Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Text Kristoffer Cornils, Jens Pacholsky, Frédéric Hartmann, Philipp Kunze, Björn Bischoff, Martin Silbermann, Florian Aigner, Andreas Brüning, Benjamin Mächler, Wenzel Burmeier, Fionn Birr, Paul Okraj, Peter Gebert

Actress - GhettovilleFind it at hhv.de:Dreifach-LP und 5-LP-Box Ob man in Actress’ Metropolenentwurf namens »Ghettoville«* wirklich leben möchte? Ein Ort, der die Dämonen beschwört, die Ängste fördert, die Maschinen erweckt, ein klaustrophobischer Ort, zappenduster zugleich. Aber: dort wo der Nebel einem die Sicht nimmt, kann man plötzlich ganz klar sehen. »Ghettoville« ist nicht Detroit. »Ghettoville« ist aber auch nicht London. Völlig befreit von den Einflüssen britischer Clubkultur erweist sich »Ghettoville« als ein um Vielfaches aufregenderer Ort. Paul Okraj
 

Andy Stott - Faith in StrangersFind it at hhv.de: 2LP | CD Vom sphärischen Intro über die rostigen Grime-Anleihen bis zum Grusel-Outro klingt »Faith In Strangers« wie kein Release von Andy Stott zuvor und trotzdem unverwechselbar nach ihm. Kein Bass wummert härter, keine Soundscape schwirrt dichter und sowieso kann niemand der grazil geisternden Stimme von Alison Skidmore das Wasser reichen. »Faith In Strangers« ist das trockenste und tröstlichste Album des Produzenten aus Manchester; womöglich das beste und sicherlich das abwechslungsreichste seiner Karriere. Kristoffer Cornils
 

Aphex Twin - SyroFind it at hhv.de: 3LP | CD Wenn der Kuchen redet, haben die Krümel Pause. Die Herzen vieler Elektroniker dürften daher ordentlich fibrilliert haben, als dieses Jahr ihr aller Ziehvater wieder erschien. Und dann auch noch das verrückteste und schönste Zeug aus seinem Synthesizerfuhrpark herauskitzelte, das einem seit einiger Zeit untergekommen ist. Mit welcher Finesse und mit welchem Witz Aphex Twin auf »Syro« die Beats, Bleeps, Plonks und Outer-Space-Melodien zusammenschraubt, verdient noch immer unverständliches Kopfschütteln und jede Menge Lacher. Jens Pacholsky
 

Arca - ThieveryFind it at hhv.de: LP+10inch
Mit seiner Beteiligung an Kanyes »Yeezus« verbuchte Alejandro Ghersi als Arca einen nicht ungefährlichen Hype. Umso erfreulicher, dass sich die Künstlerpersona Arca auf Ghersis Debütalbum zurücknimmt und dem Androiden »Xen« die Hauptrolle überlässt. Dieses Mensch-Maschine-Wesen findet seinen Ausdruck in körperbetontem Reggaeton-Voguing, empathischem Harfengeklimper, kalten Flächen und kreischenden Synth-Panikattacken. Irgendwo in den Rillen dieser Platte liegt der Code der Zukunftsmusik verborgen. Wenzel Burmeier
 

Barnt - Magazine 13 Find it at hhv.de: CD | 2LP+CD Köln ist hässlich, aber schön. Barnts Musik ist oft ganz schön hässlich und hat dennoch mehr Charme als fast alles was dieses Jahr an Langspielrillen im Bereich House und Techno veröffentlicht wurde. Kaum Bass, kaum Druck auf der Zwei und der Vier, Synthmelodien, die sich in ihrem dadaistischen Autismus wohlfühlen und von sich scheinbar nach Zufallsprinzip ertönenden, fast militaristisch anmutender Staccato-Percussion zerschießen lassen. So oder ähnlich läuft das auf Magazine 13. Am Ende hat man nichts verstanden, aber alles gefühlt. Florian Aigner
 

Ben Frost - AuroraFind it at hhv.de: 2LP Bis in diesem Jahr »A U R O R A« erschien, hatte man fast vergessen, dass Ben Frost selbst Musik macht, so sehr ist er in den letzten Jahren als Studiotechniker und Produzent aufgegangen und hat in der Zusammenarbeit mit Tim Hecker oder Valgeir Sigurðsson mehr hinter den Kulissen an einem druckvollen Ambientsound gearbeitet. Dieser entlud sich in einer Eruption wie die Lava eines isländischen Vulkans und zog als Aschewolke über die weltweite Musiklandschaft. Ich meine, hier wurden soundtechnisch Maßstäbe gesetzt, welche die elektronische Musik noch nachhaltig beschäftigen wird. Sebastian Hinz
 

Bohren & der Club Of Gore - Piano NightsFind it at hhv.de: LP Ihre Easy-Listening-Platte, das soll »Piano Nights« sein, sagten die Herren aus Mühlheim vor der Veröffentlichung. Und vielleicht haben sie damit Unrecht. Zwar fehlt diesem Album die Schwärze, die »Black Earth« zum Senken des Sargs in die Erde machte, doch trotzdem hat »Piano Nights« die Entschleunigung im Kern. Doom und Jazz, Tiefe und Nacht, Realismus und Romantik. Leicht ist diese Platte an der Oberfläche, aber bei Bohren & Der Club Of Gore passieren die besten Sachen unter dem Sound, in der Atmosphäre, in der Spannung, in der perfekten Dunkelheit. Björn Bischoff
 

The Budos Band - Burnt OfferingFind it at hhv.de: 2LP | CD The Budos Band hat sich mit »Burnt Offering«, ihrer vierten LP, erlaubt neue Ufer zu erkunden, und ist ihr Fangemeinde doch treu geblieben. Sie haben eine Brücke zwischen dem Rock der 1970er Jahre und dem Ethiojazz der Jetztzeit geschlagen, wo sie vorher scheinbar keiner vermutet hatte. Ohne Sang und Klang hat The Budos Band ein neues Subgenre geschaffen, und bewegen sich in ihm auf Anhieb so sattelfest wie losgelöst. Was ein grandioses Album ausmacht? Aus reduktionistischer Sicht doch wohl nur die dahinter stehende Band, die sich bei der hier an den Tag gelegten Gelehrsamkeit ihrer Preise sicher sein kann. Frédéric Hartmann
 

Building Instruments - Building Instruments LP Wenn das Leben ein einziger, langer Sonntagsspaziergang in sonnendurchfluteten Parks wäre, würde immer das Debüt »Building Instrument« dieser gleichnamigen norwegischen Band in der Luft liegen. Nun ist dem leider nicht so, weshalb die absonderliche Mischung – Pop? Jazz? Elektroakustik? Folk? – umso besser tut. Ein zu Unrecht übersehenes, unaufgeregtes Schmuckstück, das sich nur dann selbst hätte toppen können, wenn Building Instrument »Ville Høyda«,ihr bizarr-schönes Cover von Kate Bushs »Wuthering Heights«, mit dazu gepackt hätten. Kristoffer Cornils
 

Call Super - Suzi EctoFind it at hhv.de:2LP Für Call Super und dessen Albumdebüt könnte man auch Schubladen aufmachen, auf Werkdiscs und deren störrisches Artistroster verweisen und dennoch nicht wirklich erfassen, warum »Suzi Ecto« eines der Alben des Jahres ist. Meine überforderte Zunft konstatiert unisono, dass Call Super hiermit nicht auf den Flur will, aber das war eigentlich schon bei seinen vorausgegangenen Maxis der Fall. Nein, dieses Album steht für sich, steht sich selbst im Weg, hadert und findet nie eine Lösung. Und ist genau deswegen die Antwort auf alles. Florian Aigner
 

Campbell Irvine - Removal Of The Six Armed GoddessFind it at hhv.de:LP Er selbst würde seine Musik; wohl einfach als Noise bezeichnen. Wem das Wort zu krachig klingt, der sei beruhigt. Denn der Begriff treffen nicht wirklich den richtigen Ton. Man muss die Musik des Australiers auf »Removal Of The Six Armed Goddess« anders beschreiben. Vielleicht so: Campbell Irvine setzt in einer ausgefeilten Collage Sounds in Beziehung. Sehr anstrengend und wunderschön liegen diese hier nahe beieinander. Das ist das allerbeste. Er verdichtet Klänge in einer Weise, bei der man nicht weghören kann. Sebastian Hinz
 

Carpet Patrol - Carpet PatrolFind it at hhv.de: LP+Poster | CD+Poster | LP | CD | Tape Spricht man 2014 über Instrumental-HipHop, so darf Suff Daddys und Torky Torks »Carpet Patrol« nicht fehlen. Das Projekt der beiden Berliner, das offiziell keinem Konzept folgt, außer dem Konzept, die Samplereste aus Torkys vollgestopfter MPC-Festplatte zu verwerten. Was dann in den dreimonatigen Buddy-Sessions zwischen GTA V, Bier und Blunts herauskam, ist weit mehr als Ramschware von der Resterampe. Vielmehr ein fieses Beat-Ungetüm mit wuchtigen Drumslaps und hypnotischen Samples, das seinen Platz auf dem Plattenteller gegen manch andere ambitionierte Beatbauer auch zum Jahresende noch stolz verteidigt. Benjamin Mächler
 

Cloudface - Untitled LPFind it at hhv.de: LP House-Musik, die gemütlich auf dem Stövchen steht. House-Musik, die so in Hausschlappen und Bademantel durch den Tag schlürft: »Untitled« von Cloudface gluckert gänzlich unaufgeregt von Song eins bis sieben. Alles analog, alles ganz gemütlich und immer schön eins nach dem anderen; hier mal kurz zum Shaker eiern, dann mal eine Synth-Line reindrehen und dann in aller Ruhe den Bass laufen lassen. Pyjama-House ist das und der wird auch ganz dringend gebraucht, wenn 2014 Ambient schon »power-« sein kann. Philipp Kunze
 

Cooly G - Wait 'Til NightFind it at hhv.de:LP Cooly Gs Zweitling verbindet UK Funky, Deep House, Hip Hop und dunklen Synthie Pop mit widerspenstiger Bass Music, unkitschigem R&B, gebrochenen Jungle- und Hip Hop-Beats, mächtigen Bässen und beeindruckend räumlicher Dub-Atmosphäre. Ausgeprägter Song-Charakter und dadurch deutlich präsenterer Gesang lassen die Musik zudem wunderbar organisch und rund klingen. Das ist ein großer Schritt in Richtung Pop und Soul, dennoch steht das deepe und melancholisch lässige Album ganz klar in Post-Dubstep-Tradition. Andreas Brüning
 

Cuthead - Total SelloutFind it at hhv.de: 2LP | CD | Tape Internationale Beats straight outta Dresden. Cuthead kompiliert hier bisher nur digital veröffentlichte Tracks, die zwischen HipHop und House pendeln, sich aber mehrheitlich auf die Seite von Madlib und J Dilla schlagen. Dialogfetzen gemeinsam mit fein zerhackten Sprachsamples, Dubstep-Breaks, Wobble-Bässen und schlingernden Hi Hats wecken nicht die kleinste Assoziation an die Sächsische Hauptstadt als vielmehr an Stones Throw. Das liegt nicht nur an dem enormen Talent, sondern auch daran, dass, abgesehen vom einzigen Rap auf »Hidden Track« und dem Sample im letzten Stück, dass man es hier mit einem »Mords-Oschi von LP« zu tun habe, komplett auf die deutsche Sprache verzichtet wird. Martin Silbermann
 

Diamond D - The Diam PieceFind it at hhv.de CD | 2LP Hätte Diamond D mit »The Daim Piece« nicht mal eben den Fruity Loops-Kids gezeigt wie man »90s« richtig schreibt und die Traum-Featureliste jedes Rawkus-Ära-Apostels aus dem Zip Drive geholt, es lägen nicht Pharoahe Monch, AG oder Ras Kass, sondern wieder die Modelleisenbahn unter dem Weihnachtsbaum. »Anarchornistisch«, twittern die Stoppelhopser und beschweren sich über fehlende Action Bronsons und Pro Eras, während es sich unsereins in fat-laced Timbs bei Stunts, Blunts und Hiphop bequem machte. Fuck Swag! Fionn Birr
 

Eric Honoré - Heliographs Das Ambient-Jahr neigte sich schon dem Ende zu, als Hubro das Solo-Debut von Erik Honoré ins Rennen schickte. Der drehte damit nicht nur mal nebenbei unsere Vorstellung des Genres auf links, mit einem rätselhaft bleibenden, absolut modernen Verfahren der Studiokomposition aus Gastmusiker-Samples und Synths. »Heliographs« schließt auch eine zeitlose Thematik von Trauer und Erlösung neu auf, mit einer ultrasanft fesselnden Achterbahnfahrt durch komplexe Emotionen, die in seiner so zärtlichen wie spukigen Klangerzählung ihre Sprache finden. Peter Gebert
 

FKA Twigs - LP1Find it at hhv.de: DeluxeLP | LP Mit »LP1« erweiterte FKA Twigs den Fundus an unsinnigen Vergleichen im Musikjournalismus um ein weiteres Kabinettstücken. Ein Album wie ein »Emmanuelle«-Film, nur mit weniger Körperbehaarung. Und daneben schaffte es Tahliah Barnett R&B in die Zukunft zu denken, zu dekonstruieren, um ihn in ihrem eigenen kargen Sound wieder zusammenzusetzen. Selten greifen Beats tiefer in die Seele, nie verdreht eine Stimme mehr den Kopf wie auf diesem Album. Hocherotisch, glatt, karg und wunderschön. Björn Bischoff
 

 King Britt Presents Fhloston Paradigm - The PoenixFind it at hhv.de: 2LP Mit seiner Fokussierung auf die exklusive Klangerzeugung durch analoges Equipment hatte King Britts Projekt Fhloston Paradigm anno 2014 sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal inne. Das unter diesem Synonym erschienene Erstlingswerk erwies sich für Hyperdub dennoch zum Glücksgriff. So bleibt »The Phoenix« allein schon deshalb unvergessen, weil es als eines der wenigen Alben des Jahres in all seiner Konsistenz aus jeder einzelnen Sinuswelle ungefilterten Soul atmet. Paul Okraj
 

Flying Lotus - You're DeadFind it at hhv.de: 2LP | CD| 4LP Box Auf der nach oben hin offenen Beliebtheitsskala standen Konzeptalben und Jazz so kurz über der Grasnarbe. »You’re Dead« änderte das, mit einem Schlag. Nicht nur weil Snoop Dogg, sondern auch Captain Murphy ein paar Verse auf dem Album hinterlassen hat. Und gerade weil »You’re Dead« vom ersten Moment anstrengend sein will, weil FlyLo die Beats mehr pulsieren und funkeln lässt in seinem Nimbus, macht diese Platte unglaublich viel Spaß. Weil sie das tut, was nur noch wenige Alben sich überhaupt trauen: den Hörer herausfordern. In diesem Sound ließe sich die Ewigkeit aushalten. Björn Bischoff
 

Fontarrian - vlvFind it at hhv.de: 2LP Wie klänge House, wenn es nicht aus Chicago, sondern aus der vierten Dimension käme? Wenn die Grooves nicht aus der TR-808 kämen, sondern aus der Post-Strukturalismus-Ecke einer gut sortierten Bibliothek? Wenn sich drei einsame PCs zu einer Free-Jazz-Session treffen? Wie »vlv« vermutlich. Der Grazer Fontarrian macht Musik, die den Soul seziert, die Leerstellen zu Protagonisten macht und trotzdem hängen bleibt. Eines der kuriosesten und zugleich unangestrengtesten Alben des Jahres. Kristoffer Cornils
 

Madlib & Freddie Gibbs - Pinata LPFind it at hhv.de: 2LP | MC | CD Madlib lädt mit warmen Klängen ein und in der Bude verteilt dann Gangsta Freddie Gibbs, links, recht, klatsch, klatsch, seine Schellen. »Pinata« hat die Kanten an den richtigen Stellen und die Rundungen an den noch richtigeren. Kein anderes Rapalbum klang 2014 so sehr nach »good ol’« und »state of the art« gleichzeitig. Philipp Kunze
 

Grouper - RuinsFind it at hhv.de: LP Liz Harris ist als Grouper eine Süchtigmacherin, eine Klangnetzspinnerin und Hypermelancholikern, wie es keine zweite gibt. Niemand schien 2014 um »Ruins« herumzukommen. Und das, obwohl es sich um das wohl reduzierteste Album der Drone-Pop-Ikone handelt. Das machte »Ruins« so stark: Die Offenheit und Verletzlichkeit, mit der sich die sonst in Ambivalenz gehüllte Grouper darauf präsentierte. Ein herbstliches Nachtschattengewächs, das noch in ein, zwei Jahrzehnten nicht sein magisches Schimmern verloren haben wird. Kristoffer Cornils
 

Haftbefehl - Russisch RouletteFind it at hhv.de:CD| 2LP | 2CD Seine Karriere begann als Treppenwitz, als hippe Pointe um Menschen, die sich und ihren Musikgeschmack zu Ernst nehmen vor den Kopf zu stoßen. Nun hat Haftbefehl den Thron bestiegen, er dominiert Deutschrap nicht nur weil er der cleverste Geschäftsmann hierzulande geworden ist, sondern weil er mit »Russisch Roulette« eine dermaßen perfekt inszenierte Rap-Platte gemacht hat, dass sich Kritiker nur noch mit Philosophie-Verweisen, Hauptseminar-Soziologie, Linguistik-Analysen und dem Blick über den großen Teich zu helfen wissen. Platz da, Oliver, Hafti rollt mit den Besten. Florian Aigner
 

Hubert Daviz und der Retrogott - Kokain Airlines  CoverFind it at hhv.de: LP Nein, Hubert Daviz und der Retrogott fliegen nicht mit »Kokain Airlines«. In der Wirklichkeit treffen sie sich nach Feierabend auf eine Flasche Heineken und erzeugen im Anschluss Altbekanntes weil Altbewährtes. Das sind dann meistens erlesene Jazzsamples, die distinguiert über filigrane Drumbreaks gleiten und von Retrogotts nachdenklichen bis rotzigen poetischen Ergüssen komplettiert werden. Kann man gut finden. Wenn sie dann aber das Muster durchbrechen und im Albumfinale den inneren B-Boy beschwören, muss man das auch. Paul Okraj
 

Hier geht’s entlang zum 2. Teil der 50 Alben des Jahres

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Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!