Music Kolumne | verfasst 15.05.2013
Aigners Inventur
April 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Omar S, Tyler, The Knife, James Blake und Ghostface.
Text Florian Aigner

Tyler, The Creator - Wolf #1Find it at hhv.de: CD | Deluxe Tyler The Creators »Wolf« stellt uns direkt vor eine unbeantwortbare Frage: ist der Ober-Wolfgang denn nun erwachsen geworden, oder nicht? Ohne in Marcel Reif Untiefen abzudriften: jein. Musikalisch ist Tyler inzwischen ein facettenreicher Produzent, dem man seine Mit-Naughties-Nerd-Sozialisation anhört, der aber auch genug Tumblr-geschädigt ist, um jeglicher Art von Realkeeperei instinktiv zu misstrauen. Tyler der Rapper hingegen schwankt immer noch zwischen pubertärem Zwangsvulgarismus und Quarterlife-Crisis, was die verhandelten Themen auf »Wolf« teilweise unbefriedigend wirken lässt. Dennoch ein Album gegen die vermeintlich geringe Odd Future-Halbwertszeit und mal wieder mit einer sensastionellen Earl-Cameo, die die anderen Hochkaräter fast in Vergesseneit geraten lässt.
 

chance the rapper acid rap Interessant auch was Chance The Rapper auf »Acid Rap« anbietet. 20 Jahre jung, Südseite Chicago und so eklektisch wie das meist nur sehr sehr besondere Rapper sind. Der nasale Ton, das Sing-Sang-Rappen, die seltsamen, aber niedlichen Anspielungen auf das Ummah-Kontinuum, der völlig unpeinlich zur Schau gestellte Schmerz über den Mord an einem Homie, Twista, Action Bronson, Ab-Soul, tonnenweise R&B-Zitate – dieser Kerl wird hier bleiben und wenn er die Karten richtig spielt, ist »Acid Rap« die Visitenkarte into Superstar-Territory. Ja, das habe ich gerade gesagt.
 

styles scramFind it at hhv.de: CD Dorthin hat es Styles P nie geschafft, trotz einiger ungelenker Versuche seine ungehobelten Yonkers-Reime auch der Minivan-Fraktion zu vermitteln. Das ist aber länger her, auf »Float« unternimmt P keinerlei stilistische Abenteuer, welche ihm Scram Jones, die olle Spaßbremse, als alleiniger Produzent ohnehin nicht gegönnt hätte. Ähnlich wie zuvor die Ghost Sessions ist das nun ein abgeklärtes NY-Album ohne die absoluten Highlights oder Young Chop Brecher, aber als Fan reicht mir das eigentlich auch schon beinahe.
 

j dilla reelsFind it at hhv.de: LP Ah ja, Stichwort »Fan«: Moodymann hat erneut in Dillas Archiv gekramt und wieder tut er das einzig richtige: Diese legendären Beats auf Vinyl pressen lassen und gar nicht weiter daran herumdoktern. »Lost Tapes, Reels & More« versammelt 20 Dilla-Beats aus seiner vermutlich kreativsten Phase nach der Jahrtausendwende und auch wenn es mittlerweile fast schon wieder schick geworden ist, seine Bedeutung herunterzuspielen: Er war und bleibt einer der Größten, die dieses Spiel je gespielt haben.
 

Ghostface Killah & Adrian Younge - Twelve Reasons To Die LPFind it at hhv.de: 2LP | Deluxe Ich hatte mich so darauf eingestellt, dass »Twelve Reasons To Die« geil wird, richtig geil. Ein Konzeptalbum, Ghostface über staubige Spaghetti Western Instrumentals, noch dreckiger als diese El Michels Affair meets The Clan-Sachen sollte es werden und Adrian Younge als Aufsichtsrats-Chef – Hail Mary, was kann da schon schief gehen? Die Antwort bleibt: nichts. Aber dennoch ist das irgendwie doch nur ein gutes Album und keine Sensation. Vielleicht lebte Ghostface bei seinen letzten herausragenden Alben (»Pretty Toney«, »Fishscale« und »More Fish«) auch mehr von kleinen stilistischen Brüchen, von Unerwartetem als mir bewusst war. Für alle, die das nicht im Vorfeld zu metaphysisch aufgeladen hatten: Kaufen. Denn kohärentere Musik bekommt man aus der Generation Timbs & Hoods 2013 eher nicht mehr.
 

adrian younge delfonicsFind it at hhv.de: 2LP Dafür überstieg Adrian Younges Zusammenarbeit mit den Delfonics meine Erwartungen. Natürlich ist das retro, aber retro im Madlib’schen statt Adele’schen Sinne. Younge lässt William Hart sein legendäres Falsett an kruden Beattape-Not-Beattape-Kollagen reiben und gerade weil Hart immer noch ein solch samtiger Schrittbefeuchter ist, entsteht aus diesem Kontrast häufig sehr viel Magie. Dass der Rest der Delfonics nicht eingeladen wurde und wir ein Soloalbum als etwas verkauft bekommen was es nicht ist, ist deswegen auch durchaus zu verkraften.
 

snoop lion albumFind it at hhv.de: CD | 2LP Ab ins Kuriositätenkabinett, wo sich Snoop seitdem er den Zusatz Lion adaptiert hat, noch wohler fühlt als zuvor. »Reincarnated« ist dann auch eher als Karikatur, denn genuines Dancehall-Album zu verstehen, aber vielleicht macht es genau deswegen auch mehr Spaß. Snoop Lion is for the kids und wenn All Inclusive Hotels auf Fuerteventura dazu übergehen, einen der zahllosen Hits hier als ihren Clubtanz zu etablieren, dann fliege ich endlich auch mal wieder in so einen Handtuch-Parker-Urlaub.
 

cassie rockabye Dort nicht ankommen wird Cassies neues Mixtape, welches voll ist mit allerlei Schweinkram. Cassie reibt sich an aktuellen Größen wie Rick Ross, Pusha T oder Wiz Khalifa, aber den Vogel schießt das Duett mit Too $hort ab, auf dem der alte Schwerenöter Cassies Avancen mit der dreistesten Schnoddrigkeit kommentiert, die man seit Iceberg Slim gehört hat. »Rockabyebaby« als Ganzes ist State Of The Art R&B, großartig produziert und viel zu gut ein kostenloses Mixtape.
 

The Knife - Shaking The HabitualFind it at hhv.de: 2CD | 3LP Machen wir Gender-politisch einen U-Turn und widmen uns The Knife, wobei widmen exakt das richtige Verb für »Shaking The Habitual« ist. Über 120 Minuten lang bombardieren uns die neuerdings so sendungsbewussten Schweden mit krudem Post-Marxismus, seltsam naiven Utopien und Aufschrei-Feminismus, sie tun all dies aber auf musikalisch so herausragende Weise, dass sich dieses Album fast anfühlt wie ein klassischer Godard. Zu Beginn noch mit zwei typischen The Knife Tracks testet uns das Duo mit unzugänglichen Drones, animiert mit Weirdo-Techno, zitiert gleichzeitig Postrock und Drexciya und irgendwie, nachdem man sich bewusst wird, dass man bereits Stunden und Stunden in diesen seltsamen Monolith gesteckt hat, wird einem auf einmal wieder bewusst, was für eine Ausnahmeband das doch einfach ist. Wenn ich doch nur das Konzert letzte Woche nicht verpasst hätte…
 

james blake overgrown coverFind it at hhv.de: CD | 2LP Noch ausgiebiger wurde bisher James Blakes Zweitwerk auseinandergepflückt und der Konsens, dass »Overgrown« nun tatsächlich das ist, was das Debüt sein wollte, lässt sich durchaus halten. Hier hat vieles mindestens das Format der wenigen ausformulierten Popsongs des Vorgängers, Blake ist offensichtlich nicht mehr so stark von den Dämonen besessen, die es ihm schwer machten Avantgarde-Elektroniker und Troubadour gleichzeitig zu sein. Und gerade weil er so ein verkopfter Typ ist, finden sich auch hier so viele Momente, in denen man sich glücklich fragt, wie er sich mittlerweile routiniert in Daytime-Rotations mogelt und gleichzeitig so leftfieldish bleiben kann.
 

depeche mode deltaFind it at hhv.de: 2LP Auch das neue Depeche Mode-Album wurde erstaunlich wohlwollend rezipiert, was vielleicht auch daran liegt, dass die vorangegangenen Alben durchaus zu vergessen waren und »Delta Machine» häufig wie »Songs Of Faith & Devotion» klingt, Blues-Tropen bemüht werden und die übliche Gore/Gahan-Songsplitterei auch schon zerfahrener klang. Bei mir bleibt primär der unterkühlte Minimal-Acid-Furzer »My Little Universe» hängen, weil der tatsächlich klingt wie ein »Master & Servant» Outtake im Isolee-Remix.
 

yeah yeah yeahs mosquitoFind it at hhv.de: LP Völlig unkritisch gehe ich mit »Mosquito« um, was vermutlich einfach diesem ewigen Crush on Karen-O geschuldet ist. Die Gitarren sind teilweise dezenter platziert, die Musik ist komplexer und zeitgemäßer ( in a very TV On The Radio way ) geworden und nach der Hälfte reanimiert Kool Keith doch tatsächlich Dr. Octagon, auf einem Yeah Yeah Yeahs Album. Kleiner drei.
 

phoenix bankruptFind it at hhv.de: LP Ach und gleich die nächsten notorischen Favoriten. Nun verfolge ich ja die Geschehnisse im Indiescheitel-Bereich gewöhnlich weniger aufgeregt als ein x-beliebiges Roland-Tool-Whitelabel, aber wenn die toll toll tollen Franzosen von Phoenix Privatinsolvenz anmelden, stehe ich freilich Spalier. »Bankrupt« ist wieder voll mit diesen luftigen Phoenixismen, und wenn einer diese tausendfach durchexerzierte Kitsune Maison Basslines auch 2013 noch benutzen darf, dann diese Typen hier. Wobei die Sexiness von «Everything Is Everything« halt erneut unerreicht bleibt.
 

!!! - THR!!!ERFind it at hhv.de: CD | LP Wahnsinnig leichtfüßig ist auch »Thr!!!er«, das erste Album von !!!, das ich mir seit – genau – ihrem ersten Album wirklich ungezwungen anhören kann, ohne von der Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität genervt zu sein. Michael Jackson zu huldigen ist generell nicht verkehrt, das Schöne ist aber, dass es die Jungens!!! gänzlich entkrampft hat. Keine bemühten Techno-Zitate, stattdessen immer zielgerichtet zum Pool. Könnte eine Platte werden für Grillparties mit heterogenem Publikum.
 

neon neon praxisFind it at hhv.de: LP+CD Das Perfide an Neon Neons neuer Platte ist, dass das auch für sie gilt, sie aber inhaltlich all jene bourgeoisen Freuden mit überzuckertem 80s-Pop grausam zynisch konterkariert. Im Gegensatz zu The Knife wird hier der postmoderne Struggle nicht auch akustisch gespiegelt, vielmehr stellen Gruff Rhys und Boom Bip hier die klassenkämpferischen Zitate von Giangiacomo Feltrinelli neben hyperartifiziellen Reagan-Era-Pop. Ähnlich wie der Vorgänger ist »Praxis Makes Perfect« ein freiassoziertes Biopic-Album, nur eben mit dem Unterschied, dass dieses mal jener Feltrinelli, der mit Fidel Castro einst Basketball spielte, das verhandelte Sujet ist. Jener zerbrach zusehends auch an den eigenen Idealen, bevor er 1972 starb. Nun funktioniert dieses Album auf akademischer Diskursebene, v.a. auch als unverkrampftes Sommeralbum, ein Oxymoron, das bemerkenswert ist.
 

dean blunt redeemerFind it at hhv.de: LP Und gleich das nächste Hauptseminar-Album. »The Redeemer« macht glücklich, weil Dean Blunt endlich, endlich dort angekommen ist, wo man ihn zu Hype Williams Zeiten schon haben wollte: im Pop. Nun ist The Redeemer en gros immer noch ein Sketchbook, auf dem Blunt weiterhin zitiert und anreißt ohne Ende, seine Musik ist mittlerweile aber keine bewusste Irritation mehr, sondern eine wunderbar hinterfotzige Dekonstruktion gängiger Songwriting-Muster, deren Grammatik er aber jetzt ganz anders nutzt. Das mag jetzt mancher als Euphemismus für Hipster-Pop missverstehen, ist aber eigentlich als großes Kompliment für ein tolles Album gemeint.
 

Rainbow Arabia - FM Sushi LPFind it at hhv.de: LP Überhaupt scheint der April der Monat für ambitionierte Popmusik gewesen zu sein, auch Rainbow Arabias »FM Sushi« ist eines dieser tollen Auskenner-Alben, mit dem man direkt Szene-Credentials sammelt. Ist auch klar warum, klingt das Album doch, wie ein Kollege von Fact richtigerweise und sinngemäß anmerkte, als ob Tangerine Dream gemeinsam mit Depeche Mode den Soundtrack zum zweiten Teil von Drive eingespielt hätten.
 

Heterotic - Love & Devotion LPFind it at hhv.de: LP Und wir sind noch lange nicht durch mit dieser Sparte. Auch Heterotic ist elektronische Popmusik, programmiert von Planet µ-Chef Mike Paradinas und dessen Frau, die vier instrumental gehaltene Stücke beisteuern und auf vier weiteren Gravenhursts eindringliche Vocals für ein geschmackssicheres Update des Digi-Folk-Styles der frühen Nullerjahre nutzen. »Love & Devotion« ist – Titel hin oder her – dabei wesentlich weniger selbstverliebt als viele jener Alben und genau deswegen auch so gut.
 

john beltran amazingFind it at hhv.de: 2LP Der nächste Ohrenschmeichler kommt von John Beltran, dessen Placid Angels Maxi von annodazumal immer noch einen Ehrenplatz in meiner Wohnung hat, dessen Fokus sich aber bekanntermaßen seit langem auch deutlich geändert hat. »Amazing Things« ist nicht ganz so stark wie die großartige Ambient-Selektion, die Delsin vor zwei Jahren zusammenstellte, aber dennoch gerade für Soundtrackies höchst interessant und zudem eine Blaupause dafür, wie man atmosphärische Musik produzieren kann, die eben nicht darauf spekuliert in einem Starbucks near you als Caramel Latte Pleaser kanonisiert zu werden.
 

Vondelpark - Seabed LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Dieses Schicksal blüht vermutlich eher Vondelpark, wer allerdings so verhuscht in die Schnittmenge The Cure, The xx und Jose Gonzales stolpert, darf sich darüber auch nicht wundern. Nun ist »Seabed« kein wirklich schlechtes Album, aber doch erschreckend belanglos für eine Band, die vor drei Jahren mal mächtig mitmischen sollte in diesem von Mount Kimbie und Darkstar angeführten britischen Talentpool der Bass-Dylans.
 

Bonobo_The North Borders:CoverFind it at hhv.de: CD | 2LP Angenehm hingegen ist, dass Bonobo mit »The North Borders« jetzt schon das zweite Album in Folge veröffentlicht hat, das es schafft, diese ehemals typische Ninja-Tune-Downtempo-Hängerei mit den Brit-Bass-Entwicklungen der letzten Jahre zu vermählen. So klingt Bonobo nun machmal mehr nach «Hyph Mngo« als es Joy Orbison seither je wieder tat oder er borgt sich den ein oder anderen Basslauf von Spezi Floating Points. All das tut er immer in der immer etwas schüchternen WG-Koch-Variante, aber genau deswegen mögen ihn im Endeffekt ja auch alle so gerne.
 

Lapalux - NostalchicFind it at hhv.de: CD | 2LP Eine ähnliche Klientel bedient Lapalux auf seinem Debütalbum für Brainfeeder. Überraschend fragil ist das alles, dünne Stimmchen werden tief in den flirrenden Beats begraben, harte Snares sind die Ausnahme. »Nostalchic« ist Low End Theory Ish mit viel Zaudern, aber auch Slo-Mo-Disco-Referenzen und Blake’sches Pitchshifting finden sich hier wieder.
 

Outboxx - Outboxx LPFind it at hhv.de: 2LP Latent schizophren sind auch Outboxx, die ihr Album mit einer kontemplativen Sonnenaufgang-Ballade beginnen, danach Move Ds sumpfigen Deep House durch das Bristol-Prisma brechen, um dann auf einmal doch wieder in steppigen Brownsville-Soul zu wechseln, bevor ein Midtempo-Bleeper als Rausschmeißer fungiert. Nicht schlecht, aber irgendwie irritieren die beiden Vocal-Nummern.
 

djrumFind it at hhv.de: 3LP Vocals benutzt auch Djrum gerne, wobei er sich diese aber eher zusammenklaut und rekontextualisiert. Gleich zu Beginn kombiniert er direkt ein bekanntes Acappella mit Versatzstücken aus DJ Premiers »Come Clean«, hektischen 2-Step-Beats und atmosphärischer Synth-Arbeit; ein Ansatz der sich durch »Seven Lies« zieht, jedoch so subtil variiert wird, dass die 3LP zum interessantesten gehört was im Post-Dubstep-Kontinuum die letzten Monate passiert ist, auch weil sich Djrum dem momentanen 4×4-Diktat nicht unterwirft und rhythmisch höchst abwechslungsreich bleibt.
 

Cosmin TRG - Gordian LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Das lässt sich nicht unbedingt für Cosmin TRG sagen, der bewundernswert wenig Hemmungen kennt, Techno-Alben zu veröffentlichen, obwohl dies mancherorts immer noch als Quadratur des Kreises gilt. »Gordian« spielt schon im Titel auf eine vergleichbare Problemlage an, anstatt aber aktionistisch das Rad neu erfinden zu wollen bleibt der Exil-Rumäne dabei die Grundgrammatik sauber durchzudeklinieren. So ist «Gordian« dann auch ein solides Album, das allerdings hinter vielen aktuellen, radikaleren Techno-Interpretationen zurückbleibt.
 

versalife pointFind it at hhv.de: CD | 2LP Conforce hingegen nimmt sich als Versalife eine kurze Auszeit vom tiefen Detroit-Business und macht dagegen seine Drexciya-Platte. »Vantage Point« ist so offensichtlich von den wichtigsten Electro-Kombo beeinflusst, dass man das auch redundant finden kann, gleichzeitig aber sind bisher wenige den großen Vorbildern so nah gekommen wie Versalife. Kein Wunder also, dass das direkt im Warenkorb gelandet ist.
 

alessandro draconia Gleiches gilt für Alessandro Parisis »Draconia«, ein einzig mit einer Roland 707 und einer Roland JX-3P aufgenommen Platte, die an Legowelts düstere Arbeiten anknüpft und alles aus der limitierten Produktpalette rausquetscht. Häufig mit Proto-House-Anklängen an Carpenter und Argento ist das schon ein Riesenspaß im Special Interest Sektor.
 

omar-s thank youFind it at hhv.de: CD Das Beste zum Schluss: Omar S hat eine neue Platte gemacht. Sie heißt »Thank You For Letting Me Be Myself«. Toll ist sie, ganz toll toll toll, und ich bekomme jetzt schon Schnappatmung, wenn sie endlich als Viererpack Vinyl für viel zu viel Geld zu kaufen ist. Und an alle Nörgler, die auf einmal auf die Idee kommen, absurde Dinge von diesem Unikat zu verlangen: if you holdin’ up the wall then you missin’ the point. Ich auf jeden Fall wieder voll #love #like #goat.
 

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Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Drake, Beyonce, Omar-S, M83, J Dilla und Kowton.
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Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Babyfather, Young Thug, Bibio, RJD2 und Tiga.
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Influenza geschädigt, aber fast wieder zurechnungsfähig setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. mit Kanye, Kendrick und Moomin.
Music Kolumne | verfasst 10.02.2016
Aigners Inventur
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Auch im neuen Jahr setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: SSIO, Crack Ignaz & Wandl, Kyle Hall und Davie Bowie.
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Aigners Inventur
Oktober 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a.: J Dilla, Gzuz, Floating Points, Regis und St. Germain.
Music Kolumne | verfasst 04.02.2015
Aigners Inventur
Januar 2015
Auch im neuen Jahr setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Joey Bada$$, Nicki Minaj, D’Angelo und Theo Parrish.
Music Kolumne | verfasst 25.02.2015
Aigners Inventur
Februar 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Drake, Zugezogen Maskulin, Levon Vincent und Romare.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Art Bericht
No Photos on the Dance Floor!
Nichts für Voyeure
Noch bis zum 30.November kann die Clubkultur in Berlin nach dem Mauerfall in Fotos von Wolfgang Tilmans, Ben de Biel oder Sven Marquardt nachvollzogen werden. »No Photos on the Dance Floor!« verzichtet dabei auf einen voyeuristischen Blick.
Music Kolumne
Records Revisited
King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)
Die Platte, die dem Prog-Rock zur Geburt verhalf: Vor 50 Jahren machte King Crimson auf ihrem Debütalbum vor, wie man im 6/8-Takt rockt, mischte Jazz und Klassik in die Arrangements und läutete apokalyptisch das Ende der Sechziger ein.
Music Porträt
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Essay
Quentin Tarantino
Musik als filmisches Mittel
Die Filme von Quentin Tarantino sind gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf die Popkultur. In erster Linie natürlich auf den Film. Aber auch die Musik spielt wie in seinem neuesten Film »Once Upon A Time in Hollywood« immer eine Rolle.
Music Kolumne
Records Revisited
Charles Mingus – Mingus Ah Um (1959)
Charles Mingus war das verrückteste Genie der Jazzgeschichte. In diesem Jahr wird sein berühmtestes Album »Mingus Ah Um« 60 Jahre alt. Ein Rückblick auf Vulkanausbrüche, Waffengewalt und eine Platte, die dem Bass zur Artikulation verhalf.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.