Music Kolumne | verfasst 04.12.2011
Zwölf Zehner
November 2011
Willkommen im Dezember. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat November musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Text Florian Aigner, Paul Okraj

Zwoelf Zehner, 2011-12 (01)Find it at hhv.de: Doppel12inch Ein schlechtes Gewissen haben wir schon. Egal, was Floating Points veröffentlicht, das Apologeten-Team Okraj/Aigner steht brav bei Fuß, betont sofort, wie brillant dieser Typ all seine Einflüsse unter einen Hut bringt und dabei so unverwechselbar und eigenständig klingt. Für gewöhnlich wird dann hervorgehoben dass die Synth-Melodien so klingen, wie sich das vor 25 Jahren Larry Heard für das Jahr 2011 gewünscht hätte und dass es momentan keiner versteht, gleichzeitig so subtil und groovy zu sein wie Sam Shepherd. All das träfe auch wieder auf Arp 3, den Geniestreich seiner neuesten EP zu. Der auf 125 BPM beschleunigte, technoide Bruder des Semiklassikers Vacuum Boogie, der dessen Schwerelosigkeit ein Synth-Arpeggio hinzufügt, das sogar in der o2-Arena noch mächtig klingen würde, sich nach dem Klimax aber sehr schnell wieder in die Zwischenräume verabschiedet, um diesem unwiderstehlichen 4×4 Drumpattern nicht zu lange die Schau zu stehlen. Oder, wie Kollege Okraj neulich meinte: unfassbar, der Typ ist so ein Vollblutmusiker und produziert momentan über den Dingen.

Zwoelf Zehner, 2011-12 (02) Young Jeezy lässt das Trappen mal Trappen sein, lädt sich die Vagina-Pros Jiggamayne und Andre Dreitausend ein, bestellt bei M16 klassischen Soul und hat für sein kurz vor Weihnachten erscheinendes Album nun nicht nur einen großartigen Teaser, sondern nebenbei auch die einzig logische Fortsetzung zu UGKs International Players Anthem. Und weil sowohl Jay als auch Andre ihre Schäfchen im Trockenen haben, erklären sie dem Snowman dann auch gleich, wie man sich zu verhalten hat, wenn man die Damenwelt nicht nur kurz bürsten will, sondern bei dieser auch direkt einen Thronfolger produzieren lässt. So freut sich Andre (der immer noch unbedingt öfter rappen sollte) darauf, dass seine Kleine 2030 im Club für Ohnmachtsattacken sorgen wird und Jay fasst im Stotterflow die Familienplanung im Hause Carter zusammen. Powered by emotion, diese Großkopferten.

Zwoelf Zehner, 2011-12 (03) Machen wir uns nichts vor: spätestens in einem halben Jahr wird Lana Del Rey von genau jenen Facebook-Freunden kolonisiert sein, die man schon seit Jahren löschen wollte, sich aber nie traute, weil man damals im Bio-Grundkurs zwei ganze Nummern bei ihnen abgeschrieben hat. Nun ist das aber zum einen nicht die Schuld des schlauchbootlippigen Hipster-Pinups selbst und zum anderen ändert das nichts an der Tatsache, dass Video Games ein Song epischen Ausmaßes ist, an dem sich Miss Rey ihre ganze Karriere wird messen lassen müssen, ohne ihn je zu übertreffen. Dank Joy Orbison findet er nun auch den verdienten Weg in die Peaktime, Lanas fragile Vocals behält Orbison, ganz Stratege, komplett bei und obwohl er sich eine seiner mächtigen, patentierten Synthlines nicht verkneifen konnte, bleibt der Track erstaunlich lange sehr understated, bis Orbison nach dreieinhalb Minuten die Zügel loslässt und aus einer House-Ballade ein Rave-Brett macht. Kommt das jetzt vielleicht auch endlich mal auf Vinyl, bevor sich keiner mehr traut es zu spielen?

Zwoelf Zehner, 2011-12 (04) Aus der Masse der allgegenwärtigen Früh-90er-Housebackclash-Platten sticht Creepy Autographs Curiosityyy gleich beim ersten Hören deutlich heraus. Klar, da steckt auch Jimmy Edgar dahinter. Diese analoge Wärme, die prägnanten Ravestabs, die zur Peaktime schielen, allerlei Kleinigkeiten aus diversen Drumkits, dazu der hauchende Sex des weiblichens Vokalorgans. Eine Wucht zur Mitte der Nacht, die selbst den letzten zweifelnden, kopfnickenden B-Boy auf die Tanzfläche spült. Wenn das nicht reicht, dann leisten die vielen abenteurlich eingesetzten klassichen Drumbreaks (Take Me to the Mardi Gras, Amen-Break) Abhilfe, die Curiosityyy zu einem imposanten, auch kuriosen Stilhybrid verwandeln.

Zwoelf Zehner, 2011-12 (05)Find it at hhv.de: 12inch Egal, mit wem man sich darüber unterhält, das Ergebnis bleibt am Ende das gleiche. Etwas bieder mutet It goes on nämlich zu Beginn an, zu sehr sehnt man sich nach der mondän molligen Eleganz von älteren Metro Area Stücken. Doch wie das dann so ist mit diesen Titeln der Marke Grower, entfalten sie langsam ihren Sog. Unausweichlich dieser Pfad, den man mit der tiefen Stimme des Vokalisten Damon C. Scott beschreitet und der in einem Danceanthem mündet, wie er doch eigentlich nur aus dem Big Apple stammen kann. Morgan Geist hat sie genauer studiert als andere, er kennt sich aus mit Arthur Baker, er hat von Tee Scott gelernt, Walter Gibbons-Exegese betrieben und sich auch mit Tom Moulton, Shep Pettibone und Bob Blank beschäftigt. Diese Schule mit summa cum laude abgeschlossen, versteht er wie nur wenige Andere diese Kunst des Weglassens, die mit einfachsten Mitteln erlesene Klubperlen kultiviert. Und ein witziger Zeitgenosse ist er auch noch, das aber nur so nebenbei.

Zwoelf Zehner, 2011-12 (06) Wir hatten wirklich Angst vor James Blakes scheinbar unaufhaltsamer Bon Iverisierung. Nicht, dass man ihm all diese Coverstories, ausverkauften Touren und auf die Bühne fliegenden Comme des Garcons BHs nicht gegönnt hätte, aber als Bassdrum-Aficionado durfte man sich nach zwei Spex-Platten innerhalb eines Jahres durchaus Sorgen machen von Mr. Blake vergessen zu werden. Seine vor kurzem über Hemlock erschiene EP zerstreute schon einige Zweifel, war aber zu verkopft, um wirklich zu begeistern. Es ist also wieder an R&S (auf der Blake ja bereits das jetzt schon legendäre CMKY veröffentlichte) ein Ausrufezeichen zu setzen. Auf At Birth schwingt Blake hierfür die Techno-Keule und liefert seinen vielleicht bisher geradlinigsten Track ab, Love What Happened Here ist ein Cut-Up-R&B-Spektakel, aber auf das, was abschließend passiert, war man dann tatsächlich nicht gefasst. Auf Curbside legt Blake ein Quasimoto-Sample, Katzenjammer und ein kaputtgepitches Lamento über einen ständig alternierenden, verschleppten Hip Hop Beat, der klingt als hätte sich Madlib im Bombshelter endgültig den letzten Funken Verstand aus der Birne geraucht. Insanity!

Zwoelf Zehner, 2011-12 (07) Mit Funkineven und Gifted & Blessed erobern gerade zwei junge Produzenten die Stunde – oder zumindest die Herzen Okraj/Aigner – die von einer identischen Grundlage ausgehend, in komplett konträre Richtungen strömen und sich dabei doch äußerst gekonnt ergänzen. Während der eine, Funkineven, gerne mal zur diabolischen Hetzjagd ausholt oder den Kompressor bis zum Anschlag ausreizt, kontert der andere mit anmutigem Analogfunk aus seinem opulenten Maschinenpark, der es in vortefflicher Manier versteht, die Essenz verschiedener Einflüsse zwischen Larry Heard, Cybotron oder Dâm-Funk zu tranchieren. The Receiver, entnommen aus der auf eine tatsächlich kleine Anzahl von 150 Exemplaren limitierten The-Provider-EP, bildet hier, man muss sagen: mal wieder – ein bravoröses Beispiel. Kein Wunder, dass Eglo-Labelvater Alexander Nut Gifted & Blessed (aka The Abstract Eye) jüngst für ein neues Release auf Eglo hievte.

Zwoelf Zehner, 2011-12 (08) Real Talk, Teil Zwei: In sein Haus hat er euch reingelassen, in seinem Ruhm habt ihr euch gesonnt. Nach über zwanzig Jahren einer bewegten Karriere und all den Songs und Melodien, die er euch und der Welt geschenkt hat: Verlassen habt ihr ihn, hinter seinem Rücken habt ihr über ihn gelästert in seiner schwärzesten Stunde. Sein Haus soll er verloren haben? Er bringe es nicht und ein Comeback unwahrscheinlich? Ihr alle habt ihn fallengelassen. Und er? Liegt in den düstersten Augenblicken seiner Karriere im Krankenhaus, krümmt sich vor lauter Seelenpein, schluchzt bittere Tränen und fürchtet sich vor einer komplizierten Halsoperation, die über den weiteren Fortgang seiner Bestimmung entscheidet. Lasst ihn alle in Ruhe, verschwindet, Shut Up!
Robert Sylvester Kelly, his future ain†˜t his past, er wird es euch allen zeigen, spätestens in seiner im Frühjahr 2012 erscheinenden Autobiographie Soulacoaster. Bis dahin: Hört genau hin, merkt, was ihr ihm eigentlich zu verdanken habt und zu welcher Musik eure Kinder gezeugt worden sind. You haters are so slow.

Zwoelf Zehner, 2011-12 (09)Find it at hhv.de Doppel12inch Der neueste Wahnsinn aus Andrew Morgans einzigartigen ReIssue-Label Peoples Potential Unlimited widmet sich einer verlorengegangen Electro/Techno-Perle aus Detroit, die, wie es der gemeine native speaker so schön zu sagen pflegt, in ihrem Entstehungsjahr anno 1982 way ahead of its time war. Dem gilt es nicht widersprechen, aber da wir uns in dieser Kolumne lieber auf aktuelle Produktionserzeugnisse konzentrieren möchten, schnappen wir uns einfach den Remix unseres Lieblingsniederländers Legowelt, der sich aus seinem atmosphärisch eingerichteten Studiozimmer in eben jene Zeit zurückversetzt, mit dem schleppend gebrochenen Original ein Stück weiter Richtung Industrial reist und es einer infernanel Basskur unterzieht. Bei all den namhaften Kollegen, die sich in der Namensliste der Remixer einfügen, seien es Peanut Butter Wolf oder Steve Summers, macht Legowelt die überaus überzeugenste Figur. Grandios!

Zwoelf Zehner, 2011-12 (10)Find it at hhv.de 12inch Sitzt eigentlich in jeder zweiten Londoner Wohnung irgendein 18-Jähriger, der von der Pike an mittags R&B und nachts Rinse FM pumpt, sich vor seinen Rechner setzt und fünfzehn Hyph Mngos auf der Festplatte liegen hat? Man könnte zumindest den Eindruck gewinnen, wenn man Eliphinos More Than Me hört. Wie so oft in der britischen Premierleague fußt auch dieser Track auf einem perfekt timegestretchten R&B-Vocalsample, das sich mit jeder Wiederholung noch tiefer ins Gehirn bohrt und funktional von einer monströsen Bassline, allerlei Synth-Pornographie und knochentrockenen, geraden Drums geführt wird. Klar ist das jetzt nicht mehr gamechanging, mindexpanding oder revolutionary, um mal die gängigsten Hype-Hyperbeln zu benutzen, aber ein verdammt guter Track für den Tanzboden, dessen lasziven Beginn und ungenierten Höhepunkt man nicht vergessen wird.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 21.09.2011
Aigners Inventur
August 2011
Unser Kolumnist vom Dienst nimmt sich unter anderem der Miami Heatisierung des Rapspiels an, erötert warum nur Omar-S tun kann, was er tut und wie Slug es geschafft hat, sich die ganzen verwirrten Mädchenseelen vom Leib zu halten.
Music Porträt | verfasst 15.03.2012
Eglo Records
Fingerübung in Sachen Qualität
Vor genau drei Jahren taten sich Sam Shepherd (Floating Points) und Radio-DJ Alexander Nut zusammen und gründeten das Label Eglo Records. Wir stellen euch das Londoner Label genauer vor.
Music Review | verfasst 28.07.2011
FunkinEven
Rolands Jam EP
FunkinEven macht auf seiner neuen, auf Eglo Records erschienenen EP Rolands Jam Tabula Rasa mit Ansage.
Music Kolumne | verfasst 02.09.2011
Zwölf Zehner
August 2011
Willkommen im September. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat August musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 03.11.2011
Zwölf Zehner
Oktober 2011
Willkommen im November. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Oktober musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 01.07.2011
Zwölf Zehner
Juni 2011
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 03.02.2012
Zwölf Zehner
Januar 2012
Willkommen im Februar. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Januar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 03.04.2011
Zwölf Zehner
März 2011
Der März ist um, es lebe der März. Florian Aigner und Paul Okraj lassen den Monat März Revue passieren und destillieren in der neuen Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 03.05.2012
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Porträt | verfasst 04.03.2010
Joy Orbison
Messing With Your Emotion
Mit Joy Orbison ist ein weiterer britischer Jungspund, der die Welt der elektronischen Musik aufrüttelt, entdeckt.
Music Liste | verfasst 16.11.2011
Voltron
DJ Charts
Für unsere DJ-Charts haben sich die Belgier Voltron trotz eines gut gefüllten Terminkalenders die Zeit gefunden, in mühevoller Kleinarbeit 10 Tracks herauszusuchen, die sie derzeit am meisten beschäftigen. Oder waren es elf?
Music Review | verfasst 12.10.2011
Lana del Rey
Video Games/Blue Jeans
Bevor es richtig losgeht und im Februar das Debütalbum erscheint, gibt’s jetzt die erste Doppelsingle von Lana del Rey.
Music Kolumne | verfasst 08.02.2012
Hyperton
Februar 2012
Hyperton ist der monatliche Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Wir treffen eine kleine Auswahl an aktuellen Schallplatten und schauen mal nach, was die anderen Gazetten so schreiben.
Music Kolumne | verfasst 22.02.2012
Aigners Inventur
Februar 2012
Lana Del Rey, Haftbefehl, Deichkind: Plakativeres hätte man ihm dieses Mal kaum vor die Nase setzen können. Dennoch vergisst unser Kolumnist vom Dienst wie üblich auch die abseitigeren Releases nicht.
Music Review | verfasst 21.11.2007
Jay-Z
American Gangster
Das Album lehnt sich lose an das gleichnamige cineastische Großereignis an und stellt gleichzeitig Jiggas erstes (Quasi-)Konzeptalbum dar.
Music Bericht
The Roots
Gewinne »The Undun« Testpressung
Universal Music und hhv.de verlosen die ultra-rare Testpressung von »Undun«, dem elften Album von The Roots. Der Gewinner dieser seltenen Seltenheit wird Ende Mai ausgelost. Viel Glück!
Music Porträt
Nick Waterhouse
»Weil es Rhythmus und Blues hat«
Waren die Genzen zwischen alt und neu bislang noch halbwegs kenntlich, sind sie jetzt ins Unkenntliche verwischt. Nick Waterhouse sieht aus wie Buddy Holly und spürt der Authentizität in der Musik nach.
Music Liste
Lando Kal
DJ Charts
Unbestritten ist Lando Kal einer der gefragtesten Producer und DJ zur Zeit. Warum das so ist, zeigen auch seine DJ-Charts, eine Auswahl, für die der Ausspruch »all killer, no filler« gilt, ohne ins floskelhafte zu geraten.
Music Bericht
Quantic & Alice Russell
Live am 8.5. im Zoom in Frankfurt/Main
Wer es bei der Tournee von Quantic und Alice Russell auf die Präsenz zweier herausragender Einzelkünstler abgesehen hatte, wurde enttäuscht. Stattdessen war ein perfektes Band-Gebilde zu erleben, bei dem Quantic die unsichtbaren Fäden zog.
Music Bericht
Matana Roberts
Live am 8.5. im K4 in Nürnberg
Die Saxophonistin Matana Roberts ist eine der interessantesten Musikerinnen der USA. Mit ihrem letzten Album »Coin Coin« hat sie der afroamerikanischen Musik wieder eine politische Nuance hinzugefügt und großartige Kritiken geerntet.
Music Liste
Tolouse Low Trax
DJ Charts
Detlef Weinrich aka Tolouse Low Trax ist nicht nur Mitbetreiber sondern auch einer der Residents des Salon Des Amateurs in Düsseldorf. Hier gibt er uns Einblicke in seine liebsten Tracks.
Music Porträt
Michael Kiwanuka
In der Ruhe liegt die Kraft
Einige Aufmerksamkeit war Michael Kiwanuka in den letzten Wochen beschienen. Er selbst blieb davon unbeeindruckt und arbeitet weiter an Songs, die an Otis Redding und Bob Dylan erinnern und immer auch die Aura der Sechziger atmen.
Music Bericht
Aphroe & DJ Mirko Machine
Live am 4.5. im Heidelberger Club Ziegler
Mit »90« zollt Aphroe der goldenen Ära des Rap Tribut. Dass dieses Konzept nicht nur beim Publikum ankommt, zeigt sich auf der Tour mit DJ Mirko Machine. Wie bereits in Köln verlief auch der Gig in In Heidelberg in »familiärem« Rahmen.
Music Porträt
Valentin Stip
Nichts muss, alles kann
Nichts muss, alles kann. Valentin Stip lässt leichtfüßung ein musikalisches Gemisch aus klassischen- und elektronischen Elementen enstehen – Nicolas Jaar ohne die poppigen Elemente, um hier mal den Einstieg zu erleichtern.
Music Interview
Freddie Gibbs
»Ich sage Sachen, die gesagt werden müssen.«
Freddie Gibbs gilt unter seinen und unseren Kollegen als der »realste« aller Gangsta-Rapper. Wir sprachen mit ihm über seine Heimat, Drogen, Ängste und eine Hand voll anstehender Kollaborationen.
Music Kolumne
Entweder oder
Entscheider: Saschienne
Sascha Funke und seine Ehefrau machen jetzt auch musikalisch gemeinsame Sache. Das Projekt heisst Saschienne und ihr Debüt ist soeben bei Kompakt erschienen. Hier beantworten sie uns ein paar Entscheidungsfragen.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Bericht
Star Slinger
»Dumbin' ain't part of his strategy«
Darren Williams aka Star Slinger war vor nicht allzu langer Zeit noch ein durchschnittlicher Mitt-20er, der in Manchester Tontechnik studierte. 2010 stellte er mit dem Beat Tape Vol. 1 sein erstes musikalisches Lebenszeichen online.
Music Porträt
John Talabot
Kein Mann fürs Blitzlichtgewitter
John Talabot legte Anfang des Jahres ein Konsensalbum vor, das Fans und Kritiker gleichermaßen begeisterte. Nun, da der Hype einem nachhaltigen Enthusiasmus gewichen ist, wird es Zeit, sich den Mann hinter der Musik genauer anzuschauen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Actress, OFWGKTA, Aphroe und Dream 2 Science.
Books Interview
Waxpoetics
10 Jahre, 50 Ausgaben
Zehn Jahre und 50 Ausgaben hat die Waxpoetics nun schon auf dem Buckel. Dabei hat sie sich in dieser Zeit zu einer Institution im Schreiben über Hip Hop, Jazz, Funk und Soul entwickelt. Wir sprachen mit Chefredakteur Andre Torres.
Music Liste
Fid Mella
DJ Charts (+ Exklusivtrack)
Vom geschätzten Kollegen Aigner mal als der Just Blaze Wiens bezeichnet, haben wir mit Fid Mella heute einen spannenden Ausnahmekünstler, der uns Einblick in seine Faves gibt. Zusätzlich präsentiert er uns exklusiv seinen neuesten Track.
Music Porträt
Scuba & Jimmy Edgar
Elektronische Musik fernab vom Hype
Der Labelchef von Hotflush Recordings Paul Rose und der Detroiter Musiker Jimmy Edgar berichten in unserem Porträt über die Einflüsse der Stadt Berlin auf ihre aktuellen Veröffentlichungen.
Music Porträt
Alice Russell
Das Gesicht zur Stimme
Eine Stimme, die im letzten Jahrzehnt im Grenzgebiet zwischen klassischem Soul, Nu Jazz und Jazztronica herausstach, war die von Alice Russell. Nun hat sie sich mit Quantic für ein gemeinsames Album zusammengetan.
Music Interview
Geoff Barrow
»Man muss sich ständig weiter pushen«
Geoff Barrow ist ein nimmermüder Tausendsassa. Im Augenblick sieht sich der DJ und Produzent von Portishead der Herausforderung entgegengestellt, 3 Alben in 3 Monaten zu veröffentlichen. Den Anfang macht sein Projekt Quakers.
Music Porträt
Homeboy Sandman
Raus aus der Komfortzone
Er nennt sich selbst einen Vokalisten auf der Suche nach immer neuen Rhythmen, Wortspielen und Stimmungen. Stones Throw findet, dass ihm das ganz gut gelingt und hat ihn gesignt. Wir stellen euch den New Yorker vor.
Music Porträt
Aphroe
Dem Kolorit der Neunziger nachspüren
Inspiriert von Elzhis Husarenstreich »Elmatic« im letzten Jahr, ließ Aphroe die Arbeit an seinem ersten Soloalbum ruhen und ging der Idee nach, seine liebsten Tracks aus dem »Goldenen Zeitalter« des Hip Hop neu zu interpretieren.
Music Liste
El_Txef_A
DJ Charts
Seit fünf Jahren veröffentlicht der Baske Aitor Etxebarria House über verschiedene Labels, jetzt erscheint bei Fiakun sein Debut-Album. Dass er privat kaum House hört, spiegelt seine persönliche Top Ten-Liste wider.
Music Interview
Lee Fields
Singen mit echtem Gefühl
Seit einem halben Jahrhundert ist Lee Fields Musiker. Doch erst seit seinem Engagement beim New Yorker Label Truth & Soul und dem gleichzeitigen Widererstarken des Interesses an Soul und Funk ist auch ihm ein größeres Interesse beschieden.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
März 2012
Willkommen im April. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat März musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne
High 5
Aphroes Rap-Alben der 00er Jahre
Mit seinem aktuellen Release »90« hat uns Aphroe soeben seine Ami-Rap Sternstunden aus den 1990er Jahren aufgetischt. Dass für ihn die Rap-Zeitrechnung 1999 jedoch nicht endete, beweist die Auswahl seiner Top-5-Rap-Alben der 2000er Jahre.
Music Interview
First Serve
Wer bin ich und wenn ja wie viele?
Wer hinter First Serve steckt, war eigentlich immer klar. Und dennoch: Deen Whiter und Jacob »Pop Life« Barrow ziehen die Maskerade durch. Ähnlichkeiten mit De La Soul sind rein zufällig.
Music Interview
Demograffics
»I kann eh net guat deutsch, waßt?«
Die Demograffics aus Regensburg veröffentlichen in diesen Tagen ihr zweites Album. Ein Gespräch mit Maniac und DJ Rufflow über Butter, Käse und den Gebrauch der englischen Sprache.
Music Bericht
Mayer Hawthorne
Live am 20.3 im Gloria in Köln
Am vergangenen Dienstag soll also ein Hauch von Motown-Soul die Kölner Innenstadt beseelen. Mayer Hawthorne macht auf der Welt-Tour anlässlich seines zweiten Albums »How Do You Do?« Halt in der Domstadt und alle strömen sie ins Gloria.
Music Bericht
Marsimoto
Live am 22.3. in der Live Music Hall in Köln
Nach dem überraschenden Riesenerfolg mit Marteria kehrt Marten Lanciny mit seinem anderen Alter Ego Marsimoto zurück zu den Wurzeln und trifft wieder auf ein ganz anderes Publikum. Und das ist gut so.
Music Porträt
Shlohmo
Er weiß noch, was »Bromance« ist
Mit seinem Album »Bad Vibes« gelang ihm letztes Jahr der Durchbruch. Bei Shlohmo scheint das noch nicht angekommen zu sein: Er ist der Homeboy mit dem du Kette rauchen und Lyrics von Drake rezitieren willst.
Music Liste
Daniel Mehlhart
DJ Charts
Vom harten Techno über den Neapelsound der 00er Jahre entwickelte Daniel Mehlhart seinen gegenwärtigen eigenen Sound. Uns hat er einen Einblick in seine derzeitigen Favourites gewährt.
Music Bericht
Samiyam und Teebs
Live am 1.3. im Gretchen in Berlin
Das Brainfeeder Label ist momentan eines der spannendsten Talentschmieden an der Schnittstelle zwischen elektronischer Musik und Hip-Hop. Mit Teebs und Samiyam begaben sich Anfang März zwei Hochkaräter des Camps ins Gretchen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Motrip, Lee Fields, Grimes, Ital und DJ Cam.
Music Bericht
Aeroplane und Prins Thomas
Live am 16.3. im Gretchen in Berlin
Mit Vorschusslorbeeren bedacht, machte sich der als DJ gefragte und beliebte Aeroplane am Freitag in Berlin ans Werk. Mit Prins Thomas hatte der Belgier einen weiteren Könner seines Fachs dabei. Die Publikumsreaktion blieb jedoch verhalten.
Music Porträt
Eglo Records
Fingerübung in Sachen Qualität
Vor genau drei Jahren taten sich Sam Shepherd (Floating Points) und Radio-DJ Alexander Nut zusammen und gründeten das Label Eglo Records. Wir stellen euch das Londoner Label genauer vor.
Music Bericht
Talib Kweli
Live am 7.3. im E-Werk in Erlangen
In Erlangen gab Talib Kweli eines seiner Konzerte, bei denen man den New Yorker MC derzeit hierzulande erleben kann. Auf das Überraschende wartet man allerdings vergebens. Unser Rezensent kann seine Enttäuschung darüber nicht verbergen.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Februar 2012
Willkommen im März. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Interview
People Under The Stairs
Die Weltenbummler des Hip Hop
Sie gelten als die meist herumgekommene Rapband der Welt. Wir sprachen mit Thes One über die schönsten Anekdoten und Erinnerungen an ihre missionarische Reisen im Auftrag des Hip Hop.
Music Kolumne
Entweder Oder
Entscheider: Dilated Peoples
Soeben haben die Dilated Peoples eine kleine Clubtour durch hiesige Gefilde beendet. So waren Evidence, Rakaa Iriscience und DJ Babu mal wieder gemeinsam auf einer Bühne zu bewundern. Wir haben ihnen ein paar Entscheidungsfragen gestellt.
Music Porträt
Speech Debelle
Halb Popstar, halb Rowdy
Sie hatte mit ihrem Debüt vor drei Jahren den Mercury Prize gewonnen. Nun ist Speech Debelle mit einer neuen, musikalisch und textlich reiferen Platte zurückgekehrt, die sie als ernsthafte, innerlich bewegte Künstlerin zeigt.