Music Liste | verfasst 26.10.2015
Neben der Spur mit...
Blond:ish
Wir begeben uns mit Künstlern neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommen sie von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die nicht direkt die eigene Musik ist. Diesmal nehmen uns Blond:ish mit auf Reisen.
Text Kevin Goonewardena , Übersetzung Philipp Kunze
Blondish

Der Legende nach betraten Anastacia D’Elene und Vivie Ann Bakos aus Montréal als frischgebackene Luftgitarren-Weltmeister die Szene. Ob das stimmt oder nicht ist egal, beide lieben es jedenfalls, Spaß zu haben.

Durch wöchentliche House-Music-Nächte im Club Cherry machten die beiden von ihrer Heimatstadt aus zunächst in Kanada einen Namen. 2010 war es Zeit für den nächsten Schritt: London. Dank der mannigfaltigen Einflüsse, die die britische Hauptstadt zu bieten hat, reiften die Fähigkeiten von Blond:ish weiter. Schnell folgten Veröffentlichungen auf Labels wie Get Physical und Kompakt.

Für Blond:ish bedeutet ihr Beruf nicht, im Akkord zwischen Flügen, Hotels und Clubs hin- und herzurennen. Von ihren Reisen inspiriert, zogen Anstacia D’Elene und Vivie Ann Bakos los, um den Hippie-Spirit zu verbreiten. Diese Mission findet in ihrem Debütalbum »Welcome to The Present« ihre Fortsetzung. Mit seiner psychedelischen Electronica ist es ein Album, das so nicht zu erwarten war. Genauso wenig, wie ihre Herangehensweise an unsere »10 Favorites«- Kolumne: Anstatt Songs gab es hier Gesichtsmasken, Yoga und gesundes Essen. Weshalb die Auflistung kurzerhand in unserem »Neben der Spur«-Format gelandet ist. Hier sind 10 Tipps für vielbeschäftigte Globetrotters.

Wie man sich am besten vom Feiern erholt
Viv: Wir waren dieses Jahr in Indien. Eine Freundin begleitete uns und sie ist für ihre sehr reine Haut bekannt. In Indien blieben wir auf ihrer Schönheitskur hängen. Und zwar aus gutem Grund! Wir strahlen mehr als gewöhnlich. Als wir von Indien zurückkamen, kaufte ich das Rezept und fügte noch ein wenig dazu:

Gute Ernährung auf Reisen
Viv: Am Anfang haben wir einfach nur Xylitol (ein natürlicher Zucker-Ersatz) für unsere Kaffees auf Tour mitgebracht. Aber inzwischen ist es eine Menge mehr geworden. Honig, Habanero Pulver aus Mexiko, Aktivkohle-Kapseln, Himalaya-Salz, grünes Pulver für Energie am Wochenende. Und Anstacia hat eine ganze Pillen-Box von Ingwer-Pillen bis Grapefruitsamen-Extrakte. Sie helfen der Verdauung in fremden Ländern. Es hat auf jeden Fall in Südafrika und Indien geholfen. Wir waren nicht ein Mal krank.

Wie man trotz vollem Terminkalender Sport/Fitness machen kann
Viv: Der moderne DJ plagt sich damit, eine Menge Zeit in Flugzeugen und vor dem Computer zu verbringen. Deshalb ist es notwendig, sich um den Rücken und die Wirbelsäule zu kümmern. Wir dehnen uns, wo wir nur können. Zum Beispiel wenn wir wartend beim Boarding in einer Schlang stehen. Normalerweise gibt es überall ausreichend Platz für ein wenig Yoga, Qi-Gong oder Kundalini-Atemübungen. Qi-Qong/Tai Chi-Bewegungen könnte dir ein paar merkwürdige Blicke einbringen, wenn du es in der Öffentlichkeit machst. Aber es ist auch ein großartiger Beginn für Konversation. Jeder ist neugierig.

Wie man beim Reisen produktiv bleibt
Viv: Anstatt Däumchen zu drehen, während ich darauf warte, dass das Flugzeug abhebt, nehme ich mir ein bisschen stille Zeit, um mit Kopfhörern auf, für 20 Minuten leicht zu meditieren. Oder Kegel-Übungen! Es hat sich zu einer angenehmen kleinen Routine entwickelt.

Die perfekte Kleidung zum Reisen
Viv: Es gibt diese Marke für Männer, Zanerobe. Es ist eine australische Firma. Everyone loves an Aussie. Wir lieben sie einfach zu sehr! Sie haben diese Dropshot-Pants die super unisex und meine Wir-müssen-zum-Flughafen-Kleidung sind.

Festivals/Clubs, die man in seiner Freizeit besuchen sollte
Anastacia: Wir waren in letzter Zeit ehrlich gesagt so beschäftigt, dass Partys oder Clubbing gerade so ziemlich das letzte sind, worauf wir Lust haben. Wir lernen lieber neue Dinge, machen Musik, entspannen oder verbringen Quality Time mit unseren Freunden und Familie. Wenn wir aber auf Festivals gehen, um zu arbeiten, passieren immer Interessante Dinge. Wir machen normalerweise ein Wochenende daraus. Wir waren gerade erst das ganze Wochenende beim Symbiosis Festival in der Nähe von San Francisco. Dort gab es großartige Workshops zu Themen, die uns interessieren wie Permakultur, Klangmeditation, Human Design etc.

Wenn doch feiern, wo kann man es am besten?
Anastacia: In letzter Zeit haben wir mehr auf Open Air-Festivals wie Burning Man, Lightning In A Bottle, Symbiosis, Desert Heart und Strand/Boot-Parties gespielt. Wir lieben es! Aber wenn es um richtiges Clubbung geht, sind einige der großartigsten Nächte, die wir gespielt haben: Fabric London, Panorama Bar Berlin, Rodnya in Moskau, Output NYC und Warung Brazil – um nur einige zu nennen (es gibt da draußen einfach zu viele).

Musik, die wir unterwegs hören
Anastacia: Ich fühle mich zur Zeit sehr zu entspannender Musik hingezogen, die meinen hektischen Lebensstil ausbalanciert. Wir stehen gerade sehr auf fernöstliche Musik und das hat auf jedenfalls auch unsere eigenen Produktionen inspiriert.

Zwei meiner Lieblingsalben gerade sind:

  • • Craig Preuss – Sacred Chants of Shiva
  • • Aruna – Thousand Names of the Divine Mother 

Wo mann sich im Urlaub am besten erholen kann
Anastacia: Für unsere seltenen Urlaube sind wir meistens in Tulum, Mexico. Aber während wir dort sind, versuchen wir die Zeit der Entspannungs mit dem Aufnehmen von Musik auszubalancieren, weil es so ein inspirierender Ort ist.
Vergangenen Frühling haben wir aus unserem India/Bali-Trip einen Urlaub gemacht. Das muss einer der transformativsten Reisen unserer Leben gewesen sein. Wir hatten viel Zeit für Selbstfindung und Reflexion, gepaart mit Yoga, Spaß, fantastischem Essen und ein bisschen Sightseeing. Indien ist so ein riesiges Land, dass wir uns nach drei Wochen gefühlt haben als hätten wir nur an seiner Oberfläche gekratzt. Man sagt, dass es mehr als ein ganzes Leben braucht, um alles zu absorbieren, was Indien zu bieten hat. Wir können es nicht erwarten, zurückzukommen.

Ich packe meinen Koffer…
Anastacia: Überraschenderweise passt EINE MENGE in meinen kleinen Rimowa. Genug um für mindestens fünf Tage zu überleben ohne an zwei Tagen dasselbe Outfit tragen zu müssen. Ich habe immer dabei: organische Fruchtriegel für meinen Energiehaushalt, Miso Suppen (sehr gut, wenn man auf Tour einen Kater hat), grünes Spirulina Energie-Pulver, Pflaster, Eddings, Blond:ish-Sticker und anderer beliebiges Zeug.

Außerdem habe ich eine Pillen-Box mit jeder einzelnen (natürlichen) Ergänzung, die man sich vorstellen kann. Pillen dabei zu haben, falls es uns schlecht im Auto wird oder die unser Immunsystem stärken, bevor wir in den Flieger steigen, sind sehr wichtig für uns.

Dann haben ich dabei: Unsere X1-Controller, Kabel, Laptop-Halterung, Laptop und einen Zipper-Beutel mit allen möglichen kleineren Kabeln, Strom-Adaptern, Kopfhörern. Ohropax mitzunehmen ist unbedingt notwendig, um die Ohren zu schützen. Es bleibt dann noch Platz für Schuhe, Kleidung und Kulturtäschchen. Und ich vergesse niemals meinen Kindle, voll geladen mit inspirierenden Büchern, sowie meine therapeutischen Stimmgabeln, sollte ich mal übersäuerte Muskeln haben oder gestresst sein. Die Security-Leute sind immer sehr verwirrt, wenn sie die das erste Mal sehen. Wir müssen dann kichern.

Die Musik von Blond:ish findest Du bei hhv.de. Das neue Album »Welcome to The Present« ist soeben bei Kompakt erschienen und auch bei hhv.de gelistet und zwar als 2LP+CD.
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