Music Liste | verfasst 19.12.2012
2012
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 2 der Liste.
Text Björn Bischoff, Julia Losert, Benjamin Mächler, , Martin Silbermann, John Luas, , Grashina Gabelmann, Florian Aigner, Philipp Kunze

Juju Jordash Techno Primitivism LPFind it at hhv.de: 3LP Juju & Jordash, deren »Deep Blue Meanies« im Club immer noch ein spirituelles Erweckungserlebnis ist, tischen mit »Techno Primitivism« ganz dick auf, die von den beiden Israelis und Wahl-Amsterdamern gewohnte Musikalität wird aufs Äußerste ausgereizt, ohne uns penetrant anzuproggen. Auf drei LPs ausgebreitet, beweisen die beiden, dass das durchaus funktionieren kann mit dem Albumformat und Techno. Wer gerne von einer autoritären Kick oder Snare geführt wird, mag hier zunächst überfordert sein, Juju & Jordash jammen in ihrer Freizeit nicht von ungefähr mit Jazzern, aber zu verkopft ist Techno Primitivism dennoch nie. Vielmehr das vielleicht gleichzeitig natürlichste und ambitionierteste Stream-Of-Consciousness Album des Jahres. (Florian Aigner)

Julia Holter - EkstasisFind it at hhv.de: 2LP Your Rating?: Go to Review Mit »Ekstasis« erreicht Julia Holter den vorläufigen Höhepunkt ihres Schaffens. Für das Album verzichtete sie auf ein klares Konzept und zeigt sich auf der Sammlung von Songs als große Songwriterin, die zudem alle Instrumente selbst eingespielt hat. Was »Ekstasis« zu einem großen Album macht, ist die Leichtigkeit und Unbedarftheit mit der es Julia Holter gelingt komplexe Kompositionen zu verpacken. So lässt sich dieses vielschichtige Werk auch als ihr Bekenntnis zum Pop verstehen. Spätestens jetzt darf man Julia Holter zu den spannendsten Songwritern ihrer Generation zählen.(John Luas)
 

Kendrick Lamar - good kid, m.a.a.d cityFind it at hhv.de: 2LP | 2CD CD Your Rating?: Go to Review »good kid M.A.A.D city« had a big burden to carry before its release being called a Hip Hop classic with its creator as the savor of today’s rap game. The hype around the album, which paints a candid picture of Compton life specifically the life of teenage Lamar, was justified. Kendrick Lamar is way too plaintive and self-reflective for this almost epic album to sound like the work of a guy in his mid-twenties. It’s no wonder that Dr. Dre snatched up Lamar as he is the clever word smith and street poet that the West Coast has been lacking. (Grashina Gabelmann)
 

Kidkanevil & Daisuke Tanabe "Kidsuke" LP 2012 (2)Find it at hhv.de: 2LP Your Rating?: Go to Review Es war ein künstlerisch sehr gutes Jahr für Project: Mooncircle. Das Highlight war sicherlich die unter dem Namen »Kidsuke« veröffentlichte Kooperation zwischen Kidkanevil und Daisuke Tanabe. Eine Zusammenarbeit, die beide Musiker beflügelt zu haben scheint, denn an Detailreichtum, Feinheit und Dichte haben der Brite und der Japaner bislang noch nichts vergleichbares veröffentlicht. Das beste dieser beiden Welten kommt hier zusammen: wonky shit, verspielte Electronica, Dubstep, IDM und eine gewisse fernöstliche Exotik in der Sampleauswahl finden hier derart einen gemeinsamen Nenner als wäre diese Fügung das selbstverständlichste der Welt. (Sebastian Hinz)
 

Konx-om-Pax - Regional SurrealismYour Rating?: Go to Review Mit »Regional Surrealism« hat der Tom Scholefield – in erster Linie als Graphikdesigner maßgeblich verantwortlich für die Visualisierung zeitgenössischer britischer Bassmusik von Hudson Mohawke und Rustie bis Lorn und Kuedo – den Spagat zwischen der »Kosmischen Musik«, den schaurig-schönen Sounds der Achtziger und avantgardistischem Klangexperiment. Popol Vuh, Com Truise und Oneohtrix Point Never sind die kleinsten gemeinsamen Nenner der Musik von Konx-om-Pax, deren süßes Geheimnis es ist, dass sie nicht unbedingt entstehen hätte müssen, sondern einfach so entstand – als ein mit großer Passion betriebener unendlicher Spaß. (Sebastian Hinz)
 

Lapalux' When You're Gone EPFind it at hhv.de: 12-Inch Your Rating?: Go to Review Fly Lo’s Label Brainfeeder ist mittlerweile zu einem wahren Garant für die Entdeckung von interessanten Beatschmieden geworden. Lapalux bildet hier keine Ausnahme. Der Produzent aus dem britischen Essex ist dabei v.a. ein technisch versierter Klangtüftler und konstruiert auf seinem Labeleinstand »When You’re Gone« eine melodische und harmonische Melange aus R’n’B-, HipHop und Glitch-Elementen, die gelegentlich auch nicht vor »poppigen« Einschlägen zurückschreckt. Dabei gelingt es ihm jedoch stets, die zahlreichen Eindrücke und elektronischen Bauteile zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. (Henning Koch)
 

Lee Fields Faithful Man LPFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Seit mehr als drei Jahrzehnten macht Lee Fields Musik, aber erst seit »My World« vor zwei Jahren wurde der große Unbekannte des Souls wirklich wahrgenommen. Mit »Faithful Man« veröffentlichte er dieses Jahr nun so etwas wie sein Opus Magnum, ein Album wie ein Denkmal für einen Sänger, der wie kaum ein anderer die große Kunst beherrscht, ein jedes Wort aus der Tiefe der Seele zu formen und mit einer unbändigbaren Energie in die Welt zu schleudern. Mit den Expressions, der Hausband von Truth & Soul in New York, findet Lee Fields auf diesem Album die perfekte Rahmung. »Wish You Were Here« und der titelgebende Track »Faithful Man« sind jetzt schon, oder endlich, Klassiker. (John Luas)
 

Lorn - Ask The DustFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Breite Klangwellen brechen auf den Zuhörer nieder, dirigiert von scharfen Drums, durchsetzt von von einer düsteren Stimme und gebrochen von hellen Synth-Flächen. Dies ist nur einer der visuellen Eindrücke, die Lorns präzise konstruierte, brachiale industrielle Klangmaschiene »Ask The Dust« generiert. Jedoch ist das Ohr des DJs und Musikers dabei auch aufs kleine Detail gerichtet. Und genau dadurch schafft er es, seine unterkühlten Beatgerüste zu öffnen und seiner Musik auch eine menschliche und emotionale Ebene zu verleihen, die ihm auf seinen vorherigen Alben bisher stellenweise abhanden gekommen war. (Henning Koch)
 

Matthew E. White Big Inner LPFind it at hhv.de: LP Matthew E. Who? Das fragt sich wohl selbst jeder Super-Duper-Musik-Auskenner, der diesen kauzig aussehenden Herren da so ganz ausdruckslos in weiß auf dem Cover seines Debüts sitzen sieht. Spacebomb Records, hä? Auch das fragt sich mit Sicherheit jeder Super-Duper-Musik-Auskenner, wenn er dann die Platte umdreht und die Credits studiert. Das Grübeln kann man sich sparen, denn die Platte ist ja zum anhören da, und was man da hört, ist einfach überzeugend. Auch wenn man nicht so wirklich ein passendes Genre finden mag, außer vielleicht Country-Soul. Falls es sowas überhaupt gibt. Und 2013 wird dann wohl dank frischem Vertrag mit dem Indie-Riesen Domino auch jeder Auskenner Bescheid wissen, wenn er die nächste Matthew E. White LP in den Händen hält. (David Wetzel)
 

Miles Bonny & Brenk Super Soul Shit LPFind it at hhv.de: 2LP Wenn man über Musik spricht, sollte man das Adjektiv »zeitlos« mit großer Vorsicht verwenden, gilt es doch als schwierige Aufgabe, ein zeitloses Album zu erschaffen. Im Falle von »Supa Soul Shit« möchte ich mich allerdings dazu hinreißen lassen, genau dieses Begriff zu verwenden. Die Platte klingt so als ob sie schon vor Jahrzehnten hätte erscheinen können, dennoch haftet ihnen dadurch, dass Brenks Beats aus einem HipHop-Blickwinkel entstanden sind, etwas Aktuelles an. Dazu kommt Miles Bonny’s gefühlvoller Gesang, der so leicht nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen ist. (Julia Losert)
 

Motion Sickness Of Time Travel Motion Sickness Of Time Travel LPFind it at hhv.de: 2LP Your Rating?: Go to Review Was an avancierter und experimenteller elektronischer Musik in den letzten Monaten anregend war, bündelte sich in diesem Album. Zunächst personell: Kompositionen von Rachel Evans , versehen mit einem Mastering von Lawrence English, veröffentlicht auf John Eliotts spannenden Label Spectrum Spools. Und dann musikalisch: Rachel Evans fügt als Motion Sickness of Time Travel mit seltener Leichtigkeit, an Synthesizern und anderem Gerät älterer Bauart erdachte Tonfetzen zu 20-minütigen Kompositionen zusammen. Schönheit, Erfahrung, Atmen, Gedeihen, Begegnung, Abenteuer in vier kurzweiligen Kapiteln. (Sebastian Hinz)
 

Nick Waterhouse Time's All Gone LPFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Nick Waterhouse könnte nicht nur optisch der kleine Bruder von Mayer Hawthorne sein. Auch musikalisch trennt die beiden Herren mit Vorliebe für Anzug, Stil und Kassengestell wenig. Doch Waterhouse‘ Version von R&B ist deutlich roher und weniger poliert. »Time’s All Gone« dauerte gerade einmal 35 Minuten und bläst einem aber den Geist der 50iger und 60iger direkt ins Gesicht. Doch trotzdem keine Spur von Nostalgie – das ist Leidenschaft. Pure Leidenschaft. Und die muss genau so klingen. (Björn Bischoff)
 

Peaking Lights - Lucifer LPFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Es brauchte also tatsächlich dieses musizierende Paar, um Dream Pop mit Dub zu verschmelzen, obwohl beide Stile ja nicht nur die verwaschen-verhallte Soundästhetik teilen. Angelegt als ein »Durch die Nacht mit … unserem Nachwuchs« ist das Album trotz des diabolischen Titels eine Art musikalische Liebeserklärung an den neugeborenen Sohn der beiden. Zwischen »Moonrise« und »Morning Star« sind die Songs scheinbar geschrieben worden und in dieser Zeitspanne kann man sie auch besonders gut genießen – sogar ganz ohne Schreihals auf dem Arm. (Martin Silbermann)
 

Roc Marciano Reloaded LPFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Zwei Jahre nach »Marcberg« ist Roc Marciano wieder in den DeLorean gestiegen und von 1994 zu uns in die Zukunft gereist, um mit »Reloaded« das nächste Relikt aus der güldenen Epoche zu offenbaren. Bis auf die Nike Air Force One’s hat Roc Marcy jedoch nicht viel mit Marty McFly gemein und jetzt weg von diesem platten Sinnbild, denn »Reloaded« ist bei weitem kein borniertes Real-Rap-Retro-Album. In puncto Reimfertigkeit so etwas wie eine kleine Offenbarung, musikalisch aufs Nötigste reduziert und vom Vibe sowieso sicker than your average. »Gangsta Mack. Back!« (Benjamin Mächler)
 

Schaufel und Spaten Nur wenn Die Sonne zu Hell ist bist du zu UntergrundFind it at hhv.de: 2LP Vielen wird es in den letzten fünfzehn Jahren so gegangen sein wie mir: Eigentlich wollte man mit gutem Gewissen deutschen Rap gut finden können, deutscher Rap allerdings wollte größtenteils irgendetwas sein, was er nie war und berührte einen daher meist nur peinlich, egal wie professionell oder amateurhaft er daher kam. Wie also stellt man das beste deutsche Rapalbum in 2012 auf die Beine, auch wenn man im Grunde nur Battleraps über Boom-Bap-Beats vom Stapel lässt und das ganze mit Bergbauromantik versprühenden Sprachfetzten zu einer Art Snippetmix auf Albumlänge zusammenmixt? Ganz einfach: Indem man einfach nur fresh sein will, so wie Schaufel und Spaten. (David Wetzel)
 

schoolboy q habits Schoolboy Q hat sich seinen Platz in den Top-50 nicht verdient, weil »Habits & Contradictions« ein durchweg gutes Album ist. Dafür hat es zu sehr den Charakter eines Mixtapes. Aber: Mit »There He Go« enthält es einen persönlichen Rap-Dauerbrenner des Jahres und Qs quengelige »Delivery« sucht zwischen stock-konservativen- und Gimmick-Rappern seinesgleichen. Außerdem enthält das Album jene unwiderstehliche Strophe, die eigentlich nur aus den Wörtern »extra pills« besteht. Der Rap-Purist rollt die Augen, während ich jedes Mal aufs neue jegliche Körperkontrolle über diese Ignoranz verliere. (Philipp Kunze)
 

Sigha - Abstractions I-IVFind it at hhv.de: 12inch | CD Your Rating?: Go to Review »Abstractions I-IV« hieß die kleine Präsentation, die uns Sigha Anfang des Jahres vorbereitet hat. Sie zeigt uns Techno wie er im besten Sinne zu klingen hat: bewegend und klug. Keine Selbstverständlichkeit. Festhalten und loslassen sind die Themen hier, die der britische Techno-Produzent mittels sensibel austarierten Sounds zwischen Statik und Euphorie behandelt. Das Ergebnis sind vier kleine, an Maschinen entstandene Studien des Menschen, die zwischen Ambient, Techno, Minimal und Bassmusik eine Sprache gefunden haben. Selten zuvor hat James Shaw seine Fähigkeiten so ausgespielt wie auf dieser EP. (Sebastian Hinz)
 

Sinkane Mars LPFind it at hhv.de: LP | CD Ahmed Gallab ist Sinkane. Ahmed Gallab spielt viele Instrumente und tut das mit Vorliebe in Bands wie Of Montreal, Yeasayer, Born Ruffians oder als Gast bei Caribou. Als Sinkane gehen bisher zwei Alben auf sein Konto, die sicherlich anspruchsvoll, aber nicht wirklich aufsehenerregend sind und schon gar nicht unterhaltsam. Mars hingegen, das dritte im Bunde, zeigt sich als fröhliche Mixtur aus elektronischen Klängen, geschichteten Gitarren sowie afrikanischen Rhythmen und riecht nach Afro-Disco mitten in Brooklyn. Und das ist anspruchsvoll, aufsehenerregend und zugleich verdammt unterhaltsam. (David Wetzel)
 

Tame Impala - Lonerism Cover Find it at hhv.de: 2LP | CD Psychedelic Rock wird mit Tame Impalas Zweitling endgültig wieder salonfähig. Ob Songskizze, knackiger Rocker oder länglicher Jam in »Lonerism« stecken so viele Ideen wie in so manch einer Diskographie. John-Lennon-Stimme, allerlei Analog-Synthies und anderes Vintage-Equipment verdichten sich in immer neuen Permutationen zu nicht gerade unterkomplexen Ohrwürmern. Dabei verliert sich Mastermind Kevin Parker nicht in reiner Retro-Seeligkeit, der Sound ist zu allen Seiten hin offen und kann deshalb auch mal an Stereolab oder Desert-Rock erinnern. Kaum zu glauben, dass das alles nur ein einzelner Mensch eingespielt haben soll. (Martin Silbermann)
 

The Alchemist Russian Roulette LPFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review 2012 geht gewiss als eines der produktivsten Jahre in The Alchemists Karriere ein. Neben Projekten mit der Odd Future-Clique, Action Bronsolini oder dem Disruptor Oh No fand meine Lieblingslaborratte noch die Zeit, sich dem musikalischen Erbe des einstigen USA-Klassenfeindes zu widmen. Herausgekommen ist dabei eine experimentelle Reise mit allerlei Psych-Rock-, Folk- und Jazz-Anleihen, auf der Onkel Al kurz mal klar macht, dass er sich vor den aufstrebenden, progressiven Beatbau-Katzen vor der eigenen Haustür nicht verstecken muss. Und da sage mal noch einer Kiffen mache faul. (Benjamin Mächler)
 

The Doppelgangaz -»Beats for Brothels Vol.2« CoverFind it at hhv.de: 2LP Als die beiden Umhangträger letztes Jahr »Lone Sharks« veröffentlichten, wurde das Interesse für die Doppelgangaz endgültig entfacht. Trotzdem kamen sie erst 2012 wirklich Bewusstsein der Musikhörer an. Auftritte in Europa, weitere bizarre Musikvideos und ausverkaufte Platten kennzeichneten dieses Jahr. Stellvertretend dafür steht »Beats for Brothels Vol. 2«. Darauf ist der charakteristische Sound von Matter Ov Fact und EP deutlich zu erkennen: Dreckige, rohe Beats, die teilweise mit isopropylalkoholgeschwängerten Lyrics versehen werden. Sollte man nicht nur im Bordell pumpen! (Julia Losert)
 

The Roots - UndunFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Undun takes its listener on a cinematic, highly conceptual trip that starts where life ends. The consistent beeping of a hospital machine indicates that the album’s protagonist Redford Stephens, a 25 year-old fictional yet far too realistic character troubled by a rough life in a rough neighborhood, has just died. From there The Roots rewind and tell the reversed story of Redford inviting the listeners to discover what led to Redford’s tragic passing. The album’s not a piece of cake: its introspective, gloomy and confusing challenging the listener to really invest some time. The last four tracks enhance the cinematic experience as it sounds like music that could accompany a film. Sufjan Stevens repurposes his own song for the introduction of this short, purely instrumental and avant-garde act before the curtain finally falls. (Grashina Gabelmann)

The xx - CoexistFind it at hhv.de: LP+CD | CD Your Rating?: Go to Review Anstatt sich nach dem durchschlagenden Erfolg ihres Debütalbums vor drei Jahren auf ihrem Folgewerk anzubiedern, schalten The xx nochmal einen Gang zurück. Mit »Coexist« legen sie ein leises, zartes Werk vor, dass den Raum ganz weit macht, um dann aber ganz dicht am Ohr des Hörers diese vermeintlich einfachen, aber in dieser Klarheit berührenden Lyrics zu platzieren. Mit seinen verschleierten Clubbeats, seinen kaum berührten Gitarrenseiten und seinen gestreichelten Bässen, ist »Coexist« ein Werk dramaturgischer Bedacht und musikalischer Integrität und macht the xx zu einen der wichtigsten Bands unserer Zeit. (John Luas)
 

TNGHT - TNGHTFind it at hhv.de: 12inch Your Rating?: Go to Review Die gemeinsame EP von HudMo und Lunice kam gerade noch rechtzeitig, bevor die Skrillexisierung von Trap-Musik endgültig um sich griff. »TNGHT« war der Höhepunkt (nach dem die Spannung bekanntlich wieder abfällt) einer musikalischen Spielart, die ihre Energie aus den von 808s und Snare-Drum dominierten Rap-Instrumentals aus dem Süden der Staaten zieht. Eine EP wie ein Kampfspiel am Spielautomaten: Es piept, flackert, knallt und vor allem gibt es hier pausenlos auf die Fresse. Sollte man wieder rausholen, sobald Bauern-Soundcloud-DJs aufgehört haben, ihre eigenen Trap-Songs hochzuladen. (Philipp Kunze)
 

Twin ShadowFind it at hhv.de: LP Twin Shadow, dieser gelackte, arrogante Drecksack, der von der gesamten Chuzpe her eigentlich mit The Weeknd verwandt sein MUSS, macht geilen Larger-Than-Life-80s-Kram, sexuell überstimuliert wie Prince und insgesamt genau so asozial. Dass das tatsächlich doch irgendwie interessant ist, obwohl jener Prince, Morrisey, Bowie (und alle in Patrick Batemans Walkman hausenden Kraftmeier) in ihrer Sparte bereits das perfekte Album gemacht haben und unser George in seinen schlechten Momenten ein wenig klingt wie Arcade Fire im All-Inclusive-Urlaub. Wobei, da spricht vermutlich nur der Neid, denn George und die Damenwelt…aber das ist eine andere Geschichte. (Florian Aigner)
 

Und hier geht’s zum 2012 – Die 50 Alben des Jahres (Teil 1).

Die 50 Schallplatten des Jahres findest du bei hhv.de.
Dein Kommentar
1 Kommentare
22.12.2012 15:45
Simon_Crm:
stundenlang alles durchgehört. Thanks
― antworten
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Record Revisited
Devo's Q: Are We Not Men? A: We Are Devo!
De-Evolution statt Evolution. Der Ansatz steckt schon im Namen. Devo haben 1978 mit ihrem Debüt »Q: Are We Not Men? A: We Are Devo!« ein Statement vorgelegt, dass bis heute nichts an Relevanz und Frische verloren hat.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: Slowy
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: Slowy. Leistung: Realness-Barometer im Deutschrap. Hat Pizza zum Frühstück salonfähig gemacht.
Music Interview
Kindness
»Geh' heim und hör' Daft Punk!«
»World, You Need A Change Of Mind«. Der Titel seines ersten Albums ist bei ihm immer noch Programm: Kindness will mit seiner Musik die Hörgewohnheiten der Menschen sensibilisieren.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Aphex Twin's »Syro«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine aktuelle Schallplatte. Florian Aigner hofft, dass Philipp Kunze mal was schlechtes über Aphex Twin sagt, weil sich der (Kunze) bislang kaum mit dem (Aphex Twin) beschäftigt hat.
Music Porträt
Pumpkin
»Meine Stimme kann wie Musik sein«
Pumpkin rappt auf Französisch, der Sprache ihres Geburtslandes. Trotzdem findet ihr Flow mittlerweile rund um den Globus Gehör. Wir trafen die sympathische Rapperin in Berlin zum Interview.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Aphex Twin, Sinkane, Roman Flügel und Mick Jenkins.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: Fink
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: Fink; Leistung: Ist seit mehr als zehn Jahren der Mann für die großen Gefühle beim britischen Plattenlabel Ninja Tune.
Music Interview
Gazelle Twin
Franz Kafka auf der Spur
Vielleicht löst sich das Werk von Gazelle Twin eines Tages in nichts auf. Vorher sprach Elizabeth Bernholz aber mit uns über den männlichen Blick, Mutationen und Verwandlungen. Franz Kafka war natürlich mit von der Partie.
Music Interview
Dream Koala
Momente der Entschleunigung
Der nicht einmal 20-jährige Franzose Yndi Ferreira nennt sich Dream Koala. Der Sound des inzwischen in Berlin lebenden Producers ist tatsächlich träumerisch. Dream Koala selbst bleibt dabei mit beiden Füßen auf dem Boden.
Music Interview
Ital
Apokalypse Now
Für Daniel Martin McCormick hat die Apokalpyse begonnen. Als Ital setzt er den weltweiten Zustand des totalen Zusammenbruchs in eine anarchistische Version von House Music um. Sein neuestes Werk heißt folgerichtig »Endgame«. Ein Interview.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
August 2014
Willkommen im September. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat August musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Bericht
Black Milk & Nat Turner Band
Live am 27.8. im Cassiopeia in Berlin
Seit seinem Debüt im Jahre 2005 hat sich einiges verändert bei Black Milk. Über diesen Wandel geben beim Konzert in Berlin nicht nur die mit Liveband aufgeführte Musik Auskunft, sondern auch Kleidungsstil und Publikum.
Music Essay
Records Revisited
Aphex Twin's Selected Ambient Works II, 1994
Vor 20 Jahren erschien Aphex Twins »Selected Ambient Works II«. Das Album war nicht nur eine Umkehrung der gerade aktuellen Ambient Music. Es war auch ein weiterer Erfolg der kontinuierlichen Totalverweigerung eines Sturkopfes.
Music Interview
Neben der Spur mit…
HADE
Wir begeben uns mit einem Künstler neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommt ein Künstler von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit seinem eigenen Schaffen zu tun hat.
Music Interview
Buttering Trio
Furcht und Besorgnis musizieren mit
Eine der interessantesten Bands aus Israel ist das Buttering Trio. Will man in diesen Tagen mit der Band über ihr Debüt »Toast« sprechen, wird das Gespräch den derzeit wieder aufgeflammten Konflikt im Gazastreifen nicht unberührt lassen.
Music Porträt
Leibniz
Die bessere schlechte Art
Leibniz überzeugt derzeit mit Releases, die allesamt im Grenzbereich zwischen House und Techno herumstolpern, ohne sich wirklich einzupassen. Wir trafen den in Leipzig ansässigen Youngster zum Interview.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli/August 2014
Nach einer kurzen Sommerpause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Common, FKA Twigs, The Bug, Rustie und FaltyDL.
Music Porträt
AzudemSK
Mikrokosmos Hip Hop
Mit seinem Vinly-Debüt »Classic EP« hat AzudemSK eine der ehrlichsten und schonungslosesten Überraschungen des Rap-Jahres hervorgebracht. Wir trafen ihn in Münster, wo er uns erklärte, warum er eine Etikettierung als »Rapper« ablehnt.
Music Interview
Cold Specks
Neu verdrahtet
Al Spx hat als Cold Specks vor zwei Jahren ein geradezu entwaffnend persönliches Debüt vorgelegt. Mit dem gerade erschienenen »Neuroplasticity« jedoch soll alles anders werden.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
FKA Twigs' »LP1«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Eine Unterhaltung darüber, warum Kanye Kathedralen bauen darf und FKA Twigs nicht mal artsy Instagram-Fotos zugestanden werden.
Music Kolumne
Records Revisited
Absolute Beginner's Flashnizm (Stylopath), 1996
Heute völlig zu Unrecht im Schatten ihrer zweiten LP »Bambule« stehend, kann »Flashnizm« der Absoluten Beginner als eines der an Experimentierfreude und Ausdrucksvielfalt reichsten umschiffenden Deutschrapalben überhaupt gedeutet werden.
Music Kolumne
Entweder oder
Entscheider: Disarstar
Musik ist für Disarstar »’ne total ehrliche Angelegenheit« und demnach hat er keine Scheu, seine Meinung zu verkünden. So ist der Hamburger der perfekte Adressat für ein paar Entscheidungsfragen.
Art Kolumne
Yaneqdoten
Neger, Fitschis und der AfD
Yaneq erzählt von Idiomen, und ihrer falschen Benutzung, darüber, dass das Wort »Jude« wieder als Schimpfwort und das Wort »Fitschi« als »normale« Bezeichnung für asiatische Mitbürger herhalten muss. Und wieso davon die AfD profitiert.
Music Kolumne
Records Revisited
Brian Eno's Ambient 1: Music For Airports, 1978
Mit »Ambient 1: Music For Airports« hat Brian Eno einem Genre seinen Namen gegeben. Wenn wir heute von »Ambient« reden, verwenden wir den Begriff nicht in seinem ursprünglich gedachten Sinne. Doch was hatte der britische Musiker im Sinn?