Music Interview | verfasst 21.11.2007
Kool Savas
»Eine korrekte Runde«
Nach über fünf Jahren Wartezeit bringt der selbsternannte »King of Rap« Kool Savas sein zweites Soloalbum raus. Was Savas wissenswertes über sein Album und andere Dinge zu sagen hatte, außer dass das Album wirklich wichtig ist: lest selbst.
Text Jan-Hendrik Mautsch
Kool-savas-image001

Nach über fünf Jahren Wartezeit veröffentlicht der selbsternannte »King of Rap« Kool Savas sein zweites Soloalbum »Tot oder lebendig«. Wie relevant dieser Künstler und dieses Album noch immer ist, durfte ich dann an meinem eigenen Leib erfahren, als es plötzlich hieß, dass das eigentlich in drei Wochen pünktlich zu listening session angesetzte Interview am nächsten Tag geführt und am besten auch fertig getippt sein sollte. Nur damit es ja noch den Weg in diesen Katalog findet. Also hieß es ohne auch nur eine einzige Sekunde vom Album gehört zu haben, ein Interview mit Kool Savas zu führen. Leider auf Kosten eines sehr interessanten und ausführlichen Interviews mit Separate. Was jedoch Savas wissenswertes über sein Album und andere Dinge zu sagen hatte, außer dass das Album wirklich wichtig ist…

Du hast einmal erwähnt, dass dir der Entstehungsprozess von z.B. der »John Bello Story« leichter fiel und dass das viel mehr Spaß gemacht hat, als der bei deinem neuen Album. Woher kommt dann die Motivation dieses zweite Soloalbum zu machen? Waren da so viele Sachen, die zu gut für ein Mixtape waren oder kam das auf Grund der großen Nachfrage?

Kool Savas: Beim Mixtape ist es natürlich viel einfacher in kurzer Zeit, etwas fertig zu machen und kurz danach dann schon die Ergebnisse zu haben. Da kann man dann an einem Tag locker vier, fünf Songs aufnehmen. Es ist dabei nicht so, dass man sich weniger Mühe gibt, aber man versucht dann auch nicht mit jedem Track etwas richtig Außergewöhnliches und etwas Non-plus-ultra-mäßiges zu machen. Da macht man dann einfach das, was einem in dem Moment Spaß macht und in den Sinn kommt. Meistens werden die Sachen auch nicht mehr verändert und die Songkonzepte nicht mehr überdacht. Es ist einfach eine sehr lockere Sache. Zudem entfällt z.B. auch die Beatsuche. Zur Not werden halt einfach Ami-Beats verwendet. So ein Mixtape kann man schon mit einer Klassenfahrt vergleichen, weil man völlig druckfrei zusammensitzt, die ganze Zeit nur aufnimmt und dabei jede Menge Spaß hat. Denn an ein Mixtape hat man nicht so riesige Erwartungen wie an ein Album, bei dem man z.B. sagt, dass es jetzt besonders zeitlos sein muss.

Und weshalb nun das Album?
Kool Savas: Die Gründe dafür sind vielseitig: Einerseits war natürlich schon eine sehr große Nachfrage. Andererseits was es für mich persönlich auch wieder an der Zeit etwas für mich selber zu machen, auf dem ich das, was die letzten Jahre passiert ist, reflektieren kann. Dann ist es auch so, dass ich den Fans endlich wieder etwas von mir geben kann, was jetzt nicht auf Mixtape-Niveau ist, was ein Stück Musik ist an dem sie sich festhalten und noch lange Zeit mit beschäftigen können.

Aber sind diese Mixtapesachen nicht auch eine kleine Abzocke gegenüber den Fans, wenn man denen jetzt so etwas »halbherziges« verkauft?
Kool Savas: Nee, das ist es ja überhaupt nicht, das ist ja sogar etwas sehr Herzliches bei dem man viel Spaß hat. Es ist halt mehr Entertainment und viel lockerer und im Endeffekt werden die Leute ja auch nicht gezwungen, das zu kaufen. Die hören sich das an und wenn es die interessiert, dann kaufen sie es und sonst halt nicht. Ich kann mir Ami-Mixtapes auch nicht großartig anhören. Aber es gibt Künstler von denen ich sogar die Mixtapes interessanter als die Alben finde. Am Ende des Tages ist das eine Geschmacksfrage. Zudem werden die Mixtapes meistens auch günstiger verkauft und von daher denke ich nicht, dass das Abzocke ist, die sind halt auch immer Stand der Dinge. Bei einer Album-Produktion muss zudem viel mehr Geld hineingesteckt werden. Dagegen ist so ein Mixtape leichter und günstiger zu produzieren. Was die Qualität der Mixtapes anbelangt, bin ich auch immer sehr zufrieden. Ich würde nie etwas veröffentlichen, bei dem ich qualitativ nicht dahinter stehen würde.

Wie sieht es denn bei deinem neuen thematisch aus: Wurde da mehr Wert auf Battle-Tracks oder mehr Wert auf persönliche Tracks mit Inhalt gelegt?
Kool Savas: Das kann ich so gar nicht sagen. Wenn ich einen Reim schreibe ist es für mich in erster Linie ein Battle-Reim, weil die Welt einfach so aufgebaut ist, dass man fast immer in der Ich-und-Du-Variante spricht. Storytelling ist zwar auch vorhanden, bleibt aber eher die Ausnahme. Das Album habe ich einfach aus meiner Perspektive heraus geschrieben, also automatisch über die Sachen, die mich in dem Moment interessiert haben. Ob dieses nun Rap-bezügliche Sachen sind und vielleicht als Battle-Track ausgelegt werden können oder ob das sozialkritischere Dinge oder nur persönliche Dinge sind: das spielt da keine Rolle. Selbst wenn man denkt, dass es sich um einen Battle-Track handelt, hört man in dem Moment, in dem man genauer hinhört, dass ich trotzdem viele Sachen erwähne, die mit mir persönlich zu tun haben. Egal ob das nun Erlebnisse oder Dinge sind, die meine Meinung ausmachen und in den Tracks einfach vorkommen, das sind nun mal Dinge, die verarbeitet werden müssen. Ich schreibe die Dinge aber jetzt nicht so, als wenn ich jemandem gegenüber stehe und dann mit diesem 1-gegen-1 battlen will.

Was ist der Grund dafür, dass keine Features auf dem Album sind? Lag es daran, dass du möglichst viel von dir preisgeben wolltest?
Kool Savas: Ein einziges Rap-Feature ist jetzt doch von Azad drauf. Das wird der einzige Gast sein, der neben Moe Mitchell, der mich gesanglich unterstützen wird, auf dem Album vertreten sein wird. Der Grund für die wenigen Features ist einfach der, dass ich denke, dass ich schon genug mit anderen Künstlern zusammengearbeitet habe und es jetzt an der Zeit war wieder etwas Eigenes zu machen. Zudem bin ich ja noch mit den Sachen auf Tour und hab dann keine Lust immer nur halbe Songs zu performen. Außerdem gibt es bestimmt auch Leute, die mich einfach mal alleine auf einem Song hören wollen. Das ist dann auch einfach fair für die, wenn die dann auch wirklich nur mich bekommen. Und für die Leute, die lieber das Crew-Album haben wollen, für die haben wir ja letztes Jahr den »Optik Takeover«-Label-Sampler gemacht. Aber wir haben halt auch Sachen, auf denen jeder für sich alleine steht.

Bei MyVideo hast du einen Videoblog zu »Tot oder lebendig«. Im ersten Teil rappst du dann auch einen Part aus einem unreleasten Song vor, der jedoch komplett zensiert wird. Ist diese Geheimhaltung wirklich nötig oder war das nur so ein kleiner Spaß, den ihr euch da erlaubt habt?
Kool Savas: Bei mir ist es meistens so, dass ich das sehr geheim halte. Mein Label – also die BMG – die haben noch nicht mal eine Kopie vom Album bekommen. Genauso wenig wie die Leute, die an den Songs mitgewirkt haben. Die einzigen die überhaupt mal Songs bekommen sind Mel, weil sie die arrangieren muss, und der Engineer, damit er die Sachen noch mal im Auto nachhören kann. Aber ansonsten bekommt keiner die Songs und so gehe ich auch einfach sicher, dass auf unserer Seite nirgendwo ein Loch ist, wo die Sachen rauskommen. Zudem ist es so, dass deutscher Rap ziemlich einfallslos ist und wenn dann irgendetwas kommt, was anders und neu ist, dann wird das schnell von anderen Leuten übernommen. Das sollte mit dieser Maßnahme verhindert werden. Vielleicht ist das auch ein bisschen übertrieben und man hätte nicht alles zensieren müssen, aber da war ein unveröffentlichter Track und ich hätte mich schon sehr geärgert, wenn ich die rhymes irgendwo mit einem anderen Rapper gehört hätte.

»Bester Tag deines Lebens« ist ja für viele so etwas wie ein Deutschrap-Klassiker. Denkst du, dass du bei »Tot oder lebendig« allgemein in deinem Style gereift bist?
Kool Savas: Absolut, also wenn das nicht so wäre, dann wäre das sehr schade. Ich bringe die Sachen jetzt mittlerweile viel mehr auf den Punkt und bin immer noch so emotional, so dass ich in der booth ausraste, Songs wegschmeiße, durchgeschwitzt bin, aggressiv werde oder irgendetwas in der Art. Das sieht jetzt nicht so aus, dass die Songs aus mir heraussprudeln und jeder Song genau so wird, wie ich ihn mir vorstelle. Ich muss da immer noch mit kämpfen. Was wohl einfach daran liegt, dass es sich um eine sehr emotionale Angelegenheit handelt. Gut, »Bester Tag deines Lebens« war jetzt nicht so unglaublich schwer für mich und auch nicht viel schwerer als dieses Album, aber ich weiß, dass ich jetzt viel mehr auf den Punkt kommen kann und flowmäßig hab ich mich definitiv weiterentwickelt. Das neue Album geht genau den gleichen Weg wie »Bester Tag« und kommt vom vibe her ähnlich rüber. Ich hab definitiv Songs, die dir dieses ganz bestimmte Gefühl geben. Man kann zwar sagen, was gut produziert oder gut gemischt ist, aber am Ende des Tages entscheidet eh immer der Bauch. Und ich hab bei diesem Album genau das Gefühl, was ich damals als Fan bei irgendwelchen Songs hatte, die ich gefeiert habe und welches ich dann endlich auch bei meinen Sachen wie »Bester Tag«, »Haus und Boot« oder »Neongelb« hatte. Wie gesagt bin ich sehr überzeugt von dem Album und hoffe, dass es in ein paar Jahren ebenfalls als Klassiker gewertet wird.

Du sprachst vorhin die Beats an. »Tot oder lebendig« wurde komplett von Mel produziert, wie fast jede deiner Veröffentlichungen. Besteht da kein Interesse auch mal auf anderen Beats zu rappen?
Kool Savas: Nein, überhaupt nicht. Ich habe ja auch schon mit vielen anderen Produzenten zusammen gearbeitet. Mel ist für mich die abwechslungsreichste Produzentin und ich persönlich fühle mich auf ihren Beats am wohlsten. Da schreibe ich meistens die besten Sachen zu. Meine größten Hits waren bisher immer auf ihren Beats – bis auf »All 4 One«, der war von L.E.S. produziert. Ich war ja auch mit Azad in Amerika und wir haben eine Woche lang nur Beats gehört und am Ende trotzdem nicht so viele zusammen bekommen, obwohl die schon von sehr renommierten Produzenten wie L.E.S. oder Needlz waren. Ich persönlich habe sowieso einen komplett anderen Beat-Geschmack, als die meisten Leute. Aber solche Beats gefielen mir echt überhaupt nicht. Das sind zwar Produzenten, die sehr professionell sind, aber vom Stil her ist es halt nichts, was mir gefällt.

Und was bedeutet der Titel »Tot oder lebendig« für deine Karriere? Was machst du z.B. wenn das Album floppt?
Kool Savas: Da bin ich ganz ehrlich. Wenn ich glauben würde, dass es floppen oder den Leuten nicht gefallen würde, dann hätte ich das niemals so genannt. Im Endeffekt hab ich einfach das widergespiegelt, was die Leute sagen. Zudem muss erwähnt werden, dass man diesen Titel auf mehrere Arten anwenden kann. Beispielsweise auf meinen auslaufenden Vertrag mit der BMG. Da fängt dann für uns auch ein neues Leben an, wenn wir es danach fertig bringen independent durchzustarten. Aber ich persönlich weiß, ohne mich jetzt selbst zu loben, dass es ein gutes Album ist. Wenn ich das Album mit dem vergleiche, was aus Deutschland bis jetzt gekommen ist, dann bin ich mir sicher, dass es ein gutes Album ist, mit dem ich jeden Raphörer überzeugen kann. Wenn ich davon ausgehen würde, dass das Album wirklich mein Untergang sein würde, dann hätte ich es bestimmt nicht »Tot oder lebendig« genannt.

Wie du selbst gesagt hast, läuft dein Vertrag mit der BMG nach diesem Album aus. War das Nichtunterstützen bei den Splash-Promoaktivitäten auch ein Grund dafür, dass du in Zukunft nur noch independent veröffentlichen wirst?
Kool Savas: Das ist u.a. natürlich ein Grund. Aber ich sag auch ganz ehrlich: Wenn ich jetzt ein Label hätte, bei dem sich die Leute die ganze Zeit menschlich so dahinter klemmen und zeigen würde, dass sie Bock darauf haben, dann hätte ich bis jetzt noch keinen Grund gehabt und stattdessen den Vertrag sogar sofort verlängert. Als ich 2002 bei dem Label unterschrieben habe, waren da sehr viele junge Leute dabei. Besonders der A&R war ein super Typ, der sich mit Rap auskannte und mich auch gut unterstützt hat. Damals wehte da einfach ein ganz anderer Wind. Aber mittlerweile ist es, ohne denen jetzt auch einen Vorwurf zu machen, ein komplettes Rocklabel, bei dem nur Altrocker sitzen, die sich ihr Leben lang nur um so Sachen wie Oomph oder Guano Apes gekümmert haben. Das sind halt Sachen, die mit HipHop nichts zu tun haben. Und so kann ich von denen auch nicht erwarten, dass die dieses ganze Rapding und den ganzen Lifestyle verstehen. Deswegen habe ich auch keine großen Erwartungen an die. Doch ich hoffe, dass die so viel Promo machen, dass zumindest jeder weiß, dass das Album kommt. Mehr kann ich nicht erwarten, alles andere muss von mir selbst kommen.

Ich habe vor ein paar Monaten ein Interview mit Curse geführt, bei dem er erwähnt hatte, dass er richtig Bock hätte mit dir und Samy Deluxe ein Album zu machen. Jetzt hast du ja mit Samy so einen kleinen Streit: aber hättest du nicht auch Bock auf das Album?
Kool Savas: Ja, vor einiger Zeit hätte ich das in der Form auch noch gemacht. Ich mag Curse richtig gerne und ich würde mit Curse auch gerne auf einer längeren Distanz arbeiten und etwas Größeres machen. Aber nicht mit Samy.

Wie sieht es mit einem Separate-Feature aus? Für den bist du ja so was wie ein Mentor. Der hatte ja in letzter Zeit des Öfteren verlauten lassen, dass er sehr gerne ein Feature mit dir machen würde?
Kool Savas: Ich habe seine neuen Sachen noch nicht gehört, aber ich mag ihn sehr gerne als Typ. Allerdings habe ich ihn sehr lange nicht mehr gesehen. Wenn wir uns mal treffen würden und musikalisch beide drauf Bock haben und uns auch noch menschlich gut verstehen, dann würde ich mit ihm auch ein Feature machen. Kein Problem.

Du warst beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring sogar als Fahrer dabei: Wie kam das zustande?
Kool Savas: Ein Kollege von mir hat die Sache für ein Team mitorganisiert und hatte mir erzählt, dass die noch einen Fahrer suchen. Daraufhin hat er mich dann einfach gefragt, ob ich mir vorstellen könnte da mitzumachen. In dem Rahmen habe ich dann auch meine Lizenz als Fahrer gemacht und darf jetzt bei solchen Rennen teilnehmen. Da dachte ich mir: ›O.K., das ist auch etwas Gutes für die Zukunft und eine Erfahrung für mich, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde.‹ Das war schon was ganz krasses, etwas komplett anderes als der alltägliche Rapfilm, das war eine komplett neue Welt und so schlecht ist das Ganze nicht mal gelaufen. Ich bin bei Regen gefahren und wir hatten ein Allradauto, bei dem wir kurz davor die Regenreifen draufgemacht hatten und daher hatten wir schon einen großen Vorteil. Ich konnte auch einige Leute auf der Piste überholen und habe keine Zeit vergeudet, aber auf jeden Fall auch eine korrekte Runde hingelegt.

Autos bedeuten dir ja einiges. Du erfüllst dir damit kleinere Träume. Was gibt es denn sonst noch für Träume im Leben eines Kool Savas?
Kool Savas: Ein Einfamilienhaus indem dann unter anderem meine Eltern auch drin leben können, welches am besten irgendwo abbezahlt in der Natur steht. Das wäre auf jeden Fall ein Traum. Aber sonst hoffe ich in erster Linie, dass ich gesund bleibe, dass ich mit den Menschen in meinem eigenen Umfeld auch musikalisch das verwirklichen kann, was ich mir vorstelle, dass ich weiterkomme und nie stagniere, das sind so für mich die wichtigsten Sachen.

Das Album »Tot oder lebendig« von Kool Savas findest du bei hhv.de: CD
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 04.07.2007
Kool Savas
Tot oder Lebedig
Freshe, neue Flows und verrückte Reimkonzepte sind die großen Stärken von Kool Savas – das stellt er auf »Tot oder lebendig« unter Beweis
Music Essay | verfasst 02.05.2016
Das Phänomen Taktloss
Der Undertaker des Deutschrap
Geliebt, gehasst, als lächerlich empfunden, zum Genie erklärt. An Taktloss scheiden sich die Geister. Bei seinem letzten Konzert wollen trotzdem alle dabei sein. Doch was ist es genau, das Taktloss so besonders macht?
Music Porträt | verfasst 28.09.2017
Savas & Sido
An die Spitze aus dem Royal Bunker
Im Royal Bunker, dem Freestyle-Treff und Rap-Trainingslager in einem Keller mitten in Berlin, liegt der Keim, der Deutschrap vor gut 20 Jahren verändern sollte. Zwei der Protagonisten dieser Veränderung sind Kool Savas und Sido.
Music Review | verfasst 13.12.2011
Kool Savas
Aura
Noch vor geraumer Zeit kündigte der König höchstpersönlich an, dass die SP1200 über Ebay schon ersteigert sei und er
Music Review | verfasst 06.06.2007
Warheit
Betonklassik
Lange musste man auf ein Album von Azads Crew Warheit warten, nun liegt es mit endlich vor.
Music Review | verfasst 30.12.2010
Tua & Vasee
Evigila
Tua & Vasee haben sich hingesetzt, ein Konzept erarbeitet und ein Album aufgenommen, dass den Namen »Kunstwerk« verdient.
Music Review | verfasst 01.03.2007
V.Mann & Morlockk Dilemma
Hang zur Dramatik
Ein Lichtblick in diesem mauen Deutschrapjahr: V.Mann und Morlockk Dilemma leben ihren Hang zur Dramatik aus. Da haben sich zwei gefunden.
Music Review | verfasst 30.01.2011
Forsch und Facette
Forsch und Facette
Die Kölner Sängerin Fleur Earth tut sich diesmal mit dem Produzenten Quo Vadis zusammen: Das passt!
Music Review | verfasst 04.03.2011
The Love Bülow
Menschen sind wie Lieder
The Love Bülow klingen auf ihrem Debüt wie eine Mischung aus Jan Delay, Fettes Brot und Clueso.
Music Review | verfasst 02.03.2011
Bo Flower
Flo Bauer
Bo Flower macht seit Jahren sein eigenes Ding und auch auf Flo Bauer verlässt er diesen Pfad nicht.
Music Review | verfasst 20.07.2007
Team Avantgarde
Absolut
Die Bereitschaft zum Reflektieren ist quasi Grundvoraussetzung auf Team Avantgarde’s Absolut .
Music Review | verfasst 18.06.2007
Seperate
Ein Guter Tag Zum Sterben
Ein guter Tag zum Sterben ist keine schlechte Platte, aber es fehlt an Überraschungsmomenten.
Music Review | verfasst 26.03.2011
Morlockk Dilemma
Circus Maximus
Morlockk Dilemmas festigt seinen Ruf als versierten Rapper, der eine göttliche Segnung in Sachen Kreativität erfahren hat.
Music Review | verfasst 07.08.2007
Die Firma
Goldene Zeiten
Mit dem fünften Album der Firma werden passenderweise Goldene Zeiten ausgerufen und sich teilweise an Die Eine 2005 erinnert.
Music Review | verfasst 03.06.2011
K.I.Z.
Urlaub fürs Gehirn
Nach zwei Jahren melden sich die vier Berliner gewohnt schlagfertig und mit ordentlich schwarzen Humor zurück.
Music Porträt
Time Capsule
Kosmisch versiegelt
Vom Sushi-Restaurant zum eigenen Label: Mit Time Capsule will Kay Suzuki die Hörerschaft erleuchten. Gut ausgesuchte und bestens aufbereitete Musik dient ihm dabei als Schlüssel.
Music Liste
Thalia Zedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Thalia Zedek ist eine Legende. Eine zu Unrecht vergessen Legende. Es ist Zeit sie wiederzuentdecken. Für uns hat sie 10 Schallplatten aus unserem Shop gewählt, für die sich ihrer Meinung nach derzeit das Kämpfen lohnt.
Music Kolumne
Records Revisited
Talk Talk – Spirit Of Eden (1988)
»Spirit of Eden« erzählt vom Erschöpfungszustand eines Jahrzehnts, von einer Schöpfungslust ohne revolutionäre Inhalte oder Genie dahinter. Vor 30 Jahren erschienen, gilt das Album als Meilenstein der Popmusik. Wieso eigentlich?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2018
Nebenkostennachzahlungen bei Eminem, Instagram-Tutorials von Travis Scott, Tapetenanalyse mit YG: mal wieder keine Ahnung was der Aigner hier macht, aber dank Djrum hört die Inventur dann doch irgendwann auf ihre niedrigen Instinkte.
Music Kolumne
Records Revisited
Why? – Alopecia (2008)
10 Jahre alt ist »Alopecia« dieses Jahr geworden. Sein Namen bezeichnet einen kreisrunden Haarausfall. Über ein Album, das über das Nebeneinander von Sentimentalität und Gleichgültigkeit den Zeitgeist einfing wie kein zweites.
Music Liste
Kutmah
Picks 10 latest Vinyl Records
Die Beatszene ist wohl kaum ohne die von Kutmah mit-initiierten Sketchbook Sessions denkbar. Teile daraus werden in Kürze als »Kutmah presents Sketchbook Radio Archives Vol.1« veröffentlicht. Diese Schallplatten gefallen ihm selbst gerade.
Music Liste
Matt Werth
Picks 10 latest Vinyl Records
Vor 15 Jahren hat Matt Werth das Label RVNG Intl gegründet. Es ist heute eines der taktgebenden Labels des Planeten. Wiederentdeckungen und Neuentdeckungen gehen hier Hand in Hand. Wie auch bei Matt Werths 10 Vinyl Picks.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Blood Orange – Negro Swan
Das neue Blood Orange-Album ist ne handvoll. Zwei unserer Kolumnisten sagen: too much. Der dritte sagt: Ja. Ja, es ist too much, aber genau das soll es auch sein: zu viel und nicht etwa gemaßregelt.
Music Liste
Dorian Concept
Picks 10 latest Vinyl Records
Dorian Concept gehört zu den spannendsten Musikern, die sich außerhalb jeglicher Genres bewegen, die eine eigene Idee bis zum Ende verfolgen. Sein neues Album »The Nature Of Imitation« wird in diesen Tagen bei Brainfeeder veröffentlicht.
Music Kolumne
Records Revisited
J Dilla – The Shining (2006)
»The Shining« war das erste posthum veröffentlichte Album von J Dilla. Man kriegt Soul, Funk, rohen Rap, auch das vertrackte Zeug. Kurz: Man bekommt die unendlichen Ausdrucksformen, die J Dilla beherrschte. Es ist ein wahrer Klassiker.
Music Liste
Roosevelt
Picks 10 latest Vinyl Records
Roosevelt könnte der internationale Popstar werden, den Deutschland nie hatte. Im September kommt jedenfalls sein neues Album »Young Romance«. Heuer hat sich der Kölner 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickz, die ihn derzeit gefallen.
Music Kolumne
Records Revisited
John Beltran – Ten Days Of Blue (1996)
Während andere seiner Generation das große Unbekannte und die Zukunft anvisierten, war Beltran müde. Und blieb, wo er war. Das mag reaktionär scheinen, und doch brachte es Neues hervor – eine Zukunft, ganz für sich alleine.
Music Liste
Steve Hauschildt
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Steve Hauschildt gebeten, durch unseren Webshop zu stöbern und sich 10 Schallplatten auszusuchen, die ihn derzeit am besten gefallen. Darunter heimliche Klassiker der elektronischen Musik und Highlights auch aus diesem Jahr.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2018
Als wäre der Sommer nicht schon heiß genug, kommt auch noch Aigners Inventur. Unser Kolumnist wird direkt aus dem Urlaub abgeholt und im Opiumzelt in Manila abgesetzt. Ihr lest hier, was er VOR dem Fieber schrieb: fast nur Empfehlungen!
Music Liste
Alexander Tucker
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Alexander Tucker gebeten durch unseren Webshop zu stöbern und uns 10 Schallplatten zu nennen, die ihn derzeit inspirieren. Darunter mit Grouper, Chris Carter oder Henry Flynt durchweg Musiker, die kompromisslos ihren Weg gehen.
Music Porträt
Malka Tuti
Wohzimmer-Platten mit strangen Namen
Wo auf Industrial eine hebräische Nummer folgen kann: das Label Malka Tuti hat sich etabliert. Hier finden Kenner Musik, die wierd genug ist für die Off Locations und gut genug fürs Wohnzimmer.
Music Interview
Helena Hauff
Bock auf Bunker
Ein Synthesizer und ein Drumcomputer, die Tage erscheint Helena Hauffs neues Album. Viel hat sich nicht geändert bei der Hamburgerin, nur auf dem Bankkonto sieht es endlich besser aus. Gesprächsstoff gab es (trotzdem) genug.
Music Interview
Lena Willikens
Amsterdam State of Mind
Die Auflegerei ist in den vergangenen Jahren intellektualisiert worden, der DJ wird als Kurator wahrgenommen. Lena Willikens gehört zu den Protagonistinnen dieser Entwicklung. Die ihr selbst nicht nur angenehm ist.
Music Liste
L'Orange of Marlowe
Picks 10 latest Vinyl Records
L’Orange hat zusammen mit Solemn Brigham ein neues Projekt. Es heißt Marlowe. Ihr gemeinsames Debüt ist bei Mello Music Group erschienen. Aus diesem Anlass hat er 10 Schallplatten, die ihn derzeit besonders fesseln, gepickt.
Music Liste
Nicola Cruz
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicola Cruz ist Franzose. Seine Eltern sind aus Ecuador. Seine Musik pendelt dazwischen und weit darüber hinaus. Seine Einflüsse kannst du ein Stück weit anhand seiner 10 Schallplatten nachvollziehen.
Music Interview
Deutsch Amerikanische Freundschaft
Eine Neutralität, die immer brennt
D.A.F waren revolutionär, weil sie eine Maxime hatten: nichts machen, was es schon mal gab. D.A.F sind immer noch aktuell, weil ihre Texte provozieren, ohne eine Meinung zu diktieren.
Music Liste
Ross From Friends
10 Favorites
Nenn es nicht einfach Lo Fi-House! Ross From Friends hat zwar auch einen dieser…Witz-Namen. Seine Musik ist allerdings kein Gimmick, nicht umsonst ist er auf FlyLos Brainfeeder gelandet! Der Mann hat Einflüsse von jenseits der 120 BpM.
Music Liste
X.Y.R.
Picks 10 latest Vinyl Records
Aufgewachsen in einer Provinzstadt im Nordwesten Russlands, atmet die Musik von X.Y.R. die russische Seele. Seine Auswahl an 10 Schallplatten zeigt hingegen, dass sein musikalischer Geschmack nicht an den Grenzen seiner Heimat Halt macht.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Debut (1993)
Björks »Debut« zog vor allem einen Schlussstrich. Dazu ist der Titel des Album eine dreiste Lüge. Eine größere Wahrheit hätte Björk damit allerdings ebensowenig aussprechen können.
Music Kolumne
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Liste
WEN
Picks 10 latest Vinyl Records
Soeben ist auf Big Dada »Ephem:era«, das zweite Album des als »Wunderkind des Post-Grime« hofierten Producers WEN erschienen. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begeistern.
Music Kolumne
Records Revisited
Dynamite Deluxe – Deluxe Soundsystem (2000)
Deutsch-Rap in seiner ersten Blüte, das Ende der Neunziger, der Anfang eines neuen Jahrtausends. Kein Album wurde mehr erwartet als das vorliegende. Und »Deluxe Soundsystem« schlug dann auch ein wie eine Bombe.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Kanye West – ye
Slavery was a choice, Make America Great Again, man kennt die Storys. »ye« einfach nur als Tonträger zu besprechen, ist unmöglich. Drei Wochen nach Release versuchen wir, den ganzen Wahnsinn irgendwie einzuordnen.
Music Porträt
Spasibo Records
From Russia With Funk
Eines Tages würden sie gerne mit Daptone und Jazzman in einem Atemzug genannt werden: Das St. Petersburger Label Spasibo verlegt die Grooves der Landsmänner neu. Tips dazu gab es auch von Jan Weissenfeldt.
Music Liste
Mo Kolours
Picks 10 latest Vinyl Records
»Inner Symbols« heißt das in diesen Tage erscheinende, dritte Album von Mo Kolours. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begleiten. Darunter Jazz, Hip-Hop, Freunde, Bekannte, Kollegen.
Music Porträt
Macadam Mambo
Lyon zurück auf der Karte
In den letzten Jahren sind Exotika-Labels aus dem Boden geschossen wie Gemüse in Urban Gardening-Flächen. Seit 2012 ist das Lyoner Label Macadam Mambo nicht nur eines der interessantesten unter allen, sondern auch eines der bestgemachten.
Music Liste
Guts
Picks 10 latest Vinyl Records
Guts ist eine Institution im französischen, ach, im europäischen Rap. Mindestens. Soeben wurde seine Platte »Paradise For All« wieder aufgelegt. Die Gelegenheit ihn darum zu bitten, 10 Schallplatten zu picken, die ihn aktuell mitreißen.
Music Liste
16 Records from Russia
Selected by Michail Stangl
FIFA WM startet in Russland, das Passwort für ВКонтакте vergessen: es wären beinahe triste Wochen geworden. Aber nur beinahe. Hilfe kommt aus dem Boiler Room. Und plötzlich hat alles doch noch einen Sinn.
Music Liste
Legowelt
12 Essentials
Danny Wolfers aka Legowelt zu begreifen – schier unmöglich. Eine Liste mit 12 seiner essentiellen Stücken zu erstellen – ebenfalls, unzählige Releases unter unzähligen Pseudonymen. Wir mussten es dennoch mal versuchen.
Music Liste
Martyn
Picks 10 latest Vinyl Records
Mit »Voids« präsentiert Martyn in diesen Tagen sein fünftes Album. Sein erstes für Ostgut Ton. Aus diesem Anlass ist er durch unseren Webshop gegangen und hat 10 Schallplatten ausgewählt, die ihn derzeit besonders beschäftigen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2018
New Kanye, new Pusha, new Rocky, Gzuz auch noch! Ziemliche Aufstellung das. Unser Kolumnist ballert trotzdem 51. Und da er den ganzen Spaß hier alleine macht, hat er den Spielstand stets im Kopf: hellwach, never stoned af, unser Aigner.
Music Interview
Leon Vynehall
Für Oma, Forever Ago
Leon Vynehall geht mit »Nothing Is Still« auf ganz persönliche Spurensuche in seiner Familiengeschichte. Auf dem Debütalbum für Ninja Tune erzählt er, wie seine Großeltern in den 60er-Jahren von Großbritannien nach New York einwanderten.
Music Liste
The Bug
Picks 10 latest Vinyl Records
Kevin Martin ist ein aufmerksamer Beobachter der aktuellen Strömungen. Seine Musik lebt von Details und stilistischer Aufgeschlossenheit. Nachzuverfolgen an seiner Auswahl von 10 aktuellen Lieblingsplatten.
Music Bericht
Schwesta Ewa
Vom Rotlicht ins Zwielicht
Die Realität hat Schwesta Ewas realness übertrumpft. Vorläufig verurteilt wegen Körperverletzung, Steuerhinterziehung und neuerdings auch wegen Verleumdung anklagt: Ihr Beef mit dem Gesetz nimmt kein Ende.
Music Kolumne
Boards Of Canada
Music Has the Right to Children, 1998
Nostalgie als Zukunft: Boards of Canada boten mit ihrem Debütalbum »Music Has the Right to Children« eine Blaupause für zahllose Downtempo-Künstler und bauten aus Vintage-Synthesizern einen melancholisch-irritierenden Klassiker.
Music Interview
Kamaal Williams
Zurück zum rawen Shit
Gemeinsam mit Yussef Dayes veröffentlichte er vergangenes Jahr mit »Black Focus« einen Fan-Liebling. Jetzt ist Henry Wu aka Kamaal Williams solo zurück. Seine Musik ist von vielen Stilen inspiriert. Von nichts mehr aber als vom Glauben.