Music Porträt | verfasst 25.07.2016
The Dwarfs Of East Agouza
Space Is Only Noise
Der Nil entspringt in Ruanda, tief aus Afrika kommend mündet er im Mittelmeer. Ein Fluss, um den sich endlose Mythen ranken. Nur an seinem Ufer konnte »Bes« entstehen. Eines der bisher besten Alben des Jahres.
Text Philipp Kunze , Fotos Maged Nader
Dwarfsofeastagouza

Labelbetreiber strömen in alle Welt, wühlen in staubigen Plattenkisten, und überhören dabei womöglich die Band, die auf dem Marktplatz spielt. Ob aus Nigeria oder der Türkei: immer mehr »exotische« Musik mischt den europäischen Markt auf. Nur ist diese selten aktuell. Dreißig Jahre alte Platten werden massenweise neu aufgelegt, neue Musik tröpfelt weiterhin nur vereinzelt nach Europa. Letztes Jahr fand die malische Band Songhoy Blues in den Medien statt, Brian Shimkowitz verhalf mit seinem Label Awesome Tapes From Africa dem ghanaischen Hiplife-Künster Ata Kak zu einem Comeback, der dadurch dieses Jahr zum Beispiel auf dem Sónar Festival spielen konnte. Es gibt noch weitere Beispiele. Aber nur sehr sehr wenige werden derart beachtet, wie Reissues einer 70er-Jahre Scheibe.

Begeben wir uns also raus aus dem spärlich beleuchteten Plattenladen. Raus auf die Straßen. Mitten ins Zentrum der Metropole Kairo. Das Einzugsgebiet miteinbezogen wohnen hier ca. 20 Millionen Menschen. Es ist die größte Stadt der arabischen Welt. Immer unter Strom. Vor Husni Mubarak, dazwischen und danach. Der Nil fließt durch die Stadt, kommt tief aus Afrika und mündet nur gut 200 Kilometer später im Mittelmeer.

Überquert man den längsten Fluss der Welt via der Brücke des 6. Oktobers landet man in Agouza. Ein etwas ruhigerer Stadtteil. Dem Herkunftsort der Zwerge, um die es hier gehen soll. The Dwarfs Of East Agouza, eine Band, die alle Aufmerksamkeit verdient hat, die eines der bislang saftigsten Releases des Jahres veröffentlicht hat. Aus drei Musikern besteht die Band: dem US-Amerikaner Alan Bishop, Maurice Louca, in Kairo geboren und lebend, und Sam Shalabi, der in Alexandria zu Welt kam und im kanadischen Montréal lebt. Das musikalische Schaffen der drei Einzelnen zusammenzufassen, würde den Rahmen sprengen – und das Bild, das es von den Dwarfs zu zeichnen gibt, ist groß und bunt genug. Nur so viel: Jeder der drei Musiker hat in anderen Bands Alben veröffentlicht, Stile gemischt, experimentiert, und sich mit seiner Musik den Zuschreibungen »östliche« oder »westliche« Musik entzogen.

Alles bleibt verändert
Das trifft auch auf »Bes« zu. Das gemeinsame Album der Dwarfs Of East Agouza platzt aus allen Nähten: Shaabi-Musik, afrikanisch anmutende Percussion-Rhythmen, Psych-, Krautrock. Klingt laut und unübersichtlich? Ist es aber nicht. Schon das Intro, »Baka Of The Future« klingt wie die Vertonung eines Ameisenhaufens: alles wahnsinnig, wuselig, dass da keine Köpfe gegeneinander rennen, ein Wunder. Doch alles wird von einer rhythmischen Grundstruktur organisiert. »Bes« ist wie die Stadt, die dieses Album durchdringt. Shalabi beschreibt sie wie folgt: »[Kairo] ist für mich entspannender als der stillste Tag in einer Hütte in New England, es liegt ein unglaublicher Frieden in all diesem Lärm. Vielleicht, weil er so gesättigt ist mit Dichte, Geräuschen und Farben, das er eine Art Trance erschafft. Gleichzeitig meditativ und intensiv, unter Spannung.«

Ja, wenn Sam Shalabi die Stadt charakterisiert, könnte er dabei genauso gut über »Bes« reden. Ein Album, das in zwei Tagen entstand. Alles improvisiert, Netto-Aufnahmezeit zehn Stunden. Die Drei wohnten im selben Haus, jeder in einer anderen Wohnung. Die Musik entstand im Zentrum der Stadt, im 100Copies Studio, einem Raum ohne Fenster, rot-orange. Wo alle Tag ein und Tag aus Kairo in sich aufsogen, sie schwärmen unisono von der Stadt, riegelten sie sich für die Aufnahmen ab. »»[Kairo] ist für mich entspannender als der stillste Tag in einer Hütte in New England, es liegt ein unglaublicher Frieden in all diesem Lärm.« (Sam Shalabi) Sie seien in sich gekrochen, ergänzt Alan Bishop. Es ist schwer den Dreien Anekdoten zu entlocken oder pointierte Aussagen, sie halten offensichtlich wenig von Gerede und scheinen außerdem zu denken: Die Musik, die es zu hören gibt, ist schon bunt genug. Nicht eine abgedroschen Phrase, nicht ein Anspruch auf Allgemeingültigkeit fällt in ihren Antworten. So umgehen sie die Fragen nach Ritualen während der Aufnahmesession, nach Spiritualität. »Kann jetzt nicht die Zeit aufbringen, einen Essay zu schreiben«, antwortet Bishop auf die Frage, wie sich Kairo für ihn nach der Revolution verändert habe.

Die drei Männer sind viel herum gekommen, geografisch und auch sonst. Maurice Louca hebt den Durchschnitt an vorhandenem Haupthaar mit seinen schwarzen Locken gerade so über »nicht vorhanden«. Es sind nicht die Männer für Palaver.

Und »Bes« muss man nicht erklären. Es existiert einfach, als hätte es immer existiert. Man kann sich nicht vorstellen, dass es jemand in zwei Tagen erschaffen hat. Aber auch nicht, dass es eventuell nicht hätte existieren können. Das Album ist in seinem Inneren im stetigen Wandel, in jeder Wiederholung doch eine Bewegung nach vorn. Oft scheint in den Songs alles zu verändern – und trotzdem alles gleich zu bleiben.

Auch das ist: Kairo. Die für das Album titelgebende Gottheit muss die Stadt um 2000 v. Chr. erreicht haben. »Bes« ist eine panafrikanische Gottheit, die Ägypter übernahmen sie von Pygmäenvölkern aus Zentralafrika, wie sie auch die Musik als Einfluss zurück nach Ägypten brachten. Deshalb sieht man die Gottheit Bes oft mit einer Harfe. Sie steht als Symbol dafür, das Böse durch Singen und Tanzen fernzuhalten. »All das macht so viel Sinn im Bezug auf das, was wir machen«, schließt Shalabi.

Die Hitze flimmert in der ockerfarbenen Stadt, Sand und Smog, es ist surreal wie viel sich hier trotz der Temperaturen gleichzeitig bewegt. Es ist wohl die einzige Stadt der Welt, in der dieses Album entstehen konnte. Jeder sollte es jetzt hören, heute.

Das Album »Bes« von The Dwarfs Of East Agouza findest Du bei hhv.de auf Black Vinyl und Coloured Vinyl
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 29.04.2016
Dwarfs Of East Agouza
Bes
Dwarfs Of East Agouza sind Maurice Louca, Sam Shalabi und Alan Bishop. Auf »Bes« bearbeiten sie die ausgefransten Ränder afrikanischer Musik
Music Review | verfasst 03.09.2015
Alif
Aynama-Rtama
Die Kombination von elektronischen und arabischen Klängen ging oft nicht auf. »Aynama-Rtama« von Alif zeigt wie es gelingen kann.
Music Kolumne | verfasst 08.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Review | verfasst 22.03.2011
Kreidler
Tank
Auch auf ihrem neunten Album spielen Kreidler ihr Gemisch aus Post- und Krautrock souverän aus.
Music Review | verfasst 27.07.2011
Popol Vuh
Revisited & Remixed 1970-1999
Revisited & Remixed zeigt das beste der Krautrockhelden Popol Vuh und sehr respektvolle Variationen ihrer Lieder.
Music Review | verfasst 17.10.2011
Various Artists
Turkish Freakout 2
Der zweite Teil von Turkish Freakout beleuchtet den türkischen Psychedelic Rock in den Sechzigern.
Music Review | verfasst 11.10.2012
The Pyramids
Otherworldly
35 Jahre nach ihrem letzten Album kann man The Pyramids jetzt neu entdecken: World Music im besten, umfassenden und experimentellen Sinne.
Music Review | verfasst 02.11.2012
Prins Thomas
Prins Thomas II
Prins Thomas fordert den Hörer mit seiner Doppel-LP »Prins Thomas II« heraus und legt ein Werk vor, dass sich nur als Ganzes verstehen lässt
Music Review | verfasst 22.11.2012
Prins Thomas Orkester
Øving EP
Die EP zitiert mit viel Fingerspitzengefühl die Zeiten, als Jam-Platten wie diese im Musikmarkt noch eine Relevanz hatten.
Music Review | verfasst 22.01.2013
FORMA
OFF/ON
Das Trio FORMA hat einen ausgeprägten Sinn für analoge Synthesizer und den damit reproduzierbaren Klang der 1970er und frühen 1980er Jahre.
Music Review | verfasst 08.04.2013
Cyclopean
Cyclopean
Fast schon wie eine Meditation wirkt diese Musik, die so vielschichtig und tiefgängig wie sie auch sein mag, doch v.a. Ruhe verströmt.
Music Review | verfasst 08.04.2013
Various Artists
Deutsche Elektronische Musik 2
Das Mantra der neuen Compilation zur Geschichte der deutschen elektronischen Musik: Wer glaubt, deutsche Musik zu kennen, hat keine Ahnung.
Music Review | verfasst 05.06.2013
Friedman & Liebezeit
Secret Rhythms 5
Friedman und Liebezeit mit ihrer mittlerweile fünfte Anleitung für Astralreisen: Traktate abseits vom Puls unseres Zeitgeistes.
Music Review | verfasst 04.09.2013
Ex Versions
Harte Zeiten/Baßläufte 12"
Stefan Schwander und Marc Knauer machen neben ihrer Labelarbeit für Italic nun auch gemeinsam Musik.
Music Review | verfasst 14.10.2013
Steve Hauschildt
S/H
Steve Hauschildt ist einmal mehr Popol Vuh, Vangelis, Tangerine Dream und der Kosmischen Musik auf der Spur.
Music Review | verfasst 07.12.2012
Steve Hauschildt
Sequitur
Steve Hauschildt präsentiert ein Konzept, das zwar in Ansätzen überzeugt, den Studiencharakter seines Albums aber nicht überwinden kann.
Music Review | verfasst 08.01.2014
Holger Czukay
On the Way to the Peak of Normal
30 Jahre nach Erstveröffentlichung erblickt Holger Czukays spannendes »On the way to the peak of normal« nochmal das Licht der Welt.
Music Review | verfasst 15.01.2014
Les Vampyrettes
Les Vampyrettes
Les Vampyrettes ist ein beeindruckendes Hexenwerk von 1980, das heute noch über eine beängstigende Aktualität verfügt.
Music Liste
Ausklang | 2017KW25
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Ausklang | 2017KW24
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Film Essay
Ghost In The Shell
Cyber, ja, aber Punk?
Der Film zum Manga ist da: poliert, geglättet und geplättet. Schon krass, dass man einem Film den letzten Rest Seele per Mausklick austreiben kann. Aber das Remake hat sein Gutes. Die Wiederentdeckung des Originals – und dessen Soundtracks.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2017
Das einzige Fuck You kriegt die Yogamatte. Weil: alles geil macht der Mai, zumindest musikalisch. Unser Kolumnist hat so viele Empfehlungen im Gepäck wie selten, ganz harter Ehrfurchtsscheiß.
Music Liste
Ausklang | 2017KW23
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
The Heliocentrics
10 Mulatu Astatke Favs
The Heliocentrics und Mulatu Astatke gehören zusammen. Für uns hat Malcom Catto, Mastermind der Londoner Kombo, die für ihn besten Songs des Ethio-Jazz Großmeisters herausgepickt.
Music Porträt
New Record Labels #29
Arjunamusic, Flash Forward, Unknown Precept, Yerevan Tapes
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Arjunamusic, Flash Forward, Unknown Precept und Yerevan Tapes.
Music Porträt
KitschKrieg
Wenn sie weint, wird's ein Turn Up
Am Tiefpunkt haben KitschKrieg den Kopf leer gemacht. Und somit letztendlich Platz fürs Gefühl geschaffen. Mit diesem haben sie deutschsprachigen Rap, R&B und verwandte Spielarten in eine neue Stimmung getaucht.
Music Liste
Ausklang | 2017KW22
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste
Ausklang | 2017KW21
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Essay
Records Revisited
Amon Tobin – Bricolage, 1997
Der brasilianische Soundtüftler Tobin sprang am Ende des vergangenen Jahrtausends ganz schön brutal mit den Genres um, die ihm am Herzen lagen. Und ebnete ihnen so den Weg in die Zukunft.
Music Liste
Retrogott
12 Jahre in 12 Punchlines
Zwölf Jahre sind inzwischen seit »Unprofessionelle Musik« vergangen, dem Debüt des Retrogott gemeinsam mit Hulk Hodn. Zeit für einen Überblick: eine Werkschau in 12 Punchlines.
Music Liste
Ausklang | 2017KW20
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Porträt
Der Täubling
Stören, verstören und zerstören!
Die Einladung erfolgt, in dem er einem die Türe vor der Nase zuschlägt. Man sollte sie annehmen: Heute falsch sein, heute mal die Fantasie tatsächlich nicht steuern. Der Täubling öffnet Deutschrap in Richtung des Grotesken.
Music Liste
Ausklang | 2017KW19
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne
Records Revisited
Talking Heads – Remain In Light (1980)
Auf ihrem vierten Studioalbum schufen die Talking Heads und ihr Produzent Brian Eno eine neue Fusion aus Afrobeat, Funk und Rock. »Remain in Light« wurde zum frühen Überklassiker der 1980er Jahre.
Music Porträt
New Record Labels #28
Blue Tapes, Night Tide, Utopia
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Black Pearl, Blue Tapes, Night Tide, Utopia
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2017
»Damn.« ist wie Durant im Rucker Park, Actress gerade nochmal gut gegangen: Unser Kolumnist Aigner hat sich durch die Release im April gehört und weiß jetzt vor allem, welche Art von Musik er mit etwas mehr Talent selbt gemacht hätte.
Music Interview
Tropical Drums of Deutschland
Track by Track mit Jan Schulte
»Die rocken den Afrika-Style auch hart auf der Rückseite des Albums« oder »Rüdiger Oppermann war auf jeden Fall so ein esoterischer New Age-Harfenspieler«. Wir haben mit Jan Schulte seine neue Zusammenstellung besprochen – Track für Track.
Music Porträt
El Michels Affair
Wu-Chronicles
Acht Jahre nach »Enter The 37th Chamber« ist es für Leon Michels und El Michels Affair an der Zeit, die Shaolin-Kammer aus bombastischen Bläser-Sets und cinematoskopischer Mehrdeutigkeit wieder zu betreten. Ein Rückkehr im Zeichen des Wu.
Music Kolumne
Records Revisited #23
Squarepusher – Hard Normal Daddy (1997)
Squarepushers zweites Album war ein Schlag ins Musikverständnis seiner Fans. Zugleich ist es eine Antithese zur damals vorherrschenden Loungigkeit der elektronischen Musik. Denn hier ist Jazz mehr als nur schmückender Hochkulturverweis.
Music Liste
Piero Umiliani
12 Essentials
Er ist der letzte Maestro: Piero Umiliani wird oft in einer Reihe mit Nina Rota, Ennio Morricone oder Riz Ortolani genannt. Wir haben für euch zwölf für uns essentielle Alben zusammengestellt.
Music Porträt
Future Islands
Das gute Gewissen des Schlagers
Bier und Beständigkeit, das brauchen die Menschen. Deshalb gehen sie auf Future-Islands-Konzerte. Die beste Liveband der Welt war gefühlt schon immer da, tatsächlich aber nie mehr als jetzt. Das muss Gründe haben.
Music Porträt
New Record Labels #27
Blue Hour, Discom, Noorden/LL.M., Keller Flavour
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Blue Hour, Discom, Noorden/LL.M., Keller Flavour.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2017
Manche schielen Richtung Vernissage, andere nur auf den nächsten Big Mac: es war auch für die Releases im März schwer unseren Kolumnisten vollends zu überzeugen. Einige haben es doch geschafft, einmal ist sogar klar: für immer.
Music Interview
Cologne Tape
»Schwingt das Pendel zurück?«
Im Kölner Stadtteil Deutz rumort es schon seit längerem. Während der Kölner die östliche Rheinseite leicht verächtlich »Schäl Sick«, die falsche Seite, nennt, ist gemeinhin bekannt, dass von eben jener Seite interessante Musik kommt.
Music Interview
Mr Bongo Records
»Gute Musik, die die Menschen haben sollten«
»Stell dir vor, du wachst neben dieser einen Platte auf, die du schon ewig suchst.« Wir haben uns von Graham Luckhurst und Gareth Stephens von Mr Bongo etwas über das wohl dienstälteste Reissue-Label der Welt erzählen lassen.
Music Liste
Mr Bongo Records
10 Essentials
Mr Bongo legt seit über einem Jahrzehnt rare Schätze aus fernen Ländern neu auf. Gar nicht so einfach, da den Überblick zu bewahren. Deshalb haben wir für euch die zehn wichtigsten Releases des Labels zusammengestellt.
Music Interview
Jonwayne
No Headline
Jonwayne war relativ tief unten angekommen. Er hat viel zu erzählen – doch macht es nur ungern, den Medien sei nicht zu trauen. Wir durften Fragen stellen. Antworten gab es auch. Bis zu einem gewissen Punkt.
Music Kolumne
Records Revisited
The Notorious B.I.G. – Life After Death (1997)
Morgen wird Biggies »Life After Death« zwanzig Jahre alt. Ein bahnbrechendes Album. Vor allem weil es damals auf tragische Weise mit einer dem HipHop inhärenten fixen Idee brach.
Music Porträt
Slowy & 12 Vince
Heimliche Headliner
Ihre Liebe zu Graffiti prägt ihre Musik. Die Herangehensweise an beide Ausdrucksformen ist verschiedenen, doch das Ziel ist dasselbe: Wissen, man ist da gewesen. Jetzt wollen sie auch als Rapper Spuren hinterlassen.
Music Interview
Midori Takada
Innere Landschaften
Die Ausnahmepercussionistin Midori Takada gewährt uns einen Einblick in die Aufnahmen und Umstände Ihres Meisterwerks »Through The Looking Glass«, das jetzt von WRWTFWW Records in Kooperation mit Palto Flats wiederveröffentlicht wird.
Music Porträt
Clutchy Hopkins
Krieger, Mönch, MF Doom?
Könnte das jetzt 70s-Funk sein? Oder 90s-Hip-Hop-Beats? Zur Körperlosigkeit kommt die Zeitlosigkeit – Clutchy Hopkins ist ein gestaltlosen Medium. Aber wer ist er wirklich?
Music Porträt
Ibibio Sound Machine
Die Normalisierung des »Fremden«
Nigeria. Australien. London. HighLife, Afrobeat, und Psych. Ibibio Sound Machine machen Musik, die erstmal ›un-normal‹ erscheint. Eno Williams und Max Grundhard aber finden, dass dieser Sound 2017 längst das Gegenteil sein sollte: normal.
Music Porträt
New Record Labels #26
Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax.
Music Interview
Mädness & Döll
Neben der Spur mit…
Wir begeben uns mit einem Künstler neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommt ein Künstler von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit seinem eigenen Schaffen zu tun hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2017
Auch im Februar setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Migos, Roc Marciano, Kingdom und Vermont.
Music Interview
Baba Zula
»Ob wir am Leben bleiben, ist die Frage«
Zum 20. Geburtstag der Istanbuler Psychedelic-Combo Baba Zula erschien deren Doppelalbum »XX«. Nach Feiern ist Bandleader Murat Ertel aber angesichts der Zustände in seinem Heimatland nicht zumute
Music Essay
Records Revisited
The Other People Place – Lifestyles Of The Laptop Café (2001)
Diese Tage erschien die Reissue des vielleicht zugänglichsten Albums aus dem Drexciya-Umfeld. Aber es beschrieb damals auch soziale Prozesse, die unserem Verlangen nach Identität im Wege standen. Und stehen.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: DJ Illegal of Snowgoons
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: DJ Illegal von den Snowgoons. Producer, ein Viertel der Snowgoons-Viertel, Vapiano-Fan, lebt in: München.
Music Porträt
New Record Labels #25
Bliq, Dub Disco, Ectotherm und Jazzaggression
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Bliq, Dub Disco, Ectotherm, Jazzaggression