Music Porträt | verfasst 17.03.2011
Dub FX
Mundpropaganda
Der Australier Benjamin Stanford erschafft nur mit seiner Stimme, einer Loop-Station und ein paar Effekt-Geräten komplexe Klanggebilde, die in ihrer Entstehung immer wieder auf das Elementarste in der Musik zurückverweisen.
Text Stefan Zehentmeier
807-dubflower20113-www.hhv-mag.com

Was Dub FX nur mit seiner Stimme, einer Loop-Station und ein paar Effektgeräten auf den Straße der Welt zustande bringt, mag den meisten Schlafzimmer-Produzenten nur selten gelingen: Wie ein Gebäude zieht der Australier filigrane Klanggebilde vom Fundament eines Breakbeats, über eine gesummte Bassline bis hin zu Gesangs- und Rapparts in die Höhe. Eine faszinierende Demonstration davon, zu was die menschliche Stimme in der Lage ist. Dass sich Benjamin Stanford dabei natürlich weit abseits gängiger Industriewege bewegt, liegt auf der Hand, allerdings muss er sich seit millionenfachen Klicks auf YouTube sein Geld zumindest nicht mehr hart in den Fußgängerzonen erspielen. Und dennoch: Dub FX möchte sich nicht von seinem Nomaden-Leben und seinem Zuhause namens Van verabschieden.

Ich erinnere mich an einen Tag, an dem ich mit dem Mund einen Beat machte, auf die Loopstation aufnahm und merkte, dass das die Leute faszinierte. (Dub FX) Wie bist du zu deiner Art Musik zu machen gekommen?
Dub FX: Eigentlich fing für mich das Musikmachen in einer Metal-Band an. Außerdem war ich Teil eine Jazzgruppe und auch eines Hip-Hop-Projekts, ab und zu spielte ich auch etwas Reggae, später kam ich zu Breakbeat und Techno. Allerdings musste ich jede Menge beschissener Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen. Schließlich wollte ich nur noch von meiner Musik leben. Also nahm ich ein Akustik-Gitarren-Album auf und tourte damit auf eigene Faust. Ich hatte einen Rucksack, meine Gitarre, einen iPod mit Hintergrundmusik und einen Lautsprecher. Bald kam eine Loop-Station dazu und ich loopte Beats, über die ich Gitarre spielte. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem ich mit dem Mund einen Beat machte, auf die Loopstation aufnahm und merkte, dass das die Leute faszinierte. Etwas später landete ich in Manchester und dachte mir, dass ich dort mit meinem Whiteboy Reggae nicht besonders ankommen würde. Also versuchte ich etwas Neues in Richtung Hip-Hop, Grime und Dubstep. Seitdem nannte ich mich Dub Fx.

Hattest du Vorbilder?
Dub FX: Natürlich gab es damals Leute, die eine Loopstation benutzten, aber ich kannten niemanden, der sich an Hip Hop oder Drum’n’Bass versuchte. Als ich damit anfing, kamen viele Leute auf mich zu und machten mich auf Künstler wie Beardyman oder Kid Beyond aufmerksam. Es gab also Leute die ähnliches taten, was mir aber erst spät bewusst wurde.

Wieso denkst du, dass bei all deinen Einflüssen gerade das Beatbox-Element und das Rappen so zentral geworden ist?
Dub FX: Hip Hop war für mich immer mehr gewesen als nur Rap. Ich habe mich von Anfang an für die gesamte Kultur interessiert. Ich mag Oldschool Hip-Hop, den Hip-Hop der Neunziger und vorallem Conscious Rap. Meine größte Liebe ist aber Reggae, wovon Hip Hop ja schlussendlich abstammt. Ich sehe meine Wurzeln also eher im Reggae und seinen charakteristischen Bass-Lines, aber als Werkzeug benutze ich eben die Beatbox.

Deine Art »zu produzieren« wirkt ja zunächst sehr minimalistisch. Wie viel technische Finesse steckt dahinter?
Dub FX: Gerade die Technikfummelei ist der Aspekt meiner Musik, der mich am meisten ausfüllt. Ich bin ein richtiger Technikfreak geworden. Ich könnte mich stundenlang nur über EQs, Kompression, Delays, Reverb, Mastering-Geräte oder Lautsprecher unterhalten. Diese Seite liebe ich vielleicht sogar noch mehr als das Beatboxen oder Rappen an sich, wenn ich ganz ehrlich bin.

Vom Straßenmusiker zu millionenfachen Klicks auf YouTube scheint ein langer Weg zu sein. Gab es einen Punkt, an dem du festgestellt hast, dass du nicht mehr der einfache Straßenmusikant bist?
Dub FX: Ja und nein, es war eine schrittweise Entwicklung. Eins meiner Videos hat mittlerweile acht Millionen Klicks, aber es dauert beinahe zwei Jahre bis es soweit war. Als wir die Eine-Millionen-Marke erreicht hatten, ging es plötzlich los, dass wir nicht mehr nur auf der Straße CDs verkauften, sondern auch online sehr viel umsetzen konnten. Auf einmal schickte ich CDs nach Russland, USA oder Deutschland, in Länder, die ich bis dahin nie bereist hatte und auch Bookinganfragen von dort flatterten herein. Die YouTube-Videos machten meine Kunst also zu einer globalen Angelegenheit.

Die Darstellung meiner Person ist für mich aber immer irrelevanter geworden. Ich habe nur ein einziges Video von mir selbst online gestellt, ich habe keine PR-Agenten oder jemanden der bei Radio- und Fernsehsender die Klingel putzt. (Dub FX) Hast du eine feste Herangehensweise an deine Vermarktung im Internet?
Dub FX: Meine Herangehensweise ist so wenig wie möglich zu tun. Ich tue es nicht für Geld oder den Fame. Wenn Leute Videos von mir online stellen wollen, oder über mich schreiben möchten, freut mich das. Die Darstellung meiner Person ist für mich aber immer irrelevanter geworden. Ich habe nur ein einziges Video von mir selbst online gestellt, ich habe keine PR-Agenten oder jemanden der bei Radio- und Fernsehsender die Klingel putzt. Das Schöne daran: ich hinterlasse nicht den faden Beigeschmack der kommerziellen Ausschlachtung. Das ist ja sicherlich auch ein gewisser Marketing-Trick.

Was bedeuten überhaupt Tonträger für dich?
Dub FX: Ich liebe es zu recorden und stundenlang an meinen Effekten zu spielen, aber die meisten Leute sagen, dass keine meiner Aufnahme an meine Live-Show herankommt. Damit muss ich mich abfinden. Nun genieße ich es umso mehr, Musik aufzunehmen, die ich live nicht zustande bringen würde.

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