Music Kolumne | verfasst 16.07.2014
Aigners Inventur
Juni 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Cro, Young Thug, Throwing Snow und How To Dress Well.
Text Florian Aigner

Cro - Melodie (LP) (Cover) Find it at hhv.de:LP+CD | 2CD Seien wir ehrlich: jeder Journalist, der in den letzten vier Wochen noch Zeit hatte irgendwas außer der FIFA WM zu verfolgen, dürfte mit Lebrons Feelgood-Brief bereits ausgelastet gewesen sein. Folgerichtig möchte ich gar nicht so tun, als wäre diese Inventur nicht stark assoziativ zwischen Welkes Dachterrassen-Zynismus, Jan Hofers willkommenen Reality Checks und dem Warten auf die nächste Hansi Flick-Pressekonferenz entstanden. Dem mag es auch geschuldet sein, dass wir direkt mit dem auf dem Papier schlimmsten beginnen: Cro, dieser CR7 des Deutschraps, diese Hassfigur aller selbsterklärten Auskenner, der Nani vom Bodensee. Klar, »Melodie« ist so fürchterlich wie Ronaldos Zackenfrisur aus Spiel 2, aber ganz ehrlich: am Ende ist Cro damit näher dran an Philipp Lahm, als uns allen lieb ist. Während wir ihn nicht Ernst nehmen, poliert er in einer viel zu großen und viel zu teuren Wohnung nämlich seine Platinplatten, während die Besserwisser, die ihre Huss & Hodn-Platten mit Eden-Hazard-Clips synchronisieren, alleine nach Hause gehen und schon wieder vergessen haben, den Wasserkocher zu entkalken.
 

Riff Raff - Neon IconFind it at hhv.de:CD Weiter mit Riff Raff aka Lukas Podolski. Mehr Self-Awareness als man glaubt, aber dabei so grundsympathisch, dass man dem cartoon’esken Charme halt doch einfach erliegen muss. Nun haben weder Poldi 2014, noch Riff Raffs Albumdebüt »Neon Icon« etwas Messbares vorzuweisen, aber irgendwie macht das Spiel ohne beide auch keinen Sinn. Da ist es auch nicht weiter schlimm, dass Riff Raff auf »Cool It Down« über etwas rappt für das sich vermutlich auch Kid Rock beworben hätte, den direkt danach legt er mit »VIP Pass To My Heart« das extrem hüftsteife Tumblr-Äquivalent zu »Atemlos« vor. Womit wir dann auch bei Matze Ginters ungelenke Überlebensversuchen beim Karneval am Brandenburger Tor wären.
 

young thug 2 Überhaupt, diese neue Generation. Young Thug ist Neymars Buchse, Young Thug ist Pogbas Iro, Young Thug ist Palacios ekliges Rattenschwänzchen, Young Thug ist ein Andre Schürrle Selfie, Young Thug ist Miguel Herrera nach einem Tor für Mexiko. Und so irritierend man all jenes finden mag: er ist hier um zu bleiben. Das zeigt auch wieder sein jüngstes Mixtape, auf dem er zwar ab und an nur im Mittelfeld rumeumelt, dann aber doch das entscheidende Ding mit der Brust annimmt, reinschiebt und danach nicht mal seinen Scheitel richten muss. #rapgamemariogoetze.
 

rock konducta Find it at hhv.de:LP | 2CD Passiert aber alles nicht ohne väterlichen Rückhalt. Da sitzt also Otis »Jogi« Jackson in seinem Liegestuhl, macht Yoga und nimmt Miro Klose ein Udo Jürgens-Mixtape auf und alle sind sich einig: Er ist immer noch der Größte. Äh, Moment: ein paar Korrekturen: der Liegestuhl ist der Bombshelter, wir sind Miro Klose und Udo Jürgens ist obskurster Psych-Rock aus mehr Ländern als die WM-Teilnehmer. Dass Madlib immer noch einer der Größten ist muss hingegen nicht korrigiert werden, auch nicht wenn er sich als Rock Konducta vor Katrin Müller-Hohenstein versteckt.
 

dk drop Find it at hhv.de:LP Apropos K.M.H.: ich hätte mir so sehr gewünscht, dass deren Fußfetisch-Plantsch-Reportaten aus dem deutschen Camp ausschließlich mit Tracks aus D.K.s »Drop« LP unterlegt worden wären. Das hätte diese sensationell geile Fernsehgarten-Atmosphäre mit geschmackssicherstem midtempo Throwback-House und Boogie Grooves wenigstens so konterkariert, dass man sich nicht jedes Mal danach direkt die Fremdscham mit einer kalten Dusche aus den Poren reiben hätte müssen.
 

big strick generation next Find it at hhv.de:2LP | CD Nun stehen weder die Kloses, noch die Podolskis im Verdacht einen besonders guten Draht nach Detroit zu haben, aber das, was dort Big Strick und sein Sohn Generation Next auf »Like Father, Like Son« veranstalten, ist eigentlich mindestens so drollig wie die Furcht der kleinen Kloses vor Frau Merkels Mundfalte oder Lil Poldis Elfmetertraining auf dem heiligen Rasen mit Vaddern. Nur dass Strick seinen Sohn eben früh an seinen Maschinenpark im Keller rangelassen hat und die beiden jetzt den reduziertest-unaufgeregtesten Detroit House der Gegenwart produzieren, wobei beim Senior die Kraft nur noch für die erste Halbzeit reicht und der Junior das Ding dann nach Hause bringt.
 

Fhloston Paradigm - The PhoenixFind it at hhv.de:2LP Ein wenig Mitleid habe ich mit King Britt. Seit einer Ewigkeit macht jener nämlich großartige Dinge, als Fhloston Paradigm veröffentlichte er gerade auf Hyperdub ein tolles Album voll mit weirdem Space Age-House und kruden »Blade Runner«-Zitaten, das aber vermutlich in zwei Wochen schon wieder alle vergessen haben, wie Tim Cahills Anschlusstor gegen Holland oder Lavezzis erste Halbzeit am Sonntag.
 

aphex twin caustic Es sind andere Dinge, die im Kopf bleiben, beispielsweise Van Persies majestätisch ergraute Schläfen oder die absurde Geschichte hinter Aphex Twins »Caustic Window«. Nun hört und sieht man dieser Kuriosität durchaus die Abnutzungserscheinungen an, aber genau diese sind es ja, die uns häufig am meisten faszinieren (Schweinsteiger-Gladiator-Memes bitte an dieser Stelle einfügen).
 

plastikman fx Find it at hhv.de:2LP | 2LP Wenn diese aber chronisch werden, nähern wir uns gefährlich nah der Vorrunde und Richie Hawtin, ein Satz, den ich so auch nicht erwartet hätte je zu schreiben. So viel Häme wie der sich für sein aktuelles, im Guggenheim Museum performtes Plastikman -Album »Ex« gerade anhören muss, könnte man glatt meinen, dass die ganze Welt komplett verdrängt hat, was Richie Hawtin in grauer Vorzeit geleistet hat. Gut, aber andererseits: Wer grinste nicht wie ein 3-jähriger im Cola-Rausch als Spanien von »White Mamba« Robben gefressen wurde und die Italiener für ihre Signature-Pomadigkeit erneut abgestraft wurden?
 

Martyn - The Air Between Worlds Find it at hhv.de:3LP | CD Solche Gefühle löst Martyn hingegen nicht bei Menschen aus. »The Air Between Words« ist der Per Mertesacker unter den Alben des Monats, unaufgeregt, gut aufgestellt, ohne die ganz großen Glanzlichter, aber mit handwerklichem Geschick den ganzen Ableton-Übersteigern im Eins gegen Eins doch meilenweit überlegen.
 

luke abbott forestFind it at hhv.de:2LP Tragischer wird’s dann wieder mit Luke Abbott, der sich auf »Wysing Forest« ganz kurze Euphoriephasen mit allerlei zögerlichen Zwischentönen und einer melancholischen Grundverunsicherung zerschießt. Ein Album wie die Three Lions also, zudem auch, weil sich Abbott stets bewusst ist, dass er im Winter besser aufgehoben ist und mit dieser tropischen Sommerschwüle nichts am Hut haben will. An sich wären hier jetzt auch noch Gags in Sachen Abschlussschwäche notwendig, da Rooney ja aber doch getroffen hat, bleibt diese Punchline eingemottet.
 

Throwing Snow - MosaicFind it at hhv.de:2LP Machen wir weiter mit der unausweichlichen Raumdeuter-Metapher. Die staubt Throwing Snow mit »Mosaic« ab. Ein Album, das viel versucht und irgendwie alles gut macht, auch wenn der ein oder andere Gesangsbeitrag oder hektische Breakbeat stacksig-storchiger wirkt als Müller im Sechzehner. Es mag in den gefühlt 30 Micro-Genres, die Throwing Snow hier streift jeweils andere Klassenbeste geben, aber das große Ganze im Blick habend, ist Mosaic ein faszinierend abgezocktes Album eines altklugen Jungspunds.
 

Lone - Reality Testing Find it at hhv.de:2LP | CD Ähnliches gilt für Lone, der sich für eine »Reality Test« einen James Rodriguez-Vergleich gefallen lassen darf, weil man auch bei ihm um seine Qualitäten wusste, aber nicht abzusehen war, wie leichtfüßig er hier mit Hip Hop und House jongliert und diese beiden Sozialisationseckpunkte so mühelos in den Knick hämmert wie auf Großteilen von »Reality Test«. Nun gut, es bestehen auch hier noch begründete Zweifel ob der langfristigen Champions League-Eignung, aber es soll ja auch Leute gegeben haben, die Jerome Boateng für langsam hielten.
 

head high megatrap Womit wir beinahe schon am Ende dieser Allegorien-Hölle angekommen wären. Noch aber ist die Schweinsteiger/Mascherano-Rolle zu besetzen, für die sich Shed im Head High Kostüm bewirbt. Kompromissloser Tackling-House ist das, von der Hemdsärmeligkeit her fast schon höwedesk, wer auf dem Flur ausgeknockt wird steht wieder auf und reckt die Faust nach oben. Man könnte jetzt hier noch mit Männersport-Keulen auf Mädchentechno einklöppeln, aber die Chauvi-Quote dürfte heute schon Sujet-mäßig völlig ausgereizt sein.
 

Sébastien Tellier - L'AventuraFind it at hhv.de:2LP Bevor wir uns dem schönen Mats und dem großen Manu widmen können, quaken uns jetzt noch Giovane Elber und Fernanda Dings aka Sebastien Tellier und Arthur Verocai die Mär von brasilianischer Lebensfreude, Samba in Favelas und dem ganzen anderen Schmu, den man sich vor dem Gute Nacht Spiel um Mitternacht täglich bieten lassen musste. Das ist wahrscheinlich der undankbarste Vergleich, den sich »L’Aventura« je wird gefallen lassen, aber für mich ist Tellier viel viel überzeugender, wenn er sich in seiner ganzen Frenchiness suhlt anstatt hier den Samba- und Bossa-Versteher zu geben. Frankreich – Brasilien: 1-0.
 

how to dress well what is this heart Find it at hhv.de:2LP+10Inch | 2LP In meiner weltmeisterlichen Überemotionalität streichelte Mats Hummels übrigens Manuel Neuer in der gemeinsamen WG zum neuen How To Dress Well Album so lange die Wangen bis Neuer dieses stoische Grinsen entwickelte, das all die Higuains und Slimanes zu Kreisliga-Abschlüssen zwang. Dass dort in Wahrheit vermutlich auch wieder Uns Helene und der übliche Autoscooter-EDM lief, verdrängen wir an dieser Stelle ganz schnell. Aber: was wäre das schön gewesen, mit Manu, Mats und »What Is This Heart«?
 


Wenn dir die Kolumne gefallen hat, scheue dich nicht, die erforderlichen Buttons zu drücken, um sie mit deinen Freunden zu teilen.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 25.04.2012
Aigners Inventur
April 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Actress, OFWGKTA, Aphroe und Dream 2 Science.
Music Kolumne | verfasst 23.05.2012
Aigners Inventur
Mai 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Killer Mike, Jadakiss, Shackleton, Lone und Kindness.
Music Kolumne | verfasst 25.07.2012
Aigners Inventur
Juni & Juli 2012
Letzten Monat im wohlverdienten Urlaub holt unsere Kolumnist vom Dienst das Verpasste nach und setzt sich mit der Veröffentlichungsflut, die die letzten beiden Monate brachten, auseinander.
Music Kolumne | verfasst 05.09.2012
Aigners Inventur
August 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Holy Other, Max Herre, Rick Ross, Four Tet und JJ Doom.
Music Kolumne | verfasst 27.08.2014
Aigners Inventur
Juli/August 2014
Nach einer kurzen Sommerpause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Common, FKA Twigs, The Bug, Rustie und FaltyDL.
Music Kolumne | verfasst 24.09.2014
Aigners Inventur
September 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Aphex Twin, Sinkane, Roman Flügel und Mick Jenkins.
Music Kolumne | verfasst 30.01.2013
Aigners Inventur
Januar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Chief Keef, Four Tet und Mushy.
Music Kolumne | verfasst 31.07.2013
Aigners Inventur
Juni / Juli 2013
Nach einer kurzen Urlaubspause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Ka, J.Cole, Hade & DWFL, David Lynch und Disclosure.
Music Kolumne | verfasst 08.11.2017
Aigners Inventur
Oktober 2017
Unser Kolumnist findet in diesem Monat wie immer vieles: schlecht, toll, das ganze Spektrum halt. Vor allem findet er aber seine Grabsteinschrift. Bei Christina Aguliera bedienen muss er sich dafür nicht. So viel sei verraten.
Music Kolumne | verfasst 21.03.2012
Aigners Inventur
März 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Motrip, Lee Fields, Grimes, Ital und DJ Cam.
Music Kolumne | verfasst 02.10.2012
Aigners Inventur
September 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The XX, Flying Lotus, Xavas, Mala und Robert Hood.
Music Kolumne | verfasst 31.10.2012
Aigners Inventur
Oktober 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Kendrick Lamar, Bat For Lashes, Andy Stott und Daphni.
Music Kolumne | verfasst 05.12.2012
Aigners Inventur
November 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Captain Murphy, Roc Marciano, Karenn und Zombie Zombie.
Music Kolumne | verfasst 27.02.2013
Aigners Inventur
Februar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Trus’me, Max D, Pusha T, Darkstar und JBG2.
Music Kolumne | verfasst 27.03.2013
Aigners Inventur
März 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Justin Timberlake, DJ Koze und Function.
Music Kolumne | verfasst 05.06.2013
Aigners Inventur
Mai 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Mount Kimbie, Daft Punk, The-Dream und Vampire Weekend.
Music Kolumne | verfasst 29.08.2013
Aigners Inventur
August 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Forest Swords, Earl, Julia Holter und Moderat.
Music Kolumne | verfasst 06.12.2013
Aigners Inventur
November 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: 7 Days Of Funk, Blood Orange, Shadowlust und Logos.
Music Kolumne | verfasst 13.06.2014
Aigners Inventur
Mai 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The Roots, SD Laika, Joakim und zwei Fatimas.
Music Kolumne | verfasst 29.10.2014
Aigners Inventur
Oktober 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Flying Lotus, Dorian Concept, Objekt, T.I. und SBTRKT.
Music Kolumne | verfasst 01.03.2017
Aigners Inventur
Februar 2017
Auch im Februar setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Migos, Roc Marciano, Kingdom und Vermont.
Music Kolumne | verfasst 03.05.2017
Aigners Inventur
April 2017
»Damn.« ist wie Durant im Rucker Park, Actress gerade nochmal gut gegangen: Unser Kolumnist Aigner hat sich durch die Release im April gehört und weiß jetzt vor allem, welche Art von Musik er mit etwas mehr Talent selbt gemacht hätte.
Music Kolumne | verfasst 07.08.2017
Aigners Inventur
Juli 2017
Die Inventur im Juli, es geht um’s: Älterwerden. Unser Kolumnist aka angryoldmanyellingatclouds.jpg beobachtet den Reifeprozess von Jigga, Tyler, Floating Points, und duckt sich zwischendurch unter Instagram-Stories weg.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Mos Def – Black On Both Sides (1999)
Das »To Pimp A Butterfly« der Prä-Smartphone-Generation: Mos Defs Debüt tritt Ende der Neunziger gegen den Shiny Suit-Mainstream mit politischer Finesse und Harakiri-Flow auf. Warum du »Black On Both Sides« heute wieder hören musst.
Art Bericht
No Photos on the Dance Floor!
Nichts für Voyeure
Noch bis zum 30.November kann die Clubkultur in Berlin nach dem Mauerfall in Fotos von Wolfgang Tilmans, Ben de Biel oder Sven Marquardt nachvollzogen werden. »No Photos on the Dance Floor!« verzichtet dabei auf einen voyeuristischen Blick.
Music Kolumne
Records Revisited
King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)
Die Platte, die dem Prog-Rock zur Geburt verhalf: Vor 50 Jahren machte King Crimson auf ihrem Debütalbum vor, wie man im 6/8-Takt rockt, mischte Jazz und Klassik in die Arrangements und läutete apokalyptisch das Ende der Sechziger ein.
Music Porträt
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Essay
Quentin Tarantino
Musik als filmisches Mittel
Die Filme von Quentin Tarantino sind gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf die Popkultur. In erster Linie natürlich auf den Film. Aber auch die Musik spielt wie in seinem neuesten Film »Once Upon A Time in Hollywood« immer eine Rolle.
Music Kolumne
Records Revisited
Charles Mingus – Mingus Ah Um (1959)
Charles Mingus war das verrückteste Genie der Jazzgeschichte. In diesem Jahr wird sein berühmtestes Album »Mingus Ah Um« 60 Jahre alt. Ein Rückblick auf Vulkanausbrüche, Waffengewalt und eine Platte, die dem Bass zur Artikulation verhalf.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!