Music Kolumne | verfasst 12.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 20 12-inches
Was ist eine 12inch? Die Defintion ist schwammig, wir haben uns für Maxi-Singles und EPs entschieden. Damit standen wir vor einer unüberschaubaren Menge an Material – und haben uns für die 20 besten entschieden.
Text Philipp Kunze, , Florian Aigner

Jahresrückblick 2016 Obwohl das Album als Format in diesem Jahr eventuell seinen Zenit überschritten hat, fanden wir trotzdem 50 tolle LPs aus einem Jahr, dessen Soundtrack ungleich besser als sein Inhalt war. Auch auf den 12-inches, die die Welt bedeuten, machten sich starke Stimmen hörbar, wurde auch mal wortlos ein besseres Leben in Aussicht gestellt. Andere Jahreshighlights wie Princess Nokias Debüt oder die brutalen Clubsounds einer Kablam fielen dabei leider ebenso unter den Tisch wie der eine oder andere Donut. Nur bei Vince Staples ließen wir fünf gerade und eine 10-inch mal zwei Zoll länger sein, weil seine Platte überlebensgroß war.


Andrea Belfi - Cera PersaFind it at hhv.de: 12inch Tinnitus, Panik, Klaustrophobie, das Danach ist bei Andrea Belfi das Währenddessen. Auf »Cera Persa« denkt der begnadete Schlagzeuger: Club. Und: Unbehagen. Also, was ist das? Notausgang-Techno, Musik, die schweißgebadet und Angst zerfressen das Helle sucht, aber nicht findet. Beklemmender Shit. Diese scheiß Single sitzt einem im Nacken, krabbelt einem den Rücken hoch wie tausend mystische Käfer. Am Ende hat man hier keinen Boden mehr unter den Füßen. Aber nicht weil man fliegt, sondern weil man zwischen tanzenden Leibern in einer Röhre hängt. Philipp Kunze
 

Avalon Emerson - Whities 006 Entgegen aller schwarzgewandten Lustfeindlichkeit im Techno-Jahr 2016 kam Avalon Emerson mit gleich zwei EPs ums Eck, deren zweite per Tracktitel – »Dystopian Daddy«, megalel – die Fronten aufmachte. Die erste aber gab einem knochigen Beatgerüst mit den schönsten Schwurbelsynthies seit Ewigkeiten die Sporen und machte sich in Richtung »The Frontier« auf. Weit vor allen anderen, versteht sich. Kristoffer Cornils
 

Baaz - Office 08Find it at hhv.de: 12inch Wenn die kürzlich vergangene Nacht schwer in den Beinen liegt und doch noch genug Endorphin für drei weitere Stunden durch die Blutbahn rast, kommt die zweitneueste Baaz (»Untitled«) wie eine warme Regenwalddusche über dich und legt dir eine von innen mit Samt ausgekleidete Wärmefolie übers Herz. Deren freundliches Knistern wird zwischen dem ersten und zweiten Takt zu deiner neuen Muttersprache, versprochen. Kristoffer Cornils
 

Elmo Crumb - I'm Still DizzyFind it at hhv.de: 12inch | 12inch | 12inch Cheatcode freigeschaltet für Call Super, aber wer unter drei verschiedenen Aliasen vier phänomenale Singles veröffentlicht, die jetzt schon ausreichend Perspektiven für die nächsten dreißig Jahre Techno aufzeigen, muss sich an keine Regeln halten. Florian Aigner
 

Geena - Peace Love Earth: Mental DJ's Land Volume 2Find it at hhv.de: 12inch Antinote hat sich dieses Jahr weiter als die unaufgeregte Schrittmenge der Hype-Aggregatoren Lobster Theremin Mood Hut und all things Boringseinfeldross positioniert, egal ob mit abgehangenem Liegestuhl-House oder wie hier mit überdreht hippieskem Faux-Illbient, dessen kitschige Melodien jederzeit in kratzigen Dickdarm-IDM oder grandios verschwurbelten Psych-Acid kippen können. Oder wie das dann auf Soundcloud heißt: DJ Gena, fuck yeah. Florian Aigner
 

Dj Rum - Untitled 9Find it at hhv.de: 12inch Man kann Ilian Tape viel vorwerfen, nicht aber, dass die Münchner ihre Stammkundschaft mit Unerwartetem vergraulen würden. Dann kam »Struktur«, eine EP, die das labeltypische druckvolle Drumprogramming und die unterkühlten Blade Runner-Akkorde zumindest auf der von DJrum verantworteten A-Seite derart entweltlicht, dass man gewillt ist, die alten Photek-Platten nochmal auf 33 und Plus 8 abzuspielen. Florian Aigner
 

Futers - U Get MeFind it at hhv.de: 12inch Von Dabeigewesenen wie Rising Sun oder zeitlich distanzierten Schwerenötern wie DJ Metatron und Co. erzählte eine ganze Riege von ProduzentInnen auch dieses Jahr von ihren Vergangenheitsschwelgereien. In nicht wenigen Fällen klang das lächerlich, in diesem aber unfassbar stringent. Futers’ »U Get Me« ist bei Soundcloud nicht zu Unrecht als #Storytelling vertaggt und erzählt entlang einer fetten Line MDMA einen musikalischen Trip vom UK (circa 1992) bis Ibiza (circa der Tag, als deine Eltern dich dort zeugten). Lächerlich geil. Kristoffer Cornils
 

Jan Au - A Date With Dark BeanFind it at hhv.de: 12inch Live From Earth, sonst ja eher für das weirde Zeug zuständig, hier mal ganz bodenständig. Jan Au hat auf »A Date With Dark Bean« den Kopf in den Rauchwolken und die Hand am Kaffeetässchen. Klingt wie eine 2016er Version von Jim Jarmuschs »Delirium«-Szene, in der ASAP Rocky, Lil B und Bones GZA, RZA und Bill motherfucking Murray ersetzen. Philipp Kunze
 

J Choirboy - Altar EgoFind it at hhv.de: 12inch Ähnlich wie Futers trug auch J Choirboy auf seiner Debüt-EP keine Träne im Knopfloch, sondern musste sich vermutlich wegen akuter Dehydrierung selbst mit Augentropfen behandeln. »Altar Ego« hätte anders geklungen, wäre sich stattdessen am GHB-Fläschchen vergriffen worden, schmeißt so aber mit Rave-Signalen und guten Empfehlungen um sich. Pille poppen, aus dem Alltag droppen, Knicklicht nicht vergessen. Kristoffer Cornils
 

Karen Gwyer - Prophase Metaphase Anaphase TelophaseFind it at hhv.de: 12inch Zwischen all dem Rumgememe in der Lo-Fi-Sektion deines Lieblingsplattenladens hätte diese EP sich quergestellt und tat es sonst auch überall. Dabei waren Karen Gwyers unter dem Bio-LK-Kurs-würdigen Titel »Prophase Metaphase Anaphase Telophase« geklammerten Konventionszerlegungen von einer schillernden Schönheit, die kein Winona Ryder-Sample je hätte herbeireden könnte. So geht wacky, so geht weird, so wird das Game von hinten aufgerollt – und nicht anders. Kristoffer Cornils
 

Kilchhofer - DersuFind it at hhv.de: 12inch Während durch die Düsseldorfer Clique um den Salon des Amateurs oder Don’t DJ in Berlin der Ethnologenfetisch der Dance Music auf dem MPC-Brett auseinander genommen wurde, ließ Kilchhofer irgendwo im nirgendwo seine Modularsysteme eine Kurosawa-Hymne klackern, die konzentriert und doch verschroben genug ist, um zwischen all dem Zwangsexotismus einen ganz eigenen Charme zu finden. Kristoffer Cornils
 

Lemme Kno - Unthank 9Find it at hhv.de: 12inch Max D und Morgan Buckley auf ihrem Breakbeat-Scheiß, gleichzeitig The Orb und Ultramagnetic MCs: keine Zweifel »Unthank 9« ist eine besondere Platte und das obwohl über 1080P Records gefühlt zehn solcher pro Monat erschienen, die ähnliches wollten und weniger erreichten. Florian Aigner
 

Monochord - Spatial StereoFind it at hhv.de: 12inch Während sich Elektro Guzzi in diesem Jahr ähnlich viele Kilometer fraßen, wie sie Techno-Band-Jam-Minuten auf Vinyl, CD oder Tape pressten, debütierten zwei Mitglieder unter dem Namen Monochord mit einer stoisch-verdubbten Platte, die ihren Titel »Spatial Stereo« ernst nahm. Wer sich zwischen Conrad Schnitzler-Gefiepe, Basic Channel auf Entschleunigungstour und Black Ark-Wattigkeit nicht entscheiden kann, hat eben ohne es zu wollen die richtige Wahl getroffen. Kristoffer Cornils
 

Pjoni - Liminal ZonesFind it at hhv.de: 12inch Pjoni bewies sich mit seinem Debüt für das Label Proto Sites als Poet der Leerstellen und Grenzbereiche, als salomonischer Vermittler zwischen ohrenbetäubender Stille und Bassleistungen, die in Berlin-Mitte vor Gericht verhandelt würden. »Liminal Zones« war die unmitsummbarste, undrauftanzbarste Platte eines Jahres, in dem Transgressionsvorhaben entweder in Tape-Saturierung (gähn), White-Noise-Dichte (cool story, bros) oder zerschredderten Rihanna-Edits (schon besser) gemessen wurde. Kristoffer Cornils
 

Rider Shafique - I-DentityFind it at hhv.de: 12inch Grime-MCs sind von Haus aus auf Konfrontationskurs, wer subtil ist, verliert. Rider Shafique haut dir mit seiner EP »I-Dentity« für das neu gegründete Young Echo-Label sowohl vor Stirn, was du dir nicht zu fragen getraut hättest, und rührt dabei elegant an der Illusion eines post-racial Großbritanniens. Eine stille Platte, in deren Zentrum eine Stimme steht, die gehört werden will und muss. Kristoffer Cornils
 

Tolouse Low Trax - Rushing Into Water Zwei neue EPs, zig Reissues und eine breite Palette von geplanten Veröffentlichungen unter diversen Titeln: Tolouse Low Trax rollt und die Welt fängt langsam an, hinterher zu stolpern. Die Huckel-und-Ruckel-Beatmagie des fabelhaften Detlef Weinrichs ist vermutlich das spätdeutsche Pendant zu allem belgischen Big Beat-Rumgerummse in den späten Achtzigern, zig BPM runtergelegt und mit Sedativa zugepumpt allerdings. »Rushing Into Water« ist far out und mit zero Ficks gespickt. Schlichtweg überragend. Kristoffer Cornils
 

Unknown Artist - FeverFind it at hhv.de: 12inch Gerade als man – ganz schlecht gelaunter, Heizungsluft geschädigter Freelance-Miesepeter – irgendwas von wegen »Mood Hut ist auch nicht mehr das, was es mal war« in die verklebte Tastatur hacken wollte, kommen diese Kanadier (Unknown) mit zwei sicherlich vollkommen dummdreist zusammengetackerten Edits um die Ecke, zu denen man sich womöglich sogar am 9.11. für zehn Minuten das vollgeölte Sweatshirt vom Leib reißen wollte, weil ja auch in Reagans Amerika die Paradise Garage existiert hat. Allein dafür: Danke! Florian Aigner
 

Vince Staples - PrimadonnaFind it at hhv.de: 10inch »Prima Donna« heißt Vince Staples’ 7-Track-EP und Staples bleibt dort, egal ob nun James Blake oder No I.D. an den Reglern sitzt, der lyrisch interessanteste Rapper des Hier und Jetzt. Weil er Kendrick, Richard Pryor, Larry David und Earl gleichermaßen verstanden hat. Und weil er dabei mit so einer unvergleichlichen Mischung aus Lakonie und Nachdruck rappt, dass selbst zwei musikalisch eher durchschnittliche Tracks nicht weiter ins Gewicht fallen. Florian Aigner
 

Vul Vulpes - Fusions Of HorizonsFind it at hhv.de: 12inch Einer der heißesten 12-inches kommt dieses Jahr aus Estland. Das ist a) ein Satz, den man immer gerne mal schreiben will und b) einer, der stimmt. Vul Vulpes erinnert auf »Fusion of Horizons« an Jessy Lanza, denkt ihre Songs aber in weitaus weniger poppigen Strukturen als diese. Philipp Kunze
 

Xosar - Show YourselfFind it at hhv.de: 12inch Der beste Techno für Menschen, die Music noch mit extra K schreiben, kam 2016 eindeutig von Xosar, die das Release ihrer »Show Yourself EP« eigentlich für Ende 2015 angekündigt hatte und dann länger brauchte, weil du unbedingt deinem Vater die Bruce Springsteen-Diskografie unter den Weihnachtsbaum legen musstest. Xosar ist die vielleicht einzige zeitgenössische Produzentin, die einen Dancefloor nicht zer-, sondern verstören will, das unbedingt auch sollte und deshalb Meisterin ihres Fachs ist. Kristoffer Cornils
 

Hier haben wir euch eine Übersicht über die 12-inches des Jahres in unserem Webshop zusammengestellt.
Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Liste | verfasst 10.12.2015
Jahresrückblick 2015
Die 50 Alben des Jahres
Wir haben ein-, um- und aussortiert. Am Ende stehen die für uns besten/wichtigsten Alben des Jahres. Bei unsere Auswahl haben wir gemerkt: Sie sagen auch etwas darüber aus, wie das Jahr 2015 für uns war.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Kolumne | verfasst 08.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Review | verfasst 30.11.2015
Xosar
Show Yourself EP
Xosar kann auch verträumten Deep House, ihre neue EP »Show Yourself« auf ihrem eigenen Label Gyrocyre aber ist ein Psychoaktivum.
Music Review | verfasst 14.08.2015
Vince Staples
Summertime '06
Auf seinem Debütalbum geht Vince Staples zurück in den »Summer ’06«. Musikalisch und erzählerisch ist der Rapper auf der Höhe der Zeit.
Music Kolumne | verfasst 15.07.2015
Vinyl-Sprechstunde
Vince Staples' »Summertime '06«
Wir begrüßen einen Gastdozenten zur Vinyl-Sprechstunde: Julian Brimmers. Er soll zwischen Aigner und Kunze vermitteln, die sich angesichts der Komplexität von »Summertime ’06« dieses Mal nicht einig sind.
Music Kolumne | verfasst 16.12.2015
Jahresrückblick 2015
Vinyl-Sprechstunde Recap
Sieben Alben hatten unsere Autore 2015 in unserer Sprechstunde. Fünf davon (eines hatten Zugezogen Maskulin besprochen) haben sie sich zur Nachbesprechung bestellt. Haben sich die Diagnosen gehalten?
Music Liste | verfasst 29.12.2015
Jahresausklang 2015
Die besten Songs (30-11)
Woche für Woche picken unsere Redakteure im Ausklang ihre Lieblingssongs. Jeder für sich. Jetzt sollten sie gemeinsam die Top 50 des Jahres festlegen. Es wurden Existenzen in Frage gestellt bis Platz 1 alle vereinte.
Music Review | verfasst 24.04.2012
Tolouse Low Trax
Jeidem Fall
Als Tolouse Low Trax macht Detlef Weinrich eine nicht ganz einfache, aber zukunftsweisende Musik.
Music Liste | verfasst 10.05.2012
Tolouse Low Trax
10 Favourites
Detlef Weinrich aka Tolouse Low Trax ist nicht nur Mitbetreiber sondern auch einer der Residents des Salon Des Amateurs in Düsseldorf. Hier gibt er uns Einblicke in seine liebsten Tracks.
Music Review | verfasst 07.09.2016
Karen Gwyer
Prophase
Karen Gwyer gelingt der Spagat zwischen Nischennerdismus und Clubmusik. Ihre EP »Prophase« ist zugleich in der Mitte von allem und far out.
Music Review | verfasst 01.03.2016
J Choirboy
Altar Ego
Konsequenter ist diesseits von 2000 niemand mehr an UK Rave herangetreten. J Choirboys »Altar Ego« hat mindestens zwei Mitsubishis intus.
Music Review | verfasst 11.01.2017
J Choirboy
Full Effect
Zweite EP, zweite unverklärte Geschichtsstunde: J Choirboy legt mit »Full Effect« den Nachfolger seines furiosen Debüts nach.
Music Review | verfasst 01.04.2014
B/B/S
Coltre/Manto 12"
Aidan Baker, Andrea Belfi und Erik Skodvin haben sich als B/B/S im vergangenen Jahr in der Bochumer Christuskirche zusammengefunden.
Music Review | verfasst 20.11.2014
Andrea Belfi
Natura Morta
Andrea Belfi geht die Musik auf »Natura Morta« an, wie ein Renaissance-Maler ein Stillleben.
Music Review | verfasst 04.02.2016
nonkeen
The Gamble
»The Gamble«, das Debüt von nonkeen, der Freundschaftsbande um Nils Frahm, ist schön jetzt das Kopfhöreralbum des Jahres.
Music Review | verfasst 10.06.2016
B/B/S
Palace
Aidan Baker, Andrea Belfi und Erik Skodvin improvisieren sich auf »Palacer« in die unheimliche Verlangsamung des Seins.
Music Review | verfasst 29.06.2016
Djrum
Forgetting
»Forgetting« ist der Auftakt von Djrums kommender EP-Trilogie. Kaum ein Takt ähnelt dem anderen, der Spannungsbogen hält alles zusammen.
Music Review | verfasst 16.06.2016
Futers
U Get Me
Eine EP, die gleichzeitig Beitrag zur Rave-Geschichte ist wie sie eine Rave-Geschichte erzählt? Geht. Mit Futers’ »U Get Me«.
Music Review | verfasst 14.09.2015
Avalon Emerson
Shtum009
Auch bei Avalon Emerson gilt: In Klischees denken kannste vergessen. Zierliches ist von der zierlichen Produzentin nicht zu erwarten.
Music Review | verfasst 08.03.2016
Avalon Emerson
The Frontier
Avalon Emersons Techno klingt nicht wie Techno. Sondern nach Wüste und dem »Good Life«. Auf das steuert ihre EP »Whities 006« hin.
Music Review | verfasst 25.11.2016
Avalon Emerson
Narcissus in Retrograde
Avalon Emerson’s »Narcissus in Retrograde« dürfte den Liebhabern des Frontalen und denen, die sich gerne in Geräuschen verlieren, gefallen.
Music Liste | verfasst 12.10.2015
Avalon Emerson
12 Bay Area Favs
Wir fragen Musiker nach 10.. ähh 12 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie, diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal steuert die Produzentin und DJ Avalon Emerson eine persönliche Auswahl bei.
Music Review | verfasst 16.11.2016
Rider Shafique
I-Dentity
Rider Shafiques EP »I-Dentity« enthalt keine Hits, sie wird nicht im Club gespielt werden. Sie schaut dich aber fest an.
Music Review | verfasst 06.01.2015
Baaz
Red Souvenirs
»Red Souvenirs« ist das erste Album des im Kasseler Stammheim sozialisierten DJ und Produzenten Bastian Völker alias Baaz.
Music Review | verfasst 13.07.2016
Baaz
Untitled
Nachdem sein Debütalbum auf Storytelling setzte, entwickelt Baaz mit seiner neuen, unbetitelten EP noch mehr Definitionen von Deepness.
Music Review | verfasst 05.06.2014
Call Super
Depicta/Acephale II
Achtziger ade, Neunziger juchhee: Call Super baut auf »Depicta/Acephale II« die elektronische Musik des vorvergangenen Jahrzehnt nach.
Music Review | verfasst 15.09.2014
Call Super
Suzi Ecto
Auf »Suzi Ecto« arbeitet Joe Seaton mit Fieldrecordings, akustischen Elementen und digitalen Sounds. Spannend!
Music Review | verfasst 06.03.2017
Telephones
Vibe Remixes
Die süße Unschuld von Telephones’ Debütalbum wird auf den »Vibe Remixes« von Call Super und DJ Fett Burger eingestampft.
Books Review | verfasst 05.01.2014
Max Dax
Scooter - Always Hardcore
Der Journalist Max Dax hat ein völlig unkritisches Buch über Scooter veröffentlicht. Die dürfen ungehemmt und sinnfrei zu Wort kommen.
Music Kolumne | verfasst 21.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Was hatte 2011 musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und auch eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren.
Music Kolumne | verfasst 21.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Was hatte 2011 musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und auch eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren.
Music Kolumne | verfasst 23.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2011 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Liste | verfasst 19.12.2012
2012
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste.
Music Porträt
El Michels Affair
Wu-Chronicles
Acht Jahre nach »Enter The 37th Chamber« ist es für Leon Michels und El Michels Affair an der Zeit, die Shaolin-Kammer aus bombastischen Bläser-Sets und cinematoskopischer Mehrdeutigkeit wieder zu betreten. Ein Rückkehr im Zeichen des Wu.
Music Essay
Records Revisited #23
Squarepusher – Hard Normal Daddy (1997)
Squarepushers zweites Album war ein Schlag ins Musikverständnis seiner Fans. Zugleich ist es eine Antithese zur damals vorherrschenden Loungigkeit der elektronischen Musik. Denn hier ist Jazz mehr als nur schmückender Hochkulturverweis.
Music Liste
Piero Umiliani
12 Essentials
Er ist der letzte Maestro: Piero Umiliani wird oft in einer Reihe mit Nina Rota, Ennio Morricone oder Riz Ortolani genannt. Wir haben für euch zwölf für uns essentielle Alben zusammengestellt.
Music Porträt
Future Islands
Das gute Gewissen des Schlagers
Bier und Beständigkeit, das brauchen die Menschen. Deshalb gehen sie auf Future-Islands-Konzerte. Die beste Liveband der Welt war gefühlt schon immer da, tatsächlich aber nie mehr als jetzt. Das muss Gründe haben.
Music Porträt
New Record Labels #27
Blue Hour, Discom, Noorden/LL.M., Keller Flavour
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Blue Hour, Discom, Noorden/LL.M., Keller Flavour.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März 2017
Manche schielen Richtung Vernissage, andere nur auf den nächsten Big Mac: es war auch für die Releases im März schwer unseren Kolumnisten vollends zu überzeugen. Einige haben es doch geschafft, einmal ist sogar klar: für immer.
Music Interview
Cologne Tape
»Schwingt das Pendel zurück?«
Im Kölner Stadtteil Deutz rumort es schon seit längerem. Während der Kölner die östliche Rheinseite leicht verächtlich »Schäl Sick«, die falsche Seite, nennt, ist gemeinhin bekannt, dass von eben jener Seite interessante Musik kommt.
Music Interview
Mr Bongo Records
»Gute Musik, die die Menschen haben sollten«
»Stell dir vor, du wachst neben dieser einen Platte auf, die du schon ewig suchst.« Wir haben uns von Graham Luckhurst und Gareth Stephens von Mr Bongo etwas über das wohl dienstälteste Reissue-Label der Welt erzählen lassen.
Music Liste
Mr Bongo Records
10 Essentials
Mr Bongo legt seit über einem Jahrzehnt rare Schätze aus fernen Ländern neu auf. Gar nicht so einfach, da den Überblick zu bewahren. Deshalb haben wir für euch die zehn wichtigsten Releases des Labels zusammengestellt.
Music Interview
Jonwayne
No Headline
Jonwayne war relativ tief unten angekommen. Er hat viel zu erzählen – doch macht es nur ungern, den Medien sei nicht zu trauen. Wir durften Fragen stellen. Antworten gab es auch. Bis zu einem gewissen Punkt.
Music Kolumne
Records Revisited
The Notorious B.I.G. – Life After Death (1997)
Morgen wird Biggies »Life After Death« zwanzig Jahre alt. Ein bahnbrechendes Album. Vor allem weil es damals auf tragische Weise mit einer dem HipHop inhärenten fixen Idee brach.
Music Porträt
Slowy & 12 Vince
Heimliche Headliner
Ihre Liebe zu Graffiti prägt ihre Musik. Die Herangehensweise an beide Ausdrucksformen ist verschiedenen, doch das Ziel ist dasselbe: Wissen, man ist da gewesen. Jetzt wollen sie auch als Rapper Spuren hinterlassen.
Music Interview
Midori Takada
Innere Landschaften
Die Ausnahmepercussionistin Midori Takada gewährt uns einen Einblick in die Aufnahmen und Umstände Ihres Meisterwerks »Through The Looking Glass«, das jetzt von WRWTFWW Records in Kooperation mit Palto Flats wiederveröffentlicht wird.
Music Porträt
Clutchy Hopkins
Krieger, Mönch, MF Doom?
Könnte das jetzt 70s-Funk sein? Oder 90s-Hip-Hop-Beats? Zur Körperlosigkeit kommt die Zeitlosigkeit – Clutchy Hopkins ist ein gestaltlosen Medium. Aber wer ist er wirklich?
Music Porträt
Ibibio Sound Machine
Die Normalisierung des »Fremden«
Nigeria. Australien. London. HighLife, Afrobeat, und Psych. Ibibio Sound Machine machen Musik, die erstmal ›un-normal‹ erscheint. Eno Williams und Max Grundhard aber finden, dass dieser Sound 2017 längst das Gegenteil sein sollte: normal.
Music Porträt
New Record Labels #26
Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Parallel Berlin, Power Vacuum, Superfly und Super Rhythm Trax.
Music Interview
Mädness & Döll
Neben der Spur mit…
Wir begeben uns mit einem Künstler neben die Spur. Abseits von Ton- und Filmspuren bekommt ein Künstler von uns den Raum, über eine Leidenschaft zu sprechen, die (auf den ersten Blick) nichts mit seinem eigenen Schaffen zu tun hat.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Februar 2017
Auch im Februar setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Migos, Roc Marciano, Kingdom und Vermont.
Music Interview
Baba Zula
»Ob wir am Leben bleiben, ist die Frage«
Zum 20. Geburtstag der Istanbuler Psychedelic-Combo Baba Zula erschien deren Doppelalbum »XX«. Nach Feiern ist Bandleader Murat Ertel aber angesichts der Zustände in seinem Heimatland nicht zumute
Music Essay
Records Revisited
The Other People Place – Lifestyles Of The Laptop Café (2001)
Diese Tage erschien die Reissue des vielleicht zugänglichsten Albums aus dem Drexciya-Umfeld. Aber es beschrieb damals auch soziale Prozesse, die unserem Verlangen nach Identität im Wege standen. Und stehen.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: DJ Illegal of Snowgoons
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: DJ Illegal von den Snowgoons. Producer, ein Viertel der Snowgoons-Viertel, Vapiano-Fan, lebt in: München.
Music Porträt
New Record Labels #25
Bliq, Dub Disco, Ectotherm und Jazzaggression
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Bliq, Dub Disco, Ectotherm, Jazzaggression
Music Porträt
Sampha
Glaube an das Gegenteil
Nach Jahren als Erfüllungsgehilfe der großen Popmenschen hat Sampha nun seine Autobiografie fertig. Sie umfasst zehn Songs. Ohne den Tod wäre das Album nicht, was es ist. Vermutlich wäre es nicht einmal da.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar 2017
Auch im neuen Jahr setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Run The Jewels, Tornado Wallace und Fjaak.
Music Interview
Schnipo Schranke
Weil es halt scheiße ist
Authenthisch und gar nicht mal so optimistisch. Warum machen Schnipo Schranke eigentlich die Musik, die sie machen? Weil machens halt offensichtlich scheiße ist. Wir trafen Fritzi Ernst und Daniela Reis in St. Pauli.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
The xx – I See You
The xx sind zurück und zwar jeder Einzelne von ihnen. Das hört man stark. Ein Problem, finden unsere Kolumnisten. Sie finden aber auch: The xx sind bereit für das ganz Große. Aber das das gefühlt Kleine war halt früher so toll an denen…
Music Porträt
Bonobo
Stillness Is The Move
Bonobo macht Musik, zu der sich gut entspannen lässt. Das brachte ihm den Stempel »chill out« ein. Mit seinem sechsten Album zeigt er jetzt endgültig: dass man auch mit druckloser Musik etwas ausdrücken kann.
Music Interview
Bohren & The Club Of Gore
»Wenn die Töne viel Zeit und Raum haben«
Für viele sind sie Meister. Für viele sind sie langweilig. Für manche beides. Eines aber steht fest: niemand sonst klingt wie Bohren & The Club Of Gore. Im Spätherbst ’16 und im Winter ’17 sind nun drei Alben der Band neu erschienen.
Music Liste
16 Schallplatten,
die 15 Jahre Project: Mooncircle erklären
Wir starten das neue Jahr mit Glückwünschen. Project:Mooncircle ist 15 Jahre alt geworden. Seine beiden CEOs, Gordon und Malte, haben uns 16 Platten vorgestellt, anhand derer man die Label-Historie nachvollziehen kann.
Music Porträt
A Tribe Called Quest
Bewegte Legenden
A Tribe Called Quest legen nach 18 Jahren Quasi-Sendepause ein neues Album vor. Worin liegt der Zauber von »We Got It From Here … Thank You 4 Your Service«? Darin, dass die Band zurecht Legendenstatus genießt – und diesen nicht verwaltet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 12-inches
Was ist eine 12inch? Die Defintion ist schwammig, wir haben uns für Maxi-Singles und EPs entschieden. Damit standen wir vor einer unüberschaubaren Menge an Material – und haben uns für die 20 besten entschieden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Interview
Keine halben Sätze
Proband: Juju Rogers
Bald erscheint Juju Rogers neues Album. »LIT – Lost In Translation« hat er gemeinsam mit dem Produzenten Bluestaeb aufgenommen. Auch auf dem neuen Album stellt Rogers wieder große Fragen. Deshalb haben wir ihm nur einige kleine gestellt.
Music Bericht
Le Guess Who?
Ja, rate wer!
Wir haben in diesem Jahr das Le Guess Who?-Festival in Utrecht präsentiert. Und weil es schon so heißt wie es heißt, ist hier ein kleines Ratespiel. Welche Künstler haben wir gesehen?
Music Kolumne
Records Revisited
Autechre – Tri Repetae, 1995
Das dritte Album von Autechre ist ein Werk in mehreren Dimensionen. Es ist Befreiungsschlag, Meilenstein und Neudefinition eines ganzen Genres. Nicht zuletzt hat es eine ganze Generation nachfolgender elektronischer Musiker geprägt.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Danny Brown, NxWorries, Kassem Mosse und Uffe.
Music Porträt
Tim Maia
Die Wasserbombe
Er begründete eine Bewegung. Auch, wenn sein Triathlon auf der Couch stattfand: Whiskey, Joints und Kokain. Das ist die Geschichte Tim Maias, einem der einflussreichsten brasilianischen Musiker aller Zeiten.
Music Interview
Goldroger
My Latest Epiphany
Goldrogers Albumdebüt »Avrakadavara« handelt von magischen Transmutationsritualen und durchzechten Ecstasy-Nächten. Uns erzählte der Wahl-Kölner von einem Erweckungserlebnis der etwas anderen Art.