Music Kolumne | verfasst 29.11.2018
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Text , Tim Caspar Boehme, Anna Gyapjas, Benjamin Mächler, Björn Bischoff, , Felix Hüther, Lars Fleischmann, Florian Aigner, Nils Schlechtriemen, Philipp Kunze, Steffen Kolberg,

Jahresrückblick 2018 Wir könnten hier schon wieder rumheulen, dass es schlimmer eigentlich nicht kommen könnte, auf der Welt und überhaupt und anderswo. Dann aber säßen wir womöglich nächstes Jahr zur selben Zeit bedröppelt an derselben Stelle und wüssten endgültig nicht mehr, was zu noch sagen wäre. Machen wir uns nichts vor: Musik hilft in Zeiten, in denen alles den Bach herunter zu gehen scheint. Diese abgewrackte Welt wird sie jedoch nicht retten. Trotzdem, und das sagen wir ganz trotzig: Geiler als in diesem Jahr klang sie schon lange nicht. Entgegen allem Kulturpessimismus bewegt sich dieser Teil der Welt zumindest weiter, differenziert sie sich immer mehr aus.

Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich: Nein, wir pumpen keine algorithmisch normschönen Einzeltracks in die Spotify-Playlists, sondern nehmen uns Zeit, konstruieren Erzählstränge oder toben uns mal richtig aus, weil wir Bock drauf haben. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird. Mindestens 50 mal in 2018, von Traditionalisten (Freddie Gibbs, Curren$y & The Alchemist oder Roc Marciano) ebenso wie von Rundumerneuerinnen (von Céline Gallian hin zu Jorja Smith). Der Trend geht zur Überlänge (siehe Autechre, Julia Holter, Lonnie Holley, Kilchhofer, Kamasi Washington, Vril oder Djrum), der Trend geht zur Ansage (siehe Cardi B, nochmal Lonnie Holley, Marie Davidson oder Tirza), der Trend geht zu wenn sonst nichts geht, darf alles gehen (siehe Max Graef, RAMZi oder eigentlich alle auf dieser langen Liste voller obskurer Schönheiten).

Macht uns das jetzt alle hoffnungsvoller für das kommende Jahr? Vielleicht nicht, ganz bestimmt sogar nicht. Aber warum denn auch? Die folgenden 50 Platten sind schließlich keine Beschwichtigungsversuche, sondern Statements gegen die Gesamtscheiße im Hier und Jetzt. Um morgen kümmern wir uns, wenn der Wecker wieder klingelt.


Die Top 50 Albums findest du auch bei uns im Webshop.


.

Amaro Freitas – RasifVinyl LP Rhythmus. Rhythmus. Mehr Rhythmus. Der brasilianische Pianist Amaro Freitas nimmt auf seinem Debütalbum »Rasif« das mit dem Perkussiven seines Instruments beim Wort. »In die Tasten hauen« hat bei ihm nichts Kumpelig-Anbiederndes, sondern wird etwas Nervöses, Kantiges, auf hektische Art Virtuoses, bei dem man selbst mitfiebern muss. Und will. Jazz, der auf angenehm ungemütliche Weise eingängig und offen ist – und einen das Klavier fast neu entdecken lässt. TCB
 

Autechre – NTS SessionsVinyl 12LP Die »NTS-Sessions« haben zwar »nur« vier Teile, sind aber mit auf die Millisekunde genau acht Stunden Laufzeit länger als die ersten sechs Alben von Autechre zusammen. Eine einmonatige Residency beim Londoner Radiosender NTS nutzten die zwei Klangcoder für gewaltige Konstruktionen generativer Musik, die in Kooperation mit einem Max/MSP-Algorithmus entstanden und über vier Sitzungen hinweg quasi-live dargeboten wurden. Formloser IDM, der sich zwischen Trommelfell und Steigbügel auflöst wie zwanzig Aspirin in einer Espressotasse, zwingt hier zur Auseinandersetzung mit den eigenen Hörgewohnheiten und würde Stockhausen wohl in nackte Entzückung versetzen. Über tausendfach ziselierter Maschinenphonetik taucht dann allmählich die matte Vision einer transhumanen Zukunft auf, die zunächst nur verstört bevor sie nachhaltig fasziniert. Ziemliches Highlight. NS
 

Bebe Fang – Bebe Fang LPVinyl LP Ich so zu Philipp Kunze gesagt, er solle mal Bebe Fang, checken, weil sehr gut. Er so geantwortet: Wahnsinn. Soundtrack zum Film über den dänischen U-Boot-Häcksler. Ich gerafft, dass ein ehrliches »Touché« besser ist, als hier nochmal ellenlang auszuführen, warum das die Atmosphäre dieses Albums viel zu perfekt trifft. FA
 

Ben Bertrand – NGC 1999Vinyl LP Wie einflussreich Jon Hassell nach wie vor ist, lässt sich unter anderem auch an Ben Bertrands »NGC 1999« ablesen, eine verhuschte Bassklarinetten-Suite, die klassischen Minimalismus aus der Philharmonie abholt und in einem Opiumzelt in Manila absetzt. Muss man alleine schon für die A2 besitzen. FA
 

Cardi B – Invasion of PrivacyVinyl 2LP Es wurde viel über Cardi B und den American Dream kraftgemeiert, noch mehr über die von Nicki Minaj allergischst aufgenommene Thronablösung, über »Bodak Yellow« und das Relationship-Gecute inklusive Sidechickeritis mit Offset sowieso. Vielleicht mal wieder Zeit trocken zu betonen was »Invasion Of Privacy« für ein Pfund von einem Album gewesen ist. FA
 

Celine Gillain – Bad WomanVinyl LP Ihre Vinyl 7" auf Lexi Disques war 2017 vielleicht die Neuerscheinung, die ich am meisten gehört habe, jetzt zog Céline Gillain mit »Bad Woman« mit einem Mini-Album nach, das es ähnlich wie MB Jones’ erste Platte auf Drama schafft, manchmal nach heute, selten nach gestern, aber auch nicht notwendigerweise nach morgen zu klingen. Seltsame Popmusik, vielleicht das kostbarste Gut gerade. FA
 

Chevel – Always YoursVinyl LP Dass Mumdance und Logos für das erste Album-Release auf ihrem Label Different Circles ausgerechnet Chevel heranholen würden, war nicht unbedingt abzusehen, ergibt in Dario Tronchins musikalischer Entwicklung jedoch bestechend viel Sinn. Zunehmend wich sein Arthouse-Techno einem unprätentiösen musikalischen Ansatz, der auf »Always Yours« tradierte Rave-Signale ebenso durch den Häcksler schickt wie er Grime bis zur Unkenntlichkeit in seine Einzelteile zerlegt. Für solche Alben wurde das Killasan-Soundsystem gebaut. KC
 

Cremation Lilly – In England Now, UnderwaterVinyl LP Die Gischt brandet mit stoischer Gelassenheit. Morsches Holz wird an den Strand gespült. Die letzten Überlebenden melden sich über Funk zu Wort. »In England, Now Under Water«. Brexitus dank Klimaerwärmung. Die Schönste in Musik gegossene Dystopie des Jahres kommt von Cremation Lily, Alter. SH
 

Denzel Curry – TA1300Vinyl LP Wenn nicht unmittelbar am eigenen Leib erlebt, ist der Krampf moderner Adoleszenz in unserer hypermedialen Ära als Rapper nicht mehr glaubhaft zu thematisieren. Zu schnell die kulturellen Veränderungen, zu wechselhaft jeder mikrosoziale Konsens über das was gerade hip oder square ist. Denzel Curry bringt mit seinen 23 Jahren auf »TA13OO« bei aller street credibility jedoch genug Sensibilität für das bittere Lebensgefühl seiner Generation, sozialen Schicht und Subkultur auf. Glaubhaft wirkt der in Bild und Ton demonstrative politische Nihilismus dieses Südstaaten-Traps daher schon mal – und sollte er wirklich das Etikett »SoundCloud-Rap« brauchen, ist das entweder Resultat unbeholfener Genrefindung, oder einer durch und durch zeitgemäßen Deutung von Hip-Hop. NS
 

DJ Raph – Sacred GrovesVinyl LP Dass DJ Raph erst nach Bayreuth musste, um die Klänge seines Heimatkontinents zu studieren, ist der wohl kürzeste Shortcut zur Geschichte des Kolonialismus überhaupt. Der in Nairobi lebende Produzent sammelte und sampelte sich für »Sacred Groves« einmal quer durch das UNESCO-Weltkulturerbe. Heraus kam eine Platte, auf der sich kulturelle Spannungen zwischen Früher und Heute, Hier und Dort in nervösen Grooves entladen, die auf einer Grime-Nacht in London ähnlich gut aufgehoben wären wie bei einer Footwork-Session in Chicago. KC
 

Djrum – Portrait With FirewoodVinyl 2LP Gut acht Jahre nach seinem Debüt als Djrum steht Felix Manuel mittlerweile endgültig auf dem ihm gebührenden Platz, heißt, auf einer Aussichtsplattform über dem Treiben des Hardcore Continuums. Wo andere höchstens reaktionär mit Breaks um sich werfen, lässt Manuel sie als Chef-Alchimist mit Klavier- und Streicher-Pathos reagieren. Ein chemischer Prozess, der nicht nur im Herzstück »Sex« auf Knalleffekte abzielt. Beklemmender und schöner klang zuletzt höchstens »Untrue« von Burial – und ein Update von der war dringend nötig. KC
 

Farai – RebirthVinyl LP Das Debütalbum der in Simbabwe geborenen, in London aufgewachsenen Farai Bukowski-Bouquet reiht sich ein die unzähligen musikalischen Auskotzeinlagen den Zustand des heutigen Großbritannien im Allgemeinen, des Post-Krisen- und Prä-Brexit-London im Speziellen betreffend. Nicht so offen aggressiv wie die meisten Grime-Spezis der Stadt, nicht so indirekt-verkopft wie viele Elektronik-Acts bei Hyperdub und sonstwo. Dafür mit Leichtigkeit changierend zwischen ehrlich wütendem Parolen-Sprechgesang, rau-energiegeladener Produktion und dem Gespür für geile Hooks. SK
 

forests albumVinyl LP Während sich alle Welt auf der Suche nach dem nächsten Algorithmen-Wunderwerk durch japanische Backkataloge kramt, wird rund zwei Flugstunden südlich in Taiwan Musik gemacht, die zu Unrecht nicht beachtet wird. Neben der Industrial-Psychedelik von 破地獄 Scattered Purgatory ist »Idol Collapse« vom Trio Forests 森林 das bisher definitive Statement einer Band, die ihren schrottigen Post-Punk-Sound endgültig gegen böse Musik eingetauscht hat, die es unter der Intensität eines Herzinfarkts nicht machen will. Schmerzhaft und alles andere als schön. KC
 

Freddie Gibbs, Curren$y & The Alchemist – Fetti Hänger-Rap, Verweigerer-Rap, Rap für Menschen, die eigentlich mit Rap nichts mehr zu tun haben wollen. Finde ich prinzipiell als Habitus kacke, hier auf »Fetti« ist aber schon nach dem überragenden Opener klar, dass das Trio Freddie Gibbs, Curren$y und Alchemist ein Rucksack-Album gemacht hat, das man nicht belächeln kann. Siehe auch: Roc Marciano. FA
 

Garland – Preludes #1Vinyl LP Nichts genaues weiß man nicht über dieses Duo, Garland, die sich auf der Datenautobahn zwischen Glasgow und Köln jahrelang die Files hin und her geschoben haben. »Preludes #1« ist ihr Debüt, das erfreulicherweise auf schwache Momente komplett verzichtet. Stattdessen wird alles was an elektronischer Musik meine Neugierde weckt, neu verwertet. SH
 

Grouper – Grid Of PointsVinyl LP Nicht einmal eine halbe Stunde braucht Grouper auf »Grid Of Points« und liefert ihren Sound trotzdem so fokussiert, so genau wie seit langer Zeit nicht mehr. Die Songs bewegen sich weiterhin in diesem Zwischenbereich aus Ambient und dunklem Dream Pop, nehmen kurzzeitig eine Form an, um sich wieder zu verflüchtigen. Eine Struktur lässt sich kaum ausmachen. Selten hat es eine Künstlerin so konsequent geschafft, sich in ihren eigenen Werken zu verstecken – und dabei gleichzeitig eine so großartige Atmosphäre zu schaffen. BB
 

Günther Schickert - LabyrinthVinyl LP Günter Schickert, der Mann mit der Echodrive-Gitarre, hat ein neues Album. Über die Jahre gesammeltes Material, gut abgehangen, vielseitig, von asiatisch anmutenden Gitarrenmelodien über spiralartig sich voranschraubende Synthesizer bis hin zu geräuschartigen Collagen reicht das Spektrum in diesem **»Labyrinth«. Die sorgsam geschichteten Loops seines Hauptinstruments gibt es ebenfalls. Einer der wenigen „echten“ Krautrocker, die sich treu geblieben sind und damit immer noch überzeugen. TBC
 

Hermit and the Recluse ‎– Orpheus vs. The Sirens New Yorks Teilzeit-Rapper/Vollzeit-Feuerwehrmann KA fand nach jahrelanger Selbstproduktion nun mit dem Producer Animoss (of Roc Marciano fame) als Hermit and the Recluse zusammen. KA rappt eigenwillig und einzigartig, sein Rapstyle erinnert an Spoken-Word-Künstler und Animoss’ düster atmosphärische Beats bieten den passenden Nährboden für KAs kaltblütig poetische Delivery und seine messerscharfe Dichtung, die er auf diesem Projekt in den Mantel der griechischen Mythologie hüllt. Kein leichter Snack fürs Spotify-Playlist-Game, sondern ein Album, dessen Zauber sich nur in kompletter Spiellänge entfaltet und getrost als Meisterwerk, als »Film noir im Rapgewand« bezeichnet werden darf! BM
 

Jay Rock – RedemptionVinyl LP | Vinyl LP Real Rap ist hier der Teaser. Mir persönlich schmerzt er im Unterleib. Aber es ist whatever, »Redemption« ein großartiges Album. Stones Throw-ismen, Lyrics, Bars und der Geist der Soulquarians sitzt Shotgun im Lo Lo und burnt mad rubber auf dem Boulevard. Als zentrales Thema arbeitet Jay Rock seinen Motorrad-Unfall auf und landet über Ambivalenzen, Introspektionen und Bizeps irgendwann bei »Win«, dieser Hymne, die beim Hören den gleichen Effekt hat, wie der Stern bei Mario Kart: Unsterblichkeit (hier sogar für 3:35). PK
 

Jean Grae & Quelle Chris – Everything's FineVinyl 2LP Ach, voll schön: Kaum waren Jean Grae und Quelle Chris verlobt – sind sie eigentlich schon verheiratet? – erscheint ein gemeinsames Album. »Everything’s Fine« ist ein sarkastisches Statement zum Instagram-Zeitgeist, der Rockstars in Marketing-Agenturen findet, jegliche Andeutungen von Unbehagen und Zweifel in seinen Timelines verbietet und eine haargenau dosierte edginess (oder wie das heißt) durch konsequent lupenrein polierte Brillengläser gucken lässt: Wie machen die das nur? Und dann klingt das auch noch so, wie man sich das nicht bestellte Dr. Octagon-Sequel gewünscht hätte. CN
 

Jorja Smith – Lost & FoundVinyl LP Jorja Smith ist erst 21 – und doch hat sie den Newcomer Status schon fast hinter sich. Kooperationen mit Drake, Kendrick Lamar, Stormzy und Kali Uchi pflastern den Weg zu Ihrem Debütalbum. »Lost & Found« fasst ihr bisheriges Schaffen zusammen und zeigt vielversprechende Perspektiven der noch jungen Karriere auf. In der Tradition von Massive Attack und Portishead bilden knisternder Trip-Hop und Northern Soul die Grundlage für Jorja Smiths leidenschaftliche Stimme, die irgendwo zwischen Amy Winehouse, Adele und FKA Twigs viel viel britishness versprüht. FH
 

Julia Holter – AviaryVinyl LP Überforderung auf kompletter Linie: »Aviary«, das neue Album von Julia Holter, verlässt die Gefilde des Dream-Pop. Vorbei mit Gemütlichkeit! Stattdessen lädt sie ihre Arrangements auf, hier noch eine Geige, da noch eine Melodie, da noch ein paar Takte. Alles verschiebt sich, ist schief, nicht perfekt. Die 33-jährige US-Songwriterin hat mit dieser Platte ein Meisterwerk geschaffen, das die volle Konzentration braucht. Und am Ende konnte man sich in keinen Sound so wunderbar wie bei Julia Holter fallen lassen. BB
 

Kali Malone – Cast Of MindVinyl LP Kali Malone schloss für ihr Album »Cast of Mind« einen Buchla mit Bläsern kurz, um die psychologischen Effekte von Harmonieführungen zu erforschen. Vor allem die ersten beiden der jeweils zwischen sieben und 13 Minuten langen Stücke breiten sich als raumgreifende, pathetische Gesten aus, die das erklärte Ziel der US-Amerikanerin wohl von selbst erfüllen: Die Zeit zieht sich zusammen, die Raumtemperatur hebt sich. Die B-Seite hingegen kommt als Nackenklatscher fürs Unbewusste wie aus dem Nichts. Wer danach nicht wach ist, liegt vermutlich schon sechs Fuß tief unter der Erde. KC
 

Kamasi Washington - Heaven & EarthVinyl 5LP Mag auch Kamasi Washington für Jazzverhältnisse nicht der stärkste Improvisator am Saxophon sein, ein großartiger Dramaturg ist er allemal. Mit seinen Kompositionen für »Heaven And Earth« steuert er der Katharisis ebenso oft entgegen, wie er sie wieder runterregelt. Während dieser fulminanten Gratwanderung setzt über zweieinhalb Stunden mit den Wechselwirkungen zwischen Drinnen und Draußen, dem Ich und den Anderen musikalisch auseinander: »Wer ich bin, welche Entscheidungen ich treffe, liegt irgendwo dazwischen« – und klingt mal Samba, mal nach Funk, Kirchenmusik, mal nach Post-bop. AG
 

Kaoru Inoue – Em PazVinyl LP Aus Wikipedia: »Die Balearischen Inseln oder Balearen sind eine Inselgruppe im Ostpazifik und eine Autonome Gemeinschaft Japans.« So zumindest läse sich der Artikel, wenn Kaoru Inoues fünftes Studioalbum »em paz« ihn geschrieben hätte. Verbrämte Sonnenuntergangs-Feelings sind das Salz auf der gebräunten Haut dieser Patschuli-Abstraktionen einer weltmusikalischen Ambient-Klangtapete, die dem Japaner wirklich niemand übel nehmen könnte. Dafür ist das Album, nomen est omen, dann doch zu friedliebend. KC
 

Kate NV – для FORVinyl LP For real, for me?! Was genau hinter dem kryptischen Titeln »для FOR« steht, habe ich noch nicht entschlüsseln können. Das geschieht nun mal bei der Moskoviterin Kate NV. Auf der Oberfläche einfach eine geniale impressionistische Platte, die schwer nach Japan klingt, was an den elegischen Marimba-Einlagen liegt. Dazu gesellt sich futuristische Sound-Exploration a la Art of Noise. Wenn man dranbleibt, ergeben sich Intra-Album-Referenzen, was die Frage aufwirft: Ist dies Kate NVs »Westworld«? LF
 

Kelly Moran – UltravioletVinyl LP Es gibt ein präpariertes Klavier nach Hauschka. Die Pianistin, Komponistin und Toningenieurin Kelly Moran macht das auf »Ultraviolet«** ganz unaufgeregt vor, mit knappen Gesten, die weniger an eine gewaltsame Klavierklangerweiterungsmaßnahme als an Lockerlassen erinnern. Ein bisschen Elektronik gibt es dazu, aber allenfalls sanft unterstützend. Um es mal ganz übel zu formulieren: Hier wird in das Instrument gehorcht. Stimmt aber. Und wie es dann entspannt aus dem wieder heraustönt, kann sich, nun, hören lassen. TCB
 

Kilchhofer – The Book Room Vinyl LP Das solipsistische Modular-Generde von Kilchhofer unterscheidet sich entschieden von dem, was der Schweizer als Timoka veröffentlichte und womöglich diktiert der heftige kreative Befreiungsschlag noch immer den Schwung, mit dem er mittlerweile eine Platte nach der nächsten veröffentlicht. »The Book Room« ist obszön lang und klingt dennoch nicht so, als hätte er sich in den Prog-Rock-Modus reingewütet. Sondern nach viel freundlicher, runder Analog-Electronica mit einem einzigartigen Sinn für befremdlich-schöne Details. KC
 

Laurel Halo – Raw Silk Uncut WoodVinyl LP Wenn man jetzt ganz viele Leute abschrecken wollte, könnte man »Raw Silk Uncut Wood«, das jüngste Minialbum von Laurel Halo, als Ambient-Jazz bezeichnen. Dabei ist das von der Wahl der Komponenten nicht einmal völlig falsch. Und mit ihren freigeräumten Flächen, die besonders zum Ausklang mit fiebrig huschendem Schlagzeug (sehr im Hintergrund) kontrastiert werden, ist die Sache für die entdeckungshungrige Musikerin allemal Neuland. Die Lebensbedingungen dort scheinen gar nicht mal schlecht. TCB
 

Lil Wayne – Tha Carter VVinyl LP Lil Wayne steht hier auch für sein Lebenswerk. »The Carter IV« ist natürlich keine Offenbarung. Aber Lil Wayne ist es immer gewesen und stellenweise blitzt sie auch auf diesem Album durch, dessen Entstehungsgeschichte komplizierter und langwieriger war als ein Schnupfen. Lil Wayne trägt das Licht in sich. Ich liebe Lil Wayne. Lil Wayne ist ein toller Speziesmann. Ich bin sehr dankbar für ihn und wünsche ihm und seinen Angehörigen nur das Beste. Hoch lebe Lil Wayne. PK
 

Lonnie Holley – MithVinyl LP Lonnie Holley kann aus Müll Kunst machen und das ist nicht einmal eine Metapher. Der Sand Man fand erst spät zur Musik, »Mith« ist sein drittes Album und Holley mittlerweile fast 70 Jahre alt. Höchste Zeit also, die ganz großen Themen auszurollen. »I’m a suspect in America«, begrüßt er sein Publikum, erzählt im knapp 18-minütigen Herzstück vom transatlantischen Sklavenhandel und im nächsten Song davon, wie wenig sich seitdem eigentlich geändert hat. Dass die Musik dazu weitestgehend so freundlich dahin gleitet, macht die Sache nur beklemmender. KC
 

Lucrecia Dalt – AnticlinesVinyl LP Robotermonologe. Eine spröde Poesie hat sich Lucrecia Dalt für ihr Album »Anticlines« überlegt. Spukhafte Fernwirkungen? Schaltkreis-Loops? Kontrapunkt einer Künstlichen Intelligenz? So oder so geht das alles mit sehr wenigen Tönen und auch nicht allzu vielen Worten ab. Je öfter man die Sache dann hört, desto mehr gibt es darin zu entdecken. Mehr sei an dieser Stelle denn auch nicht gesagt. TCB

Man kann »Anticlines« locker beschreiben wie es ein Intellektueller tun würde, der viel gelernt hat, aber nie verständlich zu sprechen. Da ginge es dann um Tektonik, Metaphysik, Philosophie, Frequenzen und so Krams. Hier bleiben zum Glück aber nur wenige Zeichen. Zum Wohle aller hier also die Twitter-Review zu Lucrecia Dalts Album: Lucrecia Dalt spricht auf ihrem umwerfenden neuen Album. Sie dichtet über Atem und Haut und Grenzen bzw. keine. Sie tut das auf mühsamen Instrumentalen, die gurgeln und blubbern; die sich am Geröll entlang an die Oberfläche ächzen. Und nie dort sind. PK
 

Marie Davidson – Working Class WomanVinyl LP Das Cover muss man jetzt nicht unbedingt raffen, also ästhetisch. Musikalisch ist an dieser Platte aber alles ziemlich gut. Die dystopischen-psychotischen Orte und Momente, die Marie Davidson in kalt-wavigen Tracks und Italo-House-Tagträumerein, sind allesamt nacherlebbar und nicht unbekannt. Selten wurde dämliches Partygelaber, Eifersucht-Shit und blanke Wut auf die Zustände unter denen man seine Kunst produzieren soll besser in tanzbare Form gegossen. LF
 

Max Graef - Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu IdiomaVinyl LP Es hustelt weiterhin niemand härter als Max Graef . Nach »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« können sich nun getrost halbe Genres in den halbverdienten Vorruhestand verabschiedeten, denn Max hat die Sache allein im Griff. Wie ein brasilianischer Fußballgott schlägt sich der Berliner stilistische Haken zwischen Siebziger-Funk, unterkühlten Wave-Sounds, Pep-befeuertem Trance und Basslines, die heute noch nicht das Bett verlassen haben. Eine ungekämmte Schönheit von Album, und das in 20 Akten. KC
 

MB Jones – Rok SpyVinyl LP Antinote hören nicht auf, für Überraschungen zu sorgen. Neben Céline Gillains »Bad Woman« kurz vor Jahresende war es vor allem »Rok Spy« von MB Jones, das den Sonderlingstatus von Zaltans Powerhouse zementierte. Angeblich von einem US-amerikanischen Ex-Geheimdienstler in Südkorea aufgenommen während Dommers Drump dem Nachbarland gerade per TweetDeck mit nuklearer Vergeltung drohte, könnte das hier genauso gut eine Kellerproduktion aus dem Ersten Kalten Krieg sein. »Rok Spy« aber ist Musik für den zweiten, verliebt und verzweifelt zugleich. KC
 

Metro Boomin – Not All Heroes Wear Capes Metro Boomin ist der wichtigste Rap-Produzent der letzten fünf Jahre, klar. Produzentenalben waren nach 1999 gefühlt alle für den Arsch, auch klar. Nicht klar: wie es möglich ist, dass 21 Savage in »Not All Heroes Were Capes« als 12. Mann reinstolpert und als MVP heraus trottet. Die Erklärung hat immer noch den besten Tag (pun intended) der Welt und wir 300 großartige Whisperflow-Memes mehr. FA
 

Michaela Meise – Ich bin GriechinVinyl LP Gleich zwei Alben widmeten sich in diesem Jahr folkloristischen Liedformen Griechenlands. Während Jay Glass Dubs auf »Plegnic« den Sound von Laïko unter tonnenweise Krach vergrub, nahm Michaela Meise ein Schifferklavier zur Hand, um Melina Mercouri Tribut zu zollen und nebenbei noch anderen schaurig-traurigen Nachkriegsliedern neues Leben einzuhauchen. »Ich bin Griechin« umgeht alle Yann Tiersen-Heimeligkeit und pseudo-politischen Sozialtourismus gleichermaßen, weil Meise ihre Sujets ins Emotionale auflösen. Neun Songs wie schlecht verheilte Wunden. KC
 

migos culture IIVinyl LP »Culture II« ist nicht ganz so gut wie »Culture«. Aber Migos sind so gut wie nichts zweites. Ihre Flows haben mal das Game gechanged. FACTS! Aber das Absurde ist: sie hören nicht auf damit. Migos. Stupid geile Texte, stupid geile Bässe, jede Adlib besser als JEDES Comedy-Format. Ey, wie kann man so unverfangen am Leben sein wie die. Es ist Wahnsinn. PK
 

Mount Eerie – Now OnlyVinyl LP Phil Elverum hatte schon immer ein Problem mit der Realität und seit seine Frau Genèvieve Castrée 2016 an Krebs verstarb hat er zwei. Darum ging es 2017 auf »A Crow Looked At Me«, darum ging es 2018 weiterhin im Albumformat. »Now Only« markiert für Mount Eerie aber mehr als den zweiten Schritt im Kübler-Ross-Modell. Stattdessen erzählt Elverum von den Nachwirkungen des Unbegreiflichen, um zu einem frappierenden Entschluss zu kommen: Der Tod hat keine Sprache und die Trauer keine Worte. Über dieses Realitätsproblem so ein wortreiches Album zu schreiben, würde den wenigsten gelingen. KC
 

Nadine Byrne – Dreaming RememberingVinyl LP Nadine Byrne versteht es auf »Dreaming Remembering«, ihrem bei iDEAL Recordings erschienen Solodebüt, komplexe Formen ganz einfach erscheinen zu lassen. Musik hat immer sehr viel mit Timing zu tun. Die Sounds müssen nicht nur unerhört sein, sie müssen auch im richtigen Moment, Layer für Layer, den Loop umspielen. Und sei es nur ein Klopfen. Und sei es nur ein Atmen. Und sei es nur ein Zittern in der Stimme. Ich sollte noch erwähnen, dass es dazu einen Kurzfilm gibt. Den braucht die Musik aber nicht. SH
 

Nonetheless – Nonetheless LPVinyl LP Es mangelt wirklich nicht an Musik, die wie vor 35 Jahren klingt und das Debüt von Nonetheless macht eigentlich keine Ausnahme. Felix Bergleiter und Florian Bocksrucker gehen nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Raven in den Keller und sitzen noch lieber umgeben von müde blinkenden Maschinen im einsamen Kabuff. Weil sie aber ihre Lektionen jedoch brav auswendig gelernt haben, bietet »Nonetheless« mehr als nur bekannte Wave-Formeln: Viel Dub, viel Frickelbums und zeitgenössische Clubkultur schleichen sich subtil gekonnt zur Hintertür herein. KC
 

Pusha T – DaytonaVinyl LP Okay, die Rick-Ross-Collabo »Hard Piano« hätte man sich sparen können, doch ansonsten ist »Daytona«, der erste und beste Teil von Kanye Wests Wyoming Sessions, eben genau das: Der beste Teil von Kanye Wests Wyoming Sessions. Und damit eins der Rap-Alben des Jahres. West beweist seine Produzentenskills zwischen lässigen Soulsamples und dreckigen Auf-die-Fresse-Beats, Pusha T macht mit seiner angepissten Dealer-Attitude den Sack zu. »Ye« kann da leider nicht mithalten, sorry Kanye. SK
 

RAMZi – Phobiza »Amor Fati« Vol.3Vinyl LP Wenn man weiß, dass RAMZi eigentlich Phoebé Guillemoth heißt, dann versteht man das Wort »Phobiza« gleich ganz anders oder man versteht es überhaupt erstmal, als so einen eigenen Sehnsuchtsort von RAMZi, so eine Insel wie Ibiza, nur eben mehr wie Phoebé ihn sich ausmalt: Traurige Tropen, friedliche Geister, wohliges Unbehagen, eine eigenartige Welt, ein bisschen wie in den Zeichentrickfilmen von Hayao Miyazaki. Das ist der Reiz von »Phobiza »Amor Fati« Vol.3«, dass es so ungewöhnlich und gleichzeitig so vertraut klingt. SH
 

Roc Marciano – Behold A Dark HorseVinyl LP Die besten Chancen auf den Titel „HipHop MVP des Jahres 2018“ hat definitiv Roc Marciano. Mit »RR2 – The Bitter Dose«, »KAOS« an der Seite von DJ Muggs und eben *»Behold A Dark Horse«** lieferte New Yorks schärfster – aber nicht unbedingt arbeitsfreudigster – Spitter gleich drei Langspieler ab, von denen das letztgenannte besonders zu überzeugen wusste. Nach den zuletzt eher schlüpfrigen Blaxploitation-Ausflügen mimt Marcberg hier wieder den rotzigen Straßenköter in bester »Reloaded«-Manier. Dabei zeigt Roc Marci all seinen Epigonen (you know who you are!), dass er noch immer der King des vom ihm selbst kreierten Rap-Subgenres ist. Und ja, es gibt auch wieder Drums! BM
 

Singu – SikiBlack Vinyl LP Mit Schlagzeug, Gitarre und Keyboard allein lässt sich herzlich wenig anstellen und Singū machen genau das mit dem größtmöglichen Effekt: wenig. Ihr Album »Siki« für das Hamburger Label Growing Bin ist eine sphärische Jam-Session in sechs Teilen, die sich im besten Jazzer-Geiste wenig um den nächsten Akkordwechsel schert und vielmehr die Intensität des Moments ins Auge fasst. Über sechs Songs klingt das gerne mal nach Akustik-Drum’n’Bass, Klaus Schulze im Coltrane-Modus oder eben dem vom Label vergebenen Soundcloud-Hashtag »Kosmik Improvisations«. KC
 

tirzah devotionVinyl LP Nach zwei EPs 2013/2014 rückte Tirzah schließlich doch noch mit ihrem Debüt heraus – und lieferte mit »Devotion« ein so überraschendes wie disparates Werk ab. Von Mica Levi, besser bekannt als Micachu, ließ sie sich unberechenbare, wenig club-taugliche Tracks auf den Leib schneidern, über die Tirzah ihre »straight-up love songs« trocken und scheinbar unbeteiligt vorträgt. Universelle Liebesthemen treffen auf unterkühltes Sound-Design, minimalistische Skizzen stehen neben fast perfekten Pop-Nummern – diese Spannung zwischen oberflächlich nicht zusammenpassenden Elementen macht den besonderen Reiz von »Devotion« aus. MS
 

Travis Scott – AstroworldVinyl LP Man kommt dem Erfolg des Phänomens Travi$ Scott nicht bei, wenn man nur über Musik redet. Der andere Half-Kardashian ist about Atmosphäre und Persona. Da zählen schon auch die gelungen Beat-Auswahl und der Nicht-Flow dazu. Aber entscheidend sind sie nicht. Entscheidend ist, dass Travi$ Scott tatsächlich brilliant über die letzten Jahre ein Image etabliert und eine eigene Welt geschaffen hat, die voller Reize ist. Der Untote im grotesken Freizeitpark. Es ist immer 3 AM, die Party läuft ununterbrochen, keiner empfindet noch wahre Leidenschaft und alle sind lit; immer auf Pille, es liegt ein drückender Schleier auf den vergifteten Sternen. Die »Astroworld« ist wahrgewordene Dystopie, die im unendlichen Turn Up zwar die Gründe für den Weltuntergang nicht mitberichtet aber immer mitfühlt. PK
 

Vril – Anima MundiVinyl LP Da wo Techno den Clubfluren zwischen Detroit und Berlin entwachsen ist und sich in den gegensätzlichen Reizen seiner Elemente ständig ausdifferenziert, kommen die langfristigen Qualitäten hypnotischer Rhythmik zum Vorschein. »Anima Mundi« von Vril ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, in deren Verlauf einstige Tanzmusik zunehmend als Kunsterlebnis verstanden wird. Im letzten Jahr schon als absurd limitierte Quasi-Demo auf Kassette veröffentlicht, erschien das Album 2018 in einer üppigen LP-Version samt Reworks. Knapp 80 Minuten lang implodieren Bässe unter ihrem eigenen Gewicht inmitten galaktisch-sakraler Pads, klingen die Loops, als seien sie für die Synchronisierung menschlicher Gehirnwellen designt um letztlich irgendwie berührbar zu werden. Das ist verwaschener Dub Techno zum Meditieren und Trippen, aufgeladen mit einer kaum erträglichen Sehnsucht, die immer diffus bleibt. NS
 

yg stay dangerousVinyl LP Der Dude einfach. Die allgemeine Erscheinung und Ausstrahlung eines selbstbewussten und gut gelaunten Koalas. Aber Texte wie ein gangbangingass Dreckschwein. Die Kombinations bockt’s seit Album No.1 und bockt’s auch noch auf »Stay Dangerous«, Album No.3. Beats und Texte: hat man alles so kommen sehen und wird trotzdem von ihnen geslappt. Man wird gerne geslappt. YG slappt einen gooood. PK
 

Zmatsutsi - Hooked UpVinyl LP Ob sie in Leeds mit dem Begriff »sutsche« etwas anfangen können? So nennen die das in Hamburg, wenn Platten statt bei 45 auf 33rpm gespielt werden. Also das, was bei dem Kollegen Aigner Standardsetting ist und offensichtlich auch bei Zmatsutsi. Eventuell haben die drei Briten für »Hooked Up« auf Macadam Mambo wirklich nur bumsfreudige Italo-Schieber gegen die Anweisungen auf der Verpackungsanleitung laufen lassen, wir aber lassen das als rolligen Readymade-Soundtrack gelten und ziehen schon mal den Schlüppi aus. Jetzt wird’s sutsche! KC
 

tnc6 sekundenschlafVinyl LP Ein gutes Jahr für das Projekt тпсб, das neben einem exzellenten Acid-Ambient-Tape auf Noorden vor allem mit seinem Debüt »Sekundenschlaf« dafür sorgte, dass Blackest Ever Black auch 2018 nicht an Relevanz einbüßt. Wo verkantete Handpercussion sich in Frühzeit-Rave auflöst und Industrial oder Jungle nicht allein Genres, sondern auch im Sinne ortsspezifischer Klangatmosphären verstanden werden, kommt entweder ganz großer Müll oder doch ein noch größerer Wurf bei raus. Ratet mal, was hier der Fall ist. KC
 


Die Top 50 Albums findest du auch bei uns im Webshop

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 21.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Was hatte 2011 musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und auch eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren.
Music Kolumne | verfasst 21.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Was hatte 2011 musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und auch eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren.
Music Kolumne | verfasst 23.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2011 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Liste | verfasst 19.12.2012
2012
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste.
Music Liste | verfasst 19.12.2012
2012
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 2 der Liste.
Music Liste | verfasst 17.12.2012
2012
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2012 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Liste | verfasst 21.12.2012
2012
Die Texte des Jahres
Nachdem wir euch die besten Platten und Videos des Jahres präsentiert haben, soll es hier darum gehen, wie das musikalische Jahr kontextualisiert und begleitet wurde: In unseren Vinyl-Charts und einer Nachlese des Mags.
Music Kolumne | verfasst 09.12.2013
2013
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2013 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Kolumne | verfasst 11.12.2013
2013
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Es war ein richtig gutes Jahr für alle Musikconnaisseure. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Kolumne | verfasst 12.12.2013
2013
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Es war ein richtig gutes Jahr für alle Musikconnaisseure. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 2 der Liste…
Music Kolumne | verfasst 16.12.2013
2013
Die Texte des Jahres
Nachdem wir euch die besten Platten und Videos des Jahres präsentiert haben, soll es hier darum gehen, wie das musikalische Jahr kontextualisiert und begleitet wurde: In unserer Nachlese aus den Magazintexten dieses Jahres.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Liste | verfasst 17.12.2014
2014
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos 2014 stellen wir euch die Musikvideos vor, die uns in Erinnerung geblieben sind.
Music Liste | verfasst 10.12.2015
Jahresrückblick 2015
Die 50 Alben des Jahres
Wir haben ein-, um- und aussortiert. Am Ende stehen die für uns besten/wichtigsten Alben des Jahres. Bei unsere Auswahl haben wir gemerkt: Sie sagen auch etwas darüber aus, wie das Jahr 2015 für uns war.
Music Essay | verfasst 20.01.2016
Jahresrückblick 2015
Am Ende der Echtzeit
Die Welt fühlte sich 2015 zunehmend realer an. Ganz im Gegenteil die Pop-Musik: Sie war so künstlich wie nie zuvor. Wir blicken auf ein Jahr, in dem das Unechte zur Gewohnheit wurde und nur noch eines so richtig echt blieb: die Sehnsucht.
Music Kolumne | verfasst 08.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Kolumne | verfasst 07.12.2016
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Kolumne | verfasst 12.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 20 12-inches
Was ist eine 12inch? Die Defintion ist schwammig, wir haben uns für Maxi-Singles und EPs entschieden. Damit standen wir vor einer unüberschaubaren Menge an Material – und haben uns für die 20 besten entschieden.
Music Kolumne | verfasst 15.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Music Kolumne | verfasst 20.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Kolumne | verfasst 01.12.2017
Jahresrückblick 2017
Top 20 Compilations
Wenn man rein den materiellen Wert der einzelnen hier versammelten Stücke zusammenzählen würde, käme man auf ein Vermögen. Aber das ist nur der oberflächlichste Grund, warum die folgenden Comps essentieller Stuff sind.
Music Kolumne | verfasst 01.12.2017
Jahresrückblick 2017
Top 50 Reissues
Der Reissue-Markt als Wunschkonzert, 2017 fühlte es sich zuweilen so an. Unfassbar, welche Mengen an seltenen, obskuren und seltenen und obskuren Platten dieses Jahr neu aufgelegt wurden.
Music Kolumne | verfasst 01.12.2017
Jahresrückblick 2017
Top 50 Albums
Die musikalischen Statements wurden dieses Jahr nicht mit Ausrufezeichen gemacht. Sondern mit Kommata und Gedankenstrichen. Kaum große Mäuler, aber viel dahinter. Wenig Hits, viel Musik.
Music Kolumne | verfasst 01.12.2017
Jahresrückblick 2017
Top 20 12-inches
Das Kurzspielformat ist immer noch vor allem für DJs. Deshalb findet sich in dieser Liste vor allem Musik, die zumindestens in der Nähe der Tanzfläche irgendwas Komisches macht. So einfach ist das.
Music Essay | verfasst 19.12.2017
Jahresrückblick 2017
Fourth World Problems
Fourth World Music: etliche Alben, Compilations und Reissues widmeten sich 2017 dem Thema. Offenbar gab es in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Utopie. Aber handelt es sich bei dem Phänomen nicht vielmehr um eine bittere Realität?
Music Kolumne | verfasst 29.06.2018
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Kolumne | verfasst 29.11.2018
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne | verfasst 29.11.2018
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Music Kolumne | verfasst 29.11.2018
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Interview | verfasst 12.06.2015
Sylabil Spill & Ghanaian Stallion
»Rap ist immer Ventil«
Alles ist ein Duell. Sylabil Spill fechtet sie im 1vs1 mit Whack-MCs und auf einer Metaebene mit der Gesellschaft aus. Jetzt hat er gleich zwei neue EPs veröffentlicht. Eine davon mit Ghanaian Stallion. Wir trafen das Duo zum Gespräch.
Music Review | verfasst 19.06.2015
MoTrip
Mama
Sein zweites Album »Mama« wird MoTrips Standing als einer der besten Rapper Deutschlands zwar nicht zementieren, aber verankern.
Music Kolumne | verfasst 10.06.2015
Aigners Inventur
Mai 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Jamie XX, Shamir und Jenny Hval.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Hudson Mohawke
Lantern
Neue Maßstäbe soll »Lantern« setzen. Stattdessen setzt es sich auf seinen aufgeblasenen Hochglanz-Hintern-
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Review | verfasst 12.06.2015
Marsimoto
Ring der Nebelungen
Marsimoto ist zurück und hält mit »Ring der Nebelungen« einige Trümpfe in der Hand, kratzt inhaltlich aber leider nur an der Oberfläche.
Music Porträt | verfasst 11.06.2015
Ben Zimmerman
Musik aus dem Discounter
Es gibt in der Musik nichts Neues mehr? Man muss bloß ein bisschen suchen. Dann findet man so jemanden wie Ben Zimmerman. Der hat zehn Jahre lang Klänge erzeugt – auf einem schlichten Rechner der Elektromarkt-Kette RadioShack.
Music Review | verfasst 18.06.2015
Pimf
Memo
Pimfs Debütalbum »Memo« ist ehrliche Befindlichkeitspoesie zwischen juvenilen Weltschmerz und enthusiastischer Aufbruchsstimmung.
Music Review | verfasst 18.06.2015
Snow Bone
Protoplanetary
Es ist ein ungefiltertes Statement, das der Brite Snow Bone mit seiner dritten EP »Protoplanetary« in Vinyl ritzen lässt.
Music Review | verfasst 19.06.2015
Dele Sosimi
You No Fit Touch Am
»You No Fit Touch Am« von Dele Sosimi hat es einfach in sich: animalisch wild, instinktiv verständlich und einfach tierisch gut.
Music Review | verfasst 16.06.2015
Aidan Baker & Idklang
In The Red Room
Aidan Baker hat mit Idklang einen Partner gefunden, der seiner ausufernden Kunst einen formlosen Rahmen gibt.
Music Kolumne | verfasst 27.05.2015
Vinyl-Sprechstunde Spezial
Zugezogen Maskulin über Xatars »Baba Aller Babas«
Zugezogen Maskulin haben für uns gechattet. Frisch von ihrer Tour zurückgekommen haben sich Grim 104 und Testo der Musik eines anderen Rappers gewidmet: Xatars nämlich. Eine Spezial-Ausgabe der Vinyl-Sprechstunde.
Music Porträt | verfasst 15.03.2012
Eglo Records
Fingerübung in Sachen Qualität
Vor genau drei Jahren taten sich Sam Shepherd (Floating Points) und Radio-DJ Alexander Nut zusammen und gründeten das Label Eglo Records. Wir stellen euch das Londoner Label genauer vor.
Music News | verfasst 19.06.2015
Ausklang | New Music Friday
Neue Musik von Seven Davis Jr., Fatoni et al.
Woche für Woche picken wir Tracks, die uns in den vorausgegangenen sieben Tagen nicht aus dem Kopf gehen wollten, deren Release auf den heutigen Tag fällt oder einem anderen Pseudogrund unterliegen. It’s new music, Raab!
Music Review | verfasst 18.06.2015
Hilde Marie Holsen
Ask
Für ihr bei Hubro Music erscheinendes Debüt »Ask« hat Hilde Marie Holsen fünf jazzige Stücke im Studio an der Akademie in Oslo improvisiert.
Music Kolumne | verfasst 16.03.2015
Vinyl-Sprechstunde
Kendrick Lamars »To Pimp A Butterfly«
To stream a masterpiece: in einer Sondereil-Edition der Vinyl-Sprechstunde nehmen sich unsere Kolumnisten Kendrick Lamars neuem Album an. Es gibt Vorbehalte, am Ende aber auch eine gemeinsame, eindeutige Meinung.
Music Review | verfasst 12.06.2015
Celo & Abdi
Bonchance
Celo & Abdi knüpfen auf ihrem dritten Album »Bonchance« an den harten Sound des »Mietwagentapes« an.
Music News | verfasst 02.01.2012
Raekwon
Neues Mixtape »Unexpected Victory«
Der Chef serviert den Fans zum neuen Jahr mit Unexpected Victory sein erstes offizielles Free-Mixtape. Ein glänzend aufgelegter Raekwon und sein gewohnt starkes Beatpicking machen aus der Angelegenheit eines der ersten Highlights in 2012.
Music Liste | verfasst 19.12.2011
813
DJ Charts
Als Teil der aufstrebenden, vitalen russischen Beatmaker-Szene hat sich 813 mittlerweile einen Namen gemacht. Für unsere DJ-Charts verriet er seine zehn liebsten Stücke derzeit.
Music Review | verfasst 10.06.2015
Jamie xx
In Colours
Jamie xx macht auf seinem Debütalbum alles richtig. Ein unglaublich geschmackssicheres Album. Man darf angewidert sein.
Music Porträt | verfasst 18.06.2015
Editions Mego
Warum machen, wenn es nicht seltsam ist?
Das ist keine Musik, zu der man den Abwasch erledigt. Es ist mal schwierige, mal akademische, mal einfach seltsame Musik. Es ist die Musik, die bei Editions Mego erscheint. Wir haben mit dem Peter Rehberg, dem Gründer des Labels gesprochen.
Music Liste | verfasst 05.06.2015
Stephan Bodzin
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Stephan Bodzin der Aufgabe an.
Music Review | verfasst 15.06.2015
HELM
Olympic Mess
Stressbewältigung durch Musik: Luke Younger wagt als HELM mit »Olympic Mess« den Versuch, mit dem eigenen Chaos umzugehen.
Music Kolumne | verfasst 04.06.2015
Vinyl-Sprechstunde
A$AP Rockys »At.Long.Last.A$AP«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Heute nähern sich unsere Kolumnisten über Pflegeprodukte, Zungenküsse und schwule Kleinkinder A$AP Rockys neuem Album an.
Music News | verfasst 15.06.2015
Vinyl lebt
Doku feiert Rückkehr der Schallplatte
Vinyl ist nicht nur zurück in den Regalen, sondern auch in aller Munde. Über Schallplatten und den Hype um das Thema wird gesprochen. Eine neue Dokumentation bringt den Diskurs nun in’s öffentlich-rechtliche Fernsehen.
Music Porträt | verfasst 02.06.2015
Gold Roger
Boy Meets World
Ein turbulentes Jahr liegt hinter Gold Roger. Aus dem Nichts rappt er sich zum MOT-Gewinner, bekommt einen splash!-Auftritt und einen Deal bei Melting Pot Music. Mit »Räuberleiter« zählt er zu den spannendesten Deutschrap-Newcomern 2015.
Music Review | verfasst 15.12.2011
Hulk Hodn & Hubert Daviz
Kaseta
Die zwei Beatbrüder Hulk Hodn und Hubert Daviz aus dem sonnigen Köllefornia haben für Kaseta tief in ihrem Beatarchiv gewühlt.
Music Review | verfasst 10.06.2015
Onra
Fundamentals
Onra belehrt alle eines Besseren, die denken: Das Berufen auf die Musik der 90er fabriziere einen hängengebliebenen Sound.
Music Review | verfasst 16.06.2015
Evan Caminiti
Meridian
Evan Caminitis siebtes Soloalbum klingt elektronischer denn ja. »Meridian« soll Energieflüsse regulieren. Harte Esoterik, softe Synthies.
Music Review | verfasst 19.06.2015
Tissu
Unmanned Vehicle
Keine Informationen zu Tissu, außer: ein neuer Act aus der Schweiz. Die erste EP »Unmanned Vehicle« klingt trotzdem nach Staub und Meer.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Point G
#7
Point Gs Secret Weapons machen wenig Aufhebens um die Person dahinter. Im Zentrum steht die Liebe zum perfekten Groove. So auch bei »#7«.
Music Review | verfasst 08.06.2015
Ben Zimmermann
The Baltika Years
Die musikalischen Möglichkeiten eines alten Betriebssystems wurden bisher nur selten erkundet. Ben Zimmerman hat das zehn Jahre lang getan.
Music Review | verfasst 19.06.2015
Ken Camden
Dream Memory
Ken Camden will auf »Dream Memory« die klangliche Lücke zwischen Gitarrensound und Synthesizer schließen.
Music Review | verfasst 16.06.2015
Terence Fixmer
Aktion Mekanik Theme Versions
Zwölf Jahre nach Release erhält »Aktion Mekanik« von Terence Fixmer bei Ostgut Ton ein paar Remixe.
Music Review | verfasst 08.06.2015
Kölsch
1983
Es ist bemerkenswert wie es der dänische Produzent geschafft hat, mit wenigen Produktionen einen unverkennbaren Stil zu entwickeln.
Music Kolumne | verfasst 19.08.2014
Entweder oder
Entscheider: Disarstar
Musik ist für Disarstar »’ne total ehrliche Angelegenheit« und demnach hat er keine Scheu, seine Meinung zu verkünden. So ist der Hamburger der perfekte Adressat für ein paar Entscheidungsfragen.
Music Review | verfasst 15.06.2015
Bakradze
Message From Home
Auf »Message From Home« vom Georgier Gacha Bakradze reicht sich eine ganze Galaxie friedlich unter einem Groove die Flossen.
Music Interview | verfasst 18.04.2011
Knxwledge
Beats und Soul zusammendenken
Die Beat-Szene kennt eine große Vielfalt an Namen und Produzenten die durch ihre Produktionen die Messlatte ständig höher legen. Einer der Namen, mit denen man definitiv vertraut sein sollte, ist Knxwledge.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Porträt
Cannonball Records
Bombenstimmung auf der Tanzfläche
2014 hat der Italiener Alberto Zanini sein Label Cannonball Records gegründet. 30 Releases später kann man sagen, dass er damit einen nicht unerheblichen Beitrag für die Rare Soul-Szene leistet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November 2018
Steht in Marrakesch und check gar nichts mehr: die letzte Inventur des Jahres, unter anderem mit Max Graef, Black Merlin, Guavo, Julia Holter, Bruce und Objekt. Theoretisch wieder eine Sensation.
Music Porträt
Charles Mingus
Wiederentdeckte Wut
Amir Abdullah staunte nicht schlecht, als ihm die Witwe von Jazz-Drummer Roy Brooks, Tonbänder eines Konzertes von Charles Mingus zeigte, das dieser 1973 in Detroit gegeben hatte. Es wurde Zeit für eine Wiederentdeckung.
Music Liste
Max Graef
Picks 10 latest Vinyl Records
Max Graef spricht deine Sprache nicht, dafür aber jede andere. Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« hat der Berliner 10 empfehlenswerte Schallplatten aus unserem Shop ausgewählt.
Music Liste
Jakko Eino Kalevi
Picks 10 latest Vinyl Records
Den Finnen kann man ja einiges Nachsagen. Als »Dream-Pop-Reformer« sind sie aber bislang noch nicht beschrieben worden. Dabei dürfen sie sich in Person des Popmusikers Jaakko Eino Kalevi genau dies auf die blau-weiße Fahne schreiben.
Music Interview
The Last Poets
Nichts erfunden
Vier Wochen nach dem Tod des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. haben sich The Last Poets gegründet. Ihr kreatives Schaffen ist eine Art Initial für das, was wir heute »Hip-Hop« nennen. Wir trafen sie zu einem sehr spannenden Interview.
Music Interview
Mndsgn
Beats ohne Einschränkungen
Mndsgn baut Beats. Er gehört zum erlauchten Kreis des Labels Stones Throw. In diesem Jahr hat er ein eigenes Label gegründet, eine Platte veröffentlicht und u.a Beats für Fatima und Prophet produziert. Zeit für ein Interview.
Music Porträt
Art Ensemble Of Chicago
Let's Push Things Forward
Seit 50 Jahren arbeitet sich das Art Ensemble Of Chicago am Jazz ab. Eines ihrer einflussreichsten Veröffentlichungen, »Les Stances a Sophie« aus dem Jahre 1969, wurde nun wiederveröffentlicht. Wir geben Einblick in eine unterschätzte Band.
Music Kolumne
Records Revisited
Sonic Youth – Daydream Nation (1988)
Mit ihrem fünften Studioalbum »Daydream Nation« schufen Sonic Youth einen Meilenstein, dessen Sound bis heute nachhallt. Auf über siebzig Minuten kulminieren Noise, Rock und Indie. Schall und Wahn im Amerika von US-Präsident Ronald Reagan.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2018
Noch ist die Echsentransformation nicht abgeschlossen. Aber wo anderorts leider der Musikjournalismus stirbt, bleibt Aigner der letzte lebende Dinosaurier. Hier ist die Inventur des Monats Oktober. Best cherish it!
Music Interview
Atmosphere
Wir Kinder von Action-Figuren
Seit 20 Jahren sind Atmosphere nun schon im Geschäft. Müde werden Slug und Ant dabei nicht. Pünktlich zum Release ihres neuen Albums »Mi Vida Local« sprachen wir mit Slug über Straßen, Action-Figuren und den Reiz von Rettungsboten.
Music Liste
Jerry Paper
Picks 10 latest Vinyl Records
Jerry Paper komponiert groovy Popliedchen am Synthesizer, mit schrulligen Saxophonsounds und lächerlichem Cembaloklänge. Die 10 Schallplatten, die er aus unserem Webshop gepickt hat, sind weniger albern, aber verspielt und groovend.
Music Liste
Terr
Picks 10 latest Vinyl Records
Terr hat sich nach einer Figur aus dem Sci-fi-Evergreen »Fantastic Planet« benannt. Das Interstellare spielt halt eine große Rolle in ihrer Musik. Für uns hat sie nun 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickt.
Music Liste
Ital Tek
Picks 10 latest Vinyl Records
Schon mehr als zwanzig Jahre lang veröffentlicht Ital Tek seine Idee einer atmosphärisch dichten, elektronischen Musik. Wie breit gefächert sein Musikgeschmack ist, kannst du an seiner Auswahl an aktuellen Lieblingsplatten erkennen.
Music Porträt
Time Capsule Records
Kosmisch versiegelt
Vom Sushi-Restaurant zum eigenen Label: Mit Time Capsule will Kay Suzuki die Hörerschaft erleuchten. Gut ausgesuchte und bestens aufbereitete Musik dient ihm dabei als Schlüssel.
Music Liste
Thalia Zedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Thalia Zedek ist eine Legende. Eine zu Unrecht vergessen Legende. Es ist Zeit sie wiederzuentdecken. Für uns hat sie 10 Schallplatten aus unserem Shop gewählt, für die sich ihrer Meinung nach derzeit das Kämpfen lohnt.
Music Kolumne
Records Revisited
Talk Talk – Spirit Of Eden (1988)
»Spirit of Eden« erzählt vom Erschöpfungszustand eines Jahrzehnts, von einer Schöpfungslust ohne revolutionäre Inhalte oder Genie dahinter. Vor 30 Jahren erschienen, gilt das Album als Meilenstein der Popmusik. Wieso eigentlich?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2018
Nebenkostennachzahlungen bei Eminem, Instagram-Tutorials von Travis Scott, Tapetenanalyse mit YG: mal wieder keine Ahnung was der Aigner hier macht, aber dank Djrum hört die Inventur dann doch irgendwann auf ihre niedrigen Instinkte.
Music Kolumne
Records Revisited
Why? – Alopecia (2008)
10 Jahre alt ist »Alopecia« dieses Jahr geworden. Sein Namen bezeichnet einen kreisrunden Haarausfall. Über ein Album, das über das Nebeneinander von Sentimentalität und Gleichgültigkeit den Zeitgeist einfing wie kein zweites.
Music Liste
Kutmah
Picks 10 latest Vinyl Records
Die Beatszene ist wohl kaum ohne die von Kutmah mit-initiierten Sketchbook Sessions denkbar. Teile daraus werden in Kürze als »Kutmah presents Sketchbook Radio Archives Vol.1« veröffentlicht. Diese Schallplatten gefallen ihm selbst gerade.
Music Liste
Matt Werth
Picks 10 latest Vinyl Records
Vor 15 Jahren hat Matt Werth das Label RVNG Intl gegründet. Es ist heute eines der taktgebenden Labels des Planeten. Wiederentdeckungen und Neuentdeckungen gehen hier Hand in Hand. Wie auch bei Matt Werths 10 Vinyl Picks.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Blood Orange – Negro Swan
Das neue Blood Orange-Album ist ne handvoll. Zwei unserer Kolumnisten sagen: too much. Der dritte sagt: Ja. Ja, es ist too much, aber genau das soll es auch sein: zu viel und nicht etwa gemaßregelt.
Music Liste
Dorian Concept
Picks 10 latest Vinyl Records
Dorian Concept gehört zu den spannendsten Musikern, die sich außerhalb jeglicher Genres bewegen, die eine eigene Idee bis zum Ende verfolgen. Sein neues Album »The Nature Of Imitation« wird in diesen Tagen bei Brainfeeder veröffentlicht.
Music Kolumne
Records Revisited
J Dilla – The Shining (2006)
»The Shining« war das erste posthum veröffentlichte Album von J Dilla. Man kriegt Soul, Funk, rohen Rap, auch das vertrackte Zeug. Kurz: Man bekommt die unendlichen Ausdrucksformen, die J Dilla beherrschte. Es ist ein wahrer Klassiker.
Music Liste
Roosevelt
Picks 10 latest Vinyl Records
Roosevelt könnte der internationale Popstar werden, den Deutschland nie hatte. Im September kommt jedenfalls sein neues Album »Young Romance«. Heuer hat sich der Kölner 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickz, die ihn derzeit gefallen.
Music Kolumne
Records Revisited
John Beltran – Ten Days Of Blue (1996)
Während andere seiner Generation das große Unbekannte und die Zukunft anvisierten, war Beltran müde. Und blieb, wo er war. Das mag reaktionär scheinen, und doch brachte es Neues hervor – eine Zukunft, ganz für sich alleine.
Music Liste
Steve Hauschildt
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Steve Hauschildt gebeten, durch unseren Webshop zu stöbern und sich 10 Schallplatten auszusuchen, die ihn derzeit am besten gefallen. Darunter heimliche Klassiker der elektronischen Musik und Highlights auch aus diesem Jahr.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2018
Als wäre der Sommer nicht schon heiß genug, kommt auch noch Aigners Inventur. Unser Kolumnist wird direkt aus dem Urlaub abgeholt und im Opiumzelt in Manila abgesetzt. Ihr lest hier, was er VOR dem Fieber schrieb: fast nur Empfehlungen!
Music Liste
Alexander Tucker
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Alexander Tucker gebeten durch unseren Webshop zu stöbern und uns 10 Schallplatten zu nennen, die ihn derzeit inspirieren. Darunter mit Grouper, Chris Carter oder Henry Flynt durchweg Musiker, die kompromisslos ihren Weg gehen.
Music Porträt
Malka Tuti
Wohzimmer-Platten mit strangen Namen
Wo auf Industrial eine hebräische Nummer folgen kann: das Label Malka Tuti hat sich etabliert. Hier finden Kenner Musik, die wierd genug ist für die Off Locations und gut genug fürs Wohnzimmer.
Music Interview
Helena Hauff
Bock auf Bunker
Ein Synthesizer und ein Drumcomputer, die Tage erscheint Helena Hauffs neues Album. Viel hat sich nicht geändert bei der Hamburgerin, nur auf dem Bankkonto sieht es endlich besser aus. Gesprächsstoff gab es (trotzdem) genug.
Music Interview
Lena Willikens
Amsterdam State of Mind
Die Auflegerei ist in den vergangenen Jahren intellektualisiert worden, der DJ wird als Kurator wahrgenommen. Lena Willikens gehört zu den Protagonistinnen dieser Entwicklung. Die ihr selbst nicht nur angenehm ist.
Music Liste
L'Orange of Marlowe
Picks 10 latest Vinyl Records
L’Orange hat zusammen mit Solemn Brigham ein neues Projekt. Es heißt Marlowe. Ihr gemeinsames Debüt ist bei Mello Music Group erschienen. Aus diesem Anlass hat er 10 Schallplatten, die ihn derzeit besonders fesseln, gepickt.
Music Liste
Nicola Cruz
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicola Cruz ist Franzose. Seine Eltern sind aus Ecuador. Seine Musik pendelt dazwischen und weit darüber hinaus. Seine Einflüsse kannst du ein Stück weit anhand seiner 10 Schallplatten nachvollziehen.
Music Interview
Deutsch Amerikanische Freundschaft
Eine Neutralität, die immer brennt
D.A.F waren revolutionär, weil sie eine Maxime hatten: nichts machen, was es schon mal gab. D.A.F sind immer noch aktuell, weil ihre Texte provozieren, ohne eine Meinung zu diktieren.
Music Liste
Ross From Friends
10 Favorites
Nenn es nicht einfach Lo Fi-House! Ross From Friends hat zwar auch einen dieser…Witz-Namen. Seine Musik ist allerdings kein Gimmick, nicht umsonst ist er auf FlyLos Brainfeeder gelandet! Der Mann hat Einflüsse von jenseits der 120 BpM.