Music Kolumne | verfasst 25.07.2012
Aigners Inventur
Juni & Juli 2012
Letzten Monat im wohlverdienten Urlaub holt unsere Kolumnist vom Dienst das Verpasste nach und setzt sich mit der Veröffentlichungsflut, die die letzten beiden Monate brachten, auseinander.
Text Florian Aigner

Nas - Life is good CoverFind it at hhv.de: CD | LP Nachdem Kollege Okraj und ich in unserer letzten Kolumne Nas mal wieder so richtig auf den Leim gegangen sind, folgt nun die Probe auf’s Exempel. Natürlich ist »Life Is Good« nicht das beste Nas Abum seit »Illmatic«, natürlich waren die vorausgeschickten Leaks erneut besser als das Gesamtprodukt, natürlich haben sich auch dieses Mal wieder einige Katastrophen-Hooks und mediokre Beats eingeschlichen und natürlich ist Nas 38 und nicht 18 Jahre alt. Dennoch: »Life Is Good« ist ein solides Album, irgendwo im Mittelfeld der eigenen Diskografie einzuordnen, und so lange der technisch und lyrisch vielleicht beste Rapper aller Zeiten immer noch sporadisch Hymmen wie »Loco-Motive« oder »The Don« produziert, obwohl er seit 18 Jahren nichts, aber auch gar nichts, mehr zu beweisen hat, sollte man ihm doch ab und an zugestehen, dass er die Geister, die er rief, mal für 60 Minuten hinter sich lassen darf.
 

Frank Ocean - Channel OrangeFind it at hhv.de: CD | LP So, direkt zum schwierigsten Fall des Monats. Frank Ocean ist bisexuell. Das ist an und für sich vollkommen irrelevant, wie bereits an anderer Stelle diskutiert. Oceans romantisch-melodramatisches Coming-Out-Manifest, so persönlich es auch gewesen sein mag, sorgt nun aber merklich dafür, dass »Channel Orange« zu einem Meisterwerk verklärt wird, das es nicht ist. Natürlich gibt das wiederum keiner der emotional von »Deutschland sucht den Superstar« Storylines vernarbten Kollegen explizit zu, aber faktisch ist Oceans klassisch informierter R&B mehr Winehouse als Wonder, mehr The Weeknd als Babyface. Das ist nicht verkehrt, die Art und Weise wie »Channel Orange« jetzt aber zu einer der ganz großen Coming-Of-Age-Geschichten des modernen Abendlandes hochgejazzt wird, meist anhand von Zeilen, die poetisch nichtmal einen Zehntklässler vom Hocker reißen würden, ist fast unappetitlicher als diese scheinheilige Debatte um Homosexualität in einer hypermaskulinen Umwelt. Lasst es doch einfach sein, was es ist: ein manchmal unausgereiftes, aber angenehm ambitioniertes Neo-R&B-Album, das es mit etwas Glück noch schafft in die Rotation für den Herbst rübergerettet zu werden.
 

Cro Raop LPFind it at hhv.de: LP+CD | CD Ich wollte eine lange Abhandlung schreiben über Cro, ihn mit den neuen Ami-Fashionistas A$AP Rocky und Danny Brown vergleichen, minutiös seine Unzulänglichkeiten, sowohl als Rapper, als auch als Kunstfigur, dekonstruieren, mich über die erneute Fettes Brotisierung und Abihüttisierung des deutschen Rap-Spiels amüsieren und hervorheben, dass ich niemanden mit Personalausweis kenne, der Cro tatsächlich gut findet. Dann zwang ich mich »Raop« (lolmaoroflcopter, wie clever) tatsächlich aufmerksam zu hören. Fazit: »Raop« ist so unsagbar banal, so traurig talentfrei und substanzlos, so unlustig und scheiße, dass all das viel zu viel Aufwand wäre. Deutschland, komm’ zur Vernunft, schnell!
 

shurik'n coverFind it at hhv.de: CD | 2LP Vielleicht hilft gegen diese penetrante Pennäler-Lebensfreude ja das neue Album des notorisch schlecht gelaunten Shurik’N. Ähnlich wie Nas kämpft auch dieser mit dem eigenen Erbe, er schafft es auf »Tous m’appellent Shu« aber ganz respektabel die französische Shaolin-Ästhetik zu beerdigen, ohne in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Manchmal erinnert das an Prodigy und dessen Bemühungen der letzten Jahre und ähnlich wie dieser profitiert auch Shu immens von seinem Organ, das eben auch auf zeitgenössischen Synth-Beats bedrohlich und elegant zugleich klingt.
 

J Dilla rebirth coverFind it at hhv.de: CD Ich glaube wir sind uns einig, dass die Verwaltung des Dilla’schen Nachlasses bisher eher suboptimal war. Ein Umstand, der sich auch mit »Rebirth Of Detroit« nicht wirklich ändert. Auch hier schafft es kaum einer der größtenteils aus Detroit stammenden Rapper den Beats des Maestros wirklich gerecht zu werden. Seltsam auch, dass aus dem angeblich so umfangreichen Werk immer wieder Beats, die bereits auf den legendären J Dilla Beattape-Leaks aus dem Jahr 2005 bekannt sind, recycelt werden. Sich darüber zu beschweren mag undankbar sein, aber hatten wir uns im März 2006 nicht alle damit zu trösten versucht, dass wir die nächsten zwei Jahre jeden Monat, konservativ geschätzt, 30 neue Beats unserer Lichtgestalt hören würden?
 

House Shoes Let It Go LPFind it at hhv.de: CD House Shoes, der als Dilla-Spezl schon oft seine Unzufriedenheit mit den post mortem erschienenen Projekten geäußert hat, hat mit »Let It Go« ironischerweise ein Album gemacht, das genau die gleiche Problematik aufweist wie das besagte »Rebirth Of Detroit«. Mit einigen Ausnahmen gähnende Langeweile am Mikrofon, ein Umstand dem House Shoes immerhin dadurch Rechnung trägt, dass er die Instrumentals gleich beigelegt hat.
 

clams casino mixtape 2 Apropos Instrumentals: das absolut erstaunliche an Clams Casino ist ja nach wie vor, dass dessen häufig aus käsigen Dadrock-Compilations und Yoga-Soundtracks gesampelten Beats so grandios für sich stehen, dass auch das jüngst zum freien Download angebotene zweite Care-Paket ohne A$AP Rocky und Lil B fast so eindrucksvoll ist wie mit. Einige Exklusives gibt es obendrein, Geld will Clamsy auch keins, es gibt also keine Ausreden sich das nicht regelmäßig nach einer langen Nacht in die matschige Birne zu knallen. Audio-Aspirin – ein Genretag, den ich mir hiermit bitte patentieren lassen will.
 

El-P - C4C (cover)Find it at hhv.de: CD | 2LP Dass man sich nach einem El-P-Album auch eine Aspirin gönnen kann, ist durchaus nicht so böse gemeint wie es klingt. Auch »Cancer 4 Cure« ist eine Herausforderung, aber weder so verspult wie »Fantastic Damage«, noch so psychotisch wie »I’ll Sleep When You’re Dead«, dafür aber ein von gewohnt mächtigen Drums und gewaltigen Synthwänden getragenes Ventil für El-P sich auszukotzen, über alles und jeden. Und auch dieses Mal wird das dazu führen, dass ich mir sage: ein handwerklich extrem gelungenes Album für das ich nie in der richtigen Stimmung sein werde.
 

waka flocka triple fFind it at hhv.de: CD Der Weg von El-P zu Waka Flocka Flame ist gar nicht so weit wie man denkt. Natürlich würde sich letzterer nie Gedanken über häusliche Gewalt und politische Unsitten machen, aber allein schon der Energielevel seiner Delivery, gekoppelt mit den mächtigen Synthbrettern, ist Anlass genug für diese hanebüchene, Delling-inspirierte Überleitung. Doof nur, dass Waka mit Flockaveli alles gesagt – äh – gebrüllt hat, was zu sagen – äh – brüllen war. Sein neues Album »Triple F Life« beinhaltet mit »Rooster In My Rari« zwar eine wunderschöne Anleitung für den guten alten Bezumjot, aber irgendwie präferiere ich in dieser Nische mittlerweile doch den Swastika-Spastiker Gunplay.
 

Joey Badass – 1999 LP Eine andere Klientel bedient Joey Bada$$, der sich, noch nicht mal volljährig, ungeniert bei den Großen bedient und u.a. Instrumentals von Lewis Parker, J Dilla, MF Doom und Lord Finesse mit einer beeindruckenden Nonchalance geschmackvoll neuinterpretiert. Die nicht geborgten Instrumentals können da noch nicht ganz mithalten, dennoch ist »1999« ein weiteres gutes Beispiel für die nicht zuletzt von Kendrick Lamar wiederhergestellte neue, alte Ernsthaftigkeit im amerikanischen Rapspiel.
 

Smoke dza rugby Weniger existentialistisch rappt naturgemäß Smoke DZA, dessen Schluffigkeit in Verbindung mit dem momentan einen guten Lauf habenden Harry Fraud aber durchaus sympathisch wirkt. Wer Curren$y mochte und Devon The Dude auch nach zwei Dekaden immer noch gerne zuhört, sollte »Rugby Thompson« etwas Platz auf der Festplatte einräumen.
 

Peaking Lights - Lucifer LPFind it at hhv.de: CD | LP Eine andere Art von Ganja-Affinität demonstriert das bezaubernde Pärchen Peaking Lights auf ihrem dritten Longplayer »Lucifer«, auf dem sich die verwaschene Lo-Fi-Ästhetik, die beim Vorgänger »936« in teilweise sensationellen Psych-Perlen resultierte, zwar auch breit macht, aber fidelere Momente dennoch nicht ausschließt. Dub war mir als Zitat dennoch lieber als ASTA-Reggae, aber so lange die beiden weiterhin solch wunderschöne Liveshows spielen wie vor kurzem im Kölner King Georg, möchte ich nicht meckern.
 

Bobby Womack The Bravest Man In the UNiverse LPFind it at hhv.de: LP Ob Bobby Womack in fortgeschrittenem Alter eine Beziehung zu Mary Jane aufrecht erhält, ist mir nicht bekannt. Sicher hingegen ist, dass sich Damon Albarn mit seinem Co-Produzentenstatus für »Bravest Man In The Universe« einen weiteren Traum erfüllen konnte. Ähnlich wie Richard X zuvor für Gil Scott-Heron, wird Womacks unvergleichliches Organ hier nicht in klassische Retroballaden überführt, sondern mit einem modernen britischen Touch versehen, dabei jedoch stets ein angenehmes Understatement wahrend. Nach ersten Schwierigkeiten wächst das mächtig und »Please Forgive My Heart« ist jetzt schon einer der eindringlichsten musikalischen Momente des Jahres.
 

Laurel Halo Quarantine LPFind it at hhv.de: LP War Laurel Halos Debüt auf Hippos In Tanks noch so etwas wie semiautistischer Techno-Not-Techno, hat sich die eigenwillige Dame auf »Quarantine« völlig in ihre eigene Welt verkrochen. Die Stimme wird prominenter eingesetzt, mal in schrägem Björkschem Quietsch-Duktus, mal mit dem Selbstverständnis einer Kate Bush. Dazu dann häufig beatfreie Soundlandschaften, die stets so unbequem programmiert sind, dass sich keiner traut von Ambient zu sprechen. Gut, aber anstrengend.
 

Jahiliyya FieldsFind it at hhv.de: 2LP Fast noch schräger ist das, was Jahiliyya Fields auf ihrem Debüt für Ron Morellis wie immer großartig unvorhersehbares L.I.E.S. anstellt. Avantgardistische, häufig auf wenige Synthschlieren reduzierte Exkursionen, die sich noch weiter von funktionalistischen Überlegungen distanzieren als das bisherige, eh schon extrem eigenwillige Material auf einem der momentan aufregendsten Labels. Ach ja, heißen tut das Ganze mit »Unicursal Hexagram« auch noch wie ein verloren gegangener Foucault-Essay.
 

acid pauli sntFind it at hhv.de: LP Dass Acid Paulis Album in der kommenden Zeit intellektuell wesentlich höher gehängt werden wird als die Platten von Halo und Fields, lässt sich nicht nur auf dessen eigene musikalische Vita zurückführen, sondern auch auf den Umstand, dass »mst« auf Nicolas Jaars Label erscheint und dieser auch einen gewissen kreativen Einfluss auf das Endprodukt hatte. Ähnlich wie bei Jaars Album gilt aber auch: so querköpfig und originell ist das alles bei weitem nicht. Spaghetti-Western Samples hier, Tango trifft auf Mo’Wax Beats aus den Mitneunzigern, da ein schräges Saxofon, hier ein krummer Beat, alles schön langsam und mit vielen Wendungen. An sich ein gutes Album, aber ich möchte mir mal erdreisten zu sagen, dass sich dafür keiner interessiert hätte, wäre das vor zehn Jahren über Ninja Tune erschienen.
 

Darling Farah - Body LPFind it at hhv.de: 2LP Radikaler ist da schon der Soundentwurf, den Darling Farah auf »Body« präsentiert. Wie eine entschlackte und hochtourigere Version dessen, was Andy Stott mit seinem Doom House in den letzten 18 Monaten so eindrucksvoll kultiviert hat, programmiert der Brite seltsam transzendent wirkende Techno-Skizzen, die manchmal gar an den großen Techno-Nonkonformisten des Jetzt erinnern, den auch von mir so verehrten Actress. Das sollte Lob genug sein.
 

Cooly G Playin' Me LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Auch schön: Cooly Gs erfreulich songlastiges Debüt »Playin Me«, auf dem sich die Neumutti nicht scheut ihre Stimme immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen und erst gen Ende ihren shuffligen Trademark-Sound ausführlicher zu kultivieren. Das eigentlich Erstaunliche ist aber, dass genau diese Tanzboden-nahen Stücke nicht unbedingt zu den Höhepunkten zählen, sondern eher diese verhallten, getragenen Pop-Songs, die keine sein wollen. Zur Hölle, nichtmal das Coldplay-Cover saugt. Ausrufezeichen.
 

jam city curvesFind it at hhv.de: LP Ein klassisches Beispiel dafür, dass forcierte Emanzipation nicht immer eine gute Idee sein muss, ist »Classical Curves«, der erste Longplayer der verdienten Night Slugs Vorarbeiter Jam City. Zu viel gewollt und eine teilweise unhörbare Kakophonie an pseudo-avantgardistischen IDM-Bass-Stolperern fabriziert. So kann’s auch gehen.
 

I:Cube »M« Megamix Wesentlich besser stellt sich da I:Cube an, der in den späten Neunzigern einer der unterbewerteteren Filter-Franzosen war und auch dieses Jahr mit Pianos in Paradise bereits einen Track produziert hat mit dem diese ganzen Eierköpfe ihre Festival-Sets beenden sollten, wenn sie mehr Geschmack hätten. I:Cube legt nun sein neues Album direkt im Mixformat vor und exerziert auf »M’Megamix« mit traumwandlerischer Sicherheit aber dermaßen viele House-Spielarten durch, dass es eine wahre Freude ist.
 

chicago skyway wreckageFind it at hhv.de: 2LP Handwerklich ansprechend, aber irgendwie redundant triggert sich Chicago Skyway durch »Wreckage«, einem Album, das wiedermal Jack ein House baut, manchmal aber zur reinen 707-Fingerübung verkommt und so retrospektiv ist, dass man eher provoziert wird, den eh immer griffbereiteten Trax-Katalog auf die Teller zu packen.
 

orgue electronic strange paradise Oder aber das neue Album von Legowelt-Busenfreund Orgue Electronic, einem Analogfetischisten vor dem Herrn, der sich zwar ebenso wie Chicago Skyway mental nie aus dem Chicago der Mitachtziger verabschiedet hat, sein Vintage Gear teilweise aber so virtuos bedient, dass man das als Larry Heard Fanboy nur sehr schwer nicht lieben kann. Definitiv die Retro-Platte der letzten beiden Monate.
 

big strick dogsFind it at hhv.de: CD Nächster Halt: Detroit. Dort produziert der Mittvierziger Big Strick nach seinen Schichten als Busfahrer auch auf seinem zweiten Album die verdammt nochmal einzige echte Alternative zu Omar-S’ eigentlich konkurrenzlosem Œuvre. Wobei, Alternative muss man das nicht mal unbedingt nennen, sind die beiden doch bekanntermaßen Cousins und der Ältere (Leonard) hat dem Jungen (Alex) damals ja quasi den ganzen Kram beigebracht. Kein Wunder also, dass Resivior Dogs (sic) wieder ein essentielles Album in der ruhmreichen Historie dieser so speziellen Stadt geworden ist. Und das will was heißen, Kids!
 

san proper animalFind it at hhv.de: CD Erstaunlich schwach für Rush Hours Verhältnisse ist »Animal«, die Neue von San Proper, der offenbar ebenfalls den Drang verspürt hat für sein Album in die Trickkiste zu greifen. So lässt er seinen immer etwas sterilen, aber an sich soliden Tech-House Sound weit hinter sich, singt viel, krautrockt ein wenig und geht damit vor allem auch deswegen unter, weil genau das so viele Gitarrenjungs besser können. Und auch die Hedonisten-Pop-Alternative, die er alternativ versucht zu kultivieren, scheitert teilweise böse. Schuster bleib bei… ach, lassen wir das.
 

small people salty days Besser machen das die Smallpeople, auch wenn ich diese Hamburger House-Schule manchmal gerne schütteln würde. Das Herz am richtigen Fleck, aber immer eine Spur zu zurückhaltend, zu kalkuliert schön. Dabei wäre ein Bekenntnis zu rauen Ecken und Imperfektion eigentlich nur konsequent, so eindeutig wie sich Salty Days an der goldenen House-Ära orientiert. Aber das ist mit den heutigen technischen Möglichkeiten wohl häufig immer noch schwer zu vermitteln.
 

pawasFind it at hhv.de: 3LP Ach, ja, das Selbe gilt auch für Pawas. Der veröffentlichte dieser Tage eine umfangreiche Skizzensammlung alter Tracks, voll mit elegantem Deep House, aber auch er motiviert mich wieder nur dazu erneut Glass Eights aus dem Regal zu ziehen, jenes Album also, das diese ganze Dial und Smallville-Ästhetik genau so weiterentwickelt hat, wie ich das seit Anbeginn gerne gehabt hätte.
 

Soul Clap Efunk - The AlbumFind it at hhv.de: CD | 2LP An sich ist auch das, was Soul Clap versuchen durchaus honorig. Im Rahmen der Wolf & Lamb-Invasion für die B-Boy’ismen verantwortlich begnügen sich die beiden auf Efunk nicht mehr nur damit R&B-Schmonzetten auf 120 BPM hochzuschrauben und plakative Klassiker zu samplen, nein, die beiden Bostoner versuchen sich hier an einer eigenen Version zeitgenössischer Boogie-Kunst, hochgradig inspiriert von Prince natürlich und mit durchaus nicht uncharismatischen Gästen. Spannender als das x-te Floortool, aber insgesamt noch zu unausgereift, um eine echte Alternative zu den Originalen zu sein.
 

jamie jones cryptFind it at hhv.de: 2LP Genau ersteres macht dann erwartungsgemäß Jamie Jones auf »Tracks From The Crypt«, einer soliden Ansammlung funktionaler Techhouse-Tracks, die es ähnlich wie Jones’ Sets schaffen, eine gewisse Deepness vorzugaukeln und dennoch die Pillenfresser mit ordentlich Ufftata bei der Stange zu halten.
 

poolside standard pacific Dann lieber der entschleunigte Dolce Vita Pop von Poolside, die es auch dieses Jahr wieder schaffen, wie ein vertonter Liegestuhl zu klingen und in ihren DFA-geschulten Yacht-Habitus immer wieder überraschende Dance-Elemente einzubauen und selbst die 303 klingt hier wie eine Fango-Packung. Zu dieser Jahreszeit schon ein kleines Spektakel, diese Pacific Standard Time.
 

totally enormous extinct dinosaurs troubleFind it at hhv.de: LP | 2LP Wem das noch nicht genügt kann sich auch bei Totally Enormous Extinct Dinosaurus bedienen. »Trouble« ist cleveres Zitate-Raten, mal episch badebemantelt wie Poolside, mal den gesamten aktuellen Brit-Bass-Kanon verarbeitend. FM4-Girls, gestatten, euer neuer Lieblingsact.
 

Hot Chip In Our Heads LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Vielleicht behalten diesen Titel aber auch Hot Chip, deren neues Album »In Our Heads« wieder total Hot Chip ist. Stagnation könnte man das nennen, aber dafür sind die Jungs einfach zu gut gelaunt. Bei mir hat das auf Albumlänge nie wieder so gut funktioniert wie auf »The Warning« und dennoch machen mich Human League B-Seiten immer noch glücklicher, aber irgendwie muss man sie trotzdem gern haben, diese Knuffelbären.
 

Twin ShadowFind it at hhv.de: LP Dafür habe ich jetzt etwas neues aus dem Intro/Pitchfork/Fingerimpoindiezoo-Kosmos adoptiert: Twin Shadow, dieser gelackte, arrogante Drecksack, der vom der gesamten Chuzpe her eigentlich mit The Weeknd verwandt sein MUSS, macht geilen Larger-Than-Life-80s-Kram, sexuell überstimuliert wie Prince und insgesamt genau so asozial, dass das tatsächlich doch irgendwie interessant ist, obwohl jener Prince, Morrisey, Bowie und alle in Patrick Batemans Walkman hausenden Kraftmeier das alles an sich schon besser gemacht haben und der Herr in seinen schlechten Momenten ein wenig klingt wie Arcade Fire im All-Inclusive-Urlaub. Sei’s drum, ich feier’ »Confess« mehr als ich je erwartet hätte. (Edit: Heilige Kuh, habe ich etwa tatsächlich den größten Hipster-Hype 2010 verpasst?!)
 

Sebastien Tellier My God Is Blue LPFind it at hhv.de: LP Ziemlich erschöpft hat sich für mich hingegen das Kunstprodukt Sebastien Tellier. Das wäre kein Problem, wenn er immer noch Songs vom Kaliber »La Ritournelle« aufnehmen würde, oder wie auf »Sexuality« zumindest ein so abstruses Konzept hätte, dass man dem großen Zampano folgen will. »My God Is Blue« erschöpft sich aber in getragenen Balladen und halbgaren, gitarrenlastigeren Midtemposongs. Naja.
 

r. kelly write me backFind it at hhv.de: CD Und gleich der nächste Berufswahnsinnige. Ich habe meinen Kells ja am liebsten mit schön viel Pathos und/oder komplett kaputt. Leider liefert »Write Me Back« beides nicht. Gleich zu Beginn versteigt sich R. Kelly in ungelenker Motown-Disco, bevor er sich durch für seine Verhältnisse erschreckend unanstößige Radio-Songs singt, in denen dieser grandios bekloppte Narzissmus und die ihm eigene Doppelmoral nie so recht zum Zug kommen. Handbremse lockern, Robert und ab in den Wandschrank. Real Talk!
 

Dein Kommentar
1 Kommentare
26.07.2012 10:01
rodk.ski:
wie immer on point - danke dafür!
― antworten
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Music Interview | verfasst 25.04.2018
DJ Koze
Soulful und ein bisschen kaputt
DJ Koze: vielleicht House-Musik-Deutschlands letzter wahrer Eklektiker! Vielleicht der nächste kredible Pop-Produzent des Landes. Ganz sicher ist er einer der besten Gesprächspartner, die man sich wünschen kann.
Music Kolumne | verfasst 16.03.2011
Aigners Inventur
Februar 2011
Raekwon kümmert sich um die Basis, Mr Dibiase um die Atari-Nerds, Show & KRS-One um die ewig Gestrigen, Virgo 4 um Chicago, PJ Harvey um England und Radiohead um die Journaille. Madames et Monsieurs: der Februar!
Music Kolumne | verfasst 20.04.2011
Aigners Inventur
März 2011
Auch in diesem Monat klärt Aigners Inventur wieder die wirklich essentiellen Fragen der Menschheit: Fürchtet Pusha T wirklich das Fegefeuer? Vermittelt Frank Ocean zwischen Tyler und Bieber? Ist die Welt tatsächlich aus Plastik?
Music Kolumne | verfasst 17.05.2011
Aigners Inventur
April 2011
Zugegeben: es war nicht einfach neben den Marktschreiern der Wolf Gang in den letzten vier Wochen noch andere Stimmen zu vernehmen, aber bei genauem Hinhören gab es für die Musikindustrie doch noch ein Leben neben OFWGKTA.
Music Kolumne | verfasst 15.06.2011
Aigners Inventur
Mai 2011
Irgendetwas stimmt diesen Monat nicht. Was sich im Mai zur Kaffeefahrt verabredete, war im Schnitt älter als der AC Mailand. Und das ausgerechnet im Monat nach Goblin. Quo vadis, Mai?
Music Kolumne | verfasst 10.08.2011
Aigners Inventur
Juni/Juli 2011
Wer anfängt sich in seinem Liegestuhl zu langweilen, bekommt nun die Gelegenheit, die nächsten 15 Minuten mit unserem Scharfrichter vom Dienst und Casper, Wiley, Zomby, MCDE, fLako, den Junior Boys und Laurel Halo zu verbringen.
Music Kolumne
Records Revisited
Elecktroids – Elektroworld (1995)
Wer sind sie und wenn ja wie viele? Diese Frage haben sich seit der Erstveröffentlichung von »Elektroworld«, dem 1995 erschienenem, einzigen Album der Elecktroids, so einige gefragt. Die Hinweise auf einen Urheber haben sich verdichtet.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Porträt
Cannonball Records
Bombenstimmung auf der Tanzfläche
2014 hat der Italiener Alberto Zanini sein Label Cannonball Records gegründet. 30 Releases später kann man sagen, dass er damit einen nicht unerheblichen Beitrag für die Rare Soul-Szene leistet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November 2018
Steht in Marrakesch und check gar nichts mehr: die letzte Inventur des Jahres, unter anderem mit Max Graef, Black Merlin, Guavo, Julia Holter, Bruce und Objekt. Theoretisch wieder eine Sensation.
Music Porträt
Charles Mingus
Wiederentdeckte Wut
Amir Abdullah staunte nicht schlecht, als ihm die Witwe von Jazz-Drummer Roy Brooks, Tonbänder eines Konzertes von Charles Mingus zeigte, das dieser 1973 in Detroit gegeben hatte. Es wurde Zeit für eine Wiederentdeckung.
Music Liste
Max Graef
Picks 10 latest Vinyl Records
Max Graef spricht deine Sprache nicht, dafür aber jede andere. Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« hat der Berliner 10 empfehlenswerte Schallplatten aus unserem Shop ausgewählt.
Music Liste
Jakko Eino Kalevi
Picks 10 latest Vinyl Records
Den Finnen kann man ja einiges Nachsagen. Als »Dream-Pop-Reformer« sind sie aber bislang noch nicht beschrieben worden. Dabei dürfen sie sich in Person des Popmusikers Jaakko Eino Kalevi genau dies auf die blau-weiße Fahne schreiben.
Music Interview
The Last Poets
Nichts erfunden
Vier Wochen nach dem Tod des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. haben sich The Last Poets gegründet. Ihr kreatives Schaffen ist eine Art Initial für das, was wir heute »Hip-Hop« nennen. Wir trafen sie zu einem sehr spannenden Interview.
Music Interview
Mndsgn
Beats ohne Einschränkungen
Mndsgn baut Beats. Er gehört zum erlauchten Kreis des Labels Stones Throw. In diesem Jahr hat er ein eigenes Label gegründet, eine Platte veröffentlicht und u.a Beats für Fatima und Prophet produziert. Zeit für ein Interview.
Music Porträt
Art Ensemble Of Chicago
Let's Push Things Forward
Seit 50 Jahren arbeitet sich das Art Ensemble Of Chicago am Jazz ab. Eines ihrer einflussreichsten Veröffentlichungen, »Les Stances a Sophie« aus dem Jahre 1969, wurde nun wiederveröffentlicht. Wir geben Einblick in eine unterschätzte Band.
Music Kolumne
Records Revisited
Sonic Youth – Daydream Nation (1988)
Mit ihrem fünften Studioalbum »Daydream Nation« schufen Sonic Youth einen Meilenstein, dessen Sound bis heute nachhallt. Auf über siebzig Minuten kulminieren Noise, Rock und Indie. Schall und Wahn im Amerika von US-Präsident Ronald Reagan.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2018
Noch ist die Echsentransformation nicht abgeschlossen. Aber wo anderorts leider der Musikjournalismus stirbt, bleibt Aigner der letzte lebende Dinosaurier. Hier ist die Inventur des Monats Oktober. Best cherish it!
Music Interview
Atmosphere
Wir Kinder von Action-Figuren
Seit 20 Jahren sind Atmosphere nun schon im Geschäft. Müde werden Slug und Ant dabei nicht. Pünktlich zum Release ihres neuen Albums »Mi Vida Local« sprachen wir mit Slug über Straßen, Action-Figuren und den Reiz von Rettungsboten.
Music Liste
Jerry Paper
Picks 10 latest Vinyl Records
Jerry Paper komponiert groovy Popliedchen am Synthesizer, mit schrulligen Saxophonsounds und lächerlichem Cembaloklänge. Die 10 Schallplatten, die er aus unserem Webshop gepickt hat, sind weniger albern, aber verspielt und groovend.
Music Liste
Terr
Picks 10 latest Vinyl Records
Terr hat sich nach einer Figur aus dem Sci-fi-Evergreen »Fantastic Planet« benannt. Das Interstellare spielt halt eine große Rolle in ihrer Musik. Für uns hat sie nun 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickt.
Music Liste
Ital Tek
Picks 10 latest Vinyl Records
Schon mehr als zwanzig Jahre lang veröffentlicht Ital Tek seine Idee einer atmosphärisch dichten, elektronischen Musik. Wie breit gefächert sein Musikgeschmack ist, kannst du an seiner Auswahl an aktuellen Lieblingsplatten erkennen.
Music Porträt
Time Capsule Records
Kosmisch versiegelt
Vom Sushi-Restaurant zum eigenen Label: Mit Time Capsule will Kay Suzuki die Hörerschaft erleuchten. Gut ausgesuchte und bestens aufbereitete Musik dient ihm dabei als Schlüssel.
Music Liste
Thalia Zedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Thalia Zedek ist eine Legende. Eine zu Unrecht vergessen Legende. Es ist Zeit sie wiederzuentdecken. Für uns hat sie 10 Schallplatten aus unserem Shop gewählt, für die sich ihrer Meinung nach derzeit das Kämpfen lohnt.
Music Kolumne
Records Revisited
Talk Talk – Spirit Of Eden (1988)
»Spirit of Eden« erzählt vom Erschöpfungszustand eines Jahrzehnts, von einer Schöpfungslust ohne revolutionäre Inhalte oder Genie dahinter. Vor 30 Jahren erschienen, gilt das Album als Meilenstein der Popmusik. Wieso eigentlich?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2018
Nebenkostennachzahlungen bei Eminem, Instagram-Tutorials von Travis Scott, Tapetenanalyse mit YG: mal wieder keine Ahnung was der Aigner hier macht, aber dank Djrum hört die Inventur dann doch irgendwann auf ihre niedrigen Instinkte.
Music Kolumne
Records Revisited
Why? – Alopecia (2008)
10 Jahre alt ist »Alopecia« dieses Jahr geworden. Sein Namen bezeichnet einen kreisrunden Haarausfall. Über ein Album, das über das Nebeneinander von Sentimentalität und Gleichgültigkeit den Zeitgeist einfing wie kein zweites.
Music Liste
Kutmah
Picks 10 latest Vinyl Records
Die Beatszene ist wohl kaum ohne die von Kutmah mit-initiierten Sketchbook Sessions denkbar. Teile daraus werden in Kürze als »Kutmah presents Sketchbook Radio Archives Vol.1« veröffentlicht. Diese Schallplatten gefallen ihm selbst gerade.
Music Liste
Matt Werth
Picks 10 latest Vinyl Records
Vor 15 Jahren hat Matt Werth das Label RVNG Intl gegründet. Es ist heute eines der taktgebenden Labels des Planeten. Wiederentdeckungen und Neuentdeckungen gehen hier Hand in Hand. Wie auch bei Matt Werths 10 Vinyl Picks.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Blood Orange – Negro Swan
Das neue Blood Orange-Album ist ne handvoll. Zwei unserer Kolumnisten sagen: too much. Der dritte sagt: Ja. Ja, es ist too much, aber genau das soll es auch sein: zu viel und nicht etwa gemaßregelt.
Music Liste
Dorian Concept
Picks 10 latest Vinyl Records
Dorian Concept gehört zu den spannendsten Musikern, die sich außerhalb jeglicher Genres bewegen, die eine eigene Idee bis zum Ende verfolgen. Sein neues Album »The Nature Of Imitation« wird in diesen Tagen bei Brainfeeder veröffentlicht.
Music Kolumne
Records Revisited
J Dilla – The Shining (2006)
»The Shining« war das erste posthum veröffentlichte Album von J Dilla. Man kriegt Soul, Funk, rohen Rap, auch das vertrackte Zeug. Kurz: Man bekommt die unendlichen Ausdrucksformen, die J Dilla beherrschte. Es ist ein wahrer Klassiker.
Music Liste
Roosevelt
Picks 10 latest Vinyl Records
Roosevelt könnte der internationale Popstar werden, den Deutschland nie hatte. Im September kommt jedenfalls sein neues Album »Young Romance«. Heuer hat sich der Kölner 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickz, die ihn derzeit gefallen.
Music Kolumne
Records Revisited
John Beltran – Ten Days Of Blue (1996)
Während andere seiner Generation das große Unbekannte und die Zukunft anvisierten, war Beltran müde. Und blieb, wo er war. Das mag reaktionär scheinen, und doch brachte es Neues hervor – eine Zukunft, ganz für sich alleine.
Music Liste
Steve Hauschildt
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Steve Hauschildt gebeten, durch unseren Webshop zu stöbern und sich 10 Schallplatten auszusuchen, die ihn derzeit am besten gefallen. Darunter heimliche Klassiker der elektronischen Musik und Highlights auch aus diesem Jahr.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2018
Als wäre der Sommer nicht schon heiß genug, kommt auch noch Aigners Inventur. Unser Kolumnist wird direkt aus dem Urlaub abgeholt und im Opiumzelt in Manila abgesetzt. Ihr lest hier, was er VOR dem Fieber schrieb: fast nur Empfehlungen!
Music Liste
Alexander Tucker
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Alexander Tucker gebeten durch unseren Webshop zu stöbern und uns 10 Schallplatten zu nennen, die ihn derzeit inspirieren. Darunter mit Grouper, Chris Carter oder Henry Flynt durchweg Musiker, die kompromisslos ihren Weg gehen.
Music Porträt
Malka Tuti
Wohzimmer-Platten mit strangen Namen
Wo auf Industrial eine hebräische Nummer folgen kann: das Label Malka Tuti hat sich etabliert. Hier finden Kenner Musik, die wierd genug ist für die Off Locations und gut genug fürs Wohnzimmer.
Music Interview
Helena Hauff
Bock auf Bunker
Ein Synthesizer und ein Drumcomputer, die Tage erscheint Helena Hauffs neues Album. Viel hat sich nicht geändert bei der Hamburgerin, nur auf dem Bankkonto sieht es endlich besser aus. Gesprächsstoff gab es (trotzdem) genug.
Music Interview
Lena Willikens
Amsterdam State of Mind
Die Auflegerei ist in den vergangenen Jahren intellektualisiert worden, der DJ wird als Kurator wahrgenommen. Lena Willikens gehört zu den Protagonistinnen dieser Entwicklung. Die ihr selbst nicht nur angenehm ist.
Music Liste
L'Orange of Marlowe
Picks 10 latest Vinyl Records
L’Orange hat zusammen mit Solemn Brigham ein neues Projekt. Es heißt Marlowe. Ihr gemeinsames Debüt ist bei Mello Music Group erschienen. Aus diesem Anlass hat er 10 Schallplatten, die ihn derzeit besonders fesseln, gepickt.
Music Liste
Nicola Cruz
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicola Cruz ist Franzose. Seine Eltern sind aus Ecuador. Seine Musik pendelt dazwischen und weit darüber hinaus. Seine Einflüsse kannst du ein Stück weit anhand seiner 10 Schallplatten nachvollziehen.
Music Interview
Deutsch Amerikanische Freundschaft
Eine Neutralität, die immer brennt
D.A.F waren revolutionär, weil sie eine Maxime hatten: nichts machen, was es schon mal gab. D.A.F sind immer noch aktuell, weil ihre Texte provozieren, ohne eine Meinung zu diktieren.