Music Kolumne | verfasst 19.04.2019
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Text Christian Neubert
Records_revisited_nas-illmatic_1024x685px

Eigentlich sollte der 23.5.1992 für Nasir bin Olu Dara Jones, besser bekannt als Nas, ein gemütlicher Kinoabend werden. »Alien III« lief gerade neu im Kino, am Vortag erst hatte der Film seinen Starttermin. Doch als der Vorhang im Kinosaal längst zugezogen war und er und seine Freunde auf dem Nachhauseweg zurück in den Queensbridge Projects waren, kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der Schüsse fielen. Die bittere Folge: ein Verletzter, sein jüngerer Bruder Jabari. Und ein Toter, sein Nachbar und bester Freund William »Ill Will« Graham. Die Utopie ging weder in dem Film noch in den Queensbridge Projects als größter städtischer Sozialwohnsiedung New York Citys auf: Wo Menschen kaserniert sind, ist auch das Unheil zuhause.

Nas, der seit seinem 13. Lebensjahr alleine von seiner Mutter aufgezogen wurde, war damals gerade 18 Jahre alt. Die Schule hatte er schon Jahre zuvor abgebrochen. Mit Will als seinem DJ unternahm er erste Gehversucher in Sachen Rap. Nun aber musste es alleine weitergehen. Nas glaubte an sein Talent, knüpfte Kontakte. In den Projects, als der einen Adresse im legendären Queensbridge-Southbronx-Battle, waren sie natürlich vorhanden, z.B. in Form des Producers Large Professor. Er macht Nas mit seiner Band Main Source bekannt, Nas durfte ein Feature auf deren LP »Breaking Atoms« abliefern. Und er lieferte. Nas erntete Aufmerksamkeit, die nicht gleich verhallte. Eines kam zum anderen, Large Professor zu MC Serch, »Live At The Barbecue« zu »Back To The Grill Again« – und nachdem die großen Labels, bei denen er mit seinen Demos vorstellig wurde, u.a. auch Def Jam, ihm keinen Vertrag für sein Debütalbum anboten, kam er mit Hilfe von MC Serch bei Columbia unter.

Es schimmert Hoffnung durch den aufgewühlten Straßenstaub. Einmal blitzt sie als Trompetensolo auf, gespielt von Nas’ Vater. Nas erklärte ihm, er solle einfach das spielen, was ihm einfällt, wenn er an Nas als kleinen Jungen denkt.

Bis zu diesem Zeitpunkt zählten neben Serch und Large Professor auch schon Q-Tip und Pete Rock zu Nas’ Freunden. Komplettiert mit DJ Premier, den er ebenfalls über MC Serch kennenlernte, hatte Nas für sein Album das Who is Who der New Yorker Producer-Szene im Rücken. Und die waren heiß, war Nas’ Talent doch unüberhörbar – und eh längst Stadtgespräch. Alle ahnten, dass sie mit »Illmatic« an etwas Großem arbeiteten.

Was heute jeder weiß, war auch damals schnell klar: »Illmatic« wurde etwas Großes. Eine scharfsinnig beobachtete Straßenballade, deren hungrige, druckvolle und präzise Raps mit Bildern, Vergleichen und auch Stimmungen aufwarten, die im Rap erzählerisches Neuland erschlossen. Sein Rap kam direkt mit der Erhabenheit des altgedienten MCs daher – und dem Zorn und den Ängsten eines abgehängten, auf sich zurückgeworfenen Heranwachsenden, der tief blickt und blicken lässt. »Illmatic« liefert Kapriolen schlagende Gossenpoesie als intensive Straßenberichterstattung. Die Platte zeichnet ein beeindruckendes Stimmungsbild eines vernachlässigten urbanen Winkels, vorgetragen mit infektiöser Dringlichkeit und brodelnder Ruhe, aufwühlend und doch auch hoffnungsvoll.

Ja, es schimmert Hoffnung durch den aufgewühlten Straßenstaub. Einmal blitzt sie als Trompetensolo auf, gespielt von Nas’ Vater, der damals schon seit sechs Jahren von der Familie getrennt lebt. Nas erklärte ihm, er solle einfach das spielen, was ihm einfällt, wenn er an Nas als kleinen Jungen denkt.

Hört man Nas zu, ist man verflucht nah dran am Geschehen, man steckt mit drin – als ob man einer der Adressaten jener Briefe wäre, die Nas in den Strophen von »One Love« an inhaftierte Freunde schickt.

Solch ein Detail kann man natürlich herrlich verklären. Es ist allerdings eines, das hier ein Meisterwerk mitgeneriert. Darüber sind sich seit seinem Erscheinen im April 1994, fünf Monate vor Nas´ 21. Geburtstag, alle einig. Die Source vergab seinerzeit erstmals volle fünf Mics, »Illmatic« wird seitdem in quasi allen relevanten Bestenlisten verhandelt, Kendrick Lamar, Busta Rhymes, Kool Savas, Alicia Keys, Erykah Badu und Legionen andere geraten heute noch ins Schwärmen.

»Illmatic« prägte die gesamte Rap-Sprache nachhaltig. Nas glänzte nicht nur mit einem Vokabular, das innerhalb seiner komplex arrangierten Strophen auf abgedroschene fill phrases verzichtete, er bewies auch Storytelling-Qualitäten. Hört man Nas zu, ist man verflucht nah dran am Geschehen, man steckt mit drin – als ob man einer der Adressaten jener Briefe wäre, die Nas in den Strophen von »One Love« an inhaftierte Freunde schickt. »Plus, congratulations, you know you got a son. I heard he looks like ya, why don’t your lady write ya?«

Nas – IllmaticWebshop ► Vinyl LP Jeder kann sich in Nas’ Raps wiederfinden. Nicht umsonst sieht der amerikanische Breakbeat-Poet Kevin Coval in »Illmatic« einen Dichterreporter des Hip-Hop am Werk, während Filmwissenschaftler Sohail Daulatzai die LP eben mit Film und dem Kino vergleicht. »Illmatic« erinnere ihn an Gillo Pontecorvos bemerkenswerte Spielfilmdoku »Schlacht um Algier«, wo die Grenzen zwischen Fiktion und dokumentierter Realität ähnlich effektvoll verwischen. Doch egal, ob man’s so oder so sieht, in einem sind sich alle einig: »Illmatic« ist ein verflucht gutes Rap Album, für so manchen ist es das beste. Wer’s nicht glaubt, fragt Kendrick Lamar, Busta Rhymes, Kool Savas, Alicia Keys, Erykah Badu oder Legionen andere.


Die Schallplatten von Nas findest du im Webshop von HHV Records

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 24.07.2012
Nas
Life Is Good
»Life Is Good« ist Nasir Jones inoffizielle musikalische Autobiographie. Der Schwerpunkt liegt auf der Lyrik.
Music Review | verfasst 21.07.2008
Nas
Untitled
Wie ernst kann man Nas’ Angry-Black-Man-Pose noch nehmen, wenn sich der Prediger vom Plattenlabel kompromittieren lässt?
Film Review | verfasst 26.08.2015
One9 & Erik Parker
Nas - Time Is Illmatic
»Time Is Illmatic« ist der Schonungslosigkeit von Nas’ »Illmatic«, dieses besten Hip Hop-Albums der Geschichte, würdig.
Music Interview | verfasst 29.04.2011
Beastie Boys
Karottenschnitzel im Glas
Die Beastie Boys veröffentlichen »Hot Sauce Committee – Part 2«. Warum eigentlich »Part 2«? Was ist aus »Part 1« geworden? Und warum mussten wir so lange auf das 8. Studioalbum warten? Ein Gespräch mit den New Yorker Chefköchen des HipHop.
Music Interview | verfasst 21.11.2011
Elzhi
»Im Hip Hop sind Cover selten«
Seine Re-Interpretation von Nas’ Illmatic wurde in diesem Jahr gefeiert wie kaum ein anderes Release. Gerade war er damit live in Deutschland unterwegs. Wir nutzten die Gelegenheit ihm hier ein paar Fragen zu stellen.
Music Kolumne | verfasst 06.06.2012
Zwölf Zehner
Mai 2012
Willkommen im Juni. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Mai musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 16.10.2013
Records Revisited
Bob Dylan's Blonde On Blonde, 1966
»Blonde On Blonde« ist das erste Doppelalbum der Rockmusikhistorie. Es ist am 16.5.1966 bei Columbia Records erschienen. Das war ein Montag und Janet Jackson erblickte das Licht der Welt.
Music Review | verfasst 20.11.2012
Kreayshawn
Something 'Bout Kreay
Ein Rap-Album auf dem nichts gesagt wird. Eine Stimme, die man sich nicht freiwillig anhören will: Diese Musik lässt Niveau vermissen.
Music Review | verfasst 27.03.2015
Earl Sweatshirt
I Don't Like Shit. I Don't Go Outside
Earls zweites Album verleitet nicht zu Lobeshymnen. Sondern dazu, still zu genießen, wie ungenießbar es ist.
Music Review | verfasst 24.03.2015
J. Cole
2014 Forest Hills Drive
J. Cole nimmt den Hörer einmal nach Hollywood und zurück. Ein introspektives, stringentes Album. Und bis dato J. Coles bestes.
Music Review | verfasst 17.04.2015
Tyler, The Creator
Cherry Bomb
»Cherry Bomb« ist ein kühnes Album. Doch es kann nie ganze Kraft entfalten, weil ihm sein Erschaffer im Wege steht.
Music Review | verfasst 07.01.2019
Earl Sweatshirt
Some Rap Songs
Unkonventionell und abenteuerlich ist »Some Rap Songs«, das neue Album von Earl Sweatshirt, geworden.
Music Kolumne | verfasst 11.02.2015
Records Revisited
Beastie Boys‘ Paul’s Boutique, 1989
Das zweite Album der Beastie Boys gilt als eines der innovativsten Hip Hop-Alben und ist doch vor allem ein Produkt des Chaos’. Zugleich ist es der unschlagbare Beweis dafür, dass die Musikindustrie niemals Recht hat.
Music Kolumne | verfasst 12.05.2015
Records Revisited
Run-DMC - Run-DMC, 1984
Es gibt wenige Alben, die echte Game Changer gewesen sind. Run-DMCs selbstbetiteltes Debütalbum aus dem Jahre 1984 war so eines. Es brach mit Traditionen und brachte Rap zurück zu sich selbst.
Music Essay | verfasst 11.11.2015
Records Revisited
IAM's »Ombre Est Lumiere«, 1993
IAM sind weit mehr als Frankreichs dienstälteste und erfolgreichste Rap-Formation. Sie sind die großen Poeten des französischen Rap, die historische Verbindung Europas zur arabischen Kultur und ein erinnerndes Gewissen.
Music Kolumne | verfasst 24.03.2017
Records Revisited
The Notorious B.I.G. – Life After Death (1997)
Morgen wird Biggies »Life After Death« zwanzig Jahre alt. Ein bahnbrechendes Album. Vor allem weil es damals auf tragische Weise mit einer dem HipHop inhärenten fixen Idee brach.
Music Kolumne | verfasst 02.03.2018
Records Revisited
Digable Planets – Reachin’ (A New Refutation of Time and Space) (1993)
Digable Planets besprachen auf ihren Debütalbum ein Thema, das nicht unbedingt auf Rapalben zu finden ist: weibliche Selbstbestimmung und Pro-Choice. Und zeigen, dass sich seit 1993 eigentlich nichts geändert hat.
Music Kolumne | verfasst 17.05.2018
Records Revisited
Guru – Jazzmatazz Vol.1 (1993)
Das Genre-Crossover war die große Verbeugung des Gang Starr MC vor den Jazzwurzeln der Rap-Musik. Es war jedoch auch eine verpasste Chance und ein Anachronismus in einer sich rasant wandelnden Hip-Hop-Welt.
Music Kolumne | verfasst 22.08.2018
Records Revisited
J Dilla – The Shining (2006)
»The Shining« war das erste posthum veröffentlichte Album von J Dilla. Man kriegt Soul, Funk, rohen Rap, auch das vertrackte Zeug. Kurz: Man bekommt die unendlichen Ausdrucksformen, die J Dilla beherrschte. Es ist ein wahrer Klassiker.
Music Kolumne | verfasst 22.02.2019
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.
Music Liste
Selling
Picks 10 latest Vinyl Records
Der als Gold Panda bekannte Derwin Dicker hat sich mit Jas Shwa von Simian Mobile Disco zusammengetan und als Selling ein gemeinsames Album, »On Reflection«, veröffentlicht. Was sonst noch auf irhen Plattenspieler kommt, verraten sie hier.
Music Liste
Chris Liebing
Picks 10 latest Vinyl Records
Chris Liebing ist vor kurzem 50 Jahre alt geworden. Und doch ist es, als wäre es gestern gewesen, als er als Augenzeuge, mehr noch, als Wegbereiter dem Techno hin zur Massenkultur den Weg bereitet. Hier und heute pickt er 10 Schallplatten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2019
Es ist 2019. Real-Player-Audioqualität auch kein Fickfinger mehr, sondern nur noch Pein im Popo. Aigners Inventur wieder da. Der einzige Anlass auf der Welt also, um mal kurz aus dem Winterschlaf respektive K-Hole aufzuschauen.
Music Liste
deM atlaS
Picks 10 latest Vinyl Records
deM atlaS war mal Frontmann einer Rockband, zeichnet Stück für Stück schon mal sämtliche Covers einer Vinylauflage und debütierte jüngst auf Rhymesayers. Diese Schallplatten gefallen ihm aktuell selbst.
Music Kolumne
Records Revisited
Elecktroids – Elektroworld (1995)
Wer sind sie und wenn ja wie viele? Diese Frage haben sich seit der Erstveröffentlichung von »Elektroworld«, dem 1995 erschienenem, einzigen Album der Elecktroids, so einige gefragt. Die Hinweise auf einen Urheber haben sich verdichtet.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Porträt
Cannonball Records
Bombenstimmung auf der Tanzfläche
2014 hat der Italiener Alberto Zanini sein Label Cannonball Records gegründet. 30 Releases später kann man sagen, dass er damit einen nicht unerheblichen Beitrag für die Rare Soul-Szene leistet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November 2018
Steht in Marrakesch und check gar nichts mehr: die letzte Inventur des Jahres, unter anderem mit Max Graef, Black Merlin, Guavo, Julia Holter, Bruce und Objekt. Theoretisch wieder eine Sensation.
Music Porträt
Charles Mingus
Wiederentdeckte Wut
Amir Abdullah staunte nicht schlecht, als ihm die Witwe von Jazz-Drummer Roy Brooks, Tonbänder eines Konzertes von Charles Mingus zeigte, das dieser 1973 in Detroit gegeben hatte. Es wurde Zeit für eine Wiederentdeckung.
Music Liste
Max Graef
Picks 10 latest Vinyl Records
Max Graef spricht deine Sprache nicht, dafür aber jede andere. Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« hat der Berliner 10 empfehlenswerte Schallplatten aus unserem Shop ausgewählt.
Music Liste
Jakko Eino Kalevi
Picks 10 latest Vinyl Records
Den Finnen kann man ja einiges Nachsagen. Als »Dream-Pop-Reformer« sind sie aber bislang noch nicht beschrieben worden. Dabei dürfen sie sich in Person des Popmusikers Jaakko Eino Kalevi genau dies auf die blau-weiße Fahne schreiben.
Music Interview
The Last Poets
Nichts erfunden
Vier Wochen nach dem Tod des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. haben sich The Last Poets gegründet. Ihr kreatives Schaffen ist eine Art Initial für das, was wir heute »Hip-Hop« nennen. Wir trafen sie zu einem sehr spannenden Interview.
Music Interview
Mndsgn
Beats ohne Einschränkungen
Mndsgn baut Beats. Er gehört zum erlauchten Kreis des Labels Stones Throw. In diesem Jahr hat er ein eigenes Label gegründet, eine Platte veröffentlicht und u.a Beats für Fatima und Prophet produziert. Zeit für ein Interview.
Music Porträt
Art Ensemble Of Chicago
Let's Push Things Forward
Seit 50 Jahren arbeitet sich das Art Ensemble Of Chicago am Jazz ab. Eines ihrer einflussreichsten Veröffentlichungen, »Les Stances a Sophie« aus dem Jahre 1969, wurde nun wiederveröffentlicht. Wir geben Einblick in eine unterschätzte Band.
Music Kolumne
Records Revisited
Sonic Youth – Daydream Nation (1988)
Mit ihrem fünften Studioalbum »Daydream Nation« schufen Sonic Youth einen Meilenstein, dessen Sound bis heute nachhallt. Auf über siebzig Minuten kulminieren Noise, Rock und Indie. Schall und Wahn im Amerika von US-Präsident Ronald Reagan.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2018
Noch ist die Echsentransformation nicht abgeschlossen. Aber wo anderorts leider der Musikjournalismus stirbt, bleibt Aigner der letzte lebende Dinosaurier. Hier ist die Inventur des Monats Oktober. Best cherish it!
Music Interview
Atmosphere
Wir Kinder von Action-Figuren
Seit 20 Jahren sind Atmosphere nun schon im Geschäft. Müde werden Slug und Ant dabei nicht. Pünktlich zum Release ihres neuen Albums »Mi Vida Local« sprachen wir mit Slug über Straßen, Action-Figuren und den Reiz von Rettungsboten.