Music Interview | verfasst 27.08.2012
Robot Koch
No real dubstep
John Peel beschreib seine Produktionen als »wundervolle und verrückte Pop-Musik aus der Zukunft«. Diese Woche erscheint nun mit »Cosmic Waves« eine neue EP des Wahl-Berliners Robot Koch. Wir nutzten das zu einem Gespräch.
Text Georg Rackow
Robotkochpmc_img_6489

Wenn man Robot Kochs Musik anfassen könnte, dann würde sie sich nach Metall anfühlen. Metall, über das jedoch etwas Organisches gewachsen ist, etwas wie Moos oder Holz. So beschreibt der Beatmaker aus Berlin selbst seinen Sound, mit dem er die ganze Welt bereist. Schon früh bescheinigte ihm Radiomoderator John Peel, der einst größte Musikkenner und -entdecker des Planeten, dass er »wundervolle und verrückte Pop-Musik aus der Zukunft« mache. Nach kommerziell erfolgreichen Hitproduktionen (Marterias »Verstrahlt«) sowie von Connaisseuren und Kritikern hochgelobten Solo-Veröffentlichungen auf Project: Mooncircle, soll 2013 sein Bandprojekt Robots Don‘t Sleep über Four Music erscheinen.

Amüsierst du dich, wenn Rezensenten sich mit gewagten X+Y+Z-Genre-Konstellationen bemühen, deine Musik zu beschreiben?
Robot Koch: Das sind teilweise gar nicht mal nur die Journalisten, die sich mit solchen Wortschlangen abmühen. Auch in den YouTube-Kommentaren zu »Death Star Droid« oder »Hard To Find« schlagen sich die Leute verbal die Köpfe ein. Da lese ich dann Begriffe, die ich selbst noch nie gehört habe. Oder wenn ein Skrillex-Fan schreibt: »That‘s no real Dubstep«, dann denke ich nur, schön, dass du das erkannt hast, nur schade, dass du denkst, es sollte so sein. (lacht) Eigentlich ist das total albern, dass die Leute sich um einen Namen für meine Musik streiten, denn ich persönlich bin überhaupt nicht der Typ für Kategorisierungen.

Gibt es Beschreibungen, die du besonders gut findest?
Robot Koch: Ja, es gibt auch richtig gute Beschreibungen meiner Musik wie »artifical intelligence discovering religion« von der BBC. Ein Cyborg, der etwas Spirituelles entdeckt, das ist einfach so geil treffend. Das ist ja genau das, was ich versuche zu machen, die Mischung aus musikalischen Traditionen, also handgemachter Musik, und aus futuristischem Denken, also einfach mal zwei Schritte weiter zu denken. Ich mag es, einen Synthie durch einen Gitarrenverstärker mit einem Raummikro aufzunehmen. Das ist nicht ganz so clean wie Plugin-Sounds. So wie bei Skrillex, immer mit maximaler Pressure? Von mir aus, aber das ist so aalglatt und so »Plastik«.

Du hast mal gesagt, dass intuitives Arbeiten für dich auch der Fehler bedarf. Was war der größte Fehler, der je zu einem guten Song wurde?
Robot Koch: Das war ein Song, der nie veröffentlicht wurde, der mich aber auf eine geile Idee gebracht. Und zwar hatte ich früher einen ganz alten Rechner, der beim Öffnen von zu viel Plugins mal ins Stottern kam. Ich habe diesen Computerabsturz über Line-Out auf einer rauschigen Kassette festgehalten und später das Ganze wieder gesampelt und die geilen Stellen rausgeschnitten. Das ist die Geburtsstunde einer Technik von mir geworden. Ich spiele noch heute eine halbe Stunde an einem Analog-Synthie rum, bis ich überhaupt nicht mehr weiß, was ich da gemacht habe. Das nehme ich auf und dann schneide ich mir die Momente raus, die ich gut fand und fange neu an, mit denen zu arbeiten. Zufall eigentlich.

Ist der Zufall so wichtig wie Fehler?
Robot Koch: Der Zufall oder das Schicksal oder das Glück – das ist für mich alles der gleiche Kosmos. Es ist eine große Macht und für jeden Künstler einfach unsagbar wichtig. Manche Leute klopfen sich selbst zu oft auf die Schulter, wenn sie erfolgreich sind. Talent und harte Arbeit sind sicherlich wichtig, aber wer Erfolg hatte, hatte immer auch Glück.

»Ich glaube an den Zufall, an das Glück, als unschätzbare Macht, aber mich darauf zu verlassen, wäre mir zu krass.« (Robot Koch) Twit One erzählte mir, dass für seine Musik der Zufall tatsächlich alles sei und er sich in seinem Arbeitsprozess mittlerweile sogar komplett darauf verlasse.
Robot Koch: Dass der Zufall alles ist, würde ich sofort unterschreiben. Aber sich darauf zu verlassen, setzt viel Geduld und Vertrauen voraus. Ich wünschte, ich hätte das. Ich glaube an den Zufall, an das Glück, als unschätzbare Macht, aber mich darauf zu verlassen, wäre mir zu krass. Dazu bin ich zu skeptisch. Ich weiß intuitiv schon, dass alles gut werden wird, aber ich mache mir manchmal zu viele Sorgen. Andererseits, würde ich mich auf den Zufall verlassen können, würde das auch eine Entspanntheit in mein Arbeiten bringen, die mir gar nicht gut tun würde.

Du beschreibst dich selbst als Soundsammler, hast du immer was zum Aufnehmen dabei?
Robot Koch: Prinzipiell schon.

Hast du heute schon was aufgenommen? Ist dir ein cooler Sound über den Weg gelaufen?
Robot Koch: Ich habe tatsächlich heute was aufgenommen. Aber im Studio, mit Plastikflaschen. Damit kannst du echt geile Bassdrums machen. Stopp mich, wenn ich zu Tech-Talk-mäßig werde. Aber wenn du ein wenig Wasser in der Flasche lässt und mit einer anderen Flasche vor dem Mikro dagegen schlägst, dann machen die Wellen darin einen Sound. Das Signal ist dann erst einmal nicht besonders intensiv, aber wenn du es extrem komprimierst und runterpitchtst, dann hast du so einen extrem tiefen Schluck Wasser mit einer fetten Druckwelle.

Welche Rolle spielt der »Hard To Find«-Beat in deiner Karriere?
Robot Koch: Das ist tatsächlich eines der am wenigsten erwarteten und überraschendsten Stücke überhaupt für mich. Das ist an nur einem Nachmittag entstanden Es ist unglaublich populär und hat mehr Plays als alle meine anderen. Er hat irgendeine Magie an sich, sodass Leute aus völlig fremden Genres auf mich aufmerksam werden und Remixe anfragen. Ich kann es aber nicht entschlüsseln, was dieser Beat hat. Aber ich finde es auch geil, dass ich das nicht kann. Ich nehme es einfach so an wie es ist. Anfangs wollte ich ihn gar nicht benutzen, weil er irgendwie nicht so richtig reingepasst hat, er war nicht progressiv, nicht edgy, nicht was-weiß-ich genug. Aber dann habe ich ihn mit aufs Album genommen und er ging sofort los.

Wo stündest du als Musiker ohne das Internet und Social Media?
Robot Koch: Oh, gute Frage, wahrscheinlich längst nicht da, wo ich heute stehe. Ich wäre wahrscheinlich nur Hobby-Musiker. Aber ich würde deshalb nicht gleich aufhören, Musik zu machen. Das Internet ist sehr demokratisch und ermöglicht jedem bekannt zu werden, aber ich weiß nicht, ob das für junge Künstler immer cool ist, ständigen Zugriff auf den gesamten Backkatalog der Musikhistorie zu haben.

Wie würde deine Musik denn klingen ohne das Internet?
Robot Koch: Also auch ohne das ich andere Musik checken könnte? Ich würde vermutlich die Plattenläden abklappern und nach Inspirationen suchen. Den Gatekeeper Plattenladenbesitzer gibt es ja heute nicht mehr, der dir dann bestimmte Sachen empfiehlt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass dieser Übereinfluss von Infos mich sogar lähmt. Also jetzt wirklich ganz hypothetisch gesagt, vielleicht klänge meine Musik ohne das Internet sogar besser. Die besten Ideen kommen aus mir raus, wenn ich mal an einem Wochenende meine Mutter besuche, die in der Nähe eines Waldes wohnt. Wenn ich dann spazieren gehe, lösen sich total viele Ideen. Und wenn ich dann zurück bin, setze ich mich an meinen Rechner und haue ein Ding nach dem anderen raus.

Aber man kann sich dem Internet und der Musikhistorie heutzutage kaum noch entziehen. Dazu passt deine eigene Beschreibung der heutigen Musik aus einem anderen Interview: »Recombination is the key«.
Robot Koch: Ja, ich glaube, dass du heutzutage nichts mehr neu erfinden kannst, weil alles schon gemacht wurde. Das, was noch innovativ sein kann, ist die Neukombination der vorhandenen Puzzle-Teile. Das sind die Momente, die dann als clever oder fresh empfunden werden.

Wenn es dir schon versagt bleiben wird, ein neues Genre zu erfinden, welches hättest du denn gerne erfunden?
Robot Koch: (überlegt) Ich glaube den Blues. (lacht)

Die EP »Cosmic Waves« von Robot Koch findest du bei hhv.de als 2×10inch. Das »Listen to Them Fade«-T-Shirt das Robot Koch auf dem Foto trägt, findest du auch bei hhv.de.
Dein Kommentar
2 Kommentare
06.09.2012 12:47
peterpanik:
Danke für das Interview. Sympathischer Roboter und ne richtig gute EP.
(Cosmic Waves ist aber als 2x10" erschienen, nicht wie oben steht als 12er :-) )
― antworten
06.09.2012 16:07
Sebastian Hinz:
da hast du natürlich Recht: wir haben das gleich mal geändert.
― antworten
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 05.10.2011
Robot Koch
The Other Side
Ruhiger, vielleicht nachdenklicher präsentiert sich The Other Side des Produzenten Robot Koch.
Music Review | verfasst 24.08.2012
Robot Koch
Cosmic Waves EP
Die Schublade »instrumentaler Hip-Hop, der ins elektronische kippt« ist ihm längst zu eng geworden.
Music Porträt | verfasst 20.01.2010
Robot Koch
Robot doesn't sleep
Seit 10 Jahren geistert Robot Koch als Produzent, Musiker von Jahcoozi, DJ durch die Berliner Ausgehwelt. Stets wurde sein Talent hofiert und gefeiert. Und auch »Death Star Droid« braucht sich nicht vor der Konkurrenz zu verstecken.
Music Review | verfasst 31.01.2013
Various Artists
10 yrs hhv.de 7" Series Vol.10
Die die Reihe »10 YRS hhv.de 45 Series« abschließende 7“ »Vol. 10« widmet sich dem hauseigenen Label Project: Mooncircle.
Music Liste | verfasst 14.03.2011
Robot Koch
DJ Charts
Nächsten Monat kommt die Kollaboration zwischen Robot Koch und John Robinson in die Läden. Wir haben den Berliner Beatproduzenten schon heute gefragt, was derzeit so auf seinen Plattentellern landet.
Music Interview | verfasst 14.11.2011
fLako
»Mir gefiel die Idee der Reinkarnation«
Spätestens mit seinem letzten Album, The Mesektet, wird deutlich, dass fLako nicht künstlerisch stehen bleibt. Stattdessen erfindet er sich immer wieder neu. Seine neueste EP Carving Away The Clay ist ein weiteres Zeugnis des Werdens.
Music Review | verfasst 10.11.2010
Various Artists
The Moon Comes Closer
Jinna Morocha hatte den Wunsch zum Mond zu reisen und fand in Project: Mooncircle den geeigneten Partner.
Music Review | verfasst 21.10.2010
Pavel Dovgal
Cassiopeia EP
Der russische Beatmaker Pavel Dovgal nähert sich HipHop von Seiten der elektronischen Musik.
Music Review | verfasst 15.12.2010
fLako
Mini Tollbooth EP
Viele reden vom »next level« – fLako ist dort längst angekommen.
Music Kolumne | verfasst 27.08.2012
10 YRS of hhv.de in the Mix
Gordon of Project: Mooncircle
Im Rahmen unseres Jubiläums möchten wir eine DJ Mix-Reihe etablieren, in der wir die Zeit seit der Gründung von hhv.de, im Jahre 2002 bis heute, musikalisch Revue passieren lassen wollen. Dies Mal mixte Gordon von Project: Mooncircle.
Music Review | verfasst 14.02.2011
Long Arm
The Branches
Der russische Beatmaker Long Arm schafft mit seinem Debüt eine Homogenität, die ihresgleichen sucht.
Music Liste | verfasst 28.04.2011
Demokracy
DJ Charts
Beim russischen Producerduo von Demokracy liegt die Betonung ganz klar auf der hinteren Silbe. Man kann sich nie sicher sein, was man kriegt. Das mussten auch wir lernen und ernteten die Früchte eines sibirischen Liederabends.
Music Review | verfasst 24.02.2011
Various Artists
Finest Ego: New Zealand / Australian Beatmaker Compilation
Die Compilation beweißt, dass da unten im Süd Pazifik durchaus auch sein Teil zur Wonky Hip Hop/Electro Bewegung beitragen wird.
Music Interview | verfasst 16.05.2013
Sweatson Klank
The Crucial Question
Mit »You, Me, Temporary« hat Thomas Wilson soeben sein Opus Magnum veröffentlicht. In Sachen Beats in Los Angeles ist er dabei kein Mitläufer, sondern ein Vorreiter. Zu diesem Fakt stellten wir ihm nur eine Frage, kein Schnickschnack.
Music Bericht | verfasst 17.10.2011
Long Arm
Live am 14.10. in der Panke in Berlin
Bei der Präsentation seines neuen Albums Organic in der Panke in Berlin hat der junge russische Beatbastler Long Arm die Grenzen zwischen elektronischer Musik und instrumenteller Live-Musik eindrucksvoll verschwimmen lassen.
Music Porträt | verfasst 15.12.2010
fLako
Einfach machen
fLako ist ein musikalisches Phänomen und er lässt sich nur schwer in bestimmte Genre-Schubladen stecken.
Music Review | verfasst 05.06.2011
fLako
The Mesektet
Diese Sound genießt man am besten im Dunkel, da macht es auch nichts, dass fLako’s neues Werk keine Erleuchtung ist.
Music Review | verfasst 03.09.2011
DZA
Supershark EP
DZA zeigt sich auf seiner Supershark EP mit ausufernden Beatspielereien, großflächigen Synthieklängen und jeder Menge Energie.
Music Review | verfasst 06.09.2011
Ta-Ku / Pavel Dovgal
Finest Ego: Faces Vol.1
Die erste Ausgabe der neuen Veröffentlichungsreihe »Faces« von Project: Mooncircle stellt die beiden Producer Ta-Ku und Pavel Dovgal vor.
Music Review | verfasst 05.06.2013
fLako
The Mesektet Extnd
Das Project: Mooncircle-Debüt von fLako wird neuaufgelegt, zehn exklusive Tracks inklusive. So richtig rund will das die Sache nicht machen.
Music Review | verfasst 24.04.2013
Sweatson Klank
You, Me, Temporary
Ficken und Schläge gehen immer. Das weiß auch Sweatson Klank. Allerdings hat »You, Me, Temporary« daneben noch mehr zu bieten.
Music Review | verfasst 27.11.2012
Kidkanevil & Daisuke Tanabe
Kidsuke
Auf dem gemeinsamen Album von Kidkanevil und Daisuke Tanabe passieren phantastische Dinge, die nur einen Traum entfernt von uns liegen.
Music Review | verfasst 30.11.2011
fLako
Carving Away The Clay EP
Die Entwicklung von fLako vom Produzenten-Entlein hin zum Popstar-Schwan ist auf dieser 10inch gut nachzuvollziehen.
Music Review | verfasst 15.06.2012
Sweatson Klank
Elevate Me EP
Auf der »Elevate Me EP« kann sich Sweatson Klank nicht zwischen britischem Clubsound und amerikanischer Beatkunst entscheiden.
Fashion Essay
The Unraveled Thread
All-Over Prints
Mit jedem Stück Stoff, das man trägt, trägt man auch ein Stück Geschichte am Körper. Kleidungsstücke offenbaren vieles und The Unraveled Thread wird immer jeweils ein Modeelement auseinander nehmen um das damals und heute aufzudecken.
Art Interview
Eliot Lee Hazel
Der Fremde
Eliot Lee Hazels Fotografien von Musikern und Bands sind meistens körnig, rau und reich an Filmsprache und amerikanischen Symbolen. Der Brite hat mit nur 21 Jahren bereits Yeasayer, Thom Yorke, Ariel Pink und Cat Power vor der Linse gehabt.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Mai 2013
Willkommen im Juni. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Mai musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Mount Kimbie, Daft Punk, The-Dream und Vampire Weekend.
Music Interview
Talib Kweli
Ein neues Kapitel
An keinem Album hat Talib Kweli bisher solange gearbeitet wie an »Prisoner of Conscious«. Sein Anspruch war es, etwas zu schaffen, das auch außerhalb des Hip Hop-Kosmos funktioniert. Wir baten ihn zum Gespräch.
Music Essay
10 Favourites
Tape Labels You Better Should Know
Hurra! Die Tonbandkassete wird 50 und obwohl das wirklich alt ist, oder jedenfalls ziemlich alt, ist das Tape quicklebendig. Wir stellen euch 10 Labels vor, die einem nur vermeintlich veralteten Format die Treue halten.
Music Interview
The Collector's Guild
Mitch Alive
Sammeln ist der diametrale Gegensatz zum Nutzen. Was man sammelt und warum hängt in eklatanter Weise mit der Person zusammen, die all die Gegenstände zusammenrafft. Wer sind also die Sammler und was treibt sie an? Wir machen Stippvisiten…
Music Porträt
Dexter
Im Dienst des Samples
In unserer Reihe »Word On The Beat« besuchen wir Producer und Musiker in ihren heiligsten Räumen. Denn wo sonst als im Studio kann man hinter die Tracks und ihre Macher blicken. Den Anfang macht Dexter, das Wunderkind aus Heilbronn.
Music Kolumne
High 5
Substantial's Lieblingslieder von Jill Scott
Vor zwei Jahren fasste Substantial den Entschluss einem seiner größten Einflüsse mit einem Album zu Ehren der Soul-Sängerin Jill Scott zu huldigen. Wir fragten bei Substantial an, was seine fünf liebsten Songs der Dame so besonders macht.
Music Bericht
Mykki Blanco
Live am 21.5. im K4 in Nürnberg
Egal, was wer jemals über Mykki Blanco geschrieben hat, es wird nichtig bei einer seiner Live Perfomances. All die Feuilletons und Seiten von Musikmagazinen, der intellektuelle Überbau – »Welcome to hell, bitches, this is Mykki Blanco!«
Music Porträt
Minimal Wave Records
Die verlorenen Tapes
Veronica Vasicka hat mit Minimal Wave Records nicht nur ein Label gegründet, sondern gleich ein ganzes Genre gefunden, geordnet und wieder zugänglich gemacht. Ein Blick auf ein außergewöhnliches Label und seine Geschichte.
Music Bericht
xxyyxx
Live am 15.5. im Festsaal Kreuzberg in Berlin
Der 17-jährige xxyyxx war der Headliner eines mit »entschleunigtes Bassgewitter« angekündigten Abends am vergangenen Mittwoch im Festsaal Kreuzberg. Kleine Hipster-Mädchen und andere Interessierte folgten ihm. Und wir natürlich auch.
Art Kolumne
Yaneqdoten
Mützen, Dreads, Scheitel und Glatzen
Yaneq erzählt von schrägen Frisuren, die einst seine Kopfhaut bedeckten, davon wie er sich von seinen lange Zeit geliebten Dreadlocks lossagte und wieso er jetzt eine »Nazifrisur« trägt.
Fashion Essay
The Unraveled Thread
The Baseball Cap
Mit jedem Stück Stoff, das man trägt, trägt man auch ein Stück Geschichte am Körper. Kleidungsstücke offenbaren vieles und The Unraveled Thread wird immer jeweils ein Modeelement auseinander nehmen um das damals und heute aufzudecken.
Art Bericht
Dan Witz
Ausstellung im Gestalten Space, Berlin
Dan Witz zeigt in seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland im »Gestalten Space« in Berlin Design-Objekte im Modus der Poesie und am Ende beschleicht einen das wohlige Gefühl, dass man mit diesen Gegenständen leben will.
Music Interview
Sweatson Klank
The Crucial Question
Mit »You, Me, Temporary« hat Thomas Wilson soeben sein Opus Magnum veröffentlicht. In Sachen Beats in Los Angeles ist er dabei kein Mitläufer, sondern ein Vorreiter. Zu diesem Fakt stellten wir ihm nur eine Frage, kein Schnickschnack.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Omar S, Tyler, The Knife, James Blake und Ghostface.
Music Bericht
Nicolas Jaar
Live am 8.5. in der Kölner Philharmonie
Nicolas Jaar wurde als Laptop-Musiker bekannt. In der Zwischenzeit hat er sich musikalisch weiterentwickelt. In der Kölner Philharmonie jedoch scheiterte er am Spagat, Laptop-Musik mit einer instrumentalen Jam-Session vereinbaren zu wollen.
Music Essay
Deutschrap-Renaissance
Weltfrieden und Konsumterror
Plötzlich ist der Deutschrap zurück. Vielfältig, individuell, thematisch schwer auf einen Nenner zu bringen, und gleichzeitig musikalisch und textlich auf einem neune Level. Wir haben versucht, Aspekte dieser Wiederkehr zusammenfassen.
Music Liste
Wun Two
10 Favourites
Wir fragen Musiker nach 10 Tracks, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal hat sich der süddeutsche Producer Wun Two bereiterklärt, uns seine Auslese vorzuzeigen.
Music Interview
Ghostpoet
Ein Klavier, etwas Dim Sum und ein Halbmarathon später
Ghostpoet ist zurück, und auch wenn er seine Tracks immer noch in einem Stil murmelt, der zu seinem Markenzeichen wurde, sind seine Intentionen klarer: Inhalte über sich selbst liefern, möglichst in jeder Perspektive, in Bezug auf alles.
Art Bericht
Phil Collins
Ausstellung im Museum Ludwig in Köln
Eines vorweg: Phil Collins ist nicht der Schlagzeuger von Genesis, sondern ein in Liverpool geborener Künstler. Auf seiner Ausstellung spricht er laut in Ton- und Bildern und ist dabei still mit seiner Kritik. Das hat einen guten Grund.
Music Interview
Charles Bradley
Looking For The Truth
Es gibt die Dinge, die liegen lange verborgen, sind vergessen und entfalten erst spät eine plötzliche Dringlichkeit. Die Musik von Charles Bradley, dem »Screaming Eagle of Soul«, gehört zu diesen Dingen.
Music Kolumne
High 5
Dilemma & Spill's HipHop meets Comic
Morlockk Dilemma und Sylabil Spill machen aus ihrer Liebe für Comics keinen Hehl. Man schaue sich dazu nur die Cover ihrer bisherigen Releases an. Wir befragten beide Battlerapper nun nach ihren persönlichen Lieblingsalben im Comic-Stil.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
April 2013
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Film Interview
Tyler T. Williams
Die Magie des Musikvideos
Der junge Regisseur Tyler T. Williams ist einer der faszinierendsten Musikvideofilmer unserer Zeit. Wir sprachen mit ihm über die Möglichkeiten des Musikvideos heute und die Besonderheit seines Schaffens.
Music Interview
Kendrick Lamar
Den Ausgleich schaffen
Als Retter des Westküsten-Hip-Hop gefeiert, sagt Kendrick Lamar’s Album »good kid m.A.A.d city’s« etwas über den aktuellen Stand des Hip Hop aus. Wir sprechen mit Lamar über Vergangenheit und Gegenwart des Rap und die Bedeutung von Compton.
Sports Porträt
Freibeuter
Boombox, Körbe, Landesliga
Im dritten Jahr nach ihrer Gründung sind die Freibeuter weiterhin auf Erfolgskurs. Mit Leichtigkeit hat man nach der Kreisliga in dieser Saison auch die Bezirksliga von hinten aufgerollt alle anderen Teams deklassiert.
Music Bericht
José James
Live am 20.4. im Bi Nuu in Berlin
José James ist der Inbegriff des modernen Jazz. Und das, obwohl er sich mittlerweile längst nicht mehr nur diesen Stil auf die Flagge schreibt. Mit einem neuen Album im Gepäck hat er letzte Woche in der Hauptstadt Rast gemacht.
Fashion Essay
The Unraveled Thread
The Male Tank Top
Mit jedem Stück Stoff, das man trägt, trägt man auch ein Stück Geschichte am Körper. Kleidungsstücke offenbaren vieles und The Unraveled Thread wird immer jeweils ein Modeelement auseinander nehmen um das damals und heute aufzudecken.
Music Bericht
Yasiin Bey (Mos Def)
Live am 18.4. in der Muffathalle in München
Seit 20 Jahren ist Mos Def ein HipHop-Künstler, der sich und gleichzeitig auch sein Genre immer wieder neu erfindet. In diesem Tagen tourt er unter seinem neu gewählten Künstlernamen Yasiin Bey durch Deutschland. Wir waren in München dabei.
Music Bericht
PTTRNS
Live am 12.4. im Klub Genau in Köln
Kann man diesen Sound definieren? Nein. Man kann ihn höchsten mit dem Finger eines Delfins vergleichen und dazu tanzen. Ich habe mir PTTRNS Auftritt in Köln angeschaut und finde: Das genügt allemale!
Music Interview
Asher Roth
The Crucial Question
Es ist still geworden im letzten Jahr um College-Fan Asher Roth. Für 2013 ist er aber zuversichtlich, ein neues Album abliefern zu können. Wir stellten ihm eine Frage dazu. Ja, nur eine Frage, kein Schnickschnack.
Music Kolumne
High 5
7L & Esoteric's liebste Wu-Songs
Die Shaolin-Mönche aus Staten Island übten auf das Bostoner Rapduo 7L & Esoteric immer eine große Faszination aus. Mit dem Wu-Tang-Mitglied Inspectah Deck haben sie nun ein Album veröffentlicht. Wir fragen sie nach ihren liebsten Wu-Songs.
Art Interview
Erik Kirtley
Bloß kein beständiger Stil
Manchmal entscheidet nicht die Musik darüber, ob man eine Platte lieber kauft oder herunterläd – sondern das Artwork. Damit kommt dem Gestalter des Covers eine nicht unerhebliche Rolle zu. Erik Kirtley ist so einer.
Music Interview
Homeboy Sandman
HipHop-Fan und -Kritiker
Mit seinen bissigen Kolumnen in der Huffington Post über den State of Art von Hip Hop tritt Homeboy Sandman vielen Etablierten des Genres auf die Füße. Wir ließen uns von dem New Yorker einen Einblick in sein Spektrum der Kritik geben.
Music Interview
Bizarre Ride II The Pharcyde
Mit Bitte um Aufklärung
Die Bands The Pharcyde und Bizarre Ride II The Pharcyde behaupten beide, die gleiche Band zu sein. Wir trafen J-Swift, Slim Kid Tre und L.A. Jay und baten sie um Aufklärung. Aber auch J Dilla und einer ihrer Hits blieb nicht unerwähnt.
Music Bericht
Taktloss, Hiob & Dilemma, Sylabil Spill et al.
Live am 4.4. im Lido in Berlin
Stockfinstere Texte und pechschwarzer Humor auf kraftvollen Beats und staubigen Sampels. Der rohe und ungeschönte Battle-Rap auf Planet Penis war was für Leute, die neben einer Affinität für Sprechgesang auch Spaß verstehen.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
März 2013
Willkommen im April. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat März musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Art Kolumne
Yaneqdoten
Frei.Wild? Graue Wölfe?
Yaneq erzählt von seiner Abscheu gegenüber den italienischen Rechtsrecken Frei.Wild und über einen ähnlich gelagerten Fall, nämlich den der Böhsen Onkelz, und wie ihm einmal vor Schreck die Rock’n’Roll-Hand in der Luft gefror.
Music Bericht
The Doppelgangaz
Live am 30.3. im Crash in Freiburg
Nicht nur in ihren Texten leben The Doppelgangaz den Kult um ihre grotesken Alter Egos und ihren sarkastischen Humor aus, sie setzen ihr wahnwitziges Konzept auch konsequent auf der Bühne durch.