Music Interview | verfasst 04.01.2013
Allah-Las
»Die Jungs sind sooo retro!«
»Jetzt haben wir Bullshit-Videos«, sagt Matt von Allah-Las im Interview. Was die vier Jungs gegen ihre eigenen Videos haben und was das mit einem Gig zwischen Dinosauriern zu tun hat, könnt ihr hier nachlesen.
Text Pippo Kuhzart
Allahlas_mg_8081

Die Bandgeschichte von Allah-Las liest sich wie das Drehbuch für einen neuen US-Serienhit: Vier junge, gut aussehende Surfer-Boys aus Kalifornien gründen eine Band und verlieren nach und nach ihre Freundinnen. Drei der vier (Matt, Miles und Spencer) kennen sich schon seit der Highschool, später arbeiten drei der vier (Matt, Pedrum und Spencer) gemeinsam in einem von Los Angeles‘ wichtigsten Plattenläden, Amoeba Records. Sie teilen eine Vorliebe für Vinyl aus den Sechzigern bis Achtzigern und jeder tüftelt bereits an einem eigenen musikalischen Projekt herum. Als die Jungs entschließen, gemeinsam Musik zu machen, kann keiner Schlagzeug spielen; Matt lernt es kurzerhand, Kumpel Nick Waterhouse hilft bei den Aufnahmen und im September 2012 veröffentlichen Allah-Las ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Wir trafen die vier in Basel.

Euer Debütalbum ist nicht nur eine Hommage an die 1960er Jahre, sondern klingt als wäre es tatsächlich damals aufgenommen worden? Wie habt ihr diesen verstaubten, analogen Sound erreicht?
Pedrum: Die Produktionsweise von Nick Waterhouse und das Studio [Distillery in Los Angeles, Anm.d.Red] haben maßgeblich zu diesem Sound beigetragen.
Miles: Du hast staubig gesagt – das Studio ist buchstäblich sehr staubig und dreckig…
Pedrum:… ich bin jedes Mal krank geworden, als wir dort aufgenommen haben. Außerdem stehen da jede Menge alte Aufnahmegeräte herum. MikeQ, der Besitzer des Studios, ist so etwas wie ein verrücktes Genie; er hat sie für Musik-Aufnahmen angepasst. Also Mike und Nick zusammen – ihr Wissen hat geholfen, dass das Album klingt wie es klingt.
Miles: Wir haben versucht einiges digital aufzunehmen, mit Pro-Tools, aber wir waren nicht glücklich damit.
Pedrum: Um fair zu sein: Wir haben die Songs damals auch beschissener gespielt. (Gelächter)
Miles: Wir fangen immer gerade an cool zu klingen und dann springt Pedrum ein und wir klingen wie Idioten.

Die Bezeichnung »psychedelisch« taucht oft auf, wenn man über euch liest…
Matt: ..das ist eine Bezeichnung, die die Leute ständig falsch verwenden…
Pedrum: …sie wird willkürlich herumgeschmissen. Wenn ich an psychedelische Musik denke, denke ich an die Spacemen-3-Platte »Taking Drugs To Make Music To Take Drugs To«. Das ist zwar nicht worauf wir abgezielt haben, obwohl ich denke, dass die Leute es genießen unsere Musik zu hören, während sie auf Drogen sind – das ist absolut okay für uns. Aber textlich bezieht sich unsere Musik nicht auf Drogen-Konsum.
Ich zitiere: »Allah-Las klingen mehr nach dem L.A., von dem die Leute tagträumen, als nach dem echten L.A.« Was ist der Unterschied zwischen den beiden?
Matt: Wir sind in L.A. aufgewachsen. Wir haben Dinge gesehen, die Leute normalerweise nicht zu sehen bekommen, wenn sie nur zu Besuch in L.A. sind. Ich denke, dass der Rest der Welt Los Angeles als ein großes, überfülltes Durcheinander sieht. Wir sehen aber auch, was es so gut macht und filtern das in unsere Musik. Ich denke, dass Leute sagen, das unsere Musik ihre Tagträume von L.A. porträtiert, weil wir Los Angeles auf eine Art romantisieren.

»Wir kriegen diese Presseberichte, als hätten wir einen Vietnam-Song geschrieben, als würden wir uns wünschen, zurück in diese Zeiten können; als würden wir uns an unsere Zeit in Vietnam erinnern« (Matt von Allah-Las) Okay, etwas spezieller: Wie klingt denn euer L.A., wie riecht es, was machen die Leute?
Spencer: Ich denke, unser Album klingt, wie Los Angeles an einem verregneten Tag.
Matt: Es riecht definitiv nach mexikanischem Essen. Und Staub und Sand und dem Ozean.
Miles: Abgase! Aber ich glaube die Sache mit Los Angeles ist, dass es so viel aufzusaugen gibt; es ist so weitläufig, dass es unmöglich ist, es in einem kurzen Zeitraum wertzuschätzen. Vielleicht ist unser Schlüssel auch einfach, dass wir immer versuchen, die besten Dinge zu finden.
Matt: Wir sind ein bisschen wie »Digger«: Wir suchen immer Platten, die Leute noch nicht gehört haben und Orte, an denen Leute noch nicht waren…
Pedrum: (lacht) Okay, lasst uns jetzt den Mund halten!

Gut, dann zurück zu eurem Album: Die Musik klingt leicht und gut gelaunt, aber die Texte handeln viel von Verlust. Wie kam es zu dieser Mischung?
Matt: In der Übergangsphase von Musik als Hobby zum Musikmachen als Vollzeit-Sache, hatten wir alle ein paar ernste Brüche in unserem Leben; mit unseren Freundinnen…

Ihr alle zur selben Zeit?
Miles: Ja, einfach per Zufall.
Pedrum: Es war wie ein Domino-Effekt…
Miles: Was lustig ist, ist dass sie alle in unseren ersten Videos mitgespielt haben und dann eine nach der anderen gegangen ist. Und jetzt haben wir…Bullshit-Videos, die uns überhaupt nicht repräsentieren (Gelächter).

Was ist so beschissen an euren Videos?
Matt: Naja, unsere ersten Videos hatten keinen PR-Push oder so und wurden einfach nur mit Pedrums alter Super-8-Kamera gefilmt. Diese Videos mögen wir sehr. Aber die letzten drei [»Tell Me What‘s On Your Mind«, »Busman‘s Holiday« and »Vis-a-Vis«] wurden von anderen Personen gedreht – sie repräsentieren nicht wie wir uns der Welt gegenüber fühlen, und auch nicht unseren Sound.

Die Kombination aus euren Videos, eurer Musik und den Lyriks geben mir den Eindruck, dass ihr ziemlich nostalgisch seid?!
Pedrum: Ich empfinde das als Kompliment. Es ist ein sehr schweres Gefühl; es ist schön, dass wir dieses Gefühl mit dem was wir machen erzeugen.
Miles: Ich bin schon als Kind nostalgisch gewesen. Ich war besessen vom Mittelalter und von den Tom-Sawyer-Zeiten. Ich liebe es auch Bücher über Los Angeles in den 20ern, 30ern, 40er usw. zu lesen. Ich glaube unsere Musik beschwört dieses nostalgische Gefühl irgendwie herauf; das Gefühl, das ein mal etwas war, das nicht länger ist.
Matt: Aber wir haben auch einen Song – »Busman‘s Holiday« -, der über Krieg handelt. Die Leute hören ihn und sagen: »Oh, das ist ein Song über Vietnam». Ist er nicht! Er könnte über jede Person in irgendeinem Krieg sein. Und wir kriegen diese Presseberichte, als hätten wir einen Vietnam-Song geschrieben, als würden wir uns wünschen, zurück in diese Zeiten zu können; als würden wir uns an unsere Zeit in Vietnam erinnern..
Pedrum: Ja, oder an unsere Zeit im ersten Weltkrieg..
Spencer: Die Jungs sind soooo »retro«! (Gelächter)

Glaubt ihr nicht, dass eure Faszination für alte Sounds und Bilder euch dieses »retro«-Klischee eingebracht haben?
Spencer: Das Versäumnis unserer Videos ist, dass sie zu der ganzen »retro«-Idee beitragen. Das ist nicht, was wir wollen.
Matt: Wir mögen Super-8, wir mögen Film. Das basiert alles nur auf unserem Geschmack. Ich betone, dass wir nicht nur Inspirationen von einer Zeit-Periode nehmen. Es sind eine Menge Perioden zusammengemischt. Wenn die Leute nur die Oberfläche von Pop-Musik sehen, werden sie nicht verstehen, was wir machen. Und ich glaube, dass ist der Fall – Leute sehen uns und denken: Oh, das sind einfach die Sechziger.
Pedrum: Wir haben angefangen die Bezeichnung »retro« in so vielen Witzen wie möglich zu verwenden. Vor einigen Wochen haben wir in einem Museum gespielt und gedacht: »Das ist die aller »retroste« Show, die wir je gespielt haben; umringt von Dinosauriern«.
Miles: Es ist schon merkwürdig, dass Leute Kunst als etwas Lineares sehen: »Oh, das ist alte Kunst, das ist neue Kunst«. Warum wird unsere Musik als »retro« betrachtet, während andere Musik, die von vergangenen Zeiten inspiriert ist, als neu angesehen wird?

Das Album »Allah-Las« von Allah-Las findest Du bei hhv.de auf CD und LP.
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 13.09.2012
Allah-Las
Allah-Las
Allah-Las haben sich mit ihrem selbstbetitelten Debüt ins Jahr 2012 verirrt und liefern den perfekten Soundtrack zum Spätsommer.
Music Review | verfasst 19.09.2014
Allah-Las
Worship The Sun
Allah-Las sind auf der Suche nach dem perfekten Sound: »Worship The Sun« ist dabei so Vintage, wie es nur geht.
Music Review | verfasst 12.09.2016
Allah-Las
Calico Review
»Calico Review«, das dritte Album von Allah-Las wurde in demselben Studio aufgenommen wie »Pet Sounds«. Das erklärt aber noch nicht alles!
Music Review | verfasst 22.05.2012
Nick Waterhouse
Time's All Gone
Da kommt dieser 26-jährige Knilch aus Kalifornien daher und nimmt ein verdammt starkes Album auf.
Music Review | verfasst 29.01.2013
Nosaj Thing
Home
Ein Album wie eine Vollnarkose, nur dass man sich nicht verballert und großartig fühlt, wenn man wieder aufwacht.
Music Review | verfasst 08.03.2013
Rhye
Woman
Rhyes Debüt bewahrt sich zu jedem Zeitpunkt das Gefühl der Intimität. Letztendlich ist das Fluch und Segen zugleich.
Music Review | verfasst 27.03.2013
Feeding People
Island Universe
Feeding People und ihre 19-jährige Sängerin Jessie Jones machen auf ihrem Debüt einiges richtig.
Music Review | verfasst 19.06.2013
Hanni El-Khatib
Head In The Dirt
Nach Nick Waterhouse und den Allah-Las schütteln Innovative Leisure den nächste Retro-Act aus dem Ärmel.
Music Review | verfasst 04.10.2013
Crystal Antlers
Nothing Is Real
Die Crystal Antlers bewegen sich auf den Spuren der alten Touch&Go-Bands wie Butthole Surfers, The Jesus Lizard und Shellac.
Music Review | verfasst 10.01.2014
BadBadNotGood
BBNG2
Um Jazz aus den Feuilletons wieder rauszuholen, brauchte es die Herren von BadBadNotGood. »BBNG2« macht den Jazz wieder gefährlich.
Music Review | verfasst 10.03.2014
Nick Waterhouse
Holly
Nick Waterhouse arbeitet sich weiterhin an den 50ern und dem R’n’B ab. Sein zweites Album »Holly« zweigt dafür auch mal ab.
Music Review | verfasst 01.09.2014
Khun Narin's Electric Phin Band
Khun Narin's Electric Phin Band
Psychedelic Music aus Südostasien. »Khun Narin’s Electric Phin Band« modifiziert die traditionelle »Phin«.
Music Review | verfasst 08.05.2015
Nosaj Thing
Fated
Nosaj Things »Fated« kommt frischer als »Home« im Jahr 2013, überrascht aber immer noch nicht mit neuen Ideen.
Music Review | verfasst 05.08.2015
Gossamer
Automaton
Gossamer zeigt viele Seiten seiner selbst. Das Problem an »Automaton« ist jedoch, dass keine davon mit Schokoladenüberzug kommt.
Music Review | verfasst 07.07.2016
BadBadNotGood (BBNG)
IV
BadBadNotGood (BBNG) strafen mit ihrer neuen LP »IV« den Kritikern lügen: Ihr instrumentaler Hip Hop beherrscht seinen propagierten Jazz.
Music Review | verfasst 06.10.2016
Nick Waterhouse
Never Twice
Nick Waterhouse schien schon immer etwas aus der Zeit gefallen. Das ändert sich glücklicherweise auch mit »Never Twice« nicht.
Music Review | verfasst 28.02.2017
Hanni El Khatib
Savage Times
Auf »Savage Times« genießt Hanni El Khatib die Freiheit, sich soundtechnisch so richtig auszutoben und Limitierungen hinter sich zu lassen.
Music Review | verfasst 11.03.2019
Nick Waterhouse
Nick Waterhouse
Auf seinem Album entwickelt Nick Waterhouse eine Wut und Energie, die wir so noch nicht von dem Songwriter aus San Francisco kannten.
Music Porträt | verfasst 16.05.2012
Nick Waterhouse
Weil es Rhythmus und Blues hat
Waren die Genzen zwischen alt und neu bislang noch halbwegs kenntlich, sind sie jetzt ins Unkenntliche verwischt. Nick Waterhouse sieht aus wie Buddy Holly und spürt der Authentizität in der Musik nach.
Music Interview | verfasst 12.06.2015
Sylabil Spill & Ghanaian Stallion
»Rap ist immer Ventil«
Alles ist ein Duell. Sylabil Spill fechtet sie im 1vs1 mit Whack-MCs und auf einer Metaebene mit der Gesellschaft aus. Jetzt hat er gleich zwei neue EPs veröffentlicht. Eine davon mit Ghanaian Stallion. Wir trafen das Duo zum Gespräch.
Music Review | verfasst 19.06.2015
MoTrip
Mama
Sein zweites Album »Mama« wird MoTrips Standing als einer der besten Rapper Deutschlands zwar nicht zementieren, aber verankern.
Music Kolumne | verfasst 10.06.2015
Aigners Inventur
Mai 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Jamie XX, Shamir und Jenny Hval.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Hudson Mohawke
Lantern
Neue Maßstäbe soll »Lantern« setzen. Stattdessen setzt es sich auf seinen aufgeblasenen Hochglanz-Hintern-
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Liste
Rafael Anton Irisarri
10 All Time Favs
Ambient? Vielleicht. Aber mit Splittern von Metal, Neo-Klassik und anderem. Rafael Anton Irisarri malt mit dickem Pinselstrich überwältigende Klanggemälde. Für uns hat der US-amerikanische Komponist seine Einflüsse offengelegt.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Rolling Stones – Let It Bleed (1969)
Vom Western-Saloon in den Vietnamkrieg, Stress mit den Cops und Heroin in Arschbacken – der Weg zu »Let It Bleed« verläuft auf einem Pfad zwischen Morbidität und Leichtsinn. Am Ende waren die Drogen gelutscht und die Utopien der Hippies tot
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.