Music Interview | verfasst 07.05.2013
Ghostpoet
Ein Klavier, etwas Dim Sum und ein Halbmarathon später
Ghostpoet ist zurück, und auch wenn er seine Tracks immer noch in einem Stil murmelt, der zu seinem Markenzeichen wurde, sind seine Intentionen klarer: Inhalte über sich selbst liefern, möglichst in jeder Perspektive, in Bezug auf alles.
Text Grashina Gabelmann , Fotos Malte Seidel , Übersetzung Julia Hinz
Ghostpoet_03n

Ghostpoet ist zurück. Und auch wenn er seine Tracks noch in dem ihm eigenen Stil murmelt, sind seine Intentionen noch deutlicher: Inhalte über sich selbst liefern, in jeder Perspektive und in Bezug auf alles. Für sein neuestes Album »Some Say I So I Say Light« ging er mit einem Produzenten ins Studio. Dies hat das Album experimenteller gemacht ohne dass die introvertierte und einsame Atmosphäre verloren ging, – Dank eines verlassenen Klaviers in East London.

Wie hat das Laufen eines Halbmarathons dein Album beeinflusst?
Ghostpoet: Das Laufen hat mir generell geholfen, meine Gedanken mehr zu fokussieren und disziplinierter zu sein, wenn es darum geht, kreativ zu sein. Ich habe mit dem Laufen angefangen, um gesund zu bleiben. Aber um gesund zu bleiben, muss ich auch kreativ sein. Es funktioniert alles Hand in Hand. Es half mir am Leben zu bleiben und darüber zu reden. Das ist ein bisschen extrem… aber es hat meinem Leben und der Musik definitiv geholfen.

Pringles, French fries, Dim Sum, food trucks, morsels und nicht zu vergessen peanut butter und jelly. Was hat es damit auf sich, dass Essen in deiner Arbeit so tonangebend ist?
Ghostpoet: Ich mag Essen. So einfach ist das! Ich bin ein großer Fan von Essen. Ich mag es von Dingen zu reden, mit denen sich jeder identifizieren kann und Essen spielt in unserem täglichen Leben eine große Rolle. Ich denke, es ist eine unbewusste Sache, aber ich denke viel über Essen nach. So macht es auch Sinn, dass ich darüber schreibe oder von Zeit zu Zeit darauf verweise. Ich denke, jede Thematik kann etwas Besonderes sein. Ich denke, es kommt einfach nur darauf an, wie man es rüberbringt, sei es musikalisch oder lyrisch.

Im Song »Thymethymethyme« sagst du »…now it’s time to find out where I really want to be.« Ist dies die generelle Geisteshaltung, die du hattest während du das Album gemacht hast?
Ghostpoet: In gewisser Weise war es so. Es ist einfach diese Sache des Älterwerdens… Ich bin jetzt 30 Jahre alt und es ist als wäre das Leben nun zu einem bestimmten Punkt vorbei , für mich zumindest. Es ging viel darum, in meinem Kopf klar zu bekommen, wohin ich mit meiner Karriere und meinem privaten Leben wollte und herauszufinden versuchen, wo ich sein möchte und was mich glücklich macht. Es ist ein permanentes geistiges Streben für mich – zum Teil, weil ich einfach alles überdenke, analysiere und gegenanalysiere.

»Ich denke, jede Thematik kann etwas Besonderes sein. Ich denke, es kommt einfach nur darauf an wie man es rüberbringt sei es musikalisch oder lyrisch.« (Ghostpoet) Denkst du, deine Texte würden als Prosa funktionieren oder sind sie von der Musik abhängig, um zu funktionieren und einen Sinn zu machen?
Ghostpoet:Ich schreibe zuerst die Musik und dann den Text. Jene Texte sind dann für den jeweiligen Track maßgeschneidert. Ich habe keine Blöcke mit Texten, die ich durchblättere und einfach in die Tracks stecke. Prosa ist nicht wirklich in meinem Kopf. Ich denke nicht, dass meine Texte so toll sind. Ich denke, sie sind in Ordnung. Sie sind ehrlich. Wenn du sie an die Seite großer Kunstwerke stellst, werden sie verlieren.

Es ist interessant dass deine Musik vor den Texten kommt, mit einem Namen wie Ghostpoet, der eher auf einen poetischen Hintergrund schließen lässt.
Ghostpoet: Das ist mein Fehler. Ich wünschte, ich hätte mich nicht so genannt. Wenn man jünger ist, dann macht man Sachen ohne an die Auswirkungen der Handlung zu denken. Ich dachte damals es funktioniere. Die ganze Poeten-Sache bedeutete für mich, nicht als Rapper gesehen zu werden. Ich wollte etwas auf dem Papier, dass nicht auf die Musik dahinter verweist. Das ist fast eine unbewusste Mission von mir: Es geht nicht um das Visuelle oder um den Namen oder die Marke, sondern um die Musik und welche Gefühle diese in dir auslöst. Das ist es, was ich versucht habe mit dem Namen auszudrücken. Aber es lief schief. Ich hätte mich einfach »Ben« oder irgendwie langweilig und schlicht nennen sollen. Ich könnte ein Symbol, wie ein Computer-Short-Cut zu meinem Namen hinzufügen. Apple command… yeah, das werde ich machen. Das wird meine nächste Mission sein!

Diese Mal hast du nicht zu Hause produziert, sondern in einem Studio, dennoch klingt das Album immer noch ziemlich einsam und introvertiert. Hinsichtlich der Produktion: Was ist gleichgeblieben und was hat sich verändert?
Ghostpoet: Das Demo wurde zu Hause gemacht. Ich zog vor anderthalb Jahren nach Dalston in East London und merkwürdigerweise war da ein Klavier in dem Zimmer, in das ich zog. Es war kurz bevor ich begann, die neue Platte zu machen. Ich dachte, ich könnte anfangen, damit herumzuspielen und sehen, was dabei herauskommt. Ich kann nicht Klavier spielen, aber es fühlte sich einfach gut an, ein physisches Instrument zu meiner Verfügung zu haben und ein Klavier kann einfach so tiefgründig sein. So begannen all die Demos damit. Die ursprüngliche Finsternis der Platte, der Faden dieser Finsternis, der stammt vom Klavier. Die Arbeit im Studio und mit dem Produzent Richard Fromby war erkenntnisreich. Er ermutigte sehr stark meine Kreativität. Er hat auch meine Augen für die analoge Welt geöffnet, da der Umgang mit analogem Equipment bisher fremd für mich war. Als diese Tür geöffnet war, begann es wirklich Sinn zu machen, was ich im Begriff war zu kreieren. Was ich wirklich brauchte, war, Dinge physisch zu formen und zu verändern.

Mit welchem analogen Equipment hast du gearbeitet?
Ghostpoet: Mit Modularen Synthesizern, analogen Synthesizern, Tape-Echos, Halleffekten und anderen Sachen, die wir für uns behalten, weil es gut ist, das Geheimnis zu bewahren. Es veränderte einfach alles. Ich realisierte, dass es da diese Sounds gab, die ich bisher aus logischen Gründen benutzt habe und das ist wie sie zu Stande kamen, das ist die Essenz des Ganzen.

Viele deiner Songs drehen sich um sehr kurze Ostinatos und schaffen damit einen eingängigen, trance-artigen Vibe durch die Wiederholung, die beinahe surreal ist. Ostinatos findet man in elektronischer Musik, aber diese Rhythmen gehen auf afrikanische Musik zurück. Siehst du deine Musik als Teil einer musikalischen Tradition?
Ghostpoet: Nein. Es ist einfach Musik der Zeit, aus dem Jetzt. Ich lebe hier. Ich lebe in dem Moment. Für mich geht es darum, Musik zu machen, die eine Zeit in meinem Leben reflektiert und dann mit etwas anderem weiter zu machen.

Das Album »Some Say I So I Say Light« von Ghostpoet findest du bei hhv.de
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 01.07.2010
Ghostpoet
The Sound Of Strangers EP
Ghostpoet lässt uns auf seiner »The Sound of Strangers EP« auf charmant britisch-nuschelnde Weise an der Rekonstruktion einer Nacht teilhaben.
Music Review | verfasst 14.06.2011
Ghostpoet
Peanut Butter Blues & Melancholy Jam
Seiner hervorragenden EP The Sound Of Stranger legt Ghostpoet ein noch besseren Album nach.
Music Review | verfasst 29.05.2013
Ghostpoet
Some Say I So I Say Light
»Some Say I So I Say Light« ist eine dunkle und in sich versunkene Platte, auf der der Ghostpoet seinen Gedanken freien Lauf lässt.
Music Review | verfasst 27.02.2015
Ghostpoet
Shedding Skin
Der Brightoner Obaro Ejimiwe alias Ghostpoet präsentiert mit »Shedding Skin« ein warmes und organisches Album.
Music Interview | verfasst 22.07.2011
Ghostpoet
My United K of Whatever
Während The Streets gerade seinen Abschied feiert, scheint ein mehr als legitimer Nachfolger bereits gefunden. Auch Ghostpoet macht aus kleinen Studien des Menschen pointierte Beiträge zu unserer Gegenwart. Wir sprachen mit ihm in Köln.
Music Bericht | verfasst 29.11.2011
Ghostpoet
Live am 27.11. im Desi in Nürnberg
Ghostpoet ist einer der Newcomer des Jahres. Seine Musik, seine Texte, seine Aura nehmen den Zuhörer unweigerlich in Beschlag. In diesen Tagen tourte der Brite durch deutsche Gefilde und machte am vergangenen Sonntag in Nürnberg halt.
Music Bericht | verfasst 10.09.2012
Ghostpoet
Live am 6.9. im Bi Nuu in Berlin
Der britische MC Ghostpoet war während der Berlin Music Week für drei Auftritte in der Hauptstadt. Im Kreuzberger Bi Nuu bot der sympathische MC eine intensive und unerwartete Show .
Music Kolumne | verfasst 11.12.2013
2013
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Es war ein richtig gutes Jahr für alle Musikconnaisseure. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Review | verfasst 05.03.2012
Pete Philly
One
Pete Philly wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das von seinen Fun-Rap-Vorgängern ramponierte Image Hollands wieder gründlich aufpolieren.
Music Review | verfasst 14.06.2012
alt-J (∆)
An Awesome Wave
Bei Alt-J kommt das Beste aus Folk, Bässen und Sampling zusammen, ohne das rad neu zu erfinden und doch auf frische, ungehörte Weise.
Music Review | verfasst 17.09.2012
Dinosaur Jr.
I Bet On Sky
Alles wie immer bei Dinosaur Jr.? Vielleicht nicht, denn »I Bet On Sky« taugt bestens in diesem Jahr, auch wenn der Sound bekannt ist.
Music Review | verfasst 17.01.2013
Mogwai
A Wrenched Virile Lore
Mogwais musikalischer Korpus eignet sich hervorragend zu Verfremdungszwecken, doch wird die Bisskraft dadurch nicht unbedingt maximiert.
Music Review | verfasst 08.04.2013
Soap&Skin
Sugarbread
Mit der Single »Sugarbread« beendet Soap&Skin das, wenn auch traurige, aber musikalisch eindrucksvolle Kapitel »Narrow«.
Music Review | verfasst 06.06.2013
Valerie June
Pushin' Against A Stone
Country genießt heutzutage nicht unbedingt eine hohe Wertschätzung bei hippen Pop-Musik-Connaisseuren. Valerie June könnte das ändern.
Music Review | verfasst 23.01.2014
Bohren & Der Club Of Gore
Piano Nights
Die Meister der Langsamkeit sind zurück: Bohren & Der Club Of Gore veröffentlichen mit »Piano Nights« ihr siebtes und großartiges Album.
Music Review | verfasst 11.03.2014
East India Youth
Total Strife Forever
Das Debütalbum von East India Youth ist wohl für so manche überraschend. Eine Sensation ist es aber nicht.
Music Review | verfasst 30.04.2014
Jamaica
Ventura
Jamaica könnten als Festival-Konsens der Saison funktionieren. Im nächsten Jahr werden sie eben nur von anderen Sommer-Hits abgelöst.
Music Review | verfasst 10.09.2014
Interpol
El Pintor
Ein dunkles, aber kein tiefschwarzes Album ist »El Pintor« von Interpol geworden. Trotzdem knüpft ihre fünfte Platte an ihre Anfänge an.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Black Rebel Motorcycle Club
Live In Paris
Nach 20 Jahren Bestehen liefern Black Rebel Motorcycle Club mit »Live In Paris« ihr erstes Livealbum.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Rolling Stones – Let It Bleed (1969)
Vom Western-Saloon in den Vietnamkrieg, Stress mit den Cops und Heroin in Arschbacken – der Weg zu »Let It Bleed« verläuft auf einem Pfad zwischen Morbidität und Leichtsinn. Am Ende waren die Drogen gelutscht und die Utopien der Hippies tot
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Mos Def – Black On Both Sides (1999)
Das »To Pimp A Butterfly« der Prä-Smartphone-Generation: Mos Defs Debüt tritt Ende der Neunziger gegen den Shiny Suit-Mainstream mit politischer Finesse und Harakiri-Flow auf. Warum du »Black On Both Sides« heute wieder hören musst.
Art Bericht
No Photos on the Dance Floor!
Nichts für Voyeure
Noch bis zum 30.November kann die Clubkultur in Berlin nach dem Mauerfall in Fotos von Wolfgang Tilmans, Ben de Biel oder Sven Marquardt nachvollzogen werden. »No Photos on the Dance Floor!« verzichtet dabei auf einen voyeuristischen Blick.
Music Kolumne
Records Revisited
King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)
Die Platte, die dem Prog-Rock zur Geburt verhalf: Vor 50 Jahren machte King Crimson auf ihrem Debütalbum vor, wie man im 6/8-Takt rockt, mischte Jazz und Klassik in die Arrangements und läutete apokalyptisch das Ende der Sechziger ein.
Music Porträt
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Essay
Quentin Tarantino
Musik als filmisches Mittel
Die Filme von Quentin Tarantino sind gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf die Popkultur. In erster Linie natürlich auf den Film. Aber auch die Musik spielt wie in seinem neuesten Film »Once Upon A Time in Hollywood« immer eine Rolle.
Music Kolumne
Records Revisited
Charles Mingus – Mingus Ah Um (1959)
Charles Mingus war das verrückteste Genie der Jazzgeschichte. In diesem Jahr wird sein berühmtestes Album »Mingus Ah Um« 60 Jahre alt. Ein Rückblick auf Vulkanausbrüche, Waffengewalt und eine Platte, die dem Bass zur Artikulation verhalf.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.