Music Interview | verfasst 25.12.2010
Ebo Taylor
Es war eine tolle Zeit
Von seiner Schulzeit in Ghana, über seine Freundschaft mit Fela Kuti, bis hin zu Usher und Ludacris: Das Gespräch mit der 74-jährigen Afro-beat-Koryphäe Ebo Taylor spannt einen weiten Bogen
Text Jan Wehn , Fotos Tilman Junge
181-ebotaylor105-www.hhv-mag.com

Keine Frage: Afrobeat hat Konjunktur. Indierockbands wie Vampire Weekend zelebrieren die Ranschmeiße an traditionelle afrikanische Rythmen genau so wie die samplewütige HipHop- und R’n’B-Produzenten. Ebo Taylor ist neben Fela Kuti wohl einer der Urväter des Afrobeat und der Highlife-Musik. Mit Love & Death erschien Ende 2010 das erste international vertriebene Album des 74-jährigen und untermauert noch einmal deutlich seinen Status als Highlife- und Afrobeat-Koriphäe. Ein Gespräch über den Wandel des Afrobeat, seine Freundschaft zu Fela Kuti, das Sampling seiner Songs und natürlich das neue Album Love & Death, welches er gemeinsam mit der Afrobeat Academy aus Berlin aufgenommen hat.

hhv.de: Sie sind schon seit ihrem sechsten Lebensjahr Musiker. Wie fing das damals an?
Ebo Taylor: Ganz genau. Ich habe wirklich früh angefangen, Keyboard zu spielen. In der Schule habe ich das dann weiter verfolgt und bin auf das Klavier umgestiegen. Irgendwann brachte jemand aus den oberen Jahrgängen eine Gitarre zum Unterricht mit und ich begleitete ihn auf dem Klavier. Aber das Instrument machte mich sofort neugierig. Da ich noch nicht viel lernen musste und genug Freizeit hatte, übte ich jeden Tag das Gitarrespielen. Das sprach sich rum und eine befreunde Band fragte mich, ob ich nicht mit ihnen ein Konzert spielen wolle. So spielte ich das erste Mal auf einer großen Bühne vor Leuten. Es war toll und ich bekam wahnsinnig viel Applaus – das hat sich damals angefühlt, als wäre ich ein Star. (lacht) Danach wurde ich in die Band (die Stargazers, Anm. d. Verf.) aufgenommen. Am Ende des Jahres waren wir eine der angesagtesten Highlife-Bands und spielten an vielen Schulen für die Mädchen und Jungen. – Es war eine tolle Zeit.

Wie kamen Sie dann dazu, ein professioneller Musiker zu werden?
Ebo Taylor: Wenig später spielten wir auch Konzerte an der Elfenbeinküste, Südafrika oder Liberien. Immer wieder kamen Promoter auf mich zu und sprachen mich an, ob ich nicht Konzerte spielen wolle. Bis dahin konnte ich die Auftritte immer auf die Ferienzeit legen, aber irgendwann ging das einfach nicht mehr – und so entschied ich mich dafür, auf Tour zu sein und professioneller Musiker zu werden. Da war ich gerade 19 Jahre alt. Im Jahre 1959 hatte ich dann meine erste richtige Studiosession und wurde landesweit bekannt.

Hatte diese professionelle Komponente Einfluss auf ihre Art zu spielen?
Ebo Taylor: Ich denke, ich wurde dadurch motivierter. Ich wollte ein Star werden, genau wie meine amerikanischen Vorbilder. Wes Montgomery oder Jim Hall, das waren meine Helden! Neben dem eigentlichen Gitarrespielen lernte ich auch das Arrangieren und Komponieren und übernahm diesen Job auch in der Broadway Band. Das machte mich ziemlich nervös. (lacht) Irgendwann lief es auch nicht mehr besonders gut und ich wurde wegen ein paar Kleinigkeiten aus der Band geschmissen. Ich ging nach England…

… wo Sie dank einem Stipendium der ghanaischen Regierung Musik studieren konnten…
Ebo Taylor: …und konzentrierte mich dort aber nicht nur auf die Musik. (lacht) Ich begann auch, TV-Skripte zu schreiben. Irgendwann sollte ein Stück über ghanaische Studentenbands gedreht werden. So kam ich wieder in Kontakt mit ein paar guten Musikern und gründete die Black Star Highlife Band. Unter anderem lernte ich dort auch Peter Keen und Fela Kuti kennen. Besonders von Fela war ich sehr begeistert. Er ließ Ideen aus dem Jazz in seine Musik einfließen und war uns immer zwei oder drei Schritte voraus. Auch ich begann, zu der Zeit viel Miles Davis und Charlie Parker zu hören. Ich denke, dass konnte man meiner Highlife-Musik sehr schnell anhören.

»Besonders von Fela war ich sehr begeistert. Er ließ Ideen aus dem Jazz in seine Musik einfließen und war uns immer zwei oder drei Schritte voraus.« (Ebo Taylor) Irgendwann kehrten Sie aber wieder nach Ghana zurück.
Ebo Taylor: Ganz genau. Ich wurde freiberuflicher Musiker und Songwriter oder arrangierte für Leute wie Pat Thomas oder »PopAgee« Johnson und spielte in verschiedenen Bands und gründete unter anderem die Assassins. Aber die Musik kam nicht mehr sehr gut an. Es schien mir, als würden sich die Leute einfach nicht mehr für alte und traditionelle Musik interessieren. Ich glaube, die Leute vermissten etwas. Ich hörte zu dieser Zeit viele Bands aus dem Ausland. Blood, Sweat & Tears oder Deep Purple. James Brown war sehr erfolgreich und ich mochte, dass er zwar Rockmusik machte, aber die afrikanischen Einflüsse nicht zu überhören waren. Also setzte ich mich hin und brachte die traditionellen Songs mit modernen Rockeinflüssen zusammen – so entstand meine eigene Variante des Afrobeat. Auf dem Album Conflict, welches ich mit Uhuru Yenzu aufnahm, benutzte ich etwa viele Strukturen aus dem Jazz und dem Highlife. Zu dieser Zeit kam Fela Kuti auch wieder heim und gründete seine Band, die Koola Lobitos und wir spielten viel zusammen. Ich hatte genug Engagements und kam schon zurecht – aber es gab einfach nicht viel zu tun in Ghana. Das Nachtleben war zu dieser Zeit so gut wie tot. Genau wie der Afrobeat.

Sie haben gerade Fela Kuti angesprochen, den Sie ja schon in England kennenlernten. Können Sie ein bisschen etwas von Ihrer Beziehung erzählen?
Ebo Taylor: Wir trafen uns an den Wochenenden und spielten gemeinsam in den kleinen Jazzclubs der Stadt. Aber er war auch ein bisschen dickköpfig und eigen, weshalb ich nicht dauernd mit ihm rumhängen wollte. (lacht) Er kam manchmal unangekündigt auf die Bühne und solche Sachen. Abgesehen davon brachte Fela mir wirklich viele Dinge bei und ich rief ihn beispielsweise an, wenn unser Trompeter verhindert war. – (denkt nach) Doch, wir mochten uns sehr. Aber wir hatten auch viele hitzige Diskussionen über afrikanische Musik. Ich habe auch kein Problem damit, wenn die Leute den Afrobeat so spielen wie er ihn populär gemacht hat – aber ich denke, dieses Vermächtnis ist dafür da, um es weiterzuentwickeln. Das beste Beispiel ist wohl die Afrobeat Academy hier aus Berlin.

Wie kam es denn dazu, mit der Afrobeat Academy ein Album aufzunehmen?
Ebo Taylor: Ich war im Juli 2009 auf einem Festival in Deutschland und lernte ein paar der Musiker von der Afrobeat Academy kennen. Wir waren ungefähr drei Wochen gemeinsam im Proberaum. Eine tolle Zeit – the musicians went hot! Die Jungs waren wirklich sehr interessiert und hatten große Lust auf das Projekt. Das Besondere war, dass die Jungs alten Songs von mir wie Love & Dead oder What Is Life einen ganz anderen und neuen Dreh gegeben haben. Die Stimmung zwischen uns war so gut, dass einige der neuen Songs auf der Platte tatsächlich direkt im Proberaum entstanden sind.

War die Mischung aus alten und neuen Songs eine ganz bewusste Entscheidung? Man hört ja praktisch keinen Unterschied zwischen Alt und Neu.
Ebo Taylor: Definitiv. Die alten Songs dienen als Grundpfeiler, als Untermauerung für die neuen Lieder. Und es ist bei dem alten und dem neuen Material nun mal derselbe Komponist am Werk gewesen. (lacht)

»Mein Wunsch ist, dass Afrobeat die ganze Welt rockt. Natürlich gibt es solche Sachen wie Hiplife – viele junge Musiker aus Ghana benutzen den Highlife als Grundlage und verknüpfen ihn mit HipHop-Elementen. Das wird allerdings nicht lange überleben.« (Ebo Taylor) Haben Sie irgendwelche Erwartungen, Hoffnungen der Wünsche mit dem Album?
Ebo Taylor: Oh, definitiv. Ich habe vorhin ja schon davon erzählt, dass meine Ansätze, Afrobeat und Rockmusik miteinander zu verbinden, nie sehr erfolgreich waren. Mein Wunsch ist, dass Afrobeat die ganze Welt rockt. Natürlich gibt es solche Sachen wie Hiplife – viele junge Musiker aus Ghana benutzen den Highlife als Grundlage und verknüpfen ihn mit HipHop-Elementen. Das wird allerdings nicht lange überleben.

Ein sehr populäres Beispiel dafür ist wohl She Don’t Know von Usher und Ludacris. Die beiden haben deinen Song Heaven gesamplet. Was denkst du darüber?
Ebo Taylor: (schmunzelt) Das ist ganz interessant. Durch diesen Song der beiden habe ich auf wunderbare Art gezeigt bekommen, was man mit meiner Musik alles machen kann. Ich bin sehr erstaunt, wie Usher und seine Produzenten mit dem Original umgegangen sind. Abgesehen davon habe ich dafür natürlich auch ein bisschen Geld bekommen. (lacht)

Außerdem gibt es dieser Tage viele Indierockbands wie Vampire Weekend, die Afrobeat-Anleihen in ihren Songs haben.
Ebo Taylor: Ich kenne Vampire Weekend nicht. Aber der Trend, dass Afrobeat Einfluss auf andere Genres hat, ist abzusehen – das finde ich toll.

Hat sich Afrobeat über die Jahrzehnte verändert?
Ebo Taylor: Ja, definitiv – jeder kommt mit seinem eigenen Style um die Ecke. Das Tolle ist aber, dass die Grundessenz immer noch erkennbar ist. Was ich mir allerdings mehr wünsche, ist der Afrobeat, der auch abseits von seiner Verwendung als tanzbare Musik funktioniert. So wie eine Jazzplatte, die man ganz alleine für sich in seinem Zimmer auflegt und genießt.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 24.11.2010
Ebo Taylor
Love & Death
Highlife- und Afrobeat-Legende Ebo Taylor veröffentlicht nach 20jähriger Abstinenz ein neues Album.
Music Porträt | verfasst 10.11.2010
Ebo Taylor
König des Highlife
Mit »Love & Death« erscheint dieser Tage das erste international vertriebene Album der Highlife- und Afrobeat-Koriphäe.
Music Bericht | verfasst 29.11.2012
Ebo Taylor
Live am 27.11. in der Desi in Nürnberg
Ebo Taylor ist eine Legende des Highlife. Der Ghanaer und die siebenköpfige Afrobeat Academy aus Berlin machten in Nürnberg für ein Konzert halt. Im Club Desi blieb man an diesem Abend nicht lange auf seinen Stühlen.
Music Review | verfasst 19.03.2014
The Souljazz Orchestra
Inner Fire
The Souljazz Orchestra spielen auf »Inner Fire« ihre hochkomplexen Rhythmen aus Afrobeats, Egyptian Jazz, Latin Styles, Funk und Soul.
Music Review | verfasst 28.09.2016
Pat Thomas
Coming Home (Classics 1969-1981)
Man gab Pat Thomas den Titel »die goldene Stimme Afrikas«. Strut Records ehrt ihn jetzt mit einer weiteren, 3LP starken Compilation.
Music Interview
Baba Zula
»Ob wir am Leben bleiben, ist die Frage«
Zum 20. Geburtstag der Istanbuler Psychedelic-Combo Baba Zula erschien deren Doppelalbum »XX«. Nach Feiern ist Bandleader Murat Ertel aber angesichts der Zustände in seinem Heimatland nicht zumute
Music Essay
Records Revisited
The Other People Place – Lifestyles Of The Laptop Café (2001)
Diese Tage erschien die Reissue des vielleicht zugänglichsten Albums aus dem Drexciya-Umfeld. Aber es beschrieb damals auch soziale Prozesse, die unserem Verlangen nach Identität im Wege standen. Und stehen.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: DJ Illegal of Snowgoons
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: DJ Illegal von den Snowgoons. Producer, ein Viertel der Snowgoons-Viertel, Vapiano-Fan, lebt in: München.
Music Porträt
New Record Labels #25
Bliq, Dub Disco, Ectotherm und Jazzaggression
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Bliq, Dub Disco, Ectotherm, Jazzaggression
Music Porträt
Sampha
Glaube an das Gegenteil
Nach Jahren als Erfüllungsgehilfe der großen Popmenschen hat Sampha nun seine Autobiografie fertig. Sie umfasst zehn Songs. Ohne den Tod wäre das Album nicht, was es ist. Vermutlich wäre es nicht einmal da.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar 2017
Auch im neuen Jahr setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Run The Jewels, Tornado Wallace und Fjaak.
Music Interview
Schnipo Schranke
Weil es halt scheiße ist
Authenthisch und gar nicht mal so optimistisch. Warum machen Schnipo Schranke eigentlich die Musik, die sie machen? Weil machens halt offensichtlich scheiße ist. Wir trafen Fritzi Ernst und Daniela Reis in St. Pauli.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
The xx – I See You
The xx sind zurück und zwar jeder Einzelne von ihnen. Das hört man stark. Ein Problem, finden unsere Kolumnisten. Sie finden aber auch: The xx sind bereit für das ganz Große. Aber das das gefühlt Kleine war halt früher so toll an denen…
Music Porträt
Bonobo
Stillness Is The Move
Bonobo macht Musik, zu der sich gut entspannen lässt. Das brachte ihm den Stempel »chill out« ein. Mit seinem sechsten Album zeigt er jetzt endgültig: dass man auch mit druckloser Musik etwas ausdrücken kann.
Music Interview
Bohren & The Club Of Gore
»Wenn die Töne viel Zeit und Raum haben«
Für viele sind sie Meister. Für viele sind sie langweilig. Für manche beides. Eines aber steht fest: niemand sonst klingt wie Bohren & The Club Of Gore. Im Spätherbst ’16 und im Winter ’17 sind nun drei Alben der Band neu erschienen.
Music Liste
16 Schallplatten,
die 15 Jahre Project: Mooncircle erklären
Wir starten das neue Jahr mit Glückwünschen. Project:Mooncircle ist 15 Jahre alt geworden. Seine beiden CEOs, Gordon und Malte, haben uns 16 Platten vorgestellt, anhand derer man die Label-Historie nachvollziehen kann.
Music Porträt
A Tribe Called Quest
Bewegte Legenden
A Tribe Called Quest legen nach 18 Jahren Quasi-Sendepause ein neues Album vor. Worin liegt der Zauber von »We Got It From Here … Thank You 4 Your Service«? Darin, dass die Band zurecht Legendenstatus genießt – und diesen nicht verwaltet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 12-inches
Was ist eine 12inch? Die Defintion ist schwammig, wir haben uns für Maxi-Singles und EPs entschieden. Damit standen wir vor einer unüberschaubaren Menge an Material – und haben uns für die 20 besten entschieden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Interview
Keine halben Sätze
Proband: Juju Rogers
Bald erscheint Juju Rogers neues Album. »LIT – Lost In Translation« hat er gemeinsam mit dem Produzenten Bluestaeb aufgenommen. Auch auf dem neuen Album stellt Rogers wieder große Fragen. Deshalb haben wir ihm nur einige kleine gestellt.
Music Bericht
Le Guess Who?
Ja, rate wer!
Wir haben in diesem Jahr das Le Guess Who?-Festival in Utrecht präsentiert. Und weil es schon so heißt wie es heißt, ist hier ein kleines Ratespiel. Welche Künstler haben wir gesehen?
Music Kolumne
Records Revisited
Autechre – Tri Repetae, 1995
Das dritte Album von Autechre ist ein Werk in mehreren Dimensionen. Es ist Befreiungsschlag, Meilenstein und Neudefinition eines ganzen Genres. Nicht zuletzt hat es eine ganze Generation nachfolgender elektronischer Musiker geprägt.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Danny Brown, NxWorries, Kassem Mosse und Uffe.
Music Porträt
Tim Maia
Die Wasserbombe
Er begründete eine Bewegung. Auch, wenn sein Triathlon auf der Couch stattfand: Whiskey, Joints und Kokain. Das ist die Geschichte Tim Maias, einem der einflussreichsten brasilianischen Musiker aller Zeiten.
Music Interview
Goldroger
My Latest Epiphany
Goldrogers Albumdebüt »Avrakadavara« handelt von magischen Transmutationsritualen und durchzechten Ecstasy-Nächten. Uns erzählte der Wahl-Kölner von einem Erweckungserlebnis der etwas anderen Art.
Music Porträt
Katie Gately
Die Errungenschaften der Menscheit
Katie Gately definiert Fortschritt als den Weg zwischen A und B. Ihre Karriere verlief keineswegs geradlinig, ihr Album »Color« ist Pop und Chaos zugleich. Mit wenig Mitteln und viel Aufwand will sie uns eins sagen: Du bist nicht allein.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Nicolas Jaar - Sirens
Nicolas Jaar veröffentlicht nach fünf Jahren sein zweites Studioalbum. Unsere Autoren haben sie sich gemeinsam angehört und sich dabei nicht nur gefragt: ist das jetzt eher Tarkovsky oder Milky Chance?
Music Liste
Acid Arab
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich das Produzententeam Acid Arab der Aufgabe an.
Music Liste
patten
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nehmen sich die Londoner patten der Aufgabe an.
Music Interview
Entweder Oder
Entscheider: Doz9
»Untergrund und grundlos Pleite«, Doz9 und Torky Torks Geist haben sich unseren sinneserweiternden »Entweder Oder«-Fragen gestellt. Also: Crack am Kotti oder Crystal Meth in Brandenburg?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Nick Cave, Travi$ Scott, Zomby und M.I.A.
Music Porträt
Ka
»Always Been Conflicted«
Ka ist tagsüber Feuerwehrmann. Nachts: Rapper. Dass er in dieser Doppelfunktion Trigger Happy-Polizisten als das benennt, was sie sind, empörte die Klatsch-Presse. Anerkennung wäre die richtige Reaktion gewesen.
Music Interview
Machinedrum
»Musik ist eine Form des Heilens«
Heilung bei weit über 130 bpm? Ist möglich, denkt Travis Stewart. »Human Energy« entstand in L.A., da sind Esoterik, Wurzeln und heiße Steine nicht weit. Wir sprachen mit dem Produzenten über sein neues Leben – und sein neues Album.
Music Liste
Mndsgn
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Mndsgn der Aufgabe an.
Music Liste
Jan Jelinek
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Jan Jelinek der Aufgabe an.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2016
Zurück aus der Sommerpause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month, dieses Mal derer zwei und mit Platten von Vince Staples,Gonjasufi und Der Coup.
Music Porträt
FloFilz
Idylle jenseits der Cloud
Schlafzimmer-Studio, Soundcloud, HipHop: FloFilz Rahmenbedingungen hätten ihn auch zu einem Cloud-Rap-Produzent machen können. Dass er das nicht wurde, könnte daran liegen, dass ihn wolkenlose Himmel dafür zu sehr inspirieren.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Frank Ocean's »Blond«
Vier Jahre lang hat Frank Ocean sein neues Album angeteast, zurückgezogen, und das Spiel so lange wiederholt, bis beim Release von »Blond« alle eh erstmal sofort befriedigt waren. Aber ist »Blond« so groß wie das Drumherum?
Music Porträt
The Dwarfs Of East Agouza
Space Is Only Noise
Der Nil entspringt in Ruanda, tief aus Afrika kommend mündet er im Mittelmeer. Ein Fluss, um den sich endlose Mythen ranken. Nur an seinem Ufer konnte »Bes« entstehen. Eines der bisher besten Alben des Jahres.
Music Liste
Die 24 besten
Reissues des Jahres (bis jetzt)
Keine Compilations, sonst eigentlich alles. 24 Reissues, die aus dem redaktionsinternen, wutdemokratischen Verhandlungen als absolut unabdingbar herauskamen. Dann in Texte gegossen und alphabetisch sortiert.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The Avalanches, MC Bomber, Blood Orange und Mala.
Music Interview
Abra
Turnt Up Art Kid
Abra hat das Talent, das Charisma, und die Erscheinung, um eine große Figur des Pop zu werden. Gleichzeitig ist sie absonderlich genug, um von Spotify-Verweigeren verehrt zu werden. Lange war sie für viele nur eines: zu absonderlich.
Music Porträt
Jazzland Recordings
Bloß nicht zu amerikanisch klingen
Auf den ersten Blick nicht zu vereinende Welten musikalisch zusammenprallen zu lassen, war seit jeher ein Antrieb von Bugge Wesseltoft. Vor 20 Jahren gründete er Jazzland Recordings und auch da geht es in erster Linie um Unerhörtes.