Music Interview | verfasst 11.01.2017
Bohren & The Club Of Gore
»Wenn die Töne viel Zeit und Raum haben«
Für viele sind sie Meister. Für viele sind sie langweilig. Für manche beides. Eines aber steht fest: niemand sonst klingt wie Bohren & The Club Of Gore. Im Spätherbst ’16 und im Winter ’17 sind nun drei Alben der Band neu erschienen.
Text Lars Fleischmann , Fotos Kim von Coels
Bohren%201%20hi_2016_kim%20von%20coels

Draußen regnet es, der Himmel ist müde und schwer, kalt-nasses Schmuddelwetter. Drinnen, in dem Lokal, das sich Mort Gass, Robin Roddenberg und Christoph Clöser ausgesucht haben, ist es hingegen gemütlich. Während die beiden erstgenannten extra aus Mülheim an der Ruhr angefahren kamen, wohnt Clöser ganz um die Ecke – hier in Köln.
Abgesehen von einem skypenden Engländer und sehr vielen Büchern, sitzen wir alleine zu viert bei Kaffee und Tee (Keltische Mischung) am Tisch. Das Licht ist warm, die Heizung auch. Und trotzdem bleibt da dieses Frösteln. Weil man das Gefühl hat, der Winter könnte jederzeit durch die Scheiben brechen, über die Türschwelle kriechen.

Diese Situation und unser Empfinden passt sehr gut zum Sound von Bohren & The Club Of Gore. In ihrer Musik verdichten sich Jazz, Drone und Ambient zu etwas, das einen ganz und gar umhüllt: wie hier und jetzt der Raum und sein Licht, in dem wir sitzen. Gleichzeitig trägt die Langsamkeit ihrer Musik auch immer eine Spannung in sich. Die Spannung vielleicht, dass die Dunkelheit, die da in der Ecke schwelt, bald alles eingenommen haben könnte. Dass die Kälte, die da zwischen den Noten sitzt, bald auch den letzten Ton eingefroren haben könnte.

Es gibt kaum ein Vergleichsmaß für Bohrens Musik. In vielen Momenten ist sie Fahrstuhlmusik, »Langweilige Instrumentalmusik aus dem Revier« schrieb Gass selbst-ironisch einst auf seinen ersten Flyer. Aber es ist Musik für einen Fahrstuhl, der in die Tiefe fährt, viel tiefer als ins Untergeschoss, tiefer und tiefer, bis kein einziger Lichtstreifen mehr die Dunkelheit spaltet.

In den 2000er sind Bohren damit zum Geheimtipp des Bürgertums geworden. Nun, im endlich mal wieder so richtig kalten Winter 2017 erscheint die letzte von insgesamt drei Reissues. »Sunset Mission«, »Black Earth« und »Geisterfaust« sind im Original entweder unbezahlbar – oder nicht auf Vinyl erschienen. Neben den Alben ist auch eine besondere Compilation erschienen.

Vor ein paar Monaten ist eine Compilation mit euren Stücken veröffentlicht worden. Aber es ist keine »Best-Of«, sondern eine »Bohren for Beginner« geworden. Wie kommt’s?
Christoph Clöser: Stefan Strüver von PIAS Germany hat für sich privat, soweit ich weiß, mal eine CD zusammengebastelt und die im Büro laufen lassen. Und die Resonanz war wohl sehr positiv. Wie abwechslungsreich das dann doch ist, was wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten gemacht haben. Dann ist das Label an uns herangetreten und wir fanden die Idee gut. Aber es ist unbedingt als Werkschau, als Einblick, zu betrachten, aber eben nicht als »Best-Of«.

Ich habe es als sehr positiv empfunden, dass die Platten zwar jetzt alle kommen, aber nicht so ein Aufriss gemacht wurde. Die »Bohren for Beginner« und dann die drei Reissues: »Sunset Mission« von 2000, die »Black Earth« von 2002 und die »Geisterfaust« von 2005. Man kann nach und nach seine Plattensammlung vervollständigen. »Bei »Black City Skyline«, da denkt man schon immer noch: Boah.« (Christoph Clöser)
Christoph Clöser: Was denn auch sonst? Sollen wir da einen Event machen?
Mort Gass: Also die »Sunset Mission« und »Geisterfaust« waren halt nie auf Vinyl erschienen, und »Black Earth« ist kaum erschwinglich. Das wollten wir ändern.
Christoph Clöser: Die Reissues lagen uns am Herzen. Das war für uns unbedingt wichtig. Das A und O sozusagen. Das Interesse schien auch auf der Seite des Publikums immer dagewesen zu sein.

Habt ihr euch im Zuge der Wiederveröffentlichung nochmal mit euren alten Werken auseinandergesetzt?
Robin Roddenberg: Christoph hat sich zumindest die Testpressungen ganz genau angehört.
Christoph Clöser: Also wenn man genau hinhört, fallen einem schon Dinge auf. Uns war zum Beispiel nicht annähernd klar, was für irre Nebengeräusche auf »Geisterfaust« sind. Und auf CD waren die auch gar nicht so intensiv zu hören. Und tatsächlich überlegt man ja auch wie man die Stücke logisch auf vier Plattenseiten verteilt.
Mort Gass: Ich kann zum Beispiel sagen, dass ich die immer noch überraschend gut finde.
Christoph Clöser: Das überraschte dich?
Mort Gass: Ja schon. Manchmal ändert man seine Meinung im Laufe der Zeit, aber …
Christoph Clöser: Also wenn überrascht, dann ja wohl total positiv. Bei »Black City Skyline« [auf »Sunset Mission«], da denkt man schon immer noch: Boah.

Auch für uns als Hörer ergibt sich die Chance euch nochmal auf Mark und Bein zu testen. Und sowohl die großen als auch die kleinen subtilen Veränderungen nachzuvollziehen.Und es wird einem auch ganz schnell klar, dass das alte, euch zugeschriebene Bonmot »Other bands …«
Christoph Clöser: »…play, Bohren bore«. Der ist so grauenhaft der Spruch. Und er wird immer wieder zitiert.

Ja, leider auch von mir für die Review der »Sunset Mission«. Sorry dafür.
Mort Gass: Ich soll den ja gesagt haben. Weiß ich gerade auch gar nicht wann.
Christoph Clöser: Da gibt’s noch das andere Zitat, dass wir zum Publikum gesagt haben sollen: »Dass ihr heute zum Konzert gekommen seid, und die Zeit dafür aufbringt…«

Das sind die großen Mythen wahrscheinlich, die irgendwann entstehen.
Mort Gass: Man kann fairerweise sagen, dass wir am Anfang davon ausgegangen waren, dass die meisten Leute unsere Musik als sehr langweilig empfinden könnten. Auf dem ersten Flyer, den ich gebastelt hatte stand »Langweilige Instrumentalmusik aus dem Revier«.
Robin Roddenberg: Die Veranstalter wollten das auch seltsamerweise so nicht stehen lassen.

Aber der Erfolg heutzutage…
Christoph Clöser: Genau. Es gibt da schon erstaunlich viele Leute, die damit was anfangen können. Es gibt natürlich bis heute viel mehr Leute, die damit gar nichts anfangen können. Da muss man die Kirche im Dorf lassen. Ich hätte aber ganz persönlich nie gedacht, dass es so viele Leute wertschätzen werden.

»Wenn die Töne viel Zeit und Raum haben. Immer ein sehr schöner Rahmen.« (Christoph Cläser) Mal was Anderes: Das Jahr 2016 war ja durch große politische Umwälzungen und Krisen weltweit gekennzeichnet. Ist das eigentlich ein Thema für eure Arbeit?
Mort Gass: Für mich eher nicht.
Christoph Clöser: Das sehe ich dann schon anders. Jeder Akt, auch jeder kulturelle Akt, ist ja ein politischer. Das kommt ja auch drauf an, was man unter Politik versteht. Aber wir werden nicht mit Fahnen auf der Bühne erscheinen oder sowas. Das wär auch albern. Ich sehe da erstmal als unsere Aufgabe, dass wir das, was wir machen, so gut wie möglich machen. Und dann entstehen dabei Platten. Und der Rest obliegt dann der Deutung anderer.

Ihr habt da aber keine – wenn auch versteckte Agenda – bei der Idee für eine neue Platte. Wenn dann da eine neue kommt.
Christoph Clöser: Unsere Herangehensweise ist eine andere, genau. Und ja, da kommt auch noch eine neue Platte. Also der Titel steht schon Mal. Den verraten wir aber nicht.
Mort Gass: Wir kommen da tatsächlich allein vom Titel. Der beschreibt aber eher eine Szene.
Robin Roddenberg: Eine Stimmung.
Christoph Clöser: Wie ein Licht. Und dann lassen wir den sacken. Denken nach.

Der Prozess für eine Platte kommt also komplett ohne Jam aus? Hoch konzentriert und konstruiert dann?
Christoph Clöser: Ja genau. Gottseidank. Das könnte man auch gar nicht jammen.

Ihr habt ja vor einiger Zeit für die PIAS-Nite in der Passionskirche gespielt…
Robin Roddenberg:…tatsächlich hat das sehr gut funktioniert. Bei größeren Massen hast du gerade bei so einem musikalischen Ansatz, wie dem unsrigen, häufiger mal so eine gewisse Unruhe. Aber da waren alle sehr diszipliniert – und gleichzeitig sehr enthusiastisch.
Christioh Clöser: Generell war das aber nicht unbedingt etwas Neues in einer Kirche. Das ist ein Ort, der uns schon nahe steht. Wenn die Töne viel Zeit und Raum haben. Immer ein sehr schöner Rahmen.

Schließt sich denn eine Tour an?
Christoph Clöser: Wir spielen standesgemäß nicht so oft. Wir werden aber schon noch Shows spielen, auf die wir uns dann auch freuen. Die laufen aber unverändert ab. Also auf die Frage davor zurückzukommen: Wir spielen ja eh ein Set, das gemischt ist. Das auf live ausgelegt ist und nicht auf einzelne Platten, sondern eher wie die »Bohren Für Beginner«. Sicher kann man irgendwann überlegen, ob man eine der Platten einmal speziell spielt. Wenn da mal jemand nachfragt zum Beispiel.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 11.11.2016
Bohren & Der Club Of Gore
Sunset Mission
»Sunset Mission«, das Meisterwerk aus dem Jahre 2000 konzentriert alles, wofür Bohren & der Club of Gore steht.
Music Review | verfasst 23.01.2014
Bohren & Der Club Of Gore
Piano Nights
Die Meister der Langsamkeit sind zurück: Bohren & Der Club Of Gore veröffentlichen mit »Piano Nights« ihr siebtes und großartiges Album.
Music Review | verfasst 19.12.2016
Bohren & Der Club Of Gore
Black Earth
»Black Earth« zeigt den musikalischen Ansatz von Bohren & Der Club Of Gore am brutalsten. Dunkelheit wird niemals zu Licht!
Music Review | verfasst 12.01.2017
Bohren & Der Club Of Gore
Geisterfaust
Mit Erlösung ist auch auf dem Rerelease von Bohren & Der Club Of Gores »Geisterfaust«, erstmals 2005 erschienen, nicht zu rechnen.
Music Review | verfasst 01.06.2016
Melanie de Biasio
Blackened Cities EP
»Blackened Cities« ist ein kleines Wunderwerk, das Melanie de Biasio und ihr Quintett an einem Herbstnachmittag in Brüssel entwickelten.
Music Review | verfasst 05.03.2012
Pete Philly
One
Pete Philly wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das von seinen Fun-Rap-Vorgängern ramponierte Image Hollands wieder gründlich aufpolieren.
Music Review | verfasst 14.06.2012
alt-J (∆)
An Awesome Wave
Bei Alt-J kommt das Beste aus Folk, Bässen und Sampling zusammen, ohne das rad neu zu erfinden und doch auf frische, ungehörte Weise.
Music Review | verfasst 17.09.2012
Dinosaur Jr.
I Bet On Sky
Alles wie immer bei Dinosaur Jr.? Vielleicht nicht, denn »I Bet On Sky« taugt bestens in diesem Jahr, auch wenn der Sound bekannt ist.
Music Review | verfasst 17.01.2013
Mogwai
A Wrenched Virile Lore
Mogwais musikalischer Korpus eignet sich hervorragend zu Verfremdungszwecken, doch wird die Bisskraft dadurch nicht unbedingt maximiert.
Music Review | verfasst 08.04.2013
Soap&Skin
Sugarbread
Mit der Single »Sugarbread« beendet Soap&Skin das, wenn auch traurige, aber musikalisch eindrucksvolle Kapitel »Narrow«.
Music Review | verfasst 29.05.2013
Ghostpoet
Some Say I So I Say Light
»Some Say I So I Say Light« ist eine dunkle und in sich versunkene Platte, auf der der Ghostpoet seinen Gedanken freien Lauf lässt.
Music Review | verfasst 06.06.2013
Valerie June
Pushin' Against A Stone
Country genießt heutzutage nicht unbedingt eine hohe Wertschätzung bei hippen Pop-Musik-Connaisseuren. Valerie June könnte das ändern.
Music Review | verfasst 11.03.2014
East India Youth
Total Strife Forever
Das Debütalbum von East India Youth ist wohl für so manche überraschend. Eine Sensation ist es aber nicht.
Music Review | verfasst 30.04.2014
Jamaica
Ventura
Jamaica könnten als Festival-Konsens der Saison funktionieren. Im nächsten Jahr werden sie eben nur von anderen Sommer-Hits abgelöst.
Music Review | verfasst 10.09.2014
Interpol
El Pintor
Ein dunkles, aber kein tiefschwarzes Album ist »El Pintor« von Interpol geworden. Trotzdem knüpft ihre fünfte Platte an ihre Anfänge an.
Music Review | verfasst 27.02.2015
Ghostpoet
Shedding Skin
Der Brightoner Obaro Ejimiwe alias Ghostpoet präsentiert mit »Shedding Skin« ein warmes und organisches Album.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Black Rebel Motorcycle Club
Live In Paris
Nach 20 Jahren Bestehen liefern Black Rebel Motorcycle Club mit »Live In Paris« ihr erstes Livealbum.
Music Review | verfasst 10.03.2016
Violent Femmes
We Can Do Anything
Nach 16 Jahren veröffentlichen Violent Femmes mit »We Can Do Anything« ein neues Album. Nostalgikern dürfte die Platte gefallen.
Music Review | verfasst 18.03.2016
James
Girl At The End Of The World
Für viel sind James Legenden. Das dürfte sich auch mit »Girl At The End Of The World« nicht ändern. Obwohl es dafür Gründe gäbe…
Music Review | verfasst 31.03.2016
Mogwai
Atomic
Mogwai sind und bleiben eine Liga für sich: Jetzt haben die Schotten den Film »Atomic« vertont.
Music Review | verfasst 03.05.2016
Trümmer
Interzone
Weniger politisch und insgesamt gefälliger präsentieren sich Trümmre auf ihrem zweiten Album »Interzone«.
Music Review | verfasst 08.07.2016
Róisín Murphy
Take Her Up To Monto
»Take Her Up To Monto« ist ein schwer zu durchdringendes, doch erstaunlicherweise sehr gut hörbares fünftes Album von Róisín Murphy.
Music Review | verfasst 26.10.2016
Various Artists
They Will Have Kill Us First O.S.T.
»They Will Have To Kill Us First: Malian Music in Exile« hat es nicht in die deutschen Kinos geschafft. Der Soundtrack ist erhältlich.
Music Porträt | verfasst 11.06.2012
alt-J (∆)
Das magische Dreieck
Die vier Briten heißen wie ein Dreieck, das entsteht, wenn man auf der englischen Ausführung des Macbooks das Kürzel »alt-J« benutzt. Sie spielen mit neumodischen Schnickschnack versehenen Folk und werden als nächstes großes Ding gehandelt.
Music Bericht | verfasst 24.09.2012
Soap&Skin
Live mit Ensemble und Chor am 21.9. im Astra Kulturhaus in Berlin
Die Österreicherin Anja Plaschg hat auf ihrem jüngsten Album als Soap&Skin, »Narrow«, den frühen Tod ihres Vaters verarbeitet. Auch auf der Bühne des Astra Kulturhauses in Berlin war diese Trauerarbeit noch gegenwärtig.
Music Interview | verfasst 07.05.2013
Ghostpoet
Ein Klavier, etwas Dim Sum und ein Halbmarathon später
Ghostpoet ist zurück, und auch wenn er seine Tracks immer noch in einem Stil murmelt, der zu seinem Markenzeichen wurde, sind seine Intentionen klarer: Inhalte über sich selbst liefern, möglichst in jeder Perspektive, in Bezug auf alles.
Music Review | verfasst 11.10.2012
The Pyramids
Otherworldly
35 Jahre nach ihrem letzten Album kann man The Pyramids jetzt neu entdecken: World Music im besten, umfassenden und experimentellen Sinne.
Music Interview
Bohren & The Club Of Gore
»Wenn die Töne viel Zeit und Raum haben«
Für viele sind sie Meister. Für viele sind sie langweilig. Für manche beides. Eines aber steht fest: niemand sonst klingt wie Bohren & The Club Of Gore. Im Spätherbst ’16 und im Winter ’17 sind nun drei Alben der Band neu erschienen.
Music Liste
16 Schallplatten,
die 15 Jahre Project: Mooncircle erklären
Wir starten das neue Jahr mit Glückwünschen. Project:Mooncircle ist 15 Jahre alt geworden. Seine beiden CEOs, Gordon und Malte, haben uns 16 Platten vorgestellt, anhand derer man die Label-Historie nachvollziehen kann.
Music Porträt
A Tribe Called Quest
Bewegte Legenden
A Tribe Called Quest legen nach 18 Jahren Quasi-Sendepause ein neues Album vor. Worin liegt der Zauber von »We Got It From Here … Thank You 4 Your Service«? Darin, dass die Band zurecht Legendenstatus genießt – und diesen nicht verwaltet.
Music Liste
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Reissues
Wir hatten in diesem Jahr mehr Schwierigkeiten uns auf die essentiellen Reissues festzulegen als auf die besten Neuerscheinungen. So viel teures Wishlist-Material wurde dieses Jahr wiederveröffentlicht. Aber hier ist sie nun: unsere Top 50.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 20 12-inches
Was ist eine 12inch? Die Defintion ist schwammig, wir haben uns für Maxi-Singles und EPs entschieden. Damit standen wir vor einer unüberschaubaren Menge an Material – und haben uns für die 20 besten entschieden.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Kolumne
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Interview
Keine halben Sätze
Proband: Juju Rogers
Bald erscheint Juju Rogers neues Album. »LIT – Lost In Translation« hat er gemeinsam mit dem Produzenten Bluestaeb aufgenommen. Auch auf dem neuen Album stellt Rogers wieder große Fragen. Deshalb haben wir ihm nur einige kleine gestellt.
Music Bericht
Le Guess Who?
Ja, rate wer!
Wir haben in diesem Jahr das Le Guess Who?-Festival in Utrecht präsentiert. Und weil es schon so heißt wie es heißt, ist hier ein kleines Ratespiel. Welche Künstler haben wir gesehen?
Music Kolumne
Records Revisited
Autechre – Tri Repetae, 1995
Das dritte Album von Autechre ist ein Werk in mehreren Dimensionen. Es ist Befreiungsschlag, Meilenstein und Neudefinition eines ganzen Genres. Nicht zuletzt hat es eine ganze Generation nachfolgender elektronischer Musiker geprägt.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Oktober 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Danny Brown, NxWorries, Kassem Mosse und Uffe.
Music Porträt
Tim Maia
Die Wasserbombe
Er begründete eine Bewegung. Auch, wenn sein Triathlon auf der Couch stattfand: Whiskey, Joints und Kokain. Das ist die Geschichte Tim Maias, einem der einflussreichsten brasilianischen Musiker aller Zeiten.
Music Interview
Goldroger
My Latest Epiphany
Goldrogers Albumdebüt »Avrakadavara« handelt von magischen Transmutationsritualen und durchzechten Ecstasy-Nächten. Uns erzählte der Wahl-Kölner von einem Erweckungserlebnis der etwas anderen Art.
Music Porträt
Katie Gately
Die Errungenschaften der Menscheit
Katie Gately definiert Fortschritt als den Weg zwischen A und B. Ihre Karriere verlief keineswegs geradlinig, ihr Album »Color« ist Pop und Chaos zugleich. Mit wenig Mitteln und viel Aufwand will sie uns eins sagen: Du bist nicht allein.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Nicolas Jaar - Sirens
Nicolas Jaar veröffentlicht nach fünf Jahren sein zweites Studioalbum. Unsere Autoren haben sie sich gemeinsam angehört und sich dabei nicht nur gefragt: ist das jetzt eher Tarkovsky oder Milky Chance?
Music Liste
Acid Arab
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich das Produzententeam Acid Arab der Aufgabe an.
Music Liste
patten
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nehmen sich die Londoner patten der Aufgabe an.
Music Interview
Entweder Oder
Entscheider: Doz9
»Untergrund und grundlos Pleite«, Doz9 und Torky Torks Geist haben sich unseren sinneserweiternden »Entweder Oder«-Fragen gestellt. Also: Crack am Kotti oder Crystal Meth in Brandenburg?
Music Kolumne
Aigners Inventur
September 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Nick Cave, Travi$ Scott, Zomby und M.I.A.
Music Porträt
Ka
»Always Been Conflicted«
Ka ist tagsüber Feuerwehrmann. Nachts: Rapper. Dass er in dieser Doppelfunktion Trigger Happy-Polizisten als das benennt, was sie sind, empörte die Klatsch-Presse. Anerkennung wäre die richtige Reaktion gewesen.
Music Interview
Machinedrum
»Musik ist eine Form des Heilens«
Heilung bei weit über 130 bpm? Ist möglich, denkt Travis Stewart. »Human Energy« entstand in L.A., da sind Esoterik, Wurzeln und heiße Steine nicht weit. Wir sprachen mit dem Produzenten über sein neues Leben – und sein neues Album.
Music Liste
Mndsgn
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Mndsgn der Aufgabe an.
Music Liste
Jan Jelinek
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich der Produzent Jan Jelinek der Aufgabe an.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2016
Zurück aus der Sommerpause setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month, dieses Mal derer zwei und mit Platten von Vince Staples,Gonjasufi und Der Coup.
Music Porträt
FloFilz
Idylle jenseits der Cloud
Schlafzimmer-Studio, Soundcloud, HipHop: FloFilz Rahmenbedingungen hätten ihn auch zu einem Cloud-Rap-Produzent machen können. Dass er das nicht wurde, könnte daran liegen, dass ihn wolkenlose Himmel dafür zu sehr inspirieren.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Frank Ocean's »Blond«
Vier Jahre lang hat Frank Ocean sein neues Album angeteast, zurückgezogen, und das Spiel so lange wiederholt, bis beim Release von »Blond« alle eh erstmal sofort befriedigt waren. Aber ist »Blond« so groß wie das Drumherum?
Music Porträt
The Dwarfs Of East Agouza
Space Is Only Noise
Der Nil entspringt in Ruanda, tief aus Afrika kommend mündet er im Mittelmeer. Ein Fluss, um den sich endlose Mythen ranken. Nur an seinem Ufer konnte »Bes« entstehen. Eines der bisher besten Alben des Jahres.
Music Liste
Die 24 besten
Reissues des Jahres (bis jetzt)
Keine Compilations, sonst eigentlich alles. 24 Reissues, die aus dem redaktionsinternen, wutdemokratischen Verhandlungen als absolut unabdingbar herauskamen. Dann in Texte gegossen und alphabetisch sortiert.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juni 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: The Avalanches, MC Bomber, Blood Orange und Mala.
Music Interview
Abra
Turnt Up Art Kid
Abra hat das Talent, das Charisma, und die Erscheinung, um eine große Figur des Pop zu werden. Gleichzeitig ist sie absonderlich genug, um von Spotify-Verweigeren verehrt zu werden. Lange war sie für viele nur eines: zu absonderlich.
Music Porträt
Jazzland Recordings
Bloß nicht zu amerikanisch klingen
Auf den ersten Blick nicht zu vereinende Welten musikalisch zusammenprallen zu lassen, war seit jeher ein Antrieb von Bugge Wesseltoft. Vor 20 Jahren gründete er Jazzland Recordings und auch da geht es in erster Linie um Unerhörtes.
Music Interview
Masta Ace
Kein Herbst in Sicht
Als einer der dienstältesten MCs im Geschäft schafft es Masta Ace trotz seiner fast 30 Jahre Erfahrung relevant zu bleiben. Wie er das macht, wo seine Karriere begann und warum er nicht mehr malt, erfahrt ihr in unserem Interview.
Music Porträt
Andy Stott
Schmetterlinge aus der Maschine
Der Meister der düsteren Elektronik nennt seine Single »Butterflies«. Andy Stott überraschte einige, als er im Frühjahr nicht nur sanfte, sondern auch poppige Töne einschlug.
Music Liste
Jazzland Recordings
10 Essentials 1996 - 2016
Vor genau 20 Jahren hat der norwegische Jazzpianist Bugge Wesseltoft sein Label Jazzland Recordings gegründet. Wir haben eine Auswahl von 10 Platten zusammengestellt, die wir als besonders prägend für das Plattenlabel betrachten.
Music Kolumne
Records Revisited
John Coltrane - Giant Steps (1960)
Auf dem Weg vom Bebop zum Free Jazz. Das 1959 aufgenommene »Giant Steps« füllt eine Lücke in der Geschichte des Jazz und ist gleichzeitig ein Riesenschritt in der künstlerischen Entwicklung des Ausnahmemusikers John Coltrane.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Radiohead: »A Moon Shaped Pool«
Radiohead bringen in zwei Tagen ein neues Album raus. Die Welt hält den Atem an. Unsere Autoren haben das Album schon gehört – und auch ihnen schlägt das ›Event‹ auf die Atemwege.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai 2016
Auch in diesem Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut…ach ne, ist ja gleich EM. Und deswegen ist dieses Mal alles anders. Platten werden Nationen und Aigner arbeitet sich einmal von A nach F.
Music Interview
Entweder Oder
Entscheider: AzudemSK
Wir wollen AzudemSK als Nachbarn. Der sympathische Münsteraner Rapper legt heute sein neues Album »Bis das Leben applaudiert« vor. Wir haben ihm einige Fragen gestellt. »Jérôme Boateng oder Alexander Gauland« war nicht dabei.
Music Porträt
Max Graef
Smooth Operator
»Ist einfach nicht so meine Welt, arbeiten mit geregelten Zeiten«, erklärt uns Max Graef den Fakt, dass er nicht mehr einmal die Woche im Plattenladen aushilft. Lockerer Typ. Sein Album mit Glenn Astro erscheint morgen – und hat Drive.
Music Bericht
Paternoster
Erst verkannt, dann teuer verkauft
Damals interessierte sich kaum jemand für sie. Heute zahlen Menschen 8.000 Euro für ihre Platte: Paternoster waren ihrer Zeit voraus. Jetzt ist die Reissue ihres einzigen Album erschienen.