Music Kolumne | verfasst 03.04.2011
Zwölf Zehner
März 2011
Der März ist um, es lebe der März. Florian Aigner und Paul Okraj lassen den Monat März Revue passieren und destillieren in der neuen Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Text Florian Aigner, Paul Okraj

Zwoelf Zehner, März 2011 - Omar-SFind it at hhv.de: 12inch Diese Synths! Auf mehrere Ebenen geschichtet entwickelt sich die eine gerade in Richtung Klimax, da nimmt schon die andere Anlauf. Von der dritten ganz zu schweigen. Zusammen ergeben sie diese Melodie, diesen lupenreinen Trance, der – selbst zur falschen Zeit gespielt – für spontane ekstatische Hormonausschüttungen zu sorgen imstande ist. Dazu die ausgefeilte Drumprogrammierung, die in ihrer Komplexität stets an Masters At Work erinnert. Die kapriziösen Hi-Hats peitschen im Verbund mit Omar-S’ neu entdeckter Leidenschaft für Congas den Track kompromisslos nach vorne. Weiter, immer weiter! Und da ist schon wieder die Synth. Ein Teufelskreis. Ein wahrlich diabolischer.

Zwoelf Zehner, März 2011 - Burial + Four Tet + Thom YorkeFind it at hhv.de: 12inch Einer eh schon komplett Nüsse gehenden Fanschar in einem Monat, in dem Burial nach ewigen vier Jahren wieder eine EP veröffentlicht, Radiohead nach nicht ganz so ewigen vier Jahren The King Of Limbs vorlegen und der umtriebige Four Tet mit Pinnacles ein weiteres Sahnestück verqueren Autorentechnos programmiert, noch diese universale Wichsvorlage zu bieten, ist ganz schön krank. Yorkes nölige Trademark-Vocals über diesen so minimalen wie verspielten Beatteppich, in dem sich erst gen Ende die transzendenten Vocal-Schnipsel Burials mit dem Nachhallen des York’schen Ächzens verbinden, kann man als Beiwerk zu einem eh schon brillant arrangierten Track der Herren Hebden und Bevan rezipieren oder als Omen für eine potenzielle Revolution im Soundkosmos Radioheads. Fest steht hingegen, dass Ego elektronische Musik ist, wie sie erhabener selten produziert wird. Über dem viralen »300 Copies«-Mythos breiten wir angesichts dessen auch gerne den Mantel des Schweigens aus.

Zwoelf Zehner, März 2011 - Tyler, The CreatorFind it at hhv.de: CD | LP Wie beginnt man eine Einordnung zu Tyler’s Yonkers, ohne auf die omnipräsente These Nasir Jones’ zu verweisen, Hip-Hop sei tot? Zugegeben: Am besten gar nicht. Nichtdestotrotz braucht das Genre alle Jahre wieder eine Auffrischung, die dieses mal in Gestalt eines zwanzigjährigen Skatergoblins aus Los Angeles daherkommt, der über furztrockene Beats seine klaustrophobischen Reime zum Besten gibt und zur Generalabrechnung mit Blogs, Medien und Sonstigem ausholt (»I’m stabbin’ any bloggin’ faggot hipster with a Pitchfork«). Ein unerklärliches Phänomen diese Wolf Gang, die ihr radikales System mit aller Wucht gegen alle anderen vorantreibt und am Ende doch Persönliches offenbart. So mündet auch auf Yonkers die Kompromisslosigkeit Tyler’s Lyrics in der shizophrenisch bekämpften Sehnsucht, seinen Vater kennenzulernen. Wir sehen es kommen und wir freuen uns drauf, wenn gegen Ende des Jahres diese Dialektik in einer Volkswagen-Werbung zu Ende gebracht wird. Wolf Gang – Golf Wang!

Zwoelf Zehner, März 2011 - Joy Orbison Oldschoolige 808s gekoppelt an diese seltsam schwerelosen, sehr britischen Synthflächen, Sizzurp erprobte Yayo-Huldigugen, die durch ihre DJ Screw-ifizierung und mächtigem Pitchshifting in der Bridge in einen hedonistischen Hilfeschrei mutieren (»I’m so addicted. Cocaine Powder. I’m the Information. Too much.«) und Bass for days: Viel mehr brauchte es nicht um aus Sicko Cell den meist diskutierten Track von der Insel seit Footcrab zu machen. Joy Orbison soll diesen, irgendwann in absehbarer Zukunft über Swamp 81 (womit wir wieder bei Footcrab wären) erscheinenden Hysterieentfacher produziert haben und wenn dem wirklich so ist, kann und muss man an dieser Stelle Altbekanntes zu Protokoll geben: Unverschämt on fire, dieser Rotzlöffel mit dem 90210-Haarschnitt.

Zwoelf Zehner, März 2011 - Pharoahe MonchFind it at hhv.de: CD | LP Pharoahe Monch’s neuer Epos Clap entwickelt seine Wirkung im vollen Maße erst im Verbund mit dem eigens dafür konzipierten Videoclip, der sich über mehr als zehn Minuten erstreckt und im Stile einer The Wire-Folge gehalten ist. Doch auch isoliert von der audiovisuellen Wahrnehmung bleibt ein zwingender Track, mit dem sich Monch auf seiner neuen Labelheimat Duck Down zurückmeldet. M-Phazes schleudert einen Beat aus der MPC, den Khrysis, 9th Wonder oder Marco Polo in den vergangenen Monaten nur allzu gerne produziert hätten. Claps und Lyrics sitzen wie eine Eins, mit einem Willie Hutch-Sample kann man ohnehin nur wenig falsch machen. Ganz wichtig auch die Cuts, die den DJ-Revolution-Ehrenpreis des Monats erhalten. Now clap!

Zwoelf Zehner, März 2011 - PoolsideFind it at hhv.de: 12inch Disco. Future. Turbotito. Classic. Jeffrey. Paradise. Los Angeles. Slowmo. Nudisco. Nu-Disco. Soul. Funk. Jazz Deep. House. Summer Summertime. Anthem. Poolside. Music. Mezcal. Daytime. Analog. Synthesizer. Synth. Cosmic. Baleric. BPM. California. Groovy. Pool. Party. Poolparty. Smooth. Chill out. Wem das nach der Aufzählung der offiziellen Verschlagwortung Poolside’s Do You Believe ein paar Attribute zu viel sind, dem können wir nur entgegnen: Es könnten sogar ein bisschen mehr sein. Bitte nochmal lesen! Denn ziemlich genau in der Mitte findet sich das Wort »Anthem«, das diesen kommenden Sommerhit mustergültig erklärt, so dass es keiner epischen Sätze mehr bedarf. Solltet ihr in diesem Jahr (und auch in den nächsten!) völlig aufgelöst über die Tanzfläche der Open-Air-Disco eures Vetrauens wippen, von diesem süßlichen Song in den Bann gezogen, der zum Pop-Appeal des Electric Light Orchestra-Pianos mit einer wummernden Acidsynth kokettiert und belanglosen Lyrics abrundet, dann wisst ihr, woran ihr seid. Entkommen ist nicht.

Zwoelf Zehner, März 2011 - Rick WilhiteFind it at hhv.de: 12inch Nach dem großen House-Hype der vergangenen Jahre ebbt die Welle langsam ab und wird von vielen (auch prominenten) Stimmen gefüttert, den die immer gleichen Presets und Loopschleifen, Chord-Folgen und Flächen zum Halse raushängen. Da erscheint zur richtigen Zeit Rick Wilhites Debütalbum Analog Aquarium und bietet mit Cosmic Soup Anschauungsunterricht in Sachen Drumprogrammierung (und nicht nur das!). Überhaupt ist Drumsequencing ein viel zu selten angewandtes (Haupt-)Kriterium bei der Beurteilung elektronisch produzierter (natürlich auch gesampleter) Musik. So einfach die Zutaten aus dem analogen Klangerzeuger seziert dargestellt klingen mögen: Richtig gesetzt erzeugen die passende Kickdrum, Hi-Hat und Rimshot im Zwischenraum mehr Soul als der Backkatalog deines liebsten Edit-Labels. Zugegeben: Streng genommen funktioniert natürlich auch Minimal nicht anders . Addiert man jedoch noch Wärme und komplexe Patterns, ergibt die Sache wieder Sinn und eine der Houseplatten des Jahres.

Zwoelf Zehner, März 2011 - DJ Spinn Nachdem sich die erste mitteleuropäische Hysteriewolke in Sachen Juke verzogen hat, ist dieses so herrlich absurde Micro-Genre gerade damit beschäftigt die Spreu vom Weizen zu trennen und den Einfluss der Chicagoer Pioniere in neue Kontexte zu übersetzen. Das geht so lange gut bis Lady Gaga einen Footwork-Dub (anstatt, wie momentan Gang und Gäbe, vice versa) ordert, aber so weit sind wir ja glücklicherweise noch nicht. DJ Spinn hat als Fackelträger sowieso relativ wenig zu befürchten, vor allem auch nach diesem so dermaßen irre gechoppten, die Tempi im Sekundentakt wechselnden Soul-Fetzen LOL, in dem Spinn recht explizit den späten J Dilla zitiert und dessen Donuts vom Krankenbett in ein schwitziges Basement umquartiert.

Zwoelf Zehner, März 2011 - Panda BearFind it at hhv.de: 12inch Die Kombination Actress + Panda Bear gehörte bei dem ein oder anderen hier in der Redaktion eh schon in die Kategorie »Wunschtraum«. Dementsprechend groß war die Vorfreude als Actress vor geraumer Zeit twitterte, dass er einen Remix anlässlich des neuen, bisher schon in einigen 7-Zoll-Häppchen servierten Panda-Bear-Albums anfertigen würde. Hier nun das – qua Format – gekürzte Ergebnis. Wie kein Zweiter versteht es der Brite momentan konsequent unkategorisierbar zu bleiben, weswegen es auch hier schwer fällt, die passenden Worte zu finden. Panda Bears brüchige Brian-Wilson-From-Hell-Trademark-Vocals verlieren sich in einer schwerelosen Wall-Of-Sound, in der die Einzelteile beinahe sekündlich fluktuieren, ohne dass der Track Gefahr laufen würde auseinander zu fallen. Magie, Alchemie – sucht es euch aus.

Zwoelf Zehner, März 2011 - BHFVFind it at hhv.de: 12inch Christoph Beißwenger ist einer der unterschätztesten deutschen Produzenten des Hier und Jetzt. Abseits chirurgischer Techhouse-Pfade, besser gelaunt als die Friedrichshain-Connection, produziert der Frankfurter ohne Hype-Posen präzisen und wissenden Early Nineties House (als eine Hälfte von Arto Mwambe), während er als CB Funk noch einen Gang runterschaltet und wunderbar verpeilten Deep House der entspanntesten, gleichzeitg aber doch zwingendsten, Sorte fabriziert. Nun debütiert er gemeinsam mit Live at Robert Johnson Labelmananger Oliver Hafenbauer das Projekt B.H.F.V., das sich musikgeschichtlich gute zehn Jahre vor der bisher von Beißwenger bevorzugten Ära verorten lässt, ohne sich mit epigonenhaften Fingerübungen in der Belanglosigkeit zu versenken. Im Gegenteil: besonders die A-Seite der Maxi besticht durch ein sehr druckvolles Drumprogramming, das so – wie die Kollegen von Little White Earbuds bereits richtig angemerkt haben – auch aus der Feder Siriusmos stammen könnte und in seiner unverschämten Funkiness demonstrativ auf artifizielle Genregrenzen scheißt. Die später einsetzenden käsigen Synth-Stabs mögen nicht jedermanns Sache sein, sie passen aber kontextuell so schön in diesen Track, der irgendwie alles gleichzeitig ist: funky, housy, boogieish, cheesy, bboylicious, electroid, geilomatig.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 21.04.2011
Burial, Four Tet & Thom Yorke
Ego/Mirror
Burial sendet ein Lebenszeichen und findet für Ego/Mirror mit Four Tet und Thom Yorke für eine brillante 12inch zusammen.
Music Kolumne | verfasst 07.03.2012
Zwölf Zehner
Februar 2012
Willkommen im März. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 02.09.2011
Zwölf Zehner
August 2011
Willkommen im September. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat August musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Bericht | verfasst 23.08.2011
Hip Hop Kemp 2011
Tradition statt Stagnation
Das größte Hip Hop Festival Europas feierte letzte Woche vier Tage lang sein zehnjähriges Bestehen. Das Line Up versprach nicht viel Neues, barg aber doch einige Überraschungen. In Tschechien ist halt einiges anders.
Music Interview | verfasst 28.03.2011
Big Strick
Strickly analogue, Baby!
Nach zwei EPs auf FXHE, veröffentlicht Big Strick, seines Zeichen Cousin von Omar-S, dieser Tage sein Debütalbum Detroit Heat. Paul Okraj unterhielt sich mit einem ehrlichen Leonard Strickland aus der Motor City.
Music Kolumne | verfasst 20.04.2011
Aigners Inventur
März 2011
Auch in diesem Monat klärt Aigners Inventur wieder die wirklich essentiellen Fragen der Menschheit: Fürchtet Pusha T wirklich das Fegefeuer? Vermittelt Frank Ocean zwischen Tyler und Bieber? Ist die Welt tatsächlich aus Plastik?
Music Kolumne | verfasst 03.05.2012
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 03.02.2012
Zwölf Zehner
Januar 2012
Willkommen im Februar. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Januar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 02.08.2011
Zwölf Zehner
Juli 2011
Willkommen im August. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Juli musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 04.12.2011
Zwölf Zehner
November 2011
Willkommen im Dezember. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat November musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Bericht
The Roots
Gewinne »The Undun« Testpressung
Universal Music und hhv.de verlosen die ultra-rare Testpressung von »Undun«, dem elften Album von The Roots. Der Gewinner dieser seltenen Seltenheit wird Ende Mai ausgelost. Viel Glück!
Music Porträt
Nick Waterhouse
»Weil es Rhythmus und Blues hat«
Waren die Genzen zwischen alt und neu bislang noch halbwegs kenntlich, sind sie jetzt ins Unkenntliche verwischt. Nick Waterhouse sieht aus wie Buddy Holly und spürt der Authentizität in der Musik nach.
Music Liste
Lando Kal
DJ Charts
Unbestritten ist Lando Kal einer der gefragtesten Producer und DJ zur Zeit. Warum das so ist, zeigen auch seine DJ-Charts, eine Auswahl, für die der Ausspruch »all killer, no filler« gilt, ohne ins floskelhafte zu geraten.
Music Bericht
Quantic & Alice Russell
Live am 8.5. im Zoom in Frankfurt/Main
Wer es bei der Tournee von Quantic und Alice Russell auf die Präsenz zweier herausragender Einzelkünstler abgesehen hatte, wurde enttäuscht. Stattdessen war ein perfektes Band-Gebilde zu erleben, bei dem Quantic die unsichtbaren Fäden zog.
Music Bericht
Matana Roberts
Live am 8.5. im K4 in Nürnberg
Die Saxophonistin Matana Roberts ist eine der interessantesten Musikerinnen der USA. Mit ihrem letzten Album »Coin Coin« hat sie der afroamerikanischen Musik wieder eine politische Nuance hinzugefügt und großartige Kritiken geerntet.
Music Liste
Tolouse Low Trax
DJ Charts
Detlef Weinrich aka Tolouse Low Trax ist nicht nur Mitbetreiber sondern auch einer der Residents des Salon Des Amateurs in Düsseldorf. Hier gibt er uns Einblicke in seine liebsten Tracks.
Music Porträt
Michael Kiwanuka
In der Ruhe liegt die Kraft
Einige Aufmerksamkeit war Michael Kiwanuka in den letzten Wochen beschienen. Er selbst blieb davon unbeeindruckt und arbeitet weiter an Songs, die an Otis Redding und Bob Dylan erinnern und immer auch die Aura der Sechziger atmen.
Music Bericht
Aphroe & DJ Mirko Machine
Live am 4.5. im Heidelberger Club Ziegler
Mit »90« zollt Aphroe der goldenen Ära des Rap Tribut. Dass dieses Konzept nicht nur beim Publikum ankommt, zeigt sich auf der Tour mit DJ Mirko Machine. Wie bereits in Köln verlief auch der Gig in In Heidelberg in »familiärem« Rahmen.
Music Porträt
Valentin Stip
Nichts muss, alles kann
Nichts muss, alles kann. Valentin Stip lässt leichtfüßung ein musikalisches Gemisch aus klassischen- und elektronischen Elementen enstehen – Nicolas Jaar ohne die poppigen Elemente, um hier mal den Einstieg zu erleichtern.
Music Interview
Freddie Gibbs
»Ich sage Sachen, die gesagt werden müssen.«
Freddie Gibbs gilt unter seinen und unseren Kollegen als der »realste« aller Gangsta-Rapper. Wir sprachen mit ihm über seine Heimat, Drogen, Ängste und eine Hand voll anstehender Kollaborationen.
Music Kolumne
Entweder oder
Entscheider: Saschienne
Sascha Funke und seine Ehefrau machen jetzt auch musikalisch gemeinsame Sache. Das Projekt heisst Saschienne und ihr Debüt ist soeben bei Kompakt erschienen. Hier beantworten sie uns ein paar Entscheidungsfragen.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Bericht
Star Slinger
»Dumbin' ain't part of his strategy«
Darren Williams aka Star Slinger war vor nicht allzu langer Zeit noch ein durchschnittlicher Mitt-20er, der in Manchester Tontechnik studierte. 2010 stellte er mit dem Beat Tape Vol. 1 sein erstes musikalisches Lebenszeichen online.
Music Porträt
John Talabot
Kein Mann fürs Blitzlichtgewitter
John Talabot legte Anfang des Jahres ein Konsensalbum vor, das Fans und Kritiker gleichermaßen begeisterte. Nun, da der Hype einem nachhaltigen Enthusiasmus gewichen ist, wird es Zeit, sich den Mann hinter der Musik genauer anzuschauen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Actress, OFWGKTA, Aphroe und Dream 2 Science.
Books Interview
Waxpoetics
10 Jahre, 50 Ausgaben
Zehn Jahre und 50 Ausgaben hat die Waxpoetics nun schon auf dem Buckel. Dabei hat sie sich in dieser Zeit zu einer Institution im Schreiben über Hip Hop, Jazz, Funk und Soul entwickelt. Wir sprachen mit Chefredakteur Andre Torres.
Music Liste
Fid Mella
DJ Charts (+ Exklusivtrack)
Vom geschätzten Kollegen Aigner mal als der Just Blaze Wiens bezeichnet, haben wir mit Fid Mella heute einen spannenden Ausnahmekünstler, der uns Einblick in seine Faves gibt. Zusätzlich präsentiert er uns exklusiv seinen neuesten Track.
Music Porträt
Scuba & Jimmy Edgar
Elektronische Musik fernab vom Hype
Der Labelchef von Hotflush Recordings Paul Rose und der Detroiter Musiker Jimmy Edgar berichten in unserem Porträt über die Einflüsse der Stadt Berlin auf ihre aktuellen Veröffentlichungen.
Music Porträt
Alice Russell
Das Gesicht zur Stimme
Eine Stimme, die im letzten Jahrzehnt im Grenzgebiet zwischen klassischem Soul, Nu Jazz und Jazztronica herausstach, war die von Alice Russell. Nun hat sie sich mit Quantic für ein gemeinsames Album zusammengetan.
Music Interview
Geoff Barrow
»Man muss sich ständig weiter pushen«
Geoff Barrow ist ein nimmermüder Tausendsassa. Im Augenblick sieht sich der DJ und Produzent von Portishead der Herausforderung entgegengestellt, 3 Alben in 3 Monaten zu veröffentlichen. Den Anfang macht sein Projekt Quakers.
Music Porträt
Homeboy Sandman
Raus aus der Komfortzone
Er nennt sich selbst einen Vokalisten auf der Suche nach immer neuen Rhythmen, Wortspielen und Stimmungen. Stones Throw findet, dass ihm das ganz gut gelingt und hat ihn gesignt. Wir stellen euch den New Yorker vor.
Music Porträt
Aphroe
Dem Kolorit der Neunziger nachspüren
Inspiriert von Elzhis Husarenstreich »Elmatic« im letzten Jahr, ließ Aphroe die Arbeit an seinem ersten Soloalbum ruhen und ging der Idee nach, seine liebsten Tracks aus dem »Goldenen Zeitalter« des Hip Hop neu zu interpretieren.
Music Liste
El_Txef_A
DJ Charts
Seit fünf Jahren veröffentlicht der Baske Aitor Etxebarria House über verschiedene Labels, jetzt erscheint bei Fiakun sein Debut-Album. Dass er privat kaum House hört, spiegelt seine persönliche Top Ten-Liste wider.
Music Interview
Lee Fields
Singen mit echtem Gefühl
Seit einem halben Jahrhundert ist Lee Fields Musiker. Doch erst seit seinem Engagement beim New Yorker Label Truth & Soul und dem gleichzeitigen Widererstarken des Interesses an Soul und Funk ist auch ihm ein größeres Interesse beschieden.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
März 2012
Willkommen im April. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat März musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne
High 5
Aphroes Rap-Alben der 00er Jahre
Mit seinem aktuellen Release »90« hat uns Aphroe soeben seine Ami-Rap Sternstunden aus den 1990er Jahren aufgetischt. Dass für ihn die Rap-Zeitrechnung 1999 jedoch nicht endete, beweist die Auswahl seiner Top-5-Rap-Alben der 2000er Jahre.
Music Interview
First Serve
Wer bin ich und wenn ja wie viele?
Wer hinter First Serve steckt, war eigentlich immer klar. Und dennoch: Deen Whiter und Jacob »Pop Life« Barrow ziehen die Maskerade durch. Ähnlichkeiten mit De La Soul sind rein zufällig.
Music Interview
Demograffics
»I kann eh net guat deutsch, waßt?«
Die Demograffics aus Regensburg veröffentlichen in diesen Tagen ihr zweites Album. Ein Gespräch mit Maniac und DJ Rufflow über Butter, Käse und den Gebrauch der englischen Sprache.
Music Bericht
Mayer Hawthorne
Live am 20.3 im Gloria in Köln
Am vergangenen Dienstag soll also ein Hauch von Motown-Soul die Kölner Innenstadt beseelen. Mayer Hawthorne macht auf der Welt-Tour anlässlich seines zweiten Albums »How Do You Do?« Halt in der Domstadt und alle strömen sie ins Gloria.
Music Bericht
Marsimoto
Live am 22.3. in der Live Music Hall in Köln
Nach dem überraschenden Riesenerfolg mit Marteria kehrt Marten Lanciny mit seinem anderen Alter Ego Marsimoto zurück zu den Wurzeln und trifft wieder auf ein ganz anderes Publikum. Und das ist gut so.
Music Porträt
Shlohmo
Er weiß noch, was »Bromance« ist
Mit seinem Album »Bad Vibes« gelang ihm letztes Jahr der Durchbruch. Bei Shlohmo scheint das noch nicht angekommen zu sein: Er ist der Homeboy mit dem du Kette rauchen und Lyrics von Drake rezitieren willst.
Music Liste
Daniel Mehlhart
DJ Charts
Vom harten Techno über den Neapelsound der 00er Jahre entwickelte Daniel Mehlhart seinen gegenwärtigen eigenen Sound. Uns hat er einen Einblick in seine derzeitigen Favourites gewährt.
Music Bericht
Samiyam und Teebs
Live am 1.3. im Gretchen in Berlin
Das Brainfeeder Label ist momentan eines der spannendsten Talentschmieden an der Schnittstelle zwischen elektronischer Musik und Hip-Hop. Mit Teebs und Samiyam begaben sich Anfang März zwei Hochkaräter des Camps ins Gretchen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Motrip, Lee Fields, Grimes, Ital und DJ Cam.
Music Bericht
Aeroplane und Prins Thomas
Live am 16.3. im Gretchen in Berlin
Mit Vorschusslorbeeren bedacht, machte sich der als DJ gefragte und beliebte Aeroplane am Freitag in Berlin ans Werk. Mit Prins Thomas hatte der Belgier einen weiteren Könner seines Fachs dabei. Die Publikumsreaktion blieb jedoch verhalten.
Music Porträt
Eglo Records
Fingerübung in Sachen Qualität
Vor genau drei Jahren taten sich Sam Shepherd (Floating Points) und Radio-DJ Alexander Nut zusammen und gründeten das Label Eglo Records. Wir stellen euch das Londoner Label genauer vor.
Music Bericht
Talib Kweli
Live am 7.3. im E-Werk in Erlangen
In Erlangen gab Talib Kweli eines seiner Konzerte, bei denen man den New Yorker MC derzeit hierzulande erleben kann. Auf das Überraschende wartet man allerdings vergebens. Unser Rezensent kann seine Enttäuschung darüber nicht verbergen.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Februar 2012
Willkommen im März. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Interview
People Under The Stairs
Die Weltenbummler des Hip Hop
Sie gelten als die meist herumgekommene Rapband der Welt. Wir sprachen mit Thes One über die schönsten Anekdoten und Erinnerungen an ihre missionarische Reisen im Auftrag des Hip Hop.
Music Kolumne
Entweder Oder
Entscheider: Dilated Peoples
Soeben haben die Dilated Peoples eine kleine Clubtour durch hiesige Gefilde beendet. So waren Evidence, Rakaa Iriscience und DJ Babu mal wieder gemeinsam auf einer Bühne zu bewundern. Wir haben ihnen ein paar Entscheidungsfragen gestellt.
Music Porträt
Speech Debelle
Halb Popstar, halb Rowdy
Sie hatte mit ihrem Debüt vor drei Jahren den Mercury Prize gewonnen. Nun ist Speech Debelle mit einer neuen, musikalisch und textlich reiferen Platte zurückgekehrt, die sie als ernsthafte, innerlich bewegte Künstlerin zeigt.