Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Text Philipp Kunze, , Tim Caspar Boehme, , , Martin Silbermann, Florian Aigner, Andreas Brüning, Peter Gebert, Wenzel Burmeier, Fionn Birr, Paul Okraj

Ivan Ave - Slow JamsFind it at hhv.de:LP Rapper Ivan Ave und Beatfrickler Mndsgn finden für eine gemeinsame EP auf Jakarta Records zusammen und vermessen die jungfräuliche HipHop-Achse Oslo-Los Angeles. Ihr Werkzeug: schwer atmendes Bumm-Tschack, leierndes Rhodes-Geknister und Tumblr-Gedankengut zwischen der letzten Tribes-Reissue und dem nächsten Cappuccino im Pappbecher. Dieses Duo findet in der Vergangenheit tatsächlich ein musikalisches Morgen. Nicht viele Releases können das 2015 von sich behaupten. Wenzel Burmeier
 

Knowsum - Sichtexotica I Find it at hhv.de: 10inch Abseits der morschen Beatmaker-Piefkes, die uns auch im Jahre Acht nach J Dilla den erstbesten Delfonics-Loop als »Donuts«-Aufguss servieren wollen, tüftelte Luke&Fils Knowsum weiter verlässlich in seinem jazzig-verschrobenen Digger-Kosmos. So war »Sichtexotica I« dieses Jahr nicht bloß der bestmögliche Start für die neue Instrumentalserie von Sichtexot, sondern genau jenes Sample-Kunststück aus versunkenen Soundschnipseln und driftenden Dachkammer-Drums, die ihn mindestens für 15 Stücke zum Madlib von Mainz machten. Fionn Birr
 

Max Graef - Rivers Of The Red PlanetFind it at hhv.de: 2LP Von Lone über Kassem Mosse bis Baaz: House flirtete 2014 lange und ausgedehnt, das heißt im Albumformat, intensiv mit Hip Hop und dessen Ahnenstamm. Der Berliner Max Graef hatte Szeneinsidern mit ein paar EPs das Wasser in der Unterbüchse zusammenlaufen lassen, sein Debütalbum ließ die Messlatte noch stärker anschwellen. Abgehangen, Sampling-versiert und verschmitzt groovend. »Rivers Of The Red Planet« wurde als neuer Sound Of Berlin gefeiert. Doch mal ehrlich: Wer aber außer Max Graef klingt dort so?. Kristoffer Cornils
 

Millie & Andrea - Drop The VowelsFind it at hhv.de:2LP Die zwei Mancunians Andy Stott und Miles Whittaker(letzterer auch bekannt als eine Hälfte des Duos Demdike Stare) erklärten dieses Projekt als ihre Antwort auf die Überzahl ernster Momente in der Musik. Und loteten mit »Drop The Vowels« fleißig die Grenzen der Breakbeat-Statik aus – etwa in »Corrosive«, das Jungle mit einem Footwork-Maß vermisst. Dieses kompakte Abenteuer zieht dir den Boden unter den Füßen weg. Während du dich wieder berappelst, lachen sich Millie & Andrea ins Fäustchen. Wenzel Burmeier
 

Mndsgn - Yawn ZenFind it at hhv.de:2LP Klar, Mndsgns Debütalbum für Stones Throw, »Yawn Zen«, ist im Groben an Hand der üblichen Vergleichsmaße schnell beschrieben: stottert wie J Dilla, jazzt wie Madlib und wummert wie eine Nacht bei »Low End Theory« in Los Angeles. Aus einigen Tracks hört man ganz deutlich, welche Schaffensphase von Flying Lotus als Inspiration diente. Nur ist »Yawn Zen« von Mndsgn eines der wenige Beispiele aus dem Bereich Beatmaking 2k14, bei denen es keine Blasphemie ist, die oben genannten zu nennen. Philipp Kunze
 

moire shelterFind it at hhv.de 2LP Über Werkdiscs erschienen, ist Moiré vielleicht der klassischste House-Entwurf, den der ewige Dekonstruktivist Actress bisher hat veröffentlichen lassen. »Shelter« bewahrt sich dabei diese seltsame, britische Prismen-Wahrnehmung, selbst der geradeste Viervierteltakt wirkt immer als würde er sich in jeder Sekunde auflösen. Gerade das hat Moire gar nicht nötig und am Ende klingt das ein bisschen so als wäre Actress mit Omar-S und Big Strick beim Dragster-Rennen gewesen und hätte auf dem Rückflug nur Maurizio gehört. Florian Aigner
 

Moodyman – MoodymanFind it at hhv.de: 2LP | CD Moodymann macht mit »Moodymann« den Moodymann. Und damit ist hier so viel Moodymann, dass das Album nur großartig sein kann. So klingt halt einfach kein anderer. Irgendwie schafft es der Freeki Mutherfucker House, Funk, Soul, Jazz und Disco mit einer Geste der Gleichgültigkeit zusammenzubringen, zwischendurch einer Frau abschätzig an den Allerwertesten zu fassen, und am Ende doch nach Liebe zu klingen. »Moodymann« ist sexy, groovy und andere Dinge, die einem so in die Blutbahn fahren, dass es dafür keine deutschen Adjektive gibt. Philipp Kunze
 

Moon B - II Find it at hhv.de:LP Eine kleine Sensation ist mal wieder Moon B, dessen zweites Album für People’s Potential Unlimited so klingt als hätte jemand Larry Heards Amnesia-DATs bei 60 Grad gewaschen und anschließend einen Laienorgler die Synthlines neu einspielen lassen, während dieser sich in einer Hängematte liegend einen Long Island Icetea nach dem anderen reinkippt. Ganz großartig geiler Retrofetischscheiß, vor allem weil hier wenig gedacht und viel gemacht wird. Florian Aigner
 

Neel - Phobos EPFind it at hhv.de: 2LP »Sounddesign« ist ja eigentlich ein Schimpfwort – für sorgsam gewienerte Klangoberflächen, denen man mittels Feinjustierung jegliches Leben ausgetrieben hat. In manchen Fällen wird das bewusste Gestalten von Klang jedoch zum entscheidenden Geschehen der Musik, fängt selbst an zu erzählen und seine eigene Spannung zu erzeugen. Neel ist dies mit seinem Solodebüt ganz wunderbar gelungen. Sein Weltraumabenteuer »Phobos« wäre ohne die ganze akribische Detailarbeit bei weitem nicht so spannend geraten. Tim Caspar Boehme
 

NehruvianDOOM - Sound Of The SonFind it at hhv.de: LP | CD | Tape Wenn MF Doom sich auf ein Kollabo-Album einlässt, gilt es aufzuhorchen: Der Maskenmann enttäuscht selten. Stattdessen weiß er meist positiv zu überraschen – eingedenk, dass man eh Überraschungen erwarten darf, wenn er an die MPC oder ans Mic tritt. Auf »Sound Of The Son« bittet er Jungspund Bishop Nehru an letzteres – und überlässt ihm gleich mal den lyrischen Löwenanteil. Das Ergebnis: Beats in der Tradition der Special Herbs, wie geschaffen für Nehrus Nonchalance, die trotz seiner Jugend sehr weitsichtig rüberkommt. Christian Neubert
 

Neneh Cherry - Blank Project LPFind it at hhv.de:LP+CD Die unerwartete triumphale Rückkehr von Neneh Cherry mit ihrem ersten Soloalbum in 18 Jahren. Ungewohnt sparsam instrumentiert, ließ sich die schwedische Sängerin vom britischen Duo RocketNumberNine lediglich an Schlagzeug und Synthesizer begleiten. Ihr Gesang wirkt dadurch noch einmal dringlicher – in den Songs hat Cherry den Tod ihrer Mutter verarbeitet –, und die unpoliert-rohe Darbietung bekommt ihrer Stimme ausgezeichnet. Lob auch an Produzent Kieran Hebden für entschiedene Diskretion. Tim Caspar Boehme
 

Objekt - FlatlandFind it at hhv.de:2LP Genau, Techno ist immer noch nicht tot. Man muss sich bloß ein wenig Mühe geben, um die Sache am Laufen zu halten. Objekt hat für sein Debütalbum genügend lebenserhaltende Maßnahmen auf Lager, und die liebevoll nuancierten Nummern zwischen Electro und Techno wollen eben auch deutlich mehr sein als reine Dienstleistungen für die Tanzfläche. Hier passiert etwas, das man sich gern einfach mal bewusst anhören kann, es gibt Aufbau, Dynamik, eigensinnige Klänge. Eine Frischzellenkur, elektronisch. Tim Caspar Boehme
 

Run The Jewels - Run The Jewels 2Find it at hhv.de: Deluxe-CD | 2LP | CD Da haben sich endlich Zwei gefunden! El-P und Killer Mike nehmen uns mit ihrem zweiten Album als Run The Jewels mit auf einen gut halbstündigen, atemlosen Parforceritt voller Banger – aggressiv und lustig zugleich, intensiv und ebenso großmäulig. Hier finden sich keine Skits, keine Interludes und kein Bullshit, stattdessen beweisen die beiden, dass sie das Top-Tag-Team im Game sind und nicht nur die Jungen wild sein können. Nein, auch die alten Haudegen haben noch den ein oder anderen Hit im Köcher. Martin Silbermann
 

Schoolboy Q - Oxymoron Find it at hhv.de: 2LP | CD | CD Allen »Good Kid, m.a.a.d. city«-Vergleichen und der anfänglichen Überforderung mit so finsterem Guntalk zum Trotz, besticht »Oxymoron« – dieser schleichend-wachsende Spätzünder von Album – auch 10 Monate nach Release durch seine unvorhersehbare Tiefe aus Begierde und Lebensmüdigkeit. Dank Gary Burton-Samples, Kurupt-Features und metaphysischer Schwere aus dem »Sunny land of the g’s« ist Schoolboy Q damit endgütlig aus Kendricks’ Schatten und gleich mal direkt in den ’10er-Jahre-Kanon für Rap gesprungen. Fionn Birr
 

Second Storey - Double Divide Find it at hhv.de: 2LP Ein gutes Jahr für die elektronische Musik. Nächster Beweis: Alex Storey benennt sich um, heißt fortan nicht mehr Al Tourettes sondern Second Storey und ist plötzlich variantenreicher, unberechenbarer und gleichzeitig zwingender als je zuvor. »Double Divide« zeugt von Geschichtsbewusstsein und Gegenwärtigkeit, es groovt und schlägt ausreichend Kapriolen, um auch das Hirn zu stimulieren. Einfach ein gutes Album. Auf das Debüt von ALSO, dem gemeinsamen Projekt von Second Storey und Applebim, können wir uns schon heute freuen. Sebastian Hinz
 

Scott Walker & Sunn O))) - SousedFind it at hhv.de: hhv.de: 2LP Eine echte Überraschungsbegegnung und so ziemlich das Beste, was den beteiligten Künstlern passieren konnte: Zwei bisher getrennte musikalische Entwürfe offenbaren ihre Gemeinsamkeiten, ohne zwangsvereint zu erscheinen. Zugleich erweitern sowohl Scott Walker als auch Sunn O))) ihr Vokabular – Walker in Richtung Drone Metal, Sunn O))) ihrerseits spielen zum ersten Mal mit einem ausgewiesenen Jacques-Brel-Interpreten. Dessen unheimlicher Klagegesang übertrifft jedes Black-Metal-Krächzen an emotionaler Wirkung. Tim Caspar Boehme
 

Shabazz Palaces - Lese Majesty CD, Vinyl-Deluxe-Edition and 2LP Durch ein Interview, das ich mit Dose One führte, bin ich auf Shabazz Palaces gestoßen. Ich war sofort neugierig und wurde in dem, was ich entdeckte, nicht enttäuscht – aus den gleichen Gründen, aus dem mich auch »Lese Majesty« überzeugt: Die Platte ist in ihrer konzentrierten Dichte schwer (oder gar nicht) zu erschließen, sie ist musikalisch und textlich entrückt, während sie trotz der Beats, die für Erdung sorgen, schwerelos erscheint. Für´s Nebenher ist das wohl nichts: Mit der Platte schließt man sich am besten ein. Christian Neubert
 

Stewart Walker - Ivory Tower BroadcastFind it at hhv.de:2LP+CD Ein Albumtitel, der täuscht: relevanter kann so ein Comeback kaum sein. Stewart Walker hat das clubdiskursive Tagesgeschäft hinter sich gelassen, um zum Essentiellen durchzudringen. Ein geglückter produktionstechnischer Wandel: Zurück zum Spiel mit Saiteninstrumenten, daraus behutsam beseelte elektronische Texturen formen. Diese dann zu musikalischen Geschichten fügen, entschleunigt, schon mit wenigen Strichen filmisch, und ungemein zugänglich. Erzählen konnte Walker schon immer. Gut, dass er wieder da ist. Peter Gebert
 

Stine Janvin Motland - In Labour LPFind it at hhv.de:LP Manche Platten sind in ihrer kompakten Unmittelbarkeit so weit draußen, dass sie fast unberührbar werden. Wie ein Kiesel aus dem All schlägt Stine Janvin Motlands jenseitige Vokalartistik in die von Lasse Marhaug perfekt eingefangenen alltäglichen Raumsituationen und versetzt deren glatte Oberflächen in schauernde Vibrationen. Nicht nur die überraschenden Klänge ihres Instruments, auch Verwundbarkeit und Witz in ihrer Korrespondenz mit der Umwelt machen »In Labour« zu einem der stärksten Avantgarde-Releases des Jahres. Peter Gebert
 

Sun Kil Moon - BenjiFind it at hhv.de: 2LP »Benji« ist vielleicht das beste Folk-Album der letzten zehn Jahre und selbst Mark Kozeleks Ego schafft es nicht, es zu verderben. Die Songwriter- und Erzähler-Talente des bitteren, mittelalten Mannes übertreffen selbst seine Arschlochhaftigkeit. Sollten ihn jemals angepisste Indiekids mit zerbrochenen Light-Bier-Flaschen lynchen, würde Sun Kil Moon immer noch den letzten, traurigen Lacher haben. Nach und mit »Benji« lässt sich noch jeder Tod überwinden. Ein Meisterwerk so wichtig und richtig wie eine Freundschaft, die ewig hält. Kristoffer Cornils
 

Theo Parrish - American IntelligenceFind it at hhv.de:2CD | 3LP Jazz is the teacher, auch in Jack’s House. Kaum ein anderer Produzent nimmt diese Direktive wörtlicher als der gute Theo aus Detroit. Und so lässt er uns auf »American Intelligence« einen Blick auf seine mannigfaltigen Kleinöden schwarzer Kulturgeschichte gewähren, aufgesogen mit Einflüssen – man ahnt es – aller Art. Theo bleibt Theo bleibt Theo, denn Theo, das wird auf dem aufregendsten und zugleich längsten Stück des Albums »Be Yoself« deutlich, bleibt einfach er selbst. Paul Okraj
 

Traxman - Da Mind Of Traxman Vol.2Find it at hhv.de: 2LP Ein großartiges Album voll spannend reduzierter Hochgeschwindigkeits-MPC-Tracks mit Seele und Funk auf hypnotisch stolpernden Stakkato-Beats. Jeder Tune arbeitet mit höchstens zwei oder drei Instrumental- oder Vokal-Samples, die nach allen Regeln der Kunst gedreht, gewendet und ausgequetscht werden. Durch deren stilistische Weite zwischen Soul, Jazz, A capella-Chören, Speed Metal, Spoken Word und Kraut-Elektronik eröffnet Cornelius Ferguson alias Traxman Footwork generell völlig neue Möglichkeiten. Andreas Brüning
 

Untold - Black Light SpiralFind it at hhv.de: 2LP »Black Light Spiral« ist ein epileptischer Anfall im Luftschutzbunker, eine Panikattacke im Rotlichtmilieu, ein Schweißausbruch im Raucherbereich. Ein Album, das unter dem Trümmerhaufen von Techno keine Gnade findet. Untold infiltriert mit seinem Debütalbum das Gehirn des Hörers und pflanzt einen sperrigen Blitz und ein bösartiges Warzenschwein ein. Wer zu diesem Album nur »intensiv« sagt, der nennt auch einen McDonalds-Stammgast nur latent übergewichtig. Philipp Kunze
 

 Vessel - Punish, HoneyFind it at hhv.de: 2LP Auf seinem zweiten Album »Punish, Honey« konstruiert Vessel ein komplexes und herausforderndes Klanggerüst. Der Einsatz von zum Teil improvisierten Instrumenten kollidiert dabei mit Noise-Elementen und Melodien, die an der Grenze zum atonalen vorbeischrammen. Zusammengehalten wird diese industrielle Experimentierfreude von einem treffenden Gespür für Rhythmik, Komposition und Songstruktur. Der Bristoler Produzenten fügt sich damit hervorragend in den Labelkatalog von Tri Angle Records ein.
 

Von Spar - StreetlifeFind it at hhv.de: 2LP Von Spar haben ein bisschen Disco, ein bisschen Yachtrock, ein bisschen Synthpop gemeinsam zum Kuscheln unter eine herrlich duftende Decke geschickt. Herausgekommen ist »Streetlife«, ein Album ohne Beisser und Stahlkappen und dafür mit viel Platz in der Mundhöhle und in Herzchensocken – es fehlt ihm der Biss, aber es lutscht unfassbar gut und geschmeidig läuft es auch. Doch »Streetlife« ist nicht nur weich, es manövriert vor allem auch (ohne Krach zu machen, weil in Herzchensocken) durch die musikalischen Stile und verbindet sie mühelos zu Wohklang auf Albumlänge. Philipp Kunze
 

Du hast den 1. Teil übersehen? Hier findest du die andere Hälfte der 50 Alben des Jahres

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Boards Of Canada
Music Has the Right to Children, 1998
Nostalgie als Zukunft: Boards of Canada boten mit ihrem Debütalbum »Music Has the Right to Children« eine Blaupause für zahllose Downtempo-Künstler und bauten aus Vintage-Synthesizern einen melancholisch-irritierenden Klassiker.
Music Interview
Kamaal Williams
Zurück zum rawen Shit
Gemeinsam mit Yussef Dayes veröffentlichte er vergangenes Jahr mit »Black Focus« einen Fan-Liebling. Jetzt ist Henry Wu aka Kamaal Williams solo zurück. Seine Musik ist von vielen Stilen inspiriert. Von nichts mehr aber als vom Glauben.
Music Liste
Benedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicholas Benedek ist ein Tausendsassa. Seine Musik klingt nach seiner Heimatstadt Los Angeles. Sie ist eine Mischung aus West Coast G-funk und Lo-fi-House. Er hat unserem Sortiment 10 aktuelle Lieblingsplatten entnommen.
Music Porträt
Gzuz
Wieso? Weshalb? Warum?
»This shit ain’t for fun«. Stimmt nicht ganz. Für den Konsumenten ist es das weiterhin, Gzuz verkauft und verkauft. Das kann man finden wie man will. Man sollte sich nur fragen: Warum?
Music Liste
Bluestaeb
Picks 10 latest Vinyl Records
Detailverliebter Eklektizismus kontra instrumentale Monokultur: Das zeichnet Bluestaebs Beats aus. Und das zeichnet auch die 10 Schallplatten aus, die er aktuell am meisten feiert.
Music Kolumne
Records Revisited
Guru – Jazzmatazz Vol.1 (1993)
Das Genre-Crossover war die große Verbeugung des Gang Starr MC vor den Jazzwurzeln der Rap-Musik. Es war jedoch auch eine verpasste Chance und ein Anachronismus in einer sich rasant wandelnden Hip-Hop-Welt.
Music Liste
Courtney Barnett
Picks 10 latest Vinyl Records
Auf ihrem zweiten Soloalbum »Tell Me How You Really Feel« schickt sich Courtney Barnett an, sich einen Platz neben den ganz Großen zu reservieren. Dort, wo ihre Picks Cate Le Bon und Torres schon sitzen und Joni Mitchells Platz gesetzt ist.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2018
Auch bei Aigner ist die Future female: die Highlights diesen Monat kommen fast ausschließlich von Frauen. Kein Platz also eigentlich für Bierbongs und lecker im Speckmantel verpackte Mediokrität. Aber muss halt. Die Inventur.
Music Porträt
Knekelhuis
Wandern zwischen Welten
New-Wave-Nostalgie, Techno-Ahnenforschung und melancholische Dancefloor-Kracher: Das Amsterdamer Label Knekelhuis gräbt längst beerdigte Klänge aus und erweckt sie wieder zum Leben – nicht nur mit Reissues, sondern auch mit neuer Musik.
Music Porträt
New Record Labels #36
Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International.
Music Interview
DJ Koze
Soulful und ein bisschen kaputt
DJ Koze: vielleicht House-Musik-Deutschlands letzter wahrer Eklektiker! Vielleicht der nächste kredible Pop-Produzent des Landes. Ganz sicher ist er einer der besten Gesprächspartner, die man sich wünschen kann.
Music Porträt
Pierre von Helden
Hinter die Mauern der Klischees
Deutsch-Rap sieht oft sehr, sehr ähnlich aus. In den Videos und was die grafische Gestaltung der Alben anbelangt. Ein Leipziger Künstler schickt sich an, das zu verändern.
Music Essay
Bubblegum & Kwaito
Südafrikas fast vergessene Musik
Zwei neue Compilations lassen ein fast vergessenes Südafrika erklingen. Wir sprachen mit DJ Okapi, der für beide Zusammenstellungen mit nach der Musik gesucht hat. Über ein bewegtes Land – damals und heute.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2018
Kennt sein Passwort fürs UGHH-Forum noch auswendig und weiß, was in Zukunft die NTS-Sets dominieren wird: unser Kolumnist Florian Aigner. Ganz klar der Mann also, dem du vertrauen solltest.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose
Roc Marciano ist zurück, geändert hat sich nicht: Drums, die dir die Zähne ausschlagen, Samples fürs Seelchen, und Reim-Skills für die Ewigkeit. Unsere Autoren fühlen sich zu Hause.
Music Kolumne
Records Revisited
The Streets’ Original Pirate Material, 2002
Mike Skinner wollte mit seinem Debüt ein echtes englisches Hip-Hop-Album machen, das auf US-Klischees verzichtet. Herausgekommen ist ein äußerst präzises Porträt des Lebens britischer Millennials zwischen 9 to 5 und Binge Drinking.
Music Essay
Jazz aus Japan
Vom Importschlager zur Innovation
Gleich zwei neue Compilations widmen sich dem Jazz aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dort musste das Genre einen langen Weg hinlegen, bevor es sich von seinen Vorbildern befreien und etwas Ur-eigenes schaffen konnte.
Music Liste
12 Disco Music Records
with Sleazy Cover Artwork
Mit dem Disco-Revival kamen auch die alten, aufreizenden Plattencover zurück. Wir möchten diesen schmalen Grat zwischen Altherrengeilheit und kultiger Ästhetik würdigen, auf dem sich Sleazy Cover immer bewegen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2018
Er hat es alles schon gesehen: Männer-Wampen, deprimierte Stones Throw-Has-Beens, Free-Jazz-Weitwichsen. Vielleicht ein härterer Job als bei der chinesischen Internet-Zensur-Behörde zu arbeiten. Wer weiß das schon?
Music Essay
Kendrick Lamar & »Black Panther«
Black Future Month
Kendrick Lamar hat sich für den Soundtrack zu »Black Panther« verantwortlich gezeigt und ist vielleicht jetzt, wo Diversity verkauft werden soll, damit sie niemand tatsächlich leben muss, wichtiger denn je zuvor.
Music Kolumne
Records Revisited
Digable Planets – Reachin’ (A New Refutation of Time and Space) (1993)
Digable Planets besprachen auf ihren Debütalbum ein Thema, das nicht unbedingt auf Rapalben zu finden ist: weibliche Selbstbestimmung und Pro-Choice. Und zeigen, dass sich seit 1993 eigentlich nichts geändert hat.