Music Kolumne | verfasst 27.08.2014
Aigners Inventur
Juli/August 2014
Nach einer kurzen Sommerpause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Common, FKA Twigs, The Bug, Rustie und FaltyDL.
Text Florian Aigner

Shabazz Palaces - Lese Majesty Find it at hhv.de:2LP | 2LP Der Fokus war ein anderer als ich mit Kollege Philipp Kunze krude Diagnosen für Shabazz Palaces extrem ambitioniertes, oft unzugängliches, aber immer gebendes neues Album aufstellte, aber im Inventurskontext muss es mal gesagt werden: dass sich Rapper mit Ü40 noch einmal so radikal neu erfinden wie der ehemals bei Digable Planets aktive Künstler, das gibt es selten bis nie. Umso unglaublicher ist »Lese Majesty« auch zwei Monate nach Erscheinen.
 

common nobody smiling Find it at hhv.de:2LP | CD Man kann das nämlich auch anders machen. So wie Common beispielsweise, der auf »Nobody’s Smiling« enorm davon profitiert, dass sich No I.D. in den letzten Jahren als zweite große Konstante neben Alchemist etabliert hat, wenn den Großkopferten der Sinn nach Nostalgie-Realness steht, ohne dabei direkt ihre Nahright-Hits zu halbieren. Doof nur, dass Common, der Rapper, mich 2014 etwa so lange bei der Stange hält wie eine Vaginalpilzreklame. So verlasse ich »Nobody’s Smiling» mit einem Vers von Big Sean auf den Lippen, einer Portion Selbsthass und der erneuten Gewissheit, dass Vince Staples chronisch unterbewertet wird.
 

Dilated Peoples - Directors Of Photography (2014) Find it at hhv.de:2LP | CD Für Evidence, den alten Schnarchsack, habe ich erstaunlicherweise ja immer noch erstaunlich viel Liebe, vermutlich weil auf dem schon in Audiogalaxy-Tagen immer nur herumgeprügelt wurde. Da steht er nun aber wieder, näselt sich mit seinem alten Dilated Peoples-Team um Iriscience und DJ Babu durch Boom Bap-Produktionen, wie man sie heute kaum besser selektieren kann. Selbst Premo scheint für »Directors of Photography« in einen Jungbrunnen gefallen zu sein und wacht direkt im Jahr 2002 wieder auf. Mit dem Gewissen, dass ich mir stattdessen doch noch mal die letzte French Montana-Single anhören soll und danach dieses Album direkt wieder vergessen haben werde…
 

D.I.T.C. - The Remix Project Cover Find it at hhv.de:2LP | CD …wende ich mich mit dem Gefühl chronischen Zwangspubertärismus den nächsten Helden des alten Jahrtausends zu. D.I.T.C. haben nämlich einige ihrer größten Hits remixen lassen, von Dinosauriern wie Diamond D, Showbiz oder – natürlich – Premo, aber auch die Zukunftsverweigerer Marco Polo, Apollo Brown und 9th Wonder durften sich austoben. Richtig hängen bleibt überraschenderweise vor allem Binks Neubearbeitung von »The Enemy« und die Einsicht, dass sich Big L 2001 Roc-A-Fella hätte anschließen müssen, so denn Harlem, die alte Danger Zone, mitgespielt hätte.
 

Rustie - Green Language Find it at hhv.de:2LP | CD Kommen wir zum nächsten Highlight: Rustie hat sich bekanntermaßen mit »Glass Swords» ein Denkmal gesetzt. Das Problem mit den kalten Füßen löst er auf »Green Language« mit weniger Zuckerzufuhr und Vocals. Natürlich ist die Grundstimmung immer noch so hyperaktiv wie ein Siebenjähriger im Cola-Rausch nach 9 Stunden Nickelodeon, aber es fällt schon auf wie Rustie diese Adrenalinausbrüche etwas reduziert, seinen EDM-Not-EDM-Synths mehr Zeit gibt sich zu entwickeln und mit Danny Brown, D Double E und Gorgeous Children auch noch die perfekten Gäste in den Candy Shop einlädt. Anders als bei »Glass Swords» schafft er es aber merkwürdigerweise nicht den Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht zu erhalten, zu schwach ist das letzte Drittel des Albums. Essentiell ist das stellenweise nichtsdestotrotz, aber eigenverantwortlich zu portionieren.
 

The Bug - Angels & Devils Find it at hhv.de:2LP | CD Auch toll: The Bug. Der hat ein neues Album gemacht, auf dem er zunächst morastigen Apokalypsepop von Inga Copeland, Liiz Harris und Gonjasufi machen lässt, dem Andy Stott’schen Fatalismus nicht unähnlich, bevor er auf der zweiten Albumhälfte alles über den Haufen wirft und eine wahnwitzige Grime-Noise-Bombe nach der anderen zündet, ehe die langjährigen Vertrauten Warrior Queen und Flowdan Dub und Reggae jeglicher Romantik berauben. Nochmal: toll.
 

FKA twigs - LP1 Find it at hhv.de:LP | LP Es mag in unserem Hobbypsychologen-Dialog etwas untergegangen sein: aber eigentlich fand zumindest ich das ersten Album von FKA Twigs gelungen. Zickig, prätentiös, aber eben auch musikalisch so wichtig, dass man bei all seiner aalglatten Inszenierung nicht vergessen sollte, dass FKA Twigs in diesem Popkontext, in dem das ja alles stattfindet, unverzichtbar ist.
 

wife between Find it at hhv.de:LP | LP Musikalisch gar nicht so weit davon entfernt ist »What’s Between«, James Kellys Album für Tri Angle, auf dem er als Wife vielleicht das poppigste, weil Vocal-lastigste Album der notorisch sediert klingenden Tri Angle-Schmiede veröffentlicht. Langsam, mäandernd – eh klar, aber stimmlich viel involvierter als wir das von den meist für ihre ätherisch-distanzierten Produktionen bekannten Labelkollegen kennen.
 

jim e-stack belongFind it at hhv.de:2LP Darf ich zu Protokoll geben, dass ich von den Fähigkeiten Jim E-Stacks durchaus überrascht bin? Mir primär als XLR8R-Download-Provider und Soundcloud-Bootleg-Institution aufgefallen, vermengt der Amerikaner auf »Tell Me I Belong« äußerst lässig und gekonnt diverseste Genres und ist gerade in den leiseren Zwischentönen dabei höchst überzeugend, egal ob er auf »Run« den Daphni-Impersonator gibt oder mit »Reassuring« eine wunderschön schmalzige House-Ballade mit Jacques Greene-mäßigen Vocalsamples auftischt. Gut, »Without You« überspannt den Bogen dann, aber mit »Wake« und »Somewheres« entschuldigt sich Jim E-Stack ja dann gleich doppelt charmant. Also im Repeat-Modus, in dem sich dieses Album erstaunlich wohlfühlt.
 

moire shelterFind it at hhv.de:2LP So, nicht FKA Twigs, nicht Rustie, nicht Shabazz Palaces, nein: Moire macht mal eben so das Album des Monats. Über Werkdiscs erschienen, ist Moire vielleicht der klassischste House-Entwurf, den der ewige Dekonstruktivist Actress bisher hat veröffentlichen lassen. »Shelter« bewahrt sich dabei diese seltsame, britische Prismen-Wahrnehmung, selbst der geradeste Viervierteltakt wirkt immer als würde er sich in jeder Sekunde auflösen. Gerade das hat Moire gar nicht nötig und am Ende klingt das ein bisschen so als wäre Actress mit Omar-S und Big Strick beim Dragster-Rennen gewesen und hätte auf dem Rückflug nur Maurizio gehört.
 

gavin guthrieFind it at hhv.de:2LP Noch schnörkelloser geht es auf Gavin Guthries Doppel-LP für Creme zu, auf der der Texaner seine als TX Connect veröffentlichten Acid-Banger noch um proggigen Legowelt-Techno und eine überragende Slo-Mo-Coda erweitert, alles immer schön analog und kurz vor der Übersteuerung. Mag ich, wisst ihr.
 

FaltyDL - In the Wild LP Find it at hhv.de:2LP | CD Auch warenkorbwürdig ist »In The Wild«, auf dem FaltyDL so skizzenhaft wie nie zuvor produziert, dabei aber erstaunlicherweise so fokussiert wie nie klingt. Den Tanzflur komplett aus dem Blick, aberwitzige Drum-Patterns hinter sich lassend, knüpft er hier einen Flickenteppich aus unbequemem Ambient, wahnwitzigen Interludes und Genre-Clusterfucks, der auf dem Papier nicht funktionieren sollte, im Albumformat aber tatsächlich enorm fesselnd ist.
 

Mono/Poly - Golden Skies Find it at hhv.de:LP | CD Ebenfalls positiv überrascht war ich von »Golden Skies«, der ersten Mono/Poly Veröffentlichung, bei der ich das Gefühl habe, dass der Brainfeeder sein gesamtes Potential ausschöpft. Gleich zu Beginn zeigt er wo MoWax in diesem Jahrhundert hätte ankommen können, danach immer wieder beatlose Szenerien, Harfen, asiatische Gongs, Headfuckery auf hohem Niveau, ehe er selbst die grellste Synths in diese Schwelgereien einreiht. Ich wusste gar nicht, dass ich für so etwas 2014 noch empfänglich bin, aber hier wird Dampf mit einer Prise Salz gebildet.
 

jj v Find it at hhv.de:LP | LP Weniger gimmicky als sonst kommt das neue JJ Album daher, die Rap-Referenzen sind subtiler eingewepflegt und »V« ist in erster Linie ein emotional doppelbödiges Indie-Mädchen-Album, für das Mann sich öffnen kann, aber nicht muss. Mich stört aber diese krude Vice-Überreflektiertheit, die den ganzen Schmonz hier etwas zu cool konterkariert. Wenn schon Mädchenmusik, dann bitte aufrichtig und ohne All White Everything Codes.
 

raveonettes 2014Find it at hhv.de:LP Man könnte den Raveonettes ähnliches vorwerfen, aber irgendwie bleibe ich da Apologet, auch wenn »Pe’ahi« mitnichten die große Veränderung ist, die uns Waschzettel und ernstzunehmende Journalisten nahe legen wollen. Klar, die ganz simple Rock’n’Roll-Schnodderigkeit wurde zugunsten ambitionierterer Instrumentierung stellenweise ad acta gelegt, aber das ist immer noch so surfig und harmonisch wie man es Außenstehenden wie mir verkaufen muss. Wäre ich da tiefer in medias res, ich wäre vielleicht gelangweilt.
 

spoon soulFind it at hhv.de:LP Und weil ich im kontemporären Klampfen-Masturbations-Zirkus mit meiner Furcht vor echten Drummern immer noch Außenstehender bleibe, muss ich mich bei Spoon und »They Want My Soul« auf das Urteil erfahrenerer Schwielenhände verlassen: soll wohl gut sein.
 

wildest dreams lpFind it at hhv.de:LP Was ich wiederum verstehe ist DJ Harveys Classic Rock Projekt Wildest Dreams, weil ich zumindest meinen David Bowie gehört und das The Doors-Latinum mit Ach und Krach bestanden habe. Ich würde dem zwar jede Map Of Africa-Wiederbelebung oder Sarcastic Disco-Huldigung vorziehen, aber mit solch zeitlosem Machismo weiß ich wenigstens wie man umgehen muss.
 

Die hier vorgestellten Schallplatten haben wir Euch bei uns im Shop zusammengestellt. Gehe zu Aigners Inventur Juli/August 2014 im hhv.de Shop.
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 25.04.2012
Aigners Inventur
April 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Actress, OFWGKTA, Aphroe und Dream 2 Science.
Music Kolumne | verfasst 23.05.2012
Aigners Inventur
Mai 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Killer Mike, Jadakiss, Shackleton, Lone und Kindness.
Music Kolumne | verfasst 25.07.2012
Aigners Inventur
Juni & Juli 2012
Letzten Monat im wohlverdienten Urlaub holt unsere Kolumnist vom Dienst das Verpasste nach und setzt sich mit der Veröffentlichungsflut, die die letzten beiden Monate brachten, auseinander.
Music Kolumne | verfasst 05.09.2012
Aigners Inventur
August 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Holy Other, Max Herre, Rick Ross, Four Tet und JJ Doom.
Music Kolumne | verfasst 16.07.2014
Aigners Inventur
Juni 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Cro, Young Thug, Throwing Snow und How To Dress Well.
Music Kolumne | verfasst 24.09.2014
Aigners Inventur
September 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Aphex Twin, Sinkane, Roman Flügel und Mick Jenkins.
Music Kolumne | verfasst 30.01.2013
Aigners Inventur
Januar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Chief Keef, Four Tet und Mushy.
Music Kolumne | verfasst 31.07.2013
Aigners Inventur
Juni / Juli 2013
Nach einer kurzen Urlaubspause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Ka, J.Cole, Hade & DWFL, David Lynch und Disclosure.
Music Kolumne | verfasst 08.11.2017
Aigners Inventur
Oktober 2017
Unser Kolumnist findet in diesem Monat wie immer vieles: schlecht, toll, das ganze Spektrum halt. Vor allem findet er aber seine Grabsteinschrift. Bei Christina Aguliera bedienen muss er sich dafür nicht. So viel sei verraten.
Music Kolumne | verfasst 01.12.2017
Jahresrückblick 2017
Top 20 12-inches
Das Kurzspielformat ist immer noch vor allem für DJs. Deshalb findet sich in dieser Liste vor allem Musik, die zumindestens in der Nähe der Tanzfläche irgendwas Komisches macht. So einfach ist das.
Music Kolumne | verfasst 21.03.2012
Aigners Inventur
März 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Motrip, Lee Fields, Grimes, Ital und DJ Cam.
Music Kolumne | verfasst 02.10.2012
Aigners Inventur
September 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The XX, Flying Lotus, Xavas, Mala und Robert Hood.
Music Kolumne | verfasst 31.10.2012
Aigners Inventur
Oktober 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Kendrick Lamar, Bat For Lashes, Andy Stott und Daphni.
Music Kolumne | verfasst 05.12.2012
Aigners Inventur
November 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Captain Murphy, Roc Marciano, Karenn und Zombie Zombie.
Music Kolumne | verfasst 27.02.2013
Aigners Inventur
Februar 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Trus’me, Max D, Pusha T, Darkstar und JBG2.
Music Kolumne | verfasst 27.03.2013
Aigners Inventur
März 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Justin Timberlake, DJ Koze und Function.
Music Kolumne | verfasst 05.06.2013
Aigners Inventur
Mai 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Mount Kimbie, Daft Punk, The-Dream und Vampire Weekend.
Music Kolumne | verfasst 29.08.2013
Aigners Inventur
August 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Forest Swords, Earl, Julia Holter und Moderat.
Music Kolumne | verfasst 06.12.2013
Aigners Inventur
November 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: 7 Days Of Funk, Blood Orange, Shadowlust und Logos.
Music Kolumne | verfasst 13.06.2014
Aigners Inventur
Mai 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The Roots, SD Laika, Joakim und zwei Fatimas.
Music Kolumne | verfasst 29.10.2014
Aigners Inventur
Oktober 2014
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Flying Lotus, Dorian Concept, Objekt, T.I. und SBTRKT.
Music Kolumne | verfasst 01.03.2017
Aigners Inventur
Februar 2017
Auch im Februar setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Migos, Roc Marciano, Kingdom und Vermont.
Music Kolumne | verfasst 03.05.2017
Aigners Inventur
April 2017
»Damn.« ist wie Durant im Rucker Park, Actress gerade nochmal gut gegangen: Unser Kolumnist Aigner hat sich durch die Release im April gehört und weiß jetzt vor allem, welche Art von Musik er mit etwas mehr Talent selbt gemacht hätte.
Music Kolumne | verfasst 07.08.2017
Aigners Inventur
Juli 2017
Die Inventur im Juli, es geht um’s: Älterwerden. Unser Kolumnist aka angryoldmanyellingatclouds.jpg beobachtet den Reifeprozess von Jigga, Tyler, Floating Points, und duckt sich zwischendurch unter Instagram-Stories weg.
Music Kolumne | verfasst 06.09.2017
Aigners Inventur
August 2017
Braucht zehn Doppelsitzungen beim Exorzisten: die Inventur im August. Kein Wunder, werden neben großen aktuellen Themen (Fidgetspinner und FDP) auch alle relevanten Releases des Vormonats besprochen.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Rolling Stones – Let It Bleed (1969)
Vom Western-Saloon in den Vietnamkrieg, Stress mit den Cops und Heroin in Arschbacken – der Weg zu »Let It Bleed« verläuft auf einem Pfad zwischen Morbidität und Leichtsinn. Am Ende waren die Drogen gelutscht und die Utopien der Hippies tot
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Albums
Ein Jahr verstreicht, ein Jahrzehnt ist zuende. Der wichtigste Rohstoff dieser Zeit? Einigkeit. Auf diese 50 Schallplatten konnten wir uns einigen. Friedlich! Hurrah! Diese Liste ist die Welt, in der wir leben wollen. So einfach ist das.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 50 Reissues
Auch 2019 haben uns fleißige Plattenlabels Musik von gestern für ein besseres Morgen zur Verfügung gestellt. Wir haben 50 Schallplatten herausgesucht, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Kommentar
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Porträt
100% Electronica
Mit Retro-Pop in die Zukunft
Internet-Ikone, Vapordaddy, Zukunftsmusiker – George Clanton kennt viele Namen. Mit 100% Electronica sucht er seit 2015 nach Sounds, die ein Gefühl vermitteln, das er nicht beschreiben kann. Und verhilft Vaporwave zu einer Renaissance.
Music Kolumne
Records Revisited
Pink Floyd – Ummagumma (1969)
»Ummagumma« ist der Beginn von Pink Floyd auf ihrem Werdegang zur größten Artrockband der Geschichte. Vor genau 50 Jahren veröffentlicht, verschob das Doppelalbum nicht weniger als die Grenzen des Machbaren in der Popmusik.
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Mos Def – Black On Both Sides (1999)
Das »To Pimp A Butterfly« der Prä-Smartphone-Generation: Mos Defs Debüt tritt Ende der Neunziger gegen den Shiny Suit-Mainstream mit politischer Finesse und Harakiri-Flow auf. Warum du »Black On Both Sides« heute wieder hören musst.
Art Bericht
No Photos on the Dance Floor!
Nichts für Voyeure
Noch bis zum 30.November kann die Clubkultur in Berlin nach dem Mauerfall in Fotos von Wolfgang Tilmans, Ben de Biel oder Sven Marquardt nachvollzogen werden. »No Photos on the Dance Floor!« verzichtet dabei auf einen voyeuristischen Blick.
Music Kolumne
Records Revisited
King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)
Die Platte, die dem Prog-Rock zur Geburt verhalf: Vor 50 Jahren machte King Crimson auf ihrem Debütalbum vor, wie man im 6/8-Takt rockt, mischte Jazz und Klassik in die Arrangements und läutete apokalyptisch das Ende der Sechziger ein.
Music Porträt
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Essay
Quentin Tarantino
Musik als filmisches Mittel
Die Filme von Quentin Tarantino sind gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf die Popkultur. In erster Linie natürlich auf den Film. Aber auch die Musik spielt wie in seinem neuesten Film »Once Upon A Time in Hollywood« immer eine Rolle.
Music Kolumne
Records Revisited
Charles Mingus – Mingus Ah Um (1959)
Charles Mingus war das verrückteste Genie der Jazzgeschichte. In diesem Jahr wird sein berühmtestes Album »Mingus Ah Um« 60 Jahre alt. Ein Rückblick auf Vulkanausbrüche, Waffengewalt und eine Platte, die dem Bass zur Artikulation verhalf.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.