Music Kolumne | verfasst 22.02.2013
Records Revisited
Ornette Coleman's The Shape Of Jazz To Come, 1959
»The Shape of Jazz to Come«, die dritte Veröffentlichung von Ornette Coleman, ist eines der einflussreichsten Werke der Jazzgeschichte. Sie wird dennoch zu selten gehört, zu selten gesamplet, zu selten erwähnt.
Text Sebastian Hinz
Records_revisited_vorlage_1024x685px
Fruehling_sommer_2013_de

Zwischen 1959 und 1961 veröffentlichte der Saxophonist Ornette Coleman vier Schallplatten, die er zusammen mit dem Trompeter Don Cherry, dem Bassisten Charlie Haden und abwechselnd mit den Schlagzeugern Billy Higgins und Edward Blackwell für die Plattenfirma Atlantic Records in New York City einspielte. Produziert wurden sie allesamt von Nesuhi Ertugan. Diese Schallplatten sind die Annäherung an eine neue Form des Jazz, der sich durch die Aufgabe der vier-, acht- oder zwölftaktigen Form, den Verzicht auf vorgegebene harmonische Strukturen wie Akkordwechsel oder Tonarten, durch das Fehlen von Harmonieinstrumenten überhaupt und den Einsatz auch von Bass und Schlagzeug als melodische Instrumente knapp beschreiben lässt. Die Titel dieser Schallplatten lesen sich wie eine programmatische Prophezeiung: »The Shape of Jazz to Come« (1959), »Change of the Century« (1960), »This Is Our Music« (1960) und »Free Jazz« (1961). Natürlich war die mit Doppel-Quartett eingespielte, im Kollektiv improvisierte sechsteilige Suite »Free Jazz« das revolutionärere Album. Doch das am 1. Oktober 1959 erschienene »The Shape of Jazz to Come« kommt als Eröffnung dieser viergliedrigen Klimax eine besondere Stellung zu. Es markiert die Schwelle zu einem neuen Reich.

Denn Jazz veränderte sich in diesen Tagen grundlegend. Und während ihres am 17. November 1959 begonnenen sechswöchigen Gastspiels im Five Spot, dem angesagtesten Jazzklub New Yorks, schauten die Größen der Branche vorbei. Miles Davis blickte scheelsüchtig auf Coleman, wissend, dass dieser ihm technisch vielleicht nicht das Wasser reichen könne, aber dass dessen Ideen die Jazzmusik fortan prägen würden. John Coltrane kam jeden Abend ins Five Spot, um das Quartett spielen zu sehen und nach den Shows packte er Coltrane am Arm und sie gingen in die Nacht hinaus und redeten und redeten. Die beiden wurden Freunde und Coltrane würde später sagen, dass die Erfahrung dieses neuen Jazz es ihm ermöglichte, unbekümmerter zu spielen. Sonny Rollins, zusammen mit Coltrane einer der führenden Saxophonisten dieser Zeit, ist durch die Musik von Colemans Quartett in die Sinnkrise geraten und verschwand zwei Jahre völlig von der Bildfläche. Dann tauchte er wieder auf, mit neuem, an Coleman ausgerichtetem Ansatz und neuem Quartett, zu dem nun eben auch Don Cherry und Billy Higgins gehörten. Schließlich waren auch Albert Ayler und Eric Dolphy Zeugen dieser Auftritte.

Sein Ansatz war kein politischer, sondern ein künstlerischer. Die auf »The Shape of Jazz to Come« erstmals konsequent umgesetzte Idee, war die einer betonten offenen, freieren, natürlichen, also ursprünglichen Auslegung der Jazzmusik.

Jetzt kann man es sich leicht machen und den Akt der Befreiung von den Einschränkungen, welche die Jazzmusik bis zur Ornette Coleman bereithielt, mit seiner Biographie begründen. Coleman, 1930 in Fort Worth, Texas geboren, in ärmsten Verhältnissen aufgewachsen, in einem Milieu, das durch die Segregation geprägt war, liefert einen (hier nur kurz angerissenen) Lebenslauf, der genau dazu einlädt, Erinnerungen, die voll von Dingen sind, die einen eingeschränkt haben. Doch wäre das zu einfach. Und eben genau einfach ist die Musik von Ornette Coleman nicht. Die Dinge, die er suchte, waren auch nicht außerhalb der Grenzen aufzufinden, die ihm seine Lebensgeschichte setzte. Sein Ansatz war also kein politischer, sondern ein künstlerischer. Die auf »The Shape of Jazz to Come« erstmals konsequent umgesetzte Idee, war die einer betont offenen, freieren, natürlichen, also ursprünglichen Auslegung der Jazzmusik. Von den Romantikern wissen wir, dass wenn ein Kunstwerk viele Bedeutungen, viele Ansichten und Weisen verstanden und geschätzt zu werden aufweist, am interessantesten ist und ein reiner Ausdruck der Persönlichkeit. Eine Idee erscheint umso individueller und stimulierender, je mehr Gedanken, Welten und Haltungen in ihr sich kreuzen und zusammentreffen.

Ornette Coleman – The Shape Of Jazz To ComeWebshop ► Vinyl LP Die Abgrenzung Ornette Colemans von der auch in seiner Biographie liegenden Erfahrung ist demnach zunächst auch wieder nur die halbe Wahrheit. In der betont offenen Form seiner Musik kommt seine Individualität, seine Persönlichkeit umso deutlicher hervor. Und auch das afroamerikanische Erbe, das Coleman mit sich schleppt, liegt hier abrufbereit. Mit einer leicht abgewandelten Sentenz Friedrich Schlegels könne man sagen, dass die Welt des Jazz, wie sie von Coleman interpretiert wird, die durchaus entgegengesetzte Welt der Wahrheit (Geschichte) sei – und ihr eben darum so durchaus ähnlich wie das Chaos der vollendeten Schöpfung. Das führt uns zu der Ebene auf die Ornette Coleman in Selbstaussagen insistiert, hin zu einer Gesetzlosigkeit, zur Freiheit, zum »Naturzustand der Natur« (Friedrich Schlegel), der Zeit vor der Welt als alle gleich waren, jenseits von Rassenschranken, jenseits von Geld- und Besitzverhältnissen. – Von diesen Dingen kann uns die Musik von Ornette Coleman, kann uns »The Shape of Jazz to Come« auch mehr als 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung noch sehr viel berichten.


Die Schallplatten von Ornette Coleman findest du im Webshop von HHV



Die Schallplatten von Ornette Coleman findest du im Webshop von HHV

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 22.06.2016
Records Revisited
John Coltrane - Giant Steps (1960)
Auf dem Weg vom Bebop zum Free Jazz. Das 1959 aufgenommene »Giant Steps« füllt eine Lücke in der Geschichte des Jazz und ist gleichzeitig ein Riesenschritt in der künstlerischen Entwicklung des Ausnahmemusikers John Coltrane.
Music Review | verfasst 06.03.2011
The Streets
Computers & Blues
Computers & Blues kann durchaus als würdiger Abgang von Mike Skinner bezeichnet werden.
Music Review | verfasst 29.04.2011
Wiz Khalifa
Rolling Papers
Wiz Khalifa reitet auf der, aus seiner Pittsburgh Steelers Hymne Black And Yellow entstandenen Hypewelle, in die Bedeutungslosigkeit.
Music Review | verfasst 08.05.2012
Santigold
Master Of My Make-Believe
Santigold ist als Künstlerin gewachsen, hat genau in die Spur gefunden, die exakt auf dem Nerv des Zeitgeistes liegt.
Music Review | verfasst 29.01.2013
T.I.
Trouble Man: Heavy Is The Head
Auf seinem achten Studio-Album fordert Clifford Harris jetzt wenig erfolgreich seinen Trap-Thron zurück.
Music Review | verfasst 15.02.2008
Lupe Fiasco
Lupe Fiasco's The Cool
Das zweite Album Lupes überzeugt durch Konzept und Lyricism, der Gesamteindruck leidet jedoch unter wenigen mittelmäßigen Beats und Hooks.
Music Review | verfasst 01.10.2013
Janelle Monáe
The Electric Lady
Kann es etwas anderes als Liebe sein, wenn Janelle Monáe ein neues Album veröffentlicht? Niemals.
Music Review | verfasst 19.09.2014
alt-J (∆)
This Is All Yours
Der eklektizistische Kunst-Pop von alt-J (∆) ist mit »This Is All Yours« noch ausladender, noch versponnener und spezieller geworden.
Music Review | verfasst 10.04.2015
Action Bronson
Mr. Wonderful
Action Bronson hat der Superstar-Status offensichtlich nicht geschadet. »Mr. Wonderful« ist eine kurzweilige Achterbahnfart.
Music Review | verfasst 25.02.2016
Santigold
99 Cents
Seit ihrem Debüt ist Sanitgold eine der einfallsreichsten Künstlerinen im Popmusikbusiness. Auch auf »99 Cents« zu beobachten.
Music Review | verfasst 10.06.2016
John Coltrane
The Atlantic Years In Mono
6 Alben und 1 Single aus John Coltrane’s Zeit bei Atlantic Records werden in neu gemastertem, warmen Sound wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 03.10.2016
Led Zeppelin
The Complete BBC Sessions
Besseres an der Schnittstelle von Blues und Rock gibt es nicht: Zur 5LP-Box »The Complete BBC Sessions« von Led Zeppelin.
Music Review | verfasst 13.06.2017
Phoenix
Ti Amo
Phoenix huldigen auf »Ti Amo« la dolce vita und doch fühlt man sich die ganze Zeit bestens unterhalten.
Music Porträt | verfasst 15.10.2010
Solomon Burke
Der Prediger geht
Bei kaum einem zweiten lagen Spiritualität und Sinnlichkeit, Göttliches und Weltliches so nah beisammen wie bei Solomon Burke. Am 10. Oktober verstarb der schwergewichtige Soulsänger. Ein Nachruf
Music Kolumne | verfasst 08.03.2013
Records Revisited
Gil Scott-Heron's Small Talk At 125th And Lenox, 1970
Als Gil Scott-Heron im Sommer 1970 auf Drängen des Produzenten Bob Thiele ein kleines New Yorker Studio betrat, war er Autor. Wenige Stunden später verließ er das Studio als Musiker.
Music Kolumne | verfasst 16.10.2013
Records Revisited
Bob Dylan's Blonde On Blonde, 1966
»Blonde On Blonde« ist das erste Doppelalbum der Rockmusikhistorie. Es ist am 16.5.1966 bei Columbia Records erschienen. Das war ein Montag und Janet Jackson erblickte das Licht der Welt.
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.
Music Liste
Selling
Picks 10 latest Vinyl Records
Der als Gold Panda bekannte Derwin Dicker hat sich mit Jas Shwa von Simian Mobile Disco zusammengetan und als Selling ein gemeinsames Album, »On Reflection«, veröffentlicht. Was sonst noch auf irhen Plattenspieler kommt, verraten sie hier.
Music Liste
Chris Liebing
Picks 10 latest Vinyl Records
Chris Liebing ist vor kurzem 50 Jahre alt geworden. Und doch ist es, als wäre es gestern gewesen, als er als Augenzeuge, mehr noch, als Wegbereiter dem Techno hin zur Massenkultur den Weg bereitet. Hier und heute pickt er 10 Schallplatten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2019
Es ist 2019. Real-Player-Audioqualität auch kein Fickfinger mehr, sondern nur noch Pein im Popo. Aigners Inventur wieder da. Der einzige Anlass auf der Welt also, um mal kurz aus dem Winterschlaf respektive K-Hole aufzuschauen.
Music Liste
deM atlaS
Picks 10 latest Vinyl Records
deM atlaS war mal Frontmann einer Rockband, zeichnet Stück für Stück schon mal sämtliche Covers einer Vinylauflage und debütierte jüngst auf Rhymesayers. Diese Schallplatten gefallen ihm aktuell selbst.
Music Kolumne
Records Revisited
Elecktroids – Elektroworld (1995)
Wer sind sie und wenn ja wie viele? Diese Frage haben sich seit der Erstveröffentlichung von »Elektroworld«, dem 1995 erschienenem, einzigen Album der Elecktroids, so einige gefragt. Die Hinweise auf einen Urheber haben sich verdichtet.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Porträt
Cannonball Records
Bombenstimmung auf der Tanzfläche
2014 hat der Italiener Alberto Zanini sein Label Cannonball Records gegründet. 30 Releases später kann man sagen, dass er damit einen nicht unerheblichen Beitrag für die Rare Soul-Szene leistet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November 2018
Steht in Marrakesch und check gar nichts mehr: die letzte Inventur des Jahres, unter anderem mit Max Graef, Black Merlin, Guavo, Julia Holter, Bruce und Objekt. Theoretisch wieder eine Sensation.
Music Porträt
Charles Mingus
Wiederentdeckte Wut
Amir Abdullah staunte nicht schlecht, als ihm die Witwe von Jazz-Drummer Roy Brooks, Tonbänder eines Konzertes von Charles Mingus zeigte, das dieser 1973 in Detroit gegeben hatte. Es wurde Zeit für eine Wiederentdeckung.
Music Liste
Max Graef
Picks 10 latest Vinyl Records
Max Graef spricht deine Sprache nicht, dafür aber jede andere. Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« hat der Berliner 10 empfehlenswerte Schallplatten aus unserem Shop ausgewählt.
Music Liste
Jakko Eino Kalevi
Picks 10 latest Vinyl Records
Den Finnen kann man ja einiges Nachsagen. Als »Dream-Pop-Reformer« sind sie aber bislang noch nicht beschrieben worden. Dabei dürfen sie sich in Person des Popmusikers Jaakko Eino Kalevi genau dies auf die blau-weiße Fahne schreiben.
Music Interview
The Last Poets
Nichts erfunden
Vier Wochen nach dem Tod des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. haben sich The Last Poets gegründet. Ihr kreatives Schaffen ist eine Art Initial für das, was wir heute »Hip-Hop« nennen. Wir trafen sie zu einem sehr spannenden Interview.
Music Interview
Mndsgn
Beats ohne Einschränkungen
Mndsgn baut Beats. Er gehört zum erlauchten Kreis des Labels Stones Throw. In diesem Jahr hat er ein eigenes Label gegründet, eine Platte veröffentlicht und u.a Beats für Fatima und Prophet produziert. Zeit für ein Interview.