Music Kolumne | verfasst 13.08.2014
Records Revisited
Brian Eno's Ambient 1: Music For Airports, 1978
Mit »Ambient 1: Music For Airports« hat Brian Eno einem Genre seinen Namen gegeben. Wenn wir heute von »Ambient« reden, verwenden wir den Begriff nicht in seinem ursprünglich gedachten Sinne. Doch was hatte der britische Musiker im Sinn?
Records_revisited_brian-eno-ambient-1-music-for-airports_1024x685px

Begriffe und deren Bedeutung machen über die Jahre eine lange Reise. Ambient ist so ein Begriff. Heute steht Ambient zuerst für Chillout, für das Runterkommen nach einer durchravten Nacht, für Esoterik, für Rausch, für Bewusstseinserweiterung. Dabei meinte Brian Eno das 1978 mit seinem Werk »Ambient 1: Music For Airports« gar nicht so. Und eigentlich geht es noch viel weiter zurück – weit vor die Entdeckung der elektronischen Musik.

Und damals gab es etwas andere Prioritäten.

Genau genommen könnte man bis in die Antike zurück gehen, als große Feierlichkeiten nicht nur mit kulinarischem Exzess und Feder einhergingen, sondern auch mit einer sanft dudelnden Leier. Für die massentaugliche Anwendung reicht jedoch vorerst der Schritt in das Jahr 1922. Da entwickelte der US-amerikanische Radioingenieur George Owen Squier ein System, über das Kunden non stop mit Musik über Kabel beliefert werden konnten. Dafür liefen in einem zentralen Studio mehrere sequentiell angeordnete Plattenspieler, die täglich rund 18 Stunden ohne Pause Musik abspielten. Bevor der DJ überhaupt erdacht wurde, hatte ihn George Owen Squier bereits automatisiert. Die Kabelverbindung erlaubte zum einen eine hohe Klangqualität (im Vergleich zum Antennenradio), zum anderen aber auch eine kundenspezifische Musikverteilung. Und diese Kunden waren anfänglich vor allem Lebensmittelgeschäfte, die so ihren Besuchern mit einer Mischung aus Angebotsansagen und einlullender Musik den Einkauf versüßen wollten. Viel geändert hat sich daran bis heute nichts.

In den 1940er Jahren weitete Squiers Firma, die mittlerweile genredefinierend »Muzak« hieß, sein Portfolio auf Fabriken und Büros aus. Dort liefen nach dem Prinzip der Stimulus Progression 15-minütige Musikblöcke, die sich von Anfang bis Ende in Geschwindigkeit, Dynamik und Lautstärke steigerten. Den Lebensmittelgeschäften und Arbeitgebern ging es damals keinesfalls um Bewusstseinserweiterung. Es ging knallhart um die Steigerung des Umsatzes und der Produktivität.

To Be Heard But Not To Be Listened To
Muzak lieferte damit den Prototyp für Ambient, wie ihn auch Brian Eno verstanden hat und Medien- und Kommunikationsprofessor David Hendy in seinem Buch »Noise – A Human History Of Sound & Listening« formulierte: Ambient, das ist »sound that was to be heard but not listened to«. In der Regel spricht man heute von Fahrstuhlmusik, Furniture Music (ein bereits 1917 von Erik Satie geprägter Begriff) oder einfach von Hintergrundmusik.

Mit seiner vierteiligen »Ambient«-Serie stellte Brian Eno 1978 erstmals ein ganzheitliches Konzept für eine weiterentwickelte Muzak vor. Brian Eno knüpfte Mitte der 1970er Jahre an diese Tradition der Hintergrundmusik an, dachte das Konzept aber zugleich neu. Während sein Album »Discreet Music« von 1975 noch um eine rein technologische Problemstellung kreiste, stellte Brian Eno 1978 mit seiner vierteiligen »Ambient«-Serie erstmals ein ganzheitliches Konzept für seine weiterentwickelte Muzak vor. Anstelle der Steigerung des Bruttosozialprodukts positionierte er seinen Ambient als architektonische Konzeptmusik, die bestimmte Situationen in öffentlichen Räumen begleiten und entschärfen sollte. Brian Eno tauschte die profitorientierte Instrumentalisierung von Klang gegen die Bedürfnisse des Hörers. Auf dem Weg zum Hedonismus-Ambient der 1990er Jahre entriss er der Muzak ihre kapitalistischen Wurzeln und setzte an deren Stelle vorerst das Allgemeinwohl.

Inspiration: Flughafen Köln-Bonn
Ausschlaggebend für das Konzept war ein Aufenthalt von Brian Eno auf dem Flughafen Köln-Bonn an einem Sonntagmorgen Mitte der 1970er Jahre. »Das Licht war wunderschön. Alles war wunderschön, bis auf diese schreckliche Musik, die sie spielten«, erinnert sich Brian Eno später in einem Interview. »Da werden Millionen von Dollar für die Architektur eines Flughafens ausgegeben. Aber wenn es um die Musik geht, die dann den ganzen Raum erfüllt, bricht es sich auf den einen Typen runter, der eine Kassette mit seiner Lieblingsmusik einlegt.«

Für Brian Eno war es die unpassendste und verlogenste Musik, die man im Anbetracht der Anspannung des bevorstehenden Fluges spielen konnte. »Wenn man auf einen Flughafen kam, spielten sie immer diese glückliche Musik, die einem sagte: Sie werden nicht sterben.« Brian Eno dagegen war an dieser Verblendung nicht interessiert. Ihm ging es nicht um die Muzak’sche Stimulierung, sondern um ein buddhistisches Entleeren von allen Erwartungen und Bedürfnissen. Er wollte Kontemplation. »Ich dachte, es wäre viel besser, wenn man Musik spielt, die einem sagt: Naja, wenn du stirbst, ist das nicht weiter schlimm.«


Weiterlesen: Unser Autor Jens Pacholsky hat in dieser Reihe zuletzt Manfred Krug’s »Ein Hauch von Frühling« aus dem Jahre 1972 besprochen.

Die Musik von Brian Eno findest du bei hhv.de.
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 05.05.2017
Records Revisited
Talking Heads – Remain In Light (1980)
Auf ihrem vierten Studioalbum schufen die Talking Heads und ihr Produzent Brian Eno eine neue Fusion aus Afrobeat, Funk und Rock. »Remain in Light« wurde zum frühen Überklassiker der 1980er Jahre.
Music Review | verfasst 29.10.2010
Brian Eno
Small Craft On A Milk Sea
Altmeister und Ambient-Erfinder Brian Eno tobt sich auf seinem Debüt für Warp Records einfach nur aus.
Music Review | verfasst 31.07.2011
Brian Eno
Drums Between The Bells
Mit dem Wechsel zu Warp scheint Brian Eno wieder produktiver zu werden. Doch Drums Between The Bells enttäuscht.
Music Review | verfasst 07.12.2012
Brian Eno
Lux
Es passiert auf »Lux« nichts – Brian Eno macht es dem Hörer nicht leicht. Will er auch nicht. Aber wer will das dann hören?
Music Review | verfasst 21.11.2014
Jon Hassell / Brian Eno
Fourth World Vol. 1: Possible Musics
»Fourth World Vol. 1: Possible Musics« von Jon Hassel und Brian Eno, scheint 2014 viel mehr zu Hause zu sein als im Jahr 1980.
Music Review | verfasst 27.11.2014
Brian Eno
The Drop
Brian Enos Album »The Drop« aus dem Jahre 1997 markiert keinen Höhepunkt in seiner Karriere.
Music Review | verfasst 27.11.2014
Brian Eno
The Shutov Assembly
Auf seinem Album »The Shutov Assembly« von 1992 scheint es, als hätte sich Enos Verständnis des Schwebenden selbst mit der Zeit verschoben.
Music Review | verfasst 27.11.2014
Brian Eno
Nerve Net
Auf seinem 1992 erschienen »Nerve Net« wendete sich Brian Eno den Klängen der Rockmusik zu. Zu viel Gedaddel, zu wenig artifiziell war das.
Music Review | verfasst 27.11.2014
Brian Eno
Neroli
Das 58 Minuten lange Stück »Neroli« von Brian Eno, erstmals 1993 veröffentlicht, wird bei All Saints wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 16.01.2017
Brian Eno
Reflection
»Reflection«, das neue Album von Brian Eno ist auch als App erhältlich. Wir haben für euch die Vinylversion angehört.
Music Essay | verfasst 03.09.2014
Records Revisited
Aphex Twin's Selected Ambient Works II, 1994
Vor 20 Jahren erschien Aphex Twins »Selected Ambient Works II«. Das Album war nicht nur eine Umkehrung der gerade aktuellen Ambient Music. Es war auch ein weiterer Erfolg der kontinuierlichen Totalverweigerung eines Sturkopfes.
Music Review | verfasst 25.06.2014
Eno • Hyde
Someday World
»Someday World«, das Projekt von Brian Eno und Karl Hyde, bricht zwar mit der Erwartungshaltung, zahlt jedoch den entsprechenden Preis.
Music Review | verfasst 13.08.2014
Eno • Hyde
High Life
Auf »High Life« wird die gebündelte kreative Energie der beiden musikalischen Schwergewichte Brian Eno und Karl Hyde erstmals spürbar.
Music Review | verfasst 29.04.2016
Brian Eno
The Ship
Er wollt neue Wege gehen. Doch in seiner vergrübelten Weltschmerzhaftigkeit klingt »The Ship« für Brian Eno völlig unpassend pompös.
Music Review | verfasst 27.09.2017
Jon Hassell
Fourth World Volume Two: Dream Theory In Malaya
Nur ein Jahr nach »Fourth World Volume One« veröffentlichte Jon Hassel den zweiten Teil. Er ist in vieler Hinsicht noch avancierter.
Music Liste
L'Orange of Marlowe
Picks 10 latest Vinyl Records
L’Orange hat zusammen mit Solemn Brigham ein neues Projekt. Es heißt Marlowe. Ihr gemeinsames Debüt ist bei Mello Music Group erschienen. Aus diesem Anlass hat er 10 Schallplatten, die ihn derzeit besonders fesseln, gepickt.
Music Interview
Deutsch Amerikanische Freundschaft
Eine Neutralität, die immer brennt
D.A.F waren revolutionär, weil sie eine Maxime hatten: nichts machen, was es schon mal gab. D.A.F sind immer noch aktuell, weil ihre Texte provozieren, ohne eine Meinung zu diktieren.
Music Liste
Nicola Cruz
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicola Cruz ist Franzose. Seine Eltern sind aus Ecuador. Seine Musik pendelt dazwischen und weit darüber hinaus. Seine Einflüsse kannst du ein Stück weit anhand seiner 10 Schallplatten nachvollziehen.
Music Liste
Ross From Friends
10 Favorites
Nenn es nicht einfach Lo Fi-House! Ross From Friends hat zwar auch einen dieser…Witz-Namen. Seine Musik ist allerdings kein Gimmick, nicht umsonst ist er auf FlyLos Brainfeeder gelandet! Der Mann hat Einflüsse von jenseits der 120 BpM.
Music Liste
X.Y.R.
Picks 10 latest Vinyl Records
Aufgewachsen in einer Provinzstadt im Nordwesten Russlands, atmet die Musik von X.Y.R. die russische Seele. Seine Auswahl an 10 Schallplatten zeigt hingegen, dass sein musikalischer Geschmack nicht an den Grenzen seiner Heimat Halt macht.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Debut (1993)
Björks »Debut« zog vor allem einen Schlussstrich. Dazu ist der Titel des Album eine dreiste Lüge. Eine größere Wahrheit hätte Björk damit allerdings ebensowenig aussprechen können.
Music Kolumne
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Liste
WEN
Picks 10 latest Vinyl Records
Soeben ist auf Big Dada »Ephem:era«, das zweite Album des als »Wunderkind des Post-Grime« hofierten Producers WEN erschienen. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begeistern.
Music Kolumne
Records Revisited
Dynamite Deluxe – Deluxe Soundsystem (2000)
Deutsch-Rap in seiner ersten Blüte, das Ende der Neunziger, der Anfang eines neuen Jahrtausends. Kein Album wurde mehr erwartet als das vorliegende. Und »Deluxe Soundsystem« schlug dann auch ein wie eine Bombe.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Kanye West – ye
Slavery was a choice, Make America Great Again, man kennt die Storys. »ye« einfach nur als Tonträger zu besprechen, ist unmöglich. Drei Wochen nach Release versuchen wir, den ganzen Wahnsinn irgendwie einzuordnen.
Music Porträt
Spasibo Records
From Russia With Funk
Eines Tages würden sie gerne mit Daptone und Jazzman in einem Atemzug genannt werden: Das St. Petersburger Label Spasibo verlegt die Grooves der Landsmänner neu. Tips dazu gab es auch von Jan Weissenfeldt.
Music Liste
Mo Kolours
Picks 10 latest Vinyl Records
»Inner Symbols« heißt das in diesen Tage erscheinende, dritte Album von Mo Kolours. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begleiten. Darunter Jazz, Hip-Hop, Freunde, Bekannte, Kollegen.
Music Porträt
Macadam Mambo
Lyon zurück auf der Karte
In den letzten Jahren sind Exotika-Labels aus dem Boden geschossen wie Gemüse in Urban Gardening-Flächen. Seit 2012 ist das Lyoner Label Macadam Mambo nicht nur eines der interessantesten unter allen, sondern auch eines der bestgemachten.
Music Liste
16 Records from Russia
Selected by Michail Stangl
FIFA WM startet in Russland, das Passwort für ВКонтакте vergessen: es wären beinahe triste Wochen geworden. Aber nur beinahe. Hilfe kommt aus dem Boiler Room. Und plötzlich hat alles doch noch einen Sinn.
Music Liste
Guts
Picks 10 latest Vinyl Records
Guts ist eine Institution im französischen, ach, im europäischen Rap. Mindestens. Soeben wurde seine Platte »Paradise For All« wieder aufgelegt. Die Gelegenheit ihn darum zu bitten, 10 Schallplatten zu picken, die ihn aktuell mitreißen.
Music Liste
Legowelt
12 Essentials
Danny Wolfers aka Legowelt zu begreifen – schier unmöglich. Eine Liste mit 12 seiner essentiellen Stücken zu erstellen – ebenfalls, unzählige Releases unter unzähligen Pseudonymen. Wir mussten es dennoch mal versuchen.
Music Liste
Martyn
Picks 10 latest Vinyl Records
Mit »Voids« präsentiert Martyn in diesen Tagen sein fünftes Album. Sein erstes für Ostgut Ton. Aus diesem Anlass ist er durch unseren Webshop gegangen und hat 10 Schallplatten ausgewählt, die ihn derzeit besonders beschäftigen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2018
New Kanye, new Pusha, new Rocky, Gzuz auch noch! Ziemliche Aufstellung das. Unser Kolumnist ballert trotzdem 51. Und da er den ganzen Spaß hier alleine macht, hat er den Spielstand stets im Kopf: hellwach, never stoned af, unser Aigner.
Music Interview
Leon Vynehall
Für Oma, Forever Ago
Leon Vynehall geht mit »Nothing Is Still« auf ganz persönliche Spurensuche in seiner Familiengeschichte. Auf dem Debütalbum für Ninja Tune erzählt er, wie seine Großeltern in den 60er-Jahren von Großbritannien nach New York einwanderten.
Music Liste
The Bug
Picks 10 latest Vinyl Records
Kevin Martin ist ein aufmerksamer Beobachter der aktuellen Strömungen. Seine Musik lebt von Details und stilistischer Aufgeschlossenheit. Nachzuverfolgen an seiner Auswahl von 10 aktuellen Lieblingsplatten.
Music Bericht
Schwesta Ewa
Vom Rotlicht ins Zwielicht
Die Realität hat Schwesta Ewas realness übertrumpft. Vorläufig verurteilt wegen Körperverletzung, Steuerhinterziehung und neuerdings auch wegen Verleumdung anklagt: Ihr Beef mit dem Gesetz nimmt kein Ende.
Music Kolumne
Boards Of Canada
Music Has the Right to Children, 1998
Nostalgie als Zukunft: Boards of Canada boten mit ihrem Debütalbum »Music Has the Right to Children« eine Blaupause für zahllose Downtempo-Künstler und bauten aus Vintage-Synthesizern einen melancholisch-irritierenden Klassiker.
Music Interview
Kamaal Williams
Zurück zum rawen Shit
Gemeinsam mit Yussef Dayes veröffentlichte er vergangenes Jahr mit »Black Focus« einen Fan-Liebling. Jetzt ist Henry Wu aka Kamaal Williams solo zurück. Seine Musik ist von vielen Stilen inspiriert. Von nichts mehr aber als vom Glauben.
Music Liste
Benedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicholas Benedek ist ein Tausendsassa. Seine Musik klingt nach seiner Heimatstadt Los Angeles. Sie ist eine Mischung aus West Coast G-funk und Lo-fi-House. Er hat unserem Sortiment 10 aktuelle Lieblingsplatten entnommen.
Music Porträt
Gzuz
Wieso? Weshalb? Warum?
»This shit ain’t for fun«. Stimmt nicht ganz. Für den Konsumenten ist es das weiterhin, Gzuz verkauft und verkauft. Das kann man finden wie man will. Man sollte sich nur fragen: Warum?
Music Liste
Bluestaeb
Picks 10 latest Vinyl Records
Detailverliebter Eklektizismus kontra instrumentale Monokultur: Das zeichnet Bluestaebs Beats aus. Und das zeichnet auch die 10 Schallplatten aus, die er aktuell am meisten feiert.
Music Kolumne
Records Revisited
Guru – Jazzmatazz Vol.1 (1993)
Das Genre-Crossover war die große Verbeugung des Gang Starr MC vor den Jazzwurzeln der Rap-Musik. Es war jedoch auch eine verpasste Chance und ein Anachronismus in einer sich rasant wandelnden Hip-Hop-Welt.
Music Liste
Courtney Barnett
Picks 10 latest Vinyl Records
Auf ihrem zweiten Soloalbum »Tell Me How You Really Feel« schickt sich Courtney Barnett an, sich einen Platz neben den ganz Großen zu reservieren. Dort, wo ihre Picks Cate Le Bon und Torres schon sitzen und Joni Mitchells Platz gesetzt ist.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2018
Auch bei Aigner ist die Future female: die Highlights diesen Monat kommen fast ausschließlich von Frauen. Kein Platz also eigentlich für Bierbongs und lecker im Speckmantel verpackte Mediokrität. Aber muss halt. Die Inventur.
Music Porträt
Knekelhuis
Wandern zwischen Welten
New-Wave-Nostalgie, Techno-Ahnenforschung und melancholische Dancefloor-Kracher: Das Amsterdamer Label Knekelhuis gräbt längst beerdigte Klänge aus und erweckt sie wieder zum Leben – nicht nur mit Reissues, sondern auch mit neuer Musik.
Music Porträt
New Record Labels #36
Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International.
Music Interview
DJ Koze
Soulful und ein bisschen kaputt
DJ Koze: vielleicht House-Musik-Deutschlands letzter wahrer Eklektiker! Vielleicht der nächste kredible Pop-Produzent des Landes. Ganz sicher ist er einer der besten Gesprächspartner, die man sich wünschen kann.
Music Porträt
Pierre von Helden
Hinter die Mauern der Klischees
Deutsch-Rap sieht oft sehr, sehr ähnlich aus. In den Videos und was die grafische Gestaltung der Alben anbelangt. Ein Leipziger Künstler schickt sich an, das zu verändern.
Music Essay
Bubblegum & Kwaito
Südafrikas fast vergessene Musik
Zwei neue Compilations lassen ein fast vergessenes Südafrika erklingen. Wir sprachen mit DJ Okapi, der für beide Zusammenstellungen mit nach der Musik gesucht hat. Über ein bewegtes Land – damals und heute.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2018
Kennt sein Passwort fürs UGHH-Forum noch auswendig und weiß, was in Zukunft die NTS-Sets dominieren wird: unser Kolumnist Florian Aigner. Ganz klar der Mann also, dem du vertrauen solltest.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose
Roc Marciano ist zurück, geändert hat sich nicht: Drums, die dir die Zähne ausschlagen, Samples fürs Seelchen, und Reim-Skills für die Ewigkeit. Unsere Autoren fühlen sich zu Hause.
Music Kolumne
Records Revisited
The Streets’ Original Pirate Material, 2002
Mike Skinner wollte mit seinem Debüt ein echtes englisches Hip-Hop-Album machen, das auf US-Klischees verzichtet. Herausgekommen ist ein äußerst präzises Porträt des Lebens britischer Millennials zwischen 9 to 5 und Binge Drinking.
Music Essay
Jazz aus Japan
Vom Importschlager zur Innovation
Gleich zwei neue Compilations widmen sich dem Jazz aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dort musste das Genre einen langen Weg hinlegen, bevor es sich von seinen Vorbildern befreien und etwas Ur-eigenes schaffen konnte.
Music Liste
12 Disco Music Records
with Sleazy Cover Artwork
Mit dem Disco-Revival kamen auch die alten, aufreizenden Plattencover zurück. Wir möchten diesen schmalen Grat zwischen Altherrengeilheit und kultiger Ästhetik würdigen, auf dem sich Sleazy Cover immer bewegen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2018
Er hat es alles schon gesehen: Männer-Wampen, deprimierte Stones Throw-Has-Beens, Free-Jazz-Weitwichsen. Vielleicht ein härterer Job als bei der chinesischen Internet-Zensur-Behörde zu arbeiten. Wer weiß das schon?
Music Essay
Kendrick Lamar & »Black Panther«
Black Future Month
Kendrick Lamar hat sich für den Soundtrack zu »Black Panther« verantwortlich gezeigt und ist vielleicht jetzt, wo Diversity verkauft werden soll, damit sie niemand tatsächlich leben muss, wichtiger denn je zuvor.