Music Interview | verfasst 19.08.2011
Brenk
»Soulig und bouncig um die Ecke«
Anfang September veröffentlicht der Wiener Brenk den zweiten Teil seiner Instrumental-Reihe »Gumbo« auf Melting Pot Music. Zeit für uns, dem Sinatra Wiens ein paar Fragen vorzuspielen.
Text Paul Okraj , Fotos Robert Winter
2323-brenkimstudioartikel-www.hhv-mag.com

Wuchtige Drumbreaks, feinst-garnierte Soulchops, rollende Synthmelodien – keine Frage, einen Brenk-Beat lernt man schnell schätzen und filtert ihn noch schneller aus der Einheitssuppe der überquellenden Beatmaker-Generation heraus. Das hat selbst DJ Premier erkannt, der sich vor lauter Propsgeberei kaum mehr halten kann, so bald man ihn in Interviews nach dem Wiener Produzenten Branko Jordanovic alias Brenk befragt. Der hingegen zeigt sich vom Rummel und seine Person gänzlich unbeeindruckt und
arbeitet mit übermäßigen Eifer an neuen Instrumentalmeisterwerken. Neben zahlreichen Produktionen, die er auf dem kommenden Album der Westcoast-Legende MC Eiht platziert hat (das wiederum auf DJ Premiers Label Year Round Records erscheint), arbeitet Brenk derweil an der Fertigstellung der neuen Supergruppe S3 (Supa Soul Shit), die er gemeinsam mit MPM-Labelkollegen Miles Bonny ins Leben gerufen hat. Vorher allerdings bleibt er auf Solos Pfaden und veröffentlicht Anfang September den zweiten Teil seiner Instrumentalserie Gumbo. Zeit also, ihm ein paar Platten zu schicken und nach seiner Meinung zu fragen.

10FÜRBRENK: MC Eiht - Straight Up Menace MC Eiht – Straight Up Menace (1993, Jive)
Find it at hhv.de: 12inch
Die obligatorische MC Eiht-Frage zuerst, dafür erspare ich dir die Frage nach Premier. Los Angeles anno 1993. Die Geburtsstunde deiner Liebe zu Hip-Hop?
Ja, kommt hin, wobei ich glaube, dass meine erste selbst gekaufte CD die Predator von Ice Cube war. Die Jahre darauf, als ich begann tiefer zu graben, lernte ich neben den offensichtlichen Stars (Snoop, Dre, Eazy-E) auch undergroundigere Rapper und Gruppen kennen (Twinz, Celly Cell, Dru Down), die mich bis heute begleiten. Dasselbe gilt für Eastcoast und Down South Zeug.

10FÜRBRENK: Model 500 - The Flow (G-Funk Mix) Model 500 – The Flow (G-Funk Mix) (1995, R&S)
G-Funk wurde selbst von den Techno-Gründungsvätern in Detroit aufgegriffen. Ein musikalischer Trend oder Attitüde for life?
Definitiv kein Trend, weil die G-Funk Musik den kalifornischen Lebensstil wiederspiegelte und der seither im Großen und Ganzen aufrecht geblieben ist. Außerdem merkt man ja an neuen Cats von Dom Kennedy bis AB Soul, dass sie gekonnt Samples mit den typischen G-Funk Synthesizern kombinieren und so dem Ganzen ein neues 2011 Gewand verleihen. Apropos: die Leute dürfen schon auf das kommende MC Eiht Album gespannt sein!

10FÜRBRENK: Falco - Männer des Westens Falco – Männer des Westens (1986, Mega)
Find it at hhv.de: CD
In Bezug auf Österreich/Wien ist das Thema Falco omnipräsent. Hast du dich jemals mit seinem Werk beschäftigt?
Ich war nie der überdrüber Falco Fan, fand ihn aber immer sehr cool und einzigartig, meine Lieblings-Falco-Nummer ist Junge Römer. Ich hab sogar einen offiziellen Remix von Amerika gemacht, der auf die letzte Falco-Tribute-CD drauf sollte, allerdings wie das mit Major Labels so ist, sind wir am Schluss nicht zusammengekommen und so wird das gute Stück auf meiner Festplatte verstauben, weil sie mich sicher verklagen würden, sollte ich das je unter die Leute bringen. (lacht)

10FÜRBRENK: DJ Cam - Twilight Zone DJ Cam – Twilight Zone (1997, Inflamable)
Wuchtige Drumbreaks stehen bei dir häufig im Mittelpunkt, die Stimmung neigt aber meistens ins Positive, sind aufgedreht, weniger introvertiert. Eine richtige Beobachtung?
Das kann man so stehen lassen! Wobei ich auch richtig grimmige Bösewichte in meinem Repertoire hab, das mit den Stimmungen hält sich ziemlich die Waage. Introvertiert muss meiner Meinung nach auch nicht immer zurückhaltend und düster sein, sondern kann auch soulig, bouncig um die Ecke kommen.

10FÜRBRENK: Diverse - Ain't Right (Instrumental) Diverse – Ain’t Right (Madlib Instrumental) (2004, P-Vine)
Find it at hhv.de: 12inch
Madlib und Dilla. Auf Chop Shop und auch Gumbo II verwendest du teils dieselben Samples. Tribut?
Dieselben Samples? Ich wüsste grad nicht welche Beats du da genau meinst, aber das kann schon mal vorkommen das man denselben Sample rausfischt. Da wir ja alle in denselben Gefilden jagen. Wenn ich manchmal einen Sample finde den schon jemand vor mir verwendet hat, reizt es mich trotzdem, ihn nochmal ganz anders zu verwenden und zu choppen. Natürlich gibt es ein paar heilige Samples die ich nicht mehr angreifen würde, aber das hält sich in Grenzen.

10FÜRBRENK: Scarface - Emeritus Scarface – Emeritus (2008, Rap-A-Lot 4 Life)
Find it at hhv.de: CD
In einem Interview hast du die Frage, welchen Song du gerne mal remixen würdest mit Scarface – Emeritus beantwortet. Der Beat ist an sich schon Brenk-like. Würdest du ihn komplett wenden? Andere Remix-Wünsche?
Eigentlich meinte ich generell, Scarface zu remixen wär mal killer, aber natürlich gibt es da noch viele, viele Andere die ich gerne remixen würde, von Curren$y bis Sean Price, von Ghostface bis Nate Dogg (R.I.P., einer meiner ganz großen Helden).

10FÜRBRENK: Prince - The Ballad Of Dorothy Parker Prince – The Ballad Of Dorothy Parker (1987, WEA)
Find it at hhv.de: 2LP
Hier gehts mir um die die filigranen, reduzierten Prince-(Linn-)Drums. Bei dir stehen Drums auch meistens mit Mittelpunkt, sind aber meistens wuchtig und sehr dominant. Startest du deine Beats meistens mit den Drums?
Ich bin ehrlich gesagt kein Prince Experte, finde die Nummer hier aber richtig cool von der Stimmung her. Eigentlich kann man wirklich sagen dass ich bei gut 80% mit den Drums starte. Natürlich kommts auch umgekehrt vor, aber die Drums programmier ich doch oft zuerst. Wenn ich auf einen Sample oder Synth-Sound zuerst kippe, wird alles Andere um ihn herum gebaut aber wie gesagt eher andersrum.

10FÜRBRENK: Gentle Giant - Playing The Game Gentle Giant – Playing The Game (1974, Capitol)
Find it at hhv.de: LP
Sicherlich nicht der abgefahrenste Prog-Song, dafür mit tollen Drums und einem interessanten Breakdown. Deine Beats machen den Eindruck, als seist du mit Prog-Rock bestens vertraut. Irgendwelche Favoriten?
Ich hab schon einige Prog- und Krautrock Platten, die mich immer wieder flashen und sehr inspirieren, da sie ja meistens ziemlich schräg klingen. Das Gute ist eben, das hinter jedem noch so chaotischen Sound oder Geplärre die perfekten 10 Sekunden schlummern können. Man muss einfach sein Gehör spitzen um dann aus dem Unmöglichen einen womöglich geilen Loop herauszuhören. Aber es erfordert natürlich mehr Ausdauer, da die Nummern ja oft an die 10min dauern, und man sich da erstmal durchboxen muss.

10FÜRBRENK: The Stylistics - Let Them Work It Out The Stylistics – Let them work it out (1973, Avco)
Ich kann mich irren, aber die Stylistics haben eine besondere Bedeutung für dich, oder?
Die Stylistics gehören auf jeden Fall zu meinen Top 5 Soulgruppen aller Zeiten. Natürlich hab ich wöchentlich neue Lieblinge die ich entdecke, aber die Meisten dieser Gruppen haben dann doch nicht so eine ausgiebige Diskographie wie die Stylistics. Ich hab sogar DVDs von ihren Live Auftritten, jedoch waren die meistens leider ohne Russel Thompkins Jr., der ja das markante Herz der Band war.

10FÜRBRENK: Nebraska - Patina Nebraska – Patina (2011, Rush Hour)
Find it at hhv.de: 2LP
Produzenten der elektronischen Musik haben oftmals ein Herz für Hip-Hop. Anders tun sich Hip-Hopper damit aber oftmals schwer. Wie siehts bei dir aus?
Hab ich da den Sample von Stakes Is High von De La Soul rausgehört? Mir gefällt Musik, bei der die Stimmung, die der Produzent zu vermitteln versucht, auf mich übergreift. Da ist es mir dann scheißegal, wie schnell oder langsam die Nummer ist-wenn der Funken überspringt. Da fällt mir spontan Justice ein, die sind seeehr leiwand!

Verlosung
Brenk Sinatra - 2x2 Tickets für ein Konzert deiner Wahl zu gewinnen
Wir verlosen 2×2 Freikarten für ein Brenk Sinatra Konzert deiner Wahl. Du musst nichts weiter tun als dich einzuloggen und an der Verlosung teilnehmen. Die Gewinner werden ausgelost.

Die Verlosung läuft bis zum 03.02.2020.
Du musst eingeloggt sein um an einer Verlosung teilzunehmen. ― Login
Das Album Gumbo II kannst du bei hhv.de vorbestellen: LP
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 08.12.2011
Brenk Sinatra
Gumbo 2 (Pretty Ugly)
Melting Pot’s Finest Brenk Sinatra bringt mit Gumbo 2 (Pretty Ugly) sein bereits drittes Instrumental-Album.
Music Review | verfasst 12.12.2012
S3 (Miles Bonny & Brenk Sinatra)
Supa Soul Sh*t
Das ist gesetzte, aktuelle, erwachsene, entspannte, und doch spannende Soul-Musik, die über kontinentale Grenzen hinweg funktioniert.
Music Review | verfasst 28.08.2013
Betty Ford Boys
Leader Of The Brew School
»Leaders Of The Brew School« ist nicht weniger als der feuchte Traum aller Bedroom-Producer.
Music Review | verfasst 26.11.2014
Betty Ford Boys
Retox
Nichts mit Entschlackungskur – hier wird nachgeschüttet. Hier steckt richtig Volumen hinter.
Music Review | verfasst 09.08.2016
Brenk Sinatra
Gumbo 2: Pretty Ugly/Lost Tapes
Stell dir vor, du bist Nelly-Fan und hörst dein ganzes Leben lang »Suit«. Und plötzlich zeigt dir jemand »Sweat«.
Music Interview | verfasst 07.11.2012
Miles Bonny
In erster Linie Mensch
Miles Bonny ist zurück. Wenn er denn überhaupt weg war. Aber der Sänger, Flügelhornist, Komponist, Producer, DJ und – wie er in diesem Interview bemerkt – Mensch ist präsent wie lange nicht.
Music Interview | verfasst 19.11.2013
Betty Ford Boys
The Crucial Question
Unsere Gretchenfrage ist vielleicht nicht so absolut wie die in Goethes »Faust«, aber sie enthüllt einen bestimmten Aspekt mit nur einer Frage. Ohne Schnickschnack. Diesmal geht sie raus an die Betty Ford Boys.
Music Interview | verfasst 24.11.2014
Betty Ford Boys
Beats aus der Bude
Es ist kaum ein Jahr her, dass Dexter, Brenk Sinatra und Suff Daddy ihr Debüt veröffentlichten. Schon wurden für »Retox« wieder die G-Funk-Geräte angeschaltet. Diesmal in einer alten Fischerhütte. Die Betty Ford Boys sind wieder im Rausch.
Music Review | verfasst 13.12.2012
Juke&Imun
Der Erste Macht Das Licht An
Purer Boom Bap mit Anspruch, der wirklich Spass macht. Juke & Imun sind die Hoffnungsträger des qualitativen Deutsch-Rap der Zukunft.
Music Review | verfasst 16.02.2017
Brenk Sinatra & Morlockk Dilemma
Hexenkessel 1 & 2
Zwei Giganten des deutschen Hip Hop liefern auf zwei EPs ein »Großstadthörspiel«, eine Hommage an früher, einen Karrierehöhepunkt.
Music Review | verfasst 22.10.2010
FS Green & Full Crate
Hi-Hat Club 5: Eggs And Pancakes
Die Stärke besteht in Bassläufen, die ausgewählte Samples dezent in den Hintergrund rücken.
Music Review | verfasst 12.11.2010
Brzzvll
Happy Life Creator
Die Belgier versprühen eine Energie, der man sich wirklich nur schwer entziehen kann.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Mos Def – Black On Both Sides (1999)
Das »To Pimp A Butterfly« der Prä-Smartphone-Generation: Mos Defs Debüt tritt Ende der Neunziger gegen den Shiny Suit-Mainstream mit politischer Finesse und Harakiri-Flow auf. Warum du »Black On Both Sides« heute wieder hören musst.
Art Bericht
No Photos on the Dance Floor!
Nichts für Voyeure
Noch bis zum 30.November kann die Clubkultur in Berlin nach dem Mauerfall in Fotos von Wolfgang Tilmans, Ben de Biel oder Sven Marquardt nachvollzogen werden. »No Photos on the Dance Floor!« verzichtet dabei auf einen voyeuristischen Blick.
Music Kolumne
Records Revisited
King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)
Die Platte, die dem Prog-Rock zur Geburt verhalf: Vor 50 Jahren machte King Crimson auf ihrem Debütalbum vor, wie man im 6/8-Takt rockt, mischte Jazz und Klassik in die Arrangements und läutete apokalyptisch das Ende der Sechziger ein.
Music Porträt
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Essay
Quentin Tarantino
Musik als filmisches Mittel
Die Filme von Quentin Tarantino sind gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf die Popkultur. In erster Linie natürlich auf den Film. Aber auch die Musik spielt wie in seinem neuesten Film »Once Upon A Time in Hollywood« immer eine Rolle.
Music Kolumne
Records Revisited
Charles Mingus – Mingus Ah Um (1959)
Charles Mingus war das verrückteste Genie der Jazzgeschichte. In diesem Jahr wird sein berühmtestes Album »Mingus Ah Um« 60 Jahre alt. Ein Rückblick auf Vulkanausbrüche, Waffengewalt und eine Platte, die dem Bass zur Artikulation verhalf.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.