Music Interview | verfasst 19.10.2015
Hulk Hodn / Hodini
Gekränkte Hip-Hop-Heads
Manch einer dürfte sich gewundert haben, als er in den HHV.de Top 100 den Namen Hulk Hodn, bzw. sein Alter-Ego Hodini, sowohl in der HipHop- als auch der House-Kategorie wiederfand. Wir haben mit ihm über sein neues Faible gesprochen.
Text Benjamin Mächler
Hodini

Dass HipHop und House perfekt miteinander harmonieren und sich ein Producer nicht zwingend auf ein Genre festlegen muss, haben schon Kenny Dope, DJ Spinna oder Andrés bewiesen. Dieser Genre-Brückenschlag erfreut sich zur Zeit auch in hiesigen Gefilden gestiegener Popularität, nicht zuletzt auch Dank Künstlern wie Max Graef, Glenn Astro oder Cuthead, die auf Ihren exzellenten und zurecht gefeierten Releases souverän zwischen den Grooves changieren. Nichtsdestotrotz wird sich manch einer jüngst verwundert die Augen gerieben haben, als er in den HHV.de Top 100 den Namen Hulk Hodn, bzw. sein Alter-Ego Hodini, sowohl in der HipHop- als auch der House-Kategorie wiederfand. Das überrascht und ist spannend zugleich, schließlich war er einer der treibenden Akteure für die eher traditionell geprägte Neo-Boombap-Welle im Deutschrap der letzten zehn Jahre. Wir sprachen mit dem sympathischen Kölner über seine Liebe zur House-Musik und seine aktuelle 12’’ auf Money $ex Records.

hhv.demag: Erzähl doch mal, wie es zu deiner Liebe zum House kam?
Hodini: Das kam ehrlich gesagt erst über Twit One und Memyselfandi, die bei Radio LoveLove verschiedene Sounds gespielt haben. Unter anderem auch housige Sachen. Und übers Sample diggen bin ich auf Disco, Afro Beat und folgerichtig auch auf die ersten House-Platten gestoßen. Das war anfangs z. B. Andrés. Der kommt ja auch aus der HipHop-Ecke, das fand ich halt geil. Das ist so, als hätte ich eine Tür zu einem Raum aufgemacht, der die ganze Zeit da war, in den ich aber nie gegangen bin. Das finde ich super interessant und das hat auch etwas richtig erquickendes. Und was mir als Technik-Nerd besonders gefällt: die ersten House-Producer benutzten ja auch alle die MPC, so wie wir.

Wie entstand dann der Kontakt zu Money $ex Records?
Hodini: Hier in Köln habe ich Damiano von Erckert kennen gelernt und über ihn wiederum “Max Graef”, der seinerzeit in der Stadt spielte. Wir haben uns direkt verstanden und dann kam eins zum anderen. Das Label betreibt Max Graef ja gemeinsam mit Glenn Astro und Delfonic von OYE Records in Berlin. Die haben mich dann gefragt, ob ich Bock hätte etwas zu veröffentlichen. Was ich cool an den Jungs finde: sie scheißen halt auf alles. Da gibt es keine großen Labelstrukturen. Es wird veröffentlicht, worauf sie Bock haben. Das hat mich von der Herangehensweise auch an den Kram erinnert, den wir in Köln so machen. Und da kommt auch sicher noch das eine oder andere von mir. Ich soll einfach wieder etwas schicken, wenn ich neues Material habe.

Hattest du auch vor dem Kontakt zu Max Graef schon im House-Genre experimentiert?
Hodini: Ja, das habe ich schon öfter mal gemacht. Ich hab zum Beispiel auf dem Box aus Holz-Sampler einen Song beigesteuert, der locker schon sechs Jahre alt ist. Das habe ich eher so im stillen Kämmerlein gemacht, aber nicht öffentlich. Es gab schon Bedenken, wie die Leute darauf reagieren, aber ich habe mittlerweile das Gefühl, dass alles ein wenig verschmilzt und Leute aus dem HipHop-Bereich auch Bock auf die House-Sachen haben. Eine gute Entwicklung!

Auf deinen House-Releases trittst du aber als Hodini in Erscheinung. Um Missverständnisse zu vermeiden?
Hodini: Ja, richtig. Ich habe das auch in letzter Zeit gemerkt, wenn man als Hulk Hodn auf dem Flyer steht und dann House spielt, sind gleich ein paar HipHop-Heads gekränkt. »Wenn man als Hulk Hodn auf dem Flyer steht und dann House spielt, sind gleich ein paar HipHop-Heads gekränkt.« ( Hodini) Da ist das schon besser, wenn man das vom Namen her trennt. Vor ein paar Jahren, als ich eher Funk und Soul gespielt habe, war das ähnlich. Aber ich glaube, mit der Zeit muss ich die Leute ein bisschen erziehen. Das ist aber auch von Stadt zu Stadt unterschiedlich. In Berlin sind die Leute daran gewöhnt, dass es abwechslungsreicher zugeht. In kleineren Städten oder HipHop-Hochburgen wie Hamburg oder Stuttgart hingegen, sind die Leute nicht so bereit dafür. Da ist mir das schon häufiger passiert.

Hast du die Songs für die aktuelle Platte speziell dafür produziert, oder gab es einen Ordner mit Tracks, die du vorher nicht releasen konntest oder wolltest!?
Hodini: Nein, das ist schon alles neues Material speziell für die Money-$ex-Serie. Ich habe ja auch Glenn Astro auf zwei Songs mit drauf, da haben wir uns die Sachen hin und her geschickt. Das ging so schnell, das war nach zwei Monaten im Kasten.

Verfolgst du bei den House-Songs eine andere Herangehensweise beim Produzieren?
Hodini: Im Prinzip unterscheidet sich nur, dass ich mit einer schnelleren Geschwindigkeit anfange. Ich arbeite wie sonst auch, der Groove der Geschwindigkeit macht den Rest. House und HipHop kommen ja irgendwie auch aus der selben Ecke. Die Samples sind häufig ziemlich soulful und manchmal auch ein bisschen jazzy, das lässt sich gut kombinieren. Und immer nur einen Boombap-Beat machen, das geht mir mit der Zeit ganz einfach auf den Sack. Man will halt auch mal was Neues machen.

Das klingt nach Sättigung!?
Hodini: Ja, auf jeden Fall. Momentan wird es eben eher housiger, aber für Rap-Sachen habe ich ja immer noch ein Faible. Ich habe ja aktuell die Platte mit Eloquent draußen und mit Retrogott kommt zum Jahresende ebenfalls ein neues Album raus. Das läuft quasi parallel.

Der Retrogott ist ja nun auch im House-Bereich aktiv!?
Hodini: Ja, auf AVA beim Damiano [von Erckert, Anm. d. Red.] hat er eine EP draußen. Twit One hat als Tito Wun ja auch seine House-Releases. Das ist auf jeden Fall gerade ziemlich modern.

Siehst du deine House-Releases auch als Möglichkeit den eigenen Bekanntheitsgrad zu erweitern? Auch in Richtung DJ-Gigs. Max Graef und Glenn Astro spielen ja regelmäßig im Ausland.
Hodini: Die Jungs machen gerade wieder eine US-Tour. Das beeindruckt mich schon und natürlich ist das interessant, keine Frage. Im Deutschrap ist man halt auf Deutschland, Österreich, Schweiz beschränkt. Im House ist man etwas freier und kommt halt mal ein bisschen weiter herum. Auf der Hodini-Facebookseite merke ich schon, dass Leute aus dem Ausland auf die Seite kommen. Die House-Sache steckt bei mir ja noch quasi in den Kinderschuhen, aber wer weiß. Gegen eine USA-Tour hätte ich jedenfalls nichts einzuwenden. Ich reise gern. [lacht]

»Money $ex 03« von Hodini findest Du bei hhv.de auf 12inch
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 10.11.2015
Damiano von Erckert
Also Known As Good
Wohlig warm, lokal und familiär. Auf seinem neuen Album »Also known as good« macht Damiano von Erckert mal wieder Vieles richtig.
Music Review | verfasst 25.04.2014
Max Graef
Rivers Of The Red Planet
Sein Debütalbum »Rivers Of The Red Planet« zeigt Max Graef als lässigen Hans Dampf in allen Genres.
Music Review | verfasst 27.05.2016
Max Graef & Glenn Astro
The Yard Work Simulator
Freiheit in der Verwirrung: Max Graef und Glenn Astro geben mit »The Yard Work Simulator« ihren gemeinsamen Einstand auf Albumlänge.
Music Porträt | verfasst 26.05.2016
Max Graef
Smooth Operator
»Ist einfach nicht so meine Welt, arbeiten mit geregelten Zeiten«, erklärt uns Max Graef den Fakt, dass er nicht mehr einmal die Woche im Plattenladen aushilft. Lockerer Typ. Sein Album mit Glenn Astro erscheint morgen – und hat Drive.
Music Liste | verfasst 02.11.2018
Max Graef
Picks 10 latest Vinyl Records
Max Graef spricht deine Sprache nicht, dafür aber jede andere. Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums »Lo Siento Mucho Pero No Hablo Tu Idioma« hat der Berliner 10 empfehlenswerte Schallplatten aus unserem Shop ausgewählt.
Music Review | verfasst 15.12.2011
Hulk Hodn & Hubert Daviz
Kaseta
Die zwei Beatbrüder Hulk Hodn und Hubert Daviz aus dem sonnigen Köllefornia haben für Kaseta tief in ihrem Beatarchiv gewühlt.
Music Review | verfasst 16.11.2009
Retrogott & Hulk Hodn
Zitate EP
»Alle suchen nach dem Sinn dahinter, von wie vielen Sonnenstrahlen wird ein Blinder blinder?«
Music Review | verfasst 15.02.2008
Huss n Hodn
Jetzt schämst du dich!
Deutscher Rap rangiert auf meiner Prioritätenliste irgendwo zwischen Fensterputzen, Telefongewinnspielen und »Full House«-Wiederholungen.
Music Review | verfasst 14.10.2014
Hubert Daviz und der Retrogott
»Kokain Airlines«
Hubert Daviz und der Retrogott liefern auf »Kokain Airlines« Albekanntes, weil Altbewährtes.
Music Kolumne | verfasst 18.09.2012
Entweder Oder
Entscheider: Hulk Hodn
Seine Beats brachten das Bap zurück in den Boom des deutschen Hip Hop. Sie funktionieren in Kombination mit den Raps von Retrogott, aber auch in der Verschmelzung mit den Klangwelten anderer. Doch nun sind Entscheidungen gefragt.
Music Kolumne | verfasst 18.09.2012
Entweder oder
Entscheider: Retrogott
Retrogott rappt auf einem schmalen Grad zwischen Beleidigen und Kritisieren. Auch Whack-MCs zu zerstören aus Selbstschutz und trotzdem noch genügend Energie zu haben für Selbstkritik, ist eine Leistung. Nun muss er sich entscheiden.
Music Bericht | verfasst 08.03.2013
Retrogott & Hulk Hodn
Live am 2.3. im SO36 in Berlin
Wenn man immer noch dafür gefeiert wird, was man tut, ohne sich zu verstellen, dann ist das v.a. eins: große Kunst. Genau diese beherrschen Retrogott & Hulk Hodn, die letzte Woche ihre neue Langspielplatte dem Berliner Publikum vorstellten.
Music Bericht | verfasst 23.10.2013
Kool Keith
Live am 17.10. im Club Gretchen in Berlin
Am vergangenen Donnerstag ging es weniger um Klischees und ihre Erfüllung auf Nachfrage: Kool Keith war in der Hauptstadt und verführte das Publikum mit einem waghalsigen Konzept zu tumultartigen Zuständen.
Music Bericht | verfasst 25.04.2016
Retrogott & Hulk Hodn live
Alles geben, aber niemals alles hergeben
Schon als alles begann, gab es da nicht viel zu sehen: Ein Video in schwarz-weiß, darin ein Typ mit einem Mic, ein zweiter an den Plattentellern, ein paar Homies stehen drum herum. Viel hat sich nicht geändert. Zum Glück.
Music Porträt | verfasst 06.12.2018
Retrogott & Hulk Hodn
Gesprächsfetzenkontamination
Seit nun auch schon beinahe 20 Jahren sind Retrogott und Hulk Hodn gemeinsam unterwegs. Lange Zeit als Huss&Hodn, seit 2013 mit neuem Namen. Geändert hat sich ansonsten allerdings nichts. Und diese Konstante, das genau ist ihre Kunst.
Music Review | verfasst 12.01.2017
Torben Unit
Torben Unit
Irgendwann jammten ein paar Berliner House-Producer auf ihren Instrumenten und gründeten eine Band. Jetzt wird aus dem Spaß-Projekt Ernst.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Review | verfasst 01.10.2010
Urban Tribe
Urban Tribe
Niemand geringeres als Sherard Ingram, Carl Craig, Anthony »Shake« Shakir und Kenny Dixon Jr stehen Pate für dieses unter dem Namen Urban Tribe fungierendes Release.
Music Review | verfasst 29.09.2010
Tom Clark
Pressure Points
Mit seinem neuen Album hat sich Tom Clark vorgenommen, auf den aktuellen, typischen Club-Sound, der ihn im E-Werk, Tresor und Watergate zum Resident-DJ machte, zu verzichten.
Music Review | verfasst 25.06.2010
Mathew Jonson
Agents Of Time
Bedächtig, zurückhaltend, man könnte sogar meinen, dass Mathew Jonson sein Solodebüt Agents Of Time »balearisch« klingen lässt
Music Interview
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Art Bericht
No Photos on the Dance Floor!
Nichts für Voyeure
Noch bis zum 30.November kann die Clubkultur in Berlin nach dem Mauerfall in Fotos von Wolfgang Tilmans, Ben de Biel oder Sven Marquardt nachvollzogen werden. »No Photos on the Dance Floor!« verzichtet dabei auf einen voyeuristischen Blick.
Music Kolumne
Records Revisited
King Crimson – In The Court Of The Crimson King (1969)
Die Platte, die dem Prog-Rock zur Geburt verhalf: Vor 50 Jahren machte King Crimson auf ihrem Debütalbum vor, wie man im 6/8-Takt rockt, mischte Jazz und Klassik in die Arrangements und läutete apokalyptisch das Ende der Sechziger ein.
Music Porträt
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Essay
Quentin Tarantino
Musik als filmisches Mittel
Die Filme von Quentin Tarantino sind gespickt mit Zitaten und Anspielungen auf die Popkultur. In erster Linie natürlich auf den Film. Aber auch die Musik spielt wie in seinem neuesten Film »Once Upon A Time in Hollywood« immer eine Rolle.
Music Kolumne
Records Revisited
Charles Mingus – Mingus Ah Um (1959)
Charles Mingus war das verrückteste Genie der Jazzgeschichte. In diesem Jahr wird sein berühmtestes Album »Mingus Ah Um« 60 Jahre alt. Ein Rückblick auf Vulkanausbrüche, Waffengewalt und eine Platte, die dem Bass zur Artikulation verhalf.
Music Kolumne
Records Revisited
The Magnetic Field – 69 Love Songs (1999)
Über die Liebe im Pop ist alles gesagt – spätestens seit Stephin Merritt sich mit vermeintlicher Pastiche die Musikgeschichte aufwischte und seine »69 Love Songs« in Wagnerschem Ausmaß in der Repetition der Warhol-Factory aufgehen ließ.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2019
Unser Kolumnist hat es aus dem Sommerloch geschafft. Kann man einem zutrauen, der nicht im von Knicklicht ausgeleuchteten Vorhof der Myspace-Hölle verendet ist. Aigners Inventur oder: Apocalpyse Now für Salon-Des-Amateurs-Schamanen.
Music Kolumne
Records Revisited
Portishead – Dummy (1994)
»Dummy«, das Debüt von Portishead aus dem Jahr 1994, musste schon dem Namen nach als Blaupause für den Sound herhalten, womit Bristol eine ganze Weile lang assoziiert werden sollte. Es ist eines der fesselndsten Debüts aller Zeiten.
Music Porträt
Tabansi Records
Das goldene Zeitalter
Mit der Reihe »Tabansi Gold« wird BBE Records in den nächsten Jahren an die 60 Schallplatten des nigerianischen Plattenlabels Tabansi veröffentlichen. Wir sprachen mit dem Kurator John Armstrong darüber.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2019
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal mit u.a. Freddie Gibbs & Madlib, Denzel Curry, Skepta und Moodyman.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Liste
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Music Essay
Frauen des Jazz
We Insist Female
Frauen im Jazz sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Das muss sich ändern. Denn schon in der Vergangenheit haben Musikerinnen den Jazz maßgeblich geprägt und auch die Zukunft liegt in ihren Händen.
Music Kolumne
Records Revisited
Lootpack – Soundpieces: Da Antidote! (1999)
Der erste Wurf: »Soundpieces: Da Antidote!« hob das noch junge Westküsten-Label Stones Throw vom Kreis der Auskenner in den Kult-Olymp. Jetzt wird der Underground-Klassiker 20 Jahre alt.
Music Essay
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Porträt
Àbáse
Magische Momente
Inspiriert von Fela Kutis Afrobeat, Blue Note-Jazz und einer lebensverändernden Erfahrung in Brasilien, vereinen Àbáse mit ihrer neuen EP »Invocation« die beste aller Welten. Wir hatten die Gelegenheit mit Szabolcs Bognar zu sprechen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Unknown Pleasures (1979)
Mit ihrem Debütalbum »Unknown Pleasures« verhalfen Joy Division der introvertierten Aggression des Post-Punk zum großen Durchbruch und galten fortan als traurigste Band der Welt. Sind sie auch 40 Jahre später noch so düster?
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Essay
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Interview
DJ soFa
Die Einmaligkeit von Sounds
Mit den von ihm kuratierten »Elsewhere«-Compilations richtete der Belgier DJ soFa in jüngster Zeit den Scheinwerfer auf zu Unrecht übersehene, aktuelle Musik. Daneben ist er passionierter Schallplattensammler. Ein Gespräch.
Music Porträt
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2019
Kann nur der Aigner: sich mit 70 Puls von Alt-Rap über Genderthemen zum Tod vorarbeiten. Unser Kolumnist über neue Alben von allen Wichtigen und über eine Trommeltruppe aus dem Breisgau, denen jemand Lean ins Bananenweizen gekippt hat.
Music Kolumne
Records Revisited
The Cure – Disintegration (1989)
»Disintegration« sollte nicht nur das erfolgreichste Album von The Cure werden, sondern auch das widersprüchliste. Einfach, weil es in der zwischen innerer Einkehr und Exaltiertheit hingerissenen Welt von 1989 den genau richtigen Ton traf.
Music Porträt
Music From Memory
Eine Herzensangelegenheit
Als sich der Brite Jamie Tiller und der Niederländer Tako Reyenga kennenlernen, wissen sie noch nicht, dass sie eines der besten Reissue-Label gründen werden. Damals stehen vor allem die Wiederentdeckung von Schallplatten im Vordergrund.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
No Order In Destiny (Compilation)
Zum ersten Mal besprechen unsere Musiktherapeuten vom Dienst eine Compilation. »No Order In Destiny« heißt die bei Kashual Plastik, die Stahl und zeitgenössische Ornamentalik verbindet, und nebenbei auch noch auf Gender Equality achtet.
Music Kolumne
Records Revisited
MF DOOM – Operation: Doomsday (1999)
Die Entstehung des Superschurken: Mit »Operation: Doomsday« lässt Daniel Dumile sein bisheriges Schaffen hinter sich – und schickt MF DOOM in die Welt. Der Anfang eines Spiels um Identitäten und Erwartungen. Es dauert bis heute an.
Music Kolumne
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Liste
Record Store Day 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Aphex Twin – Selected Ambient Works II (1994)
Der Mythos beginnt: Aphex Twin schraubt an Synthesizern, lebt in Cornwall und ballert den breitesten elektronischen Sound aus den Boxen. Doch mit »Selected Ambient Works II« brennt er seinen Sound ins kollektive Gedächtnis der Popkultur.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2019
Insider munkeln: unser Kolumnist musste sich im Karneval mindestens einmal als Erdbeere tarnen. Trotzdem hat er uns pünktlich seine Inventur im Postfach gelassen, das ist natürlich spooky AF, Bratan!
Music Interview
Little Simz
»Es ist ein bisschen wie Wachstumsschmerzen«
Sie ist in kurzer Zeit zu einer Art Gallionsfigur des indierap geworden. Größen wie Jay-Z oder Kendrick Lamar haben sie längst auf dem Zettel. Mit ihrem dritten Album »Grey Area« legt sie nochmals eine Schippe drauf. Zeit für ein Interview.
Music Kolumne
Records Revisited
De La Soul – 3 Feet High And Rising (1989)
Blümchenrap für alle: De La Soul waren vor 30 Jahren im Hip-Hop der Gegenentwurf zur Männlichkeit des Gangsta-Rap. Ihr Debütalbum ist bis heute ein Klassiker, der in seiner unbefangen-freundlichen Grundhaltung leicht wehmütig macht.
Music Essay
Colundi Music
How to oscillate completely
Seit einigen Jahren taucht ein Begriff in den Plattenläden, Musikmagazinen und Onlineforen auf: Colundi. Dahinter steckt ein neuartiges Tonsystem, das zwei Produzenten aus dem Rephlex-Umfeld entwickelten. Wir sind der Sache nachgegangen.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Ossia – Devil's Dance
Diesmal sind sich alle einig: »Devil’s Dance«, das Debütalbum des britischen Produzenten Ossia, hat das Zeug zum Album des Jahres. Ein Track hat es den dreien ganz besonders angetan.
Music Kolumne
Records Revisited
The Roots – Things Fall Apart (1999)
Mit »Things Fall Apart« sollte sich für The Roots entscheiden, ob sie einfach Kritikerlieblinge blieben oder auch den großen kommerziellen Erfolg erreichen könnten. Es wurde ihr Durchbruch.
Music Interview
Efdemin
Beim Verlassen des Raums
Philipp Sollmann an einem puristischen Techno-Sound festzumachen, ist nicht möglich. Auch mit seinem neuen Album als Efdemin, »New Atlantis«, nicht. Es käme einem langsamen Verlassen des Raums gleich, sagt er im Interview.
Music Porträt
Multi Culti Records
The Music Is The Massage
Multi Culti ist eines der Labels der Stunde. Entschleunigung ist nicht zu erwarten. Ihr Faible für tribale Rhythmen, hippie-eske Attitüde und wahre Freundschaft trifft nicht nur den Zeitgeist, es macht sie auch wenig anfällig für Trends.
Music Interview
Yasuaki Shimizu
»Ich liebe Musik«
Lange Zeit blieb japanische Musik der Welt verschlossen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Schallplatten, die vor 30, 40 Jahren entstanden sind, können nun auch hierzulande gehört werden. So auch die Werke von Yasuaki Shimizu.
Music Interview
Yassin
»Rap kann dich weiterbringen«
Seit mehr als zehn Jahren ist Yassin nun im Geschäft, und nun ist mit »Ypsilon« sein erstes Soloalbum erschienen. Dass ihm Rapmusik eine Herzensangelegenheit ist, war schon vorher klar. Im Gespräch wurde es noch einmal klarer.