Music Interview | verfasst 03.06.2011
K.I.Z.
»Früher waren die besser«
Auf ihrem neuen Album Urlaub fürs Gehirn stellen K.I.Z. einmal mehr ihre kreative Substanz unter Beweis und machen im Interview der grandiosen Bravo-Charakterisierung alle Ehre, nach der es einst hieß: »Die durchgeknallte Crew«.
Text Daniel Schieferdecker
1588-kiz20113-www.hhv-mag.com

Kannibalen in Zivil, Künstler im Zuchthaus, Klosterschüler im Zölibat, Kriegsverbrecher in Zwangsjacken, Kreuzritter in Zentralasien, Killerkommando im Zwiespalt – die Deutungsmöglichkeiten des hell aufleuchtenden KIZ-Akronyms über der Skyline der Hauptstadt ist so mannigfaltig wie die kreative Substanz der Band selbst. Auf ihrem neuen Album Urlaub fürs Gehirn stellen sie diesen Umstand einmal mehr unter Beweis und machen im Interview der grandiosen Bravo-Charakterisierung alle Ehre, nach der es einst hieß: »Die durchgeknallte Crew«.

Die drei Buchstaben eures Bandnamens sind neuerdings gar nicht mehr durch Punkte voneinander getrennt. Was ist damit geschehen?
Maxim: Wir wollten uns mal wieder neu erfinden. Das Weglassen der Punkte steht für die neuen KIZ. Tarek meinte, dass wir schneller werden müssen, um mit der Zeit zu gehen. Wir sind jetzt flotter, weil uns die Punkte regelrecht ausgebremst haben.

Tarek, du hast eure Musik mal mit der Bild-Zeitung verglichen und gesagt, sie sei auf der einen Seite sehr plakativ und holzhammermäßig, auf der anderen Seite aber auch wunderschön bunt und mit nackten Titten.
Tarek: Ja, dazu stehe ich immer noch.
Maxim: Bei uns tauchen aber mehr Schwänze auf als in der Bild-Zeitung.
Craft: Bei der Arbeit an dieser Platte hatten wir tatsächlich nur Titten im Kopf. Seit einem halben Jahr sind wir nicht mehr in der Lage, an etwas anderes zu denken.

Dann scheint euer Erfolgsrezept aber erschreckend einfach zu sein.
Maxim: Ja, das ist es auch. Einfach und genial.

» Bei der Arbeit an dieser Platte hatten wir tatsächlich nur Titten im Kopf. Seit einem halben Jahr sind wir nicht mehr in der Lage, an etwas anderes zu denken. (DJ Craft) Sprechen tut ihr mit der Bild-Zeitung trotz der vielen Gemeinsamkeiten aber trotzdem nicht.
Nico: Das stimmt. Die wollen schließlich bloß etwas von unserem Fame abhaben. Vielleicht ändern wir unsere Meinung aber, wenn das erste Mal ein nackter Typ auf der Rückseite der Bild-Zeitung auftaucht (lacht).
Maxim: Nein – wir mögen die einfach nicht. Das ist aber eine rein persönliche Abneigung und hat keinen politischen Hintergrund. Mir gefallen einfach deren Farben nicht: Rot, Schwarz und Weiß – das erinnert uns an irgendetwas.

Im Titeltrack der Platte habt ihr eure Zielgruppe recht schön zusammengefasst: Echte Männer, Nutten und Hausfrauen. Gibt es noch eine andere Bevölkerungsgruppe, an die sich eure Musik explizit richtet?
Craft: Gestörte Jugendliche…
Tarek: …sowie Juden, Zecken und Schwuchteln (allgemeines Gelächter). Damit wäre alles abgedeckt.

Am 08. März dieses Jahres habt ihr anlässlich des Weltfrauentages in Berlin ein Konzert nur für Frauen gegeben. Haben sich da eigentlich viele hingetraut?
Maxim: Allerdings. Und damit haben wir bewiesen: Wenn Frauen sich richtig verhalten und die Regeln akzeptieren, dann kann man sie auch mal alleine ausgehen lassen.
Tarek: Die Mädels wurden allerdings ständig von ihren Typen angerufen, weil die sich Sorgen gemacht haben. Das hat extrem genervt.
Maxim: Man hat ständig irgendwelche Mädchen in ihre Handys sagen hören: »Ja, ich dich auch.« (lacht)
Craft: Das war aber trotzdem schön. 600 Frauen im Lido. Ausverkauft. Die Frauen waren auch sehr textsicher.
Maxim: Und sexsicher (Gelächter).

Wie muss man sich das vorstellen, wenn ihr ein fertiges Album eurer Plattenfirma vorstellt? Fangen die Label-Verantwortlichen bei bestimmten Textstellen an zu erröten?
Craft: Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Fragen uns eher: »Wäre das nicht noch härter gegangen?« Die Leute bei Universal wollen von uns immer den ganz harten Scheiß. Das sind alles Freaks in dem Laden.
Maxim:* Denen geht es eher um Image und Karma, das sie sich durch solche Acts wie Killerpile kaputt machen. Deshalb brauchen sie uns, um sich wieder zu rehabilitieren.

Es mutet fast ein wenig verwunderlich an, dass keine eurer Platten bisher indiziert wurde. Wie erklärt ihr euch das?
Maxim: Es wäre ja mal fast so weit gewesen. Unsere ersten drei Alben sollten alle in einem beschleunigten Verfahren erst ab 18 Jahren erlaubt werden. Unser ehemaliger Label-Chef Staiger und ich sind dann mit unserem Anwalt zur Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gefahren, ich habe den netten Schwiegersohn raushängen lassen und damit war das Thema dann vom Tisch. Die meinten: »Deine Musik ist zwar grausam, aber du bist voll süß.« Dann habe ich mit der Vorsitzenden geschlafen und das Ding war geritzt (grinst).

Worte wie »Nutte«, »Schwanz« und »Fotze« sind im Rap ja mittlerweile fast schon Standard. Habt ihr das Gefühl, dass man immer expliziter werden muss, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden? Oder wäre es schockierender, mal komplett auf Fäkalsprache zu verzichten?
Maxim: Man ist ja nicht explizit durch irgendwelche Wörter, selbst wenn Wörter wie »Endlösung« auch heute immer noch knallen. In der Regel reicht ein Wort alleine aber nicht aus, um zu schockieren.

Sondern?
Maxim: Man wird ja nicht indiziert, weil man »Fotze« oder »Pimmel« sagt. Deswegen wird man bloß nicht im Radio gespielt. Man wird deshalb indiziert, weil man das Gewaltmonopol des Staates nicht anerkennt, Minderheiten herabsetzt usw. Schließlich ist das Herabsetzen von Minderheiten immer noch Aufgabe des Staates, das sich der Staat nicht nehmen lassen will (lacht).

» Ich brauchte auf dem neuen Album schließlich noch etwas, das sich auf †ºins Gesicht gefurzt†¹ reimt (lacht). Haftbefehl ist allerdings noch geiler: Der reimt †ºMissgeburt†¹ auf †ºDüsseldorf†¹.« (Maxim) Ihr habt mal gesagt, dass an harter Sprache prinzipiell nichts Falsches sei, solange man dabei originell bleibt. Auf ein plumpes »Nutte« oder »Fotze« würdet ihr demnach verzichten, wenn es nicht originell eingesetzt wird?
Nico: Nein. Manchmal kann das auch funktionale Gründe haben – wenn man zum Beispiel einen Reim braucht. Da braucht man dann manchmal auch Worte wie »Missgeburt«.
Maxim: Eben. Ich brauchte auf dem neuen Album schließlich noch etwas, das sich auf »ins Gesicht gefurzt« reimt (lacht). Haftbefehl ist allerdings noch geiler: Der reimt »Missgeburt« auf »Düsseldorf«. Sehr cool.

Oberflächlich betrachtet geht es auf euren Alben traditionell viel um Sex und Gewalt. Sind das notwendige Türöffner, mit denen man die Köpfe der Leute auch für politische Inhalte aufbekommt?
Maxim: Wieso? Das Propagieren von Gewalt und Sex sind unsere Inhalte. Wir assoziieren alles mit Gewalt und Sex. Ich stelle mir zum Beispiel gerade vor, dass ihr alle nackt seid.

In der Presseinfo zum neuen Album wird angemerkt, dass ihr den Spaß zurück in den Rap gebracht hättet. Gegen den Begriff »Spaßrap« habt ihr euch trotz der humoristischen Komponente in eurer Musik jedoch immer gewehrt. Was stört euch konkret an dieser Bezeichnung?
Maxim: Spaß klingt zahnlos. Das klingt nach: »Ich will dich mal kurz unterhalten, aber ich habe nicht vor, den König zu köpfen.« Das finde ich aber langweilig und öde. Wir wollen den König köpfen. Und Prinz William ist der nächste.

Ein Song auf der neuen Platte heißt H.I.T.. Darin gibt es auch die Textzeile »Wir waren die ersten hier, Clown-Rap auf deutsch/denn du musst auch albern sein, wenn der Beat nicht mehr läuft.« Das ist dann wohl eure Antwort auf das Stigmata der ewig Lustigen.
Maxim: Wir mokieren, dass viele nach außen hin lustig wirkenden Leute in Wirklichkeit häufig totale Trauergestalten sind. Die Zeile ist also durchaus ernst gemeint.
Tarek: Es ist doch immer so: Sobald es geplant wirkt, kommt es einfach nicht mehr cool. Es muss zwar nicht alles spontan sein, aber spontan wirken. Und wenn jemand über sich selbst sagt, er sei krass witzig, dann ist er es meistens sowieso nicht.

Was glaubt ihr, mit was für einem Gedanken die Platte einen nach dem ersten Durchhören hinterlässt?
Craft: Früher waren die besser.
Nico: Zum Glück habe ich mir die nicht gekauft.

Das Album Urlaub fürs Gehirn von K.I.Z. findest du bei hhv.de als CD und LP.
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 03.06.2011
K.I.Z.
Urlaub fürs Gehirn
Nach zwei Jahren melden sich die vier Berliner gewohnt schlagfertig und mit ordentlich schwarzen Humor zurück.
Music Review | verfasst 14.07.2015
K.I.Z
Hurra die Welt geht unter
K.I.Z erkämpfen sich mit ihrem fünften Album »Hurra die Welt geht unter« noch martialischer ihren Platz zwischen Schulhof und Feuilleton.
Music Kolumne | verfasst 08.06.2011
Entweder Oder
Entscheider: K.I.Z.
K.I.Z. sind bekanntlich nie um eine alberne Antwort verlegen. Das Konzept unserer Kolumne »Entweder oder« könnte im Falle der Berliner also zu so etwas wie »Sowohl/als auch/was ganz anderes« ausarten. Wir haben’s trotzdem versucht…
Music Bericht | verfasst 29.06.2015
K.I.Z
Hoffen auf den großen Knall
K.I.Z feiern in diesem Jahr Jubiläum. Und den Weltuntergang. Zehn Jahre ist es her seit 2005 »Das RapDeutschlandKettensägenMassaker«, das erste Album der Band, bei Royal Bunker erschien. Die Tage erscheint ihr neustes.
Music Review | verfasst 28.06.2007
K.I.Z.
Hahnenkampf
Nas sagt, Hip Hop ist tot. K.I.Z. beweisen mit ihrem dritten und zugleich bestem Album: Deutschrap ist es nicht.
Music Kolumne | verfasst 10.08.2011
Aigners Inventur
Juni/Juli 2011
Wer anfängt sich in seinem Liegestuhl zu langweilen, bekommt nun die Gelegenheit, die nächsten 15 Minuten mit unserem Scharfrichter vom Dienst und Casper, Wiley, Zomby, MCDE, fLako, den Junior Boys und Laurel Halo zu verbringen.
Music Bericht | verfasst 23.08.2011
Hip Hop Kemp 2011
Tradition statt Stagnation
Das größte Hip Hop Festival Europas feierte letzte Woche vier Tage lang sein zehnjähriges Bestehen. Das Line Up versprach nicht viel Neues, barg aber doch einige Überraschungen. In Tschechien ist halt einiges anders.
Art Kolumne | verfasst 11.10.2011
Yaneqdoten
Aufbau West!
Yaneq hat Probleme mit der Ost-Berliner Polizei und stolpert darüber in ein anekdotenreiches Sinnieren über das deutsche-deutsche Verhältnis zweiundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall.
Music Review | verfasst 06.06.2007
Warheit
Betonklassik
Lange musste man auf ein Album von Azads Crew Warheit warten, nun liegt es mit endlich vor.
Music Review | verfasst 30.12.2010
Tua & Vasee
Evigila
Tua & Vasee haben sich hingesetzt, ein Konzept erarbeitet und ein Album aufgenommen, dass den Namen »Kunstwerk« verdient.
Music Review | verfasst 01.03.2007
V.Mann & Morlockk Dilemma
Hang zur Dramatik
Ein Lichtblick in diesem mauen Deutschrapjahr: V.Mann und Morlockk Dilemma leben ihren Hang zur Dramatik aus. Da haben sich zwei gefunden.
Music Review | verfasst 30.01.2011
Forsch und Facette
Forsch und Facette
Die Kölner Sängerin Fleur Earth tut sich diesmal mit dem Produzenten Quo Vadis zusammen: Das passt!
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelgenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.
Music Liste
Selling
Picks 10 latest Vinyl Records
Der als Gold Panda bekannte Derwin Dicker hat sich mit Jas Shwa von Simian Mobile Disco zusammengetan und als Selling ein gemeinsames Album, »On Reflection«, veröffentlicht. Was sonst noch auf irhen Plattenspieler kommt, verraten sie hier.
Music Liste
Chris Liebing
Picks 10 latest Vinyl Records
Chris Liebing ist vor kurzem 50 Jahre alt geworden. Und doch ist es, als wäre es gestern gewesen, als er als Augenzeuge, mehr noch, als Wegbereiter dem Techno hin zur Massenkultur den Weg bereitet. Hier und heute pickt er 10 Schallplatten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2019
Es ist 2019. Real-Player-Audioqualität auch kein Fickfinger mehr, sondern nur noch Pein im Popo. Aigners Inventur wieder da. Der einzige Anlass auf der Welt also, um mal kurz aus dem Winterschlaf respektive K-Hole aufzuschauen.
Music Liste
deM atlaS
Picks 10 latest Vinyl Records
deM atlaS war mal Frontmann einer Rockband, zeichnet Stück für Stück schon mal sämtliche Covers einer Vinylauflage und debütierte jüngst auf Rhymesayers. Diese Schallplatten gefallen ihm aktuell selbst.
Music Kolumne
Records Revisited
Elecktroids – Elektroworld (1995)
Wer sind sie und wenn ja wie viele? Diese Frage haben sich seit der Erstveröffentlichung von »Elektroworld«, dem 1995 erschienenem, einzigen Album der Elecktroids, so einige gefragt. Die Hinweise auf einen Urheber haben sich verdichtet.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Porträt
Cannonball Records
Bombenstimmung auf der Tanzfläche
2014 hat der Italiener Alberto Zanini sein Label Cannonball Records gegründet. 30 Releases später kann man sagen, dass er damit einen nicht unerheblichen Beitrag für die Rare Soul-Szene leistet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November 2018
Steht in Marrakesch und check gar nichts mehr: die letzte Inventur des Jahres, unter anderem mit Max Graef, Black Merlin, Guavo, Julia Holter, Bruce und Objekt. Theoretisch wieder eine Sensation.
Music Porträt
Charles Mingus
Wiederentdeckte Wut
Amir Abdullah staunte nicht schlecht, als ihm die Witwe von Jazz-Drummer Roy Brooks, Tonbänder eines Konzertes von Charles Mingus zeigte, das dieser 1973 in Detroit gegeben hatte. Es wurde Zeit für eine Wiederentdeckung.
Music Liste
Max Graef
Picks 10 latest Vinyl Records
Max Graef spricht deine Sprache nicht, dafür aber jede andere. Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« hat der Berliner 10 empfehlenswerte Schallplatten aus unserem Shop ausgewählt.
Music Liste
Jakko Eino Kalevi
Picks 10 latest Vinyl Records
Den Finnen kann man ja einiges Nachsagen. Als »Dream-Pop-Reformer« sind sie aber bislang noch nicht beschrieben worden. Dabei dürfen sie sich in Person des Popmusikers Jaakko Eino Kalevi genau dies auf die blau-weiße Fahne schreiben.
Music Interview
The Last Poets
Nichts erfunden
Vier Wochen nach dem Tod des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. haben sich The Last Poets gegründet. Ihr kreatives Schaffen ist eine Art Initial für das, was wir heute »Hip-Hop« nennen. Wir trafen sie zu einem sehr spannenden Interview.
Music Interview
Mndsgn
Beats ohne Einschränkungen
Mndsgn baut Beats. Er gehört zum erlauchten Kreis des Labels Stones Throw. In diesem Jahr hat er ein eigenes Label gegründet, eine Platte veröffentlicht und u.a Beats für Fatima und Prophet produziert. Zeit für ein Interview.
Music Porträt
Art Ensemble Of Chicago
Let's Push Things Forward
Seit 50 Jahren arbeitet sich das Art Ensemble Of Chicago am Jazz ab. Eines ihrer einflussreichsten Veröffentlichungen, »Les Stances a Sophie« aus dem Jahre 1969, wurde nun wiederveröffentlicht. Wir geben Einblick in eine unterschätzte Band.
Music Kolumne
Records Revisited
Sonic Youth – Daydream Nation (1988)
Mit ihrem fünften Studioalbum »Daydream Nation« schufen Sonic Youth einen Meilenstein, dessen Sound bis heute nachhallt. Auf über siebzig Minuten kulminieren Noise, Rock und Indie. Schall und Wahn im Amerika von US-Präsident Ronald Reagan.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2018
Noch ist die Echsentransformation nicht abgeschlossen. Aber wo anderorts leider der Musikjournalismus stirbt, bleibt Aigner der letzte lebende Dinosaurier. Hier ist die Inventur des Monats Oktober. Best cherish it!
Music Interview
Atmosphere
Wir Kinder von Action-Figuren
Seit 20 Jahren sind Atmosphere nun schon im Geschäft. Müde werden Slug und Ant dabei nicht. Pünktlich zum Release ihres neuen Albums »Mi Vida Local« sprachen wir mit Slug über Straßen, Action-Figuren und den Reiz von Rettungsboten.
Music Liste
Jerry Paper
Picks 10 latest Vinyl Records
Jerry Paper komponiert groovy Popliedchen am Synthesizer, mit schrulligen Saxophonsounds und lächerlichem Cembaloklänge. Die 10 Schallplatten, die er aus unserem Webshop gepickt hat, sind weniger albern, aber verspielt und groovend.
Music Liste
Terr
Picks 10 latest Vinyl Records
Terr hat sich nach einer Figur aus dem Sci-fi-Evergreen »Fantastic Planet« benannt. Das Interstellare spielt halt eine große Rolle in ihrer Musik. Für uns hat sie nun 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickt.