Art Kolumne | verfasst 18.11.2011
Yaneqdoten
Komi, KKK, Meese und der alte Sack in Köpenick
Yaneq erfährt, dass die Nazis einen Ku Klux Klan im Berliner Stadtteil Köpenick gegründet haben und wird Zeuge von Gesprächen zwischen Kunst und Rassismus. Am Ende hat er eine Idee für eine Performance.
Text Jan Kage , Fotos Klub7
3259-yaneqdoten7november2011-www.hhv-mag.com

Komi war nicht gut drauf, als ich ihn neulich an der Ampel traf. Das sah man ihm schon von weitem an. Er kam gerade aus dem Aldi. Mürrisch blickte er über die Straße.
Ich kam auf dem Bürgersteig auf ihn zu und rief, noch ein paar Schritte von ihm entfernt: »Komi, was los? Schlecht drauf oder was?«
»Ach hör auf, ich bin echt genervt von den Deutschen!«
»Alter, das ist doch nichts Neues! Bin ich schon mein Leben lang.«
»Mann, jetzt haben die sogar einen Ku Klux Klan in Köpenick gegründet!«, sagte er und schüttelte resignierend die Dreads.
»Echt? Spinnen die«, fragte ich, auch halbgeschockt, aber fand zum Glück gleich wieder Haltung. »Was wollen die denn für Nazis sein? Importieren sich den Rassismus jetzt sogar schon aus Amerika? Wir haben doch eine eigene starke rassistische Tradition! Da kann man doch drauf aufbauen! Warum muss man denn jeden Mist aus USA importieren?!«
Ein kleines Schmunzeln legte sich in Komis Augenwinkel, der Rest des gut gebauten schwarzen Mannes blieb unverändert stoisch.
»Die verkaufen sogar Hoodies mit dem KKK-Logo drauf, für 80 Euro.«
»Jetzt reicht’s aber«, rief ich mit freudiger Empörung darüber, dass die blöden Nazis es meinem Zynismus so einfach machen. »Das ist das jüdisch-merkantile Element. Aus jedem idealistischen Ansatz noch Profit schlagen wollen! Das sind doch keine Nazis, Mann! Das ist undeutsch!«
Jetzt lachte auch Komi, schüttelte meine Hand und ging über die Ampel, sich um seine Kinder kümmern.

Speaking of Nazis. Neulich war ich zu einem Essen eingeladen. Und am Tisch sitzt ein sympathisches älteres Ehepaar. Er Anfang der Dreißiger in Hamburg geboren, sie vielleicht zehn Jahre jünger als ihr Mann und aus Tel Aviv stammend. Beide aus der Kunstwelt. Sagen wir mal sie heißen Müller.
»Wenn ich Jonathan Meese performen sehe und dieses Vokabular höre, wird mir ganz anders«, sagte Herr Müller.
»Ja, aber muss man nicht vielleicht in einem Land, dass zwar die Stasigeschichte mit aller Akribie aufarbeitet, aber das jedem Nazi einen Beamtenposten besorgt hat, muss man da nicht so sprechen? Jetzt wo alle tolle Demokraten sind und nicht mehr über die nie aufgearbeitete Vergangenheit reden wollen, weil man endlich eine †ºnormale†¹ Nation sein will«, bot ich an.
»Und dass Kunst eine Diktatur ist und ich ihr Diktator bin, behaupte ich auch schon länger als Meese«, sagte ich. »Aber wenn Meese kathartisch sein will, muss da mehr hinter sein. In meinen Augen ist er bloß ein Schaumschläger, der sich für seine angebliche Anarchie auch noch bezahlen lässt.«
Seiner Frau war die Technik der Provokation selbst nicht fremd. Sie hatte den Abend über schon öfter gefordert, gewisse Kunstwerke mit dem Flammenwerfer zu bearbeiten und die Künstler auch gleich mit zu liquidieren. Das war in seinem Sarkasmus sehr sympathisch und ich sprang wiederholt von meinem Stuhl auf, um der Dame die Hand zu reichen und zu rufen: »Jawoll, die müssen alle weg, Frau Müller.«
Wir verstanden uns.
»Das sind doch alles leere Phrasen bei Meese«, sagte Herr Müller.
»Und dass Kunst eine Diktatur ist und ich ihr Diktator bin, behaupte ich auch schon länger als Meese«, sagte ich. »Seit bald neun Jahren, seitdem ich die Party Arty veranstalte, nämlich. Nur weil er bekannter ist und mehr Gehör findet! Ich müsste ihn eigentlich mal zum Zweikampf rausfordern.«
»Der brüllt bloß lauter als Sie«, wand Frau Müller ein.
»Man sollte mit Meese einen Lackmustest machen! Am Ende sind seine Performances nur ernst zu nehmen, wenn er die so auch in Tel Aviv bringt. Wenn er es bringt, den Hitlergruß vor einem israelischen Publikum zu performen, ist seine Arbeit echte Kunst und nicht bloß heiße Luft.«

Jetzt wusste ich nicht, wie ich diese Yaneqdote hier rund mache und abschließe, also habe ich mich, Bonvivant der ich bin, einfach ins Flugzeug gesetzt und bin nach Rom geflogen. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Die Stewardess begrüßte mich und alle anderen mit ein paar Worten zu viel, war aber so aufmerksam mir den Sitzplatz an der Tür zu geben, damit ich meine langen Gräten strecken konnte. Ich bekam den Sitz ganz links. Ganz rechts saß ein alter Mann, kräftige Statur und vom Idiom her würde ich auf Berliner oder Brandenburger Provenienz schließen. Er trug eine dicke Brille und hatte eine dicke Altemännernase, beige Hose und weiße, dreckige Nike-Turnschuhe. Er redete, genau wie die Stewardess ein bisschen zu viel. Die Flughafenarbeiter in ihren Neonwesten, die vor uns im Eingang standen, um die Tür zu schließen, fragte er, wann denn der Flughafen Schönefeld fertiggestellt werde, was sie mit 2012 beantworten. »Na, ob ditt klappt…«, wollte er sie in ein Gespräch verwickeln, aber sie ließen ihn nicht.
Kaum in der Luft fing der alte Mann an, den Italiener mittleren Alters in unserer Mitte zuzutexten und der Italiener, per se höflicher als der Deutsche unterhielt sich mit ihm über sein Kreuzworträtsel, bis der alte Mann völlig zusammenhangslos davon berichtete, dass die Roma und Sinti, die Sarkozy letztes Jahr aus Frankreich ausgewiesen hat diesen Sommer alle in Berlin gewesen seien. Und dann fing er an Witze zu erzählen.
Jetzt wusste ich nicht, wie ich diese Yaneqdote hier rund mache und abschließe, also habe ich mich, Bonvivant der ich bin, einfach ins Flugzeug gesetzt und bin nach Rom geflogen. Man gönnt sich ja sonst nichts. »Was ist ein Zigeuner ohne Hände?«
»Ich weiß nicht«, sagte der Italiener auf gutem Deutsch.
»Eine Vertrauensperson!«
Der Italiener lachte. Ich saß da, meinen Balzac-Roman in den Händen und traute meinen Ohren nicht.
»Was ist eine Zigeunerin ohne Schlüpfer«, setzte der alte Mann, durch das freundliche Lachen des Italieners ermutigt nach.
Ich lehnte mich nach Vorne: »Entschuldigen Sie«, sagte ich so laut, dass es auch die Reihen hinter uns gut hören konnten. »Können Sie ihren blöden Naziwitze bitte für sich behalten!«
Der Alte freute sich noch einen Gesprächspartner gefunden zu haben. Seine Augen blitzten auf. »Nein, der Sarkozy…«, wollte er nun mich in eine Diskussion einbinden, aber ich ließ ihn gar nicht erst fortfahren.
»Nein, nicht Sarkozi, Sie kommen hier mit Nazisprüchen an!«
Das saß. Jetzt hatte er mich verstanden. Er schwieg eine lange Minute, in der ich so tat als würde ich cool und gelassen weiterlesen, aber innerlich war ich natürlich voll Adrenalin gepumpt.
Dann sagte er zum Italierner zwischen uns gewandt: »Jetzt muss man sich hier schon als Nazi beschimpfen lassen, nur weil man…«, doch auch der Mittelmann unterbrach ihn jetzt: »Nein, das ist schon nicht ganz falsch, was der Mann gesagt hat«, und er deutete auf mich.
Für den Rest des Fluges hatte ich Ruhe und schmökerte im Cousin Pons.

Mein Vorschlag: Wir siedeln sämtliche Roma Rumäniens, die wollen, in Köpenick an. Aber schön über den Stadtteil verteilt und nicht ghettoisiert, damit sie die Pfeifen vor Ort auch wirklich assimilieren können. Also die Romas die Köpis. Jeder Roma kriegt als Begrüßungsgeschenk einen KKK-Hoodie. Dann binden wir den alten Nazi-Sack in eine Battle-Performance mit Meese ein und veranstalten das ganze beim KKK im Vereinsheim. Mal sehen, wer dann was zu lachen hat. Da ich Meese generell sympathisch finde, habe ich schon meinen Favoriten. Lass den alten Sack bluten, Jonathan!

Jan Kage aka Yaneq veranstaltet regelmäßig die Reihe »Party Arty«. Er hat auch eine schicke Galerie, eine Radiosendung auf Motor.FM und eine ungepflegte Webseite.
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Art Kolumne | verfasst 07.02.2012
Yaneqdoten
Mach es auffällig
Yaneq erzählt von einigen Glanzstücken der Unverfrorenheit, davon, dass wenn man etwas Verbotenes tun will, ohne sich dabei erwischen zu lassen,man es an Auffälligkeit und Dreistheit nicht missen lassen solle.
Art Kolumne | verfasst 04.05.2011
Yaneqdoten
»Waaas?!«
Yaneq verstrickt sich in eine heiße Diskussion mit einem Stuttgarter über den Umbau des Bahnhofs der süddeutschen Metropole. Die Lage spitzt sich zu, im Hintergrund läuft Work It Out von Jurassic 5 und Yaneq fragt ganz lapidar: »Waaas?!«
Art Kolumne | verfasst 25.08.2011
Yaneqdoten
Wireless Lan
Yaneq erzählt einen Witz und darüber, wie er diesen Witz erzählt und gibt ganz nebenbei Einblicke in sein kleines Repertoire an Witzen und in seine Versuche als Statist beim Film Fuß zu fassen.
Art Kolumne | verfasst 29.06.2011
Yaneqdoten
SSSSt!
Yaneq erzählt von den Gepflogenheiten und wenig geschäftsfördernden Gebaren Kreuzberger Grasdealer und über einen Gast aus Baltimore, der zum ersten Mal außerhalb der USA weilt und sich mitunter in der Zeit zurückversetzt fühlt.
Art Kolumne | verfasst 30.03.2011
Yaneqdoten
Venga, venga, motherfuckers!
Yaneq reist mit einem Kumpel nach Gran Canaria und findet dort wie zufällig Belege für die bereits von seinem Geschichtslehrer gehegte Binsenweisheit: In der Stadt sind die Menschen freundlich und nett, auf dem Lande bösartig und gemein!
Art Kolumne | verfasst 06.06.2011
Yaneqdoten
Learn the rules, kid!
Yaneq gerät in eine verbale Auseinandersetzung mit einem französischen Plakatkleber über bestimmte Regeln im Plakatkleberbusiness, die es einzuhalten gilt. Doch was hat Frau Reich, Schaffnerin der Deutschen Bahn damit zu tun?
Art Kolumne | verfasst 11.10.2011
Yaneqdoten
Aufbau West!
Yaneq hat Probleme mit der Ost-Berliner Polizei und stolpert darüber in ein anekdotenreiches Sinnieren über das deutsche-deutsche Verhältnis zweiundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall.
Books Review | verfasst 20.07.2011
Markus Christl (Hg.)
International Topsprayer: MOSES & TAPS
Das Buch begleitet die beiden Writer MOSES und TAPS, zwei kreative und gewitzte Könner ihres Fachs, auf ihrer Reise quer durch die Welt.
Books Review | verfasst 16.07.2011
Amber Grünhäuser (Hg.)
Monster of Art - 20 Years of Havoc
Die legendenumwobene Sprayercrew Monster of Art feiert in diesen Tagen ihr 20jähriges Bestehen. Ihr Schaffen ist jetzt dokumentiert.
Art Porträt | verfasst 11.05.2011
Panamoe
Oh wie schön malt Panamoe
Panamoe gibt dem alten einen neuen farbigen Anstrich. Der in Köln lebende Künstler widmet sich überwiegend der Gestaltung von alten, verrosteten und vom Zahn der Zeit bedrohten Sprühdosen.
Books Review | verfasst 08.07.2011
SFaustina & Jocelyn Superstar
Bay Area Graffiti '80s–'90s
Mit großer Hingabe wurden in Bay Are Graffiti Bilder und Interviews zu dem präzisen Bild einer Ära zusammengefügt.
Books Review | verfasst 18.05.2011
Pascal Zoghbi & Stone
Arabic Graffiti
Pascal Zoghbi und Stone widmen sich der Bandbreite arabischer Lettern und zeigen die aktuelle Wichtigkeit der Street Art im Nahen Osten.
Books Review | verfasst 25.02.2011
Faith47
Artist
On the Run widmet der südafrikanischen »First Lady in Sachen Graffiti« und ihren vielfältigen Bildern eine eigene Werkschau.
Music Bericht | verfasst 17.08.2011
Graffitibox Summer Jam
»Rischtisch Jeil«
Am vergangenen Wochenende verwandelte sich das Berliner Yaam in eine Insel, auf der die Hip Hop Kultur in allen Disziplinen gefeiert wurde. Auf der Bühne gab sich der deutsche Rap-Untergrund die Klinke in die Hand.
Art Review | verfasst 10.01.2012
Zebster
aka Zeb.Roc.Ski
Der Nimmermüde Akim Walta wirft einen Blick zurück zu seinem Dasein als Writer. Eine Retrospektive, die mit Anekdoten nicht sparen will.
Books Review | verfasst 23.09.2011
Style Need No Color
Schwarz auf Weiss II
Style Needs No Color (SNNC) basiert auf der Überzeugung, dass guter Style ohne exzessiven Gebrauch von Farben auskommt.
Books Review | verfasst 04.07.2011
Shepard Fairey
Mayday
Die detaillierte Werkschau feiert das Werk vom Obey, des wohl erfolgreichsten Street Artists der letzten Dekade.
Books Review | verfasst 08.08.2011
Maximiliano Ruiz
Nuevo Mundo: Latin American Street Art
Die urbane Umwelt als Kulisse, die Wände als Medium der Nachricht: Nuevo Mundo stellt die lateinamerikanische Street-Art-Szene vor.
Books Review | verfasst 16.08.2011
Various Artists
The Art Of Rebellion III: The Book About Street Art
Mit dem dritten Teil etabliert sich die Reihe The Art Of Rebellion endgültig als fachlich gut dokumentiertes Nachschlagewerk.
Art Bericht | verfasst 06.03.2011
New Art
Formerly Known as: New Art
Zum Beispiel Berlin: Wie die Urban Art zum Indikator einer Zeit wird, in der Kunst längst nur noch Design ist. Zur Ausstellung New Art in der Berliner Gallerie CircleCulture.
Art Bericht | verfasst 20.09.2011
Banksy & Brad Downey
»Do Not Think«, Ausstellung im Kunstraum Bethanien in Berlin
Der amerikanische Künstler Brad Downey hat für eine Kunstausstellung im Kunstraum Bethanien in Berlin-Kreuzberg ein unter 20 Farbschichten verborgenes Werk des britischen Street-Art-Künstlers Banksy freigeschält.
Music Interview | verfasst 07.05.2012
Freddie Gibbs
»Ich sage Sachen, die gesagt werden müssen.«
Freddie Gibbs gilt unter seinen und unseren Kollegen als der »realste« aller Gangsta-Rapper. Wir sprachen mit ihm über seine Heimat, Drogen, Ängste und eine Hand voll anstehender Kollaborationen.
Music Bericht | verfasst 02.05.2012
The Roots
Gewinne »The Undun« Testpressung
Universal Music und hhv.de verlosen die ultra-rare Testpressung von »Undun«, dem elften Album von The Roots. Der Gewinner dieser seltenen Seltenheit wird Ende Mai ausgelost. Viel Glück!
Music Bericht | verfasst 09.05.2012
Aphroe & DJ Mirko Machine
Live am 4.5. im Heidelberger Club Ziegler
Mit »90« zollt Aphroe der goldenen Ära des Rap Tribut. Dass dieses Konzept nicht nur beim Publikum ankommt, zeigt sich auf der Tour mit DJ Mirko Machine. Wie bereits in Köln verlief auch der Gig in In Heidelberg in »familiärem« Rahmen.
Music Kolumne | verfasst 03.05.2012
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Bericht
The Roots
Gewinne »The Undun« Testpressung
Universal Music und hhv.de verlosen die ultra-rare Testpressung von »Undun«, dem elften Album von The Roots. Der Gewinner dieser seltenen Seltenheit wird Ende Mai ausgelost. Viel Glück!
Music Porträt
Nick Waterhouse
»Weil es Rhythmus und Blues hat«
Waren die Genzen zwischen alt und neu bislang noch halbwegs kenntlich, sind sie jetzt ins Unkenntliche verwischt. Nick Waterhouse sieht aus wie Buddy Holly und spürt der Authentizität in der Musik nach.
Music Liste
Lando Kal
DJ Charts
Unbestritten ist Lando Kal einer der gefragtesten Producer und DJ zur Zeit. Warum das so ist, zeigen auch seine DJ-Charts, eine Auswahl, für die der Ausspruch »all killer, no filler« gilt, ohne ins floskelhafte zu geraten.
Music Bericht
Quantic & Alice Russell
Live am 8.5. im Zoom in Frankfurt/Main
Wer es bei der Tournee von Quantic und Alice Russell auf die Präsenz zweier herausragender Einzelkünstler abgesehen hatte, wurde enttäuscht. Stattdessen war ein perfektes Band-Gebilde zu erleben, bei dem Quantic die unsichtbaren Fäden zog.
Music Bericht
Matana Roberts
Live am 8.5. im K4 in Nürnberg
Die Saxophonistin Matana Roberts ist eine der interessantesten Musikerinnen der USA. Mit ihrem letzten Album »Coin Coin« hat sie der afroamerikanischen Musik wieder eine politische Nuance hinzugefügt und großartige Kritiken geerntet.
Music Liste
Tolouse Low Trax
DJ Charts
Detlef Weinrich aka Tolouse Low Trax ist nicht nur Mitbetreiber sondern auch einer der Residents des Salon Des Amateurs in Düsseldorf. Hier gibt er uns Einblicke in seine liebsten Tracks.
Music Porträt
Michael Kiwanuka
In der Ruhe liegt die Kraft
Einige Aufmerksamkeit war Michael Kiwanuka in den letzten Wochen beschienen. Er selbst blieb davon unbeeindruckt und arbeitet weiter an Songs, die an Otis Redding und Bob Dylan erinnern und immer auch die Aura der Sechziger atmen.
Music Bericht
Aphroe & DJ Mirko Machine
Live am 4.5. im Heidelberger Club Ziegler
Mit »90« zollt Aphroe der goldenen Ära des Rap Tribut. Dass dieses Konzept nicht nur beim Publikum ankommt, zeigt sich auf der Tour mit DJ Mirko Machine. Wie bereits in Köln verlief auch der Gig in In Heidelberg in »familiärem« Rahmen.
Music Porträt
Valentin Stip
Nichts muss, alles kann
Nichts muss, alles kann. Valentin Stip lässt leichtfüßung ein musikalisches Gemisch aus klassischen- und elektronischen Elementen enstehen – Nicolas Jaar ohne die poppigen Elemente, um hier mal den Einstieg zu erleichtern.
Music Interview
Freddie Gibbs
»Ich sage Sachen, die gesagt werden müssen.«
Freddie Gibbs gilt unter seinen und unseren Kollegen als der »realste« aller Gangsta-Rapper. Wir sprachen mit ihm über seine Heimat, Drogen, Ängste und eine Hand voll anstehender Kollaborationen.
Music Kolumne
Entweder oder
Entscheider: Saschienne
Sascha Funke und seine Ehefrau machen jetzt auch musikalisch gemeinsame Sache. Das Projekt heisst Saschienne und ihr Debüt ist soeben bei Kompakt erschienen. Hier beantworten sie uns ein paar Entscheidungsfragen.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Bericht
Star Slinger
»Dumbin' ain't part of his strategy«
Darren Williams aka Star Slinger war vor nicht allzu langer Zeit noch ein durchschnittlicher Mitt-20er, der in Manchester Tontechnik studierte. 2010 stellte er mit dem Beat Tape Vol. 1 sein erstes musikalisches Lebenszeichen online.
Music Porträt
John Talabot
Kein Mann fürs Blitzlichtgewitter
John Talabot legte Anfang des Jahres ein Konsensalbum vor, das Fans und Kritiker gleichermaßen begeisterte. Nun, da der Hype einem nachhaltigen Enthusiasmus gewichen ist, wird es Zeit, sich den Mann hinter der Musik genauer anzuschauen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Actress, OFWGKTA, Aphroe und Dream 2 Science.
Books Interview
Waxpoetics
10 Jahre, 50 Ausgaben
Zehn Jahre und 50 Ausgaben hat die Waxpoetics nun schon auf dem Buckel. Dabei hat sie sich in dieser Zeit zu einer Institution im Schreiben über Hip Hop, Jazz, Funk und Soul entwickelt. Wir sprachen mit Chefredakteur Andre Torres.
Music Liste
Fid Mella
DJ Charts (+ Exklusivtrack)
Vom geschätzten Kollegen Aigner mal als der Just Blaze Wiens bezeichnet, haben wir mit Fid Mella heute einen spannenden Ausnahmekünstler, der uns Einblick in seine Faves gibt. Zusätzlich präsentiert er uns exklusiv seinen neuesten Track.
Music Porträt
Scuba & Jimmy Edgar
Elektronische Musik fernab vom Hype
Der Labelchef von Hotflush Recordings Paul Rose und der Detroiter Musiker Jimmy Edgar berichten in unserem Porträt über die Einflüsse der Stadt Berlin auf ihre aktuellen Veröffentlichungen.
Music Porträt
Alice Russell
Das Gesicht zur Stimme
Eine Stimme, die im letzten Jahrzehnt im Grenzgebiet zwischen klassischem Soul, Nu Jazz und Jazztronica herausstach, war die von Alice Russell. Nun hat sie sich mit Quantic für ein gemeinsames Album zusammengetan.
Music Interview
Geoff Barrow
»Man muss sich ständig weiter pushen«
Geoff Barrow ist ein nimmermüder Tausendsassa. Im Augenblick sieht sich der DJ und Produzent von Portishead der Herausforderung entgegengestellt, 3 Alben in 3 Monaten zu veröffentlichen. Den Anfang macht sein Projekt Quakers.
Music Porträt
Homeboy Sandman
Raus aus der Komfortzone
Er nennt sich selbst einen Vokalisten auf der Suche nach immer neuen Rhythmen, Wortspielen und Stimmungen. Stones Throw findet, dass ihm das ganz gut gelingt und hat ihn gesignt. Wir stellen euch den New Yorker vor.
Music Porträt
Aphroe
Dem Kolorit der Neunziger nachspüren
Inspiriert von Elzhis Husarenstreich »Elmatic« im letzten Jahr, ließ Aphroe die Arbeit an seinem ersten Soloalbum ruhen und ging der Idee nach, seine liebsten Tracks aus dem »Goldenen Zeitalter« des Hip Hop neu zu interpretieren.
Music Liste
El_Txef_A
DJ Charts
Seit fünf Jahren veröffentlicht der Baske Aitor Etxebarria House über verschiedene Labels, jetzt erscheint bei Fiakun sein Debut-Album. Dass er privat kaum House hört, spiegelt seine persönliche Top Ten-Liste wider.
Music Interview
Lee Fields
Singen mit echtem Gefühl
Seit einem halben Jahrhundert ist Lee Fields Musiker. Doch erst seit seinem Engagement beim New Yorker Label Truth & Soul und dem gleichzeitigen Widererstarken des Interesses an Soul und Funk ist auch ihm ein größeres Interesse beschieden.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
März 2012
Willkommen im April. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat März musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne
High 5
Aphroes Rap-Alben der 00er Jahre
Mit seinem aktuellen Release »90« hat uns Aphroe soeben seine Ami-Rap Sternstunden aus den 1990er Jahren aufgetischt. Dass für ihn die Rap-Zeitrechnung 1999 jedoch nicht endete, beweist die Auswahl seiner Top-5-Rap-Alben der 2000er Jahre.
Music Interview
First Serve
Wer bin ich und wenn ja wie viele?
Wer hinter First Serve steckt, war eigentlich immer klar. Und dennoch: Deen Whiter und Jacob »Pop Life« Barrow ziehen die Maskerade durch. Ähnlichkeiten mit De La Soul sind rein zufällig.
Music Interview
Demograffics
»I kann eh net guat deutsch, waßt?«
Die Demograffics aus Regensburg veröffentlichen in diesen Tagen ihr zweites Album. Ein Gespräch mit Maniac und DJ Rufflow über Butter, Käse und den Gebrauch der englischen Sprache.
Music Bericht
Mayer Hawthorne
Live am 20.3 im Gloria in Köln
Am vergangenen Dienstag soll also ein Hauch von Motown-Soul die Kölner Innenstadt beseelen. Mayer Hawthorne macht auf der Welt-Tour anlässlich seines zweiten Albums »How Do You Do?« Halt in der Domstadt und alle strömen sie ins Gloria.
Music Bericht
Marsimoto
Live am 22.3. in der Live Music Hall in Köln
Nach dem überraschenden Riesenerfolg mit Marteria kehrt Marten Lanciny mit seinem anderen Alter Ego Marsimoto zurück zu den Wurzeln und trifft wieder auf ein ganz anderes Publikum. Und das ist gut so.
Music Porträt
Shlohmo
Er weiß noch, was »Bromance« ist
Mit seinem Album »Bad Vibes« gelang ihm letztes Jahr der Durchbruch. Bei Shlohmo scheint das noch nicht angekommen zu sein: Er ist der Homeboy mit dem du Kette rauchen und Lyrics von Drake rezitieren willst.
Music Liste
Daniel Mehlhart
DJ Charts
Vom harten Techno über den Neapelsound der 00er Jahre entwickelte Daniel Mehlhart seinen gegenwärtigen eigenen Sound. Uns hat er einen Einblick in seine derzeitigen Favourites gewährt.
Music Bericht
Samiyam und Teebs
Live am 1.3. im Gretchen in Berlin
Das Brainfeeder Label ist momentan eines der spannendsten Talentschmieden an der Schnittstelle zwischen elektronischer Musik und Hip-Hop. Mit Teebs und Samiyam begaben sich Anfang März zwei Hochkaräter des Camps ins Gretchen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Motrip, Lee Fields, Grimes, Ital und DJ Cam.
Music Bericht
Aeroplane und Prins Thomas
Live am 16.3. im Gretchen in Berlin
Mit Vorschusslorbeeren bedacht, machte sich der als DJ gefragte und beliebte Aeroplane am Freitag in Berlin ans Werk. Mit Prins Thomas hatte der Belgier einen weiteren Könner seines Fachs dabei. Die Publikumsreaktion blieb jedoch verhalten.
Music Porträt
Eglo Records
Fingerübung in Sachen Qualität
Vor genau drei Jahren taten sich Sam Shepherd (Floating Points) und Radio-DJ Alexander Nut zusammen und gründeten das Label Eglo Records. Wir stellen euch das Londoner Label genauer vor.
Music Bericht
Talib Kweli
Live am 7.3. im E-Werk in Erlangen
In Erlangen gab Talib Kweli eines seiner Konzerte, bei denen man den New Yorker MC derzeit hierzulande erleben kann. Auf das Überraschende wartet man allerdings vergebens. Unser Rezensent kann seine Enttäuschung darüber nicht verbergen.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Februar 2012
Willkommen im März. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Interview
People Under The Stairs
Die Weltenbummler des Hip Hop
Sie gelten als die meist herumgekommene Rapband der Welt. Wir sprachen mit Thes One über die schönsten Anekdoten und Erinnerungen an ihre missionarische Reisen im Auftrag des Hip Hop.
Music Kolumne
Entweder Oder
Entscheider: Dilated Peoples
Soeben haben die Dilated Peoples eine kleine Clubtour durch hiesige Gefilde beendet. So waren Evidence, Rakaa Iriscience und DJ Babu mal wieder gemeinsam auf einer Bühne zu bewundern. Wir haben ihnen ein paar Entscheidungsfragen gestellt.
Music Porträt
Speech Debelle
Halb Popstar, halb Rowdy
Sie hatte mit ihrem Debüt vor drei Jahren den Mercury Prize gewonnen. Nun ist Speech Debelle mit einer neuen, musikalisch und textlich reiferen Platte zurückgekehrt, die sie als ernsthafte, innerlich bewegte Künstlerin zeigt.