Music Kolumne | verfasst 29.11.2018
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Text Kristoffer Cornils, Lars Fleischmann, Florian Aigner, Philipp Kunze

Jahresrückblick 2018 Diese Kategorie bleibt traditioneller Weise auch 2018 fest in Clubhand, obwohl das dieses Jahr eher gute Nachrichten sind. Denn angefangen mit den entschieden dancig-undancigen Beiträgen von Air Liquide oder Barker über wunderbar randständige und ausgeklügelte Booty-to-Brain-Entwürfe von Viola Klein oder Terre Thaemlitz hin zu Weirdo-Rave-Material von Die Orangen, Job Sifre oder Shackleton ging heuer mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Zudem mit Emerson Kitamura, einer wunderbar wundersamen Disk-Compilation, den Minimal-meets-Techno-Krautjams von Oren Ambarchi, Konrad Sprenger und Philipp Sollmann oder bassigen Abstraktionswerten bei Smerz und R.A.N. auch viel Kurzformat für den langen Feierabend übrig blieb. Club ist eben auch, was ihr draus macht.


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Air Liquide – This Is A Mind TripVinyl 12inch Nach dem überraschenden Comeback von Teste setzten Cem Oral und Ingmar Koch noch einen drauf und ließen 14 Jahre nach ihrem letzten Air Liquide-Release den Love-Parade-Überhit von vor 28 Revue passieren. »This Is a Mind Trip« allerdings ist nicht nur dem Titel nach die Antithese zu damals, sondern setzt auch musikalisch und mit den markant gewisperten Vocals von Mary S. Applegate gänzlich andere Akzente. Droniger Post-Rock, der sich erst zum Ende dieser überragenden EP Richtung Rave auflöst. Nur so dürfen Techno-Revivals klingen. KC
 

Barker – Debiasing EPVinyl 12inch Als eine Hälfte von Barker & Baumecker hat der Leisure System-Mitbetreiber Sam Barker schon alle Fragen beantwortet, die ihm nie jemals gestellt hat und machte sich in diesem Jahr endlich daran, mit »Debiasing« selbst die Diskussion zu bestimmen. Herausgekommen ist Inspiration für einen gesamten Objekt-Mix für Resident Advisor und außerdem die schönstmögliche Fortführung der UK-Techno-Traditionslinie. Vier Tracks ohne Kickdrum, in deren Fall Trance keine Genrebezeichnung, sondern eine unbedingte Nebenwirkung ist. KC
 

Borusiade – A BodyVinyl 12inch Pinkman, Ostgut Tons Unterton-Sublabel, Dekmantel und schließlich Cómeme: Borusiade sammelte 2018 noch jedes Pfadfinderabzeichen für guten Geschmack und rundete das mit einer Platte ab, die entweder als bescheiden bepreiste LP oder aber eine Art EEP kategorisiert werden kann. So oder so ist Sammlung von dezidiert muffigen Trademark-Tracks das gleichermaßen vorläufige wie definitive Highlight in der Karriere der rumänischen Wahlberlinerin, die der Stubenhockerfraktion hier ebenso einen Gefallen tut wie den Dancefloors kleiner Kellerclubs. KC
 

CVX – Zibaldone III Of CVXVinyl 12inch Rupert Clervaux macht als CVX großartig unberechenbare Geschmäcklermucke für LYL-Guestmixes und NTS-Residencies. Französische Spoken Word Interludes, lahaaaaangsamer Tribal-Trance, noisiger Krauttechno und über die B-Seite von »Zibaldone III« haben wir noch gar nicht gesprochen. Essentiell, echt jetzt. FA
 

Die Orangen - Saft 1Vinyl 12inch Im Interview Mitte des Jahres sprachen Katzele und Asaf Samuel, ihres Zeichens die Macher des Labels Malka Tuti, davon, dass sie Platten produzieren, die sie im Wohnzimmer hören wollen. Die Orangen (aka Dreems und Kris Baha) sind bestimmt nicht glücklich darüber, aber bei »Saft 1« gehe ich mit der Meinung der Labelverantwortlichen d’accord: So viel Spaß wie ich ganz alleine mit den Gordon Pohl Re-Imaginationen auf der B-Seite habe, kann ich gar nicht tanzend ausdrücken, sondern nur im (F)Liegen. LF
 

DJ Ungel – Transpirits - 12"Vinyl 12inch DJ Ungel aus dem Düsseldorfer Candomblé-Umfeld gelingt auf Mirror Zone etwas was bisher in dieser Form kaum funktioniert hat: die narrische Aiwo-Breakbeat-Energie wird hier nämlich mit dem Chopped & Screwed Goa bekanntgemacht, der zumindest in Rheinnähe so gerne gespielt wird, augenzwinkernde Enigma-Esoterik und Trip Hop Pads verstehen sich auf »Transpirits« prächtig mit einer schüchternen Acid-Line und selbst die euphorische B-Seite lässt sich auf 33 perfekt sedieren. Was ein Werkzeugkasten. FA
 

Emerson Kitamura – The Countryside Is Great Vinyl 12inch Es gibt zwei Gründe, warum »The Countryside Is Great« des Japaners Emerson Kitamura zu den essentiellen Releases des Jahres gehört. Das EP-Artwork ist eins, das George-McCrae-Cover mit MMM das andere. Darüber hinaus verdichtet Kitamura im Laufe der drei weiteren Stücke die Querverbindungen seines Labels EM nach Vietnam in dessen bisher stärkstem Jahr in der linken Hand derweil die rechte Liebesbriefe von Mark Ernestus zu den Akten legt. Wen muss ich heiraten, damit Kitamura auf der After-Party den Alleinunterhalter macht? KC
 

Group A – Circulation EPVinyl 12inch Für alle Nerds mit Veronica Vasicka-Abo auf Lebenszeit haben Group A vermutlich eh schon denselben Stellenwert wie die Backstreet Boys circa 1997 für die Bravo-Leserschaft und trotzdem legt das mittlerweile in Berlin gestrandete Duo mit »Circulation« nochmals obendrauf. Von gespenstischem Flötenminimalismus über formstrenges Beat-Geklöppel hin zum sphärischen Schwarze-Messe-Soundtrack wird hier »Musik« mit noch fetterem C als zuvor geschrieben. Macht ebenso viel Angst wie Laune, besser waren Group A noch nie. KC
 

Job Sifre – BestaanVinyl 12inch Ob denen bei Knekelhuis über ihre eigene Geilheit auch glatt mal langweilig wird? Vermutlich nicht, dem Rest der Dance-Welt schließlich ebenso wenig. Ein, wenn nicht das definitive Highlight eines starken Knekeljahrs war »Het Bestaan« von Job Sifre, dessen ebenso dramatische wie fokussierte Wave-Techno-Italo-EBM-Acid-Industrial-Derivate die ganz primitiven Instinkte ansprachen und dennoch auf hohem Niveau das mittlerweile müde gewordene Game von hinten aufrollten. Was todessehnsüchtige Tanzmusik angeht, hat Sifre das letzte Wort noch nicht gesprochen. KC
 

Marsesura, Uwalmassa, Wahono – AnimismeVinyl 12inch Eine verlässlichere Konstante im Kuddelmuddel der Kultur, ein kritischeres Korrektiv für all things Fourth World als Don’t DJ gibt es derzeit kaum. Auf seinem Disk-Label fanden mit Marsesura, Uwalmassa und Wahono drei Acts zusammen, welche sich irgendwo zwischen Berlin und Jakarta in polternden Jams verlieren und in beide geografische Richtungen vor allem Befremdlichkeit auslösen. »Animisme« ist wohl das, was passiert, wenn sich Exotismusklischees von selbst abschaffen und damit ein ebenso richtiger wie wichtiger Schritt in eine bessere Zukunft. KC
 

Oren Ambarchi, Konrad Sprenger & Phillip Sollmann - Panama / SuezVinyl 12inch Frei nach Wolfgang Voigt: »Wenn du etwas zwei Minuten hörst, und du denkst es wären acht gewesen – dann ist das langweilig. Aber wenn du etwas acht Minuten hörst, aber denkst es seien zwei gewesen – dann ist das Trance und Trance ist geil.« Die beiden Stücke »Panama« und »Suez« des Trio Infernale Oren Ambarchi, Konrad Sprenger und Philipp Sollmann sind zusammen 27 Minuten lang und deswegen noch geiler als bloßer Trance. LF
 

OTTO – Stimmungen - 12"Vinyl 12inch Orgeln, Drum-Machines, Synths; deutschsprachiger Digi-Pop, angedubbt und angeschmunzelt. Otto haben genau die richtigen Dinge ernst genommen (Produktion) und auf genau die richtigen geschissen (Text). Aus dem Handgelenk in die Magengrube: Funktioniert gerade hierzulande fast nie, auf »Stimmungen« schon, alleine deshalb der Platz hier. Dazu kommt dass »Idyll« fürs Leben ist. Ein dichter dicker Japaner von Song, taumelt in die Dancehall und das glücklich-lommeligste je von einem Soundbwoi gerufene WOOOIIII schlackert in ein geil-indifferentes Universum. PK
 

Pessimist – Sprtlzm / Scifi - 12"Vinyl 12inch Mit avancierten Schlechte-Laune-Vibes lassen sich 2018 keine Blumensträuße mehr gewinnen, Pessimist aber will sowieso das ganze Ding einmal an den Wurzeln ausreißen statt es lediglich in den Wintergarten umzutopfen. »SPRTLZM« und »SCIFI« haben ebenso viel Hubraum im Bassbereich wie psychische Notfalldienste auf Speed-Dial, kümmern sich aber vor allem herzlich wenig um pure Traditionswahrung. Hier wird das Hardcore Continuum auf die Größe eines Brühwürfels komprimiert, mit Kreditkarte zerkleinert und dann in einem Rutsch weggezogen. KC

Wenn Pessimist Jeep Beats macht, dann klingt das selbstverständlich mehr nach Scorn als nach »Born To Roll«, trotzdem sind »SPRTLZM« & »SCIFI« die bisher mit Abstand bboyigsten Produktionen des Bristoler D&B-Innovators und die nächste Maxi, die U100 trudelt, die ich hier zu verantworten habe. Egoshootermucke für Top Shottas. FA
 

Peter Graf York – Sampler 12"Vinyl 12inch Auch »Ziwa« lässt sich mühelos auf U100 drosseln, beim Rest von Peter Graf Yorks »12" Sampler« hilft je nach Bedarf die gute alte Wrongspeedrutsche um aus hyperaktivem Aux88-Ghetto-Funk und paranoidem Broken Beat leanverschmierten After Hour Electro zu machen. Oder man hört das halt wie es gedacht war und hat immer noch die beste Frustrated Funk Platte der letzten 10 Jahre in der Hand. Mit Katalognummer 1 mehr gesagt als andere mit 50 Releases, big up Planet Rescue! FA
 

Philipp Otterbach – HumansVinyl 12inch 48 Leute haben sich Phillipp Otterbachs »Humans« gekauft, behauptet Discogs. Das bedeutet, dass 48 Leute keine Feigwarzen auf der Seele haben und raffen, dass Platten, die auf allen Geschwindigkeiten irgendwie off klingen, schon immer die besten waren. Nebenbei bemerkt ist Otterbach noch einer der besten DJs überhaupt, aber ach komm, Feigwarzen gonna feigwarz. FA
 

R.A.N. – Seb-i Yelda - 12"Vinyl 12inch Mit »Şeb​-​i Yelda« hat Hüma Utku eine denkwürdig heterogene EP geschrieben, die allerdings noch weitaus mehr als nur ein verlängerter Teaser für ihr kommendes Album als R.A.N. ist. Die stimmvollen Kontraste werden am Anfang ausgerollt: Der Titeltrack umschifft mit rasender Geschwindigkeit alle Dark-Ambient-Klischees, um dann punktgenau mit einem ganzen Bassbollwerk dem Dancefloor das Tempo drosselt. Danach tröpfeln Emotionen aus dem Klavier, Anmutungen von Hi-Speed-Techno werden laut und zum Schluss bleibt ein gequältes Flüstern übrig. KC
 

Shackleton – Furnace Of GutsVinyl 12inch Knapp zwanzig Minuten lang verschreibt Sam Shackleton dem Belzebub wieder Beckenbodengymnastik und dreht dabei genauso das Dub-Ding weiter wie er Pleite-Raver auf einen kostenlosen Ketamin-Trip schickt. Nach dem polyrhythmischen Rumgeorgel von »Furnace of Guts« lässt »Wakefulness and Obsession« auf der B-Seite dann auch wieder wenig Zeit für Disco Naps und bietet stattdessen Disco Raps. Kurzum ist das hier mal wieder die beste komplett unverständliche Club-Musik der Welt. Never change, Sam. KC
 

Smerz - Have FunVinyl 12inch Letztens tanzte Björk ein ganzes Konzert des Duos Smerz in der ersten Reihe durch und mehr Ritterinnenschläge brauchen die beiden in Kopenhagen lebenden Norwegerinnen vermutlich ihr Leben lang nicht. Tun wir’s trotzdem und sprechen wir es aus: Nach viel zu viel slicken und fluiden Future-R’n’B-Retorten ist die scharfkantige Digitalbrachialität von »Have Fun« ein erlösender Peitschenschlag mitten ins Gesicht. Vielleicht brauchen wir doch wieder mehr Härte als zuvor angenommen, das hier wäre genau der richtige Anfang. KC
 

Terre Thaemlitz (DJ Sprinkles) – Deproduction EP2Vinyl 12inch Neben einem gemeinsamen Mix zum Zehnjährigen von Skylax mit Labelchef Hardrock Striker reaktivierte Terre Thaemlitz 2017 mal wieder alle kontroversen Energien und legte mit »Deproduction« ein multimediales Gesamtkunstwerk vor, das Kinderkriegen zur sozialen Regression erklärte und der LGBTQ-Szene ihre reaktionären Bedürfnisse vorhielt. Zwei in diesem Jahr nachfolgende EPs boten die Musik dazu in Kurzversion und natürlich im Deeperama-Mix, der schöner als auf der zweiten Single kaum klingen könnte. Deepskurs-House at its very best. KC
 

Viola Klein – A Passport And A Vias Stamped By The Holy Ghost Wenn schon der Heilige Geist persönlich das Visum abstempelt, dann sollte man sich seligst ergeben. Zwischen zwei disruptiven Loop-Funks, die einen immer weiter ins Jenseits schießen könne, liegt mit dem zärtlichen »Chant« eine wahre Perle versteckt. Bin immer noch ganz verliebt in Viola Klein und ihre Mitstreiter Florent Kandety und der grandiosen Georgia Anne Muldrow. »A Passport and a Visa Stamped by the Holy Ghost« ist Jazz als House, House als Jazz. Super groovy! LF
 


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Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.