Music Kolumne | verfasst 22.02.2012
Aigners Inventur
Februar 2012
Lana Del Rey, Haftbefehl, Deichkind: Plakativeres hätte man ihm dieses Mal kaum vor die Nase setzen können. Dennoch vergisst unser Kolumnist vom Dienst wie üblich auch die abseitigeren Releases nicht.
Text Florian Aigner

Gangrene - Vodka & AyahuascaFind it at hhv.de: CD | 2LP Dass sich da zwei Brothers from other mothers gefunden haben, ließen bereits die ersten Gangrene-Teaser vor knapp zwei Jahren erahnen. Nun also folgt bereits die zweite Langspielrille von Alchemist und Oh No, auf der sich die beiden CL-Produzenten und Regionalliga-MCs dieses Mal kräftig mit Wodka & Ayahuasca eingedeckt haben und damit nebenbei dem Titel You can’t imagine how much fun we’re having näher kommen, als es Atmosphere je taten. Das einzige, aber durchaus gravierende Problem an dieser Sause ist und bleibt aber, dass The Alchemist nach wie vor mit der Eleganz des späten Thomas Ds flowt und auch Oh No einfach ein signifikant besserer Knöpfchendreher als Rapper bleibt. Auffallen tut dies hier v.a. auch deswegen so, weil man sich mit Kool G Rap, Roc Marciano und Prodigy nun wirklich keine Leichtgewichte auf die gammeligen Studiocouches eingeladen hat. Aber sei’s drum: Spaß macht das trotzdem.
 

schoolboy q habits Während Oh No und Alchemist scheinbar erst in etwas gesetzterem Alter komplett austicken, ist Schoolboy Q so kodeinzerfressen, dass auch mal ganze Strophen auf das Wort »Pills« gereimt werden und die übrigen Silben mit semikohärentem Gestammel gefüllt werden. Auf diese Art und Weise nahm ich vor ziemlich genau zwei Wochen das erste Mal Kendrick Lamars Protegé bewusst war, auf die euphorischen Jubelreden des Kollegen Kunze hin, der in Köln gastierte um sich mit Shlohmo darüber zu unterhalten, warum Drakes Take Care das beste Album aller Zeiten sei. So, Nähkästchen geschlossen, zurück zu Habits & Contradictions, Qs zweitem Album, das neben der geilen Debilität von Druggys With Hoes Again oder Trillwave-Stolperern wie How We Feeling auch seriöse Ostküsten-Unterhaltung mit dem Alchemisten und Chef Kendrick bietet, immer aber vorgetragen im herrlich schnodderigen Tonfall dieser neune Rappergeneration. Late Adopter Aigner feiert das jetzt auch, Kollege Kunze!
 

DJ Adlib - Hi-Hat Club Vol.6Find it at hhv.de: LP Derweil reiht sich das Kölner Urgestein DJ Adlib mit Haus & Garten endlich in den Hi-Hat Club ein, mit dem typischen Kölner-Schluffigkeits-Impetus und zeitlosen Produktionen, ohne sich dabei aber vor Synth-Spielereien und Gastraps zu fürchten. Große Überraschungen bleiben aus, aber dass man zu keinem Zeitpunkt hört, ob das nun Maßarbeit made in Ehrenfeld oder doch Oxnard ist, ist ja auch ein Qualitätsmerkmal.
 

Beat Fight #2 CompilationFind it at hhv.de: LP Und gleich nochmal Köln und Melting Pot Music. Dort fand letztes Jahr wieder der Beat Fight statt, den Dexter gewann, ein Umstand, der durchaus verwundert, hört man das auf Vinyl gepresste Protokoll der Veranstaltung. So brillieren vor allem Shuko (mit ungewohnt verspielten Tönen) und Haftis neuer Lieblingsproduzent Fid Mella mit wesentlich druckvolleren und variableren Produktionen als Dexters Pete Rock Nachlassverwaltung. Nun gut, jedem das Seine, in der Summe ist Beat Fight #2 so oder so eine angenehme Erscheinung zum Karottenschälen, Fensterputzen oder Couchheadbanging.
 

haftbefehl kanackisFind it at hhv.de: 2CD Zurück zu Haft. Unser aller Lieblingsdadaist hat bekanntermaßen sein zweites Opus draußen und was er macht, ist nicht deutsch, sondern Kanackis. Die ganz Großen haben das Schmuddelkind in ihr Herz geschlossen und die Cheias haben ihn selbstverständlich immer noch lieb, Maaaaann. Natürlich ist Haftbefehl auch weiter eine der leichtesten Zielscheiben in Deutschland, was man bei all den halbgaren Namensgags, den holprigen Reimen und demonstrativem Assi-Tum, aber nicht vergessen sollte: Er hat Humor und ein besseres Händchen für Beats als Restdeutschland. Und wenn er auf gefühlten 40 BPM einer Angestellten im Ralph Lauren Store erklärt, dass sie schon richtig liegt und der SL da draußen ihm gehört, will man (oder zumindest ich) ihm einen herzlichen Fistbump geben und ihn rufen hören: yeah, Mama, I made it!
 

1000 Names - Invisible ArchitectFind it at hhv.de: 2LP Für Project: Mooncircle-Verhältnisse ungewohnt Boogie-beeinflusst und leichtfüssig bewegen sich dei Bulgaren von 1000 Names auf Invisible Architect. Manchmal klingt das gar so, als hätten Tiger & Woods Remixes beim frühen Hud Mo bestellt, so transparent sind in der ersten Albumhälfte die 80s-Zitate. Eine Plakativität die PMC durchaus gut zu Gesicht steht, so kurz vor dem Frühling, und wer es etwas ominöser braucht konzentriert sich eben auf Seite C + D.
 

Bonobo - Black Sands RemixedFind it at hhv.de: CD | 3LP Etwas enttäuschend hingegen ist die Bequemlichkeit, die sich auf vielen der von Bonobo bestellten Remixes zu Black Sands breit macht. Mit Ausnahme des wie üblich wahnwitzigen Analog-Workouts von Funkineven, dem vertrackten Arp 101-Remix und der brillanten Vocal-Inszenierung von Blue Daisy, muss man durchaus enttäuscht sein, wie viele große Namen sich hier zu eingelullter Fließbandarbeit haben hinreißen lassen. War aber auch nicht ganz einfach, nachdem Floating Points vor längerer Zeit bereits so vorgelegt hatte.
 

Benjamin Damage & Doc Daneeka's They Live LPFind it at hhv.de: 2LP Nicht bequem, aber seltsam zerfahren, ist die auf den Namen They Live? hörende Kollaboration von Benjamin Damage & Doc Daneeka, die über Modeselektors 50 Weapons unlängst erschienen ist. Von Electro-beeinflusstem UK-Bass, Marke Boddika, über R&B-Sample-Wuchtbrummen á la Jacques Greene bis zu lupenreinem Techno, wie ihn Cosmin TRG an selber Stelle vor kurzem präsentierte, reicht die Spannweite der acht Tracks, aber eine wirklich eigene Identität kann man dem Duo nicht bescheinigen, auch wenn das natürlich alles geschmackvoll angerichtet ist.
 

scuba personalityFind it at hhv.de: CD | 2LP+CD Überhaupt, Techno. Auch Scuba verlässt auf seinem mittlerweile auch schon dritten Album zunehmend diese so fruchtbare Basis zwischen britischer Rhythmik, der Tiefe Detroits, dem analogen Chicago und der Melancholie von Bristol, um ein astreines Peak-Time-Album zu veröffentlichen, das, wie schon seine letzten beiden Singles, offensiv mit Trance- und Tech House-Klischees kokettiert und sich auch den brettharten Electro-Entwurf des Instra:Mental-Albums einverleibt. Das kann bisweilen grandios aufgehen, manchmal fehlt mir auf Personality aber dieser snobistische »Ich weiß es eigentlich besser«-Habitus. Scuba wird zunehmend Dienstleister und das hat er, der als Hotflush-Chef immer wieder beweist, dass man auch hakenschlagend Crowdpleaser sein kann, überhaupt nicht nötig.
 

John Talabot - FinFind it at hhv.de: LP+CD Uneingeschränkt super ist dafür John Talabots Mini-Epos ƒin, auf dem sich der schüchterne Katalane von jeglichen Funktionalitätszwängen befreit und ein krautiges, aber dennoch nie zu verschrobenes Album produziert, das immer noch deutlich in House und Disco verwurzelt ist und mit dem Überhit So Will Be Now in einem furiosen Crescendo endet. Mehr muss man hier auch nicht sagen, so viel berechtigtes Lob der gute Mann allerorts dafür in den vergangenen Wochen bereis eingeheimst hat.
 

BlondesFind it at hhv.de: 2CD Talabots Brüder im Geiste sind die beiden New Yorker von Blondes, die für ihr Debütalbum die drei bisher veröffentlichten 12-Zoller mit zwei neuen Stücken und jeder Menge hochklassigen Remisen, u.a. vom erklärten Aigner-Liebling John Roberts, anreichern und ihren von komplexen Melodieführungen und Songstrukturen dominierten Autoren-House mittlerweile derart perfektioniert haben, dass man nur staunen kann. Wenn das endlich mal mehr Leute mitbekommen würden, wäre hier ein Crossover in Pantha Du Prince’schem Ausmaße nur folgerichtig.
 

lindstromFind it at hhv.de: 2LP Hoffen wir mal, dass weder Talabot, noch die Blondes eine ähnliche Entwicklung nehmen wie Lindstrøm, der sich in den letzten Jahren zusehends in verqueren Tangerine Dream-Schwülstigkeiten verstrickte und dabei Kicks und Claps zunehmend in fiesen Orgelsoli untergehen ließ. Six Cups Of Rebels besinnt sich nun allerdings wieder auf typische skandinavische Tugenden: verspielte Disco-Not-Disco-Tracks für Flurromantiker.
 

demdike stare roseFind it at hhv.de: LP Beinahe konkurrenzlos verquer sind Demdike Stare, die mit ihrer klaustrophobischen Goth-Electronica seit geraumer Zeit Albträume so brillant vertonen wie kaum jemand seit Carpenters Hochphase. Rose ist der dritte Teil der Elemental-Reihe, mehr Industrial als zuvor, subtil, aber immer gefährlich. Music to piss your pants to.
 

Air - Le Voyage Dans La LuneFind it at hhv.de: LP+CD Während Demdike Stare Beerdigungsszenerien vertonen, bleiben Air ihrem eskapistischen Leitmotiv treu. Auch Voyage Dans La Lune flüchtet gen Mond, vergisst dabei aber weitgehend diese zuckersüßen Melodien, die Moon Safari annodazumal selbst bei Crips & Bloods zum Standardwerk für unangekündigten Damenbesuch machten. Oft schaffen es die, für sich genommen interessanten, Ambientskizzen nicht sich in das Gesamtbild einzufügen. Zwiespältige Angelegenheit.
 

leila u&iFind it at hhv.de: CD | 2LP Wir halten es artpoppy und lassen uns von Leilas krudem U&I überfordern. Natürlich erscheint das über Warp, natürlich ist das zickig, natürlich steht hier Techno neben Shoegaze, natürlich sind die Vocals von Mt. Sims demonstrativ hingeschnoddert. Ich kann mir dennoch nicht helfen: Gang Gang Dance machen das einfach besser.
 

2 bears be strongFind it at hhv.de: 2LP Und das Motzen hört nicht auf. Auch 2 Bears, das Projekt von Hot Chip Joe Goddard und Rat Daddy, will nicht so recht überzeugen. Während bei Goddards Hauptarbeitgebern diese programmatische All-Over-The-Placeness meist sympathisch und nerdy wirkt, ist Be Strong ein erschreckend oberflächliches Album mit lauwarmen 80s-Referenzen, billigen Rave-Signalen und gezwungen wirkenden Anknüpfungspunkten an UK-Bassmusik-Standards.
 

deichkind untenFind it at hhv.de: CD | 2LP Über die Mario Barthisierung von Deichkind muss man sich 2012 nun wirklich nicht mehr echauffieren, weil das in etwa so viel Sinn macht, wie vor Burger King zu kampieren und die Leute darauf hinzuweisen, dass es im Bioladen um die Ecke gesünder ist. Besoffene BWLer, frustrierte Alleinerziehende und biathlonbegeisterte Einzelhandelskaufmänner wollen Remmidemmi und sie kriegen, was sie wollen. Immer und immer wieder. Und weil Deichkind es mühelos schaffen, dass sich die breitgefächerte Zielgruppe qua ironischem Lyrik-Duktus so viel cleverer fühlt als die Atzen-Fanschar, wird auch Befehl Von Ganz Unten Erstsemester-WG-Parties dominieren. Gut, dass ich eine eigene Wohnung habe.
 

Lana del Rey's Born To Die LPFind it at hhv.de: 2CD | LP Da kann ich dann auch heimlich diese Lana Del Rey-Platte hören, ohne mich wie ein Spießer zu fühlen. Weil: eigentlich mag man die als notorisch-abgeklärter Seen-It-All-Wichtigtuer ja jetzt schon nicht mehr, es sei denn man muss 15.000 Zeichen füllen und hat noch verstaubte Soziologie-Hausarbeiten in der Schublade liegen, mit Hilfe derer man sich dann in krude Gesellschaftsanalysen anhand einer schlauchbootlippigen Männerfantasie wie Frau Rey verlaufen kann. Deswegen an dieser Stelle nur so viel: Born To Die ist ein opulentes Pop-Album, reich an Zitaten, leider weniger Lo-Fi als Video Games es erhoffen ließ, aber dennoch so gut, wie Blockbuster-Pop 2012 sein kann. Enjoy it while it lasts!
 

Wendy Rene - After Laughter Comes TearsFind it at hhv.de: 2LP Schließen wir mit einer Stimme, die jeder kennt, die jedoch nie wirklich die Aufmerksamkeit geschenkt bekommen hat, die sie verdient gehabt hätte. Light In The Attic ändert dies mit After Laughter Comes Tears: Complete Stax & Volt Singles + Rarities nun und versammelt Wendy Renes zum Teil sehr sehr schwer zu kriegenden Aufnahmen aus den Jahren 1964 und 1965 auf einer Doppel-LP. Natürlich fehlt das titelgebende Lamento nicht, interessant sind aber gerade auch die anderen zahllosen Balladen, die verdeutlichen, warum Wendy Rene so gut in die RZA’sche Samplebibliothek passte und dort fachmännisch zwischen Ann Peebles und Carla Thomas eingeordnet wurde. Oh, diese Stimme…
 

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 16.03.2011
Aigners Inventur
Februar 2011
Raekwon kümmert sich um die Basis, Mr Dibiase um die Atari-Nerds, Show & KRS-One um die ewig Gestrigen, Virgo 4 um Chicago, PJ Harvey um England und Radiohead um die Journaille. Madames et Monsieurs: der Februar!
Music Kolumne | verfasst 20.04.2011
Aigners Inventur
März 2011
Auch in diesem Monat klärt Aigners Inventur wieder die wirklich essentiellen Fragen der Menschheit: Fürchtet Pusha T wirklich das Fegefeuer? Vermittelt Frank Ocean zwischen Tyler und Bieber? Ist die Welt tatsächlich aus Plastik?
Music Kolumne | verfasst 17.05.2011
Aigners Inventur
April 2011
Zugegeben: es war nicht einfach neben den Marktschreiern der Wolf Gang in den letzten vier Wochen noch andere Stimmen zu vernehmen, aber bei genauem Hinhören gab es für die Musikindustrie doch noch ein Leben neben OFWGKTA.
Music Kolumne | verfasst 15.06.2011
Aigners Inventur
Mai 2011
Irgendetwas stimmt diesen Monat nicht. Was sich im Mai zur Kaffeefahrt verabredete, war im Schnitt älter als der AC Mailand. Und das ausgerechnet im Monat nach Goblin. Quo vadis, Mai?
Music Kolumne | verfasst 10.08.2011
Aigners Inventur
Juni/Juli 2011
Wer anfängt sich in seinem Liegestuhl zu langweilen, bekommt nun die Gelegenheit, die nächsten 15 Minuten mit unserem Scharfrichter vom Dienst und Casper, Wiley, Zomby, MCDE, fLako, den Junior Boys und Laurel Halo zu verbringen.
Music Kolumne | verfasst 19.10.2011
Aigners Inventur
September/Oktober 2011
Wie üblich macht unser Kolumnist vom Dienst auch in dieser Ausgabe vor großen Namen nicht Halt. So dürfen sich Phonte, Emika, James Blake, Radiohead und Apparat Watschen abholen. Warum es trotzdem ein guter Monat war, lest ihr hier.
Music Kolumne | verfasst 18.01.2012
Aigners Inventur
Januar 2012
Da hatte er schon auf einen verlängerten Weihnachsturlaub spekuliert und dann kamen ihm doch wieder massig Platten dazwischen. Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander.
Music Kolumne | verfasst 21.03.2012
Aigners Inventur
März 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Motrip, Lee Fields, Grimes, Ital und DJ Cam.
Music Kolumne | verfasst 25.04.2012
Aigners Inventur
April 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Actress, OFWGKTA, Aphroe und Dream 2 Science.
Music Kolumne | verfasst 23.05.2012
Aigners Inventur
Mai 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Killer Mike, Jadakiss, Shackleton, Lone und Kindness.
Music Kolumne | verfasst 25.07.2012
Aigners Inventur
Juni & Juli 2012
Letzten Monat im wohlverdienten Urlaub holt unsere Kolumnist vom Dienst das Verpasste nach und setzt sich mit der Veröffentlichungsflut, die die letzten beiden Monate brachten, auseinander.
Music Kolumne | verfasst 05.09.2012
Aigners Inventur
August 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Holy Other, Max Herre, Rick Ross, Four Tet und JJ Doom.
Music Kolumne | verfasst 02.10.2012
Aigners Inventur
September 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The XX, Flying Lotus, Xavas, Mala und Robert Hood.
Music Kolumne | verfasst 31.10.2012
Aigners Inventur
Oktober 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Kendrick Lamar, Bat For Lashes, Andy Stott und Daphni.
Music Kolumne | verfasst 05.12.2012
Aigners Inventur
November 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Captain Murphy, Roc Marciano, Karenn und Zombie Zombie.
Music Kolumne | verfasst 30.01.2013
Aigners Inventur
Januar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Chief Keef, Four Tet und Mushy.
Music Kolumne | verfasst 27.02.2013
Aigners Inventur
Februar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Trus’me, Max D, Pusha T, Darkstar und JBG2.
Music Kolumne | verfasst 27.03.2013
Aigners Inventur
März 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Justin Timberlake, DJ Koze und Function.
Music Kolumne | verfasst 05.06.2013
Aigners Inventur
Mai 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Mount Kimbie, Daft Punk, The-Dream und Vampire Weekend.
Music Kolumne | verfasst 23.11.2011
Aigners Inventur
Oktober / November 2011
Pünktlich zur kalten Jahreszeit werden wir von einer wahren Flut neuer Alben überschwemmt. Unser Kolumnist Florian Aigner hat sich wie üblich für euch durchgehört und trennt die Spreu vom Weizen.
Music Kolumne | verfasst 31.07.2013
Aigners Inventur
Juni / Juli 2013
Nach einer kurzen Urlaubspause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Ka, J.Cole, Hade & DWFL, David Lynch und Disclosure.
Music Kolumne | verfasst 29.08.2013
Aigners Inventur
August 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Forest Swords, Earl, Julia Holter und Moderat.
Music Kolumne | verfasst 26.09.2013
Aigners Inventur
September 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Drake, The Weeknd, Huerco S, Janelle Monae und MGMT.
Music Kolumne | verfasst 13.11.2013
Aigners Inventur
Oktober 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Pusha-T, Twit One, Haim, Four Tet und Laurel Halo.
Music Kolumne | verfasst 06.12.2013
Aigners Inventur
November 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: 7 Days Of Funk, Blood Orange, Shadowlust und Logos.
Music Essay
Records Revisited
John Beltran – Ten Days Of Blue (1996)
Während andere seiner Generation das große Unbekannte und die Zukunft anvisierten, war Beltran müde. Und blieb, wo er war. Das mag reaktionär scheinen, und doch brachte es Neues hervor – eine Zukunft, ganz für sich alleine.
Music Liste
Steve Hauschildt
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Steve Hauschildt gebeten, durch unseren Webshop zu stöbern und sich 10 Schallplatten auszusuchen, die ihn derzeit am besten gefallen. Darunter heimliche Klassiker der elektronischen Musik und Highlights auch aus diesem Jahr.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2018
Als wäre der Sommer nicht schon heiß genug, kommt auch noch Aigners Inventur. Unser Kolumnist wird direkt aus dem Urlaub abgeholt und im Opiumzelt in Manila abgesetzt. Ihr lest hier, was er VOR dem Fieber schrieb: fast nur Empfehlungen!
Music Liste
Alexander Tucker
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Alexander Tucker gebeten durch unseren Webshop zu stöbern und uns 10 Schallplatten zu nennen, die ihn derzeit inspirieren. Darunter mit Grouper, Chris Carter oder Henry Flynt durchweg Musiker, die kompromisslos ihren Weg gehen.
Music Porträt
Malka Tuti
Wohzimmer-Platten mit strangen Namen
Wo auf Industrial eine hebräische Nummer folgen kann: das Label Malka Tuti hat sich etabliert. Hier finden Kenner Musik, die wierd genug ist für die Off Locations und gut genug fürs Wohnzimmer.
Music Interview
Helena Hauff
Bock auf Bunker
Ein Synthesizer und ein Drumcomputer, die Tage erscheint Helena Hauffs neues Album. Viel hat sich nicht geändert bei der Hamburgerin, nur auf dem Bankkonto sieht es endlich besser aus. Gesprächsstoff gab es (trotzdem) genug.
Music Interview
Lena Willikens
Amsterdam State of Mind
Die Auflegerei ist in den vergangenen Jahren intellektualisiert worden, der DJ wird als Kurator wahrgenommen. Lena Willikens gehört zu den Protagonistinnen dieser Entwicklung. Die ihr selbst nicht nur angenehm ist.
Music Liste
L'Orange of Marlowe
Picks 10 latest Vinyl Records
L’Orange hat zusammen mit Solemn Brigham ein neues Projekt. Es heißt Marlowe. Ihr gemeinsames Debüt ist bei Mello Music Group erschienen. Aus diesem Anlass hat er 10 Schallplatten, die ihn derzeit besonders fesseln, gepickt.
Music Liste
Nicola Cruz
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicola Cruz ist Franzose. Seine Eltern sind aus Ecuador. Seine Musik pendelt dazwischen und weit darüber hinaus. Seine Einflüsse kannst du ein Stück weit anhand seiner 10 Schallplatten nachvollziehen.
Music Interview
Deutsch Amerikanische Freundschaft
Eine Neutralität, die immer brennt
D.A.F waren revolutionär, weil sie eine Maxime hatten: nichts machen, was es schon mal gab. D.A.F sind immer noch aktuell, weil ihre Texte provozieren, ohne eine Meinung zu diktieren.
Music Liste
Ross From Friends
10 Favorites
Nenn es nicht einfach Lo Fi-House! Ross From Friends hat zwar auch einen dieser…Witz-Namen. Seine Musik ist allerdings kein Gimmick, nicht umsonst ist er auf FlyLos Brainfeeder gelandet! Der Mann hat Einflüsse von jenseits der 120 BpM.
Music Liste
X.Y.R.
Picks 10 latest Vinyl Records
Aufgewachsen in einer Provinzstadt im Nordwesten Russlands, atmet die Musik von X.Y.R. die russische Seele. Seine Auswahl an 10 Schallplatten zeigt hingegen, dass sein musikalischer Geschmack nicht an den Grenzen seiner Heimat Halt macht.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Debut (1993)
Björks »Debut« zog vor allem einen Schlussstrich. Dazu ist der Titel des Album eine dreiste Lüge. Eine größere Wahrheit hätte Björk damit allerdings ebensowenig aussprechen können.
Music Kolumne
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Liste
WEN
Picks 10 latest Vinyl Records
Soeben ist auf Big Dada »Ephem:era«, das zweite Album des als »Wunderkind des Post-Grime« hofierten Producers WEN erschienen. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begeistern.
Music Kolumne
Records Revisited
Dynamite Deluxe – Deluxe Soundsystem (2000)
Deutsch-Rap in seiner ersten Blüte, das Ende der Neunziger, der Anfang eines neuen Jahrtausends. Kein Album wurde mehr erwartet als das vorliegende. Und »Deluxe Soundsystem« schlug dann auch ein wie eine Bombe.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Kanye West – ye
Slavery was a choice, Make America Great Again, man kennt die Storys. »ye« einfach nur als Tonträger zu besprechen, ist unmöglich. Drei Wochen nach Release versuchen wir, den ganzen Wahnsinn irgendwie einzuordnen.
Music Porträt
Spasibo Records
From Russia With Funk
Eines Tages würden sie gerne mit Daptone und Jazzman in einem Atemzug genannt werden: Das St. Petersburger Label Spasibo verlegt die Grooves der Landsmänner neu. Tips dazu gab es auch von Jan Weissenfeldt.
Music Liste
Mo Kolours
Picks 10 latest Vinyl Records
»Inner Symbols« heißt das in diesen Tage erscheinende, dritte Album von Mo Kolours. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begleiten. Darunter Jazz, Hip-Hop, Freunde, Bekannte, Kollegen.
Music Porträt
Macadam Mambo
Lyon zurück auf der Karte
In den letzten Jahren sind Exotika-Labels aus dem Boden geschossen wie Gemüse in Urban Gardening-Flächen. Seit 2012 ist das Lyoner Label Macadam Mambo nicht nur eines der interessantesten unter allen, sondern auch eines der bestgemachten.
Music Liste
Guts
Picks 10 latest Vinyl Records
Guts ist eine Institution im französischen, ach, im europäischen Rap. Mindestens. Soeben wurde seine Platte »Paradise For All« wieder aufgelegt. Die Gelegenheit ihn darum zu bitten, 10 Schallplatten zu picken, die ihn aktuell mitreißen.
Music Liste
16 Records from Russia
Selected by Michail Stangl
FIFA WM startet in Russland, das Passwort für ВКонтакте vergessen: es wären beinahe triste Wochen geworden. Aber nur beinahe. Hilfe kommt aus dem Boiler Room. Und plötzlich hat alles doch noch einen Sinn.
Music Liste
Legowelt
12 Essentials
Danny Wolfers aka Legowelt zu begreifen – schier unmöglich. Eine Liste mit 12 seiner essentiellen Stücken zu erstellen – ebenfalls, unzählige Releases unter unzähligen Pseudonymen. Wir mussten es dennoch mal versuchen.
Music Liste
Martyn
Picks 10 latest Vinyl Records
Mit »Voids« präsentiert Martyn in diesen Tagen sein fünftes Album. Sein erstes für Ostgut Ton. Aus diesem Anlass ist er durch unseren Webshop gegangen und hat 10 Schallplatten ausgewählt, die ihn derzeit besonders beschäftigen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2018
New Kanye, new Pusha, new Rocky, Gzuz auch noch! Ziemliche Aufstellung das. Unser Kolumnist ballert trotzdem 51. Und da er den ganzen Spaß hier alleine macht, hat er den Spielstand stets im Kopf: hellwach, never stoned af, unser Aigner.
Music Interview
Leon Vynehall
Für Oma, Forever Ago
Leon Vynehall geht mit »Nothing Is Still« auf ganz persönliche Spurensuche in seiner Familiengeschichte. Auf dem Debütalbum für Ninja Tune erzählt er, wie seine Großeltern in den 60er-Jahren von Großbritannien nach New York einwanderten.
Music Liste
The Bug
Picks 10 latest Vinyl Records
Kevin Martin ist ein aufmerksamer Beobachter der aktuellen Strömungen. Seine Musik lebt von Details und stilistischer Aufgeschlossenheit. Nachzuverfolgen an seiner Auswahl von 10 aktuellen Lieblingsplatten.
Music Bericht
Schwesta Ewa
Vom Rotlicht ins Zwielicht
Die Realität hat Schwesta Ewas realness übertrumpft. Vorläufig verurteilt wegen Körperverletzung, Steuerhinterziehung und neuerdings auch wegen Verleumdung anklagt: Ihr Beef mit dem Gesetz nimmt kein Ende.
Music Kolumne
Boards Of Canada
Music Has the Right to Children, 1998
Nostalgie als Zukunft: Boards of Canada boten mit ihrem Debütalbum »Music Has the Right to Children« eine Blaupause für zahllose Downtempo-Künstler und bauten aus Vintage-Synthesizern einen melancholisch-irritierenden Klassiker.
Music Interview
Kamaal Williams
Zurück zum rawen Shit
Gemeinsam mit Yussef Dayes veröffentlichte er vergangenes Jahr mit »Black Focus« einen Fan-Liebling. Jetzt ist Henry Wu aka Kamaal Williams solo zurück. Seine Musik ist von vielen Stilen inspiriert. Von nichts mehr aber als vom Glauben.
Music Liste
Benedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicholas Benedek ist ein Tausendsassa. Seine Musik klingt nach seiner Heimatstadt Los Angeles. Sie ist eine Mischung aus West Coast G-funk und Lo-fi-House. Er hat unserem Sortiment 10 aktuelle Lieblingsplatten entnommen.
Music Porträt
Gzuz
Wieso? Weshalb? Warum?
»This shit ain’t for fun«. Stimmt nicht ganz. Für den Konsumenten ist es das weiterhin, Gzuz verkauft und verkauft. Das kann man finden wie man will. Man sollte sich nur fragen: Warum?
Music Liste
Bluestaeb
Picks 10 latest Vinyl Records
Detailverliebter Eklektizismus kontra instrumentale Monokultur: Das zeichnet Bluestaebs Beats aus. Und das zeichnet auch die 10 Schallplatten aus, die er aktuell am meisten feiert.
Music Kolumne
Records Revisited
Guru – Jazzmatazz Vol.1 (1993)
Das Genre-Crossover war die große Verbeugung des Gang Starr MC vor den Jazzwurzeln der Rap-Musik. Es war jedoch auch eine verpasste Chance und ein Anachronismus in einer sich rasant wandelnden Hip-Hop-Welt.
Music Liste
Courtney Barnett
Picks 10 latest Vinyl Records
Auf ihrem zweiten Soloalbum »Tell Me How You Really Feel« schickt sich Courtney Barnett an, sich einen Platz neben den ganz Großen zu reservieren. Dort, wo ihre Picks Cate Le Bon und Torres schon sitzen und Joni Mitchells Platz gesetzt ist.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2018
Auch bei Aigner ist die Future female: die Highlights diesen Monat kommen fast ausschließlich von Frauen. Kein Platz also eigentlich für Bierbongs und lecker im Speckmantel verpackte Mediokrität. Aber muss halt. Die Inventur.
Music Porträt
Knekelhuis
Wandern zwischen Welten
New-Wave-Nostalgie, Techno-Ahnenforschung und melancholische Dancefloor-Kracher: Das Amsterdamer Label Knekelhuis gräbt längst beerdigte Klänge aus und erweckt sie wieder zum Leben – nicht nur mit Reissues, sondern auch mit neuer Musik.
Music Porträt
New Record Labels #36
Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International.
Music Interview
DJ Koze
Soulful und ein bisschen kaputt
DJ Koze: vielleicht House-Musik-Deutschlands letzter wahrer Eklektiker! Vielleicht der nächste kredible Pop-Produzent des Landes. Ganz sicher ist er einer der besten Gesprächspartner, die man sich wünschen kann.
Music Porträt
Pierre von Helden
Hinter die Mauern der Klischees
Deutsch-Rap sieht oft sehr, sehr ähnlich aus. In den Videos und was die grafische Gestaltung der Alben anbelangt. Ein Leipziger Künstler schickt sich an, das zu verändern.
Music Essay
Bubblegum & Kwaito
Südafrikas fast vergessene Musik
Zwei neue Compilations lassen ein fast vergessenes Südafrika erklingen. Wir sprachen mit DJ Okapi, der für beide Zusammenstellungen mit nach der Musik gesucht hat. Über ein bewegtes Land – damals und heute.