Music Kolumne | verfasst 23.05.2012
Aigners Inventur
Mai 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Killer Mike, Jadakiss, Shackleton, Lone und Kindness.
Text Florian Aigner

killer mike & el-p Dass El-P einmal ein waschechtes Südstaaten-Album produzieren würde, zu dem auch Menschen ohne Weltuntergangsfantasien und Hautproblemen ihre, unter Umständen sogar kräftigen, Hintern kreisen lassen können, hatte man 1997 vermutlich, 2003 aber ganz sicher nicht auf dem Schirm. Killer Mike scheint dem blassen Rothaarigen in Atlanta jede Menge Hustensaft hingestellt zu haben, so unverkopft und – ja – funky, klang El-P jedenfalls selten. Und weil Killer Mike einer der fähigsten (und wütendsten) Südstaaten-Spucker überhaupt bleibt, ist »R.A.P. Music« auch eine kleine Offenbarung.
 

jadakiss consignment Man kann Jadakiss vieles vorwerfen, unter anderem auch, dass er nach fast 20 Jahren in diesem Spiel seine musikalische Identität immer noch nicht gefunden hat und aus seinem (Jahrhundert)talent viel zu wenig gemacht hat. Dass er aber vielleicht einer von drei Rappern ist, von denen ich mir ein Acapella-Album anhören würde, ist für mich Grund genug, jeden 16er des Yonkers-Bombers mit der Hand im Schritt zu erwarten. »Consignment« heißt sein neues Mixtape, geladen hat er die alte LOX-Brigade, aber auch alles, was gerade zwischen Maybach Music, Cash Money und Black Hippy Rang und Hype hat. Die Dinosaurier mögen immer noch auf »Rite Where U Stand« Reloaded und »Recognize« Redux warten, ich gehe mit Jada aber bereitwillig hard in the paint.
 

tygaFind it at hhv.de: 2LP Latente Schizophrenie, beziehungsweise Orientierungslosigkeit würde ich auch Tyga unterstellen, jenem gut vernetzen Pretty Boy, der sein Album »Careless World« mit Soul-lastigem Neo-Klassizismus eröffnet, A Milli-ismen durchexerziert um sich dann zu einigermaßen ekelhaften Trance&B-Katastrophen vorzuarbeiten. Im Gepäck hat er von Chris Brown über Nicki Minaj, Nas, Pharrell, Busta, Weezy, T-Pain, Big Sean und J Cole, so ziemlich jedes Feature, für das man 2012 mehr als Freigetränke springen lassen muss. Zwiespältige Angelegenheit, aber nicht Jam-frei.
 

ab-soul control Schlüssiger ist »#controlsystem«, Ab-Souls mittlerweile viertes Album in vier Jahren, dank dem aktuellen Black Hippy-Hype, aber eindeutig auch sein bisher meist erwartetes. Zwischen Kendrick Lamars manchmal etwas enervierender Ernsthaftigkeit und Schoolboy Qs gepflegtem Shittalking-Habitus wirkt Ab-Soul wie ein perfekter Puffer zwischen den beiden momentan erfolgreichsten aus dem Camp. Ich sehe ihn aber dennoch lieber in der Rolle des Sidekicks, nicht zuletzt weil die besten Momente auf #controlsystem, meist jene sind, in denen Ab-Soul nicht auf sich alleine gestellt ist.
 

Apollo Brown & O.C. Trophies LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Ich weiß nicht warum, aber irgendwie kann ich mich, im Gegensatz zu vielen Boom Bap sozialisierten Alterskollegen, einfach nicht dazu durchringen Apollo Brown als Messias zu verklären. An sich stimmt auch auf seiner albumfüllenden Kollaboration mit O.C. wieder vieles, die Samples sind liebevoll selektiert und gechoppt, die Snare klingt nie so schwachbrüstig wie bei 9th Wonder, seinem Bruder im Geiste, und O.C. will ich nun wirklich nicht anmutig gemeinsam mit 2 Chainz und Gunplay über »Beez In The Trap« schweben sehen. Aber irgendwie fehlt die Magie, oder um es mit Rupert Holmes zu sagen: Trophies fühlt sich an “like a worn out recording of your favorite song”.
 

Snowgoons & M.O.P. - SpartaFind it at hhv.de: CD | 2LP Same shit, different tollet: auch M.O.P. haben sich mit den Rucksackkönigen der Snowgoons zusammengetan, um mal wieder ordentlich auf die Kacke zu hauen (oh ho, das Album heißt »Sparta«). Aber auch hier wende ich mich instinktiv wieder direkt »Firing Squad« und »First Family 4 Life« zu. Das waren auch noch Zeiten, in denen man die unfreiwillige Komik solcher Zeilen wie “coming hard like erections” noch besser verkraftet hat.
 

Georgia Anne Muldrow & Madlib - Seeds (Cover)Find it at hhv.de: CD | 2LP Dann lieber der verquere THC-Soul von Georgia Anne-Muldrow, die auf »Seeds« Madlib das Produzieren überlies. Dass der vermutlich immer noch pro Tag geschätzte fünf Beats für die Ewigkeit produziert, lässt sich erahnen, auch wenn ich nach wie vor meine, dass man den guten Otis wirklich wieder mehr zu schätzen wissen würden, wenn er sich mal drei-vier Monate etwas rarer machen würde. Vielleicht wäre ich dann jetzt auch mehr aus dem Häuschen und würde nicht schreiben, dass mir in dieser Kategorie seines Oeuvres die Dudley Perkins Platten besser gefallen haben.
 

Blockhead Interludes After Midnight LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Wieder sehr erfreulich ist Blockheads neue Platte. Während Shadow und RJD2 seit Jahren in eine Kreativfalle nach der nächsten tappen, variiert der New Yorker seinen melodiösen Cut&Paste-Sound nur sehr pointiert, Annäherungen an die britische Bassästhetik sind ihm genauso fremd wie Singer/Songwriter-Ambitionen. Genau deswegen ist »Interludes After Midnight« wieder ein sehr erfreuliches Lebenszeichen aus einem totgeglaubten Genre.
 

Slugabed - Time TeamFind it at hhv.de: CD | 3LP Labelkollege Slugabed nähert sich dem Phänomen »Instrumental Hip Hop« nicht mit trippigen Psychfunkcollagen, sondern direkt mit Subwoofer und Kettensäge. »Time Team« offenbart aber auch einige Seiten des 23-Jährigen, die man auf seinen meist sehr effizienten Singles nicht unbedingt kennengelernt hat. So schwebt »All This Time« erhaben über ätherische Vocalspuren, »Earth Claps« geriert sich wesentlich housier als gewohnt und »Climbing A Tree« ist vielleicht das vernebelste Stück Juke, das wir seit Machinedrums »Rooms« gehört haben.
 

distal coverFind it at hhv.de: 2LP Das Schöne an Tectonic ist und bleibt ja, dass sie sich dem immer noch aktuellen House-Diktat der meisten Dubstep-First-Mover immer noch verweigern und rhythmische Auswege aus dem Frat-induzierten Wobble-Dilemma suchen. Distals »Civilization« ist kein Glanzlicht, aber ein solides, weil stilistisch sehr abwechslungsreiches Album, das sich so ziemlich alles einverleibt, was nicht gerade auf 125 BPM rollt. Mir manchmal dennoch etwas zu schrill und beliebig.
 

shackleton quiet hourFind it at hhv.de: 2CD | 3LP Wenn man Shackleton eines nicht vorwerfen kann, dann Beliebigkeit. »Music For The Quite Hour« ist wieder so ein Monolith von einem Album, auf dem sich Shackletons morbide, undurchdringliche Klanglandschaften mit einem neuen Spielzeug vermischen. Oder, wie Shackleton selbst erklärt: “For those who want to know the background, it is something like this. I bought an Italian drawbar organ module around two years ago. Apparently Italian organs from that period had a bad reputation but I was so happy with it that it appeared on most of the tracks I had been working on. I thought I had an album together and was supposed to get it mastered on the day after the mastering session for the Pinch and Shackleton release on Honest Jons (sometime towards the end of Summer 2011). I had also been working on a 12” of more spacious music to go with that album as a limited vinyl 12". By the time that I finished the music though, the tracks for that 12" became so long for that I couldn’t contain them to two sides of a vinyl. This is what became Music For The Quiet Hour album." Essentieller Kram, natürlich.

Lazer Sword Memory LPFind it at hhv.de: 2LP Bunter ist die Soundpalette von Lazer Sword, deren hyperaktiver Glitchelectroposthoprave so klingt wie die meisten Ed Banger-Acts heute klingen sollten, wenn sie sich nicht in die selbstverschuldete Identitätskrise geschnupft hätten. Sehr artifiziell, aber fundiert.
 

Jimmy Edgar Majenta LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Ähnliches gilt für Jimmy Edgar, der auf seinem ersten Album für Hotflush zwar nicht die Britbass-Keule auspackt, aber dennoch seinen über die letzten Jahre kultivierten Electro-Sleaze mit einigen krediblen UK-Zitaten garniert. Und irgendwie tropft auch aus jedem Takt, den Jimmy Edgar für »Majenta« aus seiner 808 klopft, dieser ihm eigene Narzissmus, für den man ihn irgendwie so gern haben muss.
 

reboot joy 3 wayFind it at hhv.de: 2LP Wie eine Gilles Peterson-Show in ein Album gegossen klingen The Reboot Joy Konfession auf ihrem Albumdebüt für Philpot. »Absolute III Way Harmonious« ist noch abseitiger als ihre zwei vorangegangenen Singles, House bleibt die übergeordnete Klammer, aber im Grunde toben sich hier Progrocker ohne Kalkül an ihren Synthies und Samplern aus, zitieren von Sun Ra bis Jarre so ziemlich alles, was im letzten Jahrtausend für offenen Kinnladen gesorgt hat und beweisen auf den Interludes dann sogar noch nerdigen Humor. Ein grundsympathisches Album mit einigen wirklich magischen Momenten.
 

recondite on acid Monochromer ist »On Acid«, das erste Album von Recondite. Kontemplative Tracks zwischen Autorentechno und Afterhourhouse, immer melancholisch, meist mit eher schüchterner Kickdrum und oft ideal um nachts entweder Kilometer auf der Autobahn runterzureißen oder seine Steuererklärung zu machen. Für die bewusste Auseinandersetzung zu unaufdringlich, aber Hintergrundmusik ist ja nun auch nicht immer ein Schimpfwort.
 

Lone - Galaxy GardenFind it at hhv.de: CD | 2LP Grautöne sind Lones Sache nicht. Im Gegenteil, »Galaxy Garden« ist noch greller als die beiden Vorgänger, auf denen sich Lone auch bereits mit der englischen Rave-Tradition auseinandergesetzt hat. Natürlich bleibt Acid die wichtigste Inspirationsquelle, Lone entwickelt hier aber auch mehr Anknüpfungspunkte an Jungle, Hardcore und frühen Dubstep als zuvor. Ein solides Album, aber für Nicht-ADHS’ler im Heimgebrauch nur eingeschränkt zu empfehlen.
 

lauer philippsFind it at hhv.de: 2LP Derweil haben Italo Disco und die großen Piano Jams der 90er mehr Eindruck auf Philipp Lauer gemacht als das zugepillte England, zumindest wenn man seinen bisherigen Veröffentlichungen trauen darf. Auch »Philipps«, sein erstes Album für Gerd Jansons geschmackssicheres Spielkind Running Back, bestätigt diesen Eindruck. Weniger rau als im Verbund mit Christoph Beisswenger (= Arto Mwambe), dafür aber mit einer erfrischenden Furchtlosigkeit vor großen Gesten und käsigen Melodien. Kann man machen, vor allem im Sommer dann.
 

SMD unpatternsFind it at hhv.de: CD | 2LP Ich traue es mich ja fast nicht zu sagen, aber: dieses neue Simian Mobile Disco Album ist echt gut. Und zwar nicht so auf diese gönnerhafte »Sie hätten nie in diesen Nuuuu-Rave-Topf geschmissen werden dürfen«-Art, sondern aufrichtig. »Unpatterns« ist auch das erste Album, auf dem sich die beiden scheinbar weder beweisen müssen, dass sie als Techno-Künstler ernstzunehmen sind, noch bei der sie auf einen Hit spekulieren. Stattdessen gibt es Produktionen, die bisweilen an Joy Orbison oder George Fitzgerald erinnern, sich aber nicht in Epigonentum erschöpfen. Hätte ich nicht gedacht, die Überraschung des Monats.
 

light asylum coverFind it at hhv.de: 2LP Bock auf Synth-Pop mit Vocals, die klingen als hätte David Byrne wahlweise zuviel Joy Division, Depeche Mode, Scorpions oder Megadeth gehört? Die Gitarrengeschmackspolizei feiert das, was Light Asylum auf ihrem gleichnamigen Album machen einigermaßen, ich komme darauf nur klar, wenn sich darauf konzentriert wird wie Gahan oder Curtis zu klingen, für exaltiertes verbales Eierschaukeln bin ich mittlerweile echt zu alt, auch wenn die Claps dazu oft überraschend laut sind.
 

Kindness World, You Need A Change Of Mind LPFind it at hhv.de: LP Eines dieser Alben, bei denen ich es vermutlich hinterher bereue mich so zeitnah geäußert zu haben, hört auf den den schönen Titel »World, You Need A Change Of Mind« (clever), beinhaltet Musik von Kindness, jenem langhaarigen Feingeist, bei dem man das Gefühl nicht los wird, dass er nebenbei für Odeur modelt und der momentan der heißeste Scheiß der Welt ist. Ich sehe das noch nicht ganz, arbeite mich aber langsam zur Großartigkeit seines musikalischen Entwurfs vor. Soul-, House-, Boogie-Zitate, plakative Samples und dazu diese verbale Nonchalance eines Indie-Posterboys – Hipsterhausen, ick hör dir trapsen. Wenn das aber aufgeht (»House«), ist das ähnlich magisch wie bei Matthew Dear oder wie vor zwei Jahren bei Teengirl Fantasy, die ich ja auch in mein Herz geschlossen habe. Kindness muss noch etwas warten, aber ich werde das Gefühl einfach nicht los, dass ich das in vier Monaten rauf und runter höre und dann für’s Late Adopting von allen ausgelacht werde.
 

Santigold Master Of Make Believe LPFind it at hhv.de: CD | LP M.I.A.s geerdete Schwester ist zurück, mit weniger Brimborium als die Frau, mit der Santi vor allem zu Beginn so gerne verglichen wurde. Santigold macht auch auf »Master Of My Make Believe« durchgestylten Pop, clever, catchy und genau die Balance findend zwischen Gitarren und Elektronik. Kann man wenig gegen sagen.
 

Beach House Bloom LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Auch bei ihren Leisten bleiben Beach House, deren viertes Album vermutlich nur deswegen nicht als ihr bisher bestes gelten wird, weil das Klima für verträumt-melancholische Popmusik vor zwei Jahren freundlicher war als im aktuellen Post-Chillwave-Kater. Nun ja, wer sie bisher mochte, wird »Bloom« lieben, ungeachtet dessen, ob es seither 30 neue Bands gab, die auch so klingen oder nicht.
 

Best Coast - The Only Place (Cover)Find it at hhv.de: LP Auch alles beim alten an der Best Coast. Harmloser, gut gelaunter Surf-Pop für schöne Menschen. Die Sonne scheint, ich verkneife mir die Anmerkung, dass sie nie wieder einen so schönen Song wie »When I’m With You« schreiben werden.
 

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Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.
Music Liste
Selling
Picks 10 latest Vinyl Records
Der als Gold Panda bekannte Derwin Dicker hat sich mit Jas Shwa von Simian Mobile Disco zusammengetan und als Selling ein gemeinsames Album, »On Reflection«, veröffentlicht. Was sonst noch auf irhen Plattenspieler kommt, verraten sie hier.
Music Liste
Chris Liebing
Picks 10 latest Vinyl Records
Chris Liebing ist vor kurzem 50 Jahre alt geworden. Und doch ist es, als wäre es gestern gewesen, als er als Augenzeuge, mehr noch, als Wegbereiter dem Techno hin zur Massenkultur den Weg bereitet. Hier und heute pickt er 10 Schallplatten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2019
Es ist 2019. Real-Player-Audioqualität auch kein Fickfinger mehr, sondern nur noch Pein im Popo. Aigners Inventur wieder da. Der einzige Anlass auf der Welt also, um mal kurz aus dem Winterschlaf respektive K-Hole aufzuschauen.
Music Liste
deM atlaS
Picks 10 latest Vinyl Records
deM atlaS war mal Frontmann einer Rockband, zeichnet Stück für Stück schon mal sämtliche Covers einer Vinylauflage und debütierte jüngst auf Rhymesayers. Diese Schallplatten gefallen ihm aktuell selbst.
Music Kolumne
Records Revisited
Elecktroids – Elektroworld (1995)
Wer sind sie und wenn ja wie viele? Diese Frage haben sich seit der Erstveröffentlichung von »Elektroworld«, dem 1995 erschienenem, einzigen Album der Elecktroids, so einige gefragt. Die Hinweise auf einen Urheber haben sich verdichtet.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Porträt
Cannonball Records
Bombenstimmung auf der Tanzfläche
2014 hat der Italiener Alberto Zanini sein Label Cannonball Records gegründet. 30 Releases später kann man sagen, dass er damit einen nicht unerheblichen Beitrag für die Rare Soul-Szene leistet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November 2018
Steht in Marrakesch und check gar nichts mehr: die letzte Inventur des Jahres, unter anderem mit Max Graef, Black Merlin, Guavo, Julia Holter, Bruce und Objekt. Theoretisch wieder eine Sensation.
Music Porträt
Charles Mingus
Wiederentdeckte Wut
Amir Abdullah staunte nicht schlecht, als ihm die Witwe von Jazz-Drummer Roy Brooks, Tonbänder eines Konzertes von Charles Mingus zeigte, das dieser 1973 in Detroit gegeben hatte. Es wurde Zeit für eine Wiederentdeckung.
Music Liste
Max Graef
Picks 10 latest Vinyl Records
Max Graef spricht deine Sprache nicht, dafür aber jede andere. Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« hat der Berliner 10 empfehlenswerte Schallplatten aus unserem Shop ausgewählt.
Music Liste
Jakko Eino Kalevi
Picks 10 latest Vinyl Records
Den Finnen kann man ja einiges Nachsagen. Als »Dream-Pop-Reformer« sind sie aber bislang noch nicht beschrieben worden. Dabei dürfen sie sich in Person des Popmusikers Jaakko Eino Kalevi genau dies auf die blau-weiße Fahne schreiben.
Music Interview
The Last Poets
Nichts erfunden
Vier Wochen nach dem Tod des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. haben sich The Last Poets gegründet. Ihr kreatives Schaffen ist eine Art Initial für das, was wir heute »Hip-Hop« nennen. Wir trafen sie zu einem sehr spannenden Interview.
Music Interview
Mndsgn
Beats ohne Einschränkungen
Mndsgn baut Beats. Er gehört zum erlauchten Kreis des Labels Stones Throw. In diesem Jahr hat er ein eigenes Label gegründet, eine Platte veröffentlicht und u.a Beats für Fatima und Prophet produziert. Zeit für ein Interview.
Music Porträt
Art Ensemble Of Chicago
Let's Push Things Forward
Seit 50 Jahren arbeitet sich das Art Ensemble Of Chicago am Jazz ab. Eines ihrer einflussreichsten Veröffentlichungen, »Les Stances a Sophie« aus dem Jahre 1969, wurde nun wiederveröffentlicht. Wir geben Einblick in eine unterschätzte Band.
Music Kolumne
Records Revisited
Sonic Youth – Daydream Nation (1988)
Mit ihrem fünften Studioalbum »Daydream Nation« schufen Sonic Youth einen Meilenstein, dessen Sound bis heute nachhallt. Auf über siebzig Minuten kulminieren Noise, Rock und Indie. Schall und Wahn im Amerika von US-Präsident Ronald Reagan.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2018
Noch ist die Echsentransformation nicht abgeschlossen. Aber wo anderorts leider der Musikjournalismus stirbt, bleibt Aigner der letzte lebende Dinosaurier. Hier ist die Inventur des Monats Oktober. Best cherish it!
Music Interview
Atmosphere
Wir Kinder von Action-Figuren
Seit 20 Jahren sind Atmosphere nun schon im Geschäft. Müde werden Slug und Ant dabei nicht. Pünktlich zum Release ihres neuen Albums »Mi Vida Local« sprachen wir mit Slug über Straßen, Action-Figuren und den Reiz von Rettungsboten.