Music Bericht | verfasst 22.11.2016
Le Guess Who?
Ja, rate wer!
Wir haben in diesem Jahr das Le Guess Who?-Festival in Utrecht präsentiert. Und weil es schon so heißt wie es heißt, ist hier ein kleines Ratespiel. Welche Künstler haben wir gesehen?
Text Philipp Kunze , Fotos Melanie Marsman
25289910979_73a7d0a1d5_h

Utrecht, Holland. Das Land ein einziges Wohnzimmer, warm beleuchtet, Kuscheldecken und Lebkuchen. Die Frauen sind gut gelaunt, kernige Gesichter mit roten Gartenarbeitsbäckchen, stets die Thermojogginghose parat, ziehen sich bei Wind und Wetter Gummistiefel an und radeln los. Kommen aus dem Supermarkt mit der Tasche voller Smoothies, treffen die Nachbarin, verstehen sich blendend mit ihr, unterhalten sich mit kräftiger Stimme über ihre kleinen, blonden, wohlgenährten Sohnemänner. Die Welt findet hier nicht statt. Man backt, legt sich auf die Couch, deckt sich zu und guckt einen absurden Actionfilm, in dem der ganze Planet in Ressentiments gärt. Ein aufgeblähter Clownsgockel mit einem Toupet zieht zwei Revolver, drückt ab, alles löst sich im Krieg auf.

In diesem Idyll soll ein Festival stattfinden. Eines, dessen Line-Up kontemporärer kaum sein könnte: Le Guess Who?, die zehnte Ausgabe, Jubiläum.

Es passt zur Stadt, dass die erste Musik, die wir hören, Kirchenglocken sind. Neben klassischen Stücken spielt die polnische Glockenspielerin des Utrechter Dom zur vollen Stunde auch Stücke von Leonard Cohen.

Zehn Gehminuten vom Dom entfernt befindet sich das TivoliVredenburg. Das Gebäude ist keine fünf Jahre alt, komplett verglast, nach den Brückchen, den Bächchen, dem Pflasterstein des Städtchens baut es sich gewaltig vor einem auf. Fünf Säle beherbergt es, überall Stufen, Rolltreppen, hoch und runter, dort endet eine auf dem einen Stockwerk, dort überspringt sie eines, man fühlt sich am Anfang wie in einer unmöglichen Figur des Mathematikers Roger Penrose.

Unser erstes Konzert des Wochenendes: Drei junge Damen in Gewändern sitzen auf einer kleinen Trage aus Holz. Eine der Schwestern schlägt mit ihrem Flip-Flop auf ein rundes Ding in einer Plastikbox, das vornehmlich weiße Publikum streichelt sich das Kinn. Wir fahren zwei Rolltreppen runter, ein ganz anderes Bild: alle stehen, viele tragen Cargo-Shorts, die vielleicht eindrucksvollste Drohgebärde für ein anstehenden Mosh-Pit, die man sich vorstellen kann. Auf der Bühne nun: vier Frauen, die Sängerin trägt die Haare streng zurück nach hinten, dazu schwarze Bluse, schwarze Hose, hohe Absätze; sie bewegt sich wie eine Spinne, eine Kralle, ein Ungeheuer, wie eine dämonische Sucht: sie ist furchtbar und anziehend zugleich. Dann zieht sie ihre Schuhe aus und tritt auf die Menschen, die sie anbeten.

Wieder hoch in einen Saal, der aussieht wie ein Audimax. Wir gucken auf drei Menschen herunter. Links spielt eine Dame Cello, in der Mitte sitzt ein junger Mann mit Schal und Scheitel an einem kleinen Holztisch vor Elektronik, rechts vorne kniet ein Mann in Kleid und Perücke, ein Schenkel bis zur Pobacke entblößt. Er »singt« mit der Stimme eines gefolterten Bugs Bunny: »I don’t wanna fuck you anymore«, dann grunzt er noch und quiekt, vor dem purpurroten Vorhang im Hintergrund signalisieren fließende Lichter die Landebahn für Eulen, die niemals ankommen. Alle drei auf der Bühne befindlichen Personen trinken wie die Wahnsinnigen Dosenbier.

Wenn man Festival sagt, denken die meisten direkt an: Dixis, Zelte und würdeloses Petting auf tot getrampeltem Gras. Das hier ist ganz anders. Auf den Toiletten riecht es nicht anders auf den Fluren, keiner kotzt, kaum jemand knutscht rum, alle Konzerte beginnen auf die Minute pünktlich.

Das erste Konzert des Folgetages ist spät und ganz unten im Tivoli angesetzt, ganz einem Kater angemessen. Im großen Saal steht eine kleine Frau auf der Bühne hinter einem Keyboard und sortiert ihre Textblätter, während sie betont Verpeiltes von sich gibt. Die kleine Frau sieht immer so aus, als würde ein paar Meter von ihr ein Kräutertee ziehen, ihre Stimme ist unglaublich klar.

Wieder ganz hoch, langsam auf der Rolltreppe, draußen die nächtliche Stadt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt immer noch mit einer warmen Ausstrahlung, man kann sie nur verdächtig finden. Wir erreichen den Club »Pandora«. Im Bühnennebel und blauen Licht erkennt man zwei Silhouetten, eine am Controller, die andere an der E-Gitarre. Ihr Sound stampft auf alle Kekse, zerreißt die Kuscheldecken, bricht das erste mal mit der heilen Welt hier. Wenn Ketamin bewerbenswert wäre: so müsste der Spot aussehen. Das ist Musik für programmierte Aasfresser, für Raben aus Stahl, bitterböse Dronen drücken einen giftigen Himmel auf eine ausgebrannte Skyline. Auf der Empore des Clubs hält sich eine spargeldürre Frau am Geländer, sie tanzt um ein achtfaches Langsamer zur Musik, in Zeitlupe fällt ihr Kopf in den Nacken, sie ist eine schwarze Birke und schwingt ihre knochigen Äste um die Brüstung. Gleitet am milchglasigen unteren Teil des Geländers an ihm entlang, sehnsuchtsvoll, als trenne es sie vor dem letzten verbleibenden Rest mütterlichen Liebe in ihrer Welt aus Kristallen und dreckigem Pulver. Wenn Ketamin bewerbenswert wäre: so müsste der Spot aussehen.

Und so geht das Le Guess Who? weiter. Im anderen Club-Floor legt ein DJ den weißesten Sound des Festivals auf, obwohl sein Moniker etwas anderes hätte vermuten lassen. In allen sechs Sälen und anderen Locations in der Stadt ab 17 Uhr simultan Konzerte. Ein alter Mann im Hoodie, der singt wie eine trunkene, zahnlose, obdachlose und ägyptische Gnom-Dame auf einer Etage, ein alter Mann im Hawaiihemd im anderen, er bittet seine Keyboarderin ihren Finger in seine Cola zu stecken: »it makes the coke magic for me«. Auf der einen Ebene eine hektische Kanadierin, die mit ihren Maschinensound auf Bauchwände hämmert, während ihre Stimme an Bauchnabeln leckt, auf der anderen ein Wuschelkopf mit Säbel, der Schlangenmensch-Breakdance macht.

Am Ende ist in Utrecht viel Welt. Das Line-Up des Le Guess Who? sucht seines gleichen, Musik von überall, Musik jeder Spielart, experimentell und aufregend. So sind wir am Ende hin und weg, abgedriftet, auf irgendeiner der Rolltreppen, in irgendeinem der Säle, ganz im Sound und den Bildern die er zu entwerfen vermag.

Und das in einer Stadt, die so wenig zum Träumen einlädt, weil hier ohnehin alle zu schlafen scheinen.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Interview | verfasst 12.06.2015
Sylabil Spill & Ghanaian Stallion
»Rap ist immer Ventil«
Alles ist ein Duell. Sylabil Spill fechtet sie im 1vs1 mit Whack-MCs und auf einer Metaebene mit der Gesellschaft aus. Jetzt hat er gleich zwei neue EPs veröffentlicht. Eine davon mit Ghanaian Stallion. Wir trafen das Duo zum Gespräch.
Music Review | verfasst 19.06.2015
MoTrip
Mama
Sein zweites Album »Mama« wird MoTrips Standing als einer der besten Rapper Deutschlands zwar nicht zementieren, aber verankern.
Music Kolumne | verfasst 10.06.2015
Aigners Inventur
Mai 2015
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: A$AP Rocky, Jamie XX, Shamir und Jenny Hval.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Hudson Mohawke
Lantern
Neue Maßstäbe soll »Lantern« setzen. Stattdessen setzt es sich auf seinen aufgeblasenen Hochglanz-Hintern-
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Review | verfasst 12.06.2015
Marsimoto
Ring der Nebelungen
Marsimoto ist zurück und hält mit »Ring der Nebelungen« einige Trümpfe in der Hand, kratzt inhaltlich aber leider nur an der Oberfläche.
Music Porträt | verfasst 11.06.2015
Ben Zimmerman
Musik aus dem Discounter
Es gibt in der Musik nichts Neues mehr? Man muss bloß ein bisschen suchen. Dann findet man so jemanden wie Ben Zimmerman. Der hat zehn Jahre lang Klänge erzeugt – auf einem schlichten Rechner der Elektromarkt-Kette RadioShack.
Music Review | verfasst 18.06.2015
Pimf
Memo
Pimfs Debütalbum »Memo« ist ehrliche Befindlichkeitspoesie zwischen juvenilen Weltschmerz und enthusiastischer Aufbruchsstimmung.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Review | verfasst 18.06.2015
Snow Bone
Protoplanetary
Es ist ein ungefiltertes Statement, das der Brite Snow Bone mit seiner dritten EP »Protoplanetary« in Vinyl ritzen lässt.
Music Review | verfasst 19.06.2015
Dele Sosimi
You No Fit Touch Am
»You No Fit Touch Am« von Dele Sosimi hat es einfach in sich: animalisch wild, instinktiv verständlich und einfach tierisch gut.
Music Review | verfasst 16.06.2015
Aidan Baker & Idklang
In The Red Room
Aidan Baker hat mit Idklang einen Partner gefunden, der seiner ausufernden Kunst einen formlosen Rahmen gibt.
Music Kolumne | verfasst 27.05.2015
Vinyl-Sprechstunde Spezial
Zugezogen Maskulin über Xatars »Baba Aller Babas«
Zugezogen Maskulin haben für uns gechattet. Frisch von ihrer Tour zurückgekommen haben sich Grim 104 und Testo der Musik eines anderen Rappers gewidmet: Xatars nämlich. Eine Spezial-Ausgabe der Vinyl-Sprechstunde.
Music Porträt | verfasst 15.03.2012
Eglo Records
Fingerübung in Sachen Qualität
Vor genau drei Jahren taten sich Sam Shepherd (Floating Points) und Radio-DJ Alexander Nut zusammen und gründeten das Label Eglo Records. Wir stellen euch das Londoner Label genauer vor.
Music News | verfasst 19.06.2015
Ausklang | New Music Friday
Neue Musik von Seven Davis Jr., Fatoni et al.
Woche für Woche picken wir Tracks, die uns in den vorausgegangenen sieben Tagen nicht aus dem Kopf gehen wollten, deren Release auf den heutigen Tag fällt oder einem anderen Pseudogrund unterliegen. It’s new music, Raab!
Music Review | verfasst 18.06.2015
Hilde Marie Holsen
Ask
Für ihr bei Hubro Music erscheinendes Debüt »Ask« hat Hilde Marie Holsen fünf jazzige Stücke im Studio an der Akademie in Oslo improvisiert.
Music Kolumne | verfasst 16.03.2015
Vinyl-Sprechstunde
Kendrick Lamars »To Pimp A Butterfly«
To stream a masterpiece: in einer Sondereil-Edition der Vinyl-Sprechstunde nehmen sich unsere Kolumnisten Kendrick Lamars neuem Album an. Es gibt Vorbehalte, am Ende aber auch eine gemeinsame, eindeutige Meinung.
Music Review | verfasst 12.06.2015
Celo & Abdi
Bonchance
Celo & Abdi knüpfen auf ihrem dritten Album »Bonchance« an den harten Sound des »Mietwagentapes« an.
Music News | verfasst 02.01.2012
Raekwon
Neues Mixtape »Unexpected Victory«
Der Chef serviert den Fans zum neuen Jahr mit Unexpected Victory sein erstes offizielles Free-Mixtape. Ein glänzend aufgelegter Raekwon und sein gewohnt starkes Beatpicking machen aus der Angelegenheit eines der ersten Highlights in 2012.
Music Liste | verfasst 19.12.2011
813
DJ Charts
Als Teil der aufstrebenden, vitalen russischen Beatmaker-Szene hat sich 813 mittlerweile einen Namen gemacht. Für unsere DJ-Charts verriet er seine zehn liebsten Stücke derzeit.
Music Review | verfasst 10.06.2015
Jamie xx
In Colours
Jamie xx macht auf seinem Debütalbum alles richtig. Ein unglaublich geschmackssicheres Album. Man darf angewidert sein.
Music Porträt | verfasst 18.06.2015
Editions Mego
Warum machen, wenn es nicht seltsam ist?
Das ist keine Musik, zu der man den Abwasch erledigt. Es ist mal schwierige, mal akademische, mal einfach seltsame Musik. Es ist die Musik, die bei Editions Mego erscheint. Wir haben mit dem Peter Rehberg, dem Gründer des Labels gesprochen.
Music Liste | verfasst 05.06.2015
Stephan Bodzin
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Stephan Bodzin der Aufgabe an.
Music Liste
Mo Kolours
Picks 10 latest Vinyl Records
»Inner Symbols« heißt das in diesen Tage erscheinende, dritte Album von Mo Kolours. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begleiten. Darunter Jazz, Hip-Hop, Freunde, Bekannte, Kollegen.
Music Porträt
Macadam Mambo
Lyon zurück auf der Karte
In den letzten Jahren sind Exotika-Labels aus dem Boden geschossen wie Gemüse in Urban Gardening-Flächen. Seit 2012 ist das Lyoner Label Macadam Mambo nicht nur eines der interessantesten unter allen, sondern auch eines der bestgemachten.
Music Liste
Guts
Picks 10 latest Vinyl Records
Guts ist eine Institution im französischen, ach, im europäischen Rap. Mindestens. Soeben wurde seine Platte »Paradise For All« wieder aufgelegt. Die Gelegenheit ihn darum zu bitten, 10 Schallplatten zu picken, die ihn aktuell mitreißen.
Music Liste
16 Records from Russia
Selected by Michail Stangl
FIFA WM startet in Russland, das Passwort für ВКонтакте vergessen: es wären beinahe triste Wochen geworden. Aber nur beinahe. Hilfe kommt aus dem Boiler Room. Und plötzlich hat alles doch noch einen Sinn.
Music Liste
Legowelt
12 Essentials
Danny Wolfers aka Legowelt zu begreifen – schier unmöglich. Eine Liste mit 12 seiner essentiellen Stücken zu erstellen – ebenfalls, unzählige Releases unter unzähligen Pseudonymen. Wir mussten es dennoch mal versuchen.
Music Liste
Martyn
Picks 10 latest Vinyl Records
Mit »Voids« präsentiert Martyn in diesen Tagen sein fünftes Album. Sein erstes für Ostgut Ton. Aus diesem Anlass ist er durch unseren Webshop gegangen und hat 10 Schallplatten ausgewählt, die ihn derzeit besonders beschäftigen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2018
New Kanye, new Pusha, new Rocky, Gzuz auch noch! Ziemliche Aufstellung das. Unser Kolumnist ballert trotzdem 51. Und da er den ganzen Spaß hier alleine macht, hat er den Spielstand stets im Kopf: hellwach, never stoned af, unser Aigner.
Music Interview
Leon Vynehall
Für Oma, Forever Ago
Leon Vynehall geht mit »Nothing Is Still« auf ganz persönliche Spurensuche in seiner Familiengeschichte. Auf dem Debütalbum für Ninja Tune erzählt er, wie seine Großeltern in den 60er-Jahren von Großbritannien nach New York einwanderten.
Music Liste
The Bug
Picks 10 latest Vinyl Records
Kevin Martin ist ein aufmerksamer Beobachter der aktuellen Strömungen. Seine Musik lebt von Details und stilistischer Aufgeschlossenheit. Nachzuverfolgen an seiner Auswahl von 10 aktuellen Lieblingsplatten.
Music Bericht
Schwesta Ewa
Vom Rotlicht ins Zwielicht
Die Realität hat Schwesta Ewas realness übertrumpft. Vorläufig verurteilt wegen Körperverletzung, Steuerhinterziehung und neuerdings auch wegen Verleumdung anklagt: Ihr Beef mit dem Gesetz nimmt kein Ende.
Music Kolumne
Boards Of Canada
Music Has the Right to Children, 1998
Nostalgie als Zukunft: Boards of Canada boten mit ihrem Debütalbum »Music Has the Right to Children« eine Blaupause für zahllose Downtempo-Künstler und bauten aus Vintage-Synthesizern einen melancholisch-irritierenden Klassiker.
Music Interview
Kamaal Williams
Zurück zum rawen Shit
Gemeinsam mit Yussef Dayes veröffentlichte er vergangenes Jahr mit »Black Focus« einen Fan-Liebling. Jetzt ist Henry Wu aka Kamaal Williams solo zurück. Seine Musik ist von vielen Stilen inspiriert. Von nichts mehr aber als vom Glauben.
Music Liste
Benedek
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicholas Benedek ist ein Tausendsassa. Seine Musik klingt nach seiner Heimatstadt Los Angeles. Sie ist eine Mischung aus West Coast G-funk und Lo-fi-House. Er hat unserem Sortiment 10 aktuelle Lieblingsplatten entnommen.
Music Porträt
Gzuz
Wieso? Weshalb? Warum?
»This shit ain’t for fun«. Stimmt nicht ganz. Für den Konsumenten ist es das weiterhin, Gzuz verkauft und verkauft. Das kann man finden wie man will. Man sollte sich nur fragen: Warum?
Music Liste
Bluestaeb
Picks 10 latest Vinyl Records
Detailverliebter Eklektizismus kontra instrumentale Monokultur: Das zeichnet Bluestaebs Beats aus. Und das zeichnet auch die 10 Schallplatten aus, die er aktuell am meisten feiert.
Music Kolumne
Records Revisited
Guru – Jazzmatazz Vol.1 (1993)
Das Genre-Crossover war die große Verbeugung des Gang Starr MC vor den Jazzwurzeln der Rap-Musik. Es war jedoch auch eine verpasste Chance und ein Anachronismus in einer sich rasant wandelnden Hip-Hop-Welt.
Music Liste
Courtney Barnett
Picks 10 latest Vinyl Records
Auf ihrem zweiten Soloalbum »Tell Me How You Really Feel« schickt sich Courtney Barnett an, sich einen Platz neben den ganz Großen zu reservieren. Dort, wo ihre Picks Cate Le Bon und Torres schon sitzen und Joni Mitchells Platz gesetzt ist.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2018
Auch bei Aigner ist die Future female: die Highlights diesen Monat kommen fast ausschließlich von Frauen. Kein Platz also eigentlich für Bierbongs und lecker im Speckmantel verpackte Mediokrität. Aber muss halt. Die Inventur.
Music Porträt
Knekelhuis
Wandern zwischen Welten
New-Wave-Nostalgie, Techno-Ahnenforschung und melancholische Dancefloor-Kracher: Das Amsterdamer Label Knekelhuis gräbt längst beerdigte Klänge aus und erweckt sie wieder zum Leben – nicht nur mit Reissues, sondern auch mit neuer Musik.
Music Porträt
New Record Labels #36
Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Glitterbeat, Hypermedium, Isle Of Jura und Rhythm Section International.
Music Interview
DJ Koze
Soulful und ein bisschen kaputt
DJ Koze: vielleicht House-Musik-Deutschlands letzter wahrer Eklektiker! Vielleicht der nächste kredible Pop-Produzent des Landes. Ganz sicher ist er einer der besten Gesprächspartner, die man sich wünschen kann.
Music Porträt
Pierre von Helden
Hinter die Mauern der Klischees
Deutsch-Rap sieht oft sehr, sehr ähnlich aus. In den Videos und was die grafische Gestaltung der Alben anbelangt. Ein Leipziger Künstler schickt sich an, das zu verändern.
Music Essay
Bubblegum & Kwaito
Südafrikas fast vergessene Musik
Zwei neue Compilations lassen ein fast vergessenes Südafrika erklingen. Wir sprachen mit DJ Okapi, der für beide Zusammenstellungen mit nach der Musik gesucht hat. Über ein bewegtes Land – damals und heute.
Music Kolumne
Aigners Inventur
April 2018
Kennt sein Passwort fürs UGHH-Forum noch auswendig und weiß, was in Zukunft die NTS-Sets dominieren wird: unser Kolumnist Florian Aigner. Ganz klar der Mann also, dem du vertrauen solltest.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose
Roc Marciano ist zurück, geändert hat sich nicht: Drums, die dir die Zähne ausschlagen, Samples fürs Seelchen, und Reim-Skills für die Ewigkeit. Unsere Autoren fühlen sich zu Hause.
Music Kolumne
Records Revisited
The Streets’ Original Pirate Material, 2002
Mike Skinner wollte mit seinem Debüt ein echtes englisches Hip-Hop-Album machen, das auf US-Klischees verzichtet. Herausgekommen ist ein äußerst präzises Porträt des Lebens britischer Millennials zwischen 9 to 5 und Binge Drinking.
Music Essay
Jazz aus Japan
Vom Importschlager zur Innovation
Gleich zwei neue Compilations widmen sich dem Jazz aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dort musste das Genre einen langen Weg hinlegen, bevor es sich von seinen Vorbildern befreien und etwas Ur-eigenes schaffen konnte.
Music Liste
12 Disco Music Records
with Sleazy Cover Artwork
Mit dem Disco-Revival kamen auch die alten, aufreizenden Plattencover zurück. Wir möchten diesen schmalen Grat zwischen Altherrengeilheit und kultiger Ästhetik würdigen, auf dem sich Sleazy Cover immer bewegen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2018
Er hat es alles schon gesehen: Männer-Wampen, deprimierte Stones Throw-Has-Beens, Free-Jazz-Weitwichsen. Vielleicht ein härterer Job als bei der chinesischen Internet-Zensur-Behörde zu arbeiten. Wer weiß das schon?
Music Essay
Kendrick Lamar & »Black Panther«
Black Future Month
Kendrick Lamar hat sich für den Soundtrack zu »Black Panther« verantwortlich gezeigt und ist vielleicht jetzt, wo Diversity verkauft werden soll, damit sie niemand tatsächlich leben muss, wichtiger denn je zuvor.
Music Kolumne
Records Revisited
Digable Planets – Reachin’ (A New Refutation of Time and Space) (1993)
Digable Planets besprachen auf ihren Debütalbum ein Thema, das nicht unbedingt auf Rapalben zu finden ist: weibliche Selbstbestimmung und Pro-Choice. Und zeigen, dass sich seit 1993 eigentlich nichts geändert hat.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Suba – Wayang
»Komm, das ist dieses Geräusch, das klingt als würden 500 Frösche gleichzeitig laichen.« Unsere Biologie-Expertenrunde im Talk über das neueste Release auf Vladimir Ivkovics Offen-Label.
Music Kolumne
Records Revisited
Sun Kil Moon – Ghosts Of The Great Highway (2003)
Die Reissue von »Ghosts Of The Great Highway« erschien die Tage. Es ist eines der besten Gitarrenalben des 21. Jahrhunderts, obwohl oder vielleicht gerade weil es die maßlose Selbstübersteigerung Kozeleks erstmals in voller Blüte zeigt.
Music Interview
Palmbomen II
Fake Memories
Palmbomen II reist in seiner Musik mit altem Equipment in eine neue Welt. Eine Welt, die es nicht gibt. Aber als Hörer meint man sich an sie erinnern zu können. Verwirrend? Gut, dass wir den Mann sprechen konnten.
Music Interview
Wolf Müller & Niklas Wandt
Trommelkunde
»Wie geil kann alles sein. Aber vor allem: wie geil kann es noch werden?«. Es wird im Folgenden sehr geil – oder sau langweilig. Kommt jetzt ganz auf den jeweiligen, natürlich immer geschätzten, Leser an.
Music Liste
Jóhann Jóhannsson
10 Essentials
Um Jóhann Jóhannsson zu trauern heißt also einerseits, sich an ihn zu erinnern. Sich an Jóhannsson zu erinnern heißt aber auch, das Versprechen anzunehmen, das er mit seiner Musik abgelegt hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2018
Der Mann mit dem härtesten Job der Welt ist zurück: Aigner schlägt sich für die erste Inventur des Jahres mit Reizdarm durch die Spotify-Hölle, umgeben von Hollister-Modeln, die Midlife-Crisis vor den Augen. Stehen wir es durch, togezer!
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Rhye – Blood
Lieder über die Liebe, sinnliche Coverbilder nackter Frauen: Rhye sind nach vier Jahren zurück mit einem neuen Album. Es kommt ganz unschuldig daher, am Ende könnte aber James Franco dahinter stecken.
Music Porträt
New Record Labels #35
Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords & Meakusma
Jeden Monat stellen wir euch Plattenlabels vor, die neu bei uns im Webshop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Death Is Not The End, Lullabies For Insomniacs, Mainrecords und Meakusma
Music Liste
Tribal, Voodoo, Folklore
10 aktuelle Platten von weit weg
Deutschland im Januar: Jahresanfangsmüdigkeit, Schneeregen, Heizungsluft. Man möchte woanders sein. Unsere Liste geht direkt einen Schritt weiter, GANZ woanders hin. Hier sind 10 aktuelle Platten wie sie exotischer kaum klingen könnten.
Music Liste
Ausklang | 2017
Die essentiellen Platten des Dezember
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.