Art Kolumne | verfasst 25.08.2011
Yaneqdoten
Wireless Lan
Yaneq erzählt einen Witz und darüber, wie er diesen Witz erzählt und gibt ganz nebenbei Einblicke in sein kleines Repertoire an Witzen und in seine Versuche als Statist beim Film Fuß zu fassen.
Text Jan Kage , Fotos Klub7
2361-yaneqdoten5august2011-www.hhv-mag.com

Es war Anfang der Nuller Jahre und Marc Hype hatte Geburtstag. Er feierte in der kleinen Galerie Tristesse Deluxe, die damals noch auf der Schlesischen Straße war. Einige Leute waren gekommen. Neben den Berliner Oldschoolern auch all diejenigen, die damals HipHop oder ähnliches in der Stadt machten und mit ihm befreundet waren. Hundert Leute vielleicht. Ich saß hinten nah der Bar und den Toiletten mit vier Jungs, die ich nicht kannte, und wir unterhielten uns bei Bier und Joints. Irgendwann kam das Thema »Ausländer« auf. Ich war schon gut angetüdelt und angeraucht und stellte nun meinen Ethno-Blick scharf.
»Ach so, ihr seid Türken«, sagte ich und freute mich. »Ich kenn’ ’nen super Witz!«
Durch die Wolken meines Rausches brach sich jäh die Realität der Situation Raum. Der Sound ging quasi aus und ein Spot richtete sich auf mich. Kein zurück mehr. Das war mir aber auch egal. Mein Leben lang habe ich gerne Witze gehört und sie ebenso gerne weitererzählt und mich dann irgendwann gefragt, wer sich diese Witze alle ausdenkt. Wo kommen die her? Gibt es da Autoren und Redaktionen für? Heißen diese Redaktionen Kneipe? Was sind das für Menschen, die sich Witze ausdenken? Oder schreibt sie gar das Kneipenkollektiv gemeinsam? Die deutsche Form von Oral History also.
Irgendwann dann, kurz vor Hypes Geburtstag, fiel mir einfach so, ohne großes Nachdenken mein erster eigener Witz ein. Keine Ahnung, warum gerade mir als gutem alten, linken Multikulturalisten ausgerechnet ein Türkenwitz einfallen musste, aber so war es nun mal. Zumindest scheinbar. Als kleine Info zum besseren Verständnis der folgenden Pointe sei vorrausgeschickt, dass es die Zeit war als Internet zwar nicht mehr unbedingt, aber Laptops doch noch Neuigkeitswert besaßen.
»Du weißt, was jetzt passiert, wenn der Witz Scheiße ist?«, fragte der eine meiner Gesprächspartner und ich sagte: »Na klar, dann kannste mich boxen. Pass auf: Was ist ein Türke mit ’nem Laptop?«
Die Jungs dachten ernsthaft nach, Denkmimik in den Gesichtern. Dann sagte der Wortführer: »Keine Ahnung. Kann alles mögliche sein! Ein Dieb?«
»Nein, Mann. Was denkst du was ich hier für Witze erzähle? Ich bin doch kein Nazi!«
»Weiß ich nicht, Alter! Was ist er?«
Ich setzte eine Kunstpause, die vier guckten mich gespannt an und dann droppte ich die Pointe: »Wireless Lan!«
Zwei von ihnen, der Wortführer darunter, packten sich augenblicklich weg vor Lachen, fielen fast von ihren Hockern. Die anderen beiden blieben regungslos sitzen, keine Miene verzog sich in ihren Gesichtern und dann fragten sie, nachdem die ersten beiden ausgelacht hatten, trocken, aber durchaus interessiert: »Was ist das: Wireless?«

Das Tolle an dem Witz ist, dass er als Seismograph des deutschen Apartheidsystems funktioniert. Das Tolle an dem Witz ist, dass er als Seismograph des deutschen Apartheidsystems funktioniert. Erzählt man ihn einem wohlbehütet aufgewachsenem deutsch-deutschen Mittelklasse-Studenten, der keine deutsch-türkischen Freunde oder Bekannte hat, dann erntet man weder Lachen noch eine klärende Rückfrage. Die lieben Jungs und Mädels wissen einfach nicht, was das türkische »Lan« bedeutet. Und wenn man es ihnen dann erklärt… Aber erklärte Witze halt!
Obwohl, manchmal muss man auch einen Witz erklären. Vor allem den spontanen. Als ich zum Beispiel zum ersten Mal zu meinem Friseur in der Wrangelstraße ging, um mich bei Tarantinos Inglourious Basterds Statisten-Casting in Babelsberg mit schnieker 30er Jahre-Frisur auf Nummer Sicher zu empfehlen, guckte mich Ali ein bisschen geschockt an als ich ihm erklärte, ich bräuchte eine Nazifrisur.
»Nein, nicht Skinhead! So 30er Jahre, hinten hochrasiert und vorne zurückgegelt! Ich will zu einem Casting.«
»Ach so«, sagte er, »das kriegen wir hin!« Und seitdem fragt er jedes Mal, wenn ich zu ihm komme, ob ich wieder einen Nazischnitt wolle. Ich bin dabei geblieben. Bei ihm und bei der Frisur.
Die Rolle habe ich damals nicht gekriegt. »Wieso nicht«, fragte Ali.
»Die haben gesagt, ich sehe nicht deutsch aus! Ich könnte aber vielleicht einen Franzosen geben, am Ende, wenn das Kino in die Luft fliegt.« Aber auch daraus ist leider nichts geworden.

Später sind mir dann noch zwei Witze eingefallen, die nach dem gleichen Muster funktionieren, aber sie haben nicht die gleiche elegant-schlichte Schöhnheit wie Wireless Lan. Sie kommen noch mehr um die Ecke, aber gerade das macht ihren besonderen Charme aus.
Wie grüßen sich zwei heterosexuelle HipHop-Schwuchteln in einem New Yorker Sushi Restaurant??
»Whas-a-bi?«
, ist der eine.
Wie nennt man grundsätzlicherweise einen asiatischstämmigen Amerikaner, der die Schnauze von San Francisco voll hat??
Bay-Sick-Lee
, der andere.
Da kommt eigentlich keiner drauf. Sehr gute Denker aber haben »Wireless Lan« schon erraten. Das waren aber wirklich nur zwei oder drei in den bald zehn Jahren, die ich den Witz nun schon mit gleichbleibender Begeisterung erzähle.
Falls irgendjemand behaupten sollte, er hätte den Witz schon mal gehört und in Zweifel zieht, dass ich der Schöpfer dieser Perle bin: Er irrt! Wenn ich auf zwei Sachen im Leben wirklich stolz bin, ist es dieser Witz und die Lösung der alten Frage, was zuerst war, das Huhn oder das Ei. Aber die beantworte ich an anderer Stelle mal. Meine Witze jedenfalls, soviel habe ich rausgefunden, entstehen nachts am Tresen.

Jan Kage aka Yaneq veranstaltet regelmäßig die Reihe »Party Arty«. Er hat auch eine schicke Galerie, eine Radiosendung auf Motor.FM und eine ungepflegte Webseite.
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Art Kolumne | verfasst 30.03.2011
Yaneqdoten
Venga, venga, motherfuckers!
Yaneq reist mit einem Kumpel nach Gran Canaria und findet dort wie zufällig Belege für die bereits von seinem Geschichtslehrer gehegte Binsenweisheit: In der Stadt sind die Menschen freundlich und nett, auf dem Lande bösartig und gemein!
Art Kolumne | verfasst 04.05.2011
Yaneqdoten
»Waaas?!«
Yaneq verstrickt sich in eine heiße Diskussion mit einem Stuttgarter über den Umbau des Bahnhofs der süddeutschen Metropole. Die Lage spitzt sich zu, im Hintergrund läuft Work It Out von Jurassic 5 und Yaneq fragt ganz lapidar: »Waaas?!«
Art Kolumne | verfasst 06.06.2011
Yaneqdoten
Learn the rules, kid!
Yaneq gerät in eine verbale Auseinandersetzung mit einem französischen Plakatkleber über bestimmte Regeln im Plakatkleberbusiness, die es einzuhalten gilt. Doch was hat Frau Reich, Schaffnerin der Deutschen Bahn damit zu tun?
Art Kolumne | verfasst 29.06.2011
Yaneqdoten
SSSSt!
Yaneq erzählt von den Gepflogenheiten und wenig geschäftsfördernden Gebaren Kreuzberger Grasdealer und über einen Gast aus Baltimore, der zum ersten Mal außerhalb der USA weilt und sich mitunter in der Zeit zurückversetzt fühlt.
Art Kolumne | verfasst 11.10.2011
Yaneqdoten
Aufbau West!
Yaneq hat Probleme mit der Ost-Berliner Polizei und stolpert darüber in ein anekdotenreiches Sinnieren über das deutsche-deutsche Verhältnis zweiundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall.
Art Kolumne | verfasst 18.11.2011
Yaneqdoten
Komi, KKK, Meese und der alte Sack in Köpenick
Yaneq erfährt, dass die Nazis einen Ku Klux Klan im Berliner Stadtteil Köpenick gegründet haben und wird Zeuge von Gesprächen zwischen Kunst und Rassismus. Am Ende hat er eine Idee für eine Performance.
Art Kolumne | verfasst 07.02.2012
Yaneqdoten
Mach es auffällig
Yaneq erzählt von einigen Glanzstücken der Unverfrorenheit, davon, dass wenn man etwas Verbotenes tun will, ohne sich dabei erwischen zu lassen, man es an Auffälligkeit und Dreistheit nicht missen lassen solle.
Books Review | verfasst 25.01.2013
Gerry »Cutmaster GB« Bachmann
The Hip Hop Cookbook: Four Elements Cooking
Geschichtsdokument, Fotoband und nützliche Küchenhilfe: Ein Buch, das nach der Lektüre nicht im Regal verschwinden muss.
Art Kolumne | verfasst 23.08.2012
Yaneqdoten
Fahrradhelme stinken
Yaneq erzählt von seiner Abneigung gegenüber Fahrradhelmen und wie sich diese Abneigung im Laufe der Zeit veränderte, darüber, wie das Auto seine Abscheu gegenüber Fahrradhelmen zwar nicht beseitigte aber doch lindern konnte.
Art Kolumne | verfasst 02.11.2012
Yaneqdoten
Drinking & Driving
Yaneq erzählt von angetrunkenen und bekifften Geschäftsmännern, die dennoch Haltung bewahren und davon wie ihm selbst bei einer Begegnung mit Staatsbeamten der Beweisführung ein Schnippchen schlagen konnte.
Art Kolumne | verfasst 20.02.2013
Yaneqdoten
Freestyle Esperanto
Yaneq erzählt von seinem sicheren Umgang in verschiedenen Sprachen, davon, wie man ihn in San Sebastian für einen Zugewanderten und ein Brite ihn für einen Iren hielt und Niederländer ihn für seinen Versuch Holländisch zu reden noch lobten.
Art Kolumne | verfasst 04.04.2013
Yaneqdoten
Frei.Wild? Graue Wölfe?
Yaneq erzählt von seiner Abscheu gegenüber den italienischen Rechtsrecken Frei.Wild und über einen ähnlich gelagerten Fall, nämlich den der Böhsen Onkelz, und wie ihm einmal vor Schreck die Rock’n’Roll-Hand in der Luft gefror.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.
Music Liste
Selling
Picks 10 latest Vinyl Records
Der als Gold Panda bekannte Derwin Dicker hat sich mit Jas Shwa von Simian Mobile Disco zusammengetan und als Selling ein gemeinsames Album, »On Reflection«, veröffentlicht. Was sonst noch auf irhen Plattenspieler kommt, verraten sie hier.
Music Liste
Chris Liebing
Picks 10 latest Vinyl Records
Chris Liebing ist vor kurzem 50 Jahre alt geworden. Und doch ist es, als wäre es gestern gewesen, als er als Augenzeuge, mehr noch, als Wegbereiter dem Techno hin zur Massenkultur den Weg bereitet. Hier und heute pickt er 10 Schallplatten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2019
Es ist 2019. Real-Player-Audioqualität auch kein Fickfinger mehr, sondern nur noch Pein im Popo. Aigners Inventur wieder da. Der einzige Anlass auf der Welt also, um mal kurz aus dem Winterschlaf respektive K-Hole aufzuschauen.
Music Liste
deM atlaS
Picks 10 latest Vinyl Records
deM atlaS war mal Frontmann einer Rockband, zeichnet Stück für Stück schon mal sämtliche Covers einer Vinylauflage und debütierte jüngst auf Rhymesayers. Diese Schallplatten gefallen ihm aktuell selbst.
Music Kolumne
Records Revisited
Elecktroids – Elektroworld (1995)
Wer sind sie und wenn ja wie viele? Diese Frage haben sich seit der Erstveröffentlichung von »Elektroworld«, dem 1995 erschienenem, einzigen Album der Elecktroids, so einige gefragt. Die Hinweise auf einen Urheber haben sich verdichtet.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Porträt
Cannonball Records
Bombenstimmung auf der Tanzfläche
2014 hat der Italiener Alberto Zanini sein Label Cannonball Records gegründet. 30 Releases später kann man sagen, dass er damit einen nicht unerheblichen Beitrag für die Rare Soul-Szene leistet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November 2018
Steht in Marrakesch und check gar nichts mehr: die letzte Inventur des Jahres, unter anderem mit Max Graef, Black Merlin, Guavo, Julia Holter, Bruce und Objekt. Theoretisch wieder eine Sensation.
Music Porträt
Charles Mingus
Wiederentdeckte Wut
Amir Abdullah staunte nicht schlecht, als ihm die Witwe von Jazz-Drummer Roy Brooks, Tonbänder eines Konzertes von Charles Mingus zeigte, das dieser 1973 in Detroit gegeben hatte. Es wurde Zeit für eine Wiederentdeckung.
Music Liste
Max Graef
Picks 10 latest Vinyl Records
Max Graef spricht deine Sprache nicht, dafür aber jede andere. Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« hat der Berliner 10 empfehlenswerte Schallplatten aus unserem Shop ausgewählt.
Music Liste
Jakko Eino Kalevi
Picks 10 latest Vinyl Records
Den Finnen kann man ja einiges Nachsagen. Als »Dream-Pop-Reformer« sind sie aber bislang noch nicht beschrieben worden. Dabei dürfen sie sich in Person des Popmusikers Jaakko Eino Kalevi genau dies auf die blau-weiße Fahne schreiben.
Music Interview
The Last Poets
Nichts erfunden
Vier Wochen nach dem Tod des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. haben sich The Last Poets gegründet. Ihr kreatives Schaffen ist eine Art Initial für das, was wir heute »Hip-Hop« nennen. Wir trafen sie zu einem sehr spannenden Interview.
Music Interview
Mndsgn
Beats ohne Einschränkungen
Mndsgn baut Beats. Er gehört zum erlauchten Kreis des Labels Stones Throw. In diesem Jahr hat er ein eigenes Label gegründet, eine Platte veröffentlicht und u.a Beats für Fatima und Prophet produziert. Zeit für ein Interview.
Music Porträt
Art Ensemble Of Chicago
Let's Push Things Forward
Seit 50 Jahren arbeitet sich das Art Ensemble Of Chicago am Jazz ab. Eines ihrer einflussreichsten Veröffentlichungen, »Les Stances a Sophie« aus dem Jahre 1969, wurde nun wiederveröffentlicht. Wir geben Einblick in eine unterschätzte Band.
Music Kolumne
Records Revisited
Sonic Youth – Daydream Nation (1988)
Mit ihrem fünften Studioalbum »Daydream Nation« schufen Sonic Youth einen Meilenstein, dessen Sound bis heute nachhallt. Auf über siebzig Minuten kulminieren Noise, Rock und Indie. Schall und Wahn im Amerika von US-Präsident Ronald Reagan.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2018
Noch ist die Echsentransformation nicht abgeschlossen. Aber wo anderorts leider der Musikjournalismus stirbt, bleibt Aigner der letzte lebende Dinosaurier. Hier ist die Inventur des Monats Oktober. Best cherish it!
Music Interview
Atmosphere
Wir Kinder von Action-Figuren
Seit 20 Jahren sind Atmosphere nun schon im Geschäft. Müde werden Slug und Ant dabei nicht. Pünktlich zum Release ihres neuen Albums »Mi Vida Local« sprachen wir mit Slug über Straßen, Action-Figuren und den Reiz von Rettungsboten.
Music Liste
Jerry Paper
Picks 10 latest Vinyl Records
Jerry Paper komponiert groovy Popliedchen am Synthesizer, mit schrulligen Saxophonsounds und lächerlichem Cembaloklänge. Die 10 Schallplatten, die er aus unserem Webshop gepickt hat, sind weniger albern, aber verspielt und groovend.
Music Liste
Terr
Picks 10 latest Vinyl Records
Terr hat sich nach einer Figur aus dem Sci-fi-Evergreen »Fantastic Planet« benannt. Das Interstellare spielt halt eine große Rolle in ihrer Musik. Für uns hat sie nun 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickt.
Music Liste
Ital Tek
Picks 10 latest Vinyl Records
Schon mehr als zwanzig Jahre lang veröffentlicht Ital Tek seine Idee einer atmosphärisch dichten, elektronischen Musik. Wie breit gefächert sein Musikgeschmack ist, kannst du an seiner Auswahl an aktuellen Lieblingsplatten erkennen.
Music Porträt
Time Capsule Records
Kosmisch versiegelt
Vom Sushi-Restaurant zum eigenen Label: Mit Time Capsule will Kay Suzuki die Hörerschaft erleuchten. Gut ausgesuchte und bestens aufbereitete Musik dient ihm dabei als Schlüssel.
Music Liste
Thalia Zedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Thalia Zedek ist eine Legende. Eine zu Unrecht vergessen Legende. Es ist Zeit sie wiederzuentdecken. Für uns hat sie 10 Schallplatten aus unserem Shop gewählt, für die sich ihrer Meinung nach derzeit das Kämpfen lohnt.
Music Kolumne
Records Revisited
Talk Talk – Spirit Of Eden (1988)
»Spirit of Eden« erzählt vom Erschöpfungszustand eines Jahrzehnts, von einer Schöpfungslust ohne revolutionäre Inhalte oder Genie dahinter. Vor 30 Jahren erschienen, gilt das Album als Meilenstein der Popmusik. Wieso eigentlich?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2018
Nebenkostennachzahlungen bei Eminem, Instagram-Tutorials von Travis Scott, Tapetenanalyse mit YG: mal wieder keine Ahnung was der Aigner hier macht, aber dank Djrum hört die Inventur dann doch irgendwann auf ihre niedrigen Instinkte.