Music Liste | verfasst 19.12.2012
2012
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 2 der Liste.
Text Björn Bischoff, Julia Losert, Benjamin Mächler, , Martin Silbermann, John Luas, , Grashina Gabelmann, Florian Aigner, Philipp Kunze

Juju Jordash Techno Primitivism LPFind it at hhv.de: 3LP Juju & Jordash, deren »Deep Blue Meanies« im Club immer noch ein spirituelles Erweckungserlebnis ist, tischen mit »Techno Primitivism« ganz dick auf, die von den beiden Israelis und Wahl-Amsterdamern gewohnte Musikalität wird aufs Äußerste ausgereizt, ohne uns penetrant anzuproggen. Auf drei LPs ausgebreitet, beweisen die beiden, dass das durchaus funktionieren kann mit dem Albumformat und Techno. Wer gerne von einer autoritären Kick oder Snare geführt wird, mag hier zunächst überfordert sein, Juju & Jordash jammen in ihrer Freizeit nicht von ungefähr mit Jazzern, aber zu verkopft ist Techno Primitivism dennoch nie. Vielmehr das vielleicht gleichzeitig natürlichste und ambitionierteste Stream-Of-Consciousness Album des Jahres. (Florian Aigner)

Julia Holter - EkstasisFind it at hhv.de: 2LP Your Rating?: Go to Review Mit »Ekstasis« erreicht Julia Holter den vorläufigen Höhepunkt ihres Schaffens. Für das Album verzichtete sie auf ein klares Konzept und zeigt sich auf der Sammlung von Songs als große Songwriterin, die zudem alle Instrumente selbst eingespielt hat. Was »Ekstasis« zu einem großen Album macht, ist die Leichtigkeit und Unbedarftheit mit der es Julia Holter gelingt komplexe Kompositionen zu verpacken. So lässt sich dieses vielschichtige Werk auch als ihr Bekenntnis zum Pop verstehen. Spätestens jetzt darf man Julia Holter zu den spannendsten Songwritern ihrer Generation zählen.(John Luas)
 

Kendrick Lamar - good kid, m.a.a.d cityFind it at hhv.de: 2LP | 2CD CD Your Rating?: Go to Review »good kid M.A.A.D city« had a big burden to carry before its release being called a Hip Hop classic with its creator as the savor of today’s rap game. The hype around the album, which paints a candid picture of Compton life specifically the life of teenage Lamar, was justified. Kendrick Lamar is way too plaintive and self-reflective for this almost epic album to sound like the work of a guy in his mid-twenties. It’s no wonder that Dr. Dre snatched up Lamar as he is the clever word smith and street poet that the West Coast has been lacking. (Grashina Gabelmann)
 

Kidkanevil & Daisuke Tanabe "Kidsuke" LP 2012 (2)Find it at hhv.de: 2LP Your Rating?: Go to Review Es war ein künstlerisch sehr gutes Jahr für Project: Mooncircle. Das Highlight war sicherlich die unter dem Namen »Kidsuke« veröffentlichte Kooperation zwischen Kidkanevil und Daisuke Tanabe. Eine Zusammenarbeit, die beide Musiker beflügelt zu haben scheint, denn an Detailreichtum, Feinheit und Dichte haben der Brite und der Japaner bislang noch nichts vergleichbares veröffentlicht. Das beste dieser beiden Welten kommt hier zusammen: wonky shit, verspielte Electronica, Dubstep, IDM und eine gewisse fernöstliche Exotik in der Sampleauswahl finden hier derart einen gemeinsamen Nenner als wäre diese Fügung das selbstverständlichste der Welt. (Sebastian Hinz)
 

Konx-om-Pax - Regional SurrealismYour Rating?: Go to Review Mit »Regional Surrealism« hat der Tom Scholefield – in erster Linie als Graphikdesigner maßgeblich verantwortlich für die Visualisierung zeitgenössischer britischer Bassmusik von Hudson Mohawke und Rustie bis Lorn und Kuedo – den Spagat zwischen der »Kosmischen Musik«, den schaurig-schönen Sounds der Achtziger und avantgardistischem Klangexperiment. Popol Vuh, Com Truise und Oneohtrix Point Never sind die kleinsten gemeinsamen Nenner der Musik von Konx-om-Pax, deren süßes Geheimnis es ist, dass sie nicht unbedingt entstehen hätte müssen, sondern einfach so entstand – als ein mit großer Passion betriebener unendlicher Spaß. (Sebastian Hinz)
 

Lapalux' When You're Gone EPFind it at hhv.de: 12-Inch Your Rating?: Go to Review Fly Lo’s Label Brainfeeder ist mittlerweile zu einem wahren Garant für die Entdeckung von interessanten Beatschmieden geworden. Lapalux bildet hier keine Ausnahme. Der Produzent aus dem britischen Essex ist dabei v.a. ein technisch versierter Klangtüftler und konstruiert auf seinem Labeleinstand »When You’re Gone« eine melodische und harmonische Melange aus R’n’B-, HipHop und Glitch-Elementen, die gelegentlich auch nicht vor »poppigen« Einschlägen zurückschreckt. Dabei gelingt es ihm jedoch stets, die zahlreichen Eindrücke und elektronischen Bauteile zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. (Henning Koch)
 

Lee Fields Faithful Man LPFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Seit mehr als drei Jahrzehnten macht Lee Fields Musik, aber erst seit »My World« vor zwei Jahren wurde der große Unbekannte des Souls wirklich wahrgenommen. Mit »Faithful Man« veröffentlichte er dieses Jahr nun so etwas wie sein Opus Magnum, ein Album wie ein Denkmal für einen Sänger, der wie kaum ein anderer die große Kunst beherrscht, ein jedes Wort aus der Tiefe der Seele zu formen und mit einer unbändigbaren Energie in die Welt zu schleudern. Mit den Expressions, der Hausband von Truth & Soul in New York, findet Lee Fields auf diesem Album die perfekte Rahmung. »Wish You Were Here« und der titelgebende Track »Faithful Man« sind jetzt schon, oder endlich, Klassiker. (John Luas)
 

Lorn - Ask The DustFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Breite Klangwellen brechen auf den Zuhörer nieder, dirigiert von scharfen Drums, durchsetzt von von einer düsteren Stimme und gebrochen von hellen Synth-Flächen. Dies ist nur einer der visuellen Eindrücke, die Lorns präzise konstruierte, brachiale industrielle Klangmaschiene »Ask The Dust« generiert. Jedoch ist das Ohr des DJs und Musikers dabei auch aufs kleine Detail gerichtet. Und genau dadurch schafft er es, seine unterkühlten Beatgerüste zu öffnen und seiner Musik auch eine menschliche und emotionale Ebene zu verleihen, die ihm auf seinen vorherigen Alben bisher stellenweise abhanden gekommen war. (Henning Koch)
 

Matthew E. White Big Inner LPFind it at hhv.de: LP Matthew E. Who? Das fragt sich wohl selbst jeder Super-Duper-Musik-Auskenner, der diesen kauzig aussehenden Herren da so ganz ausdruckslos in weiß auf dem Cover seines Debüts sitzen sieht. Spacebomb Records, hä? Auch das fragt sich mit Sicherheit jeder Super-Duper-Musik-Auskenner, wenn er dann die Platte umdreht und die Credits studiert. Das Grübeln kann man sich sparen, denn die Platte ist ja zum anhören da, und was man da hört, ist einfach überzeugend. Auch wenn man nicht so wirklich ein passendes Genre finden mag, außer vielleicht Country-Soul. Falls es sowas überhaupt gibt. Und 2013 wird dann wohl dank frischem Vertrag mit dem Indie-Riesen Domino auch jeder Auskenner Bescheid wissen, wenn er die nächste Matthew E. White LP in den Händen hält. (David Wetzel)
 

Miles Bonny & Brenk Super Soul Shit LPFind it at hhv.de: 2LP Wenn man über Musik spricht, sollte man das Adjektiv »zeitlos« mit großer Vorsicht verwenden, gilt es doch als schwierige Aufgabe, ein zeitloses Album zu erschaffen. Im Falle von »Supa Soul Shit« möchte ich mich allerdings dazu hinreißen lassen, genau dieses Begriff zu verwenden. Die Platte klingt so als ob sie schon vor Jahrzehnten hätte erscheinen können, dennoch haftet ihnen dadurch, dass Brenks Beats aus einem HipHop-Blickwinkel entstanden sind, etwas Aktuelles an. Dazu kommt Miles Bonny’s gefühlvoller Gesang, der so leicht nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen ist. (Julia Losert)
 

Motion Sickness Of Time Travel Motion Sickness Of Time Travel LPFind it at hhv.de: 2LP Your Rating?: Go to Review Was an avancierter und experimenteller elektronischer Musik in den letzten Monaten anregend war, bündelte sich in diesem Album. Zunächst personell: Kompositionen von Rachel Evans , versehen mit einem Mastering von Lawrence English, veröffentlicht auf John Eliotts spannenden Label Spectrum Spools. Und dann musikalisch: Rachel Evans fügt als Motion Sickness of Time Travel mit seltener Leichtigkeit, an Synthesizern und anderem Gerät älterer Bauart erdachte Tonfetzen zu 20-minütigen Kompositionen zusammen. Schönheit, Erfahrung, Atmen, Gedeihen, Begegnung, Abenteuer in vier kurzweiligen Kapiteln. (Sebastian Hinz)
 

Nick Waterhouse Time's All Gone LPFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Nick Waterhouse könnte nicht nur optisch der kleine Bruder von Mayer Hawthorne sein. Auch musikalisch trennt die beiden Herren mit Vorliebe für Anzug, Stil und Kassengestell wenig. Doch Waterhouse‘ Version von R&B ist deutlich roher und weniger poliert. »Time’s All Gone« dauerte gerade einmal 35 Minuten und bläst einem aber den Geist der 50iger und 60iger direkt ins Gesicht. Doch trotzdem keine Spur von Nostalgie – das ist Leidenschaft. Pure Leidenschaft. Und die muss genau so klingen. (Björn Bischoff)
 

Peaking Lights - Lucifer LPFind it at hhv.de: LP | CD Your Rating?: Go to Review Es brauchte also tatsächlich dieses musizierende Paar, um Dream Pop mit Dub zu verschmelzen, obwohl beide Stile ja nicht nur die verwaschen-verhallte Soundästhetik teilen. Angelegt als ein »Durch die Nacht mit … unserem Nachwuchs« ist das Album trotz des diabolischen Titels eine Art musikalische Liebeserklärung an den neugeborenen Sohn der beiden. Zwischen »Moonrise« und »Morning Star« sind die Songs scheinbar geschrieben worden und in dieser Zeitspanne kann man sie auch besonders gut genießen – sogar ganz ohne Schreihals auf dem Arm. (Martin Silbermann)
 

Roc Marciano Reloaded LPFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Zwei Jahre nach »Marcberg« ist Roc Marciano wieder in den DeLorean gestiegen und von 1994 zu uns in die Zukunft gereist, um mit »Reloaded« das nächste Relikt aus der güldenen Epoche zu offenbaren. Bis auf die Nike Air Force One’s hat Roc Marcy jedoch nicht viel mit Marty McFly gemein und jetzt weg von diesem platten Sinnbild, denn »Reloaded« ist bei weitem kein borniertes Real-Rap-Retro-Album. In puncto Reimfertigkeit so etwas wie eine kleine Offenbarung, musikalisch aufs Nötigste reduziert und vom Vibe sowieso sicker than your average. »Gangsta Mack. Back!« (Benjamin Mächler)
 

Schaufel und Spaten Nur wenn Die Sonne zu Hell ist bist du zu UntergrundFind it at hhv.de: 2LP Vielen wird es in den letzten fünfzehn Jahren so gegangen sein wie mir: Eigentlich wollte man mit gutem Gewissen deutschen Rap gut finden können, deutscher Rap allerdings wollte größtenteils irgendetwas sein, was er nie war und berührte einen daher meist nur peinlich, egal wie professionell oder amateurhaft er daher kam. Wie also stellt man das beste deutsche Rapalbum in 2012 auf die Beine, auch wenn man im Grunde nur Battleraps über Boom-Bap-Beats vom Stapel lässt und das ganze mit Bergbauromantik versprühenden Sprachfetzten zu einer Art Snippetmix auf Albumlänge zusammenmixt? Ganz einfach: Indem man einfach nur fresh sein will, so wie Schaufel und Spaten. (David Wetzel)
 

schoolboy q habits Schoolboy Q hat sich seinen Platz in den Top-50 nicht verdient, weil »Habits & Contradictions« ein durchweg gutes Album ist. Dafür hat es zu sehr den Charakter eines Mixtapes. Aber: Mit »There He Go« enthält es einen persönlichen Rap-Dauerbrenner des Jahres und Qs quengelige »Delivery« sucht zwischen stock-konservativen- und Gimmick-Rappern seinesgleichen. Außerdem enthält das Album jene unwiderstehliche Strophe, die eigentlich nur aus den Wörtern »extra pills« besteht. Der Rap-Purist rollt die Augen, während ich jedes Mal aufs neue jegliche Körperkontrolle über diese Ignoranz verliere. (Philipp Kunze)
 

Sigha - Abstractions I-IVFind it at hhv.de: 12inch | CD Your Rating?: Go to Review »Abstractions I-IV« hieß die kleine Präsentation, die uns Sigha Anfang des Jahres vorbereitet hat. Sie zeigt uns Techno wie er im besten Sinne zu klingen hat: bewegend und klug. Keine Selbstverständlichkeit. Festhalten und loslassen sind die Themen hier, die der britische Techno-Produzent mittels sensibel austarierten Sounds zwischen Statik und Euphorie behandelt. Das Ergebnis sind vier kleine, an Maschinen entstandene Studien des Menschen, die zwischen Ambient, Techno, Minimal und Bassmusik eine Sprache gefunden haben. Selten zuvor hat James Shaw seine Fähigkeiten so ausgespielt wie auf dieser EP. (Sebastian Hinz)
 

Sinkane Mars LPFind it at hhv.de: LP | CD Ahmed Gallab ist Sinkane. Ahmed Gallab spielt viele Instrumente und tut das mit Vorliebe in Bands wie Of Montreal, Yeasayer, Born Ruffians oder als Gast bei Caribou. Als Sinkane gehen bisher zwei Alben auf sein Konto, die sicherlich anspruchsvoll, aber nicht wirklich aufsehenerregend sind und schon gar nicht unterhaltsam. Mars hingegen, das dritte im Bunde, zeigt sich als fröhliche Mixtur aus elektronischen Klängen, geschichteten Gitarren sowie afrikanischen Rhythmen und riecht nach Afro-Disco mitten in Brooklyn. Und das ist anspruchsvoll, aufsehenerregend und zugleich verdammt unterhaltsam. (David Wetzel)
 

Tame Impala - Lonerism Cover Find it at hhv.de: 2LP | CD Psychedelic Rock wird mit Tame Impalas Zweitling endgültig wieder salonfähig. Ob Songskizze, knackiger Rocker oder länglicher Jam in »Lonerism« stecken so viele Ideen wie in so manch einer Diskographie. John-Lennon-Stimme, allerlei Analog-Synthies und anderes Vintage-Equipment verdichten sich in immer neuen Permutationen zu nicht gerade unterkomplexen Ohrwürmern. Dabei verliert sich Mastermind Kevin Parker nicht in reiner Retro-Seeligkeit, der Sound ist zu allen Seiten hin offen und kann deshalb auch mal an Stereolab oder Desert-Rock erinnern. Kaum zu glauben, dass das alles nur ein einzelner Mensch eingespielt haben soll. (Martin Silbermann)
 

The Alchemist Russian Roulette LPFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review 2012 geht gewiss als eines der produktivsten Jahre in The Alchemists Karriere ein. Neben Projekten mit der Odd Future-Clique, Action Bronsolini oder dem Disruptor Oh No fand meine Lieblingslaborratte noch die Zeit, sich dem musikalischen Erbe des einstigen USA-Klassenfeindes zu widmen. Herausgekommen ist dabei eine experimentelle Reise mit allerlei Psych-Rock-, Folk- und Jazz-Anleihen, auf der Onkel Al kurz mal klar macht, dass er sich vor den aufstrebenden, progressiven Beatbau-Katzen vor der eigenen Haustür nicht verstecken muss. Und da sage mal noch einer Kiffen mache faul. (Benjamin Mächler)
 

The Doppelgangaz -»Beats for Brothels Vol.2« CoverFind it at hhv.de: 2LP Als die beiden Umhangträger letztes Jahr »Lone Sharks« veröffentlichten, wurde das Interesse für die Doppelgangaz endgültig entfacht. Trotzdem kamen sie erst 2012 wirklich Bewusstsein der Musikhörer an. Auftritte in Europa, weitere bizarre Musikvideos und ausverkaufte Platten kennzeichneten dieses Jahr. Stellvertretend dafür steht »Beats for Brothels Vol. 2«. Darauf ist der charakteristische Sound von Matter Ov Fact und EP deutlich zu erkennen: Dreckige, rohe Beats, die teilweise mit isopropylalkoholgeschwängerten Lyrics versehen werden. Sollte man nicht nur im Bordell pumpen! (Julia Losert)
 

The Roots - UndunFind it at hhv.de: 2LP | CD Your Rating?: Go to Review Undun takes its listener on a cinematic, highly conceptual trip that starts where life ends. The consistent beeping of a hospital machine indicates that the album’s protagonist Redford Stephens, a 25 year-old fictional yet far too realistic character troubled by a rough life in a rough neighborhood, has just died. From there The Roots rewind and tell the reversed story of Redford inviting the listeners to discover what led to Redford’s tragic passing. The album’s not a piece of cake: its introspective, gloomy and confusing challenging the listener to really invest some time. The last four tracks enhance the cinematic experience as it sounds like music that could accompany a film. Sufjan Stevens repurposes his own song for the introduction of this short, purely instrumental and avant-garde act before the curtain finally falls. (Grashina Gabelmann)

The xx - CoexistFind it at hhv.de: LP+CD | CD Your Rating?: Go to Review Anstatt sich nach dem durchschlagenden Erfolg ihres Debütalbums vor drei Jahren auf ihrem Folgewerk anzubiedern, schalten The xx nochmal einen Gang zurück. Mit »Coexist« legen sie ein leises, zartes Werk vor, dass den Raum ganz weit macht, um dann aber ganz dicht am Ohr des Hörers diese vermeintlich einfachen, aber in dieser Klarheit berührenden Lyrics zu platzieren. Mit seinen verschleierten Clubbeats, seinen kaum berührten Gitarrenseiten und seinen gestreichelten Bässen, ist »Coexist« ein Werk dramaturgischer Bedacht und musikalischer Integrität und macht the xx zu einen der wichtigsten Bands unserer Zeit. (John Luas)
 

TNGHT - TNGHTFind it at hhv.de: 12inch Your Rating?: Go to Review Die gemeinsame EP von HudMo und Lunice kam gerade noch rechtzeitig, bevor die Skrillexisierung von Trap-Musik endgültig um sich griff. »TNGHT« war der Höhepunkt (nach dem die Spannung bekanntlich wieder abfällt) einer musikalischen Spielart, die ihre Energie aus den von 808s und Snare-Drum dominierten Rap-Instrumentals aus dem Süden der Staaten zieht. Eine EP wie ein Kampfspiel am Spielautomaten: Es piept, flackert, knallt und vor allem gibt es hier pausenlos auf die Fresse. Sollte man wieder rausholen, sobald Bauern-Soundcloud-DJs aufgehört haben, ihre eigenen Trap-Songs hochzuladen. (Philipp Kunze)
 

Twin ShadowFind it at hhv.de: LP Twin Shadow, dieser gelackte, arrogante Drecksack, der von der gesamten Chuzpe her eigentlich mit The Weeknd verwandt sein MUSS, macht geilen Larger-Than-Life-80s-Kram, sexuell überstimuliert wie Prince und insgesamt genau so asozial. Dass das tatsächlich doch irgendwie interessant ist, obwohl jener Prince, Morrisey, Bowie (und alle in Patrick Batemans Walkman hausenden Kraftmeier) in ihrer Sparte bereits das perfekte Album gemacht haben und unser George in seinen schlechten Momenten ein wenig klingt wie Arcade Fire im All-Inclusive-Urlaub. Wobei, da spricht vermutlich nur der Neid, denn George und die Damenwelt…aber das ist eine andere Geschichte. (Florian Aigner)
 

Und hier geht’s zum 2012 – Die 50 Alben des Jahres (Teil 1).

Die 50 Schallplatten des Jahres findest du bei hhv.de.
Dein Kommentar
1 Kommentare
22.12.2012 15:45
Simon_Crm:
stundenlang alles durchgehört. Thanks
― antworten
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 21.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Was hatte 2011 musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und auch eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren.
Music Kolumne | verfasst 21.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Was hatte 2011 musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und auch eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren.
Music Kolumne | verfasst 23.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2011 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Liste | verfasst 19.12.2012
2012
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste.
Music Liste | verfasst 17.12.2012
2012
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2012 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Liste | verfasst 21.12.2012
2012
Die Texte des Jahres
Nachdem wir euch die besten Platten und Videos des Jahres präsentiert haben, soll es hier darum gehen, wie das musikalische Jahr kontextualisiert und begleitet wurde: In unseren Vinyl-Charts und einer Nachlese des Mags.
Music Kolumne | verfasst 09.12.2013
2013
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2013 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Kolumne | verfasst 11.12.2013
2013
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Es war ein richtig gutes Jahr für alle Musikconnaisseure. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Kolumne | verfasst 12.12.2013
2013
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Es war ein richtig gutes Jahr für alle Musikconnaisseure. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 2 der Liste…
Music Kolumne | verfasst 16.12.2013
2013
Die Texte des Jahres
Nachdem wir euch die besten Platten und Videos des Jahres präsentiert haben, soll es hier darum gehen, wie das musikalische Jahr kontextualisiert und begleitet wurde: In unserer Nachlese aus den Magazintexten dieses Jahres.
Music Kolumne | verfasst 15.07.2014
Entweder oder
Entscheider: Veedel Kaztro
Auf seiner gerade erschienenen »Büdchen LP« rappt Veedel Kaztro über George Michael-Samples, zitiert Tocotronic und lehnt Beschränkungen kategorisch ab. Auch, wenn Vielseitigkeit willkommen sind, ist es höchste Zeit für Entscheidungen.
Music Kolumne | verfasst 16.07.2014
Aigners Inventur
Juni 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Cro, Young Thug, Throwing Snow und How To Dress Well.
Music Kolumne | verfasst 22.07.2014
Keine halben Sätze
Proband: Rino Mandingo
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: Rino Mandingo; Leistung: Ist vom Muttersöhnchen zum Schwesternmacher gereift.
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Porträt | verfasst 15.07.2014
Jungle
Zwischen Nostalgie und Naivität
Mit ikonischen Tanzvideos mauserten sich Jungle im vergangenen Jahr zum gesichtslosen Hype-Act. Dieser Tage erscheint das Debüt der Londoner. Alles eher glücklicher Zufall, glaubt man dem mittlerweile nicht mehr ganz so anonymen Duo.
Music Porträt | verfasst 13.02.2014
Karate Andi
Das Sich-Nicht-Ernst-Nehmen zu ernst nehmen
Karate Andi ist der Hans im Glück mit Leberschaden: Ohne es krampfhaft zu versuchen, hat er sich eine Rap-Karriere aufgebaut. Er hat die Stimme, den Flow und die Punchlines. Doch man spürt auch verschenktes Potential.
Music Interview | verfasst 16.06.2014
Hyperdub Records
Interview mit Steve Goodman
Der Hyperdub-Chef Steve Goodman aka Kode9 im Interview über 10 Jahre im Dienste der Bassmusik, Schwingungen in der Wirbelsäule, die Allianz weiblicher Musikerinnen auf seinem Plattenlabel und den Tod von DJ Rashad.
Music Review | verfasst 17.07.2014
Sóley
Krómantik
Sóley Stefánsdóttirs EP »Krómantik« enthält acht schöne, musikalische Postkarten aus unerhörten, nie erlebten Tagen.
Music Review | verfasst 17.07.2014
The Streets
A Grand Don't Come For Free
»A Grand Don’t Come For Free« von The Streets ist eines der faszinierendsten Konzeptalben des britischen Hip-Hops.
Music Kolumne | verfasst 09.07.2014
Zwölf Zehner
Juni 2014
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music News | verfasst 22.07.2014
Hudson Mohawke
Neue EP kommt auf Warp
Hudson Mohawke wird eine neue EP via Warp veröffentlichen. Damit tritt er mal wieder heraus aus dem Schatten von Kanye West; zu letzt war er vor allem in den Produzenten-Credits für Songs von Kanye in Erscheinung getreten.
Music Review | verfasst 18.07.2014
Donato Dozzy
K
Streng limitiert. Die Neuauflage der Doppel-LP »K« des Italieners zeigt, Donato Dozzy bleibt weiterhin auf Erfolgskurs.
Music Porträt | verfasst 15.03.2012
Eglo Records
Fingerübung in Sachen Qualität
Vor genau drei Jahren taten sich Sam Shepherd (Floating Points) und Radio-DJ Alexander Nut zusammen und gründeten das Label Eglo Records. Wir stellen euch das Londoner Label genauer vor.
Music Review | verfasst 16.07.2014
Buttering Trio
Toast
Das israelische Buttering Trio feiert auf ihrem Debüt »Toast« die Neuinterpretation von Soul und vor allem Trip Hop.
Music Review | verfasst 18.07.2014
Matthewdavid
In My World
Abrupte Enden, fehlende Übergänge, ein Jonglieren mit Strophen und Refrains: »In My World« von Matthewdavid ist ein in sich gebrochenes Werk
Music News | verfasst 02.01.2012
Raekwon
Neues Mixtape »Unexpected Victory«
Der Chef serviert den Fans zum neuen Jahr mit Unexpected Victory sein erstes offizielles Free-Mixtape. Ein glänzend aufgelegter Raekwon und sein gewohnt starkes Beatpicking machen aus der Angelegenheit eines der ersten Highlights in 2012.
Music Liste | verfasst 19.12.2011
813
DJ Charts
Als Teil der aufstrebenden, vitalen russischen Beatmaker-Szene hat sich 813 mittlerweile einen Namen gemacht. Für unsere DJ-Charts verriet er seine zehn liebsten Stücke derzeit.
Music Porträt | verfasst 09.01.2014
Veedel Kaztro
Schmelztiegelpunk
Veedel Kaztro war einer der Newcomer des jüngst zu Ende gegangenen Jahres. Die »Büdchen EP« des Kölner Deutschrappers schlug gleich hohe Wellen. Doch Konventionen zu umgehen oder zumindest zu hinterfragen, ist bei ihm anerzogen.
Music Review | verfasst 17.07.2014
Alien Ensemble
Alien Ensemble
»Alien Ensemble« besticht durch frische, leichte und nahezu unbeschwerte Klänge und intelligente und groovend arrangierte Lounge-Musik.
Books Interview | verfasst 03.07.2014
Ed Piskor
»Die Farbe ist mein Sampling«
Ed Piskor ist derzeit einer der begehrtesten Zeichner. Im Interview spricht der 31-Jährige über Hacker, klare Strukturen, seine Arbeitsweise sowie was Hip Hop und Comics gemein haben.
Music Porträt
Throwing Snow
Musik als akustische Erinnerungsform
Seit 2007 veröffentlicht der Musiker und Labelbetreiber Ross Tones unter dem Künstlernamen Throwing Snow komplexe elektronische Musik. Diese dient ihm dabei als eine individuelle Reflexion über Momente oder Erinnerungen aus seinem Leben.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: Rino Mandingo
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: Rino Mandingo; Leistung: Ist vom Muttersöhnchen zum Schwesternmacher gereift.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Cro, Young Thug, Throwing Snow und How To Dress Well.
Music Kolumne
Entweder oder
Entscheider: Veedel Kaztro
Auf seiner gerade erschienenen »Büdchen LP« rappt Veedel Kaztro über George Michael-Samples, zitiert Tocotronic und lehnt Beschränkungen kategorisch ab. Auch, wenn Vielseitigkeit willkommen sind, ist es höchste Zeit für Entscheidungen.
Music Porträt
Jungle
Zwischen Nostalgie und Naivität
Mit ikonischen Tanzvideos mauserten sich Jungle im vergangenen Jahr zum gesichtslosen Hype-Act. Dieser Tage erscheint das Debüt der Londoner. Alles eher glücklicher Zufall, glaubt man dem mittlerweile nicht mehr ganz so anonymen Duo.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Juni 2014
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Interview
Jose James
»Ich wollte das Jazz-Stigma loswerden«
Im letzten Jahr begeisterte José James mit seinem Album »No Beginning No End«. Nun legt er den nachfolger vor. Und »While You Were Sleeping« ist anders. Weniger Jazz, mehr Rock und Pop. Wie es dazu kam, verriet uns der Sänger im Interview.
Books Interview
Ed Piskor
»Die Farbe ist mein Sampling«
Ed Piskor ist derzeit einer der begehrtesten Zeichner. Im Interview spricht der 31-Jährige über Hacker, klare Strukturen, seine Arbeitsweise sowie was Hip Hop und Comics gemein haben.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: Gerry Read
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: Gerry Read; Leistung: Lässt lieber seinen Leftfield-House für sich sprechen und brachte es in vier Jahren auf 20 Releases.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Lana Del Reys »Ultraviolence«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Heute erfahrt ihr, wieso Lana Del Rey niemals Miley Cyrus oder Britney Spears sein wird, und warum das auch noch schlecht für ihr Album ist.
Music Porträt
Yør
Die Theorie tanzt mit
Yør ist einer dieser digital natives, die nostalgiefrei zu zitieren verstehen. Mit seiner avancierten elektronischen Musik zeigt er, wie schön es sein kann, dem Kulturpessimismus ein Schnippchen zu schlagen.
Music Liste
Cloud Boat
10 Favourites
Wir fragen Musiker nach zehn Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal teilen sich diese Aufgabe die Briten Sam Ricketts und Tom Clarke von Cloud Boat.
Music Bericht
Arcade Fire
Live am 18.6. in der Wuhlheide in Berlin
Arcade Fire haben es längst in die Stadien geschafft und hier verkehrt sich das Indieprinzip der Band aus Montréal. Die Band wirkt ein wenig als würde sie sich selbst nicht wieder erkennen.
Music Bericht
Sea Change
Live am 4.6. im Badehaus in Berlin
»We’re Sea Change aus Norwegen« – die Wahlberlinerin Ellen A. W. Sunde aka Sea Change präsentierte im Rahmen ihrer ersten Deutschlandtour neue Songs und arbeitet weiter hart an ihrem Bekanntheitsgrad.
Music Interview
Hyperdub Records
Interview mit Steve Goodman
Der Hyperdub-Chef Steve Goodman aka Kode9 im Interview über 10 Jahre im Dienste der Bassmusik, Schwingungen in der Wirbelsäule, die Allianz weiblicher Musikerinnen auf seinem Plattenlabel und den Tod von DJ Rashad.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The Roots, SD Laika, Joakim und zwei Fatimas.
Music Porträt
Azabeats
Die Melodie in allem finden
Er ist 28 Jahre alt und ein eigenwilliger Beatbastler. Mit Freunden schmeißt er das Plattenlabel Postrap, auf dem u.a. Releases von Audio88, Misanthrop oder Son Kas zu finden sind. Wir besuchten den Würzburger in seinem Wohnzimmerstudio.
Music Liste
Sean Piñeiro
10 Favourites
Wir fragen Musiker nach zehn Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Producer Sean Piñeiro dieser Aufgabe an.
Music Interview
Lone
Wie im Traum
»Reality Testing«, Lones neues Album, gibt sich im Vergleich zum Vorgänger geerdet, die Verträumtheit aber ist geblieben. Tatsächlich war sie aber niemals präsenter als diesmal, wie er uns im Gespräch verriet.
Music Bericht
Flying Lotus, Captain Murphy & Thundercat
Live am 1.6. in der Live Music Hall in Köln
Thundercat. Flying Lotus als Flying Lotus. Und Flying Lotus als Captain Murphy. Alle an einem Abend. Es war ein Spagat zwischen höherer Musikmathematik und einfachem Bruchrechnen.
Music Porträt
Antime Records
Scheitern als Chance
Von der großen Bühne zurück auf Null: Mit seinem Label Antime möchte der Frittenbude-Gitarrist Martin Steer künstlerische und geografische Grenzen überwinden. Und langsam mausert sich das einstige Netzlabel zum internationalen Netzwerk.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Mai 2014
Willkommen im Juni. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Mai musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Porträt
HTRK
Die Frage leben
Sean Stewart nahm sich 2010 das Leben. Stewart war damals der Bassist der australischen Band HTRK. Sein Selbstmord steht im Zentrum des Schaffens der verbliebenen Bandmitglieder Jonnine Standish und Nigel Yang.
Music Interview
Lee Fields
When Good Was Good
Zwei Jahre nach »Faithful Man« ist Lee Fields mit seinem fünften Album für Truth & Soul zurück. »Emma Jean« trägt den Namen seiner Mutter. Wir sprachen über Konzerte als spirituelles Ereignis und eine Zeit, als das Gute noch gut war.
Music Porträt
Jazz Against The Machine
Die Neunziger in Jazz übersetzen
Kennengelernt haben sich Jazz Against The Machine auf einem Konzert der Smashing Pumpkins. Das behaupten sie zumindest. Denn so ein Gründungsmythos passt einfach zu gut. Crossover und Grunge übertragen die vier Herren in den Jazz.
Music Liste
Figub Brazlevič
10 Favourites
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Producertalent Figub Brazlevič dieser Aufgabe an.
Music Bericht
David-Bowie-Ausstellung in Berlin
Die Legende von David Jones
Die Ausstellung »David Bowie« im Martin-Gropius-Bau in Berlin ist wie ein Nachruf auf einen Untoten und sagt vieles über die Stadt und ihren Kulturbetrieb, während sie am Künstler selbst scheitert.
Music Interview
Quantic
Soulful Satisfaction
Auf seinem neuen Album »Magnetica« als Quantic vereint Will Holland viele Weggefährten der letzten Jahre, die er vor allem in Kolumbien verbracht hat. Wir trafen ihn während seiner Tour zum Interview über Spiritualität, Soul und Sound.
Music Porträt
Kyoka
Mit Kopf und Körper
Bassig, steril und doch verspielt: So klingt die Musik von Kyoka. Mit uns sprach die zwischen Japan und Berlin pendelnde Produzentin über ihr neues Album, mangelnde Objektivität und von Emotionen bereinigten Vocal-Schnipseln.
Music Bericht
Reverie & Louden
Live am 8.5. im Cassiopeia in Berlin
Mit ihrem Auftritt im Berliner Cassiopeia lieferte Rapperin Reverie eine derart überzeugende Performance, dass die Beiträge ihrer Bühnenkollegen – Bruder Louden an den Beats, Freund Self Provoked als Special Guest – nebensächlich wurden.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Kollegah's »King«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Diesmal erörtern Florian Aigner und Philipp Kunze was Tiki-Taka mit Kollegahs neuem Album »King« gemeinsam hat.
Music Liste
Dauwd
10 Favourites
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Producertalent Dauwd dieser Aufgabe an.
Music Bericht
Nightmares On Wax
Live am 10.5. im Bi Nuu in Berlin
Das XJAZZ Festival schloss am Samstag seine erste Ausgabe mit einem Auftritt von Nightmares On Wax. Diese nutzten den Anlass um auch gleich ihr 25-jähriges Jubiläum zu begehen, ganz stilvoll, mit Geigen und Trompeten.
Music Interview
Jaakko Eino Kalevi
Über Liebe und andere Geisteskrankheiten
Jaakko Eino Kalevi sieht aus wie ein verplanter Engel, arbeitet als Straßenbahnfahrer und hat mit »No End« einen der besten Songs 2013 aufgenommen. Zeit ihn kennenzulernen also. Ein Gespräch über Liebe, Musik und Wäschewaschen.
Music Bericht
Vessel & Heatsick
Live am 8.5. im Berghain in Berlin
Es dürfte schwer fallen, ein gegensätzlicheres Programm erfolgreich im selben Club zu vereinen, als dies bei der Veranstaltung »Certain People #18« im Berghain in Berlin der Fall war.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
April 2014
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Bericht
James Ferraro
Live am 5.5. im Gold + Beton in Köln
James Ferraros Auftritt in einer neuen Kulturstätte Kölns war im Grunde unerträglich. Und genau deshalb war er so gut. Unser Autor hat einen Auftritt genossen, der, an den üblichen Parametern gemessen, ungenießbar war.
Music Liste
kidkanevil
10 Favourites
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der in der Beatmakerszene als Visionär gehandelte kidkanevil dieser Aufgabe an.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Kelis, SZA, Sohn, Legowelt und Dillon.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: Rockstah
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: Rockstah; Leistung: Hat den Missing Link zwischen Deutschrap und Konsole geliefert.
Music Liste
Craig McWhinney
10 Favourites
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der australische Technoproduzent Craig McWhinney dieser Aufgabe an.