Music Porträt | verfasst 22.12.2016
A Tribe Called Quest
Bewegte Legenden
A Tribe Called Quest legen nach 18 Jahren Quasi-Sendepause ein neues Album vor. Worin liegt der Zauber von »We Got It From Here … Thank You 4 Your Service«? Darin, dass die Band zurecht Legendenstatus genießt – und diesen nicht verwaltet.
A%20tribe%20called%20quest%20pic

»Fuck Compton!« Die 1991er Kampfansage des New Yorker MCs Tim Dogs war eher frustriert als erbaulich – und ging mehr oder minder sang- und klanglos unter. Kein Wunder: Seinerzeit war eben der kalifornische Gangsta Rap-Entwurf der Sound der Stunde. Losgelöst von der Rap-Szene der US-Ostküste setzte man in und um Los Angeles eher auf George Clinton als auf James Brown, klang nach endlos ausufernder Party und propagierte dabei ein high life in low places. Koks und Nutten inklusive. Aufgehend im American Dream, durchgesetzt mit Waffengewalt. Eine Opfer-der-Umstände-Haltung wurde ad acta gelegt, vielmehr war es angesagt, sich als Täter der Umstände zu inszenieren. Die Werte von Hip-Hops alter Schule und die geistige Haltung der Zulu Nation wurden derweil vergessen. Wenn nicht sogar negiert.

Derweil auf der gegenüberliegenden Küste, in New York City: Public Enemy sind angesagt. Sie predigen afroamerikanischen Separatismus und wütende Selbstermächtigung, vorgetragen auf Beat-Brettern, bei denen der Funk sich schon mal dem Noise unterordnet. »Wenn es deiner Frau gefällt, dann ist es noch nicht richtig«, formulierte Hank Shocklee, der maßgeblich am Sound von Public Enemy mitwirkte, rückblickend den angewandten Ansatz – im Scherz zwar, aber Ernst war es ihm damit schon.

Eine junge Generation New Yorker Rapper wollte allerdings sehr wohl den Frauen gefallen – und ihnen dabei auf Augenhöhe begegnen. Sie hielten ebenfalls die Afrozentrismus-Fahne hoch, nur wurden unter ihrer Flagge keine militanten Phrasen gedroschen. Nicht nur Rap-Chronisten wissen Bescheid: Die Rede ist vom Native Tongues Movement. Der Rap dieser Bewegung griff den Spirit der Zulu Nation auf, wollte open minded, vor allem aber positive minded sein. Einer der prominentesten Vertreter dieser lose verknüpften Crew sind A Tribe Called Quest.

A Tribe Called Quest, das sind in ihrer ursprünglichen Besetzung vier junge Männer aus St. Albans, Queens: die MCs Q-Tip, Phife Dawg, Jarobi White sowie DJ Ali Shaheed Muhammad. Als Rap-Act stachen sie von Beginn an heraus. Ihre fünf Alben, die sie in den 1990er Jahren aufgenommen haben, bereicherten die Szene mit freshen Sounds und einem ungewöhnlichen Tonfall, der einerseits die Straße im Blick hatte, seine bürgerlichen Wurzeln aber nie verleugnete. Q-Tip als besonnener Denker und Phife Dawg als unbefangener Quatschmacher bildeten das lyrische Zentrum, dessen Dynamik von seiner Gegensätzlichkeit lebte.

Beim Beat-Bauen glänzten sie derweil nicht nur durch Jazz-Eklektizismus, sondern auch dadurch, dass sie Musiker wie Ron Carter zu sich ins Studio holten. Die Worte Jazz Rap oder Acid Jazz waren damals noch gar nicht erfunden. Nicht umsonst hat sich die wöchentliche experimentelle Hip-Hop Club Night »Low End Theory«, die seit zehn Jahren in Los Angeles den Ton angibt, nach dem zweiten Album von A Tribe Called Quest benannt.

Immer noch dieselbe Dringlichkeit
Nun ist all das aber lange her. A Tribe Called Quest gibt es seit 30 Jahren, seit 18 Jahren ist aber kaum etwas passiert, wenn man mal von einem Dokumentarfilm und ihren routinierten, aber halbherzigen Festival-Engagements absieht. Dass sie mit mit »We Got It From Here … Thank You 4 Your Service« plötzlich wie aus dem Nichts aus der Versenkung zurückkehrten, ist alleine schon eine Sensation. Das Album selbst ist auch eine. Weil es deutlich mehr ist als eines dieser uninspirierten Alterswerke, mit denen sich die Stars der Vergangenheit noch mal ihre Rentenkasse aufbessern wollen. »We Got It« will keinen Status verwalten, es ist ganz und gar ein Werk der Gegenwart, das versucht, neu macht, zerstört und aufbaut. Trotzdem kratzt nicht nicht an ihrem musikalischen Vermächtnis, es rundet es zum Finale hin sogar noch mal ab. Alleine schon, weil es mit derselben Dringlichkeit nach vorn prescht, die auch ihr glorreiches Frühwerk auszeichnet.

Dringlich war ihnen dabei nicht nur die Möglichkeit, sich zwischen »Black Lives Matter« und »Make America Great Again« zu positionieren. Denn ausgerechnet der Tod redete noch ein Wörtchen über die Entstehung von »We Got It From Here … Thank You 4 Your Service« mit. »We Got It« prescht mit derselben Dringlichkeit nach vorn, die auch ihr glorreiches Frühwerk auszeichnet. Phife Dawg verstarb diesen März an den Spätfolgen seiner Diabetes – unvermittelt, aus heiterem Himmel. Was durchaus die letzte Möglichkeit sein sollte, nochmals seine gemeinsame Sicht auf den Status Quo zu formulieren, war plötzlich gefährdet, in seinen Grundfesten erschüttert. Q-Tip und Co. brachten die begonnene Arbeit (die ersten Aufnahmen für das Album entstanden bereits 1995) einem Ende, das sowohl ihnen als Band als auch Phife Dawg als Freund ein würdiges Denkmal setzt. Verklärung gibt es nämlich nicht, eher Lösungsansätze – so gut sie eben sein können angesichts kompromissloser Tragik.

Mitgeschrieben hat Phife Dawg an fast allen der 16 Songs – zu hören ist er noch auf sieben. Seine Lücken versuchen nun andere zu schließen, eben Q-Tip und Jarobi selbst, tatkräftig im Studio unterstützt von alten Weggefährten wie Busta Rhymes und Consequence sowie von prominenten Befürwortern wie Kanye West, Kendrick Lamar, Talib Kweli, Jack White und, ja, tatsächlich, Elton John.

Ein ungetrübter Blick nach vorne versus Missstände und letzte Instanzen also, alles über live eingespielte Instrumente: Ist die Qualität von »We got it from Here … Thank You 4 Your Service« einem alten Erfolgsrezept zu verdanken? Nicht ganz: Man merkt dem Album deutlich an, was seine Urheber bewegt – und das ist weit mehr als der unerwartete Tod eines geliebten Menschen. Die Zeit ging auch sonst nicht spurlos an A Tribe Called Quest vorüber. Anstatt sich aber auszuruhen und aus dem Ohrensessel alte Formeln zu beschwören, zeigen sich Q-Tip und Co. recht angriffslustig in ihrer Besonnenheit. In die Take-it-easy-Haltung der Vergangenheit hat sich Zynismus geschlichen, Paranoia sich mit den positive vibrations gepaart, einhergehend mit geschickt gekleideter Agitation, weswegen einige das Album gar als erste Protestplatte der Ära Trump betrachten – was gar nicht mal so abwegig ist.

Daneben gibt’s aber noch eine weitere Sache, mit der A Tribe Called Quest herausstechen: Sie sind nicht nur sie selbst, sondern immer auch Band geblieben, ein Gefüge mit klaren Konturen, Ecken und Kanten – etwas, dass es, obwohl oft kopiert, kein zweites Mal gibt. Insofern sind sie und ihr neues, finales Album ein Beleg dafür, dass man im heutigen Rap Game auch ohne kurzlebige Hypes und aktuell angesagte Hit-Produzenten Furore machen kann. Es ist auch in einer hyperindividuellen Welt noch möglich, unverkennbar einzigartig zu sein. Dass es für diesen Eindruck mitunter Leute aus der alten Garde bedarf: Geschenkt. Danke dafür!

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Film Review | verfasst 16.12.2011
A Tribe Called Quest
Beats, Rhymes & Life: Travels Of ATCQ
Eine Dokumentation über A Tribe Called Quest zeigt, wie es anfing, wieso die Band zerbrach und wie es in Zukunft weiter gehen könnte.
Music Review | verfasst 23.12.2016
A Tribe Called Quest
We Got It From Here … Thank You For Your Service
Mit ihrem sechsten Album ist es A Tribe Called Quest tatsächlich gelungen an ihre stärkste Phase zwischen 1989 und 1993 anzukmüpfen.
Music Kolumne | verfasst 08.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Review | verfasst 08.05.2012
Santigold
Master Of My Make-Believe
Santigold ist als Künstlerin gewachsen, hat genau in die Spur gefunden, die exakt auf dem Nerv des Zeitgeistes liegt.
Music Review | verfasst 01.06.2007
Zeph & Azeem
Rise Up
Auf Zephs abwechslungsreichen Instrumentals macht Azeems Zunge Yoga: das Debüt des Duos aus San Francisco macht Spaß.
Music Review | verfasst 03.04.2007
DJ Vadim
The Soundcatcher
Das fünfte Album des nimmermüden DJ Vadim ist einmal mehr ganz großes Kino.
Music Review | verfasst 15.04.2007
Various
OM HipHop Volume 1
Das in San Francisco ansässige Label OM Records setzt mit ihrer neuen Compilation die Ansprüche hoch
Music Review | verfasst 25.05.2007
Sa-Ra Creative Partners
The Hollywood Recordings
Das ist die erste Sa-Ra-Review, die ohne die Attribute »unique«, »innovativ« und »next-level« auskommt.
Music Review | verfasst 08.05.2007
Lifesavas
Gutterfly
Ein weiterer Beitrag zum Thema »Blaxploitation als Samplequelle«: Livesavas veröffentlichen ein richtig gutes Album.
Music Review | verfasst 02.01.2007
Various
The Best Of Lewis Recordings
Die Briten von Lewis Recordings, Heimat von Edan, beehren uns mit einer interessanten Labelschau
Music Review | verfasst 02.12.2010
2Mex
My Fanbase Will Destroy You
Zwei Jahre hat er sich für »My Fanbase Will Destroy You« Zeit genommen. Ungewöhnlich lange für 2Mex.
Music Review | verfasst 05.11.2010
7L & Esoteric
1212
Erstmals seit 2006 gibt’s das Gespann 7L & Esoteric wieder auf Albumlänge. Die Ansage: 12 Tracks, die alle als 12inch taugen sollen.
Music Review | verfasst 08.11.2010
Celph Titled & Buckwild
Nineteen Ninety Now
»Nineteen Ninety Now« transportiert den Vibe der 1990er Jahre perfekt in die Jetztzeit.
Music Review | verfasst 18.11.2010
Atmosphere
To All My Friends / Blood Make The Blade Holy
Eine Doppel-EP, die die Zeit bis zum nächsten offiziellen Album überbrücken soll.
Music Review | verfasst 02.11.2010
Breez Evahflowin
As He Goes On...
Breez Evahflowin hört auf. Zum Abschied gibt er seinen Fans ein reflektiertes, ehrliches und erwachsenes Album.
Music Review | verfasst 22.10.2010
FS Green & Full Crate
Hi-Hat Club 5: Eggs And Pancakes
Die Stärke besteht in Bassläufen, die ausgewählte Samples dezent in den Hintergrund rücken.
Music Review | verfasst 30.11.2010
Kanye West
My Beautiful Dark Twisted Fantasy
Kanye West besinnt sich auf seine alte Stärken, besinnt sich auf große Popmomente und geht damit wieder ein, zwei Schritte nach vorne.
Music Review | verfasst 19.11.2010
Intalek & Ritchcraft
Lives And Vibes
Perfektes Zusammenspiel: Ritchcraft erschafft einen warmen, elektrolastigen Sound, Intaleks frischer und gelassener Flow rundet ab.
Music Review | verfasst 24.09.2010
Professor Green
Alive Till I'm Dead
Ein Album samt selbstironischer Anspielungen auf das Musikbusiness, das irgendwo zwischen den Stühlen von HipHop und Mainstream-Pop Platz.
Music Review | verfasst 10.11.2010
Shad
TSOL
Im Vergleich mit Drake das spannendere kanadische Exportgut, das die Nische zwischen Common, Blu und Talib Kweli ebenbürtig ausfüllt.
Music Review | verfasst 12.11.2010
U-N-I
A Love Supreme 2.0
Von Hipster-Rap und Gangstarap sind U-N-I genausoweit entfernt. A Love Supreme zählt zu den besseren Hip-Hop-Platten des Jahres.
Music Review | verfasst 10.11.2010
Various Artists
The Moon Comes Closer
Jinna Morocha hatte den Wunsch zum Mond zu reisen und fand in Project: Mooncircle den geeigneten Partner.
Music Review | verfasst 10.03.2007
Evidence
The Weatherman LP
Weniger Nostalgie, mehr Risikofreude, ohne die klassizistische Nische zu verlassen: Evidence-Haten ist wieder uncool geworden.
Music Review | verfasst 10.05.2007
Sage Francis
Human The Death Dance
Sage Francis zeigt sich abwechlungsreich bis widerspenstig. Von Stand Up Comedy oder Slam Poetry, über E-Gitarren bis hin zu HipHop-Standards.
Music Interview
Baba Zula
»Ob wir am Leben bleiben, ist die Frage«
Zum 20. Geburtstag der Istanbuler Psychedelic-Combo Baba Zula erschien deren Doppelalbum »XX«. Nach Feiern ist Bandleader Murat Ertel aber angesichts der Zustände in seinem Heimatland nicht zumute
Music Essay
Records Revisited
The Other People Place – Lifestyles Of The Laptop Café (2001)
Diese Tage erschien die Reissue des vielleicht zugänglichsten Albums aus dem Drexciya-Umfeld. Aber es beschrieb damals auch soziale Prozesse, die unserem Verlangen nach Identität im Wege standen. Und stehen.
Music Kolumne
Keine halben Sätze
Proband: DJ Illegal of Snowgoons
Wir geben den Anfang des Satzes vor, unser Interviewpartner ergänzt diesen dann in seinem Sinne. Diesmaliger Proband: DJ Illegal von den Snowgoons. Producer, ein Viertel der Snowgoons-Viertel, Vapiano-Fan, lebt in: München.
Music Porträt
New Record Labels #25
Bliq, Dub Disco, Ectotherm und Jazzaggression
Jeden Monat stellen wir euch Labels vor, die neu bei uns im Shop vertreten sind und/oder deren Entdeckung sich lohnt. Die Auserwählten diesmal: Bliq, Dub Disco, Ectotherm, Jazzaggression
Music Porträt
Sampha
Glaube an das Gegenteil
Nach Jahren als Erfüllungsgehilfe der großen Popmenschen hat Sampha nun seine Autobiografie fertig. Sie umfasst zehn Songs. Ohne den Tod wäre das Album nicht, was es ist. Vermutlich wäre es nicht einmal da.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar 2017
Auch im neuen Jahr setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Run The Jewels, Tornado Wallace und Fjaak.
Music Interview
Schnipo Schranke
Weil es halt scheiße ist
Authenthisch und gar nicht mal so optimistisch. Warum machen Schnipo Schranke eigentlich die Musik, die sie machen? Weil machens halt offensichtlich scheiße ist. Wir trafen Fritzi Ernst und Daniela Reis in St. Pauli.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
The xx – I See You
The xx sind zurück und zwar jeder Einzelne von ihnen. Das hört man stark. Ein Problem, finden unsere Kolumnisten. Sie finden aber auch: The xx sind bereit für das ganz Große. Aber das das gefühlt Kleine war halt früher so toll an denen…
Music Porträt
Bonobo
Stillness Is The Move
Bonobo macht Musik, zu der sich gut entspannen lässt. Das brachte ihm den Stempel »chill out« ein. Mit seinem sechsten Album zeigt er jetzt endgültig: dass man auch mit druckloser Musik etwas ausdrücken kann.
Music Interview
Bohren & The Club Of Gore
»Wenn die Töne viel Zeit und Raum haben«
Für viele sind sie Meister. Für viele sind sie langweilig. Für manche beides. Eines aber steht fest: niemand sonst klingt wie Bohren & The Club Of Gore. Im Spätherbst ’16 und im Winter ’17 sind nun drei Alben der Band neu erschienen.
Music Liste
16 Schallplatten,
die 15 Jahre Project: Mooncircle erklären
Wir starten das neue Jahr mit Glückwünschen. Project:Mooncircle ist 15 Jahre alt geworden. Seine beiden CEOs, Gordon und Malte, haben uns 16 Platten vorgestellt, anhand derer man die Label-Historie nachvollziehen kann.
Music Porträt
A Tribe Called Quest
Bewegte Legenden
A Tribe Called Quest legen nach 18 Jahren Quasi-Sendepause ein neues Album vor. Worin liegt der Zauber von »We Got It From Here … Thank You 4 Your Service«? Darin, dass die Band zurecht Legendenstatus genießt – und diesen nicht verwaltet.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 12-inches
Was ist eine 12inch? Die Defintion ist schwammig, wir haben uns für Maxi-Singles und EPs entschieden. Damit standen wir vor einer unüberschaubaren Menge an Material – und haben uns für die 20 besten entschieden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Interview
Keine halben Sätze
Proband: Juju Rogers
Bald erscheint Juju Rogers neues Album. »LIT – Lost In Translation« hat er gemeinsam mit dem Produzenten Bluestaeb aufgenommen. Auch auf dem neuen Album stellt Rogers wieder große Fragen. Deshalb haben wir ihm nur einige kleine gestellt.
Music Bericht
Le Guess Who?
Ja, rate wer!
Wir haben in diesem Jahr das Le Guess Who?-Festival in Utrecht präsentiert. Und weil es schon so heißt wie es heißt, ist hier ein kleines Ratespiel. Welche Künstler haben wir gesehen?
Music Kolumne
Records Revisited
Autechre – Tri Repetae, 1995
Das dritte Album von Autechre ist ein Werk in mehreren Dimensionen. Es ist Befreiungsschlag, Meilenstein und Neudefinition eines ganzen Genres. Nicht zuletzt hat es eine ganze Generation nachfolgender elektronischer Musiker geprägt.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Danny Brown, NxWorries, Kassem Mosse und Uffe.
Music Porträt
Tim Maia
Die Wasserbombe
Er begründete eine Bewegung. Auch, wenn sein Triathlon auf der Couch stattfand: Whiskey, Joints und Kokain. Das ist die Geschichte Tim Maias, einem der einflussreichsten brasilianischen Musiker aller Zeiten.
Music Interview
Goldroger
My Latest Epiphany
Goldrogers Albumdebüt »Avrakadavara« handelt von magischen Transmutationsritualen und durchzechten Ecstasy-Nächten. Uns erzählte der Wahl-Kölner von einem Erweckungserlebnis der etwas anderen Art.
Music Porträt
Katie Gately
Die Errungenschaften der Menscheit
Katie Gately definiert Fortschritt als den Weg zwischen A und B. Ihre Karriere verlief keineswegs geradlinig, ihr Album »Color« ist Pop und Chaos zugleich. Mit wenig Mitteln und viel Aufwand will sie uns eins sagen: Du bist nicht allein.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Nicolas Jaar - Sirens
Nicolas Jaar veröffentlicht nach fünf Jahren sein zweites Studioalbum. Unsere Autoren haben sie sich gemeinsam angehört und sich dabei nicht nur gefragt: ist das jetzt eher Tarkovsky oder Milky Chance?
Music Liste
Acid Arab
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich das Produzententeam Acid Arab der Aufgabe an.
Music Liste
patten
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nehmen sich die Londoner patten der Aufgabe an.
Music Interview
Entweder Oder
Entscheider: Doz9
»Untergrund und grundlos Pleite«, Doz9 und Torky Torks Geist haben sich unseren sinneserweiternden »Entweder Oder«-Fragen gestellt. Also: Crack am Kotti oder Crystal Meth in Brandenburg?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Nick Cave, Travi$ Scott, Zomby und M.I.A.
Music Porträt
Ka
»Always Been Conflicted«
Ka ist tagsüber Feuerwehrmann. Nachts: Rapper. Dass er in dieser Doppelfunktion Trigger Happy-Polizisten als das benennt, was sie sind, empörte die Klatsch-Presse. Anerkennung wäre die richtige Reaktion gewesen.
Music Interview
Machinedrum
»Musik ist eine Form des Heilens«
Heilung bei weit über 130 bpm? Ist möglich, denkt Travis Stewart. »Human Energy« entstand in L.A., da sind Esoterik, Wurzeln und heiße Steine nicht weit. Wir sprachen mit dem Produzenten über sein neues Leben – und sein neues Album.
Music Liste
Mndsgn
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Mndsgn der Aufgabe an.
Music Liste
Jan Jelinek
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Jan Jelinek der Aufgabe an.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2016
Zurück aus der Sommerpause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month, dieses Mal derer zwei und mit Platten von Vince Staples,Gonjasufi und Der Coup.
Music Porträt
FloFilz
Idylle jenseits der Cloud
Schlafzimmer-Studio, Soundcloud, HipHop: FloFilz Rahmenbedingungen hätten ihn auch zu einem Cloud-Rap-Produzent machen können. Dass er das nicht wurde, könnte daran liegen, dass ihn wolkenlose Himmel dafür zu sehr inspirieren.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Frank Ocean's »Blond«
Vier Jahre lang hat Frank Ocean sein neues Album angeteast, zurückgezogen, und das Spiel so lange wiederholt, bis beim Release von »Blond« alle eh erstmal sofort befriedigt waren. Aber ist »Blond« so groß wie das Drumherum?
Music Porträt
The Dwarfs Of East Agouza
Space Is Only Noise
Der Nil entspringt in Ruanda, tief aus Afrika kommend mündet er im Mittelmeer. Ein Fluss, um den sich endlose Mythen ranken. Nur an seinem Ufer konnte »Bes« entstehen. Eines der bisher besten Alben des Jahres.
Music Liste
Die 24 besten
Reissues des Jahres (bis jetzt)
Keine Compilations, sonst eigentlich alles. 24 Reissues, die aus dem redaktionsinternen, wutdemokratischen Verhandlungen als absolut unabdingbar herauskamen. Dann in Texte gegossen und alphabetisch sortiert.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The Avalanches, MC Bomber, Blood Orange und Mala.
Music Interview
Abra
Turnt Up Art Kid
Abra hat das Talent, das Charisma, und die Erscheinung, um eine große Figur des Pop zu werden. Gleichzeitig ist sie absonderlich genug, um von Spotify-Verweigeren verehrt zu werden. Lange war sie für viele nur eines: zu absonderlich.
Music Porträt
Jazzland Recordings
Bloß nicht zu amerikanisch klingen
Auf den ersten Blick nicht zu vereinende Welten musikalisch zusammenprallen zu lassen, war seit jeher ein Antrieb von Bugge Wesseltoft. Vor 20 Jahren gründete er Jazzland Recordings und auch da geht es in erster Linie um Unerhörtes.