Music Kolumne | verfasst 09.07.2014
Zwölf Zehner
Juni 2014
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Text Florian Aigner, Paul Okraj

01-ZZ Neuer. Keine bad guys bei der Nationalmannschaft? Neuer haut auch noch drauf, wenn du am Boden liegst. Siehe Minute 53. #godlevel
Lahm. Rechtsverteidiger. #godlevel
Boateng. Die schönste Szene vor dem Spiel, als der Luiz Gustavo wegen dessen Moustache aufzog. #godlevel
Hummels. Die Sehne der Nation. Müller-Wohlfahrt FTW. #godlevel
Höwedes. Gelernter Linksverteidiger. Schalker auch. Trotzdem bald Weltmeister #godlevel
Khedira. Ist schon Weltmeister wegen Lena Gercke. Nach der Champions League bald die dritte Trophäe. #godlevel
Schweinsteiger. Mia san mia, mia san nicht Chefchen. #godlevel
Kroos. Man of the match, was fällt es mir schwer, aber sind wir mal ehrlich: #godlevel
Özil. War klar, dass der in der Neunzigsten nicht rein geht. Trotzdem #godlevel
Müller. Does what Müllers do. Sonntag gibts Milch, die mit Kokos. #godlevel
Klose. 23 Spiele, 16 Kisten, das ist schon nicht schlecht. Im Finale mit Ronaldos 2002er Frisur einen Hattrick. #godlevel
Mertesacker. The Iceman! #godlevel
Schürrle. Sollte als Weltmeister Mainz und Leverkusen aus seiner Vita streichen. #godlevel
Draxler. Geht für 50 Millionen als Weltmeister zu Arsenal. Oder für zwei mehr zu Magath in die zweite Liga. Als Weltmeister. Wie Günther Herrmann oder Paul Steiner. #godlevel
Kanye. Setzt rechtzeitig im WM-Jahr aufs richtige Pferd und geht mit Adidas #allinornothing. Versammelt dafür eine ganze Produzentenschar (88 Keys, Hudson Mohawke, Mike Dean, Noah Goldstein und der Yeezus höchstselbst), spielt am Ende dennoch gleichzeitig als falscher Neuner, Zehner, Elfer und schießt gegen Journalisten und Zweifler gleichermaßen in Mertesacker’scher Manier auf zu Kloses WM-Rekord. Kanye ist eigentlich schon Weltmeister. #godlevel

Kanye Wests »God Level« auf Musicplayon anhören

02-ZZFind it at hhv.de: 12inch Dass Mark Pritchard Juke kann, das hat er bereits auf seinem Afrika-Hitec-Projekt hinlänglich bewiesen. Im Vergleich zu den gemeinhin bekannten Juke-Produzenten, bezieht Pritchard seine über die 808-gelayerten Vocalsamples nicht aus dem Referenzrahmen aktueller oder semiaktueller Rap- oder R&B-Musik, nein, Mark Pritchard zieht gleich mit Curtis Mayfield in die Schlacht. Er ist ja auch schon was älter der Mann. Wie er aber hier mit den wechselnden Samples einen Dialog aufbaut und der brutalen Aussage »I’m going to war« ebenso martialisch »Don’t cry« erwidert, das ist ein weiteres Lehrstück der Pritchard-Schule. Dieser Mann, he got that Midas-Touch..

MPs »I’m going to war« auf hhv.de anhören

03-ZZFind it at hhv.de: 12inch BNJMN meldet sich mit einer neuen EP, insbesondere aber mit »Tonight« zurück. Kurz zerlegte Samples, Flächen und Vocalfragmente werden hier in bester The-Field-Manier zu einem böigen Nebel miteinander verschmolzen, darunter schwelt ein ebenso dichtes, sich langsam entfaltenes Dubtechno-Skelett. Um auch hier bei den Referenzen zu bleiben: beste Maurizio, beste Moritz-von-Oswald-Schule. Mächtige Bezugspunkte, die ich hier unterstelle, doch BNJMN wird ihnen mit Leichtigkeit gerecht. Einziger Malus dann doch allerdings die kurze Spielzeit. Beim nächsten Mal ziehst du das ganze besser über zehn Minuten. Ansonsten: Killer!

BNJMNs »Tonight« auf Soundcloud anhören

04-zz Er macht weiter. Drake hatte es bereits kurz nach »NWTS« angekündigt und er hat Wort gehalten: auch ohne Album am Horizont macht Aubrey Hit um Hit. »Trophies« ist bereits kanonisiert, Johnny Manziel via »Draft Day« unsterblich und weil Drake halt Drake ist, haut er jetzt via Soundcloud direkt einen neuen Zweiteiler raus, einfach so. »0 to 100« ist in erster Linie Schritt- und Konto-Propaganda, aber wieder mit dieser Rest Goofyness, die man irgendwie nur Drake abnimmt und die dann zur obligatorischen tiefenpsychologischen Drakisierung von Fame, Fortune und Fuckery auf »The Catch Up» führt. Macht der einfach mal Albumtracks ohne ein Album zu machen und wir stammeln wieder ratlos: Hach Drizzy.

Drakes »0 to 100« auf Soundcloud anhören

05-zzFind it at hhv.de: 2LP Alles wie immer bei Rustie, da kann ich schön vom letzten Mal zitieren: »Next level vintage future made from some crystaline substance from space, designed to be listened to at full bass in a Cadillac Escalade with 5 15" speakers. Dubstep is dead. This is next level vintage future. Thanks Rustie.« »Raptor«, der erste Vorbote einer neuen Rustie-LP, schimmert, leuchtet, fluoresziert, feuert aus allen Rohren und switcht zwischen 150 Beats die Minute und Halftime. Dubstep mag zwar tot sein, wenn aber einer der EDM-Granden in den Staaten den jungen Schotten für sich vereinnahmt, hat der auf ewig ausgedient. Das macht durchaus sinn im US-Großfestival oder Springbreak-Kontext. Ich wünsche mir dennoch, dass da mal einer drauf rappen würde. A$ap Rocky zum Beispiel. Einfach geil. Also alles wie immer.

Rusties »Raptor« auf Soundcloud anhören

06-zzFind it at hhv.de: 12inch Leon Vynehall fanden wir ja gehörig überbewertet. In aller Munde mit seinem Album Music For The Uninvited, mit Schluffi-(H)Aus, weichen Chordes und dieser britischen Deepness, die es die letzten Jahre direkt von der Stange gab, egal, ob von Scuba oder Will Saul kuratiert. Nun gut, »Butterflies« ändert an der Formel nichts, im Gegenteil. Aber noch immer gilt: Piano , House und Sommer ist in Sachen Glückseligkeit gleichzusetzen mit Kater, Mezzo Mix und Bundesligakonferenz. Und weil Vynehall hier eine besondere Schönheit von einer Pianofigur gefunden hat, ist das hier auch nicht zu ignorieren, egal wie bekannt die Zutaten sind. Die Pizza Salami des Monats.

Leon Vynehalls »Butterflies« auf youtube anhören

07-zz Ja, es war endlich da, Aphex Twins sagenumwobenes One-Off aus der Preiskategorie Ich-tausche-die-Ausbildung-meiner-Kinder-gegen-ein-Acetate hat es im Juni ins Netz geschafft. Und natürlich ist »Caustic Window« gut, wie sollte es das auch nicht sein, wenn es tatsächlich in der goldenen Phase von Richard D. James entstanden ist? Wer mit »Fingertrips« praktisch alles was Ron Morelli auf L.I.E.S. etabliert hat um Jahrzehnte vorweg nimmt, der ist und bleibt messianisch.

Aphex Twins »Fingertrips« auf youtube anhören

08-zz Soso Kollege, machst Dolce Vita in New York, krallst dir Kanye und ich muss mir hier von diesem Wiesbadener House Hooligan morgens um halb 11 erstmal die Schläfen mit Weckergebimmel, Plutonium-Kratzen und gottlos übersteuerten Drums malträtieren lassen? Das merk ich mir, hömma. Aber ich bin sicher hätte ich Florian Kupfers »Head« Samstagnacht statt Dienstagmorgens gehört: ich wäre fasziniert gewesen. Das ist alles hässlich, dissonant, grau und dennoch zwischen Ziegelsteinwänden so angemessen, dass sich die Kopfschmerzen gut anfühlen.

Florian Kupfers »Head« auf Soundcloud anhören

09-zz Ok, wir (oder zumindest ich) geben hiermit zu Protokoll: FKA Twigs ist der Scheiß und ihr bald erscheinendes Album wird eine Sensation und rettet zum hundertachtzigtausendsten Mal Pop as we know it. Auslöser für diese späte Einsicht ist »Two Weeks«, eine metaphilosophische Oralsex-Parabel mit Culture Beat gone Arthaus-Video, einer herrlich plumpen Hook und diesem Weeknd-Vibe zu »House Of Balloons«-Zeiten, bevor alle schnallten, dass der Typ ein trauriger, seelenloser Wicht ist. FKA Twigs hingegen bastelt sich einen Thron und wir üben schonmal probeweisen den Knicks.

FKA Twigs »Two Weeks« auf Clipfish anhören

10-zz Ach herrje, der A$AP Mob tut allen Tinder-Wischern den zweifelhaften Gefallen ihre frisch gematchten 58kg-Hüftsteaks von einem neuen Theme begleitet in die Pfanne zu hauen. So wenig es 2014 inhaltlich wirklich eine Leistung sein mag, so energisch betonen hier Rocky und seine Kumpanen in souveränstem Flow über einen unsteten Beat (Lex Luger trifft Young Chop und sie streiten sich auf Anhieb) die Stattlichkeit ihres Mätressen-Inventars. Das klingt genau so stumpf wie es tatsächlich ist, aber ich will verdammt sein, wenn momentan noch jemand mit so einer geilen Selbstverständlichkeit Takte dominiert wie der PMF.

A$AP Mobs »Hella Hoes« auf Vimeo anhören

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 08.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Kolumne | verfasst 12.07.2013
Zwölf Zehner
Juni 2013
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 03.10.2013
Zwölf Zehner
September 2013
Willkommen im Oktober. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat September musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 31.12.2013
Zwölf Zehner
Jahresrückblick 2013 (Teil 2)
Streitbar, scheuklappenfrei, hart und herzlich, House und R&B, Hip-Hop, Trap, Kanye und Post-Everything. Das Kolumnen-Duo plus Kunze schließt das Jahr 2013 mit einer Auswahl seiner 50 liebsten Tracks ab.
Music Kolumne | verfasst 12.11.2014
Zwölf Zehner
Oktober 2014
Willkommen im November. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Oktober musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 09.12.2013
2013
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2013 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Essay | verfasst 20.01.2016
Jahresrückblick 2015
Am Ende der Echtzeit
Die Welt fühlte sich 2015 zunehmend realer an. Ganz im Gegenteil die Pop-Musik: Sie war so künstlich wie nie zuvor. Wir blicken auf ein Jahr, in dem das Unechte zur Gewohnheit wurde und nur noch eines so richtig echt blieb: die Sehnsucht.
Music Kolumne | verfasst 07.12.2016
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Kolumne | verfasst 07.03.2012
Zwölf Zehner
Februar 2012
Willkommen im März. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 03.05.2012
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 06.07.2012
Zwölf Zehner
Juni 2012
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 12.09.2012
Zwölf Zehner
August 2012
Willkommen im September. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat August musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 09.10.2012
Zwölf Zehner
September 2012
Willkommen im Oktober. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat September musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 06.02.2013
Zwölf Zehner
Januar 2013
Willkommen im Februar. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Januar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 09.09.2013
Zwölf Zehner
August 2013
Willkommen im September. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat August musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 30.12.2013
Zwölf Zehner
Jahresrückblick 2013 (Teil 1)
Streitbar, scheuklappenfrei, hart und herzlich, House und R&B, Hip-Hop, Trap, Kanye und Post-Everything. Das Kolumnen-Duo plus Kunze schließt das Jahr 2013 mit einer Auswahl seiner 50 liebsten Tracks ab.
Music Kolumne | verfasst 05.02.2014
Zwölf Zehner
Januar 2014
Willkommen im Februar. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Januar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 05.03.2014
Zwölf Zehner
Februar 2014
Willkommen im März. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Review | verfasst 04.10.2013
FKA Twigs
EP2
Oben Sex unten Bass-Musik. FKA Twigs zelebriert auf ihrer zweiten EP ein fragiles Liebesspiel zwischen ihrer Stimme und den Instrumentals.
Music Review | verfasst 08.08.2014
FKA Twigs
LP1
Musik für die Ewigkeit: Nach ihren beiden EPs war klar, dass FKA Twigs bald richtig abliefern würde. Nach »LP1« ist nichts mehr, wie es war.
Music Review | verfasst 13.11.2019
FKA twigs
Magdalene
FKA twigs ist zurück, mit »Magadalene«, auf Albumlänge, und sie ist unbewaffnet bis unter die Zähne.
Music Porträt | verfasst 05.11.2013
FKA Twigs
Hoffnung für alle
Zwei EPs. Acht Songs. Mehr hat die Welt bisher nicht von FKA Twigs auf Schallplatte zu hören bekommen. Und trotzdem gilt die 25-jährige Britin als diejenige, deren Musik uns alle glücklich machen könnte.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Rolling Stones – Let It Bleed (1969)
Vom Western-Saloon in den Vietnamkrieg, Stress mit den Cops und Heroin in Arschbacken – der Weg zu »Let It Bleed« verläuft auf einem Pfad zwischen Morbidität und Leichtsinn. Am Ende waren die Drogen gelutscht und die Utopien der Hippies tot
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Mos Def – Black On Both Sides (1999)
Das »To Pimp A Butterfly« der Prä-Smartphone-Generation: Mos Defs Debüt tritt Ende der Neunziger gegen den Shiny Suit-Mainstream mit politischer Finesse und Harakiri-Flow auf. Warum du »Black On Both Sides« heute wieder hören musst.
Art Bericht
No Photos on the Dance Floor!
Nichts für Voyeure
Noch bis zum 30.November kann die Clubkultur in Berlin nach dem Mauerfall in Fotos von Wolfgang Tilmans, Ben de Biel oder Sven Marquardt nachvollzogen werden. »No Photos on the Dance Floor!« verzichtet dabei auf einen voyeuristischen Blick.
Music Kolumne
Records Revisited
King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)
Die Platte, die dem Prog-Rock zur Geburt verhalf: Vor 50 Jahren machte King Crimson auf ihrem Debütalbum vor, wie man im 6/8-Takt rockt, mischte Jazz und Klassik in die Arrangements und läutete apokalyptisch das Ende der Sechziger ein.
Music Porträt
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Essay
Quentin Tarantino
Musik als filmisches Mittel
Die Filme von Quentin Tarantino sind gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf die Popkultur. In erster Linie natürlich auf den Film. Aber auch die Musik spielt wie in seinem neuesten Film »Once Upon A Time in Hollywood« immer eine Rolle.
Music Kolumne
Records Revisited
Charles Mingus – Mingus Ah Um (1959)
Charles Mingus war das verrückteste Genie der Jazzgeschichte. In diesem Jahr wird sein berühmtestes Album »Mingus Ah Um« 60 Jahre alt. Ein Rückblick auf Vulkanausbrüche, Waffengewalt und eine Platte, die dem Bass zur Artikulation verhalf.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.