Music Porträt | verfasst 25.02.2011
Round Table Knights
Musikalisch offen
Ob auf ihrem Debütalbum oder in einem ihrer DJ-Sets, die Round Table Knights vereinnahmen so ziemlich jeden Stil. House- und Technobeats bilden nur noch das Fundament, auf dem Gypsy-, Swing- und Rockeinflüsse so natürlich in Form gegossen werden.
Text Daniel von der Vring , Fotos Tilman Junge & Malte Seidel
566-roundtableknights20113-www.hhv-mag.com

Biru Bee und Marc Hofweber, seit zehn Jahren als DJ-Team unterwegs und seit dem letztem Jahr auf Jesse Rose’ Label Made to Play unter Vertrag, nahmen das Sprungbrett Club Bonsoir in Bern mit aller Kraft und landeten mit Calypso, Coma Cat RMX und Cut To The Top veritable Hits, gemacht für die Ohren tanzvernarrter Clubgänger weltweit. Es folgen Welttournee, Albumproduktion, Remixproduktionen, Festivalauftritte. Die Zeit rast! »Wir fragen uns manchmal auch, wie wir ein solches Pensum geschafft haben. Irgendwie hat einfach alles gepasst mit dem Timing. Obwohl es schon manchmal hart war, nach dem Auflegen direkt ins Studio zu gehen, um am Album zu arbeiten.« Gut, wenn man da einen wie Benfay sitzen hat, der die Produktion im Studio mitmacht. »Ohne ihn wäre das Ganze wohl nicht möglich gewesen.« Zumindest nicht in dieser kurzen Zeit.

»Natürlich ist ein tanzfreudiges und musikalisch offenes Publikum das Wichtigste. Wenn dann noch das Equipment stimmt und eine gute Anlage im Club steht, der Promoter mit uns vorher lecker essen geht und während des Sets mit einem guten Drink vorbeikommt, dann kann es nur ein perfekter Abend werden.« (Marc Hofweber) Der rote Faden
Die harte Arbeit hat sich aber gelohnt. Mit So What?! liegt nun der erste Langspieler der beiden in den Regalen und wartet auf Menschen, denen Clubmusik ebenso am Herzen liegt. Geerbt haben Biru Bee und Hofweber diese Affinität von den Plattenregalen der Väter. Egal, ob nun Classic Rock, Beatles, Queen oder eben Nina Hagen in selbigen stand: geblieben ist die Begeisterung und das Interesse an Musik im Allgemeinen. Erste eigene Schritte unternahmen die beiden dann in Richtung HipHop und Turntablism. »Man nahm einfach irgendwelche Platten und scratchte sich seine eigene Musik zusammen.« Und später »als ich dann angefangen habe selbst zu produzieren, habe ich House-Musik entdeckt«, erzählt Hofweber. Im Prinzip ist das heute auch noch so. Produziert wird House-Musik, doch wer in den Genuss kommt ein Round Table Knights-Set zu hören, wird mit Sicherheit auch den ein oder anderen HipHop-Track hören. »Natürlich ist ein tanzfreudiges und musikalisch offenes Publikum das Wichtigste. Wenn dann noch das Equipment stimmt und eine gute Anlage im Club steht, der Promoter mit uns vorher lecker essen geht und während des Sets mit einem guten Drink vorbeikommt, dann kann es nur ein perfekter Abend werden.« Nach Allüren sucht man hier also vergebens. Vielleicht ist es gerade diese Bodenständigkeit, welche die Round Table Knights so sympathisch macht. Wer sich persönlich davon überzeugen möchte, muss nur in Bern die Plattenläden aufsuchen und mit ein wenig Glück trifft man die beiden beim Vorhören. »Wir gehen eigentlich jeden Tag auf Soundsuche, vor allem im Internet. Leider haben die meisten Plattenläden schließen müssen, aber dafür haben wir einen tollen Second-Hand-Vinyl-Shop, wo wir schon ab und zu nach Samples stöbern.« Obwohl die beiden mit CDs auflegen, mögen sie Vinyl immernoch am liebsten. »Es gibt nichts besseres, als einen Schrank voller Platten.« Im letzten Jahr dazugekommen: Caribou, Deerhunter, Ariel Pink, How to Dress Well, The Walkmen, Tame Impala, No Age…So viel zur musikalischen Offenheit. Und die Erkenntnis? Musik muss Spaß machen. Und genau das ist der rote Faden der Round Table Knights. Ob nun im eigenen Club Bonsoir in Bern, den monatlichen Parties mit Freunden wie Jesse Rose, Zombie Disco Squad usw., oder eben auf Say What?!.

»Wir fanden den Ausdruck so gut, dass wir es gleich als Albumtitel genommen haben, da es kurz und catchy ist, aber auch, weil sich jeder etwas anderes darunter vorstellen kann.« (Biru Bee) Cut To The Top
Das Intro des Albums ist zart, fragil und spannt einen 39 Sekunden auf die Folter. Doch schon der erste Track bereitet einen dann langsam aber sicher auf das vor, was sich dann im Laufe der dreizehn Tracks entfaltet. Die Nummern steigern sich stetig. Beginnend mit den eher reduzierten Housetracks hin zum Feuerwerk von Calypso. Erster Höhepunkt ist sicherlich Say What?!, das titelgebende Stück des Albums. »Wir fanden den Ausdruck so gut, dass wir es gleich als Albumtitel genommen haben, da es kurz und catchy ist, aber auch, weil sich jeder etwas anderes darunter vorstellen kann.« Paparussi malt ein Panorama aus Bläserflächen und gedämpften Beats, dass man vor Spannung zerspringen möchte. Das kann man dann getrost bei Cut To The Top. Gypsy-Riff, Klarinettenfanfaren und eben Reverend Beat Man’s Stimme, die sich hier irgendwo zwischen Aschenbecher und Tom Waits bewegt. Logisch fortgesetzt durch die Stimme in Stomper, die uns nun den Befehl »Stomp« in Funk-Manier einhämmert. Das Album kühlt nun etwas herunter und glänzt durch schöne, cleane Housetracks, um sich dann zu Ende hin in aller Fülle zu entladen. Cat Power gehört zu dieser Fraktion. Mit Why Be Serious und Drop The Dow wird der Weg bereitet für den finalen Stoß in Richtung Tanzekstase. Calypso! Hit!
Mit ihrer konsequenten, vereinahmenden Art der Produktion haben die Round Table Knights viel gewagt, doch haben sie um so mehr gewonnen. Ein Mut zur Vielseitigkeit, der sich gelohnt hat.

Das Album Say What?! von Round Table Knights findest du bei hhv.de: CD
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 17.03.2011
Round Table Knights
Say What?!
Den beiden Schweizern gelingt es verschiedenste Einflüsse in ihr Housemusic-Sujet zu integrieren.
Music Kolumne | verfasst 16.03.2011
Aigners Inventur
Februar 2011
Raekwon kümmert sich um die Basis, Mr Dibiase um die Atari-Nerds, Show & KRS-One um die ewig Gestrigen, Virgo 4 um Chicago, PJ Harvey um England und Radiohead um die Journaille. Madames et Monsieurs: der Februar!
Music Review | verfasst 01.10.2010
Urban Tribe
Urban Tribe
Niemand geringeres als Sherard Ingram, Carl Craig, Anthony »Shake« Shakir und Kenny Dixon Jr stehen Pate für dieses unter dem Namen Urban Tribe fungierendes Release.
Music Review | verfasst 29.09.2010
Tom Clark
Pressure Points
Mit seinem neuen Album hat sich Tom Clark vorgenommen, auf den aktuellen, typischen Club-Sound, der ihn im E-Werk, Tresor und Watergate zum Resident-DJ machte, zu verzichten.
Music Review | verfasst 25.06.2010
Mathew Jonson
Agents Of Time
Bedächtig, zurückhaltend, man könnte sogar meinen, dass Mathew Jonson sein Solodebüt Agents Of Time »balearisch« klingen lässt
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Rolling Stones – Let It Bleed (1969)
Vom Western-Saloon in den Vietnamkrieg, Stress mit den Cops und Heroin in Arschbacken – der Weg zu »Let It Bleed« verläuft auf einem Pfad zwischen Morbidität und Leichtsinn. Am Ende waren die Drogen gelutscht und die Utopien der Hippies tot
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Mos Def – Black On Both Sides (1999)
Das »To Pimp A Butterfly« der Prä-Smartphone-Generation: Mos Defs Debüt tritt Ende der Neunziger gegen den Shiny Suit-Mainstream mit politischer Finesse und Harakiri-Flow auf. Warum du »Black On Both Sides« heute wieder hören musst.
Art Bericht
No Photos on the Dance Floor!
Nichts für Voyeure
Noch bis zum 30.November kann die Clubkultur in Berlin nach dem Mauerfall in Fotos von Wolfgang Tilmans, Ben de Biel oder Sven Marquardt nachvollzogen werden. »No Photos on the Dance Floor!« verzichtet dabei auf einen voyeuristischen Blick.
Music Kolumne
Records Revisited
King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)
Die Platte, die dem Prog-Rock zur Geburt verhalf: Vor 50 Jahren machte King Crimson auf ihrem Debütalbum vor, wie man im 6/8-Takt rockt, mischte Jazz und Klassik in die Arrangements und läutete apokalyptisch das Ende der Sechziger ein.
Music Porträt
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Essay
Quentin Tarantino
Musik als filmisches Mittel
Die Filme von Quentin Tarantino sind gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf die Popkultur. In erster Linie natürlich auf den Film. Aber auch die Musik spielt wie in seinem neuesten Film »Once Upon A Time in Hollywood« immer eine Rolle.
Music Kolumne
Records Revisited
Charles Mingus – Mingus Ah Um (1959)
Charles Mingus war das verrückteste Genie der Jazzgeschichte. In diesem Jahr wird sein berühmtestes Album »Mingus Ah Um« 60 Jahre alt. Ein Rückblick auf Vulkanausbrüche, Waffengewalt und eine Platte, die dem Bass zur Artikulation verhalf.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.