Music Kolumne | verfasst 02.05.2014
Aigners Inventur
April 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Kelis, SZA, Sohn, Legowelt und Dillon.
Text Florian Aigner

Pharaohe Monch - PTSD (Post Traumatic Stress Disorder) Find it at hhv.de:2LP | CD Bevor wir uns über die unaufhaltsame Diversifizierung von R&B in den 2010er Jahren unterhalten, vielleicht zu Beginn noch ein, zwei Sätze zu »Post-Traumatic-Stress-Disorder«. Ja, so heißt Pharoahe Monchs neue LP tatsächlich. Und allein dieser Titel versinnbildlicht wieder warum Pharoahe Monch seit »Simon Says« eigentlich nur im Rückwärtsgang ungelenk versucht hat seitwärts einzuparken. Ehrlich ist das, ungeheuer ambitioniert, produziert von langjährigen Weggefährten wie Lee Stone, phonetisch und reimschematisch besser als alles was 2014 auf Nahright und 2Dopeboyz gepostet wurde, aber auch so tragisch am Zeitgeist vorbei, dass man, auch ob der hier verarbeiteten Depressionen, gar nicht umhin kann, mitleidig dreinzublicken, um im nächsten Moment dann eben doch diesen vermaledeiten neuen Gucci Mane-Remix auf Soundcloud anzuklicken und Pharoahe Monch wieder für vier Jahre zu vergessen.
 

future honest Find it at hhv.de:CD | CD Oder aber man landet bei Future und »Honest«, dem Album nach der großen Red Carpetisierung von Herrn Ciara also, auf dem er, wie schon auf dem Türöffner Pluto, unglaublich geschickt zwischen Hood-Attitüde und Loverboy-Plattütden chargiert und aus Mikewillmadeit und Konsorten durchaus sehr inspirierte moderne R&B-Produktionen kitzelt. Dazu dann noch Schützenhilfe von Pusha T bis Drake und fertig ist ein Album, wie es in diesem Kontext eigentlich nicht wesentlich besser sein könnte.
 

sza z Futures Kalkül ist mir da in seiner Transparenz auch lieber als der aktuelle Hype um SZA. Auf »Z« wird mir mit Chance- und Kendrick-Features, xxyyxx-Zweitverwertung, Disclosure-ismen etwas zu sehr auf Airplay von Benji B und Gilles Peterson spekuliert. Handwerklich solide, aber in ihrem eigenen Tumblr-Narzissmus irgendwie unsexy.
 

iggy azelea new classic Dann doch lieber #fullretard gehen wie Iggy Azelea. Die ist auch auf Album Nummer 2 eine völlig überzeichnete Rap-Karrikatur, inklusive kaukasischem Implantatsarsch und Swaggy P Liaison, aber auch dermaßen drüber, dass man sowieso alles was auf »The New Classic« passiert mit einer ganzen Hand voll Salz betrachten sollte. Musikalisch nach einer unterhaltsamen Viertelstunde dann freilich irgendwann fällig redundant, aber hey, das Miami Vice Cover sieht schon geil aus als Mini-Thumbnail in iTunes.
 

Kelis - Food Find it at hhv.de:2CD | 2LP Wo diese ganzen Neon-Tussen heute sind, war Kelis schon vor 15 Jahren. Und deswegen macht sie jetzt auch keinen futuristischen R&B mehr, sondern lässt sich von TV On The Radios Dave Sitek eine Soul- meets Softrock-Perle schreiben und für die XLR8R-Verlinkungen spendiert Ninja Tune direkt noch Remixes von Mount Kimbie, Actress, Machinedrum und und und. Gerade zweiterer Schachzug interessiert mich bisweilen mehr als das relativ biedere Album, aber als Karriere-Reanimation durchaus ein unerwarteter Schachzug.
 

Sohn - TremorsFind it at hhv.de:2LP In dieser immer noch relativ neuen Grauzone zwischen Sadboy-Bon-Iver-ismen und Weeknd-Akkorden hat es sich nicht nur How To Dress Well bequem gemacht, auch der Wiener S O H N lässt auf seinen Hit »The Wheel« ein ziemlich deprimiertes Post-R&B-Album (oder was auch immer man da an #hypebeast #hashtags dranhängen will) folgen . Das ist nicht so unglaublich arschlochig wie »Kissland« und nicht so verwirrt wie »Total Loss«, aber genau aufgrund der relativen Geradlinigkeit auch wesentlich belangloser.
 

Downliners Sekt - Silent AscentFind it at hhv.de:2LP Mit wenigen Ausnahmen hält sich meine Wertschätzung für Spaniens musikalische Leistungen in den letzten Jahrzehnten deutlich in Grenzen, aber mal wieder stellt Barcelona die Ausnahme der Regel dar. Downliners Sekt, ein katalanisches Duo, fiel bereits in der Vergangenheit via Soundcloud positiv auf mit verquerem Post-Burial-Trip-Step-Gewaber, wie stringent geil produziert nun aber »Silent Ascent« ist, überrascht dennoch ein kleines bisschen. Ungeheuer dicht und kohärent, passt das zwar eigentlich musikalisch besser in den Herbst, aber das ist auch schon das einzige, was man den beiden vorwerfen könnte.
 

Loops Haunt - Exits LPFind it at hhv.de:2LP Etwas weniger gelungen ist »Exits«, das Debüt von Loops Haunt, auf dem sich der Schotte redlich bemüht die Brücke vom Blackest Ever Blacks Signature-Sound zur Modern Love-Ästhetik zu schlagen und dabei streckenweise auch die verschlepptesten Tri Angle-Tracks zu evozieren. Nur dass er dabei selten so zwingend ist. Solide, nicht mehr.
 

millie & andrea lpFind it at hhv.de:2LP Apropos Modern Love: dort hat sich Andy Stott nun doch zu einem Album unter dem Millie & Andrea Moniker hinreißen lassen, jenes Projekt mit Miles Whitaker also, auf dem Andy Stott seinen morastigen Zeitlupen-Techno gegen schiefe UK-Rave-Breaks eintauscht. Nun ist »Drop The Vowels« auf ganzer Länge nicht so hektisch und rastlos wie vorangegangen 12 Inches, dafür ist Andy Stott auch viel zu sehr Musiker, aber gerade als Kontrast zu Stotts letztjährigem Portishead-Via-Gorleben-Statement »Luxury Problems« dennoch sehr bemerkenswert. Und gut.
 

Tobias - A Series Of ShocksFind it at hhv.de:2LP Seltsam bieder hingegen wirkte auf mich »A Series Of Shocks«, das nächste Album von tobias. für Ostgut Ton nach dem wirklich gelungenen Vorgänger. Klar, da sind wieder diese wissenden Detroit-Synths und ungewöhnlich ambitioniert-produzierte Kraut- und Postrock-Elemente, verschwitzte Acid-Lines und allgemeines Auskennertum, aber zünden will das nicht so wirklich, insbesondere weil hier Risiko nur vorgegaukelt wird. Ballbesitz um seiner Selbstwillen, aber lassen wir die Bayern-Real-Aufarbeitung an dieser Stelle vielleicht doch lieber bleiben.
 

Ron Morelli BluesFind it at hhv.de:LP Ron Morellis Alben sind bisher recht befremdlich. Auch sein zweites für Hospital Records versucht gar nicht mehr zu sein als hingerotzte Outtakes und Skizzen, vorgetragen in dieser typischen Punk-Attitüde, die L.I.E.S. zu einem solchen Spektakel gemacht hat, mittlerweile aber dazu führt, dass dort dringend mal wieder jemand Unkraut jäten sollte. Nun gut, aber zurück zum Chef selbst: »Periscope Blues« ist ein Tacken mehr Ambient als Noise, ein bisschen mehr Drone als Techno, aber dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass Morelli uns hier eigentlich in erster Linie verarscht. Und dafür sind wir halt einfach doch zu sensibel, richtig?
 

Legowelt  - Crystal Cult 2080 Find it at hhv.de:CD | 2LP Da lobe ich mir doch den Akkordarbeiter Danny Wolfers, der mal eben wieder ein neues Legowelt Album rausgeballert hat. Wie üblich nerdy maschinenverliebt, so proggy wie House nur sein kann und so melodiengeil wie Techno meist nicht sein darf. Riesentyp, immer.
 

moon b 2Find it at hhv.de:LP Ebenfalls eine kleine Sensation ist mal wieder Moon B, dessen zweites Album für PPU so klingt als hätte jemand Larry Heards Amnesia-DATs bei 60 Grad gewaschen und anschließend einen Laienorgler die Synthlines neu einspielen lassen. Ganz großartig geiler Retrofetischscheiß, vor allem weil hier wenig gedacht und viel gemacht wird.
 

todd terje album time Find it at hhv.de:CD | 2LP Ein sicherer Kandidat für ›Occupy Balkonien‹ kommt aus dem hohen Norden, wo sich Todd Terje nach über einem Jahrzehnt als Tausendsassa endlich mal die Zeit genommen hat, ein Album zu aufzunehmen. Das heißt pragmatisch »It’s Album Time«, enthält mit Inspector Norse, Strandbar und Johnny & Mary direkt drei Hits und läuft leichtfüßiger ins Ziel als Ronaldinho 2006 in den Strafraum. Irgendwie ist das dann auch das Album, das Tensnake vor fünf Jahren hätte machen sollen.
 

duck sauce quackFind it at hhv.de:2LP Apropos spät: Viel zu spät kommt »Quack«, andererseits ist es fast wieder sympathisch, wie geil demonstrativ Laissez Faire es eigentlich von Van Helden und A-Trak ist den Streisand-Irrsinn nicht ad infinitum gemolken zu haben. Auch auf dem Duck Sauce Album wird die Formel beibehalten und würden nicht diese ganzen Disco-sampelnden French House und Van Helden Maxis von vor 15 Jahren eh viel geiler und genuin euphorischer klingen als diese relativ sterilen Edits, hätte das vielleicht sogar eine Daseinsberechtigung. So bleiben einige spaßige Loops und viel Tam Tam um nichts.
 

Dillon - The UnknownFind it at hhv.de:2LP Weil ich jetzt schon ganz ekstatisch darauf warte mit Kollege Philipp Kunze die nächste Sprechstunde Dillon und »The Unknown« zu widmen, verschleudere ich an dieser Stelle mal nicht direkt Kalauer. Nur so viel: der Kunze, der mag großes Plattitüden-Squirting über banale Pianoakkorde von eitlen Artchicks nicht. So gar nicht.
 

Chet Faker - Build On GlassFind it at hhv.de:LP+CD Ich war so bereit Chet Fakers ganzen Habitus an dieser Stelle selbstgerecht wie eh und je zu dekonstruieren, ihn als den entbehrlichen Jamie Lidell brandzumarken, vermutlich hatte ich mir schon wieder eine Jack Johnson Punchline zurecht gelegt und wollte vermutlich thematisieren, dass die Deutschland-Tour bestimmt von der Intro präsentiert wird. Aber hey: »Built On Glass« ist irgendwie geil. Klar, das mufft krass nach WG-Küche und 80% seiner deutschen FB-Follower benutzen sicherlich ohne schlechtes Gewissen Adjektive wie »gechillt«, aber eigentlich ist das streckenweise wirklich schon von aufreizender Lässigkeit. Und lässig ist ein tolles Adjektiv.
 

Damon Albarn - Everyday RobotsFind it at hhv.de:LP+CD Bury me a Quadrat, aber ich habe keinen Bock mehr auf Damon Albarns Stimme. Als Fan sollte man sich über Albarns Rückkehr freuen. Fans tun das, zum Teil öffentlich, in meinem Facebook-Feed und an anderen Orten, an denen heute digital Meinung gemacht wird. Ich hingegen stelle nach »Everyday Robots« nur erschreckend gleichgültig fest: ich könnte ohne einen einzigen neuen Damon Albarn Song jetzt alt werden. Dabei ist »Parakeet« eigentlich eine wirklich schöne Ballade und überhaupt muss Albarn auch keinem mehr beweisen, dass er ein stilsicherer Typ ist und immer bleiben wird. Aber puh, das ließ mich alles so kalt, dass ich kurz über Selbstgeißelung nachdachte, aber mir dann doch einfach lieber einen Cookie mit Nougatfüllung gegönnt habe.
 

Timber Timbre - Hot Dreams Find it at hhv.de:LP | LP Den ich dann, wie hier vorgeschlagen, mit einem Whiskey und der neuen Timbre Timbre runtergespült habe. Mein Gott, nun bin ich bei diesen Kanadiern wahrlich Late Adopter, aber »Hot Dreams« ist vielleicht das Album, das mich dieses Jahr assoziativ am meisten angefasst hat. Da tanzt David Lynchs Zwergen-Inventar unkoordiniert durch eine Schulaufführung von Effie Briest, da fahren Menschen mit makellosem Bartwuchs im Lanvin-Blazer Monstertruck und Grizzly Bären gucken sich beim Koitus in die Augen. Wunderschön, das alles.
 

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 16.03.2011
Aigners Inventur
Februar 2011
Raekwon kümmert sich um die Basis, Mr Dibiase um die Atari-Nerds, Show & KRS-One um die ewig Gestrigen, Virgo 4 um Chicago, PJ Harvey um England und Radiohead um die Journaille. Madames et Monsieurs: der Februar!
Music Kolumne | verfasst 20.04.2011
Aigners Inventur
März 2011
Auch in diesem Monat klärt Aigners Inventur wieder die wirklich essentiellen Fragen der Menschheit: Fürchtet Pusha T wirklich das Fegefeuer? Vermittelt Frank Ocean zwischen Tyler und Bieber? Ist die Welt tatsächlich aus Plastik?
Music Kolumne | verfasst 17.05.2011
Aigners Inventur
April 2011
Zugegeben: es war nicht einfach neben den Marktschreiern der Wolf Gang in den letzten vier Wochen noch andere Stimmen zu vernehmen, aber bei genauem Hinhören gab es für die Musikindustrie doch noch ein Leben neben OFWGKTA.
Music Kolumne | verfasst 15.06.2011
Aigners Inventur
Mai 2011
Irgendetwas stimmt diesen Monat nicht. Was sich im Mai zur Kaffeefahrt verabredete, war im Schnitt älter als der AC Mailand. Und das ausgerechnet im Monat nach Goblin. Quo vadis, Mai?
Music Kolumne | verfasst 10.08.2011
Aigners Inventur
Juni/Juli 2011
Wer anfängt sich in seinem Liegestuhl zu langweilen, bekommt nun die Gelegenheit, die nächsten 15 Minuten mit unserem Scharfrichter vom Dienst und Casper, Wiley, Zomby, MCDE, fLako, den Junior Boys und Laurel Halo zu verbringen.
Music Kolumne | verfasst 19.10.2011
Aigners Inventur
September/Oktober 2011
Wie üblich macht unser Kolumnist vom Dienst auch in dieser Ausgabe vor großen Namen nicht Halt. So dürfen sich Phonte, Emika, James Blake, Radiohead und Apparat Watschen abholen. Warum es trotzdem ein guter Monat war, lest ihr hier.
Music Kolumne | verfasst 18.01.2012
Aigners Inventur
Januar 2012
Da hatte er schon auf einen verlängerten Weihnachsturlaub spekuliert und dann kamen ihm doch wieder massig Platten dazwischen. Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander.
Music Kolumne | verfasst 21.03.2012
Aigners Inventur
März 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Motrip, Lee Fields, Grimes, Ital und DJ Cam.
Music Kolumne | verfasst 25.04.2012
Aigners Inventur
April 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Actress, OFWGKTA, Aphroe und Dream 2 Science.
Music Kolumne | verfasst 23.05.2012
Aigners Inventur
Mai 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Killer Mike, Jadakiss, Shackleton, Lone und Kindness.
Music Kolumne | verfasst 25.07.2012
Aigners Inventur
Juni & Juli 2012
Letzten Monat im wohlverdienten Urlaub holt unsere Kolumnist vom Dienst das Verpasste nach und setzt sich mit der Veröffentlichungsflut, die die letzten beiden Monate brachten, auseinander.
Music Kolumne | verfasst 05.09.2012
Aigners Inventur
August 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Holy Other, Max Herre, Rick Ross, Four Tet und JJ Doom.
Music Kolumne | verfasst 02.10.2012
Aigners Inventur
September 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The XX, Flying Lotus, Xavas, Mala und Robert Hood.
Music Kolumne | verfasst 31.10.2012
Aigners Inventur
Oktober 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Kendrick Lamar, Bat For Lashes, Andy Stott und Daphni.
Music Kolumne | verfasst 05.12.2012
Aigners Inventur
November 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Captain Murphy, Roc Marciano, Karenn und Zombie Zombie.
Music Kolumne | verfasst 30.01.2013
Aigners Inventur
Januar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Chief Keef, Four Tet und Mushy.
Music Kolumne | verfasst 27.02.2013
Aigners Inventur
Februar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Trus’me, Max D, Pusha T, Darkstar und JBG2.
Music Kolumne | verfasst 27.03.2013
Aigners Inventur
März 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Justin Timberlake, DJ Koze und Function.
Music Kolumne | verfasst 05.06.2013
Aigners Inventur
Mai 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Mount Kimbie, Daft Punk, The-Dream und Vampire Weekend.
Music Kolumne | verfasst 23.11.2011
Aigners Inventur
Oktober / November 2011
Pünktlich zur kalten Jahreszeit werden wir von einer wahren Flut neuer Alben überschwemmt. Unser Kolumnist Florian Aigner hat sich wie üblich für euch durchgehört und trennt die Spreu vom Weizen.
Music Kolumne | verfasst 31.07.2013
Aigners Inventur
Juni / Juli 2013
Nach einer kurzen Urlaubspause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Ka, J.Cole, Hade & DWFL, David Lynch und Disclosure.
Music Kolumne | verfasst 29.08.2013
Aigners Inventur
August 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Forest Swords, Earl, Julia Holter und Moderat.
Music Kolumne | verfasst 26.09.2013
Aigners Inventur
September 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Drake, The Weeknd, Huerco S, Janelle Monae und MGMT.
Music Kolumne | verfasst 22.02.2012
Aigners Inventur
Februar 2012
Lana Del Rey, Haftbefehl, Deichkind: Plakativeres hätte man ihm dieses Mal kaum vor die Nase setzen können. Dennoch vergisst unser Kolumnist vom Dienst wie üblich auch die abseitigeren Releases nicht.
Music Kolumne | verfasst 13.11.2013
Aigners Inventur
Oktober 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Pusha-T, Twit One, Haim, Four Tet und Laurel Halo.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.
Music Liste
Selling
Picks 10 latest Vinyl Records
Der als Gold Panda bekannte Derwin Dicker hat sich mit Jas Shwa von Simian Mobile Disco zusammengetan und als Selling ein gemeinsames Album, »On Reflection«, veröffentlicht. Was sonst noch auf irhen Plattenspieler kommt, verraten sie hier.
Music Liste
Chris Liebing
Picks 10 latest Vinyl Records
Chris Liebing ist vor kurzem 50 Jahre alt geworden. Und doch ist es, als wäre es gestern gewesen, als er als Augenzeuge, mehr noch, als Wegbereiter dem Techno hin zur Massenkultur den Weg bereitet. Hier und heute pickt er 10 Schallplatten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2019
Es ist 2019. Real-Player-Audioqualität auch kein Fickfinger mehr, sondern nur noch Pein im Popo. Aigners Inventur wieder da. Der einzige Anlass auf der Welt also, um mal kurz aus dem Winterschlaf respektive K-Hole aufzuschauen.
Music Liste
deM atlaS
Picks 10 latest Vinyl Records
deM atlaS war mal Frontmann einer Rockband, zeichnet Stück für Stück schon mal sämtliche Covers einer Vinylauflage und debütierte jüngst auf Rhymesayers. Diese Schallplatten gefallen ihm aktuell selbst.
Music Kolumne
Records Revisited
Elecktroids – Elektroworld (1995)
Wer sind sie und wenn ja wie viele? Diese Frage haben sich seit der Erstveröffentlichung von »Elektroworld«, dem 1995 erschienenem, einzigen Album der Elecktroids, so einige gefragt. Die Hinweise auf einen Urheber haben sich verdichtet.
Music Porträt
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Porträt
Cannonball Records
Bombenstimmung auf der Tanzfläche
2014 hat der Italiener Alberto Zanini sein Label Cannonball Records gegründet. 30 Releases später kann man sagen, dass er damit einen nicht unerheblichen Beitrag für die Rare Soul-Szene leistet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Albums
Ein Album aufzunehmen ist schon lange keine Geste der Verlegenheit mehr, es kommt immer einem Statement gleich. Das Album ist mittlerweile kein Format mehr, sondern ein Genre, das gemeistert werden will – und das gemeistert wird.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 12inches
Die Vinyl 12inches sind auch in diesem Jahr wieder weitestgehend Musik für den Club vorbehalten. Eine gute Nachricht! Denn 2018 ging mehr als nur die Snare auf zwei und vier. Was das im Einzelfall bedeutet, müsst ihr schon selbst lesen.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 50 Reissues
In immer entlegenere Nischen wurde in diesem Jahr nach Reissues geforscht: bei indigenen Völkern, in mexikanischen Planetarien oder in den 1980er Jahren in Belgien aufgeführten Theaterstücken. Wir haben euch mal die besten herausgesucht.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2018
Top 20 Compilations
Die Compilations haben sich in diesem Jahr zur Königsdisziplin unseres Jahresrückblicks entwickelt. Was? Ja, wir waren auch überrascht. Aber es ist so: der Mehrwert solcher Beiträge ist enorm.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November 2018
Steht in Marrakesch und check gar nichts mehr: die letzte Inventur des Jahres, unter anderem mit Max Graef, Black Merlin, Guavo, Julia Holter, Bruce und Objekt. Theoretisch wieder eine Sensation.
Music Porträt
Charles Mingus
Wiederentdeckte Wut
Amir Abdullah staunte nicht schlecht, als ihm die Witwe von Jazz-Drummer Roy Brooks, Tonbänder eines Konzertes von Charles Mingus zeigte, das dieser 1973 in Detroit gegeben hatte. Es wurde Zeit für eine Wiederentdeckung.
Music Liste
Max Graef
Picks 10 latest Vinyl Records
Max Graef spricht deine Sprache nicht, dafür aber jede andere. Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« hat der Berliner 10 empfehlenswerte Schallplatten aus unserem Shop ausgewählt.
Music Liste
Jakko Eino Kalevi
Picks 10 latest Vinyl Records
Den Finnen kann man ja einiges Nachsagen. Als »Dream-Pop-Reformer« sind sie aber bislang noch nicht beschrieben worden. Dabei dürfen sie sich in Person des Popmusikers Jaakko Eino Kalevi genau dies auf die blau-weiße Fahne schreiben.
Music Interview
The Last Poets
Nichts erfunden
Vier Wochen nach dem Tod des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr. haben sich The Last Poets gegründet. Ihr kreatives Schaffen ist eine Art Initial für das, was wir heute »Hip-Hop« nennen. Wir trafen sie zu einem sehr spannenden Interview.
Music Interview
Mndsgn
Beats ohne Einschränkungen
Mndsgn baut Beats. Er gehört zum erlauchten Kreis des Labels Stones Throw. In diesem Jahr hat er ein eigenes Label gegründet, eine Platte veröffentlicht und u.a Beats für Fatima und Prophet produziert. Zeit für ein Interview.
Music Porträt
Art Ensemble Of Chicago
Let's Push Things Forward
Seit 50 Jahren arbeitet sich das Art Ensemble Of Chicago am Jazz ab. Eines ihrer einflussreichsten Veröffentlichungen, »Les Stances a Sophie« aus dem Jahre 1969, wurde nun wiederveröffentlicht. Wir geben Einblick in eine unterschätzte Band.