Music Kolumne | verfasst 15.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Text Florian Aigner, Philipp Kunze,

Jahresrückblick 2016 Es ist kein Geheimnis: die Re-Saturnisierung von Vinyl habt ihr primär euren Vätern zu verdanken, die sich dort zwischen lebensgroßem Andreas Bourani-Pappmaché und Ich+Ich-»Best-Ofs« immerhin noch einigermaßen geschmackssicher zum achten Mal »Beggar’s Banquet« kaufen und gleichzeitig dafür sorgen, dass euer auf 22 Stück limitiertes Calypsodronewavebliphouse-Whitelabel erst 2022 einen Termin im Presswerk bekommen hat.

Doch bei all dem First World-Gejammer über Record Store Day-Ungerechtigkeiten und der Fetischisierung von Vinyl als Deko-Gegenstand: so viele gute und jahrelang gewunschlistete Reissues wie 2016 gab es noch nie, vor allem nicht aus der sogenannten Peripherie. Alleine aus Afrika und Asien hätten wir locker 50 essentielle Platten nennen können, die in diesem Jahr wiederveröffentlicht wurden.

So fielen am Ende auf Grund dieser Obergrenze dutzende Platten unter den Tisch, die ihr eurem Vater mitbestellen solltet. Die verbliebenen wurden aber im patentierten wutdemokratischen Verfahren redaktionsintern als absolut unverzichtbar deklariert und in alphabetische Reihenfolge gebracht.

Abdou El Omari - Nuits d'ete LPFind it at hhv.de: LP Wie viele exotische Orgeln brauche ich noch? Das darf man sich schon mal fragen, wenn die Reissues aus Afrika mal wieder Geld- und Jutebeutel zu sprengen drohen. Die Antwort können wir nicht in aller Endgültigkeit geben, nur so viel: die hier brauchst du. Abdou El Omaris »Nuits d’Été« kommt mit mehr Staub, mehr Percussions und mehr Vocals als der Rest. Philipp Kunze
 

Aged in Harmony - You're A Melody 3x7"Find it at hhv.de: 3×7inch Ja, ja, Floatie wieder. Lässt auf seinem Reissue-Label lieber drei Siebenzoller für fast 30 Euro pressen, anstatt alles bequem auf eine Platte zu packen. Wer sich bei Aged in Harmonys »You’re A Melody« allerdings vong Geldbeutel und Bequemlichkeit leiten lässt, verpasst was. Zum einen natürlich den Themesong der Floating Points’schen Party-Reihe, aber auch eine wunderschöne Soulballade gen Ende. Florian Aigner
 

Arthur Verocai - s/tFind it at hhv.de: LP und CD Arthur Verocais selbstbetiteltes Debüt ist sowas wie »The Redeemer« unter den Reissues: jeder kennt es, jeder findet es geil, und trotzdem schmückt sich jeder gerne damit so von wegen Distinktionsmerkmal, so von wegen Ich hab’ Geschmack! Was hier auf nur knapp 30 Minuten passiert, ist aber auch von vorne bis hinten fantastisch. Instrumente, Genres, ein Album, das die ganze Zeit spielt, ohne dass man als Hörer dabei je abgeschüttelt würde. Philipp Kunze
 

Autechre - AmberFind it at hhv.de: Amber | Incunabula | Tri Repeat Die heilige Trias der Post-Techno-Ära revisited. Bevor Autechre sich großen Quatschigkeiten und zu viel Weed hingaben, kanalisierten Rob Brown und Sean Booth auf »Incunabula«, »Amber« und »Tri Repetae« die Enttäuschungen der ravenden Gesellschaft in düsterschwangeren Tönen, die trotzdem kräftig strahlten. Am grellsten auf »Amber«, diesem sich morphenden Poem über die Limitierungslosigkeit von Dub Techno. Es braucht eben doch nicht immer eine fünfstündige Platte für maximalen Transzendenzgewinn. Kristoffer Cornils
 

Beach Boys - Pet Sounds Find it at hhv.de: LP Wenn ein Song selbst durch ein BBC-All-Stars-Cast nicht zerstört werden kann und ein Album nach dem tausendsten Reissue nach Verstreichen eines halben Jahrzehnts (!) immer noch willkommen ist, müssen sich seine Macher weder um die Rentenvorsorge noch den Nachruhm Sorgen machen. »Pet Sounds« von The Beach Boys ist mehr als die auf Bach-Niveau verzahnte Schönheit von »God Only Knows« oder das cutesy Cover. Es bleibt ein definitives Meisterwerk vom Anfang der Popgeschichte, dessen Geschichte immer wieder neu erzählt und doch nie erschöpft wurde. Kristoffer Cornils
 

 Becker / Stegman / Zeumer - Ich Träume So Leise Von Dir Find it at hhv.de: LP Okay, den unangenehmen Slap Bass mussten wir ignorieren und auch über die traurige Tatsache hinwegsehen, dass es ein niederländisches Label, Music From Memory, brauchte, um diese Perle von Becker / Stegman / Zeumer aus Wuppertal aus den Archiven zu fischen. Instrumentals, die wie Porzellan-Delphine und geleckte Einhörner vor einem pinken Sonnenuntergang schimmern, und dazu Lyrik von Isabel Zeumer, die nach Aschenbecher und Lippenstift klingt, der sich schon mit Rotwein vollgesogen hat. Philipp Kunze
 

Bohren & Der Club Of Gore - Sunset MissionFind it at hhv.de: 2LP Die beste Jazz-Unterhaltung diesseits von Helge Schneider liefern immer noch Bohren & Der Club Of Gore. Große und vor allem betörend lange Gesten aus dem Geiste von Badalementis Grabgesängen, eine »Sunset Mission« ohne Wiederkehr. Wenn Traurigkeit in Verzweiflung umschlägt, hilft nur grotesk zu werden, sagte der Dichter Alfred Lichtenstein mal. So klingt die Musik dazu. Kristoffer Cornils
 

Boris - PinkFind it at hhv.de: 3LP Es gab Zeiten, in denen waren Boris besser als Musik an sich und »Pink« entstand genau in dieser Phase. Die Amps auf eleven, die Füße auf beiden Seiten des Bühnenrands und die Zunge wedelte in der Zugluft. Dazwischen Gitarrenflächen, die das vermutlich effektivste Heroin-Surrogat nach Methadon anboten oder Feedback-Noise, der die Tapete von den Wänden kratzte. Boris konnten damals alles und haben deswegen in rund 70 Minuten mal einfach alles gemacht. Unerreicht geblieben sind sie außerdem, ausdrücklich auch von sich selbst. Kristoffer Cornils
 

Caroline K - Now Wait For Last Year Find it at hhv.de: LP Dreiunddreißigkommaperiodedrei Prozent Krautrock-Sensibilität, dreiunddreißigkommaperiodedrei Prozent Industrial-Attitude, dreiunddreißigkommaperiodedrei Prozent reinster Eigensinn: Caroline K hat als (Ko-)Produzentin eine ganze Menge Alben zu dem gemacht, was sie heute sind und bis zu ihrem Tod im Jahr 2008 doch nur ein einziges selbst aufgenommen. »Now Wait For Last Year« wurde dieses Jahr von Blackest Ever Black und Klanggalerie – die es 2013 bereits auf CD gebrannt hatten – auf Vinyl geschnitten. Die denkbar sinnigsten Abschussrampen für diesen High-End-Depressionssound zwischen Weltflucht und -schmerz. Auf subtile und dauerhafte Art überwältigend, dieses Album. Ach so, der mikroskopische Rest übrigens ist reine Seele. Kristoffer Cornils
 

Chayell - It's Never Too HotFind it at hhv.de: LP Mal wieder eine dieser Singles, die erst von DJ Harvey für den Reissue-Markt interessant gemacht werden mussten. Chayells »It’s Never Too Hot« ist verschleppter Tropical New Beat aus – natürlich – Belgien, wie gemacht für einen Tolouse Low Trax Remix auf der großartigen B-Seite und das volle Balearen-Programm auf der A. Florian Aigner
 

Claude Rodap - Syn-KaFind it at hhv.de: LP Wem dieses von der unfehlbaren Invisible City Crew getragenen Soca- und Zouk-Revival manchmal zu wenig Kanten hatte, für den könnte Claude Rodaps »Syn-Ka« ein guter Ausgangspunkt sein. Nicht zu käsig, viel tropischer Fusion Funk, aber eben auch diese unverschämt leichtfüßigen karibischen Zupfgitarren und Hängematten-Feels, für alle, die dem offensichtlichen aus Prinzip nicht trauen. Florian Aigner
 

The Cosmic Jokers - s/tFind it at hhv.de: Blue Vinyl | Yellow Vinyl Manuel Göttsching (Ash Ra Tempel), Klaus Schulze (Tangerine Dream), Jürgen Dollase und Harald Grosskopf (beide Wallenstein), alle bei Produzent Dieter Dirks am jammen, LSD soll’s auch gegeben haben. Mehr braucht man eigentlich nicht zu wissen, um eine Ahnung davon zu bekommen, was auf »The Cosmic Jokers« abgeht. Philipp Kunze
 

Count Ossie - GrounationFind it at hhv.de: LP | CD Zum Halbjahr hatten wir noch die andere Count Ossie gelistet, jetzt ist es »Grounation«. Aber es trifft dieselbe Beschreibung zu: Mantrischer Gesang, Niyabinghi-Trommeln, dort ein Bläser, hier ein Örgelchen, mit seinen jazzigen Anleihen absolut revolutionär für den damaligen Reggae. Platte auflegen, Unkraut jähten, und hier und da eine Pause machen, um den »most high« anzubeten. Philipp Kunze
 

 Dashiell Hedayat - Obsolete Find it at hhv.de: LP Gong-ifizierter Psych-Folk mit Gainsbourgismen aus dem Jahr 1971, das Hippietum gerade noch so mitnehmend, aber schon allerhand weltliche Probleme spürend? Wir sind unten mit dir, Dashiell. Nicht nur weil Hunee neulich auf allen Kanälen multiple Orgasmen protokollierte als er »Long Song for Zelda« von Dashiell Heydayats letztem Album, »Obsolete«, entdeckte. Florian Aigner
 

DJ Screw - 3 N Da Mornin Find it at hhv.de: LP Ein Traum von mir: ich hänge mit Z-RO und irgendwelchen anderen Schnupfen-Boys auf DJ Screws Couch (no Danish design) ab und zocke Playstation. Screw geht wie immer mit Schlüssel schlafen und wacht zwei Tage nicht auf (Codein), weshalb die Schnupfen-Posse und ich eingesperrt bleiben und unseren Magen zwei Tage mit Chips zumüllen und unsere Seele mit heißen Playstation-Spielen. »3 in Da Morning« zu hören, kommt der Realisation dieses Traums noch am nächsten. Gab’s als Kassette, gab’s als CD, gibt’s jetzt endlich auch auf LP. Philipp Kunze
 

Dubsuite - EigenlebenFind it at hhv.de: LP Mit dem Release-Titel ist im Grunde schon alles gesagt, mit dem Projektnamen dann noch viel mehr. Dub als Suite, die in alle Richtungen treibt, sich wie eine mutierende KI am klanglichen Spektrum entlang morpht. »Eigenleben« wird zwar in der Vinyl-Versionen in zwei Hälften geschieden, der Dubsuite von Holger Flinsch und Martin Müller tat aber selbst das keinen großen Schaden an. Das würde der Algorithmus spielen, wenn du ihm das Wort »Klangfetischismus« diktiertest. Kristoffer Cornils
 

Gas - Box SetFind it at hhv.de: Vinyl Box Anders als die Jamaika-Sehnsüchtler von Basic Channel beziehungsweise Rhythm & Sound waren die Voigt Bros schon immer regional orientiert, sei es nun als Kölsche Frohnaturen oder Verwalter der deutschen Spätromantik. Wolfgang Voigts Gas-Projekt mit einer – kurz Luft holen – fucking 10-fach-LP-Box in den Himmel zu heben respektive sie dort zu beerdigen ist zwar knallerhaft idiotisch, letztlich aber die einzig logische Konsequenz eines Werks, das Ambient, Dub, Wagner und Techno mit einer Stringenz zusammen führte, die jahrhundertlang für sich stehen wird. Und sei’s auch nur, weil niemand jemals wieder so bescheuert sein wird. Never change, Wölfi. Kristoffer Cornils
 

Giuliano Sorgini - Zoo FolleFind it at hhv.de: LP Giuliano Sorgini hat viele Soundtracks gemacht, kaum einer scheint aber mit so viel Herzblut und getrieben von irren Ideen entstanden zu sein wie »Zoo Folle«, einem 1974 erschienenen wenig beachteten Plädoyer gegen Tierquälerei und generell mehr Geilness auf dem Planeten. »Jazz-Flute-Madness« steht hierzu auf Discogs, ach und ein Median von 523.67€. Normal. Florian Aigner
 

Haruomi Hosono - Cochin Moon Herber Rückschlag für zu spät gekommene Hosonoisten: natürlich war dessen 1978 erschienenes »Cochin Moon« auch 2016 wieder im Handumdrehen verschwunden und ohnehin nur in Japan zu beziehen. Das nervt, denn wer Hosono nur als Mitglied des Yellow Magic Orchestras kennt, bekommt hier im Minutentakt WTFs vorgesetzt: Indien als Inspirationsquelle zitierend, ist »Cochin Moon« weniger Futurismus denn akademisch verkleideter Klassik-Kitsch in der einen, verkopfter, aber groovender Proto-Warp-Rock in der anderen Sekunde. Meieieilenstein. Florian Aigner
 

Iannis Xenakis - Legend d’Ér Iannis Xenakis lernte während der griechischen Studentenaufstände hören, danach wurde er eigentlich nur zunehmend brutaler. »Legend d’Ér« agiert so dermaßen nah an der Unhörbarkeit, dass es alle Noise- und Industrial-Stränge nicht nur vorwegnahm, sondern geradezu überflüssig machte. Stochastische Angriffe aufs Trommelfell, please don’t try this at home. Da klingt selbst die domestizierte Version noch wie ein Angriff auf alle Knotenpunkte des Nervenzentrums. Kristoffer Cornils
 

J Dilla - Donuts Find it at hhv.de: 2LP Überflüssig, überhaupt noch etwas über J Dillas große Nahtodarbeiten zu schreiben. Begnügen wir uns also damit: Seine »Donuts« wecken gerade wegen ihrer Unvollständigkeit ein Verlangen nach mehr und sind dennoch selbst zehn Jahre danach noch so meilenweit voraus, dass immer nur der Respin bleiben wird. Dilla forever. Kristoffer Cornils
 

Jose Mauro - ObnoxiousFind it at hhv.de: LP Vom Militär verschleppt, in einem Verkehrsunfalls ums Leben gekommen, viel ist nicht bekannt über José Mauro. Zwei Alben gibt es von ihm, wobei das zweite, »A Viagem Das Horas« Outtakes vom ersten enthält. Dieses erste heißt »Obnoxious«. Ein rebellisches Album, ein Album, mit dem sich der junge Mauro aufgelehnt hat. Und das nicht so klingt. Stattdessen: schwerelose Arrangements, Rasseln, Streicher, kleine Geräusche, orchestraler Pomp und Intimität; die pure Leichtigkeit, Grashalm kauen und Frauen nachgucken, aber alles unter gewitterdunklem Himmel. Philipp Kunze
 

Lena Platonos - Sun MasksFind it at hhv.de: LP Zwischen all dem semigeilen Liebhaberkomplettierungsquatsch auf Josh Cheons Dark Entries-Label brillierte in diesem Jahr Lena Platonos’ »Μάσκες Ηλίου« alias »Sun Masks« mit unprätentiösem Avantgarde-Anspruch, der keineswegs im Griechenland des Jahres 1984 zu vermuten gewesen wäre. Da Vangelis allerdings zu der Zeit schon in London die Knöpfe schrubbte, nahm Platonos ein Album auf, das zwischen surrealer Poesie und elektronischem Geblubber mit 808-Taktung den perfekten Kompromiss fand und sich erstes seiner Zunft nennen durfte. Kristoffer Kornils
 

Mabrak - Drum TalkFind it at hhv.de: LP | CD Nach der Reissue von Dadawahs »Peace And Love« ist Mabraks »Drum Talk« die nächste essentielle Reggae-Neuauflage von Dug Out. Dubbig, hölzern, ätherisch; Musik, um nackt zu sein und die Natur als heilige Mutter zu verstehen. Philipp Kunze
 

Madlib - Shades Of BlueFind it at hhv.de: LP | CD Madlibs Können als Beatbastler und Something-Of-Everything-Konducta wird sich auf Ewigkeiten mit Geistesbruder J Dilla messen müssen, seine »Shades Of Blue« indes steht in Sachen Jazz-Worship-durch-die-Hip-Hop-Brille immer noch allein da. So sehr er vielleicht auch an der Coffeetablisierung dieses Ansatzes durch Ninja Tune und allem voran so ironielosen Bleichgesichtern wie Bonobo Mitschuld trägt: Madlibs Blue Note-Cut-Up ist in geschmacklicher Hinsicht weiterhin über jede epigonale Vergewolllüstigung erhaben. Kristoffer Cornils
 

Manuel Göttsching - E2-E4 Find it at hhv.de: LP Manuel Göttschings »E2-E4« ist der definitive missing link zwischen Steve-Reich-Minimalimus und Carl Craigs Detroit-Träumereien, eine merkwürdige Anomalie der Jam-Session-Geschichte obendrein. An einem Tag und quasi in einem Rutsch nahm der Ash Ra Tempel-Gitarrist ein Album auf, das selbst zu seinem 35-jährigen Jubiläum im Jahr 2016 irgendwas zwischen Tanzbegierden und Reflex-Munchies evozierte. Eine Platte, die nicht nur wichtig geworden, sondern auch geil geblieben ist. Kristoffer Cornils
 

Noel Ellis - s/tFind it at hhv.de: LP Fragen zu Noel Ellis selbstbetiteltem Album aus dem Jahre 1983 beantwortet direkt das Intro. Ein großer Reggae-Song, hymnisch und trotzdem mit einer mysteriösen Beschwertheit, die man selten so hört auf den etlichen Selassie-Anbetungs-Songs. Philipp Kunze
 

Marijata - Pat Thomas presents.. Find it at hhv.de: LP### Wer den Blog Voodoo-Funk verfolgt, der hat seit fünf Jahren Anlass, die Reissue von »Pat Thomas introduces Marijata« aus dem Jahre 1976 zu erwarten. Jetzt ist sie endlich da, die Neuauflage eines Albums, das nur so von Power strotzt. Grimmiger Funk, karibische Upfliftment-Vibes und durchaus auch Pop-Allüren. Peace-Zeichen treffen auf geballte Fäuste, Treibenlassen auf vorpreschende musikalische Wucht. Philipp Kunze
 

 Philippe Chany - Rive Gauche Find it at hhv.de: LP Was ich vor »Rive Gauche« nicht wusste: Das Einzige, was David Byrne für mich noch unantastbarer gemacht hätte, wäre eine echte Discoplatte gewesen. Auf Französisch. Glücklicherweise hat das Philippe Chany bereits 1983 erkannt. Florian Aigner
 

PIL - Second EditionFind it at hhv.de: LP Dub, Post-Punk, New Wave, leck’ mich am Fiedel, das ist so allmächtig, so groß, so dunkel, so einnehmend, gerade »Albatross« ist ein ess-en-tielles Stück Musik. Wer kein Bock, kein Geld, und kein Platz hat, sich eine Metallbox zu kaufen, der ist mit PILs »Second Edition« im Gatefold-Cover bestens bedient. Sollte man besitzen jedenfalls, in irgendeiner gottverdammten Form. Philipp Kunze
 

 Pink Floyd - Ummagumma Find it at hhv.de: 2LP | LP Wenn schon die Presswerke mit weithin erhältlichen Platten verstopfen, dann zumindest mühsam neu gemasterte Pink Floyd-Alben aus ihrer Prä-Stadion-Mid-Barfuß-Phase. Die geilste davon ist ohne Frage das Live-Album »Ummagumma«, deren Overall-Brontalität sowohl auf dem Front- wie auf dem Back-Cover schon genug bewiesen wäre und zuzüglich mit »Set The Controls For The Heart Of The Sun« die beste Live-Version des besten je von LCD Soundsystem zitierten Song ever bietet. Preis naja, Leistung ja. Wenn du nicht bereits, dann musst du jetzt. Kristoffer Cornils
 

Plaza Hotel - Bewegliche ZieleFind it at hhv.de: LP Gescrewter Post-Punk mit DAF- und Can-Beteiligung? Plaza Hotels »Bewegliche Ziele« ist quasi das inoffizielle Salon des Amateurs-Testimonial und jetzt endlich wieder erhältlich. Bitte immer mindestens auf -8 spielen. Florian Aigner
 

Raja Zahr - Drums Of LibanonFind it at hhv.de: 12inch Erster Gedanke zu Raja Zahrs »Drums Of Lebanon«: Geil, endlich eine Platte bei der man brünftige Tanzflurbewegungen als ekstatisches Schlangenbeschwörungsritual verkaufen kann. 1980, Libanon, Flöten-Madness und Drum-Geklöppel, Schranz für Menschen mit String-Regalen. Und da dachte ich kurz, ich hätte schon alles gehört. Florian Aigner
 

Rolf Trostel - Two FacesFind it at hhv.de: LP Im ersten Moment dürfte »Two Faces« vor allem durch »It Is War In Europe« auffallen, einem von Samo DJ editierten und in John Talabots sehr bekannter DJ Kicks verewigten, elegischen Stück, das hinter all der vordergründigen dystopischen Verstimmung elegant barockes Handwerk mit Cut-Up-Techniken verbindet. Dabei ist auch der Rest von »Two Faces« eine Offenbarung, von den beiden anderen Rolf Trostel-Alben, die ebenfalls über Bureau B wiederveröffentlicht wurden, ganz zu schweigen. Florian Aigner
 

Sir Waziri Oshomah & His Traditional Sound Makers - Volume 3Find it at hhv.de: LP Selten jemanden gehört, der Highlife so zurückhaltend denkt wie Sir Waziri Oshomah & His Traditional Sound Makers. »Volume 3« war ein spätes aber ein großes Highlight dieses Jahr. Vier Stücke bloß, alle geil, alle ähnlich, komplett durchhörbar, einmal, zweimal, dreimal am Stück. Philipp Kunze
 

 Hareton Salvanini - SP73 Find it at hhv.de: LP Wieder Brasilien, wieder unfassbar musikalisch. Als »A lesser-known Arthur Verocai« bepressetextet Mr. Bongo Harteon Salvanini, Grund genug sich die Finger hiernach zu lecken. »S.P./73« ist ein wunderschönes Album, grobkörnig, vignettiert, kleinkammrig und großartig arrangiert. Philipp Kunze
 

Plain White Record SleeveFind it at hhv.de: Sexedelic | Psychedelic Dance Party Ein typischer Jess Franco-Moment: nichts passiert, nichts passierte, nichts wird je passieren, und trotzdem zoomt die Kamera dramatisch zum Close-Up auf ein, meistens weibliches, Gesicht. »Sexedelic« und »Psychedelic Dance Party« sind Manfred Hübler and Siegfried Schwabs Soundtracks zu einem solchen Moment bzw. Musik, die in gleich drei 70er B-Movies des Kultregisseurs verwendet wurde: »Vampyros Lesbos«, »The Devil Came From Akasava«, »She Killed In Ecstasy«. Weirder, unangepasster und manchmal auch unhörbares und lächerliches Zeug, mit den entsprechenden Bildern im Kopf. Wichtiges Material aber. Philipp Kunze
 

Shadow - Sweet Sweet DreamsFind it at hhv.de: LP Bald ist nichts mehr übrig auf meiner Wunschliste, so wahnwitzig wie sich die Spirale gerade dreht. Als nächstes also Shadow und »Sweet Sweet Dreams«, eine legendär teure Soca-Platte, deren größter Hit »Let’s Get It Together« zwar oft genug in Edit- oder Bootleg-Form bezogen werden konnte, aber weil hier mitgedacht wurde, kompensiert man das einfach, in dem mit »D’Hardest« gleich der nächste Beta-Unblocker für Record Fairer als Bonus Track inkludiert wurde. Irre. Florian Aigner
 

Source Direct - The Crane Find it at hhv.de: 12inch Zwischen all den Retro-Breaks und Metalheadz-Revivals (big up, Goldie MBE!) des Jahres 2016 sorgte(n) Source Direct per 20-Jahres-Jubiläums-Auflage für Atemwegsverengungen bei all denjenigen, die neben zwei Ohren und einem Herz auch paranoide Wahnvorstellungen vorweisen können. Wichtig allein schon weilwegen Drum’n’Bass darf nicht den Erstsemesterpartys für Agrarwissenschaftler überlassen werden. »The Crane« ist das Wappentier im Kampf gegen die Egalwerdung eines ganzen Genres. Kristoffer Cornils
 

Susumu Yakota - Sakura Find it at hhv.de: LP+CD Dass nach dem traurigen Tod Susumu Yokotas im letzten Jahr in diesem die Presswerke den Betroffenheitskaufbedürfnissen zuarbeiten würden: leider vorhersehbar, leider überfällig. »Sakura« ist ein barockes Eklektro-Ambient-Album aus der Sakamoto-Schule für gefühlige Understatement-Genies, eine Platte also, die den Groschen langsam sacken lässt, idealer Weise an teeverhangenen Sonntagnachmittagen mit Platzregen vor den bejalousienten Fensterscheiben. Kristoffer Cornils
 

Suzanne Ciani - Buchla Concerts 1975Find it at hhv.de:LP Diodendiva Suzanne Ciani gewann in diesem Jahr ein One-Way-Ticket aus dem Obskuritätenkabinett der Musikgeschichte, das sie direkt ins Scheinwerferlicht der Frickelcommunity katapultierte. Bonuspunkte gab es einerseits für die spulige Kollaboration mit der eigenen Erbverwalterin Kaitlyn Aurelia Smith und andererseits für die Neuauflage der »Buchla Concerts 1975«, mit welcher Ciani lässig mit 40 Jahren Abstand alle Fetischpraktiker der Bleep’n’Blop-Szene auf die letzte Bank zum Nachsitzen verwies. Kristoffer Cornils
 

The System - Almost GrownFind it at hhv.de: 12inch In einer gerechteren Welt ist »Almost Grown« so groß wie »It’s My Life«, »Don’t You Want Me« oder »Close To Me« und The System verlangen 2016 auf ihrer fünften Reunion-Tour sportliche 95 Euro pro Stehplatz. Warum es anders lief, erklären vielleicht die anderen Songs auf dieser EP, ebenfalls großartig, aber so verschroben, dass dieses Stück 80s-Pop-Historie vor diesem Jahr nur im Red Light Records / Music From Memory-Umfeld kanonisiert wurde. Zumindest für uns gerade noch rechtzeitig. Florian Aigner
 

 Telefon Tel Aviv - Fahrenheit Fair Enough Find it at hhv.de: LP Wenige Album aus der Digitalisierungsfrühphase um die Jahrtausendwende klingen heutzutage noch ernsthaft ernstnehmbar, »Fahrenheit Fair Enough« allerdings macht die Ausnahme. Als musikalischer mixed bag zwischen Post-Rock-Vibes, Post-IDM-Geklöppel und flirrenden Shoegaze-Reminiszenzen mit voll authentischem Gitarrengeklimper ist Telefon Tel Avivs Erstling auch ein verstorbenes Gründungsmitglied und 15 Jahre später erneut eine Wohltat angesichts der Bosheit der Welt. Kristoffer Cornils
 

 Terrence Dixon - From The Far Future Find it at hhv.de: 2LP+7inch Terrence Dixon verabschiedete sich vor Jahren per Facebook-Post vom Musikbusiness und hustelte in den Folgejahren wieder so hart wie eh und je, soll heißen härter als die meisten anderen aus The D. Die Neuauflage seiner Debüt-LP »Far From The Future« zeigte eine fast vergessene und weniger verbissene Seite Dixons, der damals schon im Loop einen Ersatzgott gefunden und noch nicht alle Hoffnung verloren hatte. Ein bouncendes, bockiges Biest, voller Liebe für das Kommende. Genie ist eben auch nur Tragik in Spiegelschrift. Kristoffer Cornils
 

This Heat - Deceit Find it at hhv.de: LP Die großen Verstörungstheoretiker in den Zeiten nach Punk waren nicht die glatt gebürsteten Mancunians von Joy Division, sondern die trockenen fresh outta art school Londoner von This Heat. Während mit deren selbstbetitelten Album sowie Drummer Charles Bullens Lifetones-Projekt noch andere Feinheiten der zerstörungslüsternen Post-Punk-Ära griffbereit gemacht wurden, ist die Neuauflage von »Deceit« die eindringlichste Erinnerung daran, dass This Heat auch 35 Jahre später immer noch Lichtjahre voraus sind. Kristoffer Cornils
 

 V.O.-  Mashisa Find it at hhv.de: LP Ich hätte ja gerne Kunzes Gesicht gesehen, als er gezwungen wurde für diese Liste in V.O.s »Mashisha« reinzuhören. Kontextbefreit und ohne DJ-Set-Einbettung schmeckt die – nach »Disco Illusion« vielleicht bisher am hysterischsten erwartete Invisible City Platte – vermutlich tatsächlich wie Baklava in Red Bull aufgelöst. Keiner aber dieser gefühlt hundert launigen tropischen Boogie-Dinger konnte dieses Jahr im richtigen Moment eine glückliche in eine selige Crowd verwandeln wie dieser südafrikanische Fund aus dem Jahr 1990. Florian Aigner
 

Vivien Goldman - Resolutionary (Songs 1979-1982) Find it at hhv.de: LP Zeitgleich zu den Kollegen This Heat (siehe oben) brachte Vivien Goldman Punk mit Dub zusammen, wie es zu dieser Zeit kaum andere schaffen. Ihre Musikkarriere ließ sich nach »Launderette« unbegreiflicher Weise hinter sich und konzentrierte sich stattdessen aufs Schreiben oder darauf, mit den geilsten Menschen des Universums herumzuhängen oder nebenbei Beinahenamensvetterin Westwood in Sachen Outfit zurück auf die Erstsemesterparty zu schicken. Geilheit wird auf der Vivien Goldman-Skala gemessen und neben »Resolutionary« tummelte sich wenig über der Nullergrenze. Kristoffer Cornils
 

Yasuaki Shimizu - Kakashi Derweil das letzte Mariah-Album 2016 in die dritte und letzte Neuauflagenrunde ging und die Welt immer noch gespannt auf ein angedeutetes Reissue von Midori Takadas »Through The Looking-Glass« wartet, wurde aus derselben Suppe neben Aragons selbstbetitelter LP zumindest Yasuaki Shimizus »Kakashi« verfügbar gemacht, wenngleich auch nur für kurze Zeit. Ein Meisterwerk im Konjunktiv: Hätte, würde, könnte, sollte eigentlich auf dem Curriculum jedes ehrbaren Bildungssystems ganz oben stehen. Dennoch ist das hier Musik, die niemals irgendwer hätte erfinden können – und die trotzdem genauso passiert ist. Kristoffer Cornils
 

 Yishak Banjaw - Love Songs Volume 2 Find it at hhv.de: LP Obacht! Bevor hier jemand den inneren Jürgen Elsässer in sich entdeckt und irgendwas von wegen nicht noch ein äthiopisches Casio-Dudel-Album nölt: »Love Sounds Vol.2« ist anders. Also ok, eigentlich nicht wirklich, aber weil Yishak Banjav diese 1986 eingespielten One Takes auch mit dezenten synthetischen Drums vermengt, ist der vom Pressetext sinngemäß zusammengesponnene imagine Hailu Mergia doing Cold Wave – Quatsch gar nicht so absurd wie angenommen. Florian Aigner
 

Zyx - Trust No WomanFind it at hhv.de: LP Es bleibt unmöglich, Dark Entries-Komplettist zu sein und gleichzeitig noch einer geregelten Arbeit und/oder einem gesunden Sozialleben nachzugehen, aber manchmal wird diese Nachlässigkeit auch bestraft. So hätten wir beinahe ZYX’ »Trust No Woman« übersehen, eines der besten Wave-Alben, die dort bisher wiederveröffentlicht wurden und das auch dank seines dadaistischen Charmes und rhythmischen Minimalismus’ vollkommen zeitlos klingt. Ach ja und entspannt euch: der Titeltrack ist Kunscht, nicht Proto-Breitbart. Florian Aigner
 

Hier haben wir euch eine Übersicht über die Reissues des Jahres in unserem Webshop zusammengestellt.
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Yancey Boys
Sunset Blvd.
Sunset Blvd. ist ein uninspiriertes, ein miserables Album, das allenfalls für hartgesottene Dilla-Chronisten zu ertragen sein sollte.
Music Review | verfasst 20.07.2007
Yesterday's New Quintet
Yesterday's Universe: Prepare For A New Yesterday (Volume One)
Madlib kehrt Yesterday’s New Quintet den Rücken, denkt sich weitere Musikercharaktere aus und veröffentlicht ein neue jazzige Musik.
Music Review | verfasst 26.08.2007
Madlib
Beatkonducta Vol. 3 & 4
Was man ungefähr erwarten kann, wenn sich Madlib in Indien austobt ist Straight outta Ghanges. Groß, wie immer.
Music Review | verfasst 20.06.2011
Madlib + Frank Nitt
Madlib Medicine Show #9: Nittyville
Mit Verzögerung erscheint der bereits für September 2010 vorgesehene neunte Teil der Medicine Show. Das Warten hat sich nicht gelohnt.
Music Review | verfasst 01.12.2011
M.E.D.
Classic
Medaphoar ist in der Vergangenheit v.a. durch seine Gastauftritte bei anderen Künstlern aufgefallen. Nun ist sein Solodebüt erschienen.
Music Review | verfasst 09.01.2012
Madlib
Medicine Show Volume 12 & 13 - Filthy Ass Remixes
Madlib setzt mit Medicine Show 12+13 Filthy Ass Remixes vorerst einen Schlusstrich unter die kontrovers diskutierte Reihe.
Music Review | verfasst 17.01.2014
Madlib
Rock Konducta Part 1
Auf »Rock Konducta Part 1« versammelt der Loop Digga Madlib seine besten Beats seit langem.
Music Review | verfasst 21.03.2014
Freddie Gibbs & Madlib
Piñata
Seit der ersten EP fieberte man auf das erste gemeinsame Album von Freddie Gibbs und Madlib hin. Hat sich definitiv gelohnt.
Music Review | verfasst 20.08.2014
Madlib
Rock Konducta Part 2
Rock around the world und clock zum Zweiten. Madlib bleibt auf Rock Konducta Part 2 genauso vorhersehbar wie gut.
Music Review | verfasst 26.11.2015
MED, Blu & Madlib
Bad Neighbor
Auf »Bad Neighbor« kommen nicht nur MED, Blu und Madlib zusammen. Das Klassentreffen wird noch ergänzt durch MF Doom, Oh No oder Aloe Blacc.
Music Review | verfasst 06.06.2010
Guilty Simpson & Madlib
OJ Simpson
Madlib-Fans haben ihren Spaß an kollagenhafter Beatbastelei, dem Rest bleibt Simpsons »straight-from-the-gutter« Rapstil vorbehalten.
Music Kolumne | verfasst 15.06.2011
Aigners Inventur
Mai 2011
Irgendetwas stimmt diesen Monat nicht. Was sich im Mai zur Kaffeefahrt verabredete, war im Schnitt älter als der AC Mailand. Und das ausgerechnet im Monat nach Goblin. Quo vadis, Mai?
Music Bericht | verfasst 16.10.2012
Madlib & J Rocc
Live am 11.10. im Festsaal Kreuzberg
Es ist schwer zu sagen, was schief laufen muss, wenn man in einem bis zum Anschlag gefüllten Festsaal Kreuzberg einer hiphop-affinen Meute Madlib vorsetzt und eigentlich nichts passiert.
Music Review | verfasst 12.04.2013
The 49 Americans
We Know Nonsense
Das Label Staubgold beschert sich zum 15. Geburtstag mit den Re-Releases dieser in Vergessenheit geratenen Supergroup des kruden Pop.
Music Review | verfasst 31.10.2014
Ensamble Polifonico Vallenato/Sexteto La Constelación de Colombia
Fiesta, Que Viva La
»Fiesta, Que Viva La« zeigt die musikalische Vorgeschichte der Band Meridian Brothers, dessen musikalischer Kopf Eblis Álvarez ist.
Music Review | verfasst 16.01.2015
Klangwart
Transit
»Transit«, die neue Platte von Klangwart, klingt organisch, kraftvoll und energiegeladen.
Music Review | verfasst 04.02.2015
Dennis Young
Reel to Real
Bei Liquid Liquid war Dennis Young für die Perkussion und das Marimbaspiel zuständig. »Reel To Real« zeigt seine Soloarbeiten aus der Zeit.
Music Review | verfasst 23.02.2015
Kammerflimmer Kollektief
Désarroi
Mit »Désarroi« lehnt sich das Trio aus Karlsruhe in puncto Experimentierfreude aus dem Fenster wie noch nie zuvor.
Music Review | verfasst 11.05.2015
Liebezeit Mertin
Akşak
Die Percussionisten Jaki Liebezeit und Holger Mertin gehen auf »Akşak« orientalischen Grooves nach.
Music Review | verfasst 28.05.2015
The Cocoon
While The Recording Engineer Sleeps
Deutschlands heimliche Jazzlegende Gunter Hampel und seine Mitmusiker feiern als The Cocoon ihr 30jähriges Bandjubiläum.
Music Review | verfasst 30.10.2015
The Schwarzenbach
Nicht Sterben. Aufpassen.
Der Autor Dietmar Dath und das Kammerflimmer Kollektief kommen als The Schwarzenbach zusammen und mahnen: »Nicht Sterben. Aufpassen.«
Music Review | verfasst 20.01.2016
Family Fodder
Sunday Girls (Director's Cut)
Die experimentierfreudige Unbeschwertheit von Family Fodder, ihr unverbrauchter Witz sind so dringend nötig wie eh und je.
Music Review | verfasst 03.06.2016
Telebossa
Garagem Aurora
Telebossa bieten auf »Garagem Aurora« eine minimalistische Interpretation der brasilianischen Bossa-Tradition an.
Music Review | verfasst 06.10.2016
Rolf Trostel
Two Faces
Rolf Trostel machte Anfang der 1980er Jahre Musik am Synthesizer. Sein Album »Two Faces«ist soeben bei Bureau B wieder erschienen.
Music Review | verfasst 11.11.2016
Raja Zahr
Drums Of Lebanon
Wieder eine Platte die an den Grundfesten des eurozentristischen Popdiskurses rüttelt: Fortuna veröffentlicht Raja Zahrs »Drums Of Lebanon«.
Music Review | verfasst 15.07.2016
Arthur Verocai
Arthur Verocai
Ein Wunder des multipolaren Pop: Arthur Verocais Debüt von 1972 ist wieder auf Schallplatte erhältlich.
Books Review | verfasst 07.12.2016
Jim Fusilli
Pet Sounds
Das wäre natürlich nicht gegangen: 50 Jahre »Pet Sounds« ohne größere Würdigung. Jim Fusilis Band aus der Reihe »33 1/3« hilft aus.
Music Review | verfasst 19.09.2016
Kaitlyn Aurelia Smith & Suzanne Ciani
Sunergy
Für die neueste Ausgabe der FRKWYS-Reihe auf Rvng Intl fanden sich Kaitlyn Aurelia Smith und Suzanne Ciani zusammen.
Music Review | verfasst 22.05.2011
Various Artists
West Indies Funk
Nach Disc’O’Lypso gelingt dem Label Trans Air eine weitere hervorragende Zusammenstellung karibischer Klänge.
Music Review | verfasst 27.08.2011
Various Artists
West Indies Funk 2
Das Label Trans Air präsentiert einen weiteren Fund an raren Funkaufnahmen von den westindischen Inseln.
Music Review | verfasst 18.01.2012
Various Artists
Wheedle's Groove - Seattle's Finest in Funk und Soul 1965-1979
Light In The Attic legt jetzt eine Box mit zehn 7inches nach, die den Funk und Soul in Seattle in den Jahren 1965 bis 1979 beleuchtet.
Music Review | verfasst 09.07.2014
Lewis
L'Amour
Auf einem Flohmarkt taucht die Platte »L’Amour« eines Künstlers namens Lewis auf. Nun erscheint das Re-Release bei Light In The Attic.
Music Review | verfasst 01.12.2014
Sly Stone
I'm Just Like You: Sly’s Stone Flower 1969 -1970
Mit »I’m Just Like You: Sly’s Stone Flower 1969 -1970« muss man Sly Stone einfach wiederentdecken.
Music Review | verfasst 02.12.2016
Various Artists
The Microcosm: Visionary Music Of Continental Europe 1970-1986
Music for Feierabendeskapismus: Die New Age-Visionen des europäischen Kontinents liefern dank Light In The Attic den Weltfluchsoundtrack.
Music Review | verfasst 23.12.2011
Jean-Claude Vannier
Electro-Rapide
Jean-Claude Vannier ist einer der einflussreichsten und dennoch am wenigsten bekannten französischen Songwriter.
Music Review | verfasst 01.02.2013
Various Artists
Man Chest Hair
Es röhrt, brummt und knallt wie man das von motorisierten Musikliebhabern mit Brustpelz und Bierfahne erwarten kann.
Music Review | verfasst 11.07.2014
Bruno Nicolai
The Case Of The Bloody Iris
Kultig zwar, aber durchwachsen. Die Filmmusik »The Case Of The Bloody Iris« von Bruno Nicolai, kann nur zum Teil ohne die Bilder überzeugen.
Music Review | verfasst 16.12.2014
Emerald Web
Whispered Visions
Finders Keepers hat das zweite Album des musizierenden Ehepaares Emerald Web, »Whispered Visions«, wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 19.12.2014
Various Artists
Science Fiction Park Bundesrepublik
MIt der Compilation »Science Fiction Park Bundesrepublik« hat Felix Kubin erneut hörenswerte DIY-Musik der 1980er Jahre zusammengestellt.
Music Review | verfasst 02.01.2015
Jane Weaver
The Silver Globe
Mit Jane Weavers »The Silver Globe« kommt eines der schönsten Pop-Alben des Jahres aus Liverpool.
Music Review | verfasst 02.09.2015
Ami Shavit
In Alpha Mood
»In Alpha Mood« von Ami Shavit war 1977 das wahrscheinlich erste elektronische Album aus Israel. Es wurde nun wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 11.02.2016
Stabat Stable
Ultrissima On The Junk's Moon
Nischenmusik: »Ultrissima On The Junk’s Moon« von Stabat Stable bezieht ihren Reiz aus ihrer Historizität.
Music Review | verfasst 07.06.2016
Jean-Bernard Raiteaux
Les Démons O.S.T.
Lesbensex im Mittelalter: Der B-Movie »Les Démons« ließ nichts anbrennen. Schöner noch schwelt der Soundtrack von Jean-Bernard Raiteaux.
Music Review | verfasst 09.06.2016
Bruno Spoerri
Langstraße zwischen 12 und 12
Eine Schatztruhe gefüllt mit brillanten Instrumentalpassagen: zu Bruno Spoerris Musik zum Film »Langstraße zwischen 12 und 12« von 1972.
Music Review | verfasst 24.10.2016
Kema
Alle Sorgenti delle Civilità
Giulia Alessandroni veröffentlichte als Kema nur zwei Platten. Jetzt wurden sie als »Alle Sorgenti delle Civilità« neu aufgelegt.
Music Porträt | verfasst 21.02.2011
Gruff Rhys
Ein Pelztier lässt es schäumen
Gruff Rhys kennt man als Sänger der walisischen Band Super Furry Animals. Seine dritte Solo-LP Hotel Shampoo, greift vor allem die soft-psychedelische Seite seiner Stammband auf, welche die Caribou- und MGMT-Rezeptur um Jahre vorwegnahm.
Music Liste | verfasst 06.10.2016
patten
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nehmen sich die Londoner patten der Aufgabe an.
Music Review | verfasst 24.09.2013
Tropic Of Cancer
Restless Idylls
Aus Post-Rock, Ambient und Dream-Pop baut Tropic Of Cancer ein Album rund um stoisch ertragene Trauer.
Music Review | verfasst 07.11.2016
Carla dal Forno
You Know What It's Like
Was Carla dal Forno auf ihren Debüt »You Know What It’s Like« macht, das wäre in den 1980er Jahren als Sound von Berlin durchgegangen.
Music Review | verfasst 03.11.2016
Ashtray Navigations
To Make A Fool Ask, And You Are The First
So herausfordernd und einnehmend wie »To Make A Fool Ask, And You Are The First« ist, werden Ashtray Navigations wieder ihr Publikum finden.
Music Porträt | verfasst 04.12.2015
Blackest Ever Black
Im Wendekreis des Bierdeckels
Blackest Ever Black ist mehr als nur düstere Musik. Eigensinnige Klangexperimente treffen darin auf einen visuellen Gestaltungswillen. Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums blickt der Labelgründer Kiran Sande auf seine Anfänge zurück.
Music Kolumne | verfasst 21.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Was hatte 2011 musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und auch eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren.
Music Kolumne | verfasst 21.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Was hatte 2011 musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und auch eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren.
Music Kolumne | verfasst 23.12.2011
Jahresrückblick 2011
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2011 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Liste | verfasst 19.12.2012
2012
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste.
Music Liste | verfasst 19.12.2012
2012
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
So unterschiedlich wie lange nicht mehr waren die musikalischen Höhepunkte des Jahres. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 2 der Liste.
Music Liste | verfasst 17.12.2012
2012
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2012 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Liste | verfasst 21.12.2012
2012
Die Texte des Jahres
Nachdem wir euch die besten Platten und Videos des Jahres präsentiert haben, soll es hier darum gehen, wie das musikalische Jahr kontextualisiert und begleitet wurde: In unseren Vinyl-Charts und einer Nachlese des Mags.
Music Kolumne | verfasst 09.12.2013
2013
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2013 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Kolumne | verfasst 11.12.2013
2013
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Es war ein richtig gutes Jahr für alle Musikconnaisseure. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Kolumne | verfasst 12.12.2013
2013
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Es war ein richtig gutes Jahr für alle Musikconnaisseure. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 2 der Liste…
Music Kolumne | verfasst 16.12.2013
2013
Die Texte des Jahres
Nachdem wir euch die besten Platten und Videos des Jahres präsentiert haben, soll es hier darum gehen, wie das musikalische Jahr kontextualisiert und begleitet wurde: In unserer Nachlese aus den Magazintexten dieses Jahres.
Music Liste | verfasst 15.12.2014
2014
Die 50 Alben des Jahres (Teil 2)
Dieses Jahr war es schwer wie selten, sich auf 50 Alben zu reduzieren. Viele Newcomer und viele Comebacker haben das Jahr bestimmt. Und immer wieder und in allen Genres wurde am Sound der Zukunft geschraubt. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Liste | verfasst 17.12.2014
2014
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos 2014 stellen wir euch die Musikvideos vor, die uns in Erinnerung geblieben sind.
Music Liste | verfasst 10.12.2015
Jahresrückblick 2015
Die 50 Alben des Jahres
Wir haben ein-, um- und aussortiert. Am Ende stehen die für uns besten/wichtigsten Alben des Jahres. Bei unsere Auswahl haben wir gemerkt: Sie sagen auch etwas darüber aus, wie das Jahr 2015 für uns war.
Music Essay | verfasst 20.01.2016
Jahresrückblick 2015
Am Ende der Echtzeit
Die Welt fühlte sich 2015 zunehmend realer an. Ganz im Gegenteil die Pop-Musik: Sie war so künstlich wie nie zuvor. Wir blicken auf ein Jahr, in dem das Unechte zur Gewohnheit wurde und nur noch eines so richtig echt blieb: die Sehnsucht.
Music Kolumne | verfasst 08.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Kolumne | verfasst 07.12.2016
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Kolumne | verfasst 12.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 20 12-inches
Was ist eine 12inch? Die Defintion ist schwammig, wir haben uns für Maxi-Singles und EPs entschieden. Damit standen wir vor einer unüberschaubaren Menge an Material – und haben uns für die 20 besten entschieden.
Music Porträt | verfasst 03.11.2016
Tim Maia
Die Wasserbombe
Er begründete eine Bewegung. Auch, wenn sein Triathlon auf der Couch stattfand: Whiskey, Joints und Kokain. Das ist die Geschichte Tim Maias, einem der einflussreichsten brasilianischen Musiker aller Zeiten.
Music Review | verfasst 04.05.2015
Elektro Guzzi
Circling Above
Elektro Guzzi demonstrieren sie auf »Circling Above«, dass sie im Studio auch längere Strecken mühelos bewältigen können.
Music Review | verfasst 09.11.2015
rRoxymore
Tautologies
rRoxymore wiederholt sich auf »Tautologies« nicht nur, sie wiederholt sich außerdem noch. Schlimm ist das aber nicht.
Music Review | verfasst 05.07.2016
KUF
Gold
KUF sind auf ihrem zweiten Album »Gold« das Buffet der Musik: 12 mal (re-)kombinieren sich hier Leckereien unterschiedlichen Geschmacks.
Music Review | verfasst 20.09.2016
Elektro Guzzi
Clones
Elektro Guzzi zählte einmal zu den Vorreitern der akustischen Techno-Produktion. Mit »Clones« wurde der ursprüngliche Ansatz aufgeweicht.
Music Interview
Baba Zula
»Ob wir am Leben bleiben, ist die Frage«
Zum 20. Geburtstag der Istanbuler Psychedelic-Combo Baba Zula erschien deren Doppelalbum »XX«. Nach Feiern ist Bandleader Murat Ertel aber angesichts der Zustände in seinem Heimatland nicht zumute
Music Essay
Records Revisited
The Other People Place – Lifestyles Of The Laptop Café (2001)
Diese Tage erschien die Reissue des vielleicht zugänglichsten Albums aus dem Drexciya-Umfeld. Aber es beschrieb damals auch soziale Prozesse, die unserem Verlangen nach Identität im Wege standen. Und stehen.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: DJ Illegal of Snowgoons
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: DJ Illegal von den Snowgoons. Producer, ein Viertel der Snowgoons-Viertel, Vapiano-Fan, lebt in: München.
Music Porträt
New Record Labels #25
Bliq, Dub Disco, Ectotherm und Jazzaggression
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Bliq, Dub Disco, Ectotherm, Jazzaggression
Music Porträt
Sampha
Glaube an das Gegenteil
Nach Jahren als Erfüllungsgehilfe der großen Popmenschen hat Sampha nun seine Autobiografie fertig. Sie umfasst zehn Songs. Ohne den Tod wäre das Album nicht, was es ist. Vermutlich wäre es nicht einmal da.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar 2017
Auch im neuen Jahr setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Run The Jewels, Tornado Wallace und Fjaak.
Music Interview
Schnipo Schranke
Weil es halt scheiße ist
Authenthisch und gar nicht mal so optimistisch. Warum machen Schnipo Schranke eigentlich die Musik, die sie machen? Weil machens halt offensichtlich scheiße ist. Wir trafen Fritzi Ernst und Daniela Reis in St. Pauli.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
The xx – I See You
The xx sind zurück und zwar jeder Einzelne von ihnen. Das hört man stark. Ein Problem, finden unsere Kolumnisten. Sie finden aber auch: The xx sind bereit für das ganz Große. Aber das das gefühlt Kleine war halt früher so toll an denen…
Music Porträt
Bonobo
Stillness Is The Move
Bonobo macht Musik, zu der sich gut entspannen lässt. Das brachte ihm den Stempel »chill out« ein. Mit seinem sechsten Album zeigt er jetzt endgültig: dass man auch mit druckloser Musik etwas ausdrücken kann.
Music Interview
Bohren & The Club Of Gore
»Wenn die Töne viel Zeit und Raum haben«
Für viele sind sie Meister. Für viele sind sie langweilig. Für manche beides. Eines aber steht fest: niemand sonst klingt wie Bohren & The Club Of Gore. Im Spätherbst ’16 und im Winter ’17 sind nun drei Alben der Band neu erschienen.
Music Liste
16 Schallplatten,
die 15 Jahre Project: Mooncircle erklären
Wir starten das neue Jahr mit Glückwünschen. Project:Mooncircle ist 15 Jahre alt geworden. Seine beiden CEOs, Gordon und Malte, haben uns 16 Platten vorgestellt, anhand derer man die Label-Historie nachvollziehen kann.
Music Porträt
A Tribe Called Quest
Bewegte Legenden
A Tribe Called Quest legen nach 18 Jahren Quasi-Sendepause ein neues Album vor. Worin liegt der Zauber von »We Got It From Here … Thank You 4 Your Service«? Darin, dass die Band zurecht Legendenstatus genießt – und diesen nicht verwaltet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 12-inches
Was ist eine 12inch? Die Defintion ist schwammig, wir haben uns für Maxi-Singles und EPs entschieden. Damit standen wir vor einer unüberschaubaren Menge an Material – und haben uns für die 20 besten entschieden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Interview
Keine halben Sätze
Proband: Juju Rogers
Bald erscheint Juju Rogers neues Album. »LIT – Lost In Translation« hat er gemeinsam mit dem Produzenten Bluestaeb aufgenommen. Auch auf dem neuen Album stellt Rogers wieder große Fragen. Deshalb haben wir ihm nur einige kleine gestellt.
Music Bericht
Le Guess Who?
Ja, rate wer!
Wir haben in diesem Jahr das Le Guess Who?-Festival in Utrecht präsentiert. Und weil es schon so heißt wie es heißt, ist hier ein kleines Ratespiel. Welche Künstler haben wir gesehen?
Music Kolumne
Records Revisited
Autechre – Tri Repetae, 1995
Das dritte Album von Autechre ist ein Werk in mehreren Dimensionen. Es ist Befreiungsschlag, Meilenstein und Neudefinition eines ganzen Genres. Nicht zuletzt hat es eine ganze Generation nachfolgender elektronischer Musiker geprägt.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Danny Brown, NxWorries, Kassem Mosse und Uffe.
Music Porträt
Tim Maia
Die Wasserbombe
Er begründete eine Bewegung. Auch, wenn sein Triathlon auf der Couch stattfand: Whiskey, Joints und Kokain. Das ist die Geschichte Tim Maias, einem der einflussreichsten brasilianischen Musiker aller Zeiten.
Music Interview
Goldroger
My Latest Epiphany
Goldrogers Albumdebüt »Avrakadavara« handelt von magischen Transmutationsritualen und durchzechten Ecstasy-Nächten. Uns erzählte der Wahl-Kölner von einem Erweckungserlebnis der etwas anderen Art.
Music Porträt
Katie Gately
Die Errungenschaften der Menscheit
Katie Gately definiert Fortschritt als den Weg zwischen A und B. Ihre Karriere verlief keineswegs geradlinig, ihr Album »Color« ist Pop und Chaos zugleich. Mit wenig Mitteln und viel Aufwand will sie uns eins sagen: Du bist nicht allein.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Nicolas Jaar - Sirens
Nicolas Jaar veröffentlicht nach fünf Jahren sein zweites Studioalbum. Unsere Autoren haben sie sich gemeinsam angehört und sich dabei nicht nur gefragt: ist das jetzt eher Tarkovsky oder Milky Chance?
Music Liste
Acid Arab
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich das Produzententeam Acid Arab der Aufgabe an.
Music Liste
patten
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nehmen sich die Londoner patten der Aufgabe an.
Music Interview
Entweder Oder
Entscheider: Doz9
»Untergrund und grundlos Pleite«, Doz9 und Torky Torks Geist haben sich unseren sinneserweiternden »Entweder Oder«-Fragen gestellt. Also: Crack am Kotti oder Crystal Meth in Brandenburg?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Nick Cave, Travi$ Scott, Zomby und M.I.A.
Music Porträt
Ka
»Always Been Conflicted«
Ka ist tagsüber Feuerwehrmann. Nachts: Rapper. Dass er in dieser Doppelfunktion Trigger Happy-Polizisten als das benennt, was sie sind, empörte die Klatsch-Presse. Anerkennung wäre die richtige Reaktion gewesen.
Music Interview
Machinedrum
»Musik ist eine Form des Heilens«
Heilung bei weit über 130 bpm? Ist möglich, denkt Travis Stewart. »Human Energy« entstand in L.A., da sind Esoterik, Wurzeln und heiße Steine nicht weit. Wir sprachen mit dem Produzenten über sein neues Leben – und sein neues Album.
Music Liste
Mndsgn
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Mndsgn der Aufgabe an.
Music Liste
Jan Jelinek
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Jan Jelinek der Aufgabe an.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2016
Zurück aus der Sommerpause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month, dieses Mal derer zwei und mit Platten von Vince Staples,Gonjasufi und Der Coup.
Music Porträt
FloFilz
Idylle jenseits der Cloud
Schlafzimmer-Studio, Soundcloud, HipHop: FloFilz Rahmenbedingungen hätten ihn auch zu einem Cloud-Rap-Produzent machen können. Dass er das nicht wurde, könnte daran liegen, dass ihn wolkenlose Himmel dafür zu sehr inspirieren.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Frank Ocean's »Blond«
Vier Jahre lang hat Frank Ocean sein neues Album angeteast, zurückgezogen, und das Spiel so lange wiederholt, bis beim Release von »Blond« alle eh erstmal sofort befriedigt waren. Aber ist »Blond« so groß wie das Drumherum?
Music Porträt
The Dwarfs Of East Agouza
Space Is Only Noise
Der Nil entspringt in Ruanda, tief aus Afrika kommend mündet er im Mittelmeer. Ein Fluss, um den sich endlose Mythen ranken. Nur an seinem Ufer konnte »Bes« entstehen. Eines der bisher besten Alben des Jahres.
Music Liste
Die 24 besten
Reissues des Jahres (bis jetzt)
Keine Compilations, sonst eigentlich alles. 24 Reissues, die aus dem redaktionsinternen, wutdemokratischen Verhandlungen als absolut unabdingbar herauskamen. Dann in Texte gegossen und alphabetisch sortiert.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The Avalanches, MC Bomber, Blood Orange und Mala.
Music Interview
Abra
Turnt Up Art Kid
Abra hat das Talent, das Charisma, und die Erscheinung, um eine große Figur des Pop zu werden. Gleichzeitig ist sie absonderlich genug, um von Spotify-Verweigeren verehrt zu werden. Lange war sie für viele nur eines: zu absonderlich.
Music Porträt
Jazzland Recordings
Bloß nicht zu amerikanisch klingen
Auf den ersten Blick nicht zu vereinende Welten musikalisch zusammenprallen zu lassen, war seit jeher ein Antrieb von Bugge Wesseltoft. Vor 20 Jahren gründete er Jazzland Recordings und auch da geht es in erster Linie um Unerhörtes.