Music Interview | verfasst 27.08.2012
Robot Koch
No real dubstep
John Peel beschreib seine Produktionen als »wundervolle und verrückte Pop-Musik aus der Zukunft«. Diese Woche erscheint nun mit »Cosmic Waves« eine neue EP des Wahl-Berliners Robot Koch. Wir nutzten das zu einem Gespräch.
Text Georg Rackow
Robotkochpmc_img_6489

Wenn man Robot Kochs Musik anfassen könnte, dann würde sie sich nach Metall anfühlen. Metall, über das jedoch etwas Organisches gewachsen ist, etwas wie Moos oder Holz. So beschreibt der Beatmaker aus Berlin selbst seinen Sound, mit dem er die ganze Welt bereist. Schon früh bescheinigte ihm Radiomoderator John Peel, der einst größte Musikkenner und -entdecker des Planeten, dass er »wundervolle und verrückte Pop-Musik aus der Zukunft« mache. Nach kommerziell erfolgreichen Hitproduktionen (Marterias »Verstrahlt«) sowie von Connaisseuren und Kritikern hochgelobten Solo-Veröffentlichungen auf Project: Mooncircle, soll 2013 sein Bandprojekt Robots Don‘t Sleep über Four Music erscheinen.

Amüsierst du dich, wenn Rezensenten sich mit gewagten X+Y+Z-Genre-Konstellationen bemühen, deine Musik zu beschreiben?
Robot Koch: Das sind teilweise gar nicht mal nur die Journalisten, die sich mit solchen Wortschlangen abmühen. Auch in den YouTube-Kommentaren zu »Death Star Droid« oder »Hard To Find« schlagen sich die Leute verbal die Köpfe ein. Da lese ich dann Begriffe, die ich selbst noch nie gehört habe. Oder wenn ein Skrillex-Fan schreibt: »That‘s no real Dubstep«, dann denke ich nur, schön, dass du das erkannt hast, nur schade, dass du denkst, es sollte so sein. (lacht) Eigentlich ist das total albern, dass die Leute sich um einen Namen für meine Musik streiten, denn ich persönlich bin überhaupt nicht der Typ für Kategorisierungen.

Gibt es Beschreibungen, die du besonders gut findest?
Robot Koch: Ja, es gibt auch richtig gute Beschreibungen meiner Musik wie »artifical intelligence discovering religion« von der BBC. Ein Cyborg, der etwas Spirituelles entdeckt, das ist einfach so geil treffend. Das ist ja genau das, was ich versuche zu machen, die Mischung aus musikalischen Traditionen, also handgemachter Musik, und aus futuristischem Denken, also einfach mal zwei Schritte weiter zu denken. Ich mag es, einen Synthie durch einen Gitarrenverstärker mit einem Raummikro aufzunehmen. Das ist nicht ganz so clean wie Plugin-Sounds. So wie bei Skrillex, immer mit maximaler Pressure? Von mir aus, aber das ist so aalglatt und so »Plastik«.

Du hast mal gesagt, dass intuitives Arbeiten für dich auch der Fehler bedarf. Was war der größte Fehler, der je zu einem guten Song wurde?
Robot Koch: Das war ein Song, der nie veröffentlicht wurde, der mich aber auf eine geile Idee gebracht. Und zwar hatte ich früher einen ganz alten Rechner, der beim Öffnen von zu viel Plugins mal ins Stottern kam. Ich habe diesen Computerabsturz über Line-Out auf einer rauschigen Kassette festgehalten und später das Ganze wieder gesampelt und die geilen Stellen rausgeschnitten. Das ist die Geburtsstunde einer Technik von mir geworden. Ich spiele noch heute eine halbe Stunde an einem Analog-Synthie rum, bis ich überhaupt nicht mehr weiß, was ich da gemacht habe. Das nehme ich auf und dann schneide ich mir die Momente raus, die ich gut fand und fange neu an, mit denen zu arbeiten. Zufall eigentlich.

Ist der Zufall so wichtig wie Fehler?
Robot Koch: Der Zufall oder das Schicksal oder das Glück – das ist für mich alles der gleiche Kosmos. Es ist eine große Macht und für jeden Künstler einfach unsagbar wichtig. Manche Leute klopfen sich selbst zu oft auf die Schulter, wenn sie erfolgreich sind. Talent und harte Arbeit sind sicherlich wichtig, aber wer Erfolg hatte, hatte immer auch Glück.

»Ich glaube an den Zufall, an das Glück, als unschätzbare Macht, aber mich darauf zu verlassen, wäre mir zu krass.« (Robot Koch) Twit One erzählte mir, dass für seine Musik der Zufall tatsächlich alles sei und er sich in seinem Arbeitsprozess mittlerweile sogar komplett darauf verlasse.
Robot Koch: Dass der Zufall alles ist, würde ich sofort unterschreiben. Aber sich darauf zu verlassen, setzt viel Geduld und Vertrauen voraus. Ich wünschte, ich hätte das. Ich glaube an den Zufall, an das Glück, als unschätzbare Macht, aber mich darauf zu verlassen, wäre mir zu krass. Dazu bin ich zu skeptisch. Ich weiß intuitiv schon, dass alles gut werden wird, aber ich mache mir manchmal zu viele Sorgen. Andererseits, würde ich mich auf den Zufall verlassen können, würde das auch eine Entspanntheit in mein Arbeiten bringen, die mir gar nicht gut tun würde.

Du beschreibst dich selbst als Soundsammler, hast du immer was zum Aufnehmen dabei?
Robot Koch: Prinzipiell schon.

Hast du heute schon was aufgenommen? Ist dir ein cooler Sound über den Weg gelaufen?
Robot Koch: Ich habe tatsächlich heute was aufgenommen. Aber im Studio, mit Plastikflaschen. Damit kannst du echt geile Bassdrums machen. Stopp mich, wenn ich zu Tech-Talk-mäßig werde. Aber wenn du ein wenig Wasser in der Flasche lässt und mit einer anderen Flasche vor dem Mikro dagegen schlägst, dann machen die Wellen darin einen Sound. Das Signal ist dann erst einmal nicht besonders intensiv, aber wenn du es extrem komprimierst und runterpitchtst, dann hast du so einen extrem tiefen Schluck Wasser mit einer fetten Druckwelle.

Welche Rolle spielt der »Hard To Find«-Beat in deiner Karriere?
Robot Koch: Das ist tatsächlich eines der am wenigsten erwarteten und überraschendsten Stücke überhaupt für mich. Das ist an nur einem Nachmittag entstanden Es ist unglaublich populär und hat mehr Plays als alle meine anderen. Er hat irgendeine Magie an sich, sodass Leute aus völlig fremden Genres auf mich aufmerksam werden und Remixe anfragen. Ich kann es aber nicht entschlüsseln, was dieser Beat hat. Aber ich finde es auch geil, dass ich das nicht kann. Ich nehme es einfach so an wie es ist. Anfangs wollte ich ihn gar nicht benutzen, weil er irgendwie nicht so richtig reingepasst hat, er war nicht progressiv, nicht edgy, nicht was-weiß-ich genug. Aber dann habe ich ihn mit aufs Album genommen und er ging sofort los.

Wo stündest du als Musiker ohne das Internet und Social Media?
Robot Koch: Oh, gute Frage, wahrscheinlich längst nicht da, wo ich heute stehe. Ich wäre wahrscheinlich nur Hobby-Musiker. Aber ich würde deshalb nicht gleich aufhören, Musik zu machen. Das Internet ist sehr demokratisch und ermöglicht jedem bekannt zu werden, aber ich weiß nicht, ob das für junge Künstler immer cool ist, ständigen Zugriff auf den gesamten Backkatalog der Musikhistorie zu haben.

Wie würde deine Musik denn klingen ohne das Internet?
Robot Koch: Also auch ohne das ich andere Musik checken könnte? Ich würde vermutlich die Plattenläden abklappern und nach Inspirationen suchen. Den Gatekeeper Plattenladenbesitzer gibt es ja heute nicht mehr, der dir dann bestimmte Sachen empfiehlt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass dieser Übereinfluss von Infos mich sogar lähmt. Also jetzt wirklich ganz hypothetisch gesagt, vielleicht klänge meine Musik ohne das Internet sogar besser. Die besten Ideen kommen aus mir raus, wenn ich mal an einem Wochenende meine Mutter besuche, die in der Nähe eines Waldes wohnt. Wenn ich dann spazieren gehe, lösen sich total viele Ideen. Und wenn ich dann zurück bin, setze ich mich an meinen Rechner und haue ein Ding nach dem anderen raus.

Aber man kann sich dem Internet und der Musikhistorie heutzutage kaum noch entziehen. Dazu passt deine eigene Beschreibung der heutigen Musik aus einem anderen Interview: »Recombination is the key«.
Robot Koch: Ja, ich glaube, dass du heutzutage nichts mehr neu erfinden kannst, weil alles schon gemacht wurde. Das, was noch innovativ sein kann, ist die Neukombination der vorhandenen Puzzle-Teile. Das sind die Momente, die dann als clever oder fresh empfunden werden.

Wenn es dir schon versagt bleiben wird, ein neues Genre zu erfinden, welches hättest du denn gerne erfunden?
Robot Koch: (überlegt) Ich glaube den Blues. (lacht)

Die EP »Cosmic Waves« von Robot Koch findest du bei hhv.de als 2×10inch. Das »Listen to Them Fade«-T-Shirt das Robot Koch auf dem Foto trägt, findest du auch bei hhv.de.
Dein Kommentar
2 Kommentare
06.09.2012 10:47
peterpanik:
Danke für das Interview. Sympathischer Roboter und ne richtig gute EP.
(Cosmic Waves ist aber als 2x10" erschienen, nicht wie oben steht als 12er :-) )
― antworten
06.09.2012 14:07
Sebastian Hinz:
da hast du natürlich Recht: wir haben das gleich mal geändert.
― antworten
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 05.10.2011
Robot Koch
The Other Side
Ruhiger, vielleicht nachdenklicher präsentiert sich The Other Side des Produzenten Robot Koch.
Music Review | verfasst 24.08.2012
Robot Koch
Cosmic Waves EP
Die Schublade »instrumentaler Hip-Hop, der ins elektronische kippt« ist ihm längst zu eng geworden.
Music Review | verfasst 31.01.2013
Various Artists
10 yrs hhv.de 7" Series Vol.10
Die die Reihe »10 YRS hhv.de 45 Series« abschließende 7“ »Vol. 10« widmet sich dem hauseigenen Label Project: Mooncircle.
Music Liste | verfasst 14.03.2011
Robot Koch
DJ Charts
Nächsten Monat kommt die Kollaboration zwischen Robot Koch und John Robinson in die Läden. Wir haben den Berliner Beatproduzenten schon heute gefragt, was derzeit so auf seinen Plattentellern landet.
Music Review | verfasst 04.02.2014
Robot Koch
Unpaved EP
Der Sound von Robot Koch bietet sich für Filme an – jetzt gibt es mit der »Unpaved EP« ein gemeinsames Projekt mit Lukas Feigelfeld.
Music Porträt | verfasst 20.01.2010
Robot Koch
Robot doesn't sleep
Seit 10 Jahren geistert Robot Koch als Produzent, Musiker von Jahcoozi, DJ durch die Berliner Ausgehwelt. Stets wurde sein Talent hofiert und gefeiert. Und auch »Death Star Droid« braucht sich nicht vor der Konkurrenz zu verstecken.
Music Review | verfasst 30.08.2013
Robots Don't Sleep
Mirror
Robot Koch hat die manchmal verstörenden Elemente seiner Soloproduktionen gegen melodiöses Songwriting eingetauscht.
Music Review | verfasst 03.09.2011
DZA
Supershark EP
DZA zeigt sich auf seiner Supershark EP mit ausufernden Beatspielereien, großflächigen Synthieklängen und jeder Menge Energie.
Music Review | verfasst 10.11.2010
Various Artists
The Moon Comes Closer
Jinna Morocha hatte den Wunsch zum Mond zu reisen und fand in Project: Mooncircle den geeigneten Partner.
Music Review | verfasst 21.10.2010
Pavel Dovgal
Cassiopeia EP
Der russische Beatmaker Pavel Dovgal nähert sich HipHop von Seiten der elektronischen Musik.
Music Review | verfasst 15.12.2010
fLako
Mini Tollbooth EP
Viele reden vom »next level« – fLako ist dort längst angekommen.
Music Kolumne | verfasst 27.08.2012
10 YRS of hhv.de in the Mix
Gordon of Project: Mooncircle
Im Rahmen unseres Jubiläums möchten wir eine DJ Mix-Reihe etablieren, in der wir die Zeit seit der Gründung von hhv.de, im Jahre 2002 bis heute, musikalisch Revue passieren lassen wollen. Dies Mal mixte Gordon von Project: Mooncircle.
Music Review | verfasst 14.02.2011
Long Arm
The Branches
Der russische Beatmaker Long Arm schafft mit seinem Debüt eine Homogenität, die ihresgleichen sucht.
Music Liste | verfasst 28.04.2011
Demokracy
DJ Charts
Beim russischen Producerduo von Demokracy liegt die Betonung ganz klar auf der hinteren Silbe. Man kann sich nie sicher sein, was man kriegt. Das mussten auch wir lernen und ernteten die Früchte eines sibirischen Liederabends.
Music Review | verfasst 24.02.2011
Various Artists
Finest Ego: New Zealand / Australian Beatmaker Compilation
Die Compilation beweißt, dass da unten im Süd Pazifik durchaus auch sein Teil zur Wonky Hip Hop/Electro Bewegung beitragen wird.
Music Interview | verfasst 14.11.2011
fLako
»Mir gefiel die Idee der Reinkarnation«
Spätestens mit seinem letzten Album, The Mesektet, wird deutlich, dass fLako nicht künstlerisch stehen bleibt. Stattdessen erfindet er sich immer wieder neu. Seine neueste EP Carving Away The Clay ist ein weiteres Zeugnis des Werdens.
Music Bericht | verfasst 17.10.2011
Long Arm
Live am 14.10. in der Panke in Berlin
Bei der Präsentation seines neuen Albums Organic in der Panke in Berlin hat der junge russische Beatbastler Long Arm die Grenzen zwischen elektronischer Musik und instrumenteller Live-Musik eindrucksvoll verschwimmen lassen.
Music Porträt | verfasst 15.12.2010
fLako
Einfach machen
fLako ist ein musikalisches Phänomen und er lässt sich nur schwer in bestimmte Genre-Schubladen stecken.
Music Review | verfasst 05.06.2011
fLako
The Mesektet
Diese Sound genießt man am besten im Dunkel, da macht es auch nichts, dass fLako’s neues Werk keine Erleuchtung ist.
Music Interview | verfasst 16.05.2013
Sweatson Klank
The Crucial Question
Mit »You, Me, Temporary« hat Thomas Wilson soeben sein Opus Magnum veröffentlicht. In Sachen Beats in Los Angeles ist er dabei kein Mitläufer, sondern ein Vorreiter. Zu diesem Fakt stellten wir ihm nur eine Frage, kein Schnickschnack.
Music Review | verfasst 06.09.2011
Ta-Ku / Pavel Dovgal
Finest Ego: Faces Vol.1
Die erste Ausgabe der neuen Veröffentlichungsreihe »Faces« von Project: Mooncircle stellt die beiden Producer Ta-Ku und Pavel Dovgal vor.
Music Review | verfasst 05.08.2015
Fat Jon
Hundred Eight Stars
Mit »Hundred Eight Stars« hat Fat Jon Musik für die Morgenstunden des Sommers komponiert.
Music Review | verfasst 26.05.2015
Submerse
Stay Home
Aus seinen neuen EP »Stay Home« klingt Submerse reifer als je zuvor. Mit großer Versiertheit krempelt er seinen Sound vorsichtig um.
Music Review | verfasst 08.11.2011
Sina.
From Love To Dust EP
Der Nordire Sina. legt eine EP für Project: Mooncircle vor, die aufhorchen lässt. Sowohl die Originale als auch die Remixe sind hörenswert.
Music Porträt
Remi
Raus aus dem Schwarz-Weiß-Denken
In Down Under wurde Remi quasi über Nacht zum Shooting Star. Radiorotation, Award als bester Newcomer und Gigs auf dem ganzen Kontinent. Da lag die Überlegung nicht fern auch gleich in der alten Welt nach dem Honigtopf zu greifen.
Music Kolumne
Entweder Oder
Entscheider: Nugat
»Beats x Beer x Green«: Nachwuchs-Producer Nugat besinnt sich mit seiner Debüt-EP auf die Essenzen seines Schaffens. Doch so leicht lassen wir den 17-jährigen Wunderknaben nicht entkommen. Zeit für ein paar Entscheidungen.
Music Liste
Fred P
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent und DJ Fred P der Aufgabe an.
Music Porträt
Audiolith Records
Bitte ziehen Sie durch!
Seit beinahe zwölf Jahren geht das Hamburger Plattenlabel Audiolith seinen ganz eigenen Weg. Wir sprachen mit Lars Lewerenz und Artur Schock darüber, wie es ist, konsequent sein Ding zu machen.
Music Bericht
Mikael Seifu
Im Clinch mit der Tradition
Seine Musik klingt als würde der Geist Burials von äthiopischen Folk-Klängen über den Sand getrieben werden. Seifu vereint in seiner Musik Tradition und Moderne – in seinem Alltag kämpft er zwischen diesen Polen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Future, Seven Davis Jr., Four Tet und Tame Impala.
Music Interview
Chefket
Warum ist Chefket noch kein Star?
Chefket flext und singt und sorgt live regelmäßig für Begeisterung. Trotzdem ist er eher ein Underground-Phänomen geblieben. Das soll sich mit seinem neuen Album ändern. Oder soll es das überhaupt?
Music Liste
The Black Madonna
10 Classic Midwest Rave Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich die Produzentin und DJ The Black Madonna der Aufgabe an.
Music Interview
Adrian Younge
Fehlt nur noch Tarantino
Seite an Seite mit Ghostface Kilah hat Adrian Younge gerade die Fortsetzung seines Audio-Epos »Twelve Reasons To Die« herausgebracht. Wir sprachen mit dem Musiker über das transmediale Projekt.
Music Interview
Motrip
Kein Hypebeast
Langsam aber stetig schiebt sich Motrip auf den Deutschrap-Olymp. Sein neueste Werk »Mama« zeigt, er ist dort völlig zu recht. Ein Interview über Hypes, Bescheidenheit, Möglichkeiten der Selbsttherapie und auch über traumatische Erlebnisse.
Music Porträt
Evvol
Ein Neuanfang für die Ewigkeit
Vor einigen Jahren spielten sie zusammen in der Band Kool Thing. Dann folgte eine längere Trennung. Die beiden Mitglieder von Evvol haben sich mit uns zusammengesetzt, um über die Möglichkeiten ihres gemeinsamen Neubeginns zu berichten.
Music Bericht
Omar Souleyman
Das Leiden eines Hochzeitssängers
Er war Maurer, er war Hochzeitssänger – heute ist Omar Souleyman in unseren Kulturkreisen vielleicht der bekannteste Syrische Musiker. Wir stellen euch den international erfolgreichsten Hochzeitssänger aller Zeiten vor.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2015
12 Platten gegen die Gesamtscheiße
Ein weiteres halbes Jahr liegt hinter uns, Zeit für einen Rückblick der besonderen Art: Wir haben zwölf Platten ausgewählt, die sich mit den Umständen nicht zufrieden geben. Die einen sprechen das laut und deutlich, die anderen subtil aus.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Vince Staples' »Summertime '06«
Wir begrüßen einen Gastdozenten zur Vinyl-Sprechstunde: Julian Brimmers. Er soll zwischen Aigner und Kunze vermitteln, die sich angesichts der Komplexität von »Summertime ’06« dieses Mal nicht einig sind.
Music Interview
Neben der Spur mit...
Hunee
Wir begeben uns mit Künstlern neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommen sie von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit ihrem eigenen Schaffen zu tun hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Vince Staples, Motrip, Nils Frahm und Hudson Mohawke.
Music Bericht
Grime Revisited (Teil 2)
Auf Raves wiedergeboren
In Teil 1 unseres Features haben wir zurück geblickt: Wo kommt Grime her, was ist Grime, wo war Grime zwischenzeitlich? Im zweiten Teil stellen wir fest, dass Grime wieder da ist. Und wie. Aber was macht diesen neuen Grime aus?
Music Bericht
K.I.Z
Hoffen auf den großen Knall
K.I.Z feiern in diesem Jahr Jubiläum. Und den Weltuntergang. Zehn Jahre ist es her seit 2005 »Das RapDeutschlandKettensägenMassaker«, das erste Album der Band, bei Royal Bunker erschien. Die Tage erscheint ihr neustes.
Music Interview
Under The Plates
with Ibeyi
Wir haben ein neues Format! In »Under The Plates with…« vermitteln wir euch einen umfassenden Eindruck von Künstlern, die wir interessant finden: Mit Bild, Ton und Text. Für die erste Folge haben sich Ibeyi unter ein paar Teller gesetzt.
Music Interview
Knxwledge
Das Gefühl konservieren
Kendrick Lamar will sie, Action Bronson will sie, Roc Marciano will sie auch: Knxwledge’ Beats sind gefragt. Knxwledge selbst scheint sich indes zu fragen, warum das überhaupt so ist. Wir haben mit dem bescheidenen Produzenten gesprochen.
Music Bericht
Grime Revisited (Teil 1)
Hoodies, Hats & Council Estates
Grime ist wieder da. Aber wo war er zwischenzeitlich? Und wo kommt er her? In Teil 1 unsreres Grime-Specials begeben wir uns auf Spurensuche: der Weg führt von Piratenradiostationen über den Typ in der Ecke direkt in die Charts.
Music Porträt
Editions Mego
Warum machen, wenn es nicht seltsam ist?
Das ist keine Musik, zu der man den Abwasch erledigt. Es ist mal schwierige, mal akademische, mal einfach seltsame Musik. Es ist die Musik, die bei Editions Mego erscheint. Wir haben mit dem Peter Rehberg, dem Gründer des Labels gesprochen.
Music Interview
Sylabil Spill & Ghanaian Stallion
»Rap ist immer Ventil«
Alles ist ein Duell. Sylabil Spill fechtet sie im 1vs1 mit Whack-MCs und auf einer Metaebene mit der Gesellschaft aus. Jetzt hat er gleich zwei neue EPs veröffentlicht. Eine davon mit Ghanaian Stallion. Wir trafen das Duo zum Gespräch.
Music Porträt
Ben Zimmerman
Musik aus dem Discounter
Es gibt in der Musik nichts Neues mehr? Man muss bloß ein bisschen suchen. Dann findet man so jemanden wie Ben Zimmerman. Der hat zehn Jahre lang Klänge erzeugt – auf einem schlichten Rechner der Elektromarkt-Kette RadioShack.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Jamie XX, Shamir und Jenny Hval.
Music Liste
Stephan Bodzin
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Stephan Bodzin der Aufgabe an.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
A$AP Rockys »At.Long.Last.A$AP«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Heute nähern sich unsere Kolumnisten über Pflegeprodukte, Zungenküsse und schwule Kleinkinder A$AP Rockys neuem Album an.
Music Porträt
Gold Roger
Boy Meets World
Ein turbulentes Jahr liegt hinter Gold Roger. Aus dem Nichts rappt er sich zum MOT-Gewinner, bekommt einen splash!-Auftritt und einen Deal bei Melting Pot Music. Mit »Räuberleiter« zählt er zu den spannendesten Deutschrap-Newcomern 2015.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde Spezial
Zugezogen Maskulin über Xatars »Baba Aller Babas«
Zugezogen Maskulin haben für uns gechattet. Frisch von ihrer Tour zurückgekommen haben sich Grim 104 und Testo der Musik eines anderen Rappers gewidmet: Xatars nämlich. Eine Spezial-Ausgabe der Vinyl-Sprechstunde.
Music Interview
Matthew Herbert
Auf der Suche nach dem Schock
Fast ein Jahrzehnt ist seit dem letzten Herbert-Album vergangen. Zwischenzeitlich politisierte sich der britische Produzent. Im Interview erklärt er, wie sich die Regierung stürzen lassen würde und welche Rolle Musik dabei spielen könnte.
Music Liste
Palms Trax
10 »Cooking With...« Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Palms Trax der Aufgabe an.
Music Interview
Oddisee
»Ich mache genau meine Musik«
Oddisee hat in den letzten zehn Jahren an 20 Releases mitgewirkt. Soeben ist sein Album »The Good Fight« erschienen. Im Interview erfahren wir aber auch, wieso gerade die »normalen« Dinge sein Steckenpferd sind.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Lance Butters' »BLAOW«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Heute »BLAOW« und die Frage, wie nahe dieses Album an’s Croissant kommt. Oder: Warum das eigentlich ein depressives Album ist.
Music Porträt
Dial Records
Dinge ändern sich, Dial bleibt
Keine Haltung ist auch eine, und das erst recht. Seit nunmehr 15 Jahren steht das in Hamburg gegründete Label Dial für musikalische Offenheit. Mitgründer Lawrence erzählt uns, wie das alles gekommen ist: irgendwie halt nämlich.
Music Kolumne
Records Revisited
Run-DMC - Run-DMC, 1984
Es gibt wenige Alben, die echte Game Changer gewesen sind. Run-DMCs selbstbetiteltes Debütalbum aus dem Jahre 1984 war so eines. Es brach mit Traditionen und brachte Rap zurück zu sich selbst.
Music Porträt
Ah! Kosmos
Zwischen Körpern und Planeten
Zwei Jahre nach ihrer EP »Flesh« veröffentlicht Başak Günak als Ah! Kosmos ihr selbstproduziertes Debüt »Bastards«. Die 27-Jährige lotet darin die Hörbarkeit des Nichts aus. Ein beängstigendes, ein wunderschönes, ein großes Album.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Raekwon, James Pants, Twit One und Shlohmo.
Music Porträt
Sóley
Vom düsteren Kram
Zwischen Sóley und ihrer Musik gibt es einen Kontrast. Auf »Ask The Deep« singt sie über düstere Themen, ihre Tochter bekommt aber fröhliche Lieder zu hören. Die Gründe: Experimentierfreude, sprachliche Grenzen und ihre Lebensphilosophie.
Music Interview
Schaufel und Spaten
My Latest Epiphany
Schaufel und Spaten freuen sich auf den Anfang Mai erscheinenden neuesten Streich, »Unterm Untergrund 3 7/8». Wir sprachen bereits Ende letzten Jahres mit Björn Eric Schaufel aka Doz9 über einen seiner Höhepunkte von 2014.
Music Kolumne
Records Revisited
Sigur Rós' »Agaetis Byrjun«
Sigur Rós versprachen mit ihrem zweiten Studioalbum »Ágætis Byrjun« »einen guten Anfang«. Daraus wurde ein klares Highlight in der Diskografie einer Band, die Ehrfurcht vor der Schönheit des Fremden weckt.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
März 2015
Willkommen im April . Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat März musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.