Music Interview | verfasst 27.08.2012
Robot Koch
No real dubstep
John Peel beschreib seine Produktionen als »wundervolle und verrückte Pop-Musik aus der Zukunft«. Diese Woche erscheint nun mit »Cosmic Waves« eine neue EP des Wahl-Berliners Robot Koch. Wir nutzten das zu einem Gespräch.
Text Georg Rackow
Robotkochpmc_img_6489

Wenn man Robot Kochs Musik anfassen könnte, dann würde sie sich nach Metall anfühlen. Metall, über das jedoch etwas Organisches gewachsen ist, etwas wie Moos oder Holz. So beschreibt der Beatmaker aus Berlin selbst seinen Sound, mit dem er die ganze Welt bereist. Schon früh bescheinigte ihm Radiomoderator John Peel, der einst größte Musikkenner und -entdecker des Planeten, dass er »wundervolle und verrückte Pop-Musik aus der Zukunft« mache. Nach kommerziell erfolgreichen Hitproduktionen (Marterias »Verstrahlt«) sowie von Connaisseuren und Kritikern hochgelobten Solo-Veröffentlichungen auf Project: Mooncircle, soll 2013 sein Bandprojekt Robots Don‘t Sleep über Four Music erscheinen.

Amüsierst du dich, wenn Rezensenten sich mit gewagten X+Y+Z-Genre-Konstellationen bemühen, deine Musik zu beschreiben?
Robot Koch: Das sind teilweise gar nicht mal nur die Journalisten, die sich mit solchen Wortschlangen abmühen. Auch in den YouTube-Kommentaren zu »Death Star Droid« oder »Hard To Find« schlagen sich die Leute verbal die Köpfe ein. Da lese ich dann Begriffe, die ich selbst noch nie gehört habe. Oder wenn ein Skrillex-Fan schreibt: »That‘s no real Dubstep«, dann denke ich nur, schön, dass du das erkannt hast, nur schade, dass du denkst, es sollte so sein. (lacht) Eigentlich ist das total albern, dass die Leute sich um einen Namen für meine Musik streiten, denn ich persönlich bin überhaupt nicht der Typ für Kategorisierungen.

Gibt es Beschreibungen, die du besonders gut findest?
Robot Koch: Ja, es gibt auch richtig gute Beschreibungen meiner Musik wie »artifical intelligence discovering religion« von der BBC. Ein Cyborg, der etwas Spirituelles entdeckt, das ist einfach so geil treffend. Das ist ja genau das, was ich versuche zu machen, die Mischung aus musikalischen Traditionen, also handgemachter Musik, und aus futuristischem Denken, also einfach mal zwei Schritte weiter zu denken. Ich mag es, einen Synthie durch einen Gitarrenverstärker mit einem Raummikro aufzunehmen. Das ist nicht ganz so clean wie Plugin-Sounds. So wie bei Skrillex, immer mit maximaler Pressure? Von mir aus, aber das ist so aalglatt und so »Plastik«.

Du hast mal gesagt, dass intuitives Arbeiten für dich auch der Fehler bedarf. Was war der größte Fehler, der je zu einem guten Song wurde?
Robot Koch: Das war ein Song, der nie veröffentlicht wurde, der mich aber auf eine geile Idee gebracht. Und zwar hatte ich früher einen ganz alten Rechner, der beim Öffnen von zu viel Plugins mal ins Stottern kam. Ich habe diesen Computerabsturz über Line-Out auf einer rauschigen Kassette festgehalten und später das Ganze wieder gesampelt und die geilen Stellen rausgeschnitten. Das ist die Geburtsstunde einer Technik von mir geworden. Ich spiele noch heute eine halbe Stunde an einem Analog-Synthie rum, bis ich überhaupt nicht mehr weiß, was ich da gemacht habe. Das nehme ich auf und dann schneide ich mir die Momente raus, die ich gut fand und fange neu an, mit denen zu arbeiten. Zufall eigentlich.

Ist der Zufall so wichtig wie Fehler?
Robot Koch: Der Zufall oder das Schicksal oder das Glück – das ist für mich alles der gleiche Kosmos. Es ist eine große Macht und für jeden Künstler einfach unsagbar wichtig. Manche Leute klopfen sich selbst zu oft auf die Schulter, wenn sie erfolgreich sind. Talent und harte Arbeit sind sicherlich wichtig, aber wer Erfolg hatte, hatte immer auch Glück.

»Ich glaube an den Zufall, an das Glück, als unschätzbare Macht, aber mich darauf zu verlassen, wäre mir zu krass.« (Robot Koch) Twit One erzählte mir, dass für seine Musik der Zufall tatsächlich alles sei und er sich in seinem Arbeitsprozess mittlerweile sogar komplett darauf verlasse.
Robot Koch: Dass der Zufall alles ist, würde ich sofort unterschreiben. Aber sich darauf zu verlassen, setzt viel Geduld und Vertrauen voraus. Ich wünschte, ich hätte das. Ich glaube an den Zufall, an das Glück, als unschätzbare Macht, aber mich darauf zu verlassen, wäre mir zu krass. Dazu bin ich zu skeptisch. Ich weiß intuitiv schon, dass alles gut werden wird, aber ich mache mir manchmal zu viele Sorgen. Andererseits, würde ich mich auf den Zufall verlassen können, würde das auch eine Entspanntheit in mein Arbeiten bringen, die mir gar nicht gut tun würde.

Du beschreibst dich selbst als Soundsammler, hast du immer was zum Aufnehmen dabei?
Robot Koch: Prinzipiell schon.

Hast du heute schon was aufgenommen? Ist dir ein cooler Sound über den Weg gelaufen?
Robot Koch: Ich habe tatsächlich heute was aufgenommen. Aber im Studio, mit Plastikflaschen. Damit kannst du echt geile Bassdrums machen. Stopp mich, wenn ich zu Tech-Talk-mäßig werde. Aber wenn du ein wenig Wasser in der Flasche lässt und mit einer anderen Flasche vor dem Mikro dagegen schlägst, dann machen die Wellen darin einen Sound. Das Signal ist dann erst einmal nicht besonders intensiv, aber wenn du es extrem komprimierst und runterpitchtst, dann hast du so einen extrem tiefen Schluck Wasser mit einer fetten Druckwelle.

Welche Rolle spielt der »Hard To Find«-Beat in deiner Karriere?
Robot Koch: Das ist tatsächlich eines der am wenigsten erwarteten und überraschendsten Stücke überhaupt für mich. Das ist an nur einem Nachmittag entstanden Es ist unglaublich populär und hat mehr Plays als alle meine anderen. Er hat irgendeine Magie an sich, sodass Leute aus völlig fremden Genres auf mich aufmerksam werden und Remixe anfragen. Ich kann es aber nicht entschlüsseln, was dieser Beat hat. Aber ich finde es auch geil, dass ich das nicht kann. Ich nehme es einfach so an wie es ist. Anfangs wollte ich ihn gar nicht benutzen, weil er irgendwie nicht so richtig reingepasst hat, er war nicht progressiv, nicht edgy, nicht was-weiß-ich genug. Aber dann habe ich ihn mit aufs Album genommen und er ging sofort los.

Wo stündest du als Musiker ohne das Internet und Social Media?
Robot Koch: Oh, gute Frage, wahrscheinlich längst nicht da, wo ich heute stehe. Ich wäre wahrscheinlich nur Hobby-Musiker. Aber ich würde deshalb nicht gleich aufhören, Musik zu machen. Das Internet ist sehr demokratisch und ermöglicht jedem bekannt zu werden, aber ich weiß nicht, ob das für junge Künstler immer cool ist, ständigen Zugriff auf den gesamten Backkatalog der Musikhistorie zu haben.

Wie würde deine Musik denn klingen ohne das Internet?
Robot Koch: Also auch ohne das ich andere Musik checken könnte? Ich würde vermutlich die Plattenläden abklappern und nach Inspirationen suchen. Den Gatekeeper Plattenladenbesitzer gibt es ja heute nicht mehr, der dir dann bestimmte Sachen empfiehlt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass dieser Übereinfluss von Infos mich sogar lähmt. Also jetzt wirklich ganz hypothetisch gesagt, vielleicht klänge meine Musik ohne das Internet sogar besser. Die besten Ideen kommen aus mir raus, wenn ich mal an einem Wochenende meine Mutter besuche, die in der Nähe eines Waldes wohnt. Wenn ich dann spazieren gehe, lösen sich total viele Ideen. Und wenn ich dann zurück bin, setze ich mich an meinen Rechner und haue ein Ding nach dem anderen raus.

Aber man kann sich dem Internet und der Musikhistorie heutzutage kaum noch entziehen. Dazu passt deine eigene Beschreibung der heutigen Musik aus einem anderen Interview: »Recombination is the key«.
Robot Koch: Ja, ich glaube, dass du heutzutage nichts mehr neu erfinden kannst, weil alles schon gemacht wurde. Das, was noch innovativ sein kann, ist die Neukombination der vorhandenen Puzzle-Teile. Das sind die Momente, die dann als clever oder fresh empfunden werden.

Wenn es dir schon versagt bleiben wird, ein neues Genre zu erfinden, welches hättest du denn gerne erfunden?
Robot Koch: (überlegt) Ich glaube den Blues. (lacht)

Die EP »Cosmic Waves« von Robot Koch findest du bei hhv.de als 2×10inch. Das »Listen to Them Fade«-T-Shirt das Robot Koch auf dem Foto trägt, findest du auch bei hhv.de.
Dein Kommentar
2 Kommentare
06.09.2012 10:47
peterpanik:
Danke für das Interview. Sympathischer Roboter und ne richtig gute EP.
(Cosmic Waves ist aber als 2x10" erschienen, nicht wie oben steht als 12er :-) )
― antworten
06.09.2012 14:07
Sebastian Hinz:
da hast du natürlich Recht: wir haben das gleich mal geändert.
― antworten
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 05.10.2011
Robot Koch
The Other Side
Ruhiger, vielleicht nachdenklicher präsentiert sich The Other Side des Produzenten Robot Koch.
Music Review | verfasst 24.08.2012
Robot Koch
Cosmic Waves EP
Die Schublade »instrumentaler Hip-Hop, der ins elektronische kippt« ist ihm längst zu eng geworden.
Music Review | verfasst 31.01.2013
Various Artists
10 yrs hhv.de 7" Series Vol.10
Die die Reihe »10 YRS hhv.de 45 Series« abschließende 7“ »Vol. 10« widmet sich dem hauseigenen Label Project: Mooncircle.
Music Liste | verfasst 14.03.2011
Robot Koch
DJ Charts
Nächsten Monat kommt die Kollaboration zwischen Robot Koch und John Robinson in die Läden. Wir haben den Berliner Beatproduzenten schon heute gefragt, was derzeit so auf seinen Plattentellern landet.
Music Review | verfasst 04.02.2014
Robot Koch
Unpaved EP
Der Sound von Robot Koch bietet sich für Filme an – jetzt gibt es mit der »Unpaved EP« ein gemeinsames Projekt mit Lukas Feigelfeld.
Music Porträt | verfasst 20.01.2010
Robot Koch
Robot doesn't sleep
Seit 10 Jahren geistert Robot Koch als Produzent, Musiker von Jahcoozi, DJ durch die Berliner Ausgehwelt. Stets wurde sein Talent hofiert und gefeiert. Und auch »Death Star Droid« braucht sich nicht vor der Konkurrenz zu verstecken.
Music Review | verfasst 30.08.2013
Robots Don't Sleep
Mirror
Robot Koch hat die manchmal verstörenden Elemente seiner Soloproduktionen gegen melodiöses Songwriting eingetauscht.
Music Review | verfasst 03.09.2011
DZA
Supershark EP
DZA zeigt sich auf seiner Supershark EP mit ausufernden Beatspielereien, großflächigen Synthieklängen und jeder Menge Energie.
Music Review | verfasst 10.11.2010
Various Artists
The Moon Comes Closer
Jinna Morocha hatte den Wunsch zum Mond zu reisen und fand in Project: Mooncircle den geeigneten Partner.
Music Review | verfasst 21.10.2010
Pavel Dovgal
Cassiopeia EP
Der russische Beatmaker Pavel Dovgal nähert sich HipHop von Seiten der elektronischen Musik.
Music Review | verfasst 15.12.2010
fLako
Mini Tollbooth EP
Viele reden vom »next level« – fLako ist dort längst angekommen.
Music Kolumne | verfasst 27.08.2012
10 YRS of hhv.de in the Mix
Gordon of Project: Mooncircle
Im Rahmen unseres Jubiläums möchten wir eine DJ Mix-Reihe etablieren, in der wir die Zeit seit der Gründung von hhv.de, im Jahre 2002 bis heute, musikalisch Revue passieren lassen wollen. Dies Mal mixte Gordon von Project: Mooncircle.
Music Review | verfasst 14.02.2011
Long Arm
The Branches
Der russische Beatmaker Long Arm schafft mit seinem Debüt eine Homogenität, die ihresgleichen sucht.
Music Liste | verfasst 28.04.2011
Demokracy
DJ Charts
Beim russischen Producerduo von Demokracy liegt die Betonung ganz klar auf der hinteren Silbe. Man kann sich nie sicher sein, was man kriegt. Das mussten auch wir lernen und ernteten die Früchte eines sibirischen Liederabends.
Music Review | verfasst 24.02.2011
Various Artists
Finest Ego: New Zealand / Australian Beatmaker Compilation
Die Compilation beweißt, dass da unten im Süd Pazifik durchaus auch sein Teil zur Wonky Hip Hop/Electro Bewegung beitragen wird.
Music Interview | verfasst 14.11.2011
fLako
»Mir gefiel die Idee der Reinkarnation«
Spätestens mit seinem letzten Album, The Mesektet, wird deutlich, dass fLako nicht künstlerisch stehen bleibt. Stattdessen erfindet er sich immer wieder neu. Seine neueste EP Carving Away The Clay ist ein weiteres Zeugnis des Werdens.
Music Bericht | verfasst 17.10.2011
Long Arm
Live am 14.10. in der Panke in Berlin
Bei der Präsentation seines neuen Albums Organic in der Panke in Berlin hat der junge russische Beatbastler Long Arm die Grenzen zwischen elektronischer Musik und instrumenteller Live-Musik eindrucksvoll verschwimmen lassen.
Music Porträt | verfasst 15.12.2010
fLako
Einfach machen
fLako ist ein musikalisches Phänomen und er lässt sich nur schwer in bestimmte Genre-Schubladen stecken.
Music Review | verfasst 05.06.2011
fLako
The Mesektet
Diese Sound genießt man am besten im Dunkel, da macht es auch nichts, dass fLako’s neues Werk keine Erleuchtung ist.
Music Interview | verfasst 16.05.2013
Sweatson Klank
The Crucial Question
Mit »You, Me, Temporary« hat Thomas Wilson soeben sein Opus Magnum veröffentlicht. In Sachen Beats in Los Angeles ist er dabei kein Mitläufer, sondern ein Vorreiter. Zu diesem Fakt stellten wir ihm nur eine Frage, kein Schnickschnack.
Music Review | verfasst 06.09.2011
Ta-Ku / Pavel Dovgal
Finest Ego: Faces Vol.1
Die erste Ausgabe der neuen Veröffentlichungsreihe »Faces« von Project: Mooncircle stellt die beiden Producer Ta-Ku und Pavel Dovgal vor.
Music Review | verfasst 26.05.2015
Submerse
Stay Home
Aus seinen neuen EP »Stay Home« klingt Submerse reifer als je zuvor. Mit großer Versiertheit krempelt er seinen Sound vorsichtig um.
Music Review | verfasst 03.12.2013
Submerse
Melonkoly EP
Submerse kommt über die Atmosphäre – der Producer aus Tokio verleiht damit seiner »Melonkoly EP« einen tollen Sound.
Music Review | verfasst 08.11.2011
Sina.
From Love To Dust EP
Der Nordire Sina. legt eine EP für Project: Mooncircle vor, die aufhorchen lässt. Sowohl die Originale als auch die Remixe sind hörenswert.
Music Interview
Matthew Herbert
Auf der Suche nach dem Schock
Fast ein Jahrzehnt ist seit dem letzten Herbert-Album vergangen. Zwischenzeitlich politisierte sich der britische Produzent. Im Interview erklärt er, wie sich die Regierung stürzen lassen würde und welche Rolle Musik dabei spielen könnte.
Music Liste
Palms Trax
10 »Cooking With...« Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Palms Trax der Aufgabe an.
Music Interview
Oddisee
»Ich mache genau meine Musik«
Oddisee hat in den letzten zehn Jahren an 20 Releases mitgewirkt. Soeben ist sein Album »The Good Fight« erschienen. Im Interview erfahren wir aber auch, wieso gerade die »normalen« Dinge sein Steckenpferd sind.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Lance Butters' »BLAOW«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Heute »BLAOW« und die Frage, wie nahe dieses Album an’s Croissant kommt. Oder: Warum das eigentlich ein depressives Album ist.
Music Porträt
Dial Records
Dinge ändern sich, Dial bleibt
Keine Haltung ist auch eine, und das erst recht. Seit nunmehr 15 Jahren steht das in Hamburg gegründete Label Dial für musikalische Offenheit. Mitgründer Lawrence erzählt uns, wie das alles gekommen ist: irgendwie halt nämlich.
Music Kolumne
Records Revisited
Run-DMC - Run-DMC, 1984
Es gibt wenige Alben, die echte Game Changer gewesen sind. Run-DMCs selbstbetiteltes Debütalbum aus dem Jahre 1984 war so eines. Es brach mit Traditionen und brachte Rap zurück zu sich selbst.
Music Porträt
Ah! Kosmos
Zwischen Körpern und Planeten
Zwei Jahre nach ihrer EP »Flesh« veröffentlicht Başak Günak als Ah! Kosmos ihr selbstproduziertes Debüt »Bastards«. Die 27-Jährige lotet darin die Hörbarkeit des Nichts aus. Ein beängstigendes, ein wunderschönes, ein großes Album.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Raekwon, James Pants, Twit One und Shlohmo.
Music Porträt
Sóley
Vom düsteren Kram
Zwischen Sóley und ihrer Musik gibt es einen Kontrast. Auf »Ask The Deep« singt sie über düstere Themen, ihre Tochter bekommt aber fröhliche Lieder zu hören. Die Gründe: Experimentierfreude, sprachliche Grenzen und ihre Lebensphilosophie.
Music Interview
Schaufel und Spaten
My Latest Epiphany
Schaufel und Spaten freuen sich auf den Anfang Mai erscheinenden neuesten Streich, »Unterm Untergrund 3 7/8». Wir sprachen bereits Ende letzten Jahres mit Björn Eric Schaufel aka Doz9 über einen seiner Höhepunkte von 2014.
Music Kolumne
Records Revisited
Sigur Rós' »Agaetis Byrjun«
Sigur Rós versprachen mit ihrem zweiten Studioalbum »Ágætis Byrjun« »einen guten Anfang«. Daraus wurde ein klares Highlight in der Diskografie einer Band, die Ehrfurcht vor der Schönheit des Fremden weckt.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
März 2015
Willkommen im April . Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat März musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Porträt
Twit One
67 'Til Infinity
Twit One gehört seit Jahren zu den wichtigsten Produzenten instrumentaler Musik aus Köln. Wir haben ihn zwischen seinen Platten, Räucherstäbchen und Selbstgedrehten besucht. Ein Porträt.
Music Liste
Eskmo
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Eskmo der Aufgabe an.
Music Interview
David Borden
»Meine Art zu hören, ist anders«
Der Komponist David Borden, Gründer des ersten reinen Synthesizer-Ensembles der Welt, war bisher nur Spezialisten bekannt. Seit er von jüngeren Bewunderern wie Daniel Lopatin wiederentdeckt wurde, hat sich das geändert: Ein Interview.
Music Interview
DJ Khalab
Das Afrika der Zukunft existiert
DJ Khalabs Debüt-EP ist ein psychedelischer Trip, der sich ein Afrika der Zukunft ausmalt. Das allerdings existiere bereits seit hunderten Jahren, behauptet der italienische Produzent im Interview.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Kendrick Lamar, Earl, Action Bronson und Björk.
Art Bericht
Jamel Shabazz
Ausstellung in der Hardhitta Gallery in Köln
Jamel Shabazz zeigt in mit seinen Fotografien das New York der 1980er Jahre: Die Outfits, die Besonderheiten der Kultur, die unverwechselbare Architektur im Hintergrund. Doch etwas anderes macht seine Fotografien so beeindruckend.
Music Interview
Roísín Murphy
The Crucial Question
Unsere Gretchenfrage ist vielleicht nicht so absolut wie die in Goethes »Faust«, aber sie enthüllt einen bestimmten Aspekt mit nur einer Frage. Ohne Schnickschnack. Diesmal geht sie raus an Róisín Murphy.
Music Interview
Von Spar
Neben der Spur mit...
Wir begeben uns mit Künstlern neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommen sie von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit ihrem eigenen Schaffen zu tun hat.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Kendrick Lamars »To Pimp A Butterfly«
To stream a masterpiece: in einer Sondereil-Edition der Vinyl-Sprechstunde nehmen sich unsere Kolumnisten Kendrick Lamars neuem Album an. Es gibt Vorbehalte, am Ende aber auch eine gemeinsame, eindeutige Meinung.
Music Porträt
Solpara
Direkt aus der Waschküche
Es brauchte eine Menge von College-Absagen, bevor die Karriere von Paul Sara begann. Partys in Waschküchen, ein internationales Musikerkollektiv und eine überzeugende Debüt EP sind erst der Anfang von Solpara.
Music Essay
The Moving Still
Kelelas »A Message«
Kelela ist mit das Interessanteste, was R&B derzeit zu bieten hat. Mit »A Message« ist es der Sängerin aus L.A. gelungen, den bildlichen Ausdruck für das zu finden, was ihre Musik so faszinierend macht.
Music Interview
Audio88 & Yassin
Die »normale« Gang
Audio88 & Yassin haben ihr erstes gemeinsames Album seit 2011 vor allem: verschoben, verschoben und verschoben. Doch am Ende fühlt sich das Erscheinen von »Normaler Samt« einfach vollkommen »normal« an. Ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
Moondog's Moondog, 1969
Moondog ist nicht nur einer der wichtigsten und zugleich unbekanntesten Begründer der Minimal Music. Er zeigte auch, dass Avantgarde von der Straße kommt und nicht von der Universität.
Music Interview
Jlin
The Crucial Question
Unsere Gretchenfrage ist vielleicht nicht so absolut wie die in Goethes »Faust«, aber sie enthüllt einen bestimmten Aspekt mit nur einer Frage. Ohne Schnickschnack. Diesmal geht sie raus an Jlin.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Februar 2015
Willkommen im März. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Interview
Tuxedo
...und der beste Pitbull-Song aller Zeiten
Erst wollte Stones Throw-Labelboss Peanut Butter Wolf sich das gemeinsame Album von Mayer Hawthorne und Jake One gar nicht anhören. Zum Glück hat er es doch getan. Wir haben nachgefragt: wie kam es überhaupt zu dieser Platte?
Music Liste
Lena Willikens
10 All Time Favs + 6 more
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich die Produzentin, DJ und Radiomoderatorin Lena Willikens dieser Aufgabe an.
Music Porträt
Planet µ (Planet Mu)
Planet der Mu-siker
Eigentlich wollte Mike Paradinas nur einen guten Freund veröffentlichen. Daraus wurde in den Nullerjahren die Heimat für Grime, Dubstep, Breakcore, Acid, glitchy Shoegaze und Footwork. Dieses Jahr wird Planet Mu 20 Jahre.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Drake, Zugezogen Maskulin, Levon Vincent und Romare.
Music Porträt
Mr. Mitch
Gefühlsausbrüche auf Eisschollen
Emo-Grime? Jedenfalls ist Mr. Mitch’ Version des Genres eine eigene. Vor allem deshalb, weil sie etwas zusammenbringt, das erstmal nicht zusammen gehört. Wie Mr. Mitch über eine Müslipackung und ein Sportgeschäft seinen Weg gefunden hat.
Music Liste
I.A. Bericochea
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent I.A Bericochea dieser Aufgabe an.
Music Interview
Romare
Samples wie Fußnoten
Aus dem Stand heraus könnte Romare mit seinem Debüt »Projections« einen Klassiker landen. Einfach, in dem er dem bewährten Konzept des Sampling einen neuen Dreh verpasst. Wir sprachen mit Romare darüber im Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
Beastie Boys‘ Paul’s Boutique, 1989
Das zweite Album der Beastie Boys gilt als eines der innovativsten Hip Hop-Alben und ist doch vor allem ein Produkt des Chaos’. Zugleich ist es der unschlagbare Beweis dafür, dass die Musikindustrie niemals Recht hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar 2015
Auch im neuen Jahr setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Joey Bada$$, Nicki Minaj, D’Angelo und Theo Parrish.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Januar 2015
Willkommen im Februar. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Januar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
D'Angelo's »Black Messiah«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Heute ziehen unsere Kolumnisten vor D’Angelos erstem Album seit 15 Jahren den Hut – und zucken mit den Schultern.
Music Interview
TCF
The Crucial Question
Unsere Gretchenfrage ist vielleicht nicht so absolut wie die in Goethes »Faust«, aber sie enthüllt einen bestimmten Aspekt mit nur einer Frage. Ohne Schnickschnack. Diesmal geht sie raus an den Norweger TCF.
Music Liste
Butch
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent und DJ Butch der Aufgabe an.
Music Porträt
Lord RAJA
Die Motte auf dem Bildschirm
Lord RAJA macht auf den ersten Blick avancierten Hip Hop in der Nachfolge von Flying Lotus. Genrezugehörigkeit spielt für den 22-jährigen New Yorker jedoch keine große Rolle. Auf »A Constant Moth« spielt er mit Stilen und zerlegt Klänge.