Music Interview | verfasst 26.09.2016
Machinedrum
»Musik ist eine Form des Heilens«
Heilung bei weit über 130 bpm? Ist möglich, denkt Travis Stewart. »Human Energy« entstand in L.A., da sind Esoterik, Wurzeln und heiße Steine nicht weit. Wir sprachen mit dem Produzenten über sein neues Leben – und sein neues Album.
Text Felix Hüther , Fotos Tonje Thilesen
Machinedrum_presspic3_tonjethilesen

Kurz nachdem Travis Stewart um die Jahrtausendwende als Syndrome auf Merck einen ersten Langspieler veröffentlichte, legte er in 2001 als Machinedrum auf selbigem Label nach, was später einmal den Ausgangspunkt für sein musikalisches Schaffen der nächsten 15 Jahre bilden sollte. In denen hat er mit »Human Energy«, was Alben anbelangt, nun fast das Dutzend vollgemacht und sich inzwischen einen einen Namen als umtriebiger Akteur im Ninja Tune-Universum erspielt. Dabei fällt es schwer die musikalischen Ergüsse Stewarts auf ein oder zwei Genres herunterzubrechen, finden sich doch Einflüsse aus Juke und Glitch ebenso regelmäßig in seine Arbeiten wieder wie UK Garage, Grime, Dubstep, IDM und Hip-Hop. Im Interview spricht Travis über seine Auszeit während der Produktion zum neuen Album, musikalische Langzeiteinflüsse und Energieheilung.

hhv.demag: Hi Travis, konntest du für dich hinsichtlich der Herangehensweise an dein neues Album »Human Energy« Unterschiede zu früheren Arbeiten festmachen?
Machinedrum: Absolut! Mit der Fertigstellung von »Vapor City« spukten mir bereits Gedanken zu einem neuen Album im Kopf herum. Durch das viele Touren und die unzähligen Wechsel meines Lebensmittelpunktes von Berlin über New York nach Los Angeles war jedoch wenig Zeit, sich wirklich darauf konzentrieren zu können. Vieles von dem was ich zu jener Zeit produziert habe, klang mir auch zu sehr nach »Vapor City 2.0« und das wollte ich nicht. Frischer Wind musste her. Ich wollte also die Gelegenheit nutzen, eine Pause machen, keine Shows spielen und mich gänzlich auf die Musik fokussieren.
Ich sah mich bisher nie wirklich dem Luxus ausgesetzt, mir die Zeit für so etwas nehmen zu können. Touren ist für die meisten Künstler nun einmal die zentrale Geldeinnahmequelle. Diese von Januar bis April versiegen zu lassen, stellte eine gewisse Aufopferung dar.

Wie sah denn dein täglich Brot zu dieser Zeit aus?
Machinedrum: Ich bin im Januar vorerst das letzte Mal umgezogen und in Kalifornien sesshaft geworden, habe meine Verlobte geheiratet, einen brandneuen Computer gekauft und in mein neues Studio gestellt. Die kommenden drei Monate habe ich dann damit verbracht, zu sehen, wohin mich das führt. Ein wesentlicher Unterschied zu früheren Arbeiten war die Einrichtung eines Templates in Ableton, das mir die Kontrolle über eine ganze Reihe festgelegter Synths und Drum-Sounds gab. Jedes mal, wenn ich ein neues Projekt gestartet habe, war der rote Faden bereits vorgegeben und ich habe nicht auf einem Blankopapier begonnen.

Was würde dir denn hinsichtlich etwaiger Unterschiede zwischen deinen älteren Arbeiten und »Human Energy« spontan einfallen?
Machinedrum: Viele meiner älteren Arbeiten haben ein Gespür für Melancholie und dunklere Beigeschmäcker, während das neue Album eher freundlich, positiv und voller Energie ist. Sicher gibt es einige Dinge, die sich nicht so schnell ändern, das Tempo, dieses oder jenes Percussion-Arrangement und mancher Rhythmus etwa.

Wenn du schon von Tempo sprichst: wo kommt denn eigentlich dein Faible für Jungle her, der in deinen Arbeiten, immer wieder mal zum Tragen kommt?
Machinedrum: Jungle fasziniert mich schon seit meiner Jugend, jedoch immer eher experimentellere Formen davon. Squarepusher, Aphex Twin oder Plug zum Beispiel.

Du hast zumindest die Geschwindigkeit von Jungle beibehalten.
Machinedrum: Ab einem gewissen Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass sich die Drum ’n Bass und Jungle-Szene nicht weiterentwickeln würden. Die Produktionsqualität mag zwar zugenommen haben, vom Gefühl her passte jedoch alles in vorgefertigte Blaupausen. So schwand mein Interesse zusehends. Erst gegen Ende der Nullerjahre schenkte ich Projekten wie Exit Records wieder mehr Aufmerksamkeit. Ich fing also an, vieles erneut auszugraben.

Gib doch mal ein Beipiel für einen dieser Funde.
Machinedrum: In der Zeit um »Room(s)« war Blogtotheoldskool der heiße Scheiß. Pete Devnull postet dort White Labels, rare B-Seiten und Zeug, das man nicht unbedingt im Plattenladen um die Ecke findet. Eine ganze Menge Hardcore und Jungle wie etwa Tom And Jerry. Ich bin so schlecht mit Namen um jetzt weiteres aufzählen zu können.

Kannst du dich denn an für dich wegweisende Platten erinnern, die für dich damals den Ausgangspunkt zur näheren Auseinandersetzung mit dem Genre markiert haben?
Machinedrum: Plugs Album Drum and Bass for Papa war vielleicht ein solcher Moment. Er war nicht ganz so experimentell wie Squarepusher, hat sich aber dennoch nicht an die vorherrschenden Formalia gehalten, die die gemeinen Junglists zu jener Zeit ausmachten.

Themenwechsel. Inwiefern unterscheidet sich denn eigentlich die Arbeit an deinen eigenen Sachen von der Zeit, die du mit Azealia Banks oder Chicago Soul-Sänger Jesse Boykins III im Studio verbringst, um deren Alben zu produzieren?
Machinedrum: »Ich habe begonnen zu meditieren, um die Kontrolle über mein Leben zurückzugewinnen.« ( Machinedrum) Da ergeben sich ganz andere Dynamiken. Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Vertrauen, im Annehmen und Ausprobieren von Ideen, die dir vielleicht nicht als erstes in den Kopf gekommen wären. Mit Sängern ist das nochmal ein ganz anderes paar Schuhe, besonders dann, wenn ich an deren Alben arbeite. Ich bin da, um ihnen dabei zu helfen, deren Vision zu verwirklichen und nicht, um ihnen meine Ideen aufzuzwingen.

Nach welcher Prämisse suchst du dir deine Gastmusiker aus?
Machinedrum: Meistens sind das Freunde. Ich bemühe mich eigentlich um niemanden, den ich nicht schon mal persönlich getroffen habe. Ich halte nichts davon, wenn man mir mit ganzen Listen voller potenzieller Künstler kommt, zu denen man über drei bis vier Ecken vielleicht irgendeinen Draht hat.

Keine Promogeschichten also.
Machinedrum: Nein, nichts was sich gezwungen anfühlt und ich denke das hört man den Tracks auch an. Wenn zwischen den Personen bereits eine Freundschaft herrscht, spiegelt sich das auch in der Musik wieder.

Hast du den umgekehrten Fall auch schon einmal wahrgenommen, hattest beispielsweise das Gefühl, von einem Künstler lediglich angeheuert zu sein?
Machinedrum: Etwas in der Art habe ich glücklicherweise nie gemacht. Ich war nie der Produzent, der vorbeischaut, wenn Young Thug einen Stapel neue Musik möchte und sich dann die besten Sachen heraussucht, die du ihm vorspielst.

Du beschäftigst dich mit viel mit Energieheilung, stand zumindest im Promotext, wo kommt das her?
Machinedrum: Mit 18 oder 19 Jahren erzählten mir meine Eltern, dass mein Urgroßvater ein Heiler war. Ich habe dann angefangen mich für dieses Thema zu interessieren und las Bücher darüber. Eine Zeit lang stand ich dem ganzen recht skeptisch gegenüber, habe jedoch in den vergangenen Jahren zu meditieren begonnen, um die Kontrolle über das Chaos in meinem Leben zurückgewinnen und darüber mein Interesse an Heilkünsten, Esoterik und New Age-Konzepten noch einmal neu entdeckt. Mein guter Freund Jimmy Edgar ist in dem Feld ähnlich aktiv wie ich und teilt viele seiner Entdeckungen mit mir. Das war einer der Gründe, weshalb ich mich dazu entschieden habe, mit ihm und seiner Frau Pilar (Zeta) am Artwork für das Album zu arbeiten.

Inwiefern hat das alles deine Musik beeinflusst?
Machinedrum: Ich habe immer daran geglaubt, dass Musik selbst eine Form des Heilens ist und eine Person die mies drauf ist, in einen anderen Gefühlszustand transportieren kann.

Du beschreibst dein Album als Heilungsprozess. Hast du etwas vergleichbares bei Alben anderer Künstler oder älteren Arbeiten deiner selbst wahrgenommen?
Machinedrum: Es gibt sicher Alben, die in mir so etwas auslösen können, Boards Of Canadas »Music Has The Right To Children« beispielsweise. Als ich das Album hörte, nahm ich Musik das erste Mal auf eine Art und Weise wahr, die mir tiefgründiger erschien, als das übliche »hey, das ist aber ’ne coole Platte«. Genau so etwas wollte ich von da an auch in meine Musik implizieren.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 27.09.2013
Machinedrum
Vapor City
Travis Stewart aka Machinedrum erfindet eine Großstadt und vertont die zehn Viertel von »Vapor City«.
Music Review | verfasst 30.09.2016
Machinedrum
Human Energy
Das Kontemplative, das Machinedrum angekündigt hat, muss man suchen. Die »Human Energy« wird doch eher auf der Tanzfläche spürbar.
Music Review | verfasst 03.02.2011
Sepalcure
Fleur EP
Eine perfekte EP, Machindrum an den Decks: Das kann nur die nächste große Nummer werden.
Music Review | verfasst 21.07.2011
Machinedrum
Room(s)
Machine Drum macht den Kontrast zwischen schnellen Beats und entspannten Synthesizerflächen auf.
Music Review | verfasst 16.11.2012
JETS
JETS EP
Jimmy Edgar und Machinedrum, zwei Protagonisten der elektronischen Tanzmusik, bündeln ihre Kräfte für ihr gemeinsames Projekt JETS.
Music Review | verfasst 19.05.2015
JETS
The Chants EP
Machinedrum und Jimmy Edgar haben sich für die vier Tracks der »The Chants EP« wieder als JETS zusammengetan.
Music Interview | verfasst 03.05.2011
Machinedrum
Virtuose auf vielen Gebieten
Machine Drum ist längst kein Unbekannter im Metier elektronischer Beatbauer. Bereits seit 1999 veröffentlicht er Alben. Zuletzt hat seine Zusammenarbeit mit Praveen Sharma als Sepalcure für Aufregung gesorgt. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Interview | verfasst 28.11.2011
Sepalcure
»Ursprünglich ein Spaß-Ding«
In diesem Jahr hatten sie bereits beide mit ihren Soloprojekten Machine Drum und Braille von sich Reden gemacht. Nun haben sie sich wieder zusammengetan und veröffentlichen in diesen Tagen bei Hotflush ihr Debütalbum als Sepalcure.
Music Interview | verfasst 05.11.2012
JETS
Blindes Vertrauen
Es ist wie ein Aufeinandertreffen zweier einstiger Wunderkinder, die nun erwachsen geworden sind. Seit über zehn Jahren produzieren Jimmy Edgar und Travis Stewart elektronische Musik. Als JETS bringen sie nun zusammen eine 4-Track-EP raus.
Music Review | verfasst 01.09.2010
Andreya Triana
Lost Were I Belong
Ein harter Weg war es, der bis zu diesem Album führte. Andreya Triana hat es zu einem guten Ende geführt.
Music Review | verfasst 15.10.2010
Eskmo
Eskmo
Eskmos neues Husarenstück wird sich in der Welt der Beats festbeißen und seine Fanbase rasant vergrößern.
Music Review | verfasst 17.09.2010
Various Artists
Ninja Tune XX
Ninja Tune ist ein kleines Wunder geglückt: Durch Herzblut und Innovation in 20 Jahren brandaktuell und gleichermaßen legendär zu sein. Glückwunsch!
Music Review | verfasst 28.02.2011
Stateless
Matilda
Das neue Album von Stateless hat sich die Prädikate »episch« oder »cineastisch« hingegen durchaus verdient.
Music Review | verfasst 17.03.2011
Spokes
Everyone I Ever Met
Das Debüt der Band aus Manchester strotzt vor Energie, doch hat leider auch nicht mehr zu bieten.
Music Review | verfasst 05.09.2007
Sixtoo
Jackals And Vipers In Envy Of Man
Sixtoo war schon immer mehr Can als Coldplay. Easy ist hier nichts, geloungt wird woanders und statt Kaffee wird hier Benzol getrunken.
Music Review | verfasst 07.04.2011
Luke Vibert
Toomorrow
Nach sieben Abstinenz schlüpft Luke Vibert wieder in sein altes Wagon-Christ-Kostüm um zuckersüßen Samplism zu zelebrieren.
Music Review | verfasst 15.10.2007
Blockhead
Uncle Tony's Coloring Book
HipHop-Instrumentalisten scheinen sich in ihrer Natur signifikant von der rappenden Zunft zu unterscheiden…
Music Review | verfasst 10.05.2011
Daedelus
Bespoke
Daedelus vollzieht auf Bespoke die Kehrtwende, drückt aufs Tempo und sorgt mit aberwitzigen Sampleschlachten hier und da für Furore.
Music Review | verfasst 13.05.2011
Emika
Count Backwards
Wo die gestresste Seele Ruhe findet, so verrät die neue Single von Emika, ergibt sich beim Rückwärtszählen
Music Review | verfasst 27.05.2011
Amon Tobin
ISAM
Auf ISAM entfernt sich Amon Tobin einfach weiter von seiner Vergangenheit und umschifft ganz dreist die Gegenwart.
Music Review | verfasst 22.06.2011
Fink
Perfect Darkness
Fink erinnern mehr an Trip-Hop oder Dubstep als an bärtige Selbstverwirklichung und leidvolle Gefühlswelten.
Music Review | verfasst 12.10.2011
Kid Koala
Space Cadet
Kid Koala veröffentlicht mit Space Cadet eine Graphic Novel mit dazu passendem Soundtrack.
Music Review | verfasst 24.10.2011
Slugabed
Moonbeam Rider EP
Die Moonbeam Rider EP ist ein Vorbote von dem, was da bald von Slugabed auf Albumlänge kommen wird.
Music Review | verfasst 29.10.2011
Toddla T
Watch Me Dance
Die jugendliche Unbekümmertheit ist das Markenzeichen und Schwachpunkt von Toddla T.
Music Review | verfasst 31.10.2011
Emika
Emika
An Emika scheiden sich die Geister: Unser Autor Andreas Peters sieht darin die Verbindung vom frühen Bristol- zum aktuellen Berlinsound.
Music Kolumne
Records Revisited
The Notorious B.I.G. – Life After Death (1997)
Morgen wird Biggies »Life After Death« zwanzig Jahre alt. Ein bahnbrechendes Album. Vor allem weil es damals auf tragische Weise mit einer dem HipHop inhärenten fixen Idee brach.
Music Porträt
Slowy & 12 Vince
Heimliche Headliner
Ihre Liebe zu Graffiti prägt ihre Musik. Die Herangehensweise an beide Ausdrucksformen ist verschiedenen, doch das Ziel ist dasselbe: Wissen, man ist da gewesen. Jetzt wollen sie auch als Rapper Spuren hinterlassen.
Music Interview
Midori Takada
Innere Landschaften
Die Ausnahmepercussionistin Midori Takada gewährt uns einen Einblick in die Aufnahmen und Umstände Ihres Meisterwerks »Through The Looking Glass«, das jetzt von WRWTFWW Records in Kooperation mit Palto Flats wiederveröffentlicht wird.
Music Porträt
Clutchy Hopkins
Krieger, Mönch, MF Doom?
Könnte das jetzt 70s-Funk sein? Oder 90s-Hip-Hop-Beats? Zur Körperlosigkeit kommt die Zeitlosigkeit – Clutchy Hopkins ist ein gestaltlosen Medium. Aber wer ist er wirklich?
Music Porträt
Ibibio Sound Machine
Die Normalisierung des »Fremden«
Nigeria. Australien. London. HighLife, Afrobeat, und Psych. Ibibio Sound Machine machen Musik, die erstmal ›un-normal‹ erscheint. Eno Williams und Max Grundhard aber finden, dass dieser Sound 2017 längst das Gegenteil sein sollte: normal.
Music Porträt
New Record Labels #26
Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax.
Music Interview
Mädness & Döll
Neben der Spur mit…
Wir begeben uns mit einem Künstler neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommt ein Künstler von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit seinem eigenen Schaffen zu tun hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2017
Auch im Februar setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Migos, Roc Marciano, Kingdom und Vermont.
Music Interview
Baba Zula
»Ob wir am Leben bleiben, ist die Frage«
Zum 20. Geburtstag der Istanbuler Psychedelic-Combo Baba Zula erschien deren Doppelalbum »XX«. Nach Feiern ist Bandleader Murat Ertel aber angesichts der Zustände in seinem Heimatland nicht zumute
Music Essay
Records Revisited
The Other People Place – Lifestyles Of The Laptop Café (2001)
Diese Tage erschien die Reissue des vielleicht zugänglichsten Albums aus dem Drexciya-Umfeld. Aber es beschrieb damals auch soziale Prozesse, die unserem Verlangen nach Identität im Wege standen. Und stehen.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: DJ Illegal of Snowgoons
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: DJ Illegal von den Snowgoons. Producer, ein Viertel der Snowgoons-Viertel, Vapiano-Fan, lebt in: München.
Music Porträt
New Record Labels #25
Bliq, Dub Disco, Ectotherm und Jazzaggression
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Bliq, Dub Disco, Ectotherm, Jazzaggression
Music Porträt
Sampha
Glaube an das Gegenteil
Nach Jahren als Erfüllungsgehilfe der großen Popmenschen hat Sampha nun seine Autobiografie fertig. Sie umfasst zehn Songs. Ohne den Tod wäre das Album nicht, was es ist. Vermutlich wäre es nicht einmal da.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar 2017
Auch im neuen Jahr setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Run The Jewels, Tornado Wallace und Fjaak.
Music Interview
Schnipo Schranke
Weil es halt scheiße ist
Authenthisch und gar nicht mal so optimistisch. Warum machen Schnipo Schranke eigentlich die Musik, die sie machen? Weil machens halt offensichtlich scheiße ist. Wir trafen Fritzi Ernst und Daniela Reis in St. Pauli.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
The xx – I See You
The xx sind zurück und zwar jeder Einzelne von ihnen. Das hört man stark. Ein Problem, finden unsere Kolumnisten. Sie finden aber auch: The xx sind bereit für das ganz Große. Aber das das gefühlt Kleine war halt früher so toll an denen…
Music Porträt
Bonobo
Stillness Is The Move
Bonobo macht Musik, zu der sich gut entspannen lässt. Das brachte ihm den Stempel »chill out« ein. Mit seinem sechsten Album zeigt er jetzt endgültig: dass man auch mit druckloser Musik etwas ausdrücken kann.
Music Interview
Bohren & The Club Of Gore
»Wenn die Töne viel Zeit und Raum haben«
Für viele sind sie Meister. Für viele sind sie langweilig. Für manche beides. Eines aber steht fest: niemand sonst klingt wie Bohren & The Club Of Gore. Im Spätherbst ’16 und im Winter ’17 sind nun drei Alben der Band neu erschienen.
Music Liste
16 Schallplatten,
die 15 Jahre Project: Mooncircle erklären
Wir starten das neue Jahr mit Glückwünschen. Project:Mooncircle ist 15 Jahre alt geworden. Seine beiden CEOs, Gordon und Malte, haben uns 16 Platten vorgestellt, anhand derer man die Label-Historie nachvollziehen kann.
Music Porträt
A Tribe Called Quest
Bewegte Legenden
A Tribe Called Quest legen nach 18 Jahren Quasi-Sendepause ein neues Album vor. Worin liegt der Zauber von »We Got It From Here … Thank You 4 Your Service«? Darin, dass die Band zurecht Legendenstatus genießt – und diesen nicht verwaltet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 12-inches
Was ist eine 12inch? Die Defintion ist schwammig, wir haben uns für Maxi-Singles und EPs entschieden. Damit standen wir vor einer unüberschaubaren Menge an Material – und haben uns für die 20 besten entschieden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Interview
Keine halben Sätze
Proband: Juju Rogers
Bald erscheint Juju Rogers neues Album. »LIT – Lost In Translation« hat er gemeinsam mit dem Produzenten Bluestaeb aufgenommen. Auch auf dem neuen Album stellt Rogers wieder große Fragen. Deshalb haben wir ihm nur einige kleine gestellt.
Music Bericht
Le Guess Who?
Ja, rate wer!
Wir haben in diesem Jahr das Le Guess Who?-Festival in Utrecht präsentiert. Und weil es schon so heißt wie es heißt, ist hier ein kleines Ratespiel. Welche Künstler haben wir gesehen?
Music Kolumne
Records Revisited
Autechre – Tri Repetae, 1995
Das dritte Album von Autechre ist ein Werk in mehreren Dimensionen. Es ist Befreiungsschlag, Meilenstein und Neudefinition eines ganzen Genres. Nicht zuletzt hat es eine ganze Generation nachfolgender elektronischer Musiker geprägt.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Danny Brown, NxWorries, Kassem Mosse und Uffe.
Music Porträt
Tim Maia
Die Wasserbombe
Er begründete eine Bewegung. Auch, wenn sein Triathlon auf der Couch stattfand: Whiskey, Joints und Kokain. Das ist die Geschichte Tim Maias, einem der einflussreichsten brasilianischen Musiker aller Zeiten.
Music Interview
Goldroger
My Latest Epiphany
Goldrogers Albumdebüt »Avrakadavara« handelt von magischen Transmutationsritualen und durchzechten Ecstasy-Nächten. Uns erzählte der Wahl-Kölner von einem Erweckungserlebnis der etwas anderen Art.
Music Porträt
Katie Gately
Die Errungenschaften der Menscheit
Katie Gately definiert Fortschritt als den Weg zwischen A und B. Ihre Karriere verlief keineswegs geradlinig, ihr Album »Color« ist Pop und Chaos zugleich. Mit wenig Mitteln und viel Aufwand will sie uns eins sagen: Du bist nicht allein.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Nicolas Jaar - Sirens
Nicolas Jaar veröffentlicht nach fünf Jahren sein zweites Studioalbum. Unsere Autoren haben sie sich gemeinsam angehört und sich dabei nicht nur gefragt: ist das jetzt eher Tarkovsky oder Milky Chance?
Music Liste
Acid Arab
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich das Produzententeam Acid Arab der Aufgabe an.
Music Liste
patten
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nehmen sich die Londoner patten der Aufgabe an.
Music Interview
Entweder Oder
Entscheider: Doz9
»Untergrund und grundlos Pleite«, Doz9 und Torky Torks Geist haben sich unseren sinneserweiternden »Entweder Oder«-Fragen gestellt. Also: Crack am Kotti oder Crystal Meth in Brandenburg?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Nick Cave, Travi$ Scott, Zomby und M.I.A.
Music Porträt
Ka
»Always Been Conflicted«
Ka ist tagsüber Feuerwehrmann. Nachts: Rapper. Dass er in dieser Doppelfunktion Trigger Happy-Polizisten als das benennt, was sie sind, empörte die Klatsch-Presse. Anerkennung wäre die richtige Reaktion gewesen.
Music Interview
Machinedrum
»Musik ist eine Form des Heilens«
Heilung bei weit über 130 bpm? Ist möglich, denkt Travis Stewart. »Human Energy« entstand in L.A., da sind Esoterik, Wurzeln und heiße Steine nicht weit. Wir sprachen mit dem Produzenten über sein neues Leben – und sein neues Album.
Music Liste
Mndsgn
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Mndsgn der Aufgabe an.
Music Liste
Jan Jelinek
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Jan Jelinek der Aufgabe an.