Art Interview | verfasst 16.04.2013
Erik Kirtley
Bloß kein beständiger Stil
Manchmal entscheidet nicht die Musik darüber, ob man eine Platte lieber kauft oder herunterläd – sondern das Artwork. Damit kommt dem Gestalter des Covers eine nicht unerhebliche Rolle zu. Erik Kirtley ist so einer.
Text Philipp Kunze
Rubriken_sticker_detail_09 Seine Leidenschaft galt dem Musikhören, sein Talent lag im Gestalten: Artwork für Platten zu entwerfen war für Erik Kirtley eine natürliche Entwicklung. Mit seinen Artworks versucht er zu verbildlichen, was er fühlt, wenn er das jeweilige Werk hört. Doch wie genau führt ihn die Musik zum Plattencover und was wäre eigentlich, wenn er für David Guetta ein Artwork gestalten müsste? Die Antwort des Studenten der School Of Design And Craft in Göteborg ist, wer hätte es gedacht, denkbar simpel.

Dein bekanntestes Artwork ist das Albumcover für die Zusammenarbeit von Teams und Star Slinger. Nehmen wir das als Beispiel: Wie lässt die Musik deine Designs entstehen?
Erik Kirtley: Ich habe das Artwork für diese EP in einer Zeit entworfen, in der ich v.a. mit »Retro«-Fotografie und Fotomontagen gearbeitet habe. Ich habe viele Fotos und Texturen von alten Magazinen und Büchern eingescannt, um später Montagen und Collagen damit zu machen. Und da die Samples auf der EP von Soul- und R&B-Songs aus den 1970er und 1980er Jahren stammen, passte diese Retro-Ästhetik zu der Stimmung der Musik. Das finale Artwork war schließlich eine Doppelbelichtung eines Fotos von einer haitianischen Frau und dem Foto eines Diamanten, das ich aus einem Buch gescannt habe, das ich im Haus meiner Eltern gefunden habe.

Welches Kriterium entscheidet, ob du Fotografie, Illustrationen oder Zeichnungen für deine Artworks benutzt?
Erik Kirtley: Das hängt davon ab, welches kreative Feld ich zur jeweiligen Zeit durchforste. Im Augenblick arbeite ich nicht mehr so viel mit Fotografie oder Montagen und konzentriere mich stattdessen auf Illustrationen, Zeichnungen und Typographie – einfach Grafik-Design als Ganzes. Ich habe außerdem versucht mehr ohne Computer zu arbeiten und meine anfänglichen Skizzen auf Papier zu zeichnen. So werden meine Projekte normalerweise viel besser.

Hängt deine Herangehensweise davon ab, für welches Genre du designst?
Erik Kirtley: Ja, aber oft mehr als es mir lieb ist. Album-Artwork ist oft Genre-typisch und das würde ich gerne öfter in Frage stellen. Deshalb hat es immer Spaß gemacht, für den Produzenten und Rapper Emay zu gestalten. Emay macht nicht diesen konventionellen HipHop und darum war das Artwork, das ich für seine EPs und sein neues Album gemacht habe, nicht so »hip-hop-ish«.

»Also ziehe ich es vor, kein Artwork für jemanden wie David Guetta zu machen. Klar, so ein Job würde sehr wahrscheinlich gut bezahlt werden und meine Arbeit verbreiten, aber ich glaube, ich muss als Designer eine gewisse Integrität bewahren.« (Erik Kirtley) Sagen dir die Musiker, was sie wollen oder hast du vollkommen freie Hand bei deiner Abreit?
Erik Kirtley: Das ist unterschiedlich. Manche Musiker lassen mich einfach machen, aber die meisten haben eine klare Idee davon, was sie wollen. Normalerweise fange ich damit an, drei Skizzen zu zeichnen, zeige sie dem Künstler, und lasse dann ihn entscheiden, in welche Richtung es gehen soll.

Musik inspiriert dich zu den Artworks. Wenn wir das jetzt andersherum denken: Wenn aus deinem gesamten Artwork ein Album entstehen würde – welches würde es ein?
Erik Kirtley: Oh, das ist eine schwere Frage. Ich würde nicht sagen, dass ich mit einem beständigen Stil arbeite… Aber aus irgendeinem Grund fühlt sich Steely Dan’s Album »Aja« wie eine gute Antwort an. Aber frag mich nicht warum (lacht)!

Du hast ein großartiges Fan-Cover für Bibio gemacht. Warum ist das nicht das tatsächliche Cover geworden, wo das jetzige so langweilig ist?
Erik Kirtley: (lacht) Danke! Naja, ich muss zustimmen, dass das Artwork für das neue Album nicht super aufregend ist. Insbesondere im Vergleich zu dem Artwork für »Mind Bokeh«. Ich habe sogar meine Fan-Art an Bibio gemailt und er hat auch geantwortet und gesagt, dass er es wirklich mag und nach einer hochauflösenden Version gefragt, damit er sie ausdrucken und in sein Studio hängen könne.

Gibt es neben dem Cover von »Mind Bokeh« Artworks, von denen du dir wünschst, dass du sie entworfen hättest?
Erik Kirtley: Die »Coastal Brake«-Single von Tycho, das ursprüngliche CD-R-Artwork für Bon Ivers »For Emma Forever Ago« [das Album hatte Bon Iver ursprünglich selbst veröffentlicht Anm. d. Red], »So Many Details« von Toro y Moi, jede Veröffentlichung auf Marble Records und alles auf Ghostly International, das Michael Cina entworfen hat. Oh, und natürlich alles, das Reid Miles für Blue Note Records gemacht hat.

Würdest du auch für einen Musiker ein Artwork gestalten, dessen Musik Du nicht leiden kannst?
Erik Kirtley: Es sollte schon wenigstens einer sein, dessen Arbeit ich respektiere. Also ziehe ich es vor, kein Artwork für jemanden wie David Guetta zu machen. Klar, so ein Job würde sehr wahrscheinlich gut bezahlt werden und meine Arbeit verbreiten, aber ich glaube, ich muss als Designer eine gewisse Integrität bewahren.

Und wenn du das Geld jetzt dringend brauchen würdest – wie würde ein Erik-Kirtley-Cover für David Guetta aussehen?

Erik Kirtley: Wahrscheinlich einfach nur ein Bild von einem CDJ-Play-Knopf (lacht).

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 13.04.2011
Teams vs. Star Slinger
Teams vs. Star Slinger EP
Welches Potenzial in der Verbindung dieser zwei Musiker steckt, verrät nun die erste gemeinsame EP von Teams vs. Star Slinger.
Art Porträt | verfasst 24.10.2013
Jeff Jank
Das Phantom
Er ist der Art & Web Director von Stones Throw hat als solcher nicht weniger geleistet als der Marke Stones Throw ein wiedererkennbares Artwork zu geben. Doch wer ist dieser Typ eigentlich…?
Art Interview | verfasst 21.10.2013
Florence To
Musik in Schale geworfen
Die in London lebende Visual-Künstlerin Florenz To nutzt ihren Mode-Hintergrund und ihre Faszination für Architektur um Europas beste Musikveranstaltungsorte und Events in Schale zu werfen, so auch London’s Boiler Room.
Music Porträt | verfasst 16.04.2012
Star Slinger
»Dumbin' ain't part of his strategy«
Darren Williams aka Star Slinger war vor nicht allzu langer Zeit noch ein durchschnittlicher Mitt-20er, der in Manchester Tontechnik studierte. 2010 stellte er mit dem Beat Tape Vol. 1 sein erstes musikalisches Lebenszeichen online.
Music Porträt | verfasst 06.08.2012
Konx-om-Pax
Der bleibende Eindruck
Als Graphiker hat Konx-om-Pax in den letzten Monaten die visuelle Seite einer auf bass beruhenden Musik geprägt. Nun zeigt er sich erstmals auch als Musiker und präsentiert eine Musik, die den Club längst hinter sich gelassen hat.
Art Porträt | verfasst 11.11.2012
Paul Snowden
So positiv, dass es nervig ist
Der prominente Graphic Designer und »ad guy« Paul Snowden hat mit seinen WASTED GERMAN YOUTH T-shirts, Bier und Stickers bewiesen, dass eine Schnappsidee sich von einen Underground, lokal Phänomen zu einer globalen Marke ändern kann.
Music Porträt | verfasst 21.11.2013
Staple Design
»Mode ist Bullshit«
Es geht Staple Design nicht um T-Shirts, nicht darum einen dritten Ärmel am Oberteil unterzubringen oder den Kragen neu zu definieren. Hier steht eine Botschaft im Vordergrund und Mode ist »nur« ein Medium, die Menschen zu erreichen.
Art Bericht | verfasst 19.09.2011
Golden Sun Movement
»ON«, Ausstellung in der Bang Bang Gallery in Berlin
Oberfläche, nicht als Oberfläche: Das britische Design-Kollektiv Golden Sun Movement zeigt ihre »sell-out show« »ON« in der Bang Bang Gallery in Berlin und wird dem Anspruch dieser Ankündigung gerecht.
Books Review | verfasst 02.08.2011
Dzine
The Beautiful Struggle: The Art of Dzine
The Beautiful Struggle ist die erste umfassende Sammlung von Arbeiten des Chicagoer Designkünstlers Dzine.
Books Interview | verfasst 03.07.2014
Ed Piskor
»Die Farbe ist mein Sampling«
Ed Piskor ist derzeit einer der begehrtesten Zeichner. Im Interview spricht der 31-Jährige über Hacker, klare Strukturen, seine Arbeitsweise sowie was Hip Hop und Comics gemein haben.
Art Porträt | verfasst 14.11.2013
Neo Judas
Als MySpace noch cool war
Chaotisch, comichaft, dunkel, düster, bitter – alles in einem kleinen Viereck gehalten. »Welcome To The Church Of Saint Judas.« Willkommen in der Welt von Neo Judas. Einem der spannendsten Künstler zurzeit.
Music Interview | verfasst 06.02.2013
Toro y Moi
Farben hören
Wie sind Klänge mit dem Sehen verbunden? Wir sprechen mit dem amerikanischen Musiker und Künstler Toro y Moi über seine Albumcover, neueste Videos und die Tendenz Sounds mit Farben zu verbinden…
Art Interview | verfasst 24.06.2013
Robert Beatty
Momente zwischen der Bewegung
Interstellare Objekte, die durch halluzinatorische Landschaften schwirren, starre geometrische Formen und ein in der Realität verankertes psychedelisches Flair. Robert Beatty kreiert seit zehn Jahren Albumcover für sich und viele andere.
Music Kolumne | verfasst 25.02.2015
Aigners Inventur
Februar 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Drake, Zugezogen Maskulin, Levon Vincent und Romare.
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Porträt | verfasst 26.02.2015
Planet µ (Planet Mu)
Planet der Mu-siker
Eigentlich wollte Mike Paradinas nur einen guten Freund veröffentlichen. Daraus wurde in den Nullerjahren die Heimat für Grime, Dubstep, Breakcore, Acid, glitchy Shoegaze und Footwork. Dieses Jahr wird Planet Mu 20 Jahre.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Februar 2015
Willkommen im März. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Liste
Lena Wilikens
10 All Time Favs + 6 more
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich die Produzentin, DJ und Radiomoderatorin Lena Willikens dieser Aufgabe an.
Music Porträt
Planet µ (Planet Mu)
Planet der Mu-siker
Eigentlich wollte Mike Paradinas nur einen guten Freund veröffentlichen. Daraus wurde in den Nullerjahren die Heimat für Grime, Dubstep, Breakcore, Acid, glitchy Shoegaze und Footwork. Dieses Jahr wird Planet Mu 20 Jahre.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Drake, Zugezogen Maskulin, Levon Vincent und Romare.
Music Porträt
Mr. Mitch
Gefühlsausbrüche auf Eisschollen
Emo-Grime? Jedenfalls ist Mr. Mitch’ Version des Genres eine eigene. Vor allem deshalb, weil sie etwas zusammenbringt, das erstmal nicht zusammen gehört. Wie Mr. Mitch über eine Müslipackung und ein Sportgeschäft seinen Weg gefunden hat.
Music Liste
I.A. Bericochea
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent I.A Bericochea dieser Aufgabe an.
Music Interview
Romare
Samples wie Fußnoten
Aus dem Stand heraus könnte Romare mit seinem Debüt »Projections« einen Klassiker landen. Einfach, in dem er dem bewährten Konzept des Sampling einen neuen Dreh verpasst. Wir sprachen mit Romare darüber im Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
Beastie Boys‘ Paul’s Boutique, 1989
Das zweite Album der Beastie Boys gilt als eines der innovativsten Hip Hop-Alben und ist doch vor allem ein Produkt des Chaos’. Zugleich ist es der unschlagbare Beweis dafür, dass die Musikindustrie niemals Recht hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar 2015
Auch im neuen Jahr setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Joey Bada$$, Nicki Minaj, D’Angelo und Theo Parrish.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Januar 2015
Willkommen im Februar. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Januar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
D'Angelo's »Black Messiah«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Heute ziehen unsere Kolumnisten vor D’Angelos erstem Album seit 15 Jahren den Hut – und zucken mit den Schultern.
Music Interview
TCF
The Crucial Question
Unsere Gretchenfrage ist vielleicht nicht so absolut wie die in Goethes »Faust«, aber sie enthüllt einen bestimmten Aspekt mit nur einer Frage. Ohne Schnickschnack. Diesmal geht sie raus an den Norweger TCF.
Music Liste
Butch
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent und DJ Butch der Aufgabe an.
Music Porträt
Lord RAJA
Die Motte auf dem Bildschirm
Lord RAJA macht auf den ersten Blick avancierten Hip Hop in der Nachfolge von Flying Lotus. Genrezugehörigkeit spielt für den 22-jährigen New Yorker jedoch keine große Rolle. Auf »A Constant Moth« spielt er mit Stilen und zerlegt Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Fennesz' Venice, 2004
Vor zehn Jahren veröffentlichte Christian Fennesz sein bis dahin viertes Album »Venice«. Darauf gab der Wiener Gitarrist seine eigentümliche Synthese von Noise und Pop eine neue Wendung.
Music Bericht
To Rococo Rot
Live am 29.12. im HAU1 in Berlin
Nach 19 Jahren ist Schluss. Kein Grund, Trübsal zu blasen dachten sich To Rococo Rot und schmissen ein unaufgeregtes Abschlusskonzert im Berliner HAU1, bei dem noch jedes Auge trocken blieb.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Jahresrückblick 2014 (Teil 1)
Streitbar, scheuklappenfrei, hart und herzlich, House und R&B, Hip-Hop, Trap, Gitarren (ja, tatsächlich!) und Post-Everything. Das Kolumnen-Duo plus Kunze schließt das Jahr 2014 mit einer Auswahl seiner 50 liebsten Tracks ab.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Jahresrückblick 2014 (Teil 2)
Streitbar, scheuklappenfrei, hart und herzlich, House und R&B, Hip-Hop, Trap, und Post-Everything. Das Kolumnen-Duo plus Kunze schließt das Jahr 2014 mit einer Auswahl seiner 50 liebsten Tracks ab.
Music Liste
2014
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos 2014 stellen wir euch die Musikvideos vor, die uns in Erinnerung geblieben sind.
Music Liste
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Liste
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Interview
Antilopen Gang
»Es wurde einfach unbequem«
Es hat sich einiges verändert bei der Antilopen Gang. Wir sprachen mit den Düsseldorfern über ihr Album »Aversion«, darüber, dass beinahe ein echter »Hitler« das Cover geziert hätte und den fehlenden Punk im deutschen Rap.
Music Porträt
Houndstooth Records
Keine Angst vor dem Neuen
Houndstooth Records ist gerade anderthalb Jahre alt und schon jetzt eine Institution für die Grenzgänge der elektronischen Musik. Mit dem nimmersatten Rob Booth als A&R ist Großes zu erwarten.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Haftbefehls »Russisch Roulette«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Florian Aigner und Philipp Kunze haben sich Haftbefehls viel besprochenes Album »Russisch Roulette« gemeinsam angehört.
Music Interview
Q-Cut
Der geloopte Beat
Q-Cut hat sich auf »Kaiju Dugu« neu erfunden und einen Ansatz erprobt, der Beat und Loop zusammendenkt. Das Resultat ist packend. Wie es genau dazu kam und wer ihn dabei inspirierte, erzählt uns Q-Cut im Interview.
Music Liste
Lawrence
10 All Time Ambient Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent und DJ Lawrence alias Peter Kersten der Aufgabe an.
Music Interview
Neben der Spur mit…
Shabazz Palaces
Wir begeben uns mit einem Künstler neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommt er von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit seinem eigenen Schaffen zu tun hat.
Music Porträt
Audio88
My Latest Epiphany
Audio88 ist der polemische Weltkritiker der Deutschrapgemeinde. Der Berliner spricht die Dinge an und er spricht die Dinge aus, grenzenlos subjektiv. Wie auch sonst? Nun hat er ein mit »Der letzte Idiot« neues Album veröffentlicht.
Music Interview
Betty Ford Boys
Beats aus der Bude
Es ist kaum ein Jahr her, dass Dexter, Brenk Sinatra und Suff Daddy ihr Debüt veröffentlichten. Schon wurden für »Retox« wieder die G-Funk-Geräte angeschaltet. Diesmal in einer alten Fischerhütte. Die Betty Ford Boys sind wieder im Rausch.
Music Interview
Stefan Goldmann
Der Klang der Gebrauchsanweisung
Instagram-Filter? Gitarrensounds auf USB-Sticks? Der IKEA-Effekt? Stefan Goldmann erklärt, was all das mit seinem neuen Album, einem von ihm herausgegebenen Interview-Band und vor allem miteinander zu tun hat.
Music Liste
Helena Hauff
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich die Produzentin und DJ Helena Hauff dieser Aufgabe an.
Music Porträt
We Are Shining
Ausprobieren, Nachahmen, Erkunden
Auch wenn Morgan Zarate und Acyde längst keine Grünschnabel mehr sind: Mit »Kara« veröffentlicht das britische Duo ein gemeinsames Debüt als We Are Shining und findet zu seinem ganz eigenen Sound. Ein Interview über das Musikmachen heute.
Music Liste
Homeboy Sandman
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, die sie formten, besserten und bildeten, und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der amerikanische Emcee Homeboy Sandman der Aufgabe an.
Music Porträt
Hubro Music
Im Wunderland der neuen Klänge
Mit Hubro hat Andreas Meland vor genau fünf Jahren einen Raum für Musik geschaffen, die scheinbar mühelos zu neuen Ufern aufbricht. Ein Plattenlabel, das in dieser Form vielleicht nur in Norwegen möglich ist.
Music Kolumne
Zwölf Zehner
Oktober 2014
Willkommen im November. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Oktober musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Liste
Kasper Bjørke
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der dänische Synthpop-Exportschlager Kasper Bjørke der Aufgabe an.
Music Porträt
Arca
Raus aus der Komfortzone
Es gibt viele Gründe, warum Kanye West nicht die Pappnase ist, für die ihn alle halten. Denn auf »Yeezus« hat er den Produzenten Arca für einige Tracks geholt. Nun erscheint »Xen«, die erste komplette eigene Platte des 24-Jährigen.
Music Bericht
Mouse On Mars
Live beim 21 AGAIN Festival in Berlin
21 Jahre alt und kein bisschen stiller: Mouse On Mars feierten mit dem 21 AGAIN FESTIVAL und einem umfangreichen Programm ihr ungerades Jubiläum im Hebbel am Ufer (HAU) in Berlin.
Music Liste
Brian Coleman
10 Albums You Might Not Think A Hip Hop Historian Would Love
Mit »Check the Technique« hat Brian Coleman 2007 ein herausragendes Buch über Rapmusik veröffentlicht. Jetzt ist der zweite Teil erschienen. Hier nennt er 10 Alben, die nichts mit Rap zu tun haben, und die er dennoch liebt.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Flying Lotus, Dorian Concept, Objekt, T.I. und SBTRKT.
Music Porträt
Lobster Theremin
Nachhaltigkeit statt Kompromisse
In etwas mehr als einem Jahr hat sich das Londoner Plattenlabel Lobster Theremin als Bank für einen abwechslungsreichen Stilmix von House über kratzigen Techno bis zu spuligem Ambient bewiesen. Wir sprachen mit seinem Gründer Jimmy Asquith.