Music Kolumne | verfasst 02.12.2019
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Text Kristoffer Cornils, Philipp Kunze, Tim Caspar Boehme, Sebastian Hinz, Florian Aigner, Christoph Benkeser

Jahresrückblick – 2019 (01) Uff. Die Vergangenheit macht weiterhin von sich reden. Kommt es uns nur so vor oder gab es 2019 nochmal mehr Reissues zu feiern als zuvor in diesem Jahrzehnt? Das zeichnete sich schließlich dadurch aus, Discogs-Mediane zu begradigen und einigen untergegangenen Stimmen zu neuem Ruhm zu verhelfen. Hätten wir jemals die Tuareg-Protestsongs von Abdallah Ag Oumbadougou gehört, wenn Sahel Sounds sich der Sache nicht angenommen hätte? Oder Coils Soundtrack zu einem Aufklärungsfilm für junge Homosexuelle, wenn es Musique Pour La Danse nicht gäbe? Wäre Akiko Yanos Frühwerk für immer im Schatten von Yello Magic Orchestra vergammelt, obwohl sie Hosono und seine Buddys überhaupt erst groß gemacht hatte? Ist diese Welt nicht eine bessere, jetzt, da wo wir wieder zu Akofa Akoussah und Rupa schwoofen können? In der wir zum Morgentee Maleem Mahmoud Ghania & Pharoah Sanders hören können? Genau. Nicht immer sind die Anlässe dafür so schön wie die Musik an sich – Mark Hollis musste erst sterben, damit der Weg für die Neuauflage seines monumentalen, einzigen Albums geebnet wurde, Jóhann Jóhannssons legendäre Alben derweil werden nach und nach neu aufgelegt. Dennoch: In musikalischer Hinsicht gibt es allerdings genug Grund zur Freude. 50 Gründe sogar – wir haben sie für euch zusammengesammelt.


A Produce – The ClearingVinyl LP A Produce – The Clearing
Nebenberuflich veröffentlichte Barry Craig als Mitbetreiber des Tape-Labels Trance Port Tapes streng esoterische Musik, hauptberuflich machte er selbst welche und nennt sich dabei A Produce. The Clearing wurde im Jahr 1988 veröffentlicht, 2008 über Trance Port als CD neu aufgelegt und 2019 endlich richtig verstanden. New Wave, Synthie-Gegniedel, ratternde Industrial-Rhythmen und New-Age-Blümchen im Knopfloch: Alles drin und dran, jetzt endlich für die Ewigkeit konserviert. Kristoffer Cornils
 

Abdallah Oumbadougou – Anou Malane Vol.1: Peosies Et Chansons De La Resistance TouaregsVinyl LP Abdallah Ag Oumbadougou – Anou Malane
»Anou Malane« trägt die bizarre, unschuldige Schönheit zweier sich grüßender Busfahrer in sich. Als eines der ersten Alben, bei denen die Tuareg-Gitarre im Vordergrund steht, ist die erste und einzige LP von Abdallah Ag Oumbadougou aus dem Jahr 1995 auch ein zeitliches Dokument, das die politische und kulturelle Emanzipationsbestreben der Tuareg in swingenden Grooves einfängt. Ohne Oumbadougou keine Tinariwen, ohne Oumbadougou kein Mdou Moctar, ohne Sahel Sounds keinen Schimmer davon, welcher Sound die 1990er Jahre in Westafrika prägte. Kristoffer Cornils
 

Akiko Yano – Iroha Ni KonpeitoVinyl LP Akiko Yano – Iroha Ni Konpeito
Akiko Yano schmeißt sich in einen roten Jumpsuit, grätscht die Beine und schultert einen Plastik-Delfin. Klar, den Pitch für’s Albumcover hätten wir alle gern gehört. Stattdessen sorgt Wewantsounds mit den Reissues ihres Frühwerks dafür, dass sich die Japanerin auf »Iroha Ni Konpeito« wieder hinters Fender Rhodes klemmt, mit Hosono rangelt und den Funk mit Suzuki von Happy End aushandelt. Christoph Benkeser
 

Akofa Akoussah – Akofa AkoussahVinyl LP Akofa Akoussah – Akofa Akoussah
In Stimmen kann man sich verlieben. Bei Julie Akofa Akoussah besteht erhöhte Gefahr. Die »Queen of Togo music« braucht dabei nicht viel mehr zu tun als »La-la-laa-la-la-laa-laa-laa« zu singen. Leider ist »Akofa Akoussah« von1976 ihr einziges Soloalbum geblieben. Neues kann von der 2007 gestorbenen Sängerin nicht mehr kommen. Mr Bongo sei dank, dass man diese eine halbe Stunde mit ihr so oft verbringen kann, wie man will, vom schlichten Chanson bis zum psychedelischen Afrobeat. Tim Caspar Boehme
 

Alice Coltrane – Radha-Krsna Nama SankirtanaVinyl LP Alice Coltrane – Radha-Krsna Nama Sankirtana
Gospel und Hindu-Gesänge, Jazz und Ashram-Feeling: »Radha-Krsna Nama Sankirtana« von 1976 ist ein weiterer Übergangsbaustein in der Diskografie Alice Coltranes und markiert gemeinsam mit Alben wie »Transcendence« einen Knick in ihrer Karriere als Jazz-Musikerin, der sowohl persönliche wie spirituelle Gründe hatte. Dass die nicht unbedingt die schönsten waren, ist dem Miteinander aus Hare-Krishna-Chants, Sitar-Klängen und Harfen-Gewirbel allerdings nicht anzuhören. Und dass Alice Coltrane nicht vergessen hatte, wie so eine nudelige Orgel-Jam-Session klingen muss, macht »Om Namah Sivaya« deutlich. Kristoffer Cornils
 

BGM - Back Ground MusicVinyl LP BGM – Back Ground Music
Firstcomefetischisten fluchten, Nichtboomer jubilierten: dieses Jahr begann die lizenzierte Aufarbeitung von Vanity Records, dem Le Corbusier unter den DIY-Labels. Neben dem Normal Brain Album ist »Back Ground Music« wahrscheinlich der wichtigste Longplayer auf dem japanischen Fetisch-Label, eine ungeheuer störrische Ansammlung vertrackter Kraut-Jams, hierbei allerdings in der Attitüde schon explizit technoider als bei Can und Konsorten und immer noch eine Blaupause für Bandcamp. Florian Aigner
 

Blackout - DreamworldVinyl LP Blackout – Dream World
Sic Records beackern genau den Markt, der bisher immer noch ridikulös brach lag: Memphis Rap, klassisch oder obskur, Hauptsache endlich auf Vinyl und irgendwann zwischen 1993 und 1998 entstanden. Blackouts »Dreamworld« taucht hier auf, weil es vielleicht der kohärenteste Re-Release ist, klassisch in seinem 808-Minimalismus und der morbiden Grundstimmung, aber eigentlich könnten hier genauso gut Skinny oder Shawty Pimp erwähnt werden. 2020 noch Tommy Wright III und die Messe ist gelesen. Florian Aigner
 

Bourbonese Qualk – Laughing AfternoonVinyl LP Bourbonese Qualk – Laughing Afternoon
Es gibt eigentlich kein Bourbonese Qualk Album, das man sich ohne Aufwandsentschädigung allzu oft am Stück anhört, »Laughing Afternoon« vielleicht ausgenommen. Das liegt daran, dass hier Post Punk und Dub als Referenz hier noch so deutlich Struktur geben, dass Noise und Nihilismus noch kontrapunktuell eingesetzt werden anstatt zu dominieren und »Idiot Pain« als Anker insgeheim einer der zwanzig besten Songs der Achtziger ist. Florian Aigner
 

Charles Ditto – In Human TermsVinyl LP Charles Ditto – In Human Terms
»In Human Terms« ist auch ein Stück weit Technologiegeschichte, denn der junge Texaner Charles Ditto, damals 32 Jahre alt, hat sich die besten elektronischen Gerätschaften seiner Zeit (Roland DX7, Roland MKS-20, Roland MKS-80, Sequential Circuits Profit 2000, und einen Macintosh SE) zugelegt und auf deren Basis 1987 diese zehn Stücke aufgenommen. Ditto hat sich dabei einfach ein paar Genre genommen und diese dann übersetzt: »Pop«, »Urban«, »Rock«, »Western«, ein Waltzer, eine Hymne, ein Weihnachtslied. Alles drauf. 30 Jahre später gibt’s das nun wieder via Telephone Explosion auf Schallplatte zu hören. Und die Musik funktioniert heute besser denn je: melodisch, rhythmisch, minimal, und vertrackt genug, um auch noch in 30 Jahren zu gefallen. Sebastian Hinz
 

Coil – Theme From The Gay Man's Guide To Safer SexVinyl LP Coil – Theme From The Gay Man’s Guide To Safer Sex
Der Titel ist schon mal eine Ansage. Auch mit der Musik auf »Theme From The Gay Man’s Guide To Safer Sex« wussten Coil auf ihre Weise zu provozieren. Die Post-Industrial-Schwarzmagier haben für diesen einst verschollenen Soundtrack von 1992 auf fast alles Bleischwere verzichtet und bieten dafür stimulierende Balearic-Ströme und Ausflüge in die David-Lynch-Jazzlounge. Und das grandiose »Nasa-Arab« gibt es hier endlich wieder auf Vinyl. Könnte unter Umständen auch heteronormative Hörer ansprechen. Tim Caspar Boehme
 

Daso - Meine IdeeVinyl 12inch Daso – Meine Idee
Pro Jahr werden vermutlich Millionen von Techno-Tracks produziert und hunderttausende veröffentlicht. Die wenigsten überleben eine Woche in den Beatport-Charts und nur ein paar die jeweilige Saison, für die sie gemacht wurden. »Meine« von Daso aber bleibt für immer, wie der Tod des Produzenten leider nur umso deutlicher machte. Fast acht Minuten lang zieht das Stück noch jedes emotionale Register, ohne jemals zu direkt oder zu druff zu werden. Hoffnung, Entmutigung, Melancholie, Absturz und Neubeginn: alles drin. Und 2019 noch notwendiger als je zuvor. Kristoffer Cornils
 

David Chesworth – Layer On LayerVinyl LP David Chesworth – Layer On Layer
David Chesworth ist der australische David Byrne. Ok, phasenweise ist er auch der australische Roedelius, aber »Layer On Layer« zeigt Chesworth 1981 eindeutig beeinflusst von den Pop-Möglichkeiten, die Byrne bereits aufgezeigt hat, aber immer mit der Gewissheit jede Harmonie jederzeit ad absurdum führen zu dürfen. Das erklärt vielleicht auch warum es fast 40 Jahre gedauert hat, bis man für »Layer On Layer« nur noch zweistellige Summen ausgeben musste. Florian Aigner
 

DJ Screw – Stressed OutVinyl LP DJ Screw – Stressed Out
»Stressed Out« ist das bekannteste DJ Screw Tape. Es ist 2019 auf Vinyl erschienen. Wer nach diesen beiden Sätzen nicht 180 Puls hat, ist hier falsch. Florian Aigner
 

Ebo Taylor, Pat Thomas & Uhuru Yenzu – Hitsville Re-VisitedVinyl LP Ebo Taylor, Pat Thomas & Uhuru Yenzu – Hitsville Re-Visited
Den besten Call-and-response-Gesang des Jahres bieten Ebo Taylor, Pat Thomas und Uhuru Yenzu auf ihrer gemeinsamen Platte »Hitsville Re-Visited«. Besonders toll ist es, wenn Pat Thomas und seine Mitstreiter sich im Wechsel »Uhuru« zurufen. Highlife von Experten aus Ghana und von 1982, unverändert groß. Jetzt müsste man bloß noch den ghanaischen Text verstehen: Was sagen die bloß? Tim Caspar Boehme
 

Ernest Hood – NeighbourhoodsVinyl LP Ernest Hood – Neighbourhoods
Der Private-Press-Fetisch der Reissue-Industrie bringt nicht immer genial-dilettantische Etüden zum Vorschein, Ernest Hood allerdings ist eine wichtige Neuentdeckung: Verfechter der Sterbehilfe, passionierter Zitherspieler und Ambient-Vorreiter-aus-Versehen. »Neighborhoods« entsteht nach einer Polio-Erkrankung, die Ernest Hood fast getötet hätte. Er sitzt im Rollstuhl, kann nicht mehr Gitarre spielen, immerhin aber den Vierspur-Recorder und die Synthies bedienen. Das Ergebnis ist so lebensbejahend wie er selbst, erscheint 1975 und geht unter – bis zu diesem Jahr. Kristoffer Cornils
 

Fairuz – WahdonVinyl LP Fairuz – Wahdon
Es mangelt nicht unbedingt an Neuauflagen der zahlreichen Alben von der libanesischen Sängerin Nuhad Haddad alias Fairuz , mit »Wahdon« haben WeWantSounds allerdings eine der besten LPs aus ihrer Karriere neu aufgelegt. Dass der Libanon 1978 vom Disco-Fieber nicht verschont blieb, zeigt »Al Bosta«, während das Titelstück die tränenreichste, von den bittersüßesten Streichern begleitete Soul-Ballade seiner Zeit war. Unter den ganz größen Gefühlen hat Fairuz es selten gemacht, wirklich selten aber klang sie dabei dermaßen grandios. Kristoffer Cornils
 

Fernando Falcao – Memoria Das AguasVinyl LP Fernando Falcao – Memorias Das Aguas
Als Künstler lebt es sich in einer Diktatur gefährlich. Ich meine, Gilberto Gil und Caetano Veloso mussten für ihre Dienste an der Verbreitung von Tropicalia unter Diktator Artur da Costa e Silva ins Gefängnis, dann ins Exil. Dort war auch Fernando Falcão, Ende der 1960er Jahre ein designierter Bombenbauer, Student, Dichter, Visionär. Er ging nach Paris und lernte einiges über die Freiheit der Kunst. Es folgten zwei Alben: »Memorias Das Aguas« (1981) und »Barracas Barrocas« (1987). Beide wurden in diesem Jahr von Optimo Music’s Selva Discos wiederveröffentlicht. Beide sind toll (nur der Umstand, das wir uns für eins hier entscheiden mussten, lässt den Scheinwerfer diesen Augeblick auf dem Debüt stehen), beide erzählen ganz viel über ihre Entstehungszeit, über ein Damals, als die Freiheit noch nicht selbstverständlich war, sondern ein (auch künstlerischer) Akt der der Selbstermächtigung. Aufregend, gefährlich, wertvoll. Sebastian Hinz
 

Gramm – Personal RockVinyl LP Gramm – Personal Rock
Jan Jelinek war seiner Zeit schon immer voraus und hat deshalb mehr als alles Recht, sein Frühwerk neu aufzulegen: Immerhin besteht jetzt die Chance, dass die Leute dessen Großartigkeit endlich zu raffen wissen. Zum 20. Jubiläum hat Jan Jelinek »Personal Rock« unter seinem Pseudonym Gramm neu aufgelegt und tatsächlich stellt diese clickende und cuttende Minimal-Dub-Techno-Platte noch immer alles in den Schatten, was sich heutzutage so der Dancefloor-Deepness verschrieben hat. Kristoffer Cornils
 

Grouper – Aia: Alien ObserverA I A: Alien Oberserver LP | A I A: Dream Loss LP Grouper – A I A: Alien Observer | A I A: Dream Loss
Die Musik von Grouper war so etwas wie das Grundrauschen dieses Jahrzehnts, white noise in Zeiten der allgemeinen Überspanntheit. Ein Quell der Ruhe einerseits, ein Ausdruck von Schmerz und Einsamkeit andererseits. »A I A: Alien Observer« und »A I A: Dream Loss« stellten 2011 der monumentale Startschuss für diese Symbiose dar und bedeuteten den endgültigen Durchbruch für Liz Harris. Musik wie aus kryptischen Träumen, die wir selbst ein Jahrzehnt weiter noch nicht entschlüsselt haben werden. Harris bleibt auf immer die kryptische Königin eines Genres, das sie selbst erfunden hat. Kristoffer Cornils
 

Grup Dogus – Grup Dogus (Ironhand)Vinyl LP Grup Doğuş – Grup Doğuş
In den letzten Jahren, vor allem aber in diesem, rückte anatolischer Pop und Rock wieder ins Rampenlicht. Es gibt mehr als einen Grund, da gut hinzuhören, wie auch das über Ironhand Records besorgte Reissue von Grup Doğuş-Material aus den frühen 1970er Jahren zeigte. Während die Bundesrepublik zur Pennälerlyrik von Patschuli-Suchtis wie Novalis dahinschmolz, brachten vier Gastarbeiter mit ihren Interpretationen anatolischer Klassiker die Hammondorgel zum Schwitzen. Eine irrwitzige Energie, wie in den Kaltland-Siebzigern unübertroffen ist. Kristoffer Cornils
 

Horace Tapscott – The CallVinyl LP Horace Tapscott – The Call
Nach 40 Jahren neuaufgelegt, Horace Tapscotts »The Call«. Im Los Angeles der 1960er und 1970er Jahre gehörten Tapscott und sein Pan-Afrikan Peoples Arkestra zu den absoluten Stützen der grassroots Jazz-Szene der Stadt, im Kanon gehört der Mann definitiv eher zu den Unsung Heros. »The Call« liegt eine Dringlichkeit zu Grunde, die diese Schicksal antizipiert, ungestüm, und niemals zu Entschuldigungen oder Kompromissen bereit. Philipp Kunze
 

Jeff Majors – For Us All (Yoka Boka)Vinyl LP Jeff Majors – For Us All (Yoka Boka)
Hach, wie er sich da schon an seine Harfe schmiegt der Jeff Mayors. Für alle, denen der Musiker nichts sagt, ein kurzes Nuff Said: Er war Schüler von Alice Coltrane. Sein »For Us All (Yoka Boka) paart deren Spiritual Jazz mit Linn Drums. Man empfängt das Album am besten in einen Sari eingewickelt, high on Nag Champas. Philipp Kunze
 

Joanna Brouk – The Space BetweenVinyl LP Joanna Brouk – The Space Between * Man sagt, Schönheit komme in den verschiedensten Formen. Vielleicht gibt es aber auch nur genau eine Form der Schönheit. Und man hört sie hier, genau hier, im titelgebenden Stück für Johanna Brouks »The Space Between«. Die 2017 verstorbene Poetin und Musikern Johanna Brouk findet in ihren minimalistischen Kompositionen den vielzitierten Riss, der das Licht hineinlässt, manchmal ist die Erlösung nur eine Reissue entfernt. Philipp Kunze
 

Johann Johannsson - FordlandiaVinyl LP Jóhann Jóhannsson – Fordlandia
Ein Verlust wie der von Jóhann Jóhannsson lässt sich von keinem noch so schmucken Reissue aufwiegen. Während die Deutsche Grammophon eine lieblos aufgemachte Neuauflage nach der anderen auf die Resterampen schmeißt, schaltet sich immerhin auch 4AD ein und bringt Jóhannssons ultimatives Album neu heraus: »Fordlandia« perfektionierte den Balanceakt zwischen Wellenbrecherpathos und orchestraler Fragilität, welcher die späteren Soundtrack-Arbeiten des Isländers so besonders machten. Eine Jahrzehnt-, nein, Jahrhundertplatte. Kristoffer Cornils
 

Karen Marks – Cold CaféVinyl 12inch Karen Marks – Cold Café
Den besten Break-Up-Song aller Zeiten, Karen Marks 1981er »Cold Café«, gibt es jetzt auch auf Vinyl 12inch. Efficient Space liefert dazu noch den Rest der Discographie der Australierin mit: Zwei weitere Songs und eine Demo. Drum-Machines und Müdigkeit, genau der richtige Shit, um der Welt zu begegnen. Philipp Kunze
 

Konstruktivits - GlennascaulVinyl 2LP Konstruktivits – Glennascaul
No guitars. No Fairlights. Stattdessen schließt sich GM Wallis als Konstruktivits 1985 mit Chris Carter im Studio ein und kreiert das vielleicht Club-freundlichste Album aus der gesamten Industrial-Blase. »Glennascaul« klingt nach Sheffield und London, denkt aber Derrick May stellenweise auch schon mit. Natürlich über Dark Entries wiederveröffentlicht und natürlich essentiell. Florian Aigner
 

Laurie Spiegel – The Expanding UniverseVinyl 3LP Laurie Spiegel – The Expanding Universe
Das Universum dehnt sich weiter aus. Für eventuelle Platznöte der Menschheit in der Zukunft eigentlich eine gute Nachricht. Bei der Synthesizerexpertin Laurie Spiegel heißt das auf »The Expanding Universe«, dass auch das Universum ihrer rohen, unbehauenen Computerklänge wachsen kann. Potentiell unendlich. Sogar ganz konkret: Aus ihrer einen Platte von 1980 sind im Reissue dieses Jahr ganze drei Scheiben geworden. Eine Bereicherung der langsamen Art. Tim Caspar Boehme
 

Loredana Bertè - StreakingPeach Vinyl LP | Gold Vinyl LP *Loredana Bertè – Streaking**
Es war im Jahr 1974, als Loredana Bertè den Post-Punk erfand: »Ti Piacerebbe«. Als sie Glam Rock out-glam-rockte: »La porti la maglia«. Als sie in unter drei Minuten Klaus Schulze und der gesamten Riege der Breitbein-Rocker den Vogel zeigte: »Fare l’amore«. Als sie Saâda Bonaire vorauseilend die Idee mopste: »Marrakech«. Als sie mit einem Streich Pink Floyd überflüssig machte und die baldige Ankunft von Kate Bush verkündete: »Il tuo paltoscenico«. Und 2019 dürfen wir das und obendrauf noch das Leben einer der umstrittensten italienischen Sängerinnen aller Zeiten neu entdecken. Das ist doch wundervoll. Kristoffer Cornils
 

Maleem Mahmoud Ghania & Pharoah Sanders – The Trance Of Seven ColorsVinyl 2LP Maleem Mahmoud Ghania & Pharoah Sanders – The Trance Of Seven Colors
Zwei GANZ GROßE auf einem Album, Gnawa-Mann Maleem Mahmoud Ghania und Saxophon-Mann Pharoah Sanders zusammen für die Musik, für dich, für eine bessere Welt. »The Trance Of Seven Colors« gab es zu lange nur auf blöder CD, dank dem neu gegründeten deutschen Label Zehra gibt es diese Bewusstseinserweiterung jetzt endlich auch auf Schallplatte. Philipp Kunze 

Mark Hollis – Mark HollisVinyl LP Mark Hollis – Mark Hollis
Talk Talk waren erst sehr laut und dann ganz leise. Als Mark Hollis sieben Jahre nach dem letzten Album seiner Band eine LP mit acht Solo-Stücken veröffentlichte, waren sie bereits verschwunden. Das auch ist das so nüchtern betitelte »Mark Hollis«: ein Monument des Verschwindens. Jeder noch so leise Ton singt einen Abschieds-Blues, jeder Akkord löst sich nach Sekunden in nichts auf. Zurück bleibt eine vage Erinnerung an diese Stimme, in der Leid und Lust unentwirrbar verheddert schien. Und seit diesem Jahr ein noch viel dringlicheres, tiefgreifenderes Gefühl der Melancholie. Kristoffer Cornils
 

Michael O'Shea – Michael O'SheaVinyl LP Michael O’Shea – Michael O’Shea
Die Geschichte ist eine lange. Und sie lohnt sich. Aber hier ist die falsche Stelle, um sie zu erzählen. Kurz: Michael O’Shea entschied sich fürs Nomadentum, baute sich ein eigenes Instrument, und 1982 kam sein selbstbetiteltes Album raus. Dieses Jahr wurde es neu aufgelegt. Irgendwo zwischen Folk, Prog, Jazz und irgendwie auch Elektronik, ist »Michael O’Shea« ein gänzlich unwahrscheinliches Album, für das damals, hätte es schon Internet gegeben, Bandcamp erfunden worden wäre. Philipp Kunze
 

Michael Stearns – Planetary UnfoldVinyl LP Michael Stearns – Planetary Unfolding
Michael Stearns’ Comeback war ein schleichendes, geholfen haben auf dem Weg unter anderem Compilations wie »I Am The Center« auf Light In The Attic und schlussendlich Emotional Rescue. Die brauchten zwar eigenen Angaben zufolge sechs lange Jahre, um den US-Amerikaner zu einem Reissue von »Planetary Unfolding« zu bewegen, dürfen sich nun aber zufrieden über ihr Werk mit einem Bachblütencocktail auf den Diwan legen und für 52 Minuten der Erde bei ihrer Ausdehnung zuhören. Wir alle sind eingeladen, daneben ist immer noch ein Sitzsack frei. Kristoffer Cornils
 

Nahawa Doumbia - La grande cantatrice Malienne Vol.1Vinyl LP | Tape Nahawa Doumbia – La Grande Cantatrice Malienne Vol.1
2011 wurde aus dem Blogger Brian Shimkowitz ein Labelbertreiber. Awesome Tapes From Africa eröffnete ihren Reigen damals mit »La Grande Cantatrice Malienne Vol.3«. Vielleicht die roheste, unmittelbarste afrikanische Musik überhaupt. Und schlappe 8 Jahre später, Nahawa Doumbia ist kein Geheimtipp mehr, erscheint nun »La Grande Cantatrice Malienne Vol.1«. Es ist keinen Deut schlechter. Meistens nur begleitet von ihrem späteren Ehemann N’Gou Bagayoko an der Akustikgitarre lässt der Gesang von Nahawa Doumbia ihr von Kriegen gebeuteltes Land für einen Moment einfach leben. Sebastian Hinz
 

Nef - Mais Alors !!?... C'Est a L'EnversVinyl LP Nef – Mais Alors !!?… C’Est a L’Envers
1983 auf einem 8-Spur-Rekorder aufgenommen und dann in Eigenregie vertrieben. Ein Teil der Erstpressung wurde fehlerhaft produziert, weitere Exemplare bei einer Lagerüberschwemmung zerstört. »Mais Alors!!?… C‘Est a l‘Envers«, das Debüt der Franzosen von Nef, hat sich ins Zeug gelegt 35 Jahre später unter Plattensammlern das Prädikat »ultra rar« zu verdienen. Dabei hätte die Platte auch Anfang der 1980er Jahre schon die Chance gehabt in den Kanon der Musikgeschichte aufgenommen zu werden, so als Bindeglied zwischen Tangerine Dream und Jean Michel-Jarre, zwischen Progrock und Musique concréte, als Vorwegnahme von Yann Tiersen, Odot Lamm, Air vielleicht. Diese Platte hat so viel an ungewöhnlicher Instrumentierung (Akkordeon, Harmonium, mit Geigenbogen gespielte Gitarren, Heizkörper), zuckersüßen Melodien, cineastischen Einfällen. Doch die Geschichte lief anders: So musste sich 2019 extra das Label Ici Beintot gründen, damit diese Platte wieder gehört werden kann. Sebastian Hinz
 

Normal Brain – Lady MaidVinyl LP Normal Brain – Lady Maid
Als ich zur Schule ging, war mein Taschenrechner von Texas Instruments. Ich habe ihn am Anfang geliebt und am Ende gehasst, doch das ist eine andere Geschichte. Was mir bis zu diesem Jahr nicht klar war, dass Texas Instruments Ende der Siebziger einen Sprechautomaten herstellt. Speak & Spell hieß das Ding und nicht nur Kraftwerk haben das Gerät benutzt. Auch der japanische Künstler Yukio Fujimoto, der auf Basis dieses Automaten (der dann die Worte M-U-S-I-C oder D-A-D-A buchstabiert) und paar Instrumenten aus dem Korg-Gerätepark im Jahr 1981 das Album »Lady Maid« aufnahm. Das war bis WRWTFWW es im März wiederveröffentlichte überhaupt nicht mehr zu finden – und so haben wir wieder einmal gar nicht gewusst, was uns gefehlt hat, bevor wir dieses Schallplatte endlich hören durften. D-A-N-K-E. Und jetzt zurück zu meinem Mathe-Trauma… Sebastian Hinz
 

Notchnoi Prospekt – Health Resorts Of The CaucasusVinyl 2LP Notchnoi Prospekt – Health Resorts Of The Caucasus
Als ich Health Resorts Of The Caucasus das erste Mal in den Youtube-Feed gespült bekomme, gehe ich noch von einem Hoax aus, zu perfekt konstruiert passen Entstehungsgeschichte und Ästhetik in den Zeitgeist, aber offenbar gibt es diese Inselalben immer noch. Notchnoi Prospekt ist ein Fund so surreal wie Vladimir Ivkovics Suba-Archiv und der beste Beweis, dass selbst der eiserne Vorhang gegen globale Rhythmen machtlos war. Florian Aigner
 

Renaldo & The Loaf – Songs For Swinging Larvae / Songs From the SurgeryVinyl 2LP Renaldo & The Loaf – Songs For Swinging Larvae / Songs From the Surgery
In dem Jahr, in dem Monty Python ihren 50. Geburtstag feiern, darf auch mal eine derart albernes Reissue wie »Songs For Swinging Larvae / Songs From the Surgery« von Renaldo & The Loaf in die Bestenliste hinein. Eigentlich zwei Alben, 1980 und 1981 veröffentlicht (das eine bei The Residents’ Ralph Records), hat Editions Mego sich dem Thema angenommen und die 34 Stücke und anderthalb Stunden Musik angenommen und später im Jahr sogar noch »The Elbow Is Taboo« (1987) folgen lassen. Anarchischer als hier wurde Musik wohl nie wieder. Sebastian Hinz
 

Robert Ashley – Private PartsVinyl LP Robert Ashley – Private Parts
Tabla, Synth, Klarinette, Klavier und Robert Ashleys brillant-müde vorgetragenen Kunst-Erzählungen: Mehr passiert nicht auf*»Private Parts« und trotzdem hat man nach dem Hören des ursprünglich 1987 veröffentlichten Album mehr gesehen als nach zehn Wochenenden Netflix-Bingen. Philipp Kunze
 

Robiert Turman's Flux LPVinyl LP Robert Turman – Flux
Endlich Mukke, um eingepackt in einer Steppdecke an einer Schale Masala Chai zu schlürfen, während Schneeflocken vor der Fensterscheibe Rumba tanzen. Robert Turman, der zusammen mit Boyd Rice als NON die Siebziger industrialisierte, checkte sich 1981 zwei oder zwölf Kalimbas, besuchte das Piano-Seminar für Harmonielehre und entdeckte beim Rumeiern am Tape-Rekorder die Sprache der Natur. »Flux« knarzt auf Stricksocken über Eichendielen. Immer und immer wieder. Christoph Benkeser
 

Ruins – Marea / TiedVinyl LP Ruins – Marea / Tide
Immer wenn man sich Sorgen macht Music From Memory könnte es sich zu gemütlich gemacht haben im Loungesessel, gibt es diesen freundlichen, aber nachdrücklichen Kniff in die Rippen, der vergegenwärtigt, dass es ohne die Holländer halt einfach nicht geht. Nun ist »Marea/Tide« zwar nicht die erste Wiederveröffentlichung der italienischen Weirdos von Ruins, sehr wohl aber die beste. Das liegt auch daran, dass es neben überzuckertem Ambient und daddeliger Avantgarde auch percussionlastige Tracks wie »Tomorrow« oder »I Love You« gibt, die dem Album nicht nur Konturen, sondern auch einen Körper geben. Florian Aigner
 

Rupa – Disco JazzVinyl LP Rupa – Disco Jazz
Auf »Disco Jazz« sind zwei Genres allerhöchstens in Schwundstufen vertreten: Disco und Jazz. Eigentlich ist das 1982 in Kanada aufgenommene Debüt der indischen Hobby-Sängerin Rupa nämlich über weite Strecken nichts anders als eine Funk-Rock-Platte mit mal proggigen Elementen, mal traditionellen indischen Instrumenten, souligen Untertönen und einem Schwung Bollywood-Exuberanz oder wildem Synth-Pop-Gegniedel – und im besten Falle alles zusammen. Eine irrwitzige Perle. Kristoffer Cornils
 

Sachiko Kanenobu – MisoraBlack Vinyl LP | Gold Vinyl LP Sachiko Kanenobu – Misora
Ist Sachiko Kanenobu die Joni Mitchell Japans? Wenn das die Kollegen von der internationalen Presse auch sagen, könnte ja was dran sein. Auf »Misora« jedenfalls klingt die Folksängerin ähnlich souverän einfach wie ihre kanadische Kollegin. Bloß mit weniger Vibrato. Überhaupt noch eine Spur schlichter. Darin eben sehr toll. Gemessenen Groove steuert der Produzent Haruomi Hosono bei, meistens aber reicht ihre Gitarre als Begleitung. Dazu schöner Himmel, blaue Fische, alles gut. Tim Caspar Boehme
 

Satoshi Ashikawa – Still Way (Wave Notation 2)Vinyl LP Satoshi Ashikawa – Still Way (Wave Notation 2)
Ambient gespielt von Harfe, Vibrafon und Klavier. Später auch mit Flöte. Das klingt ein wenig wie Brian Eno, nur viel feiner. Der Japaner Satoshi Ashikawa hat mit »Still Way (Wave Notation 2)« aus dem Jahr 1982 die Latte für leise Töne und elegante Repetition extrem hoch gehängt. Weniger ist in dem Fall tatsächlich eine ganze Menge. Reicht locker zum sich Drin-Verlieren. Hat jemand »Koto«gesagt? Tim Caspar Boehme
 

Scattered Purgatory – Lost Ethnography of the Miscanthus OceanVinyl 2LP 破地獄/Scattered Purgatory – 稗海遺考 / Lost Ethnography of the Miscanthus Ocean
In Taiwan hat sich in den letzten Jahren eine Szene zusammengefunden, die Psychedelik mit Industrial genauso zusammendenkt wie Inwendigkeits-Drone mit Langform-Freak-Outs. Neben 落差草原 WWWW und Forests 森林 sind es vor allem 破地獄/Scattered Purgatory, die im Westen die gebührende Aufmerksamkeit erhalten. »稗海遺考 / Lost Ethnography of the Miscanthus Ocean« war 2014 das Debüt des Projekts und ein massives Statement. Earth auf Acid, Barn Owl mit Cowbody-Hut, Zelienople ohne die Fistelvocals oder einfach nur Sunn O))) ohne Kutten: lysergische, überwältigende Musik. Kristoffer Cornils
 

Stereolab – Dots & LoopsVinyl LP Stereolab – Dots and Loops
Für Glitch interessiert sich ja kaum noch jemand. Wenn die Sache dennoch nicht ganz in Vergessenheit geraten sollte, könnte das nicht zuletzt an Stereolab liegen. Die haben 1997 mit »Dots And Loops« das definitive Glitch-Pop-Album abgeliefert. Und zugleich viel mehr als bloß Störgeräusche: entspannte Bläser-Arrangements, marxistische Zeitkritik und ein wenig Freud zum Abschied. Mehr kann man von Pop kaum wollen. Vor allem, wenn die Platte so locker runterläuft wie bester brasilianischer Stoff. Tim Caspar Boehme
 

Steve Reid – RhythmatismVinyl LP | CD Steve Reid – Rhythmatism
Free Jazz hat den Funk. Dazu brauchte es bloß disziplinierte Visionäre wie den Schlagzeuger Steve Reid. Und die nötigen aufgeschlossenen Mitstreiter, wie er sie 1976 auf »Rhythmatism« versammelte. Der Groove ist König, allen voran beim Chef, der sich an den Trommeln mit übermäßigen Breaks und Soli zurückhält, dafür Kurs hält. Dazu sorgen die übrigen Musiker wahlweise für zusätzlichen Groove oder für Eruptionen. Alles mit Maß. Tim Caspar Boehme
 

Sun Ra – Media DreamsVinyl LP Sun Ra – Media Dreams
Sun Ra war vielleicht der produktivste Dude im Jazzbusiness. Er nahm Schallplatten auf, wie andere sich Butterbrote schmieren. Im Januar 1978 tourte er durch Italien, mit einem Quartett, neben ihm John Gilmore, Michael Ray und Luqman Ali. Aus den Konzerten zwischen Rom und Mailand sind vier Laben oder so entstanden. Eines davon: »Media Dreams«. Es ist besonders wild, besonders outside. Die Orgel klingt als würden Außerdirdische mit 24 Fingern das Instrument erforschen. Innerhalb dieser Geräusche erinnert nichts mehr an den Menschen. Planet earth war nie weiter weg. War “Sun Ra” :http://www.hhv-mag.com/de/glossareintrag/4431/sun-ra dem Saturn jemals näher als auf diesem Album? Sebastian Hinz
 

The Students – Students In SummerVinyl LP The Students – Students In Summer
Mein inoffizieller Soundtrack zu »Call Me By Your Name«. The Students’ »Students In Summer« kommt in kurzen Shorts und Eis am Stil, um die Ecke, und taucht alles in eine einnehmende Leichtigkeit, wie sie nur recht abgenervte Franzosen zu vermitteln wissen. So geil das Album. Philipp Kunze
 

The Taj-Mahal Travelers - July 15, 1972Vinyl LP The Taj-Mahal Travelers – July 15, 1972
Die Entstehungsgeschichte der Welt: der Schöpfer mit fiebrigem Durchfall, deliriert, schwitzt, kämpft, tanzt mit den Engeln, stöhnt und gurgelt, verscheucht den Fliegenschwarm und entlädt sich schließlich auf die unwirtliche Fläche. So vertont von den The Taj-Mahal Travelers, dem Ensemble um Takehisa Kosugi. Deren Live-Session »July 15, 1972« ist Ayuhauasca-Drone, ein Blick in den Schlund, ein Stück Himmel. Philipp Kunze
 

Thuja – HillsVinyl LP Thuja – Hills
So schmerzlich das Ende von Blackest Ever Black ist: wenn im Low Company Umfeld zukünftig weiter so befreit visionär kuratiert wird wie bisher und Rose Hobart nach der zweiten Katalognummer nicht direkt wieder eingemottet wird, ist die Zukunft so BEB wie zuvor. Hills jedenfalls ist eine Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 2002 und Hills der erfolgreiche Versuch mit Math- und Post-Rock-Spießertum zu brechen ohne es sich zu bequem zu machen in bimmeligen Drones. Der Pressetext identifiziert noch jede Menge andere Referenzen, aber hätte Asmus Tietchens mit Werkbund auch mal das Tageslicht gesehen, wäre »Hills« das Ergebnis gewesen. Florian Aigner
 

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Fourth World Problems
Fourth World Music: etliche Alben, Compilations und Reissues widmeten sich 2017 dem Thema. Offenbar gab es in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Utopie. Aber handelt es sich bei dem Phänomen nicht vielmehr um eine bittere Realität?
Music Kolumne | verfasst 02.12.2019
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne | verfasst 29.06.2018
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Kolumne | verfasst 20.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Liste | verfasst 11.07.2019
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Review | verfasst 18.04.2014
Farben & James DIN A4
Farben presentes James DIN A4
Jan Jelinek packt sein Alter Ego Farben wieder aus und überarbeitet seine Lieblingsstücke von James DIN A4.
Music Review | verfasst 09.09.2016
Masayoshi Fujita & Jan Jelinek
Schaum
Mit »Schaum« setzen Masayoshi Fujita & Jan Jelinek ihren fruchtbaren, musikalischen Austausch, sechs Jahre nach dem ersten Album, fort.
Music Review | verfasst 27.04.2017
Jan Jelinek
Loop-Finding-Jazz-Records
Jan Jelineks »Loop-Finding-Jazz-Records« versperrte sich mit ihrem subtilen Humor vor der Avantgarde. Jetzt wurde das Album neu aufgelegt.
Music Review | verfasst 09.04.2019
Asuna & Jan Jelinek
Signals Bulletin
Sechs Jahre haben der japanische Organist Asuna und der in Berlin lebende Musiker Jan Jelinek an »Signals Bulletin« gearbeitet.
Music Liste | verfasst 07.09.2016
Jan Jelinek
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Jan Jelinek der Aufgabe an.
Music Liste | verfasst 10.07.2017
Halbjahresrückblick 2017
Best Electronic so far
Das Jahr ist noch halb leer, aber schon vollgepackt mit super Releases. Wir haben grob in vier Genres aufgeteilt, je 20 Platten. Hier unsere Lieblinge aus dem Bereich Elektronik.
Music Liste | verfasst 08.09.2017
Ausklang | 2017KW36
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 12.03.2013
Grouper
The Man Who Died In His Boat
Groupers Musik ist nicht schön. Eher ist sie nebulös und ein wenig anstrengend. Diesen Ansatz hat auch die neue Platte von Liz Harris.
Music Review | verfasst 23.10.2019
Grouper
A I A: Dream Loss | A I A: Alien Observer
Groupers Alben »A I A: Dream Loss« und »A I A: Alien Observer« von 2011 haben 2019 nichts an ihrer obskuren Strahlkraft verloren.
Music Review | verfasst 18.07.2019
Michael Stearns
Planetary Unfolding
Michael Stearns ist 1981 mit »Planetary Unfolding« ein kleines New-Age-Meisterwerk gelungen. Es wurde jetzt wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 01.04.2019
Steve Reid
Nova
Das einzig schlechte an »Nova« von Steve Reid aus dem Jahr 1978 ist, dass es nach 30 Minuten schon wieder vorbei ist.
Music Review | verfasst 12.11.2019
Steve Reid
Rhythmatism
Mit »Rhythmatism« hatte Steve Reid 1975 ein Manifest für das friedliche Miteinander von Gegensätzen abgeliefert.
Music Review | verfasst 01.12.2010
Stereolab
Not Music
Vielmehr präsentiert sich Stereolab so melodiös, pompös produziert und wohlklingend wie zu ihren besten Zeiten Mitte der 1990er Jahre.
Music Review | verfasst 23.02.2016
Cavern Of Anti-Matter
Void Beats/Invocation Trex
Cavern Of Anti-Matter, das neue Projekt von Sterolabs Tim Gane, lebt auf »Void Beats/Invocation Trex« seine Liebe für Krautrock aus.
Music Review | verfasst 02.09.2019
Satoshi Ashikawa
Still Way (Wave Notation 2)
Das 1982 entstandene, fantastische Album »Still Way « von Satoshi Ashikawa, an dem auch Midori Takada mitwirkte, wurde wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 08.07.2019
Sachiko Kanenobu
Misora
Folk aus Japan hat noch keinen großen Verbreitungsgrad. Light In The Attic versuchen dem mit »Misora« von Sachiko Kanenobu entgegenzuwirken
Music Review | verfasst 12.03.2019
Laurie Spiegel
The Expanding Universe
Laurie Spiegels formidables Debüt »The Expanding Universe« aus dem Jahre 1980 wurde jetzt – großzügig ergänzt – wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 12.04.2018
Ebo Taylor
Yen Ara
Keine Frage: Auf »Yen Ara« kulminiert Ebo Taylors Mix aus Afrobeat, Highlife, Funk und Jazz zum wohl besten Album, das er je gemacht hat.
Music Liste | verfasst 31.03.2017
Mr Bongo Records
10 Essentials
Mr Bongo legt seit über einem Jahrzehnt rare Schätze aus fernen Ländern neu auf. Gar nicht so einfach, da den Überblick zu bewahren. Deshalb haben wir für euch die zehn wichtigsten Releases des Labels zusammengestellt.
Music Review | verfasst 10.09.2019
Ebo Taylor Jnr & Wuta Wazutu
Gotta Take It Cool
Mit »Gotta Take It Cool« veröffentlicht Mr Bongo Records ein rares Album von Ebo Taylor Jnr, dem Sohn des bekannten Highlife-Musikers.
Music Review | verfasst 07.03.2019
Akofa Akoussah
Akofa Akoussah
Mit dem einzigen Album der togolesischen Sängerin Akofa Akoussah aus dem Jahr 1976 ist eine der wohl besten Reissues des Jahres erschienen.
Music Review | verfasst 23.07.2019
Coil
Theme From The Gay Man‘s Guide to Safer Sex
1992 haben Coil den Soundtrack zu »Theme From The Gay Man‘s Guide to Safer Sex« komponiert, aber bislang nie veröffentlicht.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Liste | verfasst 10.01.2018
Tribal, Voodoo, Folklore
10 aktuelle Platten von weit weg
Deutschland im Januar: Jahresanfangsmüdigkeit, Schneeregen, Heizungsluft. Man möchte woanders sein. Unsere Liste geht direkt einen Schritt weiter, GANZ woanders hin. Hier sind 10 aktuelle Platten wie sie exotischer kaum klingen könnten.
Music Kolumne | verfasst 15.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Music Kolumne | verfasst 02.12.2019
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne | verfasst 02.12.2019
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Review | verfasst 08.05.2017
Alice Coltrane
World Spirituality Classics 1
Luaka Bop macht unveröffentlichte Musik von Alice Coltrane, aufgenommen in einem Ashram-Tempel, zugänglich.
Music Review | verfasst 09.10.2019
Daso
Meine Idee
Daso ist tot, doch »Meine« bleibt für immer bei uns. Der Ghostly-Ableger Spectral Sound legt nun die gesamte »Meine Idee«-EP neu auf.
Music Review | verfasst 12.02.2011
Iron & Wine
Kiss Each Other Clean
Samuel Beam widersteht der Versuchung der Wiederholung von Altbewährtem und versucht sich als Band-Leader.
Music Review | verfasst 17.06.2011
Bon Iver
Bon Iver
Justin Vernon stellte sich der unlösbaren Aufgabe einen Nachfolger für For Emma, Forever Ago aufzunehmen.
Music Review | verfasst 04.07.2011
Zomby
Dedication
Melancholie, Trauer, Aggression: Das alles kann man zwischen die tiefen Bässe und verspielten Synthies dieses klasse Albums interpretieren.
Music Review | verfasst 15.11.2011
Atlas Sound
Parallax
Unermüdlich feilt Bradford Cox, Sänger von Deerhunter, an Songs. Nun legt er er weiteres Album als Atlas Sound vor.
Music Review | verfasst 09.12.2011
Joker
The Vision
Zwei Jahre nach dem Hype um den noch immer blutjungen Dubstep-Producer Joker veröffentlicht dieser nun sein Debüt.
Music Review | verfasst 16.03.2012
Grimes
Visions
Eine zerfahrene und ziellose Naivität durchzieht das aktuelle Album der kanadischen Feensängerin Grimes.
Music Review | verfasst 20.09.2012
Efterklang
Piramida
Efterklang suchen die Leichtigkeit und finden sie in ihren Songs auf ihrem vierten Album mit Melodien ohne Bart – versprochen.
Music Review | verfasst 30.05.2013
The National
Trouble will Find Me
Es ist das wohl persönlichste Album von The National, weil die Band sich auf ihrem sechsten Studioalbum endlich selbst gefunden hat.
Music Review | verfasst 20.06.2013
Zomby
With Love
Dieses Album muss mit Liebe für‘s Einen-Scheiss-Geben entstanden sein: Ein Widerspruch, der aber Zomby ausmacht.
Music Review | verfasst 20.12.2013
Beedeegee
Sum/One
Guter Lord, was ist das? Trap-Art-Pop für Yoga-Freunde mit Aufmerksamkeitsdefizit? Am ehesten.
Music Review | verfasst 24.03.2014
Future Islands
Singles
Auf »Singles« tanzen Future Islands in ungewohnt clean-klingender New Wave-Romantik Welt- und Herzschmerz einfach weg.
Music Review | verfasst 04.04.2014
S O H N
Tremors
Klingt so die Zukunft? SOHN arbeitete bereits für Lana Del Rey und mit Banks. Die nächste Pop-Sensation für die Hornbrille? Vielleicht.
Music Review | verfasst 21.10.2014
Scott Walker & Sunn O)))
Soused
Eine Zusammenarbeit zwischen Scott Walker und Sunn O))) war nicht unbedingt vorherzusehen. »Soused« zeigt, sie macht Sinn.
Music Review | verfasst 18.11.2014
Ariel Pink
pom pom
Ariel Pink feilt weiter an seinem ganz eigenen Pop-Entwurf und liefert uns mit »pom pom« ein ausgesprochen aufregendes Album.
Music Review | verfasst 07.10.2015
Beirut
No No No
Kommt das vermeintlich ewige Wunderkind nun etwa in die Trotzphase? Irgendwas ist anders auf Beiruts viertem Album.
Music Review | verfasst 11.04.2016
Tim Hecker
Love Streams
Auf seinem neuen Album widmet sich der kanadische Klangzerstörer Tim Hecker einerpolitischen Frage. Was passiert, wenn »Love Streams«?
Music Review | verfasst 19.10.2016
The Lemon Twigs
Do Hollywood
Die Brüder Brian und Michael D’Addario sind keine 20 Jahre alt und huldigen auf »Do Hollywood« in erster Linie der Beatles.
Music Review | verfasst 13.01.2017
SOHN
Rennen
Tiefer, wummernder und verschwurbelter als als auf seinem Debüt präsentiert sich SOHN auf »Rennen«. Auch eine neue Zurückhaltung ist da.
Music Review | verfasst 17.02.2017
Bing & Ruth
No Home Of The Mind
Im Kosmos der klavierbasierten Post-Klassik nimmt Bing & Ruth mit »No Home Of The Mind« bis heute eine Sonderstellung ein.
Music Review | verfasst 11.04.2017
Future Islands
The Far Field
Natürlich ist das Songwriting auf »The Far Field« auch diesmal nah am Beckenrand unterwegs. Aber genau dafür lieben wir Future Islands.
Music Review | verfasst 08.06.2017
Sufjan Stevens / Bryce Dessner / Nico Muhly / James McAlister
Planetarium
Sufjan Stevens, Bryce Dessner, Nico Muhly und James McAlister haben mit »Planetarium« eine Platte gemacht, die einfach sehr anders ist.
Music Review | verfasst 31.01.2019
Deerhunter
Why Hasn't Everything Already Diappeared?
Mit »Why Hasn’t Everything Already Diappeared?« zeigen sich Deerhunter betont unrockig und so eingängig wie noch nie.
Music Review | verfasst 07.02.2019
Beirut
Gallipoli
Statt auf Balkan und Chanson besinnen sich Beirut mit »Gallipoli« auf ihre Stärke als Songwriter.
Music Review | verfasst 17.05.2019
The National
I Am Easy To Find
Diesmal geben sich The National nicht mit einem Studioalbum zufrieden. »I Am Easy To Find« schließt einen Kurzfilm ein.
Music Review | verfasst 24.05.2019
Holly Herndon
Proto
Die Standortbestimmung des Pop klang nie so wundervoll und nervenzerfetzend zugleich: Holly Herndon gelingt mit »Proto« ein Meisterwerk.
Music Porträt | verfasst 19.04.2011
TV On The Radio
Lieder über die Liebe
Ihr Prinzip des intellektuellen Zusammenführens und Weiterentwickelns verschiedener Genres, das Umschreiben des Zitats, hat TV On The Radio zu Kritikerlieblingen avancieren lassen. Auch ihr neues Album wird das nicht ändern.
Music Interview | verfasst 19.05.2011
Gang Gang Dance
Von Schicksalsschlägen und Eierschalen
Im Interview mit Sängerin und Keyboarder der avantgardistischen Musiker Gang Gang Dance aus New York geht es um Spiritualität, sehr kryptische Formen von Inspiration und natürlich um das neue Album der Band.
Music Porträt | verfasst 05.07.2011
Zomby
Der Geheimniskrämer der Bassmusik
Er ist die große Unbekannte britischer Bassmusik und gleichzeitig eine seiner Protagonisten. Nun legt Zomby sein Album Dedication vor, überrascht mit dem Verzicht auf wildzuckende Momente und verdunkelt seinen Sound. Der Bass aber bleibt.
Music Interview | verfasst 17.11.2011
Joker
Die Vision im Kopf
Mit seinem »Purple Sound« schlägt Joker wie kein zweiter die Brücke zwischen Dubstep und Hip Hop. Nun ist sein ersehntes Debütalbum The Vision erschienen. wir trafen ihn zum Gespräch über Dubstep, Rap, Videospiele und geklaute Fernseher.
Music Porträt | verfasst 01.10.2012
Efterklang
Der verborgene Hall
»Piramida« ist musikalisch das musikalisch das stimmigste, was den Dänen bislang gelungen ist: Popsongs, die in ihrer Intensität so nah, in ihren Sounds aber aus eben jenen fernen Klangwelten kommen.
Music Bericht | verfasst 19.02.2014
Future Islands
Live am 17.2. im C-Club in Berlin
Die Absurdität in allen Farben und ganzem Ausmaß: Future Island gehören zu den besten Live-Bands unserer Zeit und stellten dies eindrucksvoll im C-Club am Montag unter Beweis.
Music Porträt | verfasst 11.04.2017
Future Islands
Das gute Gewissen des Schlagers
Bier und Beständigkeit, das brauchen die Menschen. Deshalb gehen sie auf Future-Islands-Konzerte. Die beste Liveband der Welt war gefühlt schon immer da, tatsächlich aber nie mehr als jetzt. Das muss Gründe haben.
Music Review | verfasst 31.01.2014
Jóhann Jóhannsson
Prisoners O.S.T.
Jóhann Jóhannsson findet hypnotische, beklemmend-düstere Töne, die sich Zeit nehmen, die bedrückende Stimmung auszuloten.
Music Review | verfasst 16.12.2014
Jóhann Jóhannsson
The Theory Of Everything O.S.T.
Johann Johannssons neueste Arbeit ist »The Theory Of Everything«, der Soundtrack zum gleichnamigen Film von James Mersh.
Music Review | verfasst 23.11.2015
Jóhann Jóhannsson w/ Hildur Gudnadottir & Robert Lowe
End Of Summer
Erst hat Jóhann Jóhannsson einen Golden Globe abgestaubt, dann hat er sich für »End Of Summer« auf eine antarktische Insel verzogen.
Music Liste | verfasst 22.12.2017
Ausklang | 2017
Die essentiellen Platten des Dezember
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste | verfasst 14.02.2018
Jóhann Jóhannsson
10 Essentials
Um Jóhann Jóhannsson zu trauern heißt also einerseits, sich an ihn zu erinnern. Sich an Jóhannsson zu erinnern heißt aber auch, das Versprechen anzunehmen, das er mit seiner Musik abgelegt hat.
Music Bericht | verfasst 21.10.2013
Gilles Peterson, Four Tet & Floating Points
»Free Spirits Sunday« am 13.10. in Berlin
Die jazzaffinen DJs und Musiker leisteten beim »Free Spirits Sunday« eine dringend notwendige Unterstützung für die Steve Reid Foundation und verneigten sich zeitgleich auch auf vielfältige musikalische Weise vor ihren Vorbildern.
Music Review | verfasst 04.05.2011
The High Llamas
Talahomi Way
IDie Band um Songwriter Sean O’Hagan hatte nicht immer leicht. Doch konsequent arbeiteten sie an ihrem Popmusikentwurf.
Music Review | verfasst 27.07.2011
Popol Vuh
Revisited & Remixed 1970-1999
Revisited & Remixed zeigt das beste der Krautrockhelden Popol Vuh und sehr respektvolle Variationen ihrer Lieder.
Music Review | verfasst 25.09.2014
Laetitia Sadier
Something Shines
Laetitia Sadier bleibt sich auf »Something Shines« absolut treu und trägt das Erbe von Stereolab mit ihrer Solokarriere konsequent weiter.
Music Review | verfasst 24.11.2010
Ebo Taylor
Love & Death
Highlife- und Afrobeat-Legende Ebo Taylor veröffentlicht nach 20jähriger Abstinenz ein neues Album.
Music Review | verfasst 17.09.2019
Ebo Taylor
Palaver
Mit dem neu entdeckten »Palaver« von Ebo Taylor gibt es ein erstes richtiges Highlight in der neuen Tabansi Gold Series von BBE Africa.
Music Porträt | verfasst 10.11.2010
Ebo Taylor
König des Highlife
Mit »Love & Death« erscheint dieser Tage das erste international vertriebene Album der Highlife- und Afrobeat-Koriphäe.
Music Interview | verfasst 25.12.2010
Ebo Taylor
»Es war eine tolle Zeit.«
Von seiner Schulzeit in Ghana, über seine Freundschaft mit Fela Kuti, bis hin zu Usher und Ludacris: Das Gespräch mit der 74-jährigen Afro-beat-Koryphäe Ebo Taylor spannt einen weiten Bogen
Music Bericht | verfasst 29.11.2012
Ebo Taylor
Live am 27.11. in der Desi in Nürnberg
Ebo Taylor ist eine Legende des Highlife. Der Ghanaer und die siebenköpfige Afrobeat Academy aus Berlin machten in Nürnberg für ein Konzert halt. Im Club Desi blieb man an diesem Abend nicht lange auf seinen Stühlen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Mos Def – Black On Both Sides (1999)
Das »To Pimp A Butterfly« der Prä-Smartphone-Generation: Mos Defs Debüt tritt Ende der Neunziger gegen den Shiny Suit-Mainstream mit politischer Finesse und Harakiri-Flow auf. Warum du »Black On Both Sides« heute wieder hören musst.
Art Bericht
No Photos on the Dance Floor!
Nichts für Voyeure
Noch bis zum 30.November kann die Clubkultur in Berlin nach dem Mauerfall in Fotos von Wolfgang Tilmans, Ben de Biel oder Sven Marquardt nachvollzogen werden. »No Photos on the Dance Floor!« verzichtet dabei auf einen voyeuristischen Blick.
Music Kolumne
Records Revisited
King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)
Die Platte, die dem Prog-Rock zur Geburt verhalf: Vor 50 Jahren machte King Crimson auf ihrem Debütalbum vor, wie man im 6/8-Takt rockt, mischte Jazz und Klassik in die Arrangements und läutete apokalyptisch das Ende der Sechziger ein.
Music Porträt
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Essay
Quentin Tarantino
Musik als filmisches Mittel
Die Filme von Quentin Tarantino sind gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf die Popkultur. In erster Linie natürlich auf den Film. Aber auch die Musik spielt wie in seinem neuesten Film »Once Upon A Time in Hollywood« immer eine Rolle.
Music Kolumne
Records Revisited
Charles Mingus – Mingus Ah Um (1959)
Charles Mingus war das verrückteste Genie der Jazzgeschichte. In diesem Jahr wird sein berühmtestes Album »Mingus Ah Um« 60 Jahre alt. Ein Rückblick auf Vulkanausbrüche, Waffengewalt und eine Platte, die dem Bass zur Artikulation verhalf.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!