Kuriositäten, die uns dieses Jahr obibestrippt aus Japan erreicht haben. Vom Dreampop-Cover des ollen George McRae Schinkens »Rock Your Baby« über den strengen Minimalismus’ von »Lam Phloem Salab Khonsawan« zu den auf 45 und 33 gleichermaßen sensationellen Digidub-Versionen des Titelstücks: vielleicht die EP des Jahres bisher. Florian Aigner
 

Gabor Lazar – UnfoldWebshop ► Vinyl LP Weil Mark Fell fast nur noch Kunsthochschulenmucke macht, muss sein vormaliger Mitstreiter Gábor Lázár es richten und parallel zu Fells »Intra« mit »Unfold« ein Album vorlegen, das Grime-Signale durchs SND-Prisma bouncen lässt. Im Gesamten klingt das wie ein musikalischer Grand mal-Anfall, im Einzelnen wie etwas, nach dem die Track-ID-Crowd in Anschluss aufs nächste Aphex Twin-Set fieberhaft giert. Kristoffer Cornils
 


Die 50 besten Vinyl-Schallplatten der ersten Jahreshälfte 2018 findest du bei uns im Webshop von HHV Records.


Garland – Preludes #1Webshop ► Vinyl LP »Preludes #1« sind musikalische Skizzen, entstanden im Austausch zwischen Glasgow und Köln. Anleihen von frischgezapftem Dub, 80er Kassetten-Industrial, Black Zone Myth Chant-Tribal, auf halber Strecke liegt eh immer Düsseldorf. Garland haben hier auf Izabel Caligiors immer interessantem Label Lullabies For Insomniacs einen Release vorgelegt, der sich einem nie endgültig erschließt. Und das deswegen zumindest beim Verfasser dieser Zeilen zu den meistgehörten Platten der letzten Monate gehört. Philipp Kunze
 

Grouper – Grid Of PointsWebshop ► Vinyl LP Liz Harris kann also innerhalb von nur zehn Tagen 21 Minuten Musik schreiben, die selbst in Unfertigkeit noch rundherum perfekt klingt. Okay, das überrascht nun nicht wirklich, weil das Unfertige schon immer der USP von Groupers Musik war. Mit »Grid of Points« allerdings klappt die Harrische Schere zwischen Intimität und Distanz noch ein kleines bisschen weiter zu als zuvor: Songs wie gespenstische Umarmungen, frostig und erhaben zugleich. Kristoffer Cornils
 

Iannis Xenakis – PersepolisWebshop ► Vinyl LP Iannis Xenakis Ode an die Stadtruinen von Persepolis im heutigen Iran klang schon 1971 wie der Merzbow-Remix des John Carpenter-Katalogs und 2018 mit neuem Mastering noch lauter als zuvor. Als Album bildet »Persepolis« nur eine Facette des damaligen Multimedia-Spektakels ab. Ob jedoch heute irgendjemand das volle Programm noch unbeschadet überstehen könnte, scheint nach 55 Minuten sowieso unwahrscheinlich. Kristoffer Cornils
 

Job Sifre – BestaanWebshop ► Vinyl 12" Die Geschichte zu »Bestaan« ist schnell erzählt: Junger Holländer macht seine zweite Platte, dieses mal für Mark Knekelhuis Label, verfeinert was auf Platte eins schon quasi perfekt funktioniert hat, ballert sich einmal von 75 bis 125 BPM durch das EBM- und DIY-Einflussprogramm und drückt doch die Konkurrenz feixend an die Wand. Und: mehr holländische Vocals, bitte. Florian Aigner
 

Kali Malone – Cast Of MindWebshop ► Vinyl LP Bläser-Drones und Buchla-Einsatz mit halber Kraft voraus: Klar, auf den ersten Blick könnte »Cast Of Mind« von Kali Malone schnell als Start-Up-Detox-Yoga-Soundtrack verenden. Wenn denn die vier Tracks der Wahlschwedin nicht ebenso hintergründig wie doppelbödig wären. Statt Wellness gibt es Unbehagen, jede weitere Entschleunigung führt nur tiefer in die Krise hinab. Brisanter war erdrückend langsame Musik schon lang nicht mehr. Kristoffer Cornils
 

Kaoru Inoue – Em PazWebshop ► Vinyl LP Derweil aktuell so ziemlich jedes New Age- und Ethno-Ambient-Release aus dem Japan der 1980er Jahre zum essentiellen Kultklassiker hochgewichst wird, um vom Reissue eine Fünfhunderter-Auflage abzusetzen, geht es übrigens auch zeitgeistiger: Kaoru Inoue hat mit »em paz« ein wunderbar blödes Räucherstäbchenmanifest für überarbeitete Tokyo-Opfer aufgenommen. Muss er jetzt vierzig Jahre lang auf Anerkennung warten? Wir hoffen nicht. Kristoffer Cornils
 

Lena Platonos – LepidopteraWebshop ► Vinyl LP Jetzt endlich auch für den Rest der Welt: New Wave-affine Griechen durften sich schon in den 1980er Jahren über die Musik von Lena Platonos freuen. Und unter den Reissues aus dem Hause Dark Entries hat besonders der jüngste, »Lepidoptera«, bis heute uneingeschränkte Gültigkeit. Dunkelsynthetisiertes, Chanson-eskes und Folklore kann die Komponistin so gut integrieren, dass man ihr fast jede Krise von heute überlassen wollen würde. Wenn Musik allein die Lösung wäre. Diese ist es, irgendwie. Tim Caspar Boehme
 

Lena Willikens – Selectors 005Webshop ► Vinyl LP Lena Willikens hat mit der Compilation »Selectors 005« einen Grundstein dafür gelegt, dass Leute die Komplexität ihrer Sets nun auch außerhalb der Clubs studieren können. Der Selectors-Reihe gelingt damit im fünften Anlauf, was vielleicht ihr Ziel all along war: In der Ko-Ordination von Stücken ein Ensemble von Skulpturen zu schaffen. Ein modernes »Bilder einer Ausstellung« sozusagen. Lars Fleischmann
 

Lucrecia Dalt – AnticlinesWebshop ► Vinyl LP Lucrecia Dalt hat mir ihrem neuesten Album den nächsten Schritt ihrer künstlerischen Entwicklung vollzogen. Hier ist nun alles ausformuliert, was sich bereits auf den Vorgängern fand. Ausformuliert heißt eben auch: auf den Punkt gebracht. Kein Synth zu viel, keine ambienten Flächen als Selbstzweck. Unheimlich war Lucrecia Dalts Musik immer irgendwie. Auf »Anticlines« klingt sie unheimlich rational. Der verschrobene Zauber ist kalten Gedichten gewichen. Dalt hat um ihren Sound eine Installation gebaut, die die Flächen, die Weite, alles verschluckt. In einem kunstvollen Gurgeln geht sie unter, die letzte fucking Fee ist tot. Ihre Stimme sagt noch aus dem Off die letzten Gedichte auf. Die Natur ist irgendwo da oben, hier unten im Loch lebt nur noch die Kunst. Zuletzt so eindrucksvoll gehört auf Felicia Atkinsons 2017er Werk »Hand In Hand«. Philipp Kunze
 

Luis Perez – Ipan In Xiktli Metztli / Mexico Magico Cosmico / El Ombligo de la LunaWebshop ► Vinyl LP Luis Perez begann sich mit nur 20 Jahren der musikalischen Vergangenheit seiner Heimat Mexiko zuzuwenden und brauchte zehn Jahre, um die Ergebnisse auf Platte zu bannen. »Ipan In Xiktli Metztli / Mexico Magico Cosmico / El Ombligo de la Luna« klingt hier wie Pink Floyd auf dem Ethno-Trip und dort wie nichts, was irgendjemand sonst irgendwann mal gehört hätte. Insbesondere der zweite Punkt macht dieses Album zu einer der essentiellsten Neuveröffentlichungen des Jahres. Kristoffer Cornils
 

Mkwaju Ensemble (Midori Takada) – Ki-MotionWebshop ► Vinyl LP Midori Takada ist ja durch die Re-issue-Welle glücklicherweise immer mehr Leuten ein Begriff. Und auch Live reiste sie schon durch deutsche Lande. Als nun die Vorgänger-»Band« zu ihrer Solo-Karriere, das Mkwaju Ensemble, auch noch ge-re-issuet wurde, schloss sich für mich endlich ein Kreis. Nicht vom Ende, mehr vom Anfang. Nun macht diese Minimal Music endlich Sinn, sie ergibt sogar Sinn, stiftet Sinn. Auf dieser Platte kann man sekundlich und en detail den Übergang von E- zu U-Musik erkennen. Überaus spannend, wenn man solche Trennungen eigentlich ablehnt. Lars Fleischmann
 

Mount Eerie – Now OnlyWebshop ► Vinyl LP Phil Elverum hatte schon immer ein Problem mit der Realität und seit seine Frau Genèvieve Castrée 2016 an Krebs verstarb, hat er zwei. Darum ging es 2017 auf »A Crow Looked At Me«, darum geht es auch 2018 auf »Now Only« von Mount Eerie. Vor allem aber geht es auf diesen sechs Stücken darum, aus dem Unaussprechlichen Songs zu machen, das erdrückende Dickicht der Realität noch weiter ausfransen zu lassen und lebendig draus hervorzukommen. Immerhin das ist für Phil Elverum offenkundig kein Problem. Kristoffer Cornils
 

Nat Birchall – Cosmic LanguageWebshop ► Vinyl LP Alle haben die neue Londoner Jazz-Szene auf dem Schirm. Bei viel zu vielen weiterhin sträflich unter dem Radar ist dabei Nat Birchall, der zwar weder neu noch jung ist noch aus London, aber ein aktiver Jazzer aus England, der der Musik der alten Spiritual Jazz-Helden am nächsten kommt. »Cosmic Language« gehört zweifelsohne zu den besten Jazzalben des Halbjahres, Nat Birchall hat noch Gras aus Lancshire an den Moonboots hängen, wenn er den Saturn betritt. Philipp Kunze
 

Nexda – Words & NumbersWebshop ► Vinyl LP Völliger Quatsch, dass ich noch irgendetwas neues zu Nexdas »Words & Numbers« schreiben soll, wenn wir schon eine Review hatte, in der das hier stand: »Nexda klingen, als hätten Joy Division mit Augustus Pablo rumgehangen, als wäre, wasweißich, Sheffield ein Stadtteil von Kingston. Was Nexdas Post-Punk so sexy macht, ist nicht nur der Dub, der den Song-Skeletten wabbliges Fleisch auf die Knochen legt. Es ist vor allem die Dominanz der Percussions. (…) Darüber halb-gesprochene Vocals, die sich für nichts interessieren, obwohl sie alles fühlen. Saxophon. Ich nenne meine Katze Nexda, ich rufe meine Frau Nexda, ich taufe mein Kind Nexda.« Florian Aigner
 

O$vmv$m – O$vmv$m 3	Webshop ► Vinyl LP Einen Monat, eine Inventur und fünf Versuche später bin ich mir immer noch nicht sicher, ob die neueste O$vmv$m auf 33 oder 45 läuft. Spielt eigentlich auch keine Rolle, verdeutlicht aber wie wenig hier in Tempi und Genres gedacht wird. Ein Cloudrap-Beattape für Gespenster. Florian Aigner
 

Pablo's Eye – Spring BreakWebshop ► Vinyl LP STROOM, STROOM, STROOM. Nosedrip liefert und liefert. Wenn man in zwanzig Jahren zurückschaut, wird das Label für eine gewisse Zeit und eine gewisse Bubble prägend gewesen sein. Immer Musik, die ein paar Amsterdamer so treffend unter »Strange Sounds From Beyond« zusammengefasst haben. Die Compilation »Spring Break« des 1989 in Brüssel aktiven Kollektivs Pablo’s Eye ist stellenweise schon ziiiiemlich seifenblasig, kann einem durchaus esoterisch aufstoßen. Es ist der Kontext, in dem sie erscheint und in der diese Musik gespielt werden wird, die das Ganze erst richtig gut werden lassen. Philipp Kunze
 

Perel – HermeticaWebshop ► Vinyl 2LP Nach 90s House und Ibiza-Party hat Perel mit ihrem Album »Hermetica« sowie der dazugehörigen Vorab-Single »Die Dimension« ihren Sound gefunden und ist damit quasi auf Anhieb zwischen LCD Soundsystem und Factory Floor gelandet – Âme und Dixon sind Fans. Die LP fällt dabei experimenteller aus, als ihr Hit vermuten lässt. Minimal-Wave, Nu-Disco und vertrackter Techno-House bilden das Grundgerüst, auf dem Synthie-Hooks, The Cure und Miss Kittin nostalgisch in den aktuellen Zeitgeist eingebettet werden. Felix Hüther
 

Peter Brötzmann - Machine Gun LPWebshop ► Vinyl LP Ob 1968 nun den großen Aufbruch bedeutete oder, wie Georg Seeßlen kürzlich schrieb, nichts weiter als ein fantastischer Fetisch der Linken ist: Im Mai des Jahres nahm das Peter Brötzmann Octet mit unter anderem Sven-Åke Johansson und Fred Van Hove ein Album auf, das dem Muff von tausend Jahren mit übertriebenem Bläsereinsatz wegschnaubte. »Machine Gun« ist selbst in der Geschichte des Free Jazz ein radikales Album – nicht allein wegen seines undeutschen Humors. Kristoffer Cornils
 

Phew – Voice HardcoreWebshop ► Vinyl LP Alles mit’m Mund. Haben seinerzeit schon Die Prinzen gemacht, bei der Avantgarde- und New Wave-Veteranin Phew ist die emotionale Wirkung auf »Voice Hardcore« aber etwas anders als bei den Leipziger A-cappella-Stars. Auch auf Phew muss man sich einlassen, wird dafür jedoch mit einer immersiven Erfahrung der besonderen Art belohnt. Gedehnte Ambient-Gesänge, nachbearbeitete Murmel-Loops und allerlei Transkommunikationsartiges kommen da zusammen – zugegeben, heiter ist nicht. Trotzdem schön. Tim Caspar Boehme
 

Philipp Otterbach – HumansWebshop ► Vinyl LP Philipp Otterbach schickt den Hörer in der sibirischen Eisenbahn Richtung K-Hole, den dubbigen Bass von Track 2 im Magen, komische Stimmen im Kopf. Was sind das, Filmschnippsel, eigene Erinnerung? Eine Frau, ein Äffchen? »Humans« ist erst beängstigend weit und dann beängstigend eng. Philipp Kunze
 


Die 50 besten Vinyl-Schallplatten der ersten Jahreshälfte 2018 findest du bei uns im Webshop von HHV Records.


Primitive World – White On WhiteWebshop ► Vinyl LP Das Auge hört ja bekanntlich mit. Und die visuell schönste Schallplatte, die du in diesem Jahr bislang kaufen konntest, war »White On White« von Primitive World. Das hat durchaus einen Grund, denn Sam Willis (zusammen mit Alessio Natalizia das Label Ecstatic Recordings betreibend und das Duo Walls bildend) hat sich für diese Schallplatte vom Leben und Schaffen des britischen Künstlers Marlowe Moss inspirieren lassen. Dessen Arbeiten waren minimalistisch, abstrakt, fraktal. Ein bisschen wie Mondrian. Aus dieser Matrix des Artifiziellen kann sich die Musik auch nicht befreien. Wenn dich das nicht stört: nicht versäumen. Sebastian Hinz
 

Pusha T – Daytona Part 1 der diesjährigen Yeezy-Season. Auch Pusha T hat von Kanye West ein Album mit sieben Titeln auf den Leib geschnitzt bekommen. »Daytona« ist vor allem ein Kanye-Album. Es entspricht ganz klar dessen (inzwischen nicht mehr visionärer) Vision. Aber man könnte Pusha halt nach wie vor über ein Leberwurst-Brot rappen lassen und es würde die Fear Of God in einem wecken. Man möchte sich für die Strophen immer mit mindestens Schienbeinschonern wappnen. Pushi geht seit langem nicht mehr wirklich unter die Haut, aber eben immer noch an die Knochen. Philipp Kunze
 

Robert Görl – The Paris TapesWebshop ► Vinyl LP In die diesjährige Liste für den Record Store Day musste man schon wieder sehr genau schauen oder Bowie-Ultra sein, um etwas zu finden, auf das man sich so richtig freuen konnte. »The Paris Tapes« von Robert Görl war eines der wenigen Highlights abseits der absurden auf 5.000 Stück (sic) limitierten Releases auf farbigem Vinyl von irgendwelchen All Time Greats. Eingespielt Mitter der 1980er Jahre, legen diese rein instrumentalen Aufnahmen Zeugnis einer schweren Zeit für das Yin von D.A.F ab. Melancholische Synths vor allem; wenn hier Extase stattfindet, dann beinhaltet sie immer direkt die Angst vor dem Abklingen ebendieser. Philipp Kunze
 

Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose Webshop ► Vinyl 2LP | CD Pusha T und Drake mögen bitte weiterhin Realness-Ping-Pong spielen, Roc Marciano hustelt in der Zwischenzeit weiter im Dinosaurier-Game so, als hätte niemals jemand das Smartphone erfunden. »Rosebudd’s Revenge 2. The Bitter Dose« lässt vom Lattenrostswagger zum Lee Moses-Schlaglicht gar nichts aus, was nicht 1996 schon passé gewesen wäre und schert sich wenig um das Weltgeschehen. Solange Mutti Kekse hinstellt, ist die Welt ja doch in Ordnung. Kristoffer Cornils
 

Skee Mask – ComproWebshop ► Vinyl LP Skee Mask hantiert auf »Compro« unbeschwert mit den Referenzen diverser Genres. Er behandelt Hardcore, IDM und Drum’n’Bass nicht als nostalgisches Zitat, sondern verschmilzt sie zu einem einzigen Impuls. Dabei denkt er sich auf so unmittelbare Weise in die Rhythmus-Pattern hinein, dass sich deren Verlauf nicht antizipieren lässt. Die Haltlosigkeit der Breaks wird in abgeklärten, irisierend schönen Melodien geerdet. Skee Mask würdigt die Stille hier ebenso wie das Spiel mit dem Chaos. Felix Hüther
 

Sterile Hand – Sterile Hand LPWebshop ► Vinyl LP Hier WERDEN Gefangene gemacht. Ab in den Kerker, Lacksachen an, im Strobo-Licht den Boden lecken! Silent Servant und Ori Ofir reichen dem Hörer die »Sterile Hand« und fordern zur Selbstaufgabe. Techno, EBM, hier gibt es keine zwei Meinungen. Die eine heißt: OK, tun wir’s! Philipp Kunze
 

Suba – Wayang Webshop ► Vinyl LP In der Vinyl-Sprechstunde der Kollegen Aigner, Cornils und Kunze steht ja schon eigentlich alles drin. Am packendsten fand ich aber den Gedanken, dass das alles eine Fake-Backstory sei. Beim Hören von »Wayang« von Suba öffnet sich nun stets ein Kosmos der unvernünftigen Gedanken. Ivkovic als Lügner, Trump hat Erfolg, die Welt geht noch nicht unter, es liegt an mir und nicht an ihnen… all der Quatsch, der Trost zu spenden wagt, wenn es am kältesten ist. Vor allen Dingen die Stimmen sind so quatschig, dass ich immer wieder mit einem Grinsen im eigenen Wohnzimmer erwischt werde. Lars Fleischmann
 

Tommy Mandel – Mello MagicWebshop ► Vinyl LP Tommy Mandel ist der Typ, dessen Wuschelkopf du vermutlich schon 8 Mal in deinem Instagram-Feed hattest, weil irgendjemand die zeigefingerlastige Original-Pressung seiner schweineteuren EP gefunden hat und sein Glück nun in Digging-Hashtags kulminieren lässt. Voll ok, so geil Arthur Russell-ig wie auf »Mello Magic« klang Italo Disco selten und weil Invisible City Editions Invisible City Editions ist, kommt die Reissue noch mit allerlei weiteren Sensationen. Florian Aigner
 

Ursula K. Le Guin & Todd Barton – Music and Poetry Of The KeshWebshop ► Vinyl LP Wie tanzen die Fischreiher? In der Gemeinschaftsarbeit »Music And Poetry Of The Kesh« der verstorbenen Science Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin und ihres musikalischen Partners Todd Barton kann man das hören. Vor allem aber, wie das nordpazifische Küstenvolk der Kesh gedichtet und gesungen hat. Das haben die beiden in schönster Konsequenz ersonnen und vertont – in Kesh-Sprache, versteht sich. Authentische ethnische Musik ohne Authentizitätsanspruch, genau das, was unsere Zeit gebrauchen könnte. Klingt außerdem toll! Tim Caspar Boehme
 

Vanessa Amara – ManosWebshop ► Vinyl LP Man stelle sich Vanessa Amara als andalusische Komponistin vor, mit kinnlang geschnittenem Bob, zierlich, selbstbewusst. Auf ihrem Piano spielt sie feine Pianothemen. Dazu ein wenig Cello, für den Blick vom Leuchtturm El Picachio. In Wirklichkeit kommt »Manos« »natürlich« von zwei haarigen Dänen, mit den handwerklichen Fähigkeiten sowie dem Fingerspitzengefühl, um aus dänischen Buchen fragile Streichholzschiffe zu bauen. Sebastian Hinz
 

Various Artists - Uneven Paths: Deviant Pop From Europe 1980-1991Webshop ► Vinyl LP Das andere Europa kennenlernen. Lokale Pop-Entwürfe aus der Provinz, die wenig Provinzielles haben. Die krummen Pfade dieses alternativen Pops, die Vinyl-Sammelautorität Raphaël Top-Secret und Jamie Tiller von Music From Memory auf »Uneven Paths« zusammengetragen haben, brauchen keine verschollenen Hits. Was sie an abseitigen New Wave-Ansätzen und Artverwandtem aufgetrieben haben, genügt völlig. So ein Europa bräuchte nicht krampfhaft zusammenzuhalten, um nicht auseinanderzufallen. Tim Caspar Boehme
 

Various Artists – OST Italo Disco LegacyWebshop ► Vinyl 2LP+CD Dass der ebenso aufgekratzte wie aufrichtige Italo Disco-Sound ein Revival erlebt, ist nur auf den ersten Blick verwunderlich und auf den zweiten unbedingt begrüßenswert: Die naive Freude und der noch naivere Zukunftsglaube schließlich könnten heutzutage wieder beispielhaft werden. Das zeigte die wunderbar amateurhafte Dokumentation »Italo Disco Legacy«, das macht der dazugehörige Soundtrack mithilfe von Klassikern und neuen Perlen hörbar. Kristoffer Cornils
 

Virna Lindt – ShiverWebshop ► Vinyl 2LP+CD Es ist mir ein Rätsel, weshalb »Shiver«, dieses erstmals 1983 veröffentlichte, und jetzt von Les Disques Du Crepuscule neu aufgelegte Debüt von Virna Lindt, nicht im Kanon der Popmusik zu finden ist. Ein Album, dass so sehr den Zeitgeist seiner Entstehungszeit einfängt und gleichzeitig visionär ist. Nun: die Zeit heilt alle Wunden. Und jetzt ist die Zeit. Virna Lindt ist die schwedische Debbie Harry. Ihre Musik ist eine Mischung aus Lizzy Mercier Descloux, Jean-Claude Vannier, Vladimir Cosma, Cristina und eben Blondie. Also ran an die Köttbullar und nicht den gleichen Fehler wie deine Eltern machen. Sebastian Hinz
 

Walter Verdin – Voor AdelineWebshop ► Vinyl LP »Voor Adeline« sind zwischen 79 und 81 für ein experimentelles belgisches Theater entstandene Aufnahmen. Ihr Macher, Walter Verdin, war 1983 als Teil von Pas De Deux beim Eurovision Songcontest. Fakten, die heiß machen sollten. Purpurne Vorhänge, geschminkte Gesichter, obskurer Wave. Einmal hierzu Pantomime sein, einsam in einem verspiegelten Novellenraum, es liegen verunsichernde Puzzleteile auf dem Boden. Philipp Kunze
 

XYR – El Dorado EPWebshop ► Vinyl LP Eine der besten (wiederaufgelegten) Ambient-Platten des Halbjahres kommt aus Russland, aus St. Petersburg. XYR muss die silber glänzenden Kuppeln seiner Heimatstadt im Blick gehabt haben, während er in seinem Schlafzimmer von El Dorado geträumt hat. Diese Goldstadt liegt an der Newa und kennt den Winter. Großartiges Album mit langsamer Musik, die schnell ihr Ziel erreicht: das Anderswo, das nicht existiert. Philipp Kunze
 


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Lena Willikens
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Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich die Produzentin, DJ und Radiomoderatorin Lena Willikens dieser Aufgabe an.
Music Review | verfasst 03.05.2018
Lucrecia Dalt
Anticlines
Der Zauber schleicht sich auf »Anticlines«, dem neuen Album von Lucrecia Dalt, nach und nach an.
Music Review | verfasst 17.03.2017
Midori Takada
Through The Looking Glass
Ein Anwärter für die Bestenliste am Ende des Jahres im Segment »Reissue«: »Through The Looking Glass« von Midori Takada.
Music Interview | verfasst 16.03.2017
Midori Takada
Innere Landschaften
Die Ausnahmepercussionistin Midori Takada gewährt uns einen Einblick in die Aufnahmen und Umstände Ihres Meisterwerks »Through The Looking Glass«, das jetzt von WRWTFWW Records in Kooperation mit Palto Flats wiederveröffentlicht wird.
Music Liste | verfasst 10.07.2017
Halbjahresrückblick 2017
Best Electronic so far
Das Jahr ist noch halb leer, aber schon vollgepackt mit super Releases. Wir haben grob in vier Genres aufgeteilt, je 20 Platten. Hier unsere Lieblinge aus dem Bereich Elektronik.
Music Liste | verfasst 15.09.2017
Ausklang | 2017KW37
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 05.02.2018
Phew
Voice Hardcore
Seit ihrem Debüt von 1981 hat Phew den Status einer Art Geheimtipp. Nun veröffentlicht die 58-jährige mit »Voice Hardcore« ihr neues Album.
Music Review | verfasst 30.04.2018
Sterile Hand
Sterile Hand
Ganz grob zwischen Schwefelgelb und DAF zu verordnend, kennt dieser brachial EBM nur eine Ansage: gib dich hin!
Music Kolumne | verfasst 28.02.2018
Vinyl-Sprechstunde
Suba – Wayang
»Komm, das ist dieses Geräusch, das klingt als würden 500 Frösche gleichzeitig laichen.« Unsere Biologie-Expertenrunde im Talk über das neueste Release auf Vladimir Ivkovics Offen-Label.
Music Liste | verfasst 10.07.2017
Halbjahresrückblick 2017
Best Organic Grooves so far
Das Jahr ist noch halb leer, aber schon vollgepackt mit super Releases. Wir haben grob in vier Genres aufgeteilt, je 20 Platten. Hier unsere Lieblinge aus dem Bereich Organic Grooves.
Music Liste | verfasst 20.10.2017
Ausklang | 2017KW42
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 14.11.2018
Michele Mercure
Beside Herself
In der Flut minimalistischer Synthesizermusik sticht Michele Mercure heraus. RVNG Intl veröffentlicht mit »Beside Herself« eine Werkschau.
Music Liste | verfasst 31.08.2018
Matt Werth
Picks 10 latest Vinyl Records
Vor 15 Jahren hat Matt Werth das Label RVNG Intl gegründet. Es ist heute eines der taktgebenden Labels des Planeten. Wiederentdeckungen und Neuentdeckungen gehen hier Hand in Hand. Wie auch bei Matt Werths 10 Vinyl Picks.
Music Kolumne | verfasst 20.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Review | verfasst 27.08.2019
X.Y.R.
Robinson Crusoe
Soundtrack für den Cocktail-Kater: 2012 nur auf Tape erschienen, erhält »Robinson Crueso« von X.Y.R. nun eine Vinylversion.
Music Review | verfasst 02.05.2012
Barker
Like An Animal
Der Mitbegründer von Leisure System lädt auf »Like An Animal« zu einem Streifzug durch die zeitgenössische elektronische Musik ein.
Music Liste | verfasst 16.06.2017
Ausklang | 2017KW24
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 15.02.2019
Acronym & Kali Malone
The Torrid Eye
Acronym und Kali Malone treffen sich am Buchla 200 und denken mit ihrer gemeinsamen EP »The Torrid Eye« Chain Reaction elegant weiter.
Music Review | verfasst 21.01.2016
Lucrecia Dalt
OU
Man lauscht in die Hallräume von »OU«, horcht tief hinein, wo sie abgeblieben sind. Bei Lucrecia Dalt kommen sie nicht wieder.
Music Review | verfasst 02.03.2016
These Hidden Hands feat. Lucrecia Dalt
These Moments Dismantled
Chaos? Ordnung? These Hidden Hands und Lucrecia Dalt loten auf »These Moments Dismantled« die Spannung dazwischen aus.
Music Porträt | verfasst 14.01.2016
Lucrecia Dalt
Der Klang des fallenden Baums
Lucrecia Dalts Musik ist der Baum, der umfällt, wenn niemand im Wald ist. So weit, so abstrakt. Wir haben versucht, uns das erklären zu lassen. Gar nicht so einfach, denn die Kolumbianerin geht den Dingen gerne auf den Grund.
Music Essay | verfasst 03.06.2019
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Essay | verfasst 04.06.2019
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Review | verfasst 05.03.2018
Nat Birchall
Cosmic Language
Spiritueller Jazz, so schön wie seine großen Vorbilder. Am Ende aber doch anders. Weil europäischer.
Music Review | verfasst 10.09.2018
Nat Birchall meets Al Breadwinner
Sounds Almighty
Der britische Saxophnoist Nat Birchall hat sich für sein neues Album »Sounds Almighty« mit dem Dub-Produzenten Al Breadwinner zusammengetan.
Music Review | verfasst 13.12.2018
Brötzmann / Leigh
Sparrow Nights
Im Widerspiel von Harmonie und Kakofonie wird auf »Sparrow Nights« von Peter Brötzmann und Heather Leigh ein Lied unserer Gegenwart gesungen
Music Review | verfasst 05.02.2018
Philipp Otterbach
Humans
Frühes Highlight im noch jungen, aber bereits dunklen Jahr: Philipp Otterbachs Musik beklemmt durch Enge und Weite gleichzeitig.
Music Review | verfasst 16.11.2011
Quelle Chris
Shotgun & Sleek Rifle
Detroit ist und bleibt ein raues Pflaster und Quelle Chris ist nach Guilty Simpson und Danny Brown der nächste Beweis dafür.
Music Review | verfasst 09.05.2010
Roc Marciano
Marcberg
Roc Marciano’s Marcberg ist ein Album vom Rap-Liebhaber, für den Rap-Liebhaber. Kohärenter geht nicht.
Music Review | verfasst 12.03.2012
Copywrite
God Save The King
Copywrite hat einen erstklassigen, klugen Rapstil und darf diesen auf Beats von RJD2, Bronze Nazareth oder Marco Polo ausbreiten.
Music Review | verfasst 29.11.2012
Roc Marciano
Reloaded
Wer 2012 nach authentischem Rapsound ohne Gimmicks sucht, wird ganz sicher wieder mit Roc Marciano glücklich.
Music Review | verfasst 03.04.2014
The UN
UN or U Out
»UN or U Out« von The UN liefert zeitlosen Trueschool-Sound mit der New York-typischen »No-Bullshit«-Attitüde.
Music Review | verfasst 09.11.2018
Roc Marciano
Behold A Dark Horse
Die Beats auf »Behold A Dark Horse« gehören zum Besten, was Roc Marciano bislang veröffentlicht hat. Es gibt aber auch Schwächen…
Music Kolumne | verfasst 03.11.2011
Zwölf Zehner
Oktober 2011
Willkommen im November. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Oktober musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Interview | verfasst 26.11.2012
Roc Marciano
Habe die Ehre
Roc Marciano setzt bei seinem zweiten Soloalbum auf gewohnte Zutaten. Hypnotische Loops treffen auf eindringliche Straßenpoesie, »Reloaded« also. Wir luden den sonst so interviewscheuen MC und Producer zum Gespräch.
Music Kolumne | verfasst 03.04.2018
Vinyl-Sprechstunde
Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose
Roc Marciano ist zurück, geändert hat sich nicht: Drums, die dir die Zähne ausschlagen, Samples fürs Seelchen, und Reim-Skills für die Ewigkeit. Unsere Autoren fühlen sich zu Hause.
Music Review | verfasst 01.10.2010
Aloe Blacc
Good Things
Mit seinem zweiten Album besinnt sich Aloe Blacc auf die Wurzeln schwarzer Protestmusik im Pop.
Music Review | verfasst 01.11.2013
Aloe Blacc
Lift Your Spirit
Falls Dein Bild über Aloe Blacc von »Good Things« geprägt ist, überspring »Lift Your Spirit« einfach. Es ist besser so.
Music Interview | verfasst 25.09.2010
Aloe Blacc
Der Mensch lebt nicht vom Dollar allein
Jetzt ist Aloe Blacc der Durchbruch gelungen. Ein Gespräch über den Erfolg, Popmusik und Politik.
Music Review | verfasst 11.11.2011
Pusha T
Fear Of God II: Let Us Pray
Bruder Malice fehlt deutlich auf Pusha T’s Solo-Versuch. Als Ausgleich gibt es durchwachsene Features, aber auch einen Pusha in Bestform.
Music Review | verfasst 15.10.2013
Pusha T
My Name Is My Name
Dieses Album hätte einen Offenbarung werden können. Drei Namen sorgen dafür, dass es leider keine geworden ist.
Music Kolumne | verfasst 03.05.2012
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 06.07.2012
Zwölf Zehner
Juni 2012
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Essay | verfasst 14.10.2013
Pusha T
Es kommt auf den Tony an
Pusha Ts erstes Solo-Album erscheint elf Jahre nach »Lord Willin’«. Viel Zeit im schnelllebigen Musik-Geschäft und trotzdem ist Pusha T gefragter denn je. Doch was macht das Phänomen Pusha T so faszinierend?
Music Kolumne | verfasst 05.03.2014
Zwölf Zehner
Februar 2014
Willkommen im März. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Liste | verfasst 29.12.2015
Jahresausklang 2015
Die besten Songs (30-11)
Woche für Woche picken unsere Redakteure im Ausklang ihre Lieblingssongs. Jeder für sich. Jetzt sollten sie gemeinsam die Top 50 des Jahres festlegen. Es wurden Existenzen in Frage gestellt bis Platz 1 alle vereinte.
Music Interview | verfasst 22.02.2016
Pusha T
»Die Angst alles zu verlieren...«
Pusha T rappt seit über einem Jahrzehnt mit ungebrochener Bissigkeit. Dieses Jahr will er sich mit »King Push« selbst krönen. Wir haben mit ihm über das Prelude zum Album, »Darkest Before Dawn« gesprochen.
Music Kolumne | verfasst 27.06.2018
Vinyl-Sprechstunde
Kanye West – ye
Slavery was a choice, Make America Great Again, man kennt die Storys. »ye« einfach nur als Tonträger zu besprechen, ist unmöglich. Drei Wochen nach Release versuchen wir, den ganzen Wahnsinn irgendwie einzuordnen.
Music Review | verfasst 02.03.2018
Various Artists
Waves Of The Future
Die Compilation »Waves Of The Future« vereint Synthesizer-getriebene Tracks von Freundes des in Berlin ansässigen Labels Mannequin.
Music Review | verfasst 13.07.2018
Giant Swan
High Waisted
Giant Swan flexen mit »High Waisted« die Muskeln und beweisen viel Muckertum, gut geht das aber nur auf zwei der vier Tracks.
Music Review | verfasst 05.09.2018
Black Merlin
Oba Enka EP
Präzise produziert, tanzbar, clubtauglich, aber keine Zaubereri diesmal: Zur neuen »Oba Enka EP« von Black Merlin.
Music Review | verfasst 05.03.2019
Decadance
On And On (Fears Keep On)
Die Neupressung von Decdance’ »On And on (Fears Keep On)« aus dem Jahre 1983 trägt Decadance‘ Legendenstatus in die nächste Generation.
Music Review | verfasst 15.07.2019
Amato & Adriani
Presence Du Futur
Michel Amato, bekannt als The Hacker, und Alessandro Adriani, bekannt als Labelboss von Mannequin, veröffentlichen »Presence Du Futur«.
Music Review | verfasst 04.05.2016
ZYX
Trust No Woman
»Trust No Woman« heißt das Debütalbum von ZYX aus dem Jahre 1981. Es wurde jetzt bei Dark Entries wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 05.05.2016
Various Artists
Household Shocks
Das Label Dark Entries lässt in Vergessenheit geratene und unbeachtete Musik der 1980er Jahre wiederaufleben.
Music Review | verfasst 28.06.2016
Phantom Forth
The EEPP
Das Reissue der 1984 erstveröffentlichten Mini-LP »The EEPP« von Phantom Forth schließt nicht nur eine musikhistorische Lücke.
Music Review | verfasst 17.01.2017
East Wall
Silence
Weltschmerz zum Tanzen: East Wall brauchten lange für eine Synthese aus Wave und Disco, rollten mit »Silence« aber das Feld von hinten auf.
Music Review | verfasst 12.04.2017
Helena Hauff
A Tape
»A Tape« ist eine Compilation mit »early works« von Helena Hauff. Gemeint sind hier die Jahre 2011 bis 2014.
Music Review | verfasst 21.09.2017
Hypnobeat
Prototech
Hypnobeat können mit dieser Wiederveröffentlichung – zum Teil auch Erstveröffentlichung – ihrer Vergangenheit gar nicht zeitgemäßer sein.
Music Review | verfasst 07.06.2018
Richard Wahnfried
Time Actor
Der Synthesizerkönig der Berliner Schule Klaus Schulze trat mit »Time Actor« 1979 erstmalig als Richard Wahnfried in Erscheinung.
Music Review | verfasst 07.06.2018
Colin Potter
The Where House?
Ein bisschen Cabaret Voltaire-Kaputtheit schwingt mit: Zur Reissue des zuerst 1981 veröffentlichten »The Wehre House?« von Colin Potter.
Music Review | verfasst 03.09.2018
Polaroid
Senza Respiro
Dark Entries hat »Senza Respiro« der italienischen Postpunk-Band Polaroid, 1984 nur auf Kassette erschienen, auf Vinyl wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 07.09.2018
Umo Vogue
Just My Love EP
Umo Vogue entsprachen bei ihrer Gründung ganz dem Zeitgeist. Mit dem Erfolg wurde es leider dennoch nichts!
Music Review | verfasst 19.11.2018
Ströer Duo
Fluchtweg Madagaskar
Ungezwungen virtuos hatten das Ströer Duo auf ihrem Debüt »Fluchtweg Madagaskar« bereits ihre Ausnahmequalitäten konsolidiert.
Music Review | verfasst 27.12.2018
Process Blue
Process Blue
Process Blue kamen aus Dayton, Ohio, orientierten sich aber an dem Sound, der 1981 aus Großbritannien und Deutschland kam.
Music Review | verfasst 12.09.2019
Velodrome
На Велодроме 141
Dark Entries hat den belgischen New Beat-Knüller »На Велодроме 141« von Velodrome ausgegraben und wiederaufgelegt.
Music Liste | verfasst 14.07.2017
Ausklang | 2017KW28
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.
Music Liste
Selling
Picks 10 latest Vinyl Records
Der als Gold Panda bekannte Derwin Dicker hat sich mit Jas Shwa von Simian Mobile Disco zusammengetan und als Selling ein gemeinsames Album, »On Reflection«, veröffentlicht. Was sonst noch auf irhen Plattenspieler kommt, verraten sie hier.
Music Liste
Chris Liebing
Picks 10 latest Vinyl Records
Chris Liebing ist vor kurzem 50 Jahre alt geworden. Und doch ist es, als wäre es gestern gewesen, als er als Augenzeuge, mehr noch, als Wegbereiter dem Techno hin zur Massenkultur den Weg bereitet. Hier und heute pickt er 10 Schallplatten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2019
Es ist 2019. Real-Player-Audioqualität auch kein Fickfinger mehr, sondern nur noch Pein im Popo. Aigners Inventur wieder da. Der einzige Anlass auf der Welt also, um mal kurz aus dem Winterschlaf respektive K-Hole aufzuschauen.
Music Liste
deM atlaS
Picks 10 latest Vinyl Records
deM atlaS war mal Frontmann einer Rockband, zeichnet Stück für Stück schon mal sämtliche Covers einer Vinylauflage und debütierte jüngst auf Rhymesayers. Diese Schallplatten gefallen ihm aktuell selbst.
Music Kolumne
Records Revisited
Elecktroids – Elektroworld (1995)
Wer sind sie und wenn ja wie viele? Diese Frage haben sich seit der Erstveröffentlichung von »Elektroworld«, dem 1995 erschienenem, einzigen Album der Elecktroids, so einige gefragt. Die Hinweise auf einen Urheber haben sich verdichtet.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.