Zu Anfang hatte er einige Probleme, sich beim Ninja Tune Special in dem angenehm gut gefüllten Club Gretchen mit seiner leichten und ruhigen Gitarrenmusik beim Publikum Gehör zu verschaffen. Hatte DJ Delfonic erst mit einigen basslastigen Downbeat-Tracks vorgelegt, musste Jono McCleery, in Dreierformation unterstützt von einem Schlagzeuger und einem Bassisten, nun das Tempo mit seinem Album-Opener Fears, mit dem er seinen Auftritt eröffnete, noch einmal weiter drosseln. Zwar sind die Songs seines Albums sehr harmonisch und schön in ihrer steten Konzentration auf die Melodien und die Stimme des Singer/Songwriters, vermitteln jedoch stets auch den Eindruck, in erster Linie für für eine Präsentation im kleineren Kreis konzipiert zu sein. Doch nach und nach gelang es Jono McCleery schließlich mit den rhythmischen Brüchen von Home, die Aufmerksamkeit des Publikums ganz auf seine Gitarre und Stimme zu ziehen. Damit konnte der Londoner erfolgreich unter Beweis stellen, dass seine Musik auch live gut funktioniert und durch die Live-Instrumentalisierung und den Verzicht auf große Spielereien mit elektronischen Elementen noch zusätzlich an Charakter gewinnt. Und so wussten vor allem die etwas bekannteren und temporeicheren Tracks Garden und Tomorrow relativ zum Schluss mit ihrer inneren Spannung das Umfeld vor der Bühne tatsächlich mitzureißen, Momente, die insgesamt gesehen leider ein wenig rar gesäht waren.
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