Music Porträt | verfasst 09.01.2014
Veedel Kaztro
Schmelztiegelpunk
Veedel Kaztro war einer der Newcomer des jüngst zu Ende gegangenen Jahres. Die »Büdchen EP« des Kölner Deutschrappers schlug gleich hohe Wellen. Doch Konventionen zu umgehen oder zumindest zu hinterfragen, ist bei ihm anerzogen.
Text Fionn Birr , Fotos Robert Winter / © Melting Pot Music
Mpm_sweat_1_veedel_2_robert-winter
Rubriken_sticker_detail_01

Nach 30 Jahren Hip Hop in Deutschland weiß jeder was eine »Atze« ist und wo man »Digga« sagt. Doch auch wenn die Rhein-Metropole Köln in Sachen Deutschrap bisweilen etwas stiefmütterlich behandelt wird, dürften Deutschrapper bald ebenfalls verstehen, was mit »Veedel« gemeint ist – das kölnische Wort für Stadtteil. Dazu beitragen könnte Veedel Kaztro, welcher im letzten Jahr mit seinem »Büdchen Tape« zunächst die Blogs, dann JUICE-Redakteur Marc Leopoldseder und schlussendlich Oliver Von Felbert von Melting Pot Music überzeugen konnte. Ein beinahe gewöhnlicher Karriereschub in Zeiten von VBT und dem allgemeinen Internet-ADHS, dem der Rheinländer ein lässiges »Kölsch, Kippe, Lederjacke« entgegensetzt.

Von Lokalpatriotismus nimmt Veedel Kaztro dennoch Abstand. »Der Name Veedel Kaztro war naheliegend, weil es ein Wortspiel ist und direkt eine Connection zur Stadt bringt. Aber es gibt viele Leute aus Köln, die sich extrem darauf versteifen und immer nur über Köln erzählen. Das ist nicht so mein Ding.« Trotz des entspannten Lifestyles aus Bier vorm Büdchen und verkaterten Serien-Sonntagen mit »Shore, Stein, Papier«, nimmt Veedel Kaztro nicht alles für bare Münze. Die Geschwister hören Grunge oder Hardcore, Mama hört Punk – Konventionen zu hinterfragen, wird ihm fast auf das Schulbrot geschmiert. »Mein Bruder war Hausbesetzer und hat mir daher auch einige Dinge auf quasi-erzieherische Weise vermittelt«, sagt der Deutschrapper im Interview. Keineswegs sieht Veedel Kaztro dies als Widerspruch zu seiner Hip Hop-Affinität. »In ihrer ursprünglichen Form gleichen sich die Attitüden der Punk-Bewegung und der Hip Hop-Bewegung sehr. Es sind beides sehr subversive Szenen, die sich immer kritisch mit ihrer Umwelt befassen – die großen Unterschiede sind eigentlich nur oberflächlich.«

Augenzwinkern und Humor
Mit Oberflächlichkeiten will Veedel Kaztro sowieso nichts am Hut haben. Weder interessiert ihn das Genre-, noch das Schubladendenken mancher HipHopper. Er hört »Illmatic« und »Flockaveli«, bewundert Premo genauso wie Lex Luger – der traditionalistische Ansatz vom »Büdchen Tape« verstehe sich eher als Tribut, nicht als Marschrichtung. _»Ich weiß nicht, warum so viele Leute Samples mit ›Realness‹ in Verbindung bringen. ›Realness‹ hat ja etwas mit deiner Person zu tun und nicht mit deiner Musik. Es gibt nicht diesen einen wahren HipHop und alles andere ist weniger ›echt‹.«
»»In ihrer ursprünglichen Form gleichen sich die Attitüden der Punk- und HipHop-Bewegung sehr. Es sind beides sehr subversive Szenen, die sich immer kritisch mit ihrer Umwelt befassen – die großen Unterschiede sind eigentlich nur oberflächlich.« (Veedel Kaztro) Veedel keept es ohnehin ›real‹, wenn er die Nachwehen des Bierkonsums durch eine Katzen-Metapher idealisiert oder die angebliche Jugendverrohung auf »The Kids Are Alright« kommentiert – »Mission Weltretten « gestaltet sich unterhaltsam. »Ich finde es viel spannender seine Aussagen mit einem Augenzwinkern zu verpacken, Humor einzubringen. Wer nur sozialkritischen Rap macht, limitiert sich selbst und wird schnell langweilig.«

Ob dafür immer der klassische Boom Bap-Sound herhalten muss, weiß er zu dementieren und kann sich künftig auch vorstellen Dirty South-Beats zu berappen, die vorm heimischen FL Studio bereits fleißig studiert werden. »Inhaltlich ist der South-Sound sicher ein bisschen eingeschränkt, aber diese Musik ist einfach zum Ausflippen gedacht. Ich finde es interessant, wenn du einen Sachverhalt in drei Wörtern auf den Punkt bringen kannst. Das lässt sich ja wunderbar mit solchen hypnotischen Beats kombinieren.« Als nächstes folgt jedoch erst einmal die Fortsetzung des »Büdchen Tape« zu denen er bereits Twit One und Koljah von der Antilopen-Gang als Gäste verrät. Getreu dem Mosaik-Motto seines Lebenslaufs, lobt er auch die Step-By-Step-Strategie seines Labels: »Das kann ja viele Leute im Kopf ficken, wenn man quasi über Nacht bekannt wird. Daher bin ich sehr zufrieden, dass Melting Pot Music so ein bedachtes Tempo vorgelegt – das ist genau richtig.«

Die »Büdchen EP« von Veedel Kaztro findest du bei hhv.de: Tape und CD und LP
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 20.06.2014
Veedel Kaztro
Büdchen LP
Veedel Kaztros von Dogmen befreite Lässigkeit summiert sich auf der »Büdchen LP« zu einem der spannendsten Alben dieses Deutschrapjahres.
Music Review | verfasst 11.05.2015
Veedel Kaztro, Johnny Rakete, Gold Roger & DJ Densen
Niemand hat die Absicht auf Tour zu gehen
Veedel Kaztro, Johnny Rakete und Gold Roger sind von ihrer Tour zurück. Niemand hatte die Absicht auf Tour zu gehen, aber…
Music Review | verfasst 27.03.2017
Veedel Kaztro
Büdchentape III
Veedel Kaztro kommt mit neuen Büdchenflows: Sein »Büdchentape III« hält´s down mit Köln in Allgemeinen und mit der Gang im Speziellen.
Music Kolumne | verfasst 15.07.2014
Entweder oder
Entscheider: Veedel Kaztro
Auf seiner gerade erschienenen »Büdchen LP« rappt Veedel Kaztro über George Michael-Samples, zitiert Tocotronic und lehnt Beschränkungen kategorisch ab. Auch, wenn Vielseitigkeit willkommen sind, ist es höchste Zeit für Entscheidungen.
Music Porträt | verfasst 02.06.2015
Gold Roger
Boy Meets World
Ein turbulentes Jahr liegt hinter Gold Roger. Aus dem Nichts rappt er sich zum MOT-Gewinner, bekommt einen splash!-Auftritt und einen Deal bei Melting Pot Music. Mit »Räuberleiter« zählt er zu den spannendesten Deutschrap-Newcomern 2015.
Music Review | verfasst 30.01.2011
Forsch und Facette
Forsch und Facette
Die Kölner Sängerin Fleur Earth tut sich diesmal mit dem Produzenten Quo Vadis zusammen: Das passt!
Music Review | verfasst 10.04.2012
Aphroe
90
Bei dieser Verneigung vor der Rap-Musik schafft es Aphroe, den alten Geist in den Tracks zu halten ohne sich dabei selbst zu verstecken.
Music Review | verfasst 03.09.2013
Aphroe
2x45
Aphroe huldigt weiter den Neunzigern – dieses Mal mit zwei 7’-Inches. Passt auch dieses Mal, nur fehlt das gewisse Etwas.
Music Review | verfasst 25.04.2014
Dramadigs
Bei Aller Liebe
Das Producer-Album/Familientreffen »Bei Aller Liebe« von den Dramadigs lädt mit wohlig-souligen Beats dazu ein, die Seele baumeln zu lassen.
Music Review | verfasst 04.06.2015
Gold Roger
Räuberleiter
Einer der spannendsten Deutschrap-Newcomer Gold Roger verbindet auf seinem Debüt »Räuberleiter« Humor und Melancholie mit Kunst und Technik.
Music Review | verfasst 17.07.2015
Crack Ignaz
Kirsch
Guter Humor, gute Laune und Gödlife – fehlt eigentlich nur die eigene, die wirklich gute Idee.
Music Review | verfasst 18.01.2016
Crack Ignaz & Wandl
Geld Leben
Sample-Teppiche, deppert, brah und coco. Ein Schulterschluss zwischen stupidem Ignant-Rap und tiefschürfendem Nerdtum.
Music Review | verfasst 13.10.2016
Goldroger
Avrakadavra
Goldrogers Debüt wäre besser erst später erschienen. Gleichzeitig kommt das Album genau zur richtigen Zeit.
Music Kolumne | verfasst 02.04.2012
High 5
Aphroes Rap-Alben der 00er Jahre
Mit seinem aktuellen Release »90« hat uns Aphroe soeben seine Ami-Rap Sternstunden aus den 1990er Jahren aufgetischt. Dass für ihn die Rap-Zeitrechnung 1999 jedoch nicht endete, beweist die Auswahl seiner Top-5-Rap-Alben der 2000er Jahre.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Rolling Stones – Let It Bleed (1969)
Vom Western-Saloon in den Vietnamkrieg, Stress mit den Cops und Heroin in Arschbacken – der Weg zu »Let It Bleed« verläuft auf einem Pfad zwischen Morbidität und Leichtsinn. Am Ende waren die Drogen gelutscht und die Utopien der Hippies tot
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.