Music Kolumne | verfasst 25.07.2012
Aigners Inventur
Juni & Juli 2012
Letzten Monat im wohlverdienten Urlaub holt unsere Kolumnist vom Dienst das Verpasste nach und setzt sich mit der Veröffentlichungsflut, die die letzten beiden Monate brachten, auseinander.
Text Florian Aigner

Nas - Life is good CoverFind it at hhv.de: CD | LP Nachdem Kollege Okraj und ich in unserer letzten Kolumne Nas mal wieder so richtig auf den Leim gegangen sind, folgt nun die Probe auf’s Exempel. Natürlich ist »Life Is Good« nicht das beste Nas Abum seit »Illmatic«, natürlich waren die vorausgeschickten Leaks erneut besser als das Gesamtprodukt, natürlich haben sich auch dieses Mal wieder einige Katastrophen-Hooks und mediokre Beats eingeschlichen und natürlich ist Nas 38 und nicht 18 Jahre alt. Dennoch: »Life Is Good« ist ein solides Album, irgendwo im Mittelfeld der eigenen Diskografie einzuordnen, und so lange der technisch und lyrisch vielleicht beste Rapper aller Zeiten immer noch sporadisch Hymmen wie »Loco-Motive« oder »The Don« produziert, obwohl er seit 18 Jahren nichts, aber auch gar nichts, mehr zu beweisen hat, sollte man ihm doch ab und an zugestehen, dass er die Geister, die er rief, mal für 60 Minuten hinter sich lassen darf.
 

Frank Ocean - Channel OrangeFind it at hhv.de: CD | LP So, direkt zum schwierigsten Fall des Monats. Frank Ocean ist bisexuell. Das ist an und für sich vollkommen irrelevant, wie bereits an anderer Stelle diskutiert. Oceans romantisch-melodramatisches Coming-Out-Manifest, so persönlich es auch gewesen sein mag, sorgt nun aber merklich dafür, dass »Channel Orange« zu einem Meisterwerk verklärt wird, das es nicht ist. Natürlich gibt das wiederum keiner der emotional von »Deutschland sucht den Superstar« Storylines vernarbten Kollegen explizit zu, aber faktisch ist Oceans klassisch informierter R&B mehr Winehouse als Wonder, mehr The Weeknd als Babyface. Das ist nicht verkehrt, die Art und Weise wie »Channel Orange« jetzt aber zu einer der ganz großen Coming-Of-Age-Geschichten des modernen Abendlandes hochgejazzt wird, meist anhand von Zeilen, die poetisch nichtmal einen Zehntklässler vom Hocker reißen würden, ist fast unappetitlicher als diese scheinheilige Debatte um Homosexualität in einer hypermaskulinen Umwelt. Lasst es doch einfach sein, was es ist: ein manchmal unausgereiftes, aber angenehm ambitioniertes Neo-R&B-Album, das es mit etwas Glück noch schafft in die Rotation für den Herbst rübergerettet zu werden.
 

Cro Raop LPFind it at hhv.de: LP+CD | CD Ich wollte eine lange Abhandlung schreiben über Cro, ihn mit den neuen Ami-Fashionistas A$AP Rocky und Danny Brown vergleichen, minutiös seine Unzulänglichkeiten, sowohl als Rapper, als auch als Kunstfigur, dekonstruieren, mich über die erneute Fettes Brotisierung und Abihüttisierung des deutschen Rap-Spiels amüsieren und hervorheben, dass ich niemanden mit Personalausweis kenne, der Cro tatsächlich gut findet. Dann zwang ich mich »Raop« (lolmaoroflcopter, wie clever) tatsächlich aufmerksam zu hören. Fazit: »Raop« ist so unsagbar banal, so traurig talentfrei und substanzlos, so unlustig und scheiße, dass all das viel zu viel Aufwand wäre. Deutschland, komm’ zur Vernunft, schnell!
 

shurik'n coverFind it at hhv.de: CD | 2LP Vielleicht hilft gegen diese penetrante Pennäler-Lebensfreude ja das neue Album des notorisch schlecht gelaunten Shurik’N. Ähnlich wie Nas kämpft auch dieser mit dem eigenen Erbe, er schafft es auf »Tous m’appellent Shu« aber ganz respektabel die französische Shaolin-Ästhetik zu beerdigen, ohne in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Manchmal erinnert das an Prodigy und dessen Bemühungen der letzten Jahre und ähnlich wie dieser profitiert auch Shu immens von seinem Organ, das eben auch auf zeitgenössischen Synth-Beats bedrohlich und elegant zugleich klingt.
 

J Dilla rebirth coverFind it at hhv.de: CD Ich glaube wir sind uns einig, dass die Verwaltung des Dilla’schen Nachlasses bisher eher suboptimal war. Ein Umstand, der sich auch mit »Rebirth Of Detroit« nicht wirklich ändert. Auch hier schafft es kaum einer der größtenteils aus Detroit stammenden Rapper den Beats des Maestros wirklich gerecht zu werden. Seltsam auch, dass aus dem angeblich so umfangreichen Werk immer wieder Beats, die bereits auf den legendären J Dilla Beattape-Leaks aus dem Jahr 2005 bekannt sind, recycelt werden. Sich darüber zu beschweren mag undankbar sein, aber hatten wir uns im März 2006 nicht alle damit zu trösten versucht, dass wir die nächsten zwei Jahre jeden Monat, konservativ geschätzt, 30 neue Beats unserer Lichtgestalt hören würden?
 

House Shoes Let It Go LPFind it at hhv.de: CD House Shoes, der als Dilla-Spezl schon oft seine Unzufriedenheit mit den post mortem erschienenen Projekten geäußert hat, hat mit »Let It Go« ironischerweise ein Album gemacht, das genau die gleiche Problematik aufweist wie das besagte »Rebirth Of Detroit«. Mit einigen Ausnahmen gähnende Langeweile am Mikrofon, ein Umstand dem House Shoes immerhin dadurch Rechnung trägt, dass er die Instrumentals gleich beigelegt hat.
 

clams casino mixtape 2 Apropos Instrumentals: das absolut erstaunliche an Clams Casino ist ja nach wie vor, dass dessen häufig aus käsigen Dadrock-Compilations und Yoga-Soundtracks gesampelten Beats so grandios für sich stehen, dass auch das jüngst zum freien Download angebotene zweite Care-Paket ohne A$AP Rocky und Lil B fast so eindrucksvoll ist wie mit. Einige Exklusives gibt es obendrein, Geld will Clamsy auch keins, es gibt also keine Ausreden sich das nicht regelmäßig nach einer langen Nacht in die matschige Birne zu knallen. Audio-Aspirin – ein Genretag, den ich mir hiermit bitte patentieren lassen will.
 

El-P - C4C (cover)Find it at hhv.de: CD | 2LP Dass man sich nach einem El-P-Album auch eine Aspirin gönnen kann, ist durchaus nicht so böse gemeint wie es klingt. Auch »Cancer 4 Cure« ist eine Herausforderung, aber weder so verspult wie »Fantastic Damage«, noch so psychotisch wie »I’ll Sleep When You’re Dead«, dafür aber ein von gewohnt mächtigen Drums und gewaltigen Synthwänden getragenes Ventil für El-P sich auszukotzen, über alles und jeden. Und auch dieses Mal wird das dazu führen, dass ich mir sage: ein handwerklich extrem gelungenes Album für das ich nie in der richtigen Stimmung sein werde.
 

waka flocka triple fFind it at hhv.de: CD Der Weg von El-P zu Waka Flocka Flame ist gar nicht so weit wie man denkt. Natürlich würde sich letzterer nie Gedanken über häusliche Gewalt und politische Unsitten machen, aber allein schon der Energielevel seiner Delivery, gekoppelt mit den mächtigen Synthbrettern, ist Anlass genug für diese hanebüchene, Delling-inspirierte Überleitung. Doof nur, dass Waka mit Flockaveli alles gesagt – äh – gebrüllt hat, was zu sagen – äh – brüllen war. Sein neues Album »Triple F Life« beinhaltet mit »Rooster In My Rari« zwar eine wunderschöne Anleitung für den guten alten Bezumjot, aber irgendwie präferiere ich in dieser Nische mittlerweile doch den Swastika-Spastiker Gunplay.
 

Joey Badass – 1999 LP Eine andere Klientel bedient Joey Bada$$, der sich, noch nicht mal volljährig, ungeniert bei den Großen bedient und u.a. Instrumentals von Lewis Parker, J Dilla, MF Doom und Lord Finesse mit einer beeindruckenden Nonchalance geschmackvoll neuinterpretiert. Die nicht geborgten Instrumentals können da noch nicht ganz mithalten, dennoch ist »1999« ein weiteres gutes Beispiel für die nicht zuletzt von Kendrick Lamar wiederhergestellte neue, alte Ernsthaftigkeit im amerikanischen Rapspiel.
 

Smoke dza rugby Weniger existentialistisch rappt naturgemäß Smoke DZA, dessen Schluffigkeit in Verbindung mit dem momentan einen guten Lauf habenden Harry Fraud aber durchaus sympathisch wirkt. Wer Curren$y mochte und Devon The Dude auch nach zwei Dekaden immer noch gerne zuhört, sollte »Rugby Thompson« etwas Platz auf der Festplatte einräumen.
 

Peaking Lights - Lucifer LPFind it at hhv.de: CD | LP Eine andere Art von Ganja-Affinität demonstriert das bezaubernde Pärchen Peaking Lights auf ihrem dritten Longplayer »Lucifer«, auf dem sich die verwaschene Lo-Fi-Ästhetik, die beim Vorgänger »936« in teilweise sensationellen Psych-Perlen resultierte, zwar auch breit macht, aber fidelere Momente dennoch nicht ausschließt. Dub war mir als Zitat dennoch lieber als ASTA-Reggae, aber so lange die beiden weiterhin solch wunderschöne Liveshows spielen wie vor kurzem im Kölner King Georg, möchte ich nicht meckern.
 

Bobby Womack The Bravest Man In the UNiverse LPFind it at hhv.de: LP Ob Bobby Womack in fortgeschrittenem Alter eine Beziehung zu Mary Jane aufrecht erhält, ist mir nicht bekannt. Sicher hingegen ist, dass sich Damon Albarn mit seinem Co-Produzentenstatus für »Bravest Man In The Universe« einen weiteren Traum erfüllen konnte. Ähnlich wie Richard X zuvor für Gil Scott-Heron, wird Womacks unvergleichliches Organ hier nicht in klassische Retroballaden überführt, sondern mit einem modernen britischen Touch versehen, dabei jedoch stets ein angenehmes Understatement wahrend. Nach ersten Schwierigkeiten wächst das mächtig und »Please Forgive My Heart« ist jetzt schon einer der eindringlichsten musikalischen Momente des Jahres.
 

Laurel Halo Quarantine LPFind it at hhv.de: LP War Laurel Halos Debüt auf Hippos In Tanks noch so etwas wie semiautistischer Techno-Not-Techno, hat sich die eigenwillige Dame auf »Quarantine« völlig in ihre eigene Welt verkrochen. Die Stimme wird prominenter eingesetzt, mal in schrägem Björkschem Quietsch-Duktus, mal mit dem Selbstverständnis einer Kate Bush. Dazu dann häufig beatfreie Soundlandschaften, die stets so unbequem programmiert sind, dass sich keiner traut von Ambient zu sprechen. Gut, aber anstrengend.
 

Jahiliyya FieldsFind it at hhv.de: 2LP Fast noch schräger ist das, was Jahiliyya Fields auf ihrem Debüt für Ron Morellis wie immer großartig unvorhersehbares L.I.E.S. anstellt. Avantgardistische, häufig auf wenige Synthschlieren reduzierte Exkursionen, die sich noch weiter von funktionalistischen Überlegungen distanzieren als das bisherige, eh schon extrem eigenwillige Material auf einem der momentan aufregendsten Labels. Ach ja, heißen tut das Ganze mit »Unicursal Hexagram« auch noch wie ein verloren gegangener Foucault-Essay.
 

acid pauli sntFind it at hhv.de: LP Dass Acid Paulis Album in der kommenden Zeit intellektuell wesentlich höher gehängt werden wird als die Platten von Halo und Fields, lässt sich nicht nur auf dessen eigene musikalische Vita zurückführen, sondern auch auf den Umstand, dass »mst« auf Nicolas Jaars Label erscheint und dieser auch einen gewissen kreativen Einfluss auf das Endprodukt hatte. Ähnlich wie bei Jaars Album gilt aber auch: so querköpfig und originell ist das alles bei weitem nicht. Spaghetti-Western Samples hier, Tango trifft auf Mo’Wax Beats aus den Mitneunzigern, da ein schräges Saxofon, hier ein krummer Beat, alles schön langsam und mit vielen Wendungen. An sich ein gutes Album, aber ich möchte mir mal erdreisten zu sagen, dass sich dafür keiner interessiert hätte, wäre das vor zehn Jahren über Ninja Tune erschienen.
 

Darling Farah - Body LPFind it at hhv.de: 2LP Radikaler ist da schon der Soundentwurf, den Darling Farah auf »Body« präsentiert. Wie eine entschlackte und hochtourigere Version dessen, was Andy Stott mit seinem Doom House in den letzten 18 Monaten so eindrucksvoll kultiviert hat, programmiert der Brite seltsam transzendent wirkende Techno-Skizzen, die manchmal gar an den großen Techno-Nonkonformisten des Jetzt erinnern, den auch von mir so verehrten Actress. Das sollte Lob genug sein.
 

Cooly G Playin' Me LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Auch schön: Cooly Gs erfreulich songlastiges Debüt »Playin Me«, auf dem sich die Neumutti nicht scheut ihre Stimme immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen und erst gen Ende ihren shuffligen Trademark-Sound ausführlicher zu kultivieren. Das eigentlich Erstaunliche ist aber, dass genau diese Tanzboden-nahen Stücke nicht unbedingt zu den Höhepunkten zählen, sondern eher diese verhallten, getragenen Pop-Songs, die keine sein wollen. Zur Hölle, nichtmal das Coldplay-Cover saugt. Ausrufezeichen.
 

jam city curvesFind it at hhv.de: LP Ein klassisches Beispiel dafür, dass forcierte Emanzipation nicht immer eine gute Idee sein muss, ist »Classical Curves«, der erste Longplayer der verdienten Night Slugs Vorarbeiter Jam City. Zu viel gewollt und eine teilweise unhörbare Kakophonie an pseudo-avantgardistischen IDM-Bass-Stolperern fabriziert. So kann’s auch gehen.
 

I:Cube »M« Megamix Wesentlich besser stellt sich da I:Cube an, der in den späten Neunzigern einer der unterbewerteteren Filter-Franzosen war und auch dieses Jahr mit Pianos in Paradise bereits einen Track produziert hat mit dem diese ganzen Eierköpfe ihre Festival-Sets beenden sollten, wenn sie mehr Geschmack hätten. I:Cube legt nun sein neues Album direkt im Mixformat vor und exerziert auf »M’Megamix« mit traumwandlerischer Sicherheit aber dermaßen viele House-Spielarten durch, dass es eine wahre Freude ist.
 

chicago skyway wreckageFind it at hhv.de: 2LP Handwerklich ansprechend, aber irgendwie redundant triggert sich Chicago Skyway durch »Wreckage«, einem Album, das wiedermal Jack ein House baut, manchmal aber zur reinen 707-Fingerübung verkommt und so retrospektiv ist, dass man eher provoziert wird, den eh immer griffbereiteten Trax-Katalog auf die Teller zu packen.
 

orgue electronic strange paradise Oder aber das neue Album von Legowelt-Busenfreund Orgue Electronic, einem Analogfetischisten vor dem Herrn, der sich zwar ebenso wie Chicago Skyway mental nie aus dem Chicago der Mitachtziger verabschiedet hat, sein Vintage Gear teilweise aber so virtuos bedient, dass man das als Larry Heard Fanboy nur sehr schwer nicht lieben kann. Definitiv die Retro-Platte der letzten beiden Monate.
 

big strick dogsFind it at hhv.de: CD Nächster Halt: Detroit. Dort produziert der Mittvierziger Big Strick nach seinen Schichten als Busfahrer auch auf seinem zweiten Album die verdammt nochmal einzige echte Alternative zu Omar-S’ eigentlich konkurrenzlosem Œuvre. Wobei, Alternative muss man das nicht mal unbedingt nennen, sind die beiden doch bekanntermaßen Cousins und der Ältere (Leonard) hat dem Jungen (Alex) damals ja quasi den ganzen Kram beigebracht. Kein Wunder also, dass Resivior Dogs (sic) wieder ein essentielles Album in der ruhmreichen Historie dieser so speziellen Stadt geworden ist. Und das will was heißen, Kids!
 

san proper animalFind it at hhv.de: CD Erstaunlich schwach für Rush Hours Verhältnisse ist »Animal«, die Neue von San Proper, der offenbar ebenfalls den Drang verspürt hat für sein Album in die Trickkiste zu greifen. So lässt er seinen immer etwas sterilen, aber an sich soliden Tech-House Sound weit hinter sich, singt viel, krautrockt ein wenig und geht damit vor allem auch deswegen unter, weil genau das so viele Gitarrenjungs besser können. Und auch die Hedonisten-Pop-Alternative, die er alternativ versucht zu kultivieren, scheitert teilweise böse. Schuster bleib bei… ach, lassen wir das.
 

small people salty days Besser machen das die Smallpeople, auch wenn ich diese Hamburger House-Schule manchmal gerne schütteln würde. Das Herz am richtigen Fleck, aber immer eine Spur zu zurückhaltend, zu kalkuliert schön. Dabei wäre ein Bekenntnis zu rauen Ecken und Imperfektion eigentlich nur konsequent, so eindeutig wie sich Salty Days an der goldenen House-Ära orientiert. Aber das ist mit den heutigen technischen Möglichkeiten wohl häufig immer noch schwer zu vermitteln.
 

pawasFind it at hhv.de: 3LP Ach, ja, das Selbe gilt auch für Pawas. Der veröffentlichte dieser Tage eine umfangreiche Skizzensammlung alter Tracks, voll mit elegantem Deep House, aber auch er motiviert mich wieder nur dazu erneut Glass Eights aus dem Regal zu ziehen, jenes Album also, das diese ganze Dial und Smallville-Ästhetik genau so weiterentwickelt hat, wie ich das seit Anbeginn gerne gehabt hätte.
 

Soul Clap Efunk - The AlbumFind it at hhv.de: CD | 2LP An sich ist auch das, was Soul Clap versuchen durchaus honorig. Im Rahmen der Wolf & Lamb-Invasion für die B-Boy’ismen verantwortlich begnügen sich die beiden auf Efunk nicht mehr nur damit R&B-Schmonzetten auf 120 BPM hochzuschrauben und plakative Klassiker zu samplen, nein, die beiden Bostoner versuchen sich hier an einer eigenen Version zeitgenössischer Boogie-Kunst, hochgradig inspiriert von Prince natürlich und mit durchaus nicht uncharismatischen Gästen. Spannender als das x-te Floortool, aber insgesamt noch zu unausgereift, um eine echte Alternative zu den Originalen zu sein.
 

jamie jones cryptFind it at hhv.de: 2LP Genau ersteres macht dann erwartungsgemäß Jamie Jones auf »Tracks From The Crypt«, einer soliden Ansammlung funktionaler Techhouse-Tracks, die es ähnlich wie Jones’ Sets schaffen, eine gewisse Deepness vorzugaukeln und dennoch die Pillenfresser mit ordentlich Ufftata bei der Stange zu halten.
 

poolside standard pacific Dann lieber der entschleunigte Dolce Vita Pop von Poolside, die es auch dieses Jahr wieder schaffen, wie ein vertonter Liegestuhl zu klingen und in ihren DFA-geschulten Yacht-Habitus immer wieder überraschende Dance-Elemente einzubauen und selbst die 303 klingt hier wie eine Fango-Packung. Zu dieser Jahreszeit schon ein kleines Spektakel, diese Pacific Standard Time.
 

totally enormous extinct dinosaurs troubleFind it at hhv.de: LP | 2LP Wem das noch nicht genügt kann sich auch bei Totally Enormous Extinct Dinosaurus bedienen. »Trouble« ist cleveres Zitate-Raten, mal episch badebemantelt wie Poolside, mal den gesamten aktuellen Brit-Bass-Kanon verarbeitend. FM4-Girls, gestatten, euer neuer Lieblingsact.
 

Hot Chip In Our Heads LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Vielleicht behalten diesen Titel aber auch Hot Chip, deren neues Album »In Our Heads« wieder total Hot Chip ist. Stagnation könnte man das nennen, aber dafür sind die Jungs einfach zu gut gelaunt. Bei mir hat das auf Albumlänge nie wieder so gut funktioniert wie auf »The Warning« und dennoch machen mich Human League B-Seiten immer noch glücklicher, aber irgendwie muss man sie trotzdem gern haben, diese Knuffelbären.
 

Twin ShadowFind it at hhv.de: LP Dafür habe ich jetzt etwas neues aus dem Intro/Pitchfork/Fingerimpoindiezoo-Kosmos adoptiert: Twin Shadow, dieser gelackte, arrogante Drecksack, der vom der gesamten Chuzpe her eigentlich mit The Weeknd verwandt sein MUSS, macht geilen Larger-Than-Life-80s-Kram, sexuell überstimuliert wie Prince und insgesamt genau so asozial, dass das tatsächlich doch irgendwie interessant ist, obwohl jener Prince, Morrisey, Bowie und alle in Patrick Batemans Walkman hausenden Kraftmeier das alles an sich schon besser gemacht haben und der Herr in seinen schlechten Momenten ein wenig klingt wie Arcade Fire im All-Inclusive-Urlaub. Sei’s drum, ich feier’ »Confess« mehr als ich je erwartet hätte. (Edit: Heilige Kuh, habe ich etwa tatsächlich den größten Hipster-Hype 2010 verpasst?!)
 

Sebastien Tellier My God Is Blue LPFind it at hhv.de: LP Ziemlich erschöpft hat sich für mich hingegen das Kunstprodukt Sebastien Tellier. Das wäre kein Problem, wenn er immer noch Songs vom Kaliber »La Ritournelle« aufnehmen würde, oder wie auf »Sexuality« zumindest ein so abstruses Konzept hätte, dass man dem großen Zampano folgen will. »My God Is Blue« erschöpft sich aber in getragenen Balladen und halbgaren, gitarrenlastigeren Midtemposongs. Naja.
 

r. kelly write me backFind it at hhv.de: CD Und gleich der nächste Berufswahnsinnige. Ich habe meinen Kells ja am liebsten mit schön viel Pathos und/oder komplett kaputt. Leider liefert »Write Me Back« beides nicht. Gleich zu Beginn versteigt sich R. Kelly in ungelenker Motown-Disco, bevor er sich durch für seine Verhältnisse erschreckend unanstößige Radio-Songs singt, in denen dieser grandios bekloppte Narzissmus und die ihm eigene Doppelmoral nie so recht zum Zug kommen. Handbremse lockern, Robert und ab in den Wandschrank. Real Talk!
 

Dein Kommentar
1 Kommentare
26.07.2012 10:01
rodk.ski:
wie immer on point - danke dafür!
― antworten
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Aigners Inventur
Mai 2011
Irgendetwas stimmt diesen Monat nicht. Was sich im Mai zur Kaffeefahrt verabredete, war im Schnitt älter als der AC Mailand. Und das ausgerechnet im Monat nach Goblin. Quo vadis, Mai?
Music Kolumne | verfasst 10.08.2011
Aigners Inventur
Juni/Juli 2011
Wer anfängt sich in seinem Liegestuhl zu langweilen, bekommt nun die Gelegenheit, die nächsten 15 Minuten mit unserem Scharfrichter vom Dienst und Casper, Wiley, Zomby, MCDE, fLako, den Junior Boys und Laurel Halo zu verbringen.
Music Kolumne | verfasst 19.10.2011
Aigners Inventur
September/Oktober 2011
Wie üblich macht unser Kolumnist vom Dienst auch in dieser Ausgabe vor großen Namen nicht Halt. So dürfen sich Phonte, Emika, James Blake, Radiohead und Apparat Watschen abholen. Warum es trotzdem ein guter Monat war, lest ihr hier.
Music Kolumne | verfasst 18.01.2012
Aigners Inventur
Januar 2012
Da hatte er schon auf einen verlängerten Weihnachsturlaub spekuliert und dann kamen ihm doch wieder massig Platten dazwischen. Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander.
Music Kolumne | verfasst 23.11.2011
Aigners Inventur
Oktober / November 2011
Pünktlich zur kalten Jahreszeit werden wir von einer wahren Flut neuer Alben überschwemmt. Unser Kolumnist Florian Aigner hat sich wie üblich für euch durchgehört und trennt die Spreu vom Weizen.
Music Kolumne | verfasst 26.09.2013
Aigners Inventur
September 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Drake, The Weeknd, Huerco S, Janelle Monae und MGMT.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli/August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.
Music Liste
Selling
Picks 10 latest Vinyl Records
Der als Gold Panda bekannte Derwin Dicker hat sich mit Jas Shwa von Simian Mobile Disco zusammengetan und als Selling ein gemeinsames Album, »On Reflection«, veröffentlicht. Was sonst noch auf irhen Plattenspieler kommt, verraten sie hier.
Music Liste
Chris Liebing
Picks 10 latest Vinyl Records
Chris Liebing ist vor kurzem 50 Jahre alt geworden. Und doch ist es, als wäre es gestern gewesen, als er als Augenzeuge, mehr noch, als Wegbereiter dem Techno hin zur Massenkultur den Weg bereitet. Hier und heute pickt er 10 Schallplatten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2019
Es ist 2019. Real-Player-Audioqualität auch kein Fickfinger mehr, sondern nur noch Pein im Popo. Aigners Inventur wieder da. Der einzige Anlass auf der Welt also, um mal kurz aus dem Winterschlaf respektive K-Hole aufzuschauen.
Music Liste
deM atlaS
Picks 10 latest Vinyl Records
deM atlaS war mal Frontmann einer Rockband, zeichnet Stück für Stück schon mal sämtliche Covers einer Vinylauflage und debütierte jüngst auf Rhymesayers. Diese Schallplatten gefallen ihm aktuell selbst.
Music Kolumne
Records Revisited
Elecktroids – Elektroworld (1995)
Wer sind sie und wenn ja wie viele? Diese Frage haben sich seit der Erstveröffentlichung von »Elektroworld«, dem 1995 erschienenem, einzigen Album der Elecktroids, so einige gefragt. Die Hinweise auf einen Urheber haben sich verdichtet.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Porträt
Cannonball Records
Bombenstimmung auf der Tanzfläche
2014 hat der Italiener Alberto Zanini sein Label Cannonball Records gegründet. 30 Releases später kann man sagen, dass er damit einen nicht unerheblichen Beitrag für die Rare Soul-Szene leistet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.